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Preis "Stolz auf Remscheid!" an Flüchtlingshelfer

Pressemitteilung der SPD

Das politische Jahr begann für die Remscheider SPD auch in diesem Jahr wieder mit dem traditionellen Neujahrsempfang am Honsberg. Bereits zum zweiten Mal fand dieser in den sehr schönen Räumlichkeiten des "Neuen Lindenhofs" statt. Mehr als 130 Mitglieder der Remscheider SPD sowie Gäste der Religionsgemeinschaften, von Verbänden, Vereinen und Einrichtungen waren der Einladung zu dem Empfang gefolgt, der dieses Jahr ganz im Zeichen der Flüchtlingspolitik bzw. der "neuen Nachbarn" stand.

„In NRW wird Hilfsbereitschaft groß geschrieben!“ begann der Leiter des Evangelischen Büros Nordrhein-Westfalen, Kirchenrat Dr. Thomas Weckelmann, seine Rede. Der „Botschafter“ der drei evangelischen Landeskirchen in Nordrhein-Westfalen ging darin auch auf die Ereignisse in der Silvesternacht in Köln ein und machte unter starkem Applaus der Zuhörerinnen und Zuhörer deutlich, dass rechtspopulistischer Stimmungsmache entschieden entgegen getreten werden muss. Darüber hinaus mahnte er ein Einwanderungsgesetz für die Bundesrepublik Deutschland an, das für die Betroffenen eine Alternative zum Asylrecht bilden müsse. Die konkreten Inhalte müssten Gegenstand politischer Diskussionen sein.

Angesichts der großen Zahl an Menschen, die in den vergangenen beiden Jahren nach Deutschland gekommen sind, müsse 2016 zum Jahr der Integration werden. Das Land und auch die Kirchen würden große Anstrengungen unternehmen – von der Schaffung von Wohnraum über zusätzliche Plätze in Kindertagesstätten und Schulen bis hin zum Anbieten von Sprach-, Integrations- und Weiterbildungskursen. Integration werde allerdings nur auf Basis der Grundwerte des Grundgesetzes gelingen – wie der Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern, betonte Weckelmann. Ebenso müsste wohnungspolitisch sowohl eine Gettoisierung als auch eine Gentrifizierung (Verdrängung ärmerer Bevölkerungsschichten) vermieden werden.

Ebenfalls zum zweiten Mal wurde im Rahmen des SPD-Neujahrsempfangs der Preis "Stolz auf Remscheid!" verliehen. Er ging in diesem Jahr an die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer in der Flüchtlingsarbeit und an Daniela Krein, die Geschäftsführerin des Betreuungsvereins B.A.F. Für die gegenwärtige Flüchtlingshilfe gebe es unterschiedliche Beweggründe, sagte Sven Wolf (MdL), Fraktionsvorsitzender der SPD-Ratsfraktion. „Aber ob nun aus christlichem Glauben oder aus einer humanistischen Überzeugung - es muss unmissverständlich und klar bleiben: Wer uns um Hilfe und Schutz bittet, dem werden wir helfen. Gerade wir Sozialdemokraten sollten uns daran erinnern, wie wichtig es ist, dass wir auch in stürmischen Zeiten unsere Haltung bewahren!“

Die erschreckenden und schäbigen Übergriffe in der Silvesternacht hätten eine Debatte ausgelöst über Sexismus, Religion, Flüchtlinge, fuhr Sven Wolf fort. Es werde diskutiert; aber auch gehetzt. „Die Übergriffe in der Silvesternacht, anschließende Angriffe auf Ausländer oder Anschläge auf Flüchtlingsheime – das alles erweckt Zorn, Angst und Sorge. Doch es gelte, einen kühlen Kopf zu bewahren. Dazu gehört nicht, geschichtsvergessene Zutrittsverbote für Schwimmbäder, die Bundeswehr im Innern einzusetzen oder sogenannte „Bürgerwehren“ Dazu gehöre vielmehr: „Unser Rechtsstaat, eine effektive Strafverfolgung durch Polizei und Justiz. Das sind wir den Frauen, die Opfer wurden schuldig. Das sind wir aber auch den gesetzestreuen Flüchtlingen schuldig, um sie von dem pauschalen Verdacht zu befreien. Dazu gehört aber auch Zivilcourage durch Begegnungen und klare Standpunkte!“

Sven Wolf dankte den vielen Haupt- und Ehrenamtlichen, die in Remscheid in der Flüchtlingsarbeit „eine im wahrsten Sinne des Wortes unbezahlbare Arbeit leisten – ob in der Essensausgabe in einer der drei Notunterkünfte über die Arbeit in der Kleiderkammer der Stadt Remscheid bis hin zum Anbieten von Spiel- und Sprachkursen oder bei der Begleitung im Alltag. Sie sorgen dafür, dass den Flüchtlingen in unserer Stadt die Würde zurückgegeben wird, die ihnen auf ihrer Flucht genommen wurde.“

Vor welchen Herausforderungen Haupt- und Ehrenamtliche im Flüchtlingsbereich stehen, machte Daniela Krein in ihrer Rede deutlich. Die Preisträgerin erinnerte daran, wie im ersten Halbjahr vergangenen Jahres in rund 26 Stunden aus einer Schule eine Notunterkunft geworden war. Ohne die Feuerwehr wäre das nicht gegangen, denen sie bei dieser Gelegenheit unter starkem Applaus der Zuhörer/innen herzlich dankte. Der Vorsitzende der Remscheider SPD, Sven Wiertz, bat die Ehrenamtlichen in seiner Abschlussrede, sich nicht entmutigen zu lassen. „Machen Sie weiter, auch wenn es Rückschläge gibt!“ Das Engagement lohne sich - für die Menschen die zu uns kommen und für uns als Gesellschaft. (Antonio Scarpino)

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