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Minister wiederholte seine Bedenken gegen ein DOC

Fotomontage: Fraktion der W.i.R. /mcmuffin.de

Die am 9. Juli am Hasenberg gestartete Postkartenaktion der W.i.R. läuft weiter. Wie viele Postkarten mit der Bitte um Unterstützung der DOC-Pläne Minister Harry K. Voigtsberger inzwischen erhalten hat, ist nicht bekannt. Zu einer Meinungsänderung haben sie jedenfalls offenkundig nicht geführt. Denn bei seiner jüngsten Stippvisite im Remscheider Berufsbildungszentrum wiederholte der Minister auf Nachfrage seine Bedenken, dass der Einzelhandel in der Innenstadt durch ein Designer Outlet Center an der Blume geschwächt werde. Wenn aber ein gemeinsames Konzept gelänge, die Abstimmung der jeweiligen Angebote ...

Das wiederum machte den Befürwortern des DOC ein klein wenig Mut. Doch ob ein Gesamtkonzept gelingt, ist mehr als fraglich. Schon bei der Frage der Öffnung der unteren Alleestraße für den Fahrzeugverkehr sprachen lediglich die Wirtschaftsjunioren wie aus einem Munde, die betroffenen Einzelhändler aber nicht. Und mancher Geschäftsmann sagte dazu gar nichts.

Eingebunden in ein solches Konzept müsste dann auch das Alleecenter mit seinen zahlreichen Mietern sein. Kaum vorstellbar, dass die sich mit dem DOC-Betreiber auf eine gemeinsame Linie verständigen könnten. Gegenwärtig signalisiert die Alleecenter-Werbung in den Lokalzeitungen sehr deutlich: „Wir haben die Waren, die auch ein DOC hätte.“

Ehemaliger Baudezernent als Berater von Architekt Arns

Die gegenwärtige Baustelle. Fotos: Lothar Kaiser

Investor bietet bei Bauprojekt Verzicht auf eine Etage an“, titelte der Waterbölles am 28. Mai. Mit dem Plan, auf dem Grundstück Ahornstraße 7-9 zwei viergeschossige Gebäude mit insgesamt 41 Mietwohnungen, einer Sozialstation und 19 Garagen zu errichten, hatte sich die Politik erstmals im Jahr 2006 beschäftigt. Damals hatte die Verwaltung das Projekt befürwortet und eine Befreiung von den Festsetzungen des für dieses Gebiet gültigen Bebauungsplanes beantragt. Unterschrieben hatte den Antrag der damalige Baudezernent Helmut Kennepohl. Im August 2007 räumte er seinen Schreibtisch; für seine Wiederwahl hatte sich keine Ratsmehrheit gefunden. Danach sahen sich die politischen Gremien den Bauantrag des Investors noch einmal genauer an.“

Auf diesem parkähnlichen Gelände sollen die 41 Wohnungen entstehen. Foto: Lothar KaiserGenau so stand es schon einmal im Waterbölles. Das war am 21. Juni 2010. Jetzt feierte Architekt Walter Arns mit zahlreichen Gästen die Grundsteinlegung. Und mit dabei war der frühere Baudezernent Helmut Kennepohl. Den habe Arns nach seiner Nicht-Wiederwahl (die war am 26. April 2007) „gleich eingesackt“, zitierte ihn am Samstag der RGA. Weil: Diese Chance habe es nur einmal gegeben. Vier Jahre lang habe es Bezirksbürgermeister Willi Korff verstanden, das Projekt zu blockieren, ist in dem Artikel ferner zu lesen. „Eine Leistung“, so Arns.

Statt 41 werden nun 36 Wohnungen gebaut. Denn auf eine Etage musste der Architekt verzichten. Den ersten Entwurf von Dezember 2007 mit „vier Vollgeschossen“, so die Verwaltung damals (Entwurf rechts im Bild) muss Kennepohl als Baudezernent noch gekannt haben. „Seine“ Behörde attestierte Walter Arns damals: Der am Ahornweg geplanten Baukomplex mit 41 Wohnungen„Die Bebauung ist städtebaulich vertretbar. (…) Mit der hier vorgestellten Bebauung kann eine städtebaulich wünschenswerte Entwicklung des Grundstücks erreicht werden. (…) Deshalb wird das Vorhaben planungsrechtlich befürwortet.“ Bei so viel Verständnis für unternehmerisches Engagement lag es wohl nahe, dass Arns sich die weitere Unterstützung von Kennepohl sicherte.

