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Bessere Übergänge Elternhaus–Kindergarten–Schule–Beruf

Pressemitteilung der Arbeitsgemeinschaft freie Wohlfahrtspflege

Die Arbeitsgemeinschaft freie Wohlfahrtspflege Remscheid (AGW) hat unter Federführung des AWO-Kreisverbandes Remscheid und in Kooperation mit dem Stadtteil e.V., Mehrgenerationenhaus Lindenhof,  das Thema „Präventionsketten in Remscheid“ in den Mittelpunkt einer Tagung gestellt. Nach dem Grundsatz "Vorbeugen ist besser als Heilen" sollen die in Remscheid bereits vorhandene Ressourcen und Angebote optimiert und besser miteinander vernetzt werden, beschrieb eingangs AGW-Sprecher Norbert Horn das Ziel von Präventionsketten im kommunalen Bereich. Dadurch sollen die Entwicklungsmöglichkeiten, Chancengerechtigkeit sowie die Bildungsmöglichkeiten jedes einzelnen Kindes verbessert werden. Das Fernziel: ein selbstbestimmtes Leben. Der Ansatz der Präventionsketten ist dabei kindzentriert und setzt so früh wie möglich mit Intervention ein, um nicht später reparieren zu müssen. Der Remscheider Landtagsabgeordnete Sven Wolf bekräftigte dies in seinem Grußwort („Kein Kind darf verloren gehen!“). Investitionen in Prävention seien nicht nur gesellschaftlich und sozialpolitisch geboten, sondern auch finanzwirtschaftlich sinnvoll. „Investitionen in die Zukunft und solide Staatsfinanzen gehören einfach  zusammen“, betonte Wolf.

„Wir brauchen Prävention; wir brauchen das verbindliche Zusammenwirken aller Akteure. Wer sparen will, muss am Anfang investieren“, betonte Stadtdirektor Burkhardt Mast-Weisz. Und: „Wir brauchen Planungssicherheit!“ Jürgen Otto, Vorstandsmitglied des Stadtteil e.V stellte in einem Einführungsreferat  die generellen Wirkungsweisen und Bedingungen von Präventionsketten am der Stadt Monheim dar. Er berichtete ausführlich aus seiner Erfahrung als Projektleiter des AWO-Bezirksverbandes Niederrhein, wie sich das Projekt, das auf 18 Jahre angelegt ist, entwickelt habe.

In fünf Workshops befassten sich die Teilnehmer mit Fragen wie „Wie sieht es in Remscheid aus?“, „Haben wir schon Präventionsketten oder Teile davon und was fehlt uns?“ und „Was läuft gut in Remscheid und wo gibt es Verbesserungsbedarf?“ Zu den Teilnehmern zählten Mitglieder aus dem Jugendhilfeausschuss, dem Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Wohnungswesen sowie dem Schul- und Sportausschuss. So arbeiteten auch die Jugendhilfeausschussvorsitzende Thea Jüttner und ihr Stellvertreter, Martin Brink in den Arbeitsgruppen mit.

Die AGW will die Workshopergebnisse dokumentieren und auswerten. Eines der gemeinsamen Ergebnisse aller Arbeitsgruppen war die Erkenntnis, dass es schon sehr viele gute Ansätze und „Teilketten“ in Remscheid gibt und dass es auf jeden Fall eine neutrale Regiestelle zur Koordination und Weiterentwicklung der Präventionsketten geben muss. Eindeutig ist auch, dass es gerade in den Schnittstellen der Übergänge Elternhaus – Kindergarten – Schule –  Beruf unterschiedlichen Optimierungsbedarf gibt.  Als Leitsatz der künftigen Veranstaltungen konnte sich Horbert Horn gut „Wir begrüßen in Remscheid jedes neugeborene Kind und wollen dafür Sorge tragen, dass es uns nicht verloren geht“ vorstellen.Die Umsetzung von Präventionsketten könne aber nur im Konsens gelingen. Die Politik rief er zu einer gemeinsamen Position auf. (Materialien zur Tagung hat die AGW im Internet zum Herunterladen bereitgestellt.)

