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„Mein Geld geht aus“ oder „Mein Geld bleibt im Haus“

Im Rahmen eines Informationsstandes am Samstag, 2. Oktober, auf dem Wochenmarkt in Remscheid-Lennep informiert die Remscheider Verbraucherzentrale über ihre Beratungsangebote rund um das Energiesparen, insbesondere über die Möglichkeiten der Energieberatung im eigenen Haus. Statt die Spargroschen in eine Geldanlage bei der Bank zu stecken, stellt die Verbraucherzentrale NRW in Remscheid als Alternative vor, einen Teil des persönlichen Vermögens ins eigene Haus zu investieren. Parallel können Hauseigentümer am Infostand abstimmen, ob sie ihr Geld eher in Kapitalanlagen stecken oder in die eigenen vier Wände investieren würden. Für jede Stimmabgabe gibt es als Geschenk eine kleine Spardose.

Erneuerung der Kirchturmbeleuchtung im Visier

Mit Beginn der dunklen Jahreszeit beginnt in Lennep auch wieder die Vorfreude auf den leuchtenden Kirchturm. Regulär wird er zur Adventszeit wieder strahlen, aber jeder hat die Möglichkeit, ihn zu besonderen persönlichen Anlässen leuchten zu lassen. Ob Geburtstag, Hochzeit oder Jubiläum, die Kirchturmbeleuchtung ist unter dem Motto "Ich leuchte nur für Dich" auch ein ganz besonders Geschenk. Zu den ersten "Erleuchteten" gehörte am letzten Wochenende das Brautpaar Anne Förster und Daniel Pfordt, denen Lennep Offensiv alles Gute und viele Nachahmer wünscht. Beratung und Buchung ist jeden Vormittag im Verkaufsladen von Lennep Offensiv, Berliner Straße 5, Tel. 46 25 90 0, möglich. Einzelheiten sind auf der Homepage www.lennep-offensiv.de nachzulesen.

Der Verein Lennep Offensiv arbeitet weiter an dem Ziel, die im Laufe der Jahre etwas ramponierte Beleuchtung so schnell wie möglich erneuern zu lassen. So fließen die Erlöse der nächsten Veranstaltungen (Draisinenfahrt am 3. Oktober und After-Run-Party nach dem Röntgen-Lauf am 30. Oktober - wir berichteten) komplett auf das Konto für die Kirchturmbeleuchtung. Auch werden in den nächsten Wochen in vielen Geschäften die Spendenlaternen wieder aufgestellt. Private Spenden sind auf dem Konto 11 206 026 bei der Stadtsparkasse Remscheid herzlich willkommen. "Wenn wir gegenüber dem bisher schon guten Spendenaufkommen noch etwas zulegen können, sehe ich die realistische Chance, im nächsten Frühjahr mit der Renovierung beginnen zu können", ist der Vorsitzende, Thomas Schmittkamp, vorsichtig optimistisch. 

In der Stadtverwaltung hapert es beim Controlling

"Jahrelang Vorschriften missachtet, ohne dass es auffiel!", titelte der Waterbölles am 25. Juni. Es ging dabei um dubiose Abrechnungspraktiken der Musik- und Kunstschule (MKS), konkret: um so genannte Deputatstunden, Musikunterricht, für den die von auswärts „eingekauften“ Honorarkräfte bezahlt worden sein sollen, obwohl er gar nicht stattfand. Der Haupt- und Finanzausschuss setzte darauf damals städtische Rechnungsprüfer an. Zu den „aktuell vorgenommenen organisatorischen Änderungsmaßnahmen in der MKS und deren Hintergründe“ hat das Rechnungsprüfungsamt den Mitgliedern des Rechnungsprüfungsausschusses gestern geforderten Bericht vorgelegt. Er ist ausführlich ausgefallen, teilweise aber auch verklausuliert. Man hat den Eindruck: der Ball soll flach gehalten werden. Die Kernaussage: In der Stadtverwaltung hapert es beim Controlling. Zitat aus dem Bericht:

„Die Feststellung eines Schadens ist schwer möglich, da auf Grund von Angebot und Nachfrage in der MKS immer Leistung (Deputate, Regelung zum Ferienüberhang) auf Gegenleistung (bestimmte Musikpädagogische Leistungen oder indirekte Zusammenhangtätigkeiten) erfolgt sind. Im Hinblick auf die ohnehin eingeschränkte Arbeitnehmerhaftung (Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit) ist, selbst wenn ein Schaden entstanden wäre, sehr fraglich, ob eine wirkliche Aussicht auf Erfolg in Bezug auf die Geltendmachung eines – sicherlich nur mit sehr hohem Aufwand - zu eruierenden Schadens besteht. Dies gilt auch für Ferienüberhänge und Zusatzdeputate, bei denen grundsätzlich immer entsprechende besondere Gegenleistungen über den Grad der tariflichen oder vertraglichen Leistungspflicht erkennbar waren. Ob diese in jedem Fall gerechtfertigt waren, lässt sich aus Sicht der Rechnungsprüfung nicht abschließend beurteilen. Dies fällt um so schwerer, da eine Entwicklung von mindestens zwölf Jahren zu beurteilen ist. Sollte überhaupt ein Schaden entstanden sein, fällt die Beurteilung eines Verschuldens zusätzlich schwer, da diese sich im Spannungsfeld der dezentralen Ressourcenverantwortung zwischen Musikschulleitung, dem jeweiligen Kulturdezernenten, den jeweiligen Controllern, der Personalverwaltung und des jeweiligen Oberbürgermeisters (Organisationsverantwortung) bewegt. In jedem Fall bieten die bekannten Fakten jetzt eine Grundlage, um im Zusammenhang mit dem Ende des Jahres vorliegenden Orga-Gutachten für die Zukunft transparente, sowohl betriebswirtschaftlich als auch musikpädagogisch angemessene Regelungen zu treffen, an die sich alle Beteiligten halten müssen. Es gilt damit den Zielkonflikt zu lösen, einerseits notwendige Einsparvorgaben möglichst zu erreichen, andererseits ein funktionierendes Musikschulwesen als weichen Standortfaktor der Stadt zu erhalten.“

Die „dezentralen Ressourcenverantwortung“ ist in dem Bericht so beschrieben: „wie in anderen Kommunen auch – Remscheid seit ca. 1995 stark auf dezentrale Ressourcenverantwortung gesetzt hat. Flache Organisationen durch Hierarchieabbau und Dezentralisierung durch strukturelle Veränderungen sowie eine dezentrale Ressourcen- und Ergebnisverantwortung wurden seitdem im Rahmen des Neuen Steuerungsmodell (NSM) bei der Stadtverwaltung Remscheid implementiert und damit eine Trennung zwischen der Verantwortung des Ressourceneinsatzes und der Leistungsverantwortung aufgegeben. Der gewünschte Erfolg, durch Stärkung der Eigenverantwortung auch verbesserte wirtschaftliche Ergebnisse zu erzielen, ist ausweislich der Entwicklung der Rechnungsergebnisse weitgehend ausgeblieben. (…) Mit der Neuorganisation der Verwaltung im Mai 2008 hat die Oberbürgermeisterin diese dezentral ausgerichteten Strukturen nach und nach im Sinne einer zentralen Steuerung korrigiert. Bei einem Teil der jetzt bei der „MKS“ deutlich gewordenen Probleme handelt es sich um Verfahrensweisen, die im Zuge der „dezentrale Ressourcenverantwortung“ konzipiert wurden und bisher offenbar noch nicht alle revidiert wurden. Es ist im vorliegenden Fall erkennbar, dass insbesondere hinsichtlich der übergreifenden Prozesssteuerung der Dezernate, Zentral- und Fachdienste untereinander weitergehende Maßnahmen zur Umsetzung gefordert sind, die sicherstellen, dass getroffene Zielvorgaben, ggf. modifiziert durch fachliche oder faktische Notwendigkeiten eingehalten und weiterentwickelt werden (Führungskreislauf).. Ein „Controlling–Konzept“ im weiteren Sinn muss auch diesen Gesichtspunkten Rechnung tragen.“

Achtung Fußgänger: Ab Freitag Pkw-Verkehr auf der "Allee"

Foto: Lothar KaiserAb Freitag rollt der Testverkehr auf dem Markt und der unteren Alleestraße. 40 Kurzzeitparkplätze wurden dort eingezeichnet, um motorisierten Remscheidern im nächsten halben Jahr in der Fußgängerzone den „schnellen Einkauf zwischendurch“ zu ermöglichen. Vor Ort erläuterten gestern Mittag Stadtplaner Hans Gerd Sonnenschein, Projektleiter Joachim Karp (Zentraldienst Stadtentwicklung und Wirtschaft), Andreas Meike (Stadtmarketing) und Jürgen Beckmann (Ordnungsamt) noch einmal anhand von Plänen, wie der Pkw-Verkehr in dieser Zeit durch die Fußgängerzone fließen soll: Von der Wansbeckstraße vorbei am Ebertplatz, vor dem RGA links ab den Platz umrundend, über die Konrad-Adenauer-Straße vorbei an der Commerzbank, in Richtung Markt, dort rechts ab in die Alleestraße und dann weiter oberhalb über die Wilhelm-Schuy-Straße wieder Richtung Ebertplatz. Wer auf der Strecke beim ersten Mal keinen freien Platzplatz gefunden hat, kann eine zweite „Schleife“ versuchen.

Mit dabei gestern auch Oliver Knedlich und Florian Böker in Vertretung der Remscheider Wirtschaftsjunioren, Einzelhändler Bernhard Grunau (Marketingrat/Einzelhandelsverband) und Prof. Dirk Temme von der Universität Wuppertal. Er wird das Projekt wissenschaftlich begleiten. Der erste Teil der Projektarbeit ist bereits erledigt: An drei Tagen – jeweils von 11 bis 13 und 16 bis 18 Uhr – wurden die Passanten und Einzelhandelskunden gezählt. Das soll im März dann ein zweites Mal geschehen. Zählen werden in der Zwischenzeit aber auch 20 Einzelhändler an der unteren „Allee“ – nicht nur ihre Kunden, sondern auch die Kasseneinnahmen. Schließlich ist das erhoffte Ziel herauszufinden, ob durch Pkw-Schrittverkehr und Parkplätze eine Fußgängerzone zusätzlich belebt werden kann zum Vorteil der angrenzenden Geschäfte und zum Abbau auffälliger, trostloser Leerstände. „Heute sieht die untere Alleestraße noch einen Takt gruseliger aus als vor sieben Jahren“, erinnerte sich Wiju-Sprecher Knedlich. Damals hatten die Wirtschaftsjunioren sich erstmals für eine Öffnung der Alleestraße für den Fahrzeugverkehr stark gemacht („Konzept Klotz“). Bernhard Grunau animierte die Geschäftsleute in den vergangenen Wochen und Monaten, sich an dem Projekt zu beteiligen. Auf die Frage, ob er auch türkische Einzelhändler angesprochen habe, sagte Grunau gestern: „Nein, die sprechen ja kein Deutsch!“

Der „Testverkehr“ in Remscheid ist der erste im Regierungsbezirk Düsseldorf.  Ob daraus ein Dauerzustand wird, sollte Prof. Dirk Temme in seinem Abschlussbericht die erhoffte Belebung bestätigen, steht allerdings noch nicht fest. Dies würde einen entsprechenden Grundsatzbeschluss des Rates der Stadt erfordern, so Stadtplaner Sonnenschein, und eine weitere Bürgerbeteiligung. Auch müsste dann die Bezirksregierung auf die Rückzahlung der Zuschüsse verzichten, die die Stadt für den einstigen Umbau der Alleestraße zur Fußgängerzone erhalten hatte. Dabei handele es sich derzeit noch um 130.000 Euro. Im April 2011 dürfte also mit dem Pkw-Verkehr auf der „Allee“ erst einmal wieder Schluss sein. Die halbjährige Testphase schlägt bis knapp 8.000 Euro zu Buche. Das Geld kam von Privatleuten (5.000 Euro) und den Wirtschaftsjunioren (3.000 Euro). Denn die finanzschwache Stadt durfte sich an dem Projekt auf Geheiß der Bezirksregierung finanziell nicht beteiligen.

Die Vorgeschichte: Zur Frage der testweisen Öffnung der unteren Alleestraße für den Fahrzeugverkehr hatte die Stadtverwaltung im Dezember 2009 36 Hausbesitzer und 65 Einzelhändler im Quartier Markt/Blumenstraße/Konrad-Adenauer-Straße angeschrieben. Nur 17 Hausbesitzer antworteten damals, davon 13 mit Ja. Von   den Geschäftsanliegern schickten nur 23 ihre Fragebögen zurück, davon 16 mit Ja. Weil die Bezirksregierung in Düsseldorf auch wissen wollte, wie die Mieter zu dem Projekt stehen, fand am 30. März im Rathaus eine Bürgerversammlung statt. Daran nahmen 47 Bürger/innen und neun Kommunalpolitiker teil. (Zum Foto: Der Waterbölles hat sich erlaubt, den von Sonnenschein mitgebrachten Plan in vergrößerter Form in selbigen einzufügen. Sonst wäre darauf auch rein gar nichts zu erkennen gewesen.)

Ein neuer Schulraum im BZI für Schulprojekt "Startklar"

Die Erwachsenen von li. n. re: Michael Hagemann, Max Peter Schmitz,  Ingrid Ballsieper, Georg Palm und Mark Kalbitz. Foto: Lothar Kaiser

Im BZI „STARTKLAR! Mit Praxis fit für die Ausbildung““, titelte der Waterbölles am 10. Dezember 2009. Damals wurde im Berufsbildungszentrum der Industrie (BZI) an der Wüstenhagener Straße ein Programm zur systematischen Berufsorientierung von Schülerinnen und Schülern vorgestellt, in das Bund, des Land und Europäische Union viel Geld gesteckt haben. Allein auf Remscheid entfallen knapp 90.000 €, bestimmt für anfallende Personal- und Materialkosten. BZI-Geschäftsführer Michael Hagemann :“ Nun erfolgte der Übergang von der Modellphase in die Projektstrukturphase, was bedeutet, dass das Projekt als Regelangebot durchgeführt werden kann und weitere Schulen eingebunden werden können.“ Gestern war im BZI die Klasse 8b der Gemeinschaftshauptschule Rosenhügel/Bökerhöhe mit ihrer Lehrerin Ingrid Ballsieper zu Gast. Und Max Peter Schmitz, der Vorstandsvorsitzende der Stadtsparkasse Remscheid. Denn die unterstützt das Projekt mit 6.650 Euro. Denn natürlich fallen auch Sachkosten an. Konkret: Mit dem Geld der Sparkasse konnte das BZI einen Schulraum komplett mit Tischen, Stühlen, Overheadprojektor, Laptop und Beamer einrichten und ausstatten.

„STARTKLAR! – Mit Praxis fit für die Ausbildung“ ist ein Angebot für Haupt- Gesamt- und Förderschulen. Es zielt auf eine systematische Stärkung der Lernkompetenz und der Ausbildungs- und Berufswahlreife von Jugendlichen in den Jahrgangsstufen 8, 9 und 10. Im Fokus stehen Schülerinnen und Schüler, die den direkten Übergang in eine Ausbildung anstreben und zusätzlicher Unterstützung bedürfen. Das BZI bietet ihnen in einem zehntägigen Praxismodul eine berufliche Orientierung in den Berufsfeldern Metall-, Elektro- und Informationstechnik.

Abschied vom Lenneper Bahnhof in Wort und Bild

Am 24. September fand die offizielle Eröffnung des neuen Bahnhofs Lennep statt. Auch wenn der neue Aufzug wegen technischer Mängel erst später in Betrieb genommen werden kann. Eine feierliche Einweihung mit Reden, wie nicht anders zu erwarten. Doch Armin Gerhardts meint, seit diesem Tag habe Remscheid-Lennep offiziell keinen Bahnhof mehr: „Das große Areal, auf dem sich einst auf über 50 Gleisen allerhand Stahl umher ziehen und schieben ließ, ist auf zwei Gleise geschrumpft. Der Bahnknotenpunkt ist seit heute von Bahnhof zum Haltepunkt geworden.“ Armin Gerhardts hat auf seiner Internetseite in Wort und Bild Abschied genommen vom einstigen Bahnhof-Remscheid-Lennep.

