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Leser-Fotos im Waterbölles von Gärten und Tieren in RS

Foto: Ute Lennartz-Lembeck

"So klein und schon so kritisch", kam Waterbölles-Leserin Ute Lennartz-Lembeck in den Sinn, als sie heute Vormittag in ihrem Garten dieses Foto von einer jungen Meise schoss. Wenn Sie ebenfalls Fotos von "Tier & Garten" anzubieten haben - der Waterbölles würde sie gerne veröffentlichen.

VCD rät: Sicher zu Fuß, mit Bus, Bahn oder Rad zur Schule

Dank der Aufgeschlossenheit der Lehrerschaft und des Schulleiters der Gemeinschaftsgrundschule (GGS) Clarenbach ist dem Verkehrsclub VCD mit Unterstützung des Bündnis 90/Die Grünen und der Stadtverwaltung gelungen, am der GGS Clarenbach zum Schulbeginn 2010 das "Laufbus - Modell" für die Erstklässler zu realisieren. Dazu werden an vier Sammelpunkten Haltestellenschilder (siehe Bild) aufgestellt, an denen sich die Schülergruppen treffen, die aus verschiedenen Richtungen des Einzugsgebiets zusammenkommen. In nachfolgender Pressemitteilung erläutert der Bundesverband des VCD das Konzept:

In vielen Bundesländern enden derzeit die Sommerferien. Vor allem Eltern von Schulanfängern stehen damit vor der Frage, wie ihre Kinder sicher zur Schule gelangen können. Anstatt zu Fuß zur Schule zu gehen, werden immer mehr Kinder mit dem Auto dorthin gebracht. Was auf den ersten Blick praktisch scheint, hat für den Nachwuchs und Umwelt jedoch viele Nachteile. Die Statistik zeigt: Das Auto ist bei weitem nicht so sicher, wie viele glauben. 40 Prozent der Kinder, die 2009 bundesweit im Straßenverkehr getötet wurden, saßen in einem Pkw.

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VHS mit Schnupperkursen und "Tag der offenen Tür"

Pressemitteilung der VHS Remscheid

Mit einem Arabisch-Kurzkurs für Interessierte ohne Vorkenntnisse sowie einer Einführung in die Traditionelle Chinesische Medizin startet die Volkshochschule Remscheid am kommenden Montag ihre erstmals stattfindende Schnupperwoche. Sie findet ihren Höhepunkt im „Tag der offenen Tür“ am Samstag, 4. September. Während der insgesamt sechs Tage, die dem Kennenlernen der Volkshochschule und dem probeweise Austesten ihres vielschichtigen und breit gefächerten Weiterbildungsprogramms dienen sollen, erhalten Interessenten Gelegenheit, gegen ein geringes Entgelt (drei Euro pro Kurs / ermäßigtes Kursentgelt bei Anmeldung zu zwei oder mehr Veranstaltungen) an unterschiedlichen, 90-minütigen Kursen teilzunehmen. Im Angebot sind Kurse u. a. aus den Bereichen Fremdsprachen, EDV, Gesundheitsvorsorge, Kunst, Fotografie und Bauchtanz. Eine Anmeldung ist wünschenswert, nicht aber notwendig, so dass auch spontan Entschlossene herzlich willkommen sind.

Am „Tag der offenen Tür“, den es letztmalig vor fünf Jahren an der Volkshochschule gab und der nunmehr wieder jährlich zum Auftakt des Herbstsemesters stattfinden soll, bietet die Volkshochschule neben weiteren Schnupperkursangeboten sehenswerte Ausstellungen von Arbeiten aus ihren Kreativkursen wie eigens angefertigte Aquarelle, Ton- und Silberschmuckarbeiten, Fotos aus VHS-Fotoworkshops und vieles, vieles mehr. Es wird stündliche Führungen durch das Gebäude geben sowie die Möglichkeit, sich im persönlichen Gespräch mit dem VHS-Team über das Kursprogramm zu informieren und sich ggf. gleich vor Ort zum Wunschkurs anzumelden. Kleinere musikalische Darbietungen sowie selbst gebackener Kuchen und frischer Kaffee sollen dabei für ein nettes und ungezwungenes Ambiente sorgen.