Die Vorlieben der Theaterbesucher sind gefragt

Dr. Christian Henkelmann.Um auf die Wünsche der Theaterbesucher/innen noch besser eingehen zu können, hat Kulturdezernent Dr. Christian Henkelmann zusammen mit Constanze Mandt und Uwe von Lonski vom Teo Otto Theater für die Spielzeit 2012/2013 eine schriftliche Publiukumsbefragung vorbereitet. Der DIN A4-Bogen mit den zehn Frage-Komplexen wurde gestern Rahmen der Pressekonferenz zum neuen Theater-Almanach vorgestellt. Das beginnt bei „Welche Sparten besuchen Sie am liebsten?“ (z.B. Schauspiel, Tanz, Komödie, Oper oder Konzern) und lässt auch die Frage nach dem generellen persönlichen Theateranspruch nicht aus (z.B. „Eher musikalisches Theater“ und „eher Sprechtheater“). Eine Umfrage, die im Zusammenhang mit der Zukunft der Bergischen Symphoniker noch an Bedeutung gewinnen kann …

Neue Theatersaison mit kurzweiliger Reise in Klangwelten

Martin O. Foto:Etienne-Schwank.jpg

Der Stimmakrobatiker Martin O. („...der mit der Stimme tanzt“ / Foto links) eröffnet am Samstag, 8. September, im Teo Otto Theater die Theatersaison 2012/2013. Unter diesem Namen ist der Schweizer Martin Ulrich seit 2007 als Solokünstler unterwegs, nachdem er zuvor zehn Jahre lang mit der A-cappella-Formation „hop o’my thumb“ durch Europa getourt war und Musik komponiert hatte für Theater, Zirkus und Filme. In diesem Jahr erhielt Martin O. den mit mit 25.000 € dotierten Deutschen Kleinkunstpreis  für Chanson/Lied/Musik: „Was mit Stimme und Tonschlaufen nicht alles möglich ist. Stellenweise klingt das, als hätte er einen Chor samt Orchester verschluckt!“ Ein Saisonauftakt als kurzweilige Reise in entlegene wie auch vertraute Geräusch- und Klangwelten: nach Arabien, Spanien und Japan, auf die Alp oder frühmorgens an die Autobahn.

„Die neue Spielzeit wird unterhaltsam“, versprach Kulturdezernent Dr. Christian Henkelmann, als er gestern Mittag im Kleinen Foyer des Theaters den neuen Theateralmanach vorstellte. Dieser präsentiert in Wort und Bild – und in bewährter handlicher Form –, was die Remscheider Theaterfreunde erwartet: „Eine Theatersaison mit vielen Musicals, besten Theaterstücken, Komödien und Comedy-Vorstellungen. Eine Saison mit klassischen und modernen Spitzen-Balletten aus USA, China, Russland, Italien. Mit Schlagerrevuen, Pantomimen- und Improvisationstheater, mit herrlichen Berliner und Wiener Operetten und Verdi-Opern mit italienischen Opernstars aus Mailand und Verona, mit internationalen Shows und Gastspielen aus Kuba, Großbritannien, Russland, Spanien, Israel. Mit Rezitationen und Musikabenden mit einigen der besten Schauspielerinnen im deutschsprachigen Raum wie Sophie von Kessel und Christine Neubauer und auch dem Weltstar Senta Berger.“

Foto: Lutske Veenstra

Aus der Fülle des qualitätvollen Angebotes etwas hervorzuheben, wäre ungerecht gegenüber den hier nicht Genannten, meint Henkelmann in seinem Vorwort zum Almanach, tat es dann aber doch: „Für den Silvesterabend und für den ersten Neujahrstag haben wir die Jubiläumsveranstaltung ‚50 Jahre Deutsches Fernsehballett’ mit mehr als 30 Mitwirkenden gewinnen können!“

Die Saison endet am 6. Juli 2013 mit einem „Tag der Offenen Tür“, an dem die Theaterbesucher/innen neben Führungen auch die spanische Pantomimengruppe „La Companiya La Tal“ aus Barcelona erleben werden sowie mit „instant impro“ eines der besten deutschen Improvisationstheater. Dabei reagieren die Darsteller auf Zuruf, und Lachsalven sind garantiert. Der Kartenvorverkauf beginnt am 20. August online und am 28. August an der Theaterkasse. Deren neue Öffnungszeiten sind Dienstag – Samstag 10 bis 14 Uhr und Mittwoch – Freitag 15 bis 18 Uhr (Tel. RS 162650, Fax 1612267, Mail: theaterkasse@remscheid.de).