Pilze unter der Müngstener Brücke mit hohem Bleigehalt

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Das Remscheider Umweltamt (Fachdienst Umwelt) rät davon ab, in diesem Herbst Pilze unter der Müngstener Brücke zu sammeln. In Zusammenhang mit Schadstoffbelastungen im Umfeld von Stahlbauwerken durch bleihaltige Anstriche hat die Deutsche Bahn AG Bodenuntersuchungen im Umfeld der Müngstener Brücke in Auftrag gegeben. Dabei wurden im direkten Umfeld der Brückenstützpfeiler hohe Bleikonzentrationen im Oberboden festgestellt. Verursacher für diese Schadstoffanreicherung sind jahrelange Erschütterungen, Korrosion und Farbabblätterungen bei Arbeiten an der Brücke. Jetzt wird weiter untersucht, ob die Schadstoffe Menschen gefährden können oder das Grundwasser verschmutzen. Für Spaziergänger im Bereich der Müngstener Brücke besteht keine Gefahr. Vorsorglich sollten aber keine Waldpilze im Umfeld von 120 Metern beiderseits der Brückenpfeiler gesammelt werden. Sie sind möglicherweise nicht zum Verzehr geeignet. Entsprechende Warnhinweise werden vor Ort kurzfristig aufgestellt. Für Rückfragen steht der Fachdienst Umwelt, Sonja Dresen, unter der Rufnummer (0 21 91) 16 - 24 51 gerne zur Verfügung. (Büro der Oberbürgermeisterin)

Prof. Dr. Norbert Koubek über die Remscheider Wirtschaft

Pressemitteilung der CDU

Zum 57. Kreisparteitag der CDU Remscheid lädt Kreisvorsitzender Jens Nettekoven im Auftrag des Kreisvorstandes herzlich ein. Der Parteitag findet statt am Dienstag, 5. Oktober, ab 18 Uhr im Schützenhaus. Auf der Tagesordnung steht die Wahl einer/einer Beisitzers/Beisitzerin, eine Änderung der Satzung der CDU Remscheid und ein Vortrag von Prof. Dr. Norbert Koubek über die „Remscheider Wirtschaft im Jahre 2010“ (mit anschl. Diskussion).

Auch Remscheid hat eine revolutionäre Geschichte

Pressemitteilung des Kreisverbandes der Linken

Am Sonntag den 3. Oktober beginnt mit dem Rosa Luxemburg Club Bergisch Land eine Reise durch die Geschichte der Arbeiterbewegung Remscheids. Maschinenstürmer an der Unterburg? Revolutionäre Kämpfe in Folge des Kapp-Putsches rund um den bergischen Löwen? Kämpfer für die internationalen Brigaden im spanischen Bürgerkrieg vom Honsberg? Auch Remscheid hat eine revolutionäre Geschichte und es gibt Zeugnisse davon. Diese Zeugnisse wollen wir entdecken. Beginnen wollen wir diese kleine Zeitreise mit dem Vormärz. Dabei geht es um die Kämpfe liberaler Bürger und Arbeiter gegen die vom europäischen Adel betriebene Restauration zwischen 1815 und 1848. Nach einer kurzen Einführung in der Faktionsgeschäftsstelle, Schützenstraße 62, durch den Fraktionsvorsitzenden Fritz Beinersdorf, einem profunden Kenner der Geschichte der Arbeiterbewegung in Remscheid, besuchen wir ausgewählte historische Stätten der revolutionären Bewegungen in unserer Stadt. Treffpunkt ist die Geschäftsstelle am Sonntag, 3. Oktober, 11 um 11 Uhr. (Gerald Wolf)

Sven Wolf: Weitere Hilfe für Remscheid noch in diesem Jahr

Sven Wolf.Pressemitteilung des SPD-Landtagsabgeordneten Sven Wolf

„Mit dem für den morgigen Plenartag vorgelegten Nachtragshaushalt kommen 1,68 Millionen Euro zusätzlich nach Remscheid. Das ist ein guter Beitrag zu den eigenen Anstrengungen der Stadt Remscheid, die gestern von der Verwaltungsspitze vorgestellt wurden“ freut sich der Remscheider SPD-Landtagsabgeordnete Sven Wolf. „Die alte schwarz-gelbe Landesregierung hat den NRW-Kommunen 130 Millionen Euro bei der Grunderwerbssteuer vorenthalten und mit 170 Millionen Euro die Städte und Gemeinden zu Unrecht an der Entschuldung des Landes beteiligt. Das werden wir jetzt korrigieren“, teilte der Abgeordneten heute in Düsseldorf mit.

Parallel dazu fand heute ein Gespräch der bergischen Abgeordneten mit dem Vorstand der KAG Bergisch Land zur Situation der Städte im Bergischen Raum statt. „Das Thema Kommunalfinanzen nahm in dem konstruktiven Gespräch einen großen Raum ein“ berichtet Wolf.  Die Änderung des Gemeindefinanzierungsgesetzes sehe vor, dass Remscheid rund 1,46 Millionen Euro zur freien Verfügung bekomme und weitere rund 215.000  Euro für gezielte Investitionen. Wolf: „Das Parlament wird nach kurzer Beratung bereits im kommenden Monat über den Nachtragshaushalt entscheiden. Ich hoffe, dass auch die CDU-Abgeordneten im Düsseldorfer Landtag unserem Vorschlag zustimmen werden. Dieses Geld steht uns in Remscheid zu und wir können es dringend gebrauchen.“

Dies sei keine einmalige Initiative der rot-grünen Koalition. Auch in den kommenden Jahren sollen die Städte und Gemeinden an den Einnahmen aus der Grunderwerbssteuer beteiligt werden. „Und auch die Entschuldung des Landes darf nicht zu Lasten der Kommunen gehen, die ohnehin schon in einer finanziell schwierigen Lage sind.“, so Wolf.

"Es gibt keinen Anlass, Sparbeschlüsse aufzuweichen!"

Stadtkämmerin Bärbel Schütte. Foto: Lothar Kaiser

In der Ratssitzung am 7. Oktober wird Stadtkämmerin Bärbel Schütte den Kommunalpolitikern den Entwurf des Haushaltsplans 2011 vorlegen. Damit kehrt ein Stück Normalität in die politische Arbeit zurück; in den vergangenen Jahren hatte das Jahr, für den der Etat bestimmt war, längst angefangen, bevor über das Zahlenwerk endgültig beschlossen wurde. Diesmal soll das bereits in der Ratssitzung am 16. Dezember der Fall sein. Wobei sich in der zweimonatigen Beratungsphase noch einige Änderungen ergeben könnten, räumte die Kämmerin heute in einer Pressekonferenz im Vorfeld der Oktober-Sitzung des Rates ein. „Das Leben ändern sich in zwei Monaten. Die Hauhaltsansätze können das auch!“ Selbst in den wenigen Tagen bis zum 7. Oktober könnte sich an der Prognose des Fehlbetrages des Etats noch etwas ändern. „Ich hoffe, wir kommen noch unter eine dreistellige Summe!“ Will heißen: Vielleicht kommt die Stadt Remscheid im nächsten Jahr mit einem Kredit von weniger als 100 Millionen Euro aus.

Ist ein Ende der Talfahrt abzusehen? Bärbel Schütte: „In den nächsten drei Jahren werden wir garantiert noch keinen ausgeglichen Haushalt bekommen!“ Und wohl auch noch viele weitere Jahre nicht. Denn von den Gewerbesteuereinnahmen vergangener Jahre können Verwaltung und Politik nur noch träumen. Der Gewerbesteueransatz für 2010 sei mit 40 Millionen schon pessimistisch angesetzt worden, reiche aber dennoch nicht aus. „Zwischenzeitlich sah es nach 30 Millionen aus. Jetzt haben wir begründete Hoffnung auf 35 Millionen!“ Und weil „die Zahlen besser werden“, so die Stadtkämmerin weiter, wird der Haushalt der Stadt für 2011 auf der Grundlage von 43 Millionen Euro Gewerbesteuer aufgestellt. Merke: In dem Maße, in dem die Gewerbesteuereinnahmen sinken, steigt die Kreditaufnahme, vorausgesetzt, es gelingt nicht, durch weitere Sparmaßnahmen gegenzusteuern.