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Über das alltägliche Chaos von und mit Eltern und Kindern

Am morgigen Sonntag um 16 Uhr können die großen und vor allem die kleinen Besucher des Remscheider Sommers 2010 im Stadtpark wieder ein neues abenteuerlustiges Kinderstück erleben: "Ferien mit Papa" heißt das abenteuer-lustige Kinderstück von Erwin Grosche für Kinder ab fünf Jahren, das vom Trotz-Alledem-Theater aufgeführt wird. Auf einer gemeinsamen Urlaubsreise bringen zahlreiche Missgeschicke Vater und Tochter erst zur Verzweiflung und dann zum gemeinsamen Lachen. Schließlich sorgt eine unverhoffte Begegnung dafür, dass sie sich wieder richtig kennen und lieben lernen. Ein Kindertheaterstück über das ganz alltägliche Chaos von und mit Eltern und Kindern - zum Lachen und zum Träumen.

28.8.: Frische Pastaspezialitäten und heiße Rhythmen

Angelo Della FeraAm Samstag, 28. August, um 18 Uhr steht die 5. Sitzkissenveranstaltung im Stadtpark unter dem Motto  "Dolce Vita" - ein italienischer Abend im Rahmen des Remscheider Sommers 2010  in gewohnt schönem Ambiente bei Fackelschein und hoffentlich gutem Wetter. Veranstalter sind die Lerose-Stiftung und die Stadt Remscheid. Die Besucher/innen erwartet frisch gegrillter Salsiccia (traditionelle italienische Wurst), Ciabattabrot mit verschiedenen Füllungen sowie frische Pastaspezialitäten. Für musikalische Unterhaltung und heiße Rhythmen sorgt Angelo Della Fera. Mit seinem Gefühl für Rhythmus und der Leidenschaft für die Musik hat es der junge Musiker in kürzester Zeit geschafft, sich einen Namen zu machen.

"Fröhliche und unbeschwerte Stunden verleben!"

Bei der Planung der diesjährigen “Woche der älteren Generation” (11. bis 25. September) musste Jochen Germann, bei der Stadtverwaltung als Sachgebietsleiter unter anderem auch für die Seniorenarbeit zuständig, mit weniger Geld auskommen als früher. Gerade mal 6.125 Euro lautete der Etatansatz. Und für die nächsten Jahre sieht es noch düsterer aus. Denn “freiwillige Ausgaben”, und dazu gehört die Veranstaltungsreihe für die Remscheider Senior/innen, sind der finanzschwachen Stadt untersagt. Darauf machte gestern in einer Pressekonferenz Oberbürgermeisterin Beate Wilding (nicht zum ersten Mal) aufmerksam. Um sich sodann herzlich bei den Sponsoren und ehrenamtlichen Kräften zu bedanken, ohne die es nicht gelungen wäre, auch in diesem Jahr wieder ein zweiwöchiges Programm zusammenzustellen. Für die nächsten Jahre wünscht sie sich weitere Vereine und Verbände, die geeignete Programmpunkte beisteuern.

Was die diesjährige Woche der älteren Generation” zu bieten hat, zeigt ein Flyer, der inzwischen in vielen städtischen Dienststellen und bei den mitwirkenden Organisationen erhältlich ist, darunter die Verbände der Freien Wohlfahrtspflege und die Denkerschmette. Caritas, Diakonisches Werk, Rotes Kreuz und Arbeiterwohlfahrt haben auch diesmal wieder – jeder für sich – eine „Fahrt ins Blaue“ organisiert und rechnen damit, dass jeweils zwei bis drei Busse voll besetzt sein werden. (Im Kostenbeitrag von zehn Euro ist Kaffee und Kuchen eingeschlossen.) Natürlich sind auch dieses Jahr wieder die Denkerschmette und die „Gesellige Spätlese“ mit ihren beliebten Veranstaltungen im Programm vertreten, ebenso die „Klassiker“ Skat- bzw. Kegelturnier und Theater (diesmal mit Arien aus „Aida“).