"Bewohnerparken" an der Johannes- und Theodorstraße

Die vorhandene Parkraumbewirtschaftung auf der Johannesstraße und Theodorstraße wird um eine Bewohnerparkregelung ergänzt. Diesem Vorschlag der Verwaltung stimmte die Bezirksvertretung Alt-Remscheid gestern einstimmig zu. Nachdem Anwohner sich beklagt hatten, dass sie dort tagsüber ihr Fahrzeug nicht abstellen können (was insbesondere diejenigen trifft, die in Nachtschicht arbeiten), beantragte ein Hausbesitzer aus der Johannesstraße im Namen der Mieter das ergänzende "Bewohnerparken". Aus Sicht der Verwaltung ist das Anliegen der Anwohner durchaus berechtigt, da dort „eine typische Situation für das Bewohnerparken vorliegt und das Kurzzeitparken für die Allgemeinheit auch weiterhin erhalten bleiben würde und entsprechend der üblichen Praxis die Bewohner lediglich von der Kurzparkregelung ausgenommen werden“. Bei der Johannesstraße und der Theodorstraße handelt es sich um zwei kurze Seitenstraßen neben der Agentur für Arbeit an der Bismarckstraße. Derzeit gilt dort von Montag bis Freitag zwischen 9 und 17 Uhr eine Parkscheibenpflicht mit einer Höchstparkdauer von drei Stunden für 25 Stellplätze. Einen Bewohnerparkausweis können Anwohner der Johannesstraße und Theodorstraße dann erhalten, wenn sie nicht über private Stellplätze verfügen. Für einen Bewohnerparkausweis ist die übliche Gebühr in Höhe von 20 € pro Jahr zu entrichten. „Damit ist allerdings kein Anspruch auf einen freien Parkplatz verbunden“, wurde gestern in der BV-Sitzung betont.
Zum Antrag der SPD, einen weiteren Bedarf an "Bewohnerparkzonen" nachzuweisen, erklärte die Verwaltung gestern, ein flächendeckenes Konzept sei nicht vorgesehen. Konkrete Anträge würden dagegen, wie in diesem Fall, einzeln geprüft.

Möbelhaus vom Stein wirkt wie ein Fass ohne Boden

Foto: Klaus-Dieter Wiedenhoff

344.100 Euro für Hausabbruch und neue Grünanlage frei“, titelte der Waterbölles am 14. Juli und zitierte aus einer Verwaltungsvorlage zur damaligen Ratssitzung, die Bezirksregierung wurde habe nunmehr die 2010 zugesagten Fördermittel für „August oder September“ angekündigt. Aber auch wenn die Förderung doch erst 2012 erfolgen werde und somit die Gesamtkosten durch die Stadt vorfinanziert werden müssten, vertrete die Verwaltung die Auffassung, „dass der Abbruch des alten Möbelhauses vom Stein an der Honsberger Straße nunmehr unverzüglich durchgeführt werden sollte, damit der Schandfleck … in eine Grünanlage umgewandelt werden kann". Dementsprechend waren im Juli Mittel  für das Projekt freigegeben worden. Getan hat sich bis heute gleichwohl nichts. Stattdessen liegt zur Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am Donnerstag eine neue Vorlage auf dem Tisch.  Danach verteuert sich der Abbruch des leerstehenden Gebäudes, das seit 2008 im Besitz der Stadt ist, um 312.829,38 € auf insgesamt 656.882,38 €, so dass in diesem Jahr außerplanmäßig Mittel in Höhe von 267.002,50 € bereitgestellt werden müssen. Da wirkt das einstige Möbelhaus wie ein Fass ohne Boden.

Es gab einen guten Grund, mit dem Abriss nicht schon Ende vergangenen Jahres zu beginnen: „In Abstimmung aller Beteiligten und in Absprache mit den Nachbarn wurde der Abbruch nicht mehr in 2011 durchgeführt, da es den Nachbarn nicht zuzumuten war, dass im Falle eines Abbruchs die so genannten Kommunwände der Nachbarbebauung über die Winterzeit den Witterungsverhältnissen schutzlos ausgesetzt gewesen wären“, heißt es in der neuen Mitteilungsvorlage.  Warum aber wurden die in der Ratsvorlage vom 6. Juli 2011 genannten Abbruchkosten, die auf einer Kostenschätzung aus dem Jahre 2009 und dem Leistungsverzeichnis einer Abbruchfirma von Februar 2010 basierten, das aufgrund der damaligen Erkenntnisse erstellt wurde, erst Ende 2011 überprüft? Die Antwort der Verwaltung in der Vorlage: „Eine umfassende belastbare Kostenschätzung wurde erst Ende 2011 möglich, nachdem die Förderzusage vorlag. Daraufhin wurden notwendige zusätzliche Untersuchungen (z. B. weitere Kernbohrungen, Lage der Wandanschlüsse) durchgeführt, und es erfolgte eine Regelung der Grenzsituation nach erneuter Grenz-Vermessung sowie eine rechtlichen Prüfung der von der Stadt Remscheid evtl. zu übernehmenden Kosten auf den Nachbargrundstücken.“  Seltsam: Im Juli wird - bei weiter auf sich warten lassenden Landesmitteln - eine Vorfinanzierung des Abbruches in Aussicht gestellt; offenbar ohne klare Kostenvorstellungen. Und dann wird mit der Kostenermittlung ohne ersichtlichen Grund gewartet, bis die Landesmittel eingetroffen sind. Da staunt der Fachmann, und der Laie wundert sich. So jedenfalls sieht - nach der aktuellen Vorlage - die Kostenentwicklung aus:

 

Zuwendungsfähige Ausgaben

Zuwendungsfähige Ausgaben

Mehrkosten

 

alt

neu

 

Abbruch

294.053,00 €

589.052,38 €

294.999,38 €

Nachnutzung öffentliche Grünfläche

50.000,00 €

67.830,00 €

17.830,00 €

Gesamt:

344.053,00 €

656.882,38 €

312.829,38 €

„Die Anerkennung der Mehrkosten und die Zustimmung der Bezirksregierung zur Umfinanzierung liegen bisher noch nicht vor“, teilt die Verwaltung weiter mit. „Die Mehrkosten sollen im Rahmen der Gesamtmaßnahme Stadtumbau West Remscheid aufgefangen werden. (…) Nach erfolgter Mehrkostenbewilligung und Zustimmung der Bezirksregierung zur Umfinanzierung werden die für die Kompensation der Mehrkosten herangezogenen Maßnahmen für das Förderprogramm Stadtumbau West 2012 / 2013 erneut angemeldet und eine erneute Mittelbereitstellung beantragt.“ Hoffentlich klingt das nur komplizierter, als es in Wirklichkeit ist. Und wann soll nun endlich mit dem Abbruch begonnen werden? Zitat: „Die Verwaltung schlägt vor, dass, sobald die Mehrkostenbewilligung durch die Bezirksregierung vorliegt, der Abbruch unverzüglich durchgeführt wird.“ Ein Abbruch zum Festpreis? Nein! Die Verwaltung weist darauf hin, „dass es bei einem Abbruch zu unvorhersehbaren 'Überraschungen`  kommen kann. Eine vollständige Kostensicherheit gibt es nie.“

Pläne zu Freiheitstraße, Honsberg und Stachelhausen

Der prämiierte Entwurf. Oben links im Bild die alte Vila Frantzen und rechts die Kraftstation, unten das Gelände des Kaufparks, mit Einfamilienhäusern überplant.

Stadt will über Rückbau der Freiheitstraße informieren“, titelte der Waterbölles am 17. März 2011. Und am 16. Januar 2012: „’Grün in die Stadt’: Neue Freiräume statt Leerstände!“ Jetzt soll das Ganze konkreter werden. Zur heutigen Sitzung der Bezirksvertretung Alt- Remscheid hat die Verwaltung zwei Vorlagen erarbeitet, die die Aufstellung von Bebauungsplänen nach § 13 a BauGB, d. h. im beschleunigten Verfahren ohne Durchführung einer Umweltprüfung, zum Ziel haben.

  • Mit dem Bebauungsplan Nr. 643 - Gebiet Honsberger Straße, Lobachstraße, Halskestraße – sollen die Projekte des Stadtumbaus West (Stadtumbau im Bereich Stachelhausen, Blumental, Honsberg und Kremenholl) umgesetzt werden.
  • Der Geltungsbereich des Bebauungsplanes Nr. 644 liegt im förmlich festgesetzten Stadtumbaugebiet Stachelhausen, Blumental, Honsberg, Kremenholl". Sein Ziel soll es sein, das unter Beteiligung der Öffentlichkeit („Planungswerkstatt“) erarbeitete städtebauliche Entwicklungskonzept umzusetzen (siehe Waterbölles: „Der ‚Stachus’ liegt an der Freiheitstraße und wird grün“ vom 18. August 2009).

Bei der "Planungswerkstatt" waren für Stachelhausen-Mitte folgenden Ziele genannt worden: Individuelles Wohnen an der Trasse des Werkzeugs, der Neubau von Einfamilienhäusern und die Begrünung der Freiheitstraße, der Rückbau der Alten Freiheitstraße, Kremenholler Straße und der Umbau der Südstraße/Honsberger Straