Skip to content

Anzeige

Bau-Innung Remscheid Innung für elektrotechnische Handwerke Remscheid Fachinnung für Metall- und Graviertechnik Innung für Sanitär- und Heizungstechnik Remscheid
Dachdecker-Innung Remscheid Friseur-Innung Remscheid Maler- und Lackierer-Innung Remscheid Kraftfahrzeughandwerk Remscheid

Hintergrund von Pressearbeit Marke „beleidigte Leberwurst“

Waterbölles-Kommentar

In der Regel verschicken die Parteien ihre Anfragen an die Stadtverwaltung zeitgleich an die lokalen Medien. In Form einer Pressemitteilung. Im Waterbölles finden sich Anfragen der CDU aber erst, nachdem sie dann zu Tagesordnungspunkten politischer Sitzungen geworden und damit in den Beratungsunterlagen enthalten sind. Andere Pressemitteilungen der CDU tauchen im Waterbölles nicht auf. Seit anderthalb Jahren nicht mehr. Das ist keine redaktionelle Entscheidung. Sondern eine Entscheidung der CDU: Sie hat den Waterbölles aus ihrem Presseverteiler schlicht verbannt.

Einige Leser/innen haben mich bereits auf die „spärliche Berücksichtigung“ der CDU angesprochen. Ihnen habe ich die Hintergründe dieser bemerkenswerten Pressepolitik erläutert. Die Pressestelle der CDU hat den Waterbölles aus ihrem Presseverteiler gestrichen, nachdem Burkhard Mast-Weisz im Frühjahr vergangenen Jahres mit deutlicher Mehrheit zum Oberbürgermeister der Stadt Remscheid gewählt worden war. Mir wurde damals vermittelt, dass dieser Ausschluss aufgrund einiger Kommentaren im Waterbölles erfolgte, in denen der CDU-Kandidat Jochen Siegfried nach Meinung seiner Parteifreunde nicht gut weggekommen sei.

Dass der Waterbölles seiner journalistischen Berichtspflicht dennoch nachkommen und am Samstag in seinem Artikel über die DOC-Entscheidung in der Ratssitzung am Freitag auch auf die Rede des CDU-Fraktionsvorsitzenden Jens Nettekoven ausführlich und im Wortlaut eingehen konnte, ist einem besonderem Umstand zu verdanken: Mir wurde die Rede von Dritten zugespielt. Die Pressestelle der CDU Remscheid hatte sie zuvor per E-Mail verschickt, aber wie üblich nicht an den Waterbölles.

Gewiss, selbst aus einem öffentlichen Presseverteiler (etwa dem einer Stadtverwaltung) kann ein einzelner Journalist ausgeschlossen werden. Das wird auch in unserem Land mit seiner weit entwickelten Pressefreiheit hier und da immer mal wieder versucht, wenn irgendeinem kommunalpolitisch Verantwortlichen diese Nase oder jene Meinung nicht passt. Letztlich fällt eine solch restriktive Pressepolitik aber immer auf jene zurück, die eine solche Entscheidung treffen und sie nicht selten auch wieder zurücknehmen (müssen). Denn die Hürden einer solchen Entscheidung sind hoch. Sie darf nicht willkürlich getroffen werden. Dafür muss es vielmehr sachliche Gründe geben. Unterschiedliche Meinungen zählen nicht dazu!

Einer Partei, die den Begriff „demokratisch“ im Namen trägt, sollten bestimmte demokratische Grundsätze geläufig und selbstverständliche Praxis sein. Zum Beispiel der Grundsatz der Gleichbehandlung. Oder der Grundsatz der Meinungsfreiheit als wichtiger Bestandteil der Pressefreiheit. Und innerhalb dieser der alte journalistische Grundsatz, nach dem die Nachricht zwar heilig, der Kommentar aber frei ist.

Der Remscheider CDU-Fraktionsvorsitzende Jens Nettekoven ist als Landtagsabgeordneter selbst an Gesetzgebungsverfahren beteiligt. Er sollte solche Grundsätze kennen. Und anwenden. Seine Pressearbeit Marke „beleidigte Leberwurst“ spricht nicht gerade für einen souveränen Umgang mit demokratischen Prinzipien. Aber bald beginnt ja ein neues Jahr. Vielleicht mit guten Vorsätzen.

Trackbacks

Waterbölles am : Keine Hybridfahrzeuge, Fahrräder oder E-Bikes

Vorschau anzeigen
Im neuen Jahr laufen die Leasingverträge für die Dienstwagen des Oberbürgermeisters und der Dezernenten aus (Juli bzw. August). „Die Beschaffung von Fahrzeugen mit Elektro- oder Gasantrieb (vollständig oder teilweise Hybrid) ist nicht ausgeschlossen, sowe

Waterbölles am : Notwendig sind Geduld, Nachsicht und Verständnis

Vorschau anzeigen
Als Tischvorlage erhielten die Mitglieder des Haupt-, Finanz- und Beteiligungsausschusses in ihrer gestrigen Sitzung von der Verwaltung einen aktuellen Sachstandsbericht zu den Flüchtlingen und Asylbewerber in Remscheid. Damit beantwortet die Verwaltung e

Kommentare

Ansicht der Kommentare: Linear | Verschachtelt

Christel vom Hoff am :

Hallo Herr Kaiser, es ist ja traurig, dass man an "höheren" Stellen Sie als "gutes" Mitteilungsblatt, und das noch kostenlos, einfach ignoriert. Es ist hier nicht mehr jeder Person möglich, die "inzwischen" teuren Informations-Blätter zu abonieren. Daher ist Ihre Arbeit für Otto-Normal-Verbraucher sehr wichtig. Über diese Punkte sollte man an "höheren" Stellen auch einmal nachdenken.

Bärbel Lanzrath am :

Wie kleinkariert ist das denn. Sind die Mitglieder der Remscheider CDU nicht mehr kritikfähig?

Christian Groger am :

Hallo Remscheider CDU! Dass der Watterboelles eine Neigung zu gegensätzlicheren Meinungen hat als die heimische CDU ist einer gesunden Opposition in Zeiten einer CDU-Bürgermeisterschaft zu verdanken - und das ist auch gut so. Auch in Zeiten eines SPD-Bürgermeisters ist er bisher nie als CDU-feindliches Medium erschienen. Im Gegenteil: Pressefreiheit bedeutet nicht Abschottung der Information von Seiten irgendeines Parteidenkens. Wovor habt Ihr Angst?

w.Jürgen Ackermann am :

Ausgrenzung des Waterbölles von Informationen, das darf doch nicht wahr sein, was die CDU da macht! Ich möchte Herrn Nettekoven gern mal einen Brief schreiben. Haben Sie seine Adresse?

Chronist am :

Die gesuchten Daten finden sich auf der Homepage der Stadt Remscheid im Ratsinformationssystem unter http://ratsinfo.remscheid.de/sessionnet/bi/kp0051.php?__kpenr=176

Norbert Landen am :

Typisch CDU. Kritik konnten Sie schon immer nicht vertragen. Siehe auch :Verhalten und Äußerungen zu kritischen DOC-Berichten ("Haar in der Suppe"). Fazit: Weder Herr Nettekoven noch seine CDU-Freunde sind wahre Demokraten; es sei denn, sie befinden sich noch in einer Lernphase...

Lothar Kaiser am :

Zu den aktuellen Nonsens-Äußerungen einer Aachener Journalistin gab es heute auf Facebook einen Kommentar aus ZEIT online (http://www.zeit.de/kultur/2016-01/wdr-claudia-zimmermann-medien-rheinische-post), der auch unabhängig vom aktuellen Anlass ein Plädoyer für guten Journalismus ist. Lesenswert auch und gerade für (Kommunal-)Politiker. Und vielleicht sogar lehrreich...

Gerd Rothbrust am :

Ich habe den Kommentar aus der Zeit gelesen – mehrmals. Gelernt habe ich: „…beleidigte Leberwurst…“ sein trifft auch auf Journalisten zu, auch auf Felix Stephan. Ok, zugegeben, ich bin nicht „vom Fach“ und ein (Verhaltens-)Kodex erinnert mich stark an Ehren- und Moralkodizes (von beiden nicht viel), vielleicht sieht man den Vorgang dann etwas unaufgeregter.

Kommentar schreiben

Die angegebene E-Mail-Adresse wird nicht dargestellt, sondern nur für eventuelle Benachrichtigungen verwendet.

Um maschinelle und automatische Übertragung von Spamkommentaren zu verhindern, bitte die Zeichenfolge im dargestellten Bild in der Eingabemaske eintragen. Nur wenn die Zeichenfolge richtig eingegeben wurde, kann der Kommentar angenommen werden. Bitte beachten Sie, dass Ihr Browser Cookies unterstützen muss, um dieses Verfahren anzuwenden.
CAPTCHA

Standard-Text Smilies wie :-) und ;-) werden zu Bildern konvertiert.
Formular-Optionen

Die einzelnen Beiträge im "Waterbölles" geben allein die Meinung des Autors / der Autorin wieder. Enthalten eingeschickte Texte verleumderische, diskriminierende oder rassistische Äußerungen oder Werbung oder verstoßen sie gegen das Urheberrecht oder gegen andere rechtliche Bestimmungen oder sind sie nicht namentlich gekennzeichnet nebst E-Mail-Adresse, werden sie nicht veröffentlicht. Das gilt auch für substanzlose Bemerkungen ("Find ich gut/schlecht/blöd...etc."). Aus den oben genannten juristischen Gründen sowie bei längeren Texten sind auch Kürzungen nicht ausgeschlossen.

Kommentare werden erst nach redaktioneller Prüfung freigeschaltet!