Neu dabei sind Elke Arens & Michael Stamm (Elmi-Shows) mit einem ein bunten Show-Programm aus der Welt des Musicals, von den 50-er Jahren bis hinein ins jetzige Jahrtausend, dargeboten in der Klosterkirche in Lennep. Karten ohne Vorverkaufsgebühr gibt es zum Preis von zwölf Euro gibt es, solange der Vorrat reicht, beim Fachdienst Jugend, Soziales und Wohnen, Alleestraße 66, 42853 Remscheid. Für die beiden Veranstaltungen im Teo Otto Theater („Aida“ und die musikalische Comedy „Trude träumt von Afrika“) hält der Fachbereich jeweils 150 Karten zum ermäßigten Preis von fünf Euro bereit. (Wer zuerst kommt…)

 „Ob zur Information oder einfach zur Entspannung, für jeden wird etwas dabei sein“, so Gehrmann gestern. Den Anfang macht am 11. September die (nunmehr zum dritten Mal) von der Eventagentur Ischerland, Leichlingen, organisierte zweitägige „Seniorenmesse“. Sie  soll zeigen, wie vielfältig das Leben im Alter ist und wie viele Möglichkeiten es für die älteren Generationen gibt, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Die Messe findet im Vassbendersaal am Markt statt, wo OB Wilding die „Woche der älteren Generation“ auch offiziell eröffnen wird, „seit mehr als 30 Jahren eine feste Größe im Bereich der Seniorenarbeit“, so Gehrmann. „Auch in diesem Jahr können die Remscheider Senior/innen wieder fröhliche und unbeschwerte Stunden zu verleben!“ Nachfolgend das Gesamtprogramm:

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Gut so: Politik reagierte auf Vorschlag der Bürger schnell

Waterbölles-Kommentar

Sollten Sie eine eigene Homepage mit Links auf andere haben, können Sie dieses Banner gerne verwenden.

Mit „Augen zu und durch“ kann die Politik in Lüttringhausen längst keinen Blumentopf mehr gewinnen. Dafür ist die Ablehnung des Gewerbegebiets „Blume“ ein gutes Beispiel. Ein weiteres haben heute sieben Lenneper und Lüttringhauser Vereine unter der Federführung des Oberverwaltungsrates a.D. mit ihrem dezidierten Vorschlag  eines Bürgeramtes Lennep/Lüttringhausen  geliefert. Angesichts dieses ausführlichen Konzeptes wirkt der Ratsbeschluss vom 8. Juli, das Bürgerbüro in Lüttringhausen zu schließen, geradezu kläglich. Denn ihm fehlte  die nähere Begründung, von einer ausführlichen Vorlage der Verwaltung zu organisatorischen Fragen ganz zu schweigen. „Allgemeine Sparzwänge“ reichen für einen so weitgehenden Ratsbeschluss da nicht aus. Zumal, wenn den Bürgern durch die Schließung des Bürgerbüros Mehrausgaben für Fahrten nach Remscheid zugemutet werden. Peter Maar hat Recht, wenn er feststellt: „Nicht die Bürger, sondern die Daten sollen laufen!“ Da dürfte es eigentlich keinen städtischen Mitarbeiter geben, der da widerspricht – sofern er sich denn tatsächlich als Dienstleister versteht und nicht als Oberbedenkenträger.

Und auch mit diesem Satz trifft Maar den Nagel auf den Kopf: „Die Verwaltung sollte nicht nach Wegen suchen, etwas zu verhindern, sondern mit Ideenreichtum und konstruktiver Unterstützung an einer Realisierung der gemachten Vorschläge mitwirken.“ Das kann sie in den nächsten Wochen nicht nur, das muss sie auch. Denn die Fraktionen von SPD, FDP und Grünen haben mit ihrem Prüfauftrag auf den Vorschlag schnell reagiert. Ungewöhnlich schnell.

„Nicht die Bürger, sondern die Daten sollen laufen!“

Peter Maar, Vorsitzender des Heimatvereins Lüttringhausen.Das Lüttringhauser Rathaus, bald ohne Bürgerservice? Archivfoto: Jochen WendeGestern berieten die Vertreter von sieben Vereinen und Institutionen aus Lennep und Lüttringhausen über die kostenneutrale Einrichtung einer Bezirksverwaltungsstelle (Bürgeramt) für die Stadtbezirke Lennep und Lüttringhausen. Und heute Vormittag übermittelten sie ihr Beratungsergebnis per E-Mail dem Rat der Stadt Remscheid, den Bezirksvertretungen Lennep und Lüttringhausen und der Oberbürgermeisterin. Den Journalisten erläuterten die Vereinsvertreter, die Mitte Juni einen gemeinsamen  "Kampf um das Bürgerbüro" vereinbart hatten, ihren Vorschlag um 14 Uhr. Da war die Antwort der so genannte Gestaltungsmehrheit von SPD, FDP und Grünen darauf aber längst „in der Welt“: Kurz nach 11 Uhr ging beim Waterbölles bereits die Nachricht ein, zur Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am 2. September werde von den drei Fraktionen der Antrag gestellt, durch die Verwaltung die „Einrichtung einer gemeinsamen Bezirksverwaltungsstelle für die Stadtbezirke Lennep und Lüttringhausen (Bürgeramt Lennep/Lüttringhausen)“ hinsichtlich der finanziellen und organisatorischen Folgen einer Umsetzung zu prüfen und dem Ausschuss am 23. September zu berichten“. Ferner soll die Verwaltung beauftragt werden, am 23. September über die geplanten Schritte zur Umsetzung der beschlossenen Maßnahmen im Melde- und Zulassungsbereich (Flexibilisierung der Öffnungszeiten, Stellenabbau, künftige Nutzung des Rathauses Lüttringhausen, Neuorganisation der Bezirksverwaltungsstelle) zu berichten.

Begründung des Antrages der drei Fraktionen: „Der Rat beschloss in seiner Sitzung am 8. Juli auf Antrag der Fraktionen der Gestaltungsmehrheit, die Öffnungszeiten im Melde- und Zulassungsbereich zu flexibilisieren, und verknüpfte dies mit dem Ziel, mindestens fünf Vollzeitstellenäquivalente abzubauen. Außerdem wurde die Verwaltung beauftragt, kurzfristig die künftige Nutzung der Räumlichkeiten des Rathauses Lüttringhausen durch andere städtische Dienststellen im Zuge des Stellenabbaus und im Zuge der Verringerung des städtischen Flächenbedarfs und der damit verbundenen Schließung des Bürgerbüros Lüttringhausen sicher zu stellen. (…) Der Verkehrs- und Förderverein Lennep e.V., der Heimatbund Lüttringhausen e.V., Lennep Offensiv e.V., der Marketingrat Lüttringhausen e.V., die Altstadtfreunde Lennep, der Bürgerverein Klausen e.V., der Lenneper Schützenverein 1805 e.V., die Stadtteilkonferenz Lüttringhausen und der Beirat für die Gleichstellung der Menschen mit Behinderungen haben ein Konzept für die Einrichtung einer gemeinsamen Bezirksverwaltungsstelle für die Stadtbezirke Lennep und Lüttringhausen im Rathaus Lüttringhausen vorgelegt. Aus Sicht der Fraktionen der Gestaltungsmehrheit soll dieses Konzept vor einer Schließung des Bürgerbüros Lüttringhausen durch die Verwaltung geprüft werden, um die Umsetzung des Konzeptes mit der Umsetzung der bisherigen Beschlüsse des Rates vergleichen zu können.“ Peter Maar, der Vorsitzende des Heimatvereins Lüttringhausen, dazu am Nachmittag: „Die beteiligten Vereine erwarten, dass sie in die weiteren Überlegungen und Prüfungen einbezogen werden. Sie haben im Übrigen eine weitere enge Zusammenarbeit vereinbart und werden diese in Kürze konkretisieren.“