„An Schmitz Backes“ ist die Stadt Remscheid also noch lange nicht vorbei. Aber: „Der wirtschaftliche Einbruch kam in Remscheid später als in Solingen und Wuppertal. Und so ist das jetzt auch mit dem Aufschwung!“ Das zeige die aktuelle Statistik der bergischen Industrie- und Handelskammer. Ein kleiner Hoffnungsschimmer!? Bärbel Schütte: „Der Fehlbetrag ist immens groß!“ Sie sehe jedenfalls auf absehbare Zeit keinen Anlass, Sparbeschlüsse aufzuweichen oder zurück zu nehmen. „Die Zügel müssen straff bleiben!“ Ein letztes Mal vor der nächsten Ratssitzung kommt der Verwaltungsvorstand morgen zusammen, um den Etatentwurf zu beraten. Stadtdirektor Burkhard Mast-Weisz: „Ich teile die nüchterne Einschätzung der Kämmerin!“

Mit ihr hofft der gesamte Verwaltungsvorstand darauf, dass die Landesregierung beruhigenden Worten bald Taten folgen lässt und die Entschuldigungshilfe des Landes für die notleidenden Kommunen in konkreten Zahlen benennt. Das soll auf der Grundlage eines Gutachtens geschehen. Schütte: „Da kommt es dann darauf an, dass man sich die Ursachen für die hohe Verschuldung der Städte im Einzelnen sehr genau ansieht!“

Kooperation bei der Ausbildung in Kinderkrankenpflege

Strahlende Gesichter nach dem bestandenen Examen.

Pressemitteilung des Sana-Klinikums

18 Gesundheits- und (Kinder-)Krankenpflegeschüler konnten in diesen Tagen am Sana-Klinikum Remscheid ihre Ausbildung erfolgreich beenden und haben damit den Sprung in die Profiliga geschafft. Mehr als 2.500 Stunden praktische und 2.300 Stunden theoretische Ausbildung mussten dafür absolviert werden. Die Praxis lernten die Schüler dabei sowohl im Krankenhaus selbst als auch in der ambulanten und stationären Pflege sowie in der Psychiatrie kennen. 13 frisch Examinierte werden vom Sana-Klinikum übernommen. Aber auch die weiteren Absolventen sind bereits mit festen Arbeitsplätzen versorgt. „Daran zeigt sich, wie groß der Bedarf an Pflegefachkräften ist“, so Christian Jonda, Leiter des Sana-Bildungszentrums. „Dabei werden sich die Chancen auf dem Arbeitsmarkt noch weiter verbessern!“

Neu bei diesem Ausbildungskurs: Die drei Schülerinnen in Gesundheits- und Kinderkrankenpflege konnten erstmals von dem gemeinsamen Ausbildungsgang der Krankenhäuser Sana-Klinikum Remscheid, Klinikum Solingen und Helios-Klinikum Wuppertal profitieren, der 2007 initiiert worden war. Dieser sieht vor, dass die Gesundheits- und Kinderkrankenpflegeschülerinnen der drei Kliniken im dritten Ausbildungsjahr in einem gemeinsamen Kursus auf die speziellen Aufgaben der Kinderkrankenpflege vorbereitet werden. Dabei erhalten sie in Remscheid beispielsweise Einblicke in die Kinder- und Jugendpsychiatrie und in Wuppertal Einblicke in den Bereich der Betreuung von Früh- und Neugeborenen. „Diese Kooperation, die sich beim ersten Versuch sehr bewährt hat, werden wir auch für künftige Kurse fortsetzen“, sagt Jonda.

Am 1. Oktober starten 32 „Neue“ mit der Pflegeausbildung im Sana-Klinikum. Davon werden sich sechs Teilnehmerinnen auf den Bereich der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege spezialisieren. (Katrin Krause)