Vielleicht spielte aber auch Dankbarkeit eine Rolle. Viele Gebäude auf der Fichtenhöhe und am Sedansberg seien zwischen 1968 und 1991 auf den Zeichenbrettern von Walters Arns, lange Jahre FDP-Stadtrat, entstanden, heißt es im Bericht des RGA. Und aufgezählt werden das zwölfgeschossige Hochhaus an der Wörthstraße sowie die vier- und fünfgeschossigen Gewag- und Thyssenhäuser und mehrere Bauprojekte auf eigene Rechnung. Ein guter Draht zum Chef der Bauverwaltung war damals für den Kommunalpolitiker und Architekten sicherlich hilfreich.

In der Nacht zum 31. Juli 1943 war der Bombenangriff

Zu den Fotos oben:Die wegen Einsturzgefahr der Ruinen abgesperrte Alleestraße. - Die Rückfront der zerstörten Rathauses - Ruinen an der Hochstraße; im Hintergrund der Waterbölles.
Darunter: In der Baracke vor dem Hauptbahnhof wurden die Fahrkarten verkauft. - Beim Bombenangriff auf Remscheid in der Nacht zum 31. Juli 1943 wurde auch der Hauptbahn­hof zerstört.
Pioniere des 3. Eisenbahnpionier-Regiments bauten die Gleisanlagen wieder auf. - So sah der Bahnhofsvorplatz aus (mit Blick auf die ebenfalls zerstörte St. Suitbertus-Kirche).

Vor 68 Jahren, in der Nacht vom 30. auf den 31. Juli 1943, fiel Remscheid einem Bombenangriff zum Opfer. Große Teile Remscheids wurden innerhalb einer Stunde zerstört, die Innenstadt versank in Schutt und Asche. 1.063 Menschen verloren ihr Leben, und viele Remscheider standen nach diesem Bombenangriff vor dem Nichts; sie hatten Hab und Gut verloren und waren obdachlos. An die Opfer des Luftangriffs auf Remscheid soll heute um 18 Uhr durch eine Kranzniederlegung im Ehrenhain erinnert werden. Oberbürgermeisterin Beate Wilding lädt alle Remscheider Bürgerinnen und Bürger herzlich dazu ein, sich diesem gemeinsamen Gang vom Eingang des Waldfriedhofes in Reinshagen zum Ehrenhain anzuschließen.

„Sommer 1943! Die deutsche Wehrmacht ist in Russ­land, Nordafrika und Italien in die Defensive ge­drängt. Engländer, Truppen des Commonwealth, Amerikaner, Polen und Franzosen fassen Fuß auf dem Kontinent und erobern in Italien nach langem Kampf die ehrwürdige Mutterabtei der Benediktiner, Monte Cassino. Unter diesen Schlägen bricht das faschistische Italien zusammen, und die Armee zer­fällt. Mussolini wird gestürzt und verhaftet, und der König von Italien verhandelt mit den Gegnern, um den aussichtslosen Krieg zu beenden. Juli 1943! Eine neue Phase des Luftkrieges ist aus­gelöst! Unter Einbeziehung der amerikanischen 8. Luftflotte steigern sich die Angriffe auf deutsche Industriestädte und Verkehrsknotenpunkte. Zum ersten Mal werden ab diesem Zeitpunkt sogenannte „round the clock-bombings", d. h. sich abwech­selnde Nacht- und Tagesangriffe innerhalb von 24 Stunden, auf ein und dasselbe Objekt geflogen. Unter den täglich schwerer werdenden Bombardie­rungen durch die englisch-amerikanische Luftwaffe werden die Städte Berlin, München, Köln oder Ham­burg genau so schwer getroffen wie Objekte in den noch besetzten Ländern.

In der Zeit vom 27. Juli bis zum 3. August 1943 wird von den Alliierten eine Serie von Großangriffen auf Hamburg gestar­tet. Die bisher größten Schäden in einer Stadt mit den höchsten Verlusten unter der Zivilbevölkerung - ca. 40.000 Tote in Hamburg, davon etwa 5.600 Frauen und Kinder - waren die traurige Bilanz. Bei diesen Angriffen wurde die deutsche Abwehr, vor allem die Ortung durch Funkmessgeräte (Radar) durch den überraschenden Einsatz von Störmitteln (Stanniolfolien, die abgeregnet wurden) fast völlig ausgeschaltet. Unter der deutschen Bevölkerung ging die Mär, dass es sich bei den Stanniolfolien um vergiftete Streifen handele, die das Vieh auf den Weiden vernichten sollten. Es war die Zeit, als tagtäglich die Kondensstreifen am Himmel verrieten, dass riesige Bombenpulks landeinwärts flogen, um ihre tödliche Last abzuwerfen, man hatte sich an das ewige Heulen der Alarmsirenen schon gewöhnt, rannte in den nächsten Bunker oder in den Keller und wartete mit bangem Herzen auf die Entwar­nung.

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SSV Bergisch Born: Auch Jugendturnier zum 80-jährigen

Am 10. September feiert  der SSV Bergisch Born sein 80-jähriges Bestehen. Organisiert wird die Feier von den Fußballern gemeinsam mit der Tennisabteilung und dem Breitensportlern des Vereins.  Tagsüber findet ein großes Jugendturnier mit sieben  Jahrgangsturnieren von Bambinis bis D-Jugend statt, ebenso am 11. September. Es soll der Vorbereitung auf die neue Saison dienen, die eine Woche später beginnt. In den Turnierpausen spielen die C-Jugend, B-Jugend und die neue Damenmannschaft.  Hauptsponsor des Turniers ist die Firma Sapa Heat Transfer Tube; sie hat den „SAPA-Cup“ ins Leben rufen und dem SSV Bergisch Born Wanderpokale gestiftet.

478 Remscheider unter 25 Jahren suchen eine Arbeit

 

Ute Ackerschott. Foto: Lothar KaiserPressemitteilung der Agentur für Arbeit

Die Arbeitslosenquote in der Stadt Remscheid blieb trotz eines leichten nominalen Anstiegs der Arbeitslosigkeit konstant bei 8,4 Prozent. Vor einem Jahr betrug die Arbeitslosenquote noch 10,4 Prozent. Von Juni bis Juli ist die Zahl der Arbeitslosen in der Stadt Remscheid saisonbedingt leicht um elf Personen auf 4.917 Frauen und Männer gestiegen. Gegenüber Juli des vergangenen Jahres lag die Zahl der Arbeitslosen um knapp 1.200 oder gut 19 Prozent niedriger. Die Arbeitslosigkeit sank in diesem Monat in der Grundsicherung (-18 = -0,5 Prozent). Im Versicherungsbereich der Agentur für Arbeit Remscheid stieg sie um 29 Personen oder 2,3 Prozent an, so dass das Jobcenter Remscheid nun 3.619 Arbeitslose und die Agentur für Arbeit Remscheid 1.298 Kunden betreut.  Im Vergleich zu 2010 konnte die Agentur für Arbeit Remscheid die Arbeitslosigkeit ihrer Kunden um gut 30 Prozent senken, während sich diese bei den Kunden des Jobcenters Remscheid um rund 14 Prozent verringerte. Im Juli lag die Zahl der kurzarbeitenden Betriebe in Remscheid erneut unter 100. Insgesamt 80 Betriebe nutzten das Kurzarbeitergeld und damit 15 Betriebe weniger als im letzten Monat. Zudem sind in den Betrieben weniger Mitarbeiter von Kurzarbeit betroffen. Die Kurzarbeit ist in allen Branchen gesunken oder gleich geblieben, insbesondere in der Metallverarbeitung, im Werkzeug- und Maschinenbau, beim Bau sowie im Handel.