Der Vorschlag der Vereine in der Zusammenfassung:

  • Für die Stadtbezirke Lennep und Lüttringhausen wird eine gemeinsame Bezirksverwaltungsstelle entsprechend § 38 (1) Gemeindeordnung für Nordrhein-Westfalen (Bürgeramt Lennep/Lüttringhausen) im Rathaus Lüttringhausen eingerichtet. Dabei bleibt das vom Rat der Stadt vorgegebene Ziel, im Bereich Meldewesen/Kfz-Zulassung insgesamt fünf Stellen einzusparen, unangetastet.
  • Die Bezirksverwaltungsstelle wird bei einer Zuordnung der Aufgaben der Kfz-Zulassungsstelle mit sieben Vollzeitstellen und die Zentrale am Friedrich-Ebert-Platz mit 13,5 Vollzeitstellen ausgestattet; bei Nichtzuordnung der Zulassungsstelle mit 4 Vollzeitstellen und die Zentrale mit 16,5 Vollzeitstellen.
  • Die erforderliche technische Ausstattung steht zur Verfügung.
  • Die räumliche Unterbringung im Rathaus Lüttringhausen ist bei beiden vorgeschlagenen Varianten problemlos möglich.
  • Die organisatorische Anbindung erfolgt an den Fachdienst „Bürger – Sicherheit – Ordnung“.
  • Kosten fallen nicht an. Falls geringfügige Umbauarbeiten erforderlich sein sollten, können diese über eine freiwillige „Solidaritätsgebühr Bürgeramt“ gegenfinanziert werden.

Letzter Satz des Konzeptes: „Von Politik und Verwaltung kann erwartet werden, dass sie nach dem Motto „Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg“ handeln. Insbesondere die Verwaltung sollte nicht nach Wegen suchen, etwa zu verhindern, sondern mit Ideenreichtum und konstruktiver Unterstützung an einer Realisierung der gemachten Vorschläge mitwirken.“

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Einsatz für Remscheider Senioren nur noch bis 2014?

Georg GregullRita Jungesblut-Wagner

In einem Brief an Oberbürgermeisterin Beate Wilding zeigte sich die Landesseniorenvertretung NRW kürzlich „betroffen“ über den am 8. Juli auf Antrag der „Ampel-Koalition“ (SPD, FDP und Grüne) durchgesetzten Ratsbeschluss, den Seniorenbeirat der Stadt mit der  2014 endenden Wahlperiode auslaufen zu lassen. In der SPD-Fraktion habe sich Rita Jungesblut-Wagner, in der konstiutierenden Sitzung am 11. November zur Vorsitzenden des Beirats gewählt, vergeblich für dessen Fortbestand eingesetzt. Das erfuhren die Pressevertreter erst heute - und auf Umwegen – von ihrem Amtsvorgänger und jetzigen Stellvertreter, dem CDU-Mann Georg Gregull. Der Vorsitzende der Remscheider Senioren-Union will den Ratsbeschluss, dass 2014 Schluss sein soll, nicht hinnehmen. Das sei mehr als eine Liquidierung aus Kostengründen: „Es geht hier nicht um 4.500 Mark im Jahr, sondern die drei Fraktionen der so genannten Gestaltungsmehrheit wollen den Beirat, dessen Mitspracherechte ohnehin schon beschnitten worden sind, aus Prinzip nicht mehr!“ Die Gründe dafür? „Der Beirat ist den Fraktionen offenbar zu unbequem geworden“, vermuteten auf der gestrigen Pressekonferenz der Senioren-Union Georg Gregull, Helmuth Tomscheidt und Erika Schmitz – und wiesen darauf hin, dass die Wahlbeteiligung bei der Kommunalwahl bei 47 Prozent gelegen habe, die zum Seniorenbeirat aber bei 54 Prozent. Gregull: „Auch das hat wohl einigen Ratsmitgliedern nicht gepasst!“

Kann nicht der Rat unmittelbar, also ohne Beiratsvoten, die Interessen der älteren Mitbürger vertreten? Zumal seine (langjährigen!) Mitglieder auch längst das Pensionsalter überschritten haben? „An den Früchten sollt Ihr sie erkennen“, antwortet Gregull mit einem Bibelzitat. Konkret: Die Querungshilfe in Vieringhausen könnten die Senioren dem Beirat versanken, nicht dem Rat der Stadt; der habe sich letztlich nur Volkes Stimme gebeugt. Der Seniorenbeirat habe gute Arbeit geleistet und werde diese bis 2014 auch fortsetzen. „Wir werden zeigen, dass wir unverzichtbar sind. Aktuell geht es jetzt um den vernünftigen Ausbau der sozialen ambulanten Dienste kümmern!“

Ginge das – im Interesse der guten Sache – nicht auch ohne Sitzungsgelder, um der Stadt sparen zu helfen? Das würde dem Stellenwert des Seniorenbeirats (so wie CDU und W.i.R. ihn sehen) nicht gerecht, entgegnet Georg Gregull. Und verweist auf den dritten Bürgermeister neben der Oberbürgermeisterin, an dem die „Ampel-Koalition“ eisern festhalte - ohne aufs Geld zu gucken. Im Übrigen könnten dann ja auch die Ratsmitglieder auf einen Teil ihrer Tantiemen verzichten… Genüsslich zitierte Georg Gregull sodann aus den „Wahlversprechen“ von Oberbürgermeisterin Beate Wilding im Vorfeld der Kommunalwahl 2009. Zitat: „Streichungen … bei Angeboten für Senioren sind für mich tabu!“ In einem Brief an Rita Jungesblut-Wagner hatte Wilding am 12. April den Beiratsmitgliedern gedankt „für ihren persönlichen, engagierten Einsatz, ihre konstruktiven Ideen und Anregungen und nicht zuletzt für ihre mit ‚Herzblut’ versehene Arbeit. Das bürgerschaftliche Engagement, das sie demonstrieren, ist ein wichtigerr Mosaikstein im Gesamtwerk unseres Zusammenlebens in Remscheid“. - Aber nur noch bis 2014? Bis dahin fließt noch viel Wasser durch Morsbach- und Eschbachtal…

Schuljahr 11/12: Gesamtschulklassen auf der Bökerhöhe?

Zur Sitzung des Ausschusses für Schule und Sport am 9. September hat die Fraktion der Linken den Antrag gestellt, durch die Verwaltung prüfen zu lassen, - ob die Erhöhung der Zügigkeit von sechs auf acht an einer der beiden Remscheider Gesamtschulen kurzfristig zum Schuljahr 2011 / 2012 möglich sei und ob das Gebäude der Hauptschule Bökerhöhe für den dann entstehenden Raumbedarf genutzt werden könne. Begründung: „Die Lösung des Problems, dass die Stadt Remscheid zu wenige Gesamtschulplätze für die Schülerinnen und Schüler zur Verfügung stellen kann, wird immer dringender. Schließlich müssen schon seit Jahren mehr als 230 Kinder jährlich abgewiesen werden. Das bedeutet: Sie können nicht die Schulform besuchen, die sie und ihre Eltern wünschen. Eine dritte Gesamtschule muss dringend gebaut werden! Bis eine dritte Gesamtschule allerdings genutzt werden kann, werden weitere Jahre vergehen. Eine kurzfristige Lösung erscheint hier die Erhöhung der Zügigkeit für eine der Gesamtschulen. Dies ersetzt nicht die dritte Gesamtschule, gäbe aber bereits zum nächsten Schuljahr ca. 60 Kindern mehr die Chance, einen Gesamtschulplatz zu bekommen. Das Gebäude der Hauptschule Bökerhöhe böte sich aus unserer Sicht möglicherweise für die Nutzung durch die Gesamtschule an.“

