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Krass: Statt Stadtbücherei eine Fernleihe aus der Uni

Was ist den Wirtschaftsprüfern von Rödl & Partner auf der Suche nach Sparmöglichkeiten für die Stadt nicht alles eingefallen:„Moderne Medien wie Internet und Fernleihe werden durch die Nutzer bei der Beschaffung von Medien und Informationen verstärkt genutzt. Unter Berücksichtigung des geänderten Nutzerverhaltens besteht die Möglichkeit, die drei Präsenzbibliotheken der Stadt Remscheid aufzulösen und die Versorgung der Bürgerinnen und Bürger in interkommunaler Zusammenarbeit mit den Umlandkommunen zu erbringen. Die Lagerung von Medien und die Verwaltung des Fernleihverkehrs erfolgt in diesem Fall durch einen zentralen Standort (z.B. der Unibibliothek Wuppertal). Die entstehenden Fernleihkosten sind dabei vom Entleiher zu tragen. Die Versorgung vor Ort (u.a. Abwicklung des Leihverkehrs, Versorgung, Abrechnung und Beratung) könnten durch die Mobilothek als "mobiler Standort" durchgeführt werden.

In der Mobilothek sind derzeit zwei Mitarbeiter eingesetzt. Eine Aufstockung bei Umsetzung der Maßnahme erscheint erforderlich und sinnvoll. Unter Berücksichtigung der durch die festen Standorte anfallenden Kosten in Höhe von ca. 350.000 € (Betriebskosten für die Standorte, Medienetat) und einer verbleibenden Personalausstattung von ca. sieben Stellen ergibt sich ein vorsichtig geschätztes rechnerisches Einsparpotenzial in Höhe von ca. einer Mio. €. Bei der Umsetzung der Maßnahme ist die Stadt Remscheid von der Bereitschaft der Universität Wuppertal bzw. von den Umlandkommunen abhängig.“Alternativ dazu werden folgende Sparmaßnahmen vorgeschlagen:

  • Die letzte Erhöhung der Nutzungsgebühr fand 2001 statt. Seitdem ist der Verbraucherpreisindex um 8,04 Prozent gestiegen. Eine Anpassung der Nutzungsgebühr soll als Reaktion auf die Erhöhung des Preisindizes verstanden werden. Dabei sollen u.a. solche Gebühren erhöht werden, deren Höhe durch das Verhalten des Nutzers individuell steuerbar sind (z.B. Säumnisgebühren und Strafgebühren).
  • In der Zentralbibliothek und der Zweigstelle Lennep ist die Einführung eines Selbstverbuchungssystems (RFID) möglich, bei dem die Ausleihe und ggf. auch die Rücknahme durch die Kunden selbst erfolgen kann. Vergleichbare Systeme sind bereits erfolgreich u.a. in den Stadtbüchereien in Siegburg, München und in Stuttgart im Einsatz. In der Zentralbibliothek sind im Bereich der Theke laut der Arbeitsplatzbeschreibungen durchschnittlich 2,52 Mitarbeiter (rechnerisch) mit der Verbuchung von Medien befasst. Durch die Maßnahme können mittelfristig mindestens eine halbe Stelle eingespart werden. Laut Preiserkundung durch die Öffentliche Bibliothek sind für die Einführung der RFID-Technik in der Zentralbibliothek und der Zweigstelle Lennep Investitionskosten in Höhe von ca. 300.000 € aufzubringen (Terminals, Durchgangsbügel, Etiketten und Software- Schnittstellen). Hinzu kommen laufende Kosten für Software- und Hardwarewartung in Höhe von 12.000 €. Zur weiteren Konkretisierung der Investitionskosten muss eine Aufstellung der Kosten erfolgen sowie ein verbindliches Angebot einer Fachfirma eingeholt werden. Aus diesem Grund wurde kein monetärer Einspareffekt ausgewiesen.
  • Die Bibliothek Lüttringhausen wird mit 1,5 Stellen betrieben, die Mobilothek mit zwei Stellen. Durch die Schließung der Zweigstelle Lüttringhausen können laufende Betriebskosten in Höhe von 12.000 € (Mietkosten) und Personalkosten in Höhe von 75.000 € eingespart werden, ohne den Versorgungsauftrag der Bibliothek zu gefährden. Durch die Aufgabe der Mobilothek können laufende Betriebskosten für den Bus (nicht berücksichtigt) und Personalkosten in Höhe von 90.000 € eingespart werden. Für beide Einrichtungen wurden Einnahmerückgänge in Höhe von 15.000 € berücksichtigt.
  • Die Öffentliche Bibliothek verfügt über drei Stellen, die aus dem Mitarbeiterpool der Stadt Remscheid stammen. Diese sind für die Bibliothek nur eingeschränkt einsetzbar. Die Öffentliche Bibliothek Remscheid verfügt über 28,78 Stellen. Der Durchschnittswert der Kommunen in Nordrhein-Westfalen zwischen 100.000 und 125.000 Einwohnern liegt bei 21 Stellen. Aufgrund des interkommunalen Vergleichs aus der Deutschen Bibliotheksstatistik empfehlen wir die Setzung von kw-Vermerken für die drei Stellen.“ (Aus dem Konsolidierungsgutachten der Wirtschaftsprüfer von Rödl & Partner, komplett als pdf-Datei hier.) Was halten Sie davon?

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waterboelles.de am : http://waterboelles.de/index.php?/archives/2335-unknown.html

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Die Prüfer von Rödl & Partner hatten der Stadt Remscheid vorgeschlagen, sich der Fernleihe der Universitätsbücherei in Wuppertal zu bedienen, statt eine eigene Bücherei zu unterhalten. Der Verwaltungsvorstand hat das inzwischen abgelehnt. Er folgte da

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