„Wie in jedem Jahr steigt die Zahl der Arbeitslosen in den Sommermonaten vorübergehend an. Überwiegend jüngere Menschen meldeten sich nach der Schule und nach dem Ende der Berufsausbildung arbeitslos. Der saisonale Anstieg der Arbeitslosigkeit fiel in diesem Jahr aber deutlich niedriger aus als in den letzten Jahren. Mit Blick auf den wachsenden Fachkräftebedarf übernehmen die Betriebe zunehmend ihre Auszubildenden“, kommentiert Ute Ackerschott, Leiterin der Agentur für Arbeit Solingen, die aktuelle Situation auf dem Arbeitsmarkt in Remscheid. „Außerdem wollen die Unternehmen noch weitere Mitarbeiter einstellen und haben uns deshalb erneut 341 freie Stellen zur Besetzung gemeldet. Das ist ein sichtbares Zeichen dafür, dass sich der Arbeitsmarkt weiter positiv entwickelt.“

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GPS-Wandertage am Leibniz zum Kennenlernen der Heimat

Am Leibniz-Gymnasium wurde in diesem Schuljahr erstmalig zum Schuljahresausklang ein Geocaching-Projekt für die Unterstufe als Wandertag veranstaltet. In den Wochen vor den Zeugnissen hatten über 200 Schülerinnen und Schüler des Leibniz-Gymnasiums in ihrem Klassenverband die Möglichkeit, bei einem etwas anderen Wandertag Abwechslung und Entspannung vom Unterricht zu finden. Zum ersten Mal veranstaltete die Schule ein von Dominik George koordiniertes Geocaching-Projekt. Jeweils einen Tag lang konnten sich die Klassen der Stufen 5 bis 7 eine Auszeit an der frischen Luft gönnen und dabei neben dem Wandern Erfahrungen mit der GPS-Navigation sammeln sowie interessante Rätsel lösen. Bei dem an das Outdoor-Hobby Geocaching, einer Art moderner Schnitzeljagd, angelehnten Projekt, galt es zunächst, in kleineren Teams jeweils vier Aufgaben aus den Bereichen Mathematik, Erdkunde und Wissen über den Stadtteil Lüttringhausen zu lösen. Die Aufgaben, auf einer ca. vier Kilometer langen Strecke im Lüttringhauser Stadtwald und der Garschager Heide versteckt, mussten dabei zunächst mit Hilfe von geografischen Koordinaten und einem GPS-Gerät gefunden werden. Danach gab es dann ein anspruchsvolles Rätsel für die ganze Klasse, das zu einer als Belohnung prall mit Süßigkeiten gefüllten Dose führte. Abschließend wartete ein gemütliches Picknick auf einer großen, von einem ansässigen Bauern zur Verfügung gestellten Wiese. Die Resonanz bei den Kindern war überwältigend. In einer ausführlichen Feedback-Runde wurde ermittelt, was jedem Einzelnen an dem Projekt gefallen hatte und welche Punkte beim nächsten Mal verbessert werden sollten.„Es war wie Schule im Freien, nur entspannter“, meint Alina, Klasse 7a. Auch ihre Klassenkameradin Melda genoss es, beim Lernen den nötigen Spaß zu haben. Mancher Schüler hat vielleicht sogar ein neues Hobbygefunden: „Das GPS möchte ich auch gerne haben, das macht so viel Spaß“, erklärt Florian, der mit seiner Klasse 5a in die Landschaft gezogen war.
Das Geocaching-Projekt war mit der tatkräftigen Hilfe der Schüler Björn Zirden und Jan Malte Brandt (Klasse 7b) vorbereitet worden und ist der Versuch, die schon lange an der Schule etablierten Wandertage mit Technik, Rätseln und Teamarbeit aufzulockern und so für die Schüler attraktiver zu gestalten. Für die Zukunft gibt es auch noch andere Ideen, z.B. das nun erprobte Projekt zu nutzen, um den neuen Fünftklässlern auf spielerische Art denStadtteil und ihre neue Schule näher zu bringen.

„Staffordshire Performing Arts“: Sommermusik aus England

 

