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Seniorentauglich ?

Telefone werden in Remscheid fast schon an jeder Straßenecke verkauft. Sie daheim anzuschließen (früher ein „Post-Monopol“) ist in der Regel kein großes Problem. Aber keine Regel ohne Ausnahme. Die kann zum Beispiel so aussehen: Ein betagtes Ehepaar, beide Mitte 80, beide stark gehbehindert. Sie: fast blind. Er: Hörgerät, Herzschrittmacher. Wenn dann das alte, schnurlose Telefon (Marke „Knochen“) plötzlich den Geist aufgibt, ist an den Kauf eines neuen „mal eben schnell“ nicht zu denken.

Denn es muss für Senioren geeignet sein, das heißt es muss zusammen mit einem Hörgerät einsetzbar sein (das schaffen längst nicht alle Handys) und es darf keine Störeinflüsse auf einen Herzschnittmacher haben. Vor allem aber: Es muss so große Tasten haben, dass auch eine fast Blinde sie noch erkennen kann. Und: Der Händler muss ins Haus kommen und das Gerät anschließen.

Aber zum Glück gibt es in Remscheid ja nicht nur geile Großfilialen, sondern auch (noch) alteingesessene Fachhändler. Einen solchen baten die beiden Senioren um Rat. Und schon einen Tag später hatten sie ein neues, handliches Telefon. Mit dem kann man sogar SMS verschicken.

SMS? Das musste der Händler den Rentnern erst einmal erklären. Nutzen werden sie diese Möglichkeit sicher nicht. SMS an wen? Eigentlich wollten sie ja nur telefonieren können. Vielleicht gelingt ihm das ja demnächst, ihr jedenfalls sicherlich nicht. Sie kann die kleinen Tasten des Handys einfach nicht erkennen.

„Seniorentauglich“ hatte das neue Telefon sein sollen. Keine Spur davon! Als Paradebeispiel für kompetente Fachberatung im Einzelhandel ungeeignet.

Trackbacks

waterboelles.de am : Seniorentauglich? Zweiter Teil

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Am 19. Januar beschrieb der „Waterbölles“, wie ein alteingesessener Fachhändler einem betagten Remscheider ein „Senioren-Telefon“ verkaufte (fast hätte ich gesagt „aufschwatzte“), das alles andere ist als das. Diese Woche nun hatte ich selbst die (undankb

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