Die Linken reagieren damit auf Äußerungen des SPD-Fraktionsvorsitzenden Hans Peter Meinecke sowie Schuldezernent Burkhardt Mast-Weisz, Remscheid brauche eine dritte Gesamtschule. Axel Behrend, Fraktionsgeschäftsführer der Linken: „Diese Aussagen freut uns besonders!“ Denn die Linke  vertrete diese Position (siehe Unterschriftenaktion) – ausgehend vom Elternwillen und den konkreten Bedürfnissen der Remscheider Schülerinnen und Schüler- schon lange, „unabhängig von der landespolitischen Großwetterlage“. Behrend: „Endlich scheint auch die SPD die Notwendigkeit einer dritten Gesamtschule einzusetzen. Aber ganz ernst sollte man die Forderung von Herrn Meinecke nicht nehmen, verknüpft er doch die Diskussion mit den ebenfalls seit Jahren bestehenden Raumproblemen der  Berufskollegs Stuttgarter Straße und Käthe Kollwitz, die ebenso dringend gelöst werden müssen. Es darf nicht darum gehen, entweder die dritte Gesamtschule für Remscheid oder neue Räumlichkeiten für die Berufskollegs zu fordern. Beides sind Projekte, die dringend in Angriff genommen werden müssen!“

Allgemeine Lautlosigkeit im Vorfeld der Wiederholungswahl

Bei der wegen Briefwahl-Manipulationen notwendig gewordenen Wiederholungswahl zum Integrationsausschuss  bewerben sich am 19. September fünf Listen um die Wählergunst, eine mehr als bei der ersten Wahl. Aus der „Remscheider Union 2010“ ist nunmehr die „Remscheider Liste 2010“ geworden; sie hat gegenüber Februar sechs von acht Kandidaten verloren und einen neuen hinzugewonnen (hier vier die damalige Kandidatenlisten zum Vergleich); auch die Zusammensetzung der drei anderen Listen, die schon im Februar angetreten waren, hat sich verändert. Neu hinzu gekommen ist auf Liste 5 der Einzelbewerber Muhammet Kilicarslan. Auffällig: Mehmet  Genc (früher Liste A1) kandidiert nicht mehr, ebenso  Erden Ankay-Nachtwein (früher Remscheider Union 2010). Auffällig ferner die allgemeine Lautlosigkeit im Vorfeld der Wiederholungswahl. Auch die Staatsanwaltschaft, die wegen Wahlfälschungen - „gegen Unbekannt“ (??) – ermittelt, hält sich bedeckt.

A 1  Mediterrane Liste  Remscheider Liste 2010  DIE LINKE.Remscheid international "Kiliçarslan Muhammet"
1 Göcer, Metin 1 Espinosa Segovia, Antonio    1 Özdemir, Cengiz 1 Kiziltepe, Musa    1 Kilicarslan, Muhammet
2 Arslan, Mehmet 2 Raposeiro Estradas, Vitor Manuel 2 Öztürk, Cennet 2 Kiziltas, Ciydem       
3 Kandemir, Mahmut 3 Tossou, Gbenoude    3 Öztürk, Seref 3 Valitutto, Luigi       
4 Temizyürek, Attila 4 Alvarez Orzaez, Jose Ramon   4 Sahin, Derya       
5 Aktas, Mustafa 5 Seydo, Mahir   5 Caliskan, Ugur    
6 Alicidogan, Raif 6 Temirkanov, Saur   6 Jansen, Mehmet       
        7 Oymaci, Emrah    
          5 Keser, Mehmet       

Von der Bürgerstiftung 20.000 Euro für Fitness-Parcours

Die finanzschwache Stadt Remscheid ist für jede Spende dankbar. Ein „großer Batzen“ – 20.000 Euro – stellte in diesem Jahr die Bürgerstiftung Remscheid aus Anlass ihres zehnjähriigen Bestehens für einen Outdoor-Fitnessplatz zur Verfügung, der speziell ältere Menschen ansprechen soll. Vorgesehen für den neuen Generationenparcours ist die Freifläche für Rollschuhfahrer / Inlineskater hinter dem Sportbad am Stadtpark. Der Standort bietet nach Angaben des Sportamtes ideale Bedingungen. Zum einen, weil die Sportgeräte dort barrierefrei und ebenerdig erreichbar sein werden. Und zum anderen wegen der öffentlichen Toiletten in der nahen Sporthalle und der Sitzgelegenheiten am Rande des Parcours. Die für den Stadtpark zuständigen Mitarbeiter des Sportamts könnten die Überwachung der Anlage übernehmen. Aber auch durch die zahlreichen Fußgänger sei die soziale Kontrolle und damit der Erhaltung des Parcours gewährleistet. Zitat: „Der Standort bietet die Basis, mittel- bis langfristig die Sporthalle ‚Am Stadtpark’ schwerpunktmäßig für Vereinssportangebote für ältere Menschen zu nutzen. … Evtl. wäre die Attraktivität des Platzes noch durch eine Boulebahn zu steigern.“

In der Verwaltungsvorlage, mit der sich am 2. September der Seniorenbeirat beschäftigen wird, wird auch die Konzeption der neuen Anlage vorgestellt: Dabei erfahren die Mitglieder des Beirates auch Grundsätzliches, was sie vermutlich (eigentlich) schon wissen (sollten): „Die beste Möglichkeit, im Alter fit und aktiv zu bleiben, ist regelmäßige Bewegung in jedem Alter. Sportliche Aktivitäten fördern nicht nur die Kraft- und Ausdauerfähigkeit, sondern können sich auch positiv auf Koordination, Konzentration, den Gleichgewichtssinn, den Kreislauf und vor allem auf die Gedächtnisleistungen auswirken. Dies sind Fähigkeiten, bei denen bis ins hohe Alter eine Verbesserung durch Training erreicht werden und die man in jedem Alter zu trainieren beginnen kann. Bewegung trägt entscheidend zur Sturzprophylaxe bei und stellt darüber hinaus eine sinnvolle Beschäftigung dar, die zudem soziale Funktionen zu erfüllen im Stande ist.“

Kein Sportverein, der nicht längst spezielle Angebote für Senioren bereit hält zur Vitalitätssteigerung im Alter. Remscheider Senior/innen, die sich aus unterschiedlichen Gründen nicht oder nicht nur in Vereinen organisieren wollen, sollen nun mit dem Projekt „Generationenparcours“ auch ohne Vereinszugehörigkeit eine Plattform geboten werden, auf der sie allein oder in Gruppen trainieren können. Die Geräte? Eine „gesunde Mischung aus koordinativen, kreislaufanregenden, kraftfördernden, gleichgewichtsverbessernden und erholsamen bzw. entspannenden Elementen sollen das Grundgerüst für den Parcours bilden“, so die Verwaltung.

Zu Beginn des Parcours mit seinen neun Geräten ist eine kreislaufanregende Übung sinnvoll. Hier bieten sich Stepper und Walker an, die den Kreislauf in Schwung bringen und gleichzeitig der Zivilisationskrankheit des verkürzten musculus.illiopsoas (großer Lendenmuskel) durch Kräftigung entgegenwirken. Als nächste Station zur Stabilisation und Kräftigung bieten sich freie Übungen an zwei senkrechten Stangen (zum Festhalten) an.  Ein Schultertrainer oder Happy Big Wheel" fördert die Beweglichkeit des Schultergürtels und des gesamten Oberkörpers. Den häufig vernachlässigten Rückenmuskel soll ein „Butterfly“-Gerät trainieren, das in keinem Fitnessstudio fehlt. Am Twister“ lockern, dehnen und kräftigen schließlich Drehbewegungen die Wirbelsäule und die Muskulatur von Rücken, Hüfte und Gesäß. Das Sportamt: „Alle Übungen und Geräten werden durch Hinweistafeln in verständlicher Weise erläutert, sodass eine Betätigung auch ohne Übungsleiter möglich sein wird. Bei den Geräten handelt es sich um äußerst robuste Geräte. Die Garantie beträgt zehn Jahre auf alle Stahlteile.“ Mit der Bürgerstiftung wird die Stadt einen Vertrag abschließen, der die Aufgabenverteilung zwischen Stadt und Bürgerstiftung regelt und der insbesondere Folgekosten für die Stadt ausschließt.