Signet: Lothar KaiserPressemitteilung der Stadt Remscheid

Schon im 12. Jahrhundert bildete sich die in den britischen West Midlands gelegene Stadt um das damals neu erbaute Schloss. Später war die Gegend berühmt für ihre Baumwoll- und Seidenspinnereien, und auch Kohlebergbau und Prozellanmanufaktur trugen zum Wohlstand der Gegend bei. Wie so oft, profitierte die Kultur vom wirtschaftlichen Wohlstand – davon zeugen unter anderem das erste neuzeitliche Amphitheater Europas „New Vic Centre“ und die mehrfach preisgekrönte gartenbauliche Gestaltung der Stadt. Die fünf Ensembles des  Staffordshire Performing Arts gastieren am Sonntag, 31. Juli, ab 16 Uhr in der Konzertmuschel im Stadtpark im Rahmen des „Remscheider Sommers 2011“. Sie bestehen aus insgesamt 38 Mädchen und 25 Jungen zwischen elf und 18 Jahren. Von Bass Band bis Symphonie Orchester – bei diesen fünf Ensembles ist alles dabei. Das Repertoire ist breit gefächert und bietet Stücke von A. Loyd Webber bis Mozart und Händel. Ein ganz besonderes Erlebnis. „Staffordshire Performing Arts“   präsentieren Jazz, Musical, Filmmusik und mehr – eben Sommermusik aus England.

Honsberg: Einbahnstraße ab 1. August wegen Gasleitung

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Bevor auf der Honsberger Straße in diesem Jahr die Fahrbahndecke erneuert wird, werden dort ab dem 1. August bis voraussichtlich Ende des Monats neue Gasleitungen verlegt. Während der Arbeiten ist die Straße zwischen den Hausnummern 39 und 51 (Ernststraße bis Lindenhofstraße, 2. Einfahrt) nur einspurig befahrbar: Um eine Verkehrsregelung mit einer Ampel und damit lange Wartezeiten zu vermeiden, wird im Baustellenbereich eine Einbahnstraße in Fahrtrichtung Honsberg eingerichtet. Die Gegenrichtung, also der Verkehr in Richtung Innenstadt, wird über die Lindenhofstraße umgeleitet. Die Umleitung betrifft auch den Linienbusverkehr (Linien 670, NE 20) der Stadtwerke Remscheid. Die Haltestelle "Parallelstraße" wird in die Lindenhofstraße in Höhe Haus Nr. 32 verlegt. (Büro der Oberbürgermeisterin)

Unternehmer geben Anregungen für regionalpolitische Leitlinien

Pressemitteilung der IHK

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Wuppertal-Solingen-Remscheid wird in den nächsten Monaten ihr regionalpolitisches Forderungspapier „Perspektiven für das Bergische Städtedreieck“ komplett überarbeiten. „Im Januar 2007 haben wir unseren ‚Leitfaden’ zuletzt herausgegeben und damit viel Zustimmung gefunden. Bereits seinerzeit hatten wir vereinbart, die von uns genannten Handlungsfelder und Forderungen nach einigen Jahren einer Überprüfung zu unterziehen und entsprechend fortzuschreiben“, erläutert IHK-Hauptgeschäftsführer Michael Wenge. Dies will die IHK wieder in direkter Zusammenarbeit mit den Unternehmerinnen und Unternehmern tun, um deren Bedürfnisse und Interessen zur Basis der neuen IHK-Leitlinien zu machen. „Wir würden uns deshalb sehr freuen, wenn wir möglichst viele Anregungen und Hinweise aus der Unternehmerschaft bekommen würden. Alle IHK-Mitglieder sind herzlich dazu eingeladen, sich zu beteiligen“, macht Wenge deutlich.

Inhaltlich sollen die Forderungen diesmal stärker gebündelt werden. Unter dem Leitziel „Regionale Wirtschaftskraft stärken - Voraussetzungen für erfolgreiches Wirtschaften sichern und schaffen“ wurden folgende Oberziele identifiziert: „Wirtschaftsnahe Infrastruktur stärken“, „Bildung verbessern, Fachkräfte sichern und Innovationen fördern“, „Image der Region verbessern“, „Kommunale Handlungsfähigkeit wiederherstellen - Bergische Kooperation forcieren“. Im Rahmen dieser Oberziele soll auf konkrete Themen wie beispielsweise die mögliche Ikea-Ansiedlung in Wuppertal oder die Sanierung der Müngstener Brücke eingegangen werden. Weitere Themen werden der demographische Wandel und die neue Kooperation im Rahmen der Rheinland-Initiative sein. Unternehmer, die sich mit Hinweisen und Anregungen beteiligen möchten, werden gebeten, sich direkt an die IHK-Hauptgeschäftsführung zu wenden. Ansprechpartnerin ist Christiane Natz, Telefon: 0202 2490-101, E:-Mail: c.natz@wuppertal.ihk.de">natz@wuppertal.ihk.de. Dort können interessierte IHK-Mitglieder auch das vorläufige Gliederungskonzept für die neue Publikation sowie den alten Leitfaden erhalten. Letzterer kann als PDF-Datei auch auf den IHK-Internetseiten unter www.wuppertal.ihk24.de, Dokument-Nr. 10169, heruntergeladen werden.

Stricker erzählen die Geschichte vom ‚Wasser des Lebens’

Die „Guerilla-Stricker“ waren wieder unterwegs – und nahmen sich die Remscheider Talsperre vor. Die Installation vom vergangenen Freitag schmückt auf 60 Meter Länge das Geländer der der Staumauer und zieht neugierige Blicke auf sich. Ute Lennartz-Lembeck: „Die bunten Farben bilden einen Verlauf, zudem ist auf einem fortlaufenden Stoffstreifen die Geschichte vom ‚Wasser des Lebens’ der Brüder Grimm geschrieben. Diese behandelt die Habsucht, den Hochmut, die Rachsucht, die Lüge und die Folgen.“ Die Gruppe (B-Arbeiten), diesmal mit Karl L., Rosa L., Mia W.  und Ute Lennartz-Lembeck, hatte sich diesen Ort ausgesucht, um auf die Wichtigkeit der Ressource Wasser aufmerksam zu machen. „Die Eschbachtalsprerre ist die erste Trinkwassertalsperre Deutschlands, und dort ist es fast so schön... wie im Märchen!“ Von der Aktion gibt es auch einen kleinen Film unter http://web.me.com/utelennartzlembeck/utelennartzlembeck/Film.html.

"Sophie Scholl" und "EMA" in der Gunst der Schüler vorne

Schule / Schulform

Gesamt

Gymn.

Gymn.

Gesamt

Gymn.

Gymn.

Realschule

Realschule

 

Scholl

E.M.A.

Röntgen

Einstein

Leibniz

GBG

Humboldt

Schweitzer

Qualität der Lehrer

2,6

2,7

2,9

2,8

2,8

3

3,1

3,6

Schulgebäude

1,7

2,7

2,1

3,6

3,2

3,4

3,1

3,9

technische Ausstattung

2,1

2,4

3

3,1

3,2

3,7

3,2

3,6

Stimmung unter Mitschülern

2,4

2,2

2,4

2,8

2,2

2,6

2,6

3,3

Fächer/AG-Angebot

2,7

2,4

2,5

2,6

2,9

2,8

3

3,7

Schulleitung

2,6

2,2

3,3

2,3

2,8

3,4

3,6

4,3

Sportmöglichkeiten

2,2

2,4

2,9

2,8

2,9

3,1

3,1

3,2

Unterrichtsausfälle

2,6

2,4

2,9

3,1

2,6

3,1

2,9

3,7

Essensmöglichkeiten

2,6

2,7

3,7

2,8

3,6

2,9

3,6

4,7

Mitbestimmungsmöglichkeiten

2,9

3,2

3,6

3,5

3,4

3,6

3,5

4,5

Quersumme

2,44

2,53

2,93

2,94

2,96

3,16

3,17

3,85

 

 

 

 

Wertungen von Schüler/innen

111

116

42

41

96

124

62

38

Die ersten Ferientage sind vorüber, und der Ärger der Schülerinnen und Schüler über die schlechten Noten, die sie am vergangenen Freitag in ihren Zeugnissen womöglich erhalten haben, ist schon wieder verflogen – so denn die Einsicht fehlt, dass es zu Recht eine Drei, Vier oder gar Fünf gegeben hat. Nicht ausgeschlossen, dass sie sich dafür bei ihren Lehrern revanchiert haben. Falls sie der Ansicht waren,  ungerecht benotet worden zu sein. Mehr als 500 Schülerinnen und Schüler aus Remscheid kennen jedenfalls das Internetforum „schulradar.de“ – und haben es bislang genutzt. Um die „Qualität der Lehrer“, die Schulgebäude, die technische Ausstattung, die  Stimmung unter den Mitschülern, Fächer und AG-Angebote, die Schulleitung, die Sportmöglichkeiten, die Unterrichtsausfälle, die Essensmöglichkeiten und die Mitbestimmungsmöglichkeiten zu bewerten. Von Eins bis Sechs, wie bei den Schulnoten.

Betrieben wird die Internetplattform von der spickmich GmbH in Berlin. Auf den ersten Blick macht „schulradar.de“ einen durchaus seriösen Eindruck. Allerdings werden die Kommentare von Schülern und Eltern nur unter Pseudonym veröffentlicht (weil sonst wohl auch gar keine abgegeben würden). Nicht ausgeschlossen also, dass im Schutz der Anonymität der eine oder andere Lehrer auch unverdient einen Seitenhieb abbekommt. Wie muss sich etwa Michael Birker fühlen, der vergangene Woche in einer dreistündigen Schulfeier in den Ruhestand verabschiedete Leiter des Gertrud-Bäumer-Gymnasiums – eine Feier, in der Schulausschuss-Mitglieder Birker aus der Sicht von Lehrerkollegen/-innen und Schüler/innen und damit von einer durchaus positiven Seite kennenlernten –, wenn er in „schulradar“ liest, dass die Schulleitung sich mehr um repräsentative Aufgaben als um den Bildungsauftrag kümmere und selbst bei der Einweihung eines zehn Quadratmeter großen "Schulgartens" sofort zur Stelle sei?! (Soweit die Kurzfassung. Die Langfassung auf schulradar.de finden Sie hier.)

Dass die einzelnen Noten, die Schüler und Eltern auf der Internetplattform für die Remscheider Schulen vergeben haben, ein repräsentatives Meinungsbild darstellen, bezweifelt der Waterbölles. Dafür sind beispielsweise 41 Schülerinnen und Schüler der Albert-Einstein-Gesamtschule, die eine Beurteilung abgegeben haben, viel zu wenig. Bei mehr als 100 Benotungen für eine einzelne Schule sieht das allerdings schon anders aus. Insgesamt zeichnet sich bei „schulradar.,de“ für die Remscheider Schulen lediglich eine Tendenz ab. Damit kann die Sophie-Scholl-Schule dann weit zufriedener sein als das Gertrud-Bäumer-Gymnasium, das erst vor den beiden Realschulen der Stadt rangiert. 

Waterbölles-Kurzkommentar: Auch bei einer  Tendenz zum Positiven oder Negativen muss Nachdenken über das Abschneiden in den einzelnen „Fächern“  nicht unbedingt verkehrt sein. Bei den Lehrerkollegien, den Schülern und den Eltern gleichermaßen. Motto: Wo Rauch ist, kann auch Feuer sein. Oder: Ein wahrer Kern ...

Rettungsdienst muss ohne Dr. Klaus Westhof auskommen

Das Sana-Klinikum ist jetzt als Regionales Traumazentrum zugelassen worden. Da war auch die enge Kooperation mit Feuerwehr bzw. Rettungsdienst gefragt. Von li. n. re. Ulrich Schnell (Leiter Rettungsdienst der Feuerwehr Remscheid), Dr. Klaus Westhof (Notarzt der Stadt Remscheid), Susanne Atug (Funktionsoberärztin der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie), Chefarzt Dr. Jan Krolczyk und Dr. Christopher Rose (Ärztlicher Leiter Rettungsdienst)„Die Überlebenschancen eines Unfallopfers hängen entscheidend von der Qualität und Schnelligkeit der medizinischen Versorgung ab“, hieß es am 24. Februar im Waterbölles in einer Pressemitteilung des Sana-Klinikums. Darin wurde mitgeteilt, dass die Klinik zu dem Trauma-Netzwerk gehöre, durch das die Schwerverletztenversorgung im Großraum Köln optimiert werden solle. Denn: „Nach wie vor ist eine schwere Verletzung nach Verkehrs-, Arbeits- oder häuslichem Unfall die häufigste Todesursache bei Menschen unter 45 Jahren.“ Eine enge Abstimmung mit Feuerwehr und Rettungsdienst sei dabei unabdingbar. Ein Foto zeigte damals die Protagonisten dieses Netzwerkes: Ulrich Schnell (Leiter Rettungsdienst der Feuerwehr Remscheid), Dr. Klaus Westhof (Notarzt der Stadt Remscheid), Susanne Atug (Funktionsoberärztin der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie), Chefarzt Dr. Jan Krolczyk und Dr. Christopher Rose (Ärztlicher Leiter Rettungsdienst). So positiv wie vor zweieinhalb Wochen kann die Organisation des Rettungsdienstes in Remscheid inzwischen nicht mehr dargestellt werden:

Das Trauma-Netzwerk, das es sich zum Ziel gesetzt hat, eine flächendeckende, best- und schnellstmögliche Versorgung aller schwerverletzten Personen rund um die Uhr zu ermöglichen, hat in Remscheid inzwischen ein Problem. Dr. med. Klaus Westhof (63), Urologe in Lüttringhausen, kann derzeit keine Notarzteinsätze mehr fahren. In Remscheid nicht und auch nicht in Wuppertal. Bei seinem letzten Einsatz ist er im Helios-Krankenhaus in Barmen nach einem Riss in einer Gefäßwand zusammengebrochen (Aneurysma verum). Er überlebte nur, weil andere Ärzte sofort Hilfe leisten konnten. Inzwischen befindet sich Dr. Westhof, der als Notarzt im Städtedreieck bekannt, beliebt und unermüdlich unterwegs war, zum Glück auf dem Weg der Besserung. An weitere – mit Stress verbundene – Notarzteinsätze ist jedoch derzeit (und wahrscheinlich auf Dauer) nicht zu denken. Und damit stehen Dr. Christopher Rose, der in Remscheid den Einsatzplan des Ärztlichen Notdienstes führt, und Ulrich Schnell (der Chef des Feuerwehrrettungsdienstes) vor einem Problem: Wer kann und will für Dr. Westhof in die Bresche springen?

Nach Informationen des Waterbölles ist es nach dem Ausfall von Dr. Westhof schon zweimal vorgekommen, dass in Remscheid bei einem schweren Unfall kein Notarzt greifbar war und erst aus Köln mit einem Rettungshubschrauber eingeflogen werden musste. Denn natürlich kann es passieren, dass der an der Feuerwehrleitstelle rund um die Uhr stationierte Notarzt schon zu einem Unfall gerufen worden ist, wenn ein zweiter Notarzt-Einsatz erforderlich wird. Das kommt relativ häufig vor, und dann war für die Einsatzleiter des Rettungsdienstes jedes Mal Dr. Westhof die „Dauer-Rufbereitschaft“. Er nutzte seinen eigenen Wagen für die Rettungsfahrten (der BMW war längst stadtbekannt).

Nunmehr muss die „eiserne Reserve“ neu organisiert werden. Denn der Vertrag zwischen der Stadt Remscheid und dem Sana-Klinikum regelt nur den 24-Stunden-Dienst in der Leitstelle, nicht den „Springerdienst“, den Westhof gerne und zur Zufriedenheit aller Beteiligten übernahm. Der Vertrag verpflichtet das Sana-Klinikum, täglich einen Notarzt zu stellen. Rund 30 Ärzte von Sana wechseln sich in diesem Dienst ab, eingeteilt von Dr. Christopher Rose. Der „Springerdienst“ ist nicht vertraglich geregelt. Doch ohne ihn kommt Ulrich Schnell vom Rettungsdienst der Feuerwehr nicht aus, will er nicht auf Notärzte umliegender Städte – so denn überhaupt möglich – oder die Rettungshubschrauber in Köln, Duisburg oder Lünen zurückgreifen.

Dass der „Springerdienst“, wenn alles seine Ordnung haben soll, künftig von fünf Ärzten im Wechsel übernommen werden muss, scheint zwischen den Beteiligten unstrittig zu sein. Für die Stadt Remscheid ergibt sich daraus ein finanzieller Kraftakt. Entweder muss der Vertrag mit Sana verändert werden, oder mit einzelnen Ärzten oder einer Ärzte-Gemeinschaft muss ein zweiter Vertrag abgeschlossen werden. Unter Umständen ist auch die Anschaffung eines zweiten Notarztwagens erforderlich. Mit anderen Worten: Durch das Ausscheiden von Dr. Klaus Westhof aus dem bisherigen Einsatzsystem hat sich eine große Lücke aufgetan. Sie zu schließen wird den Rettungsdienst der Stadt Remscheid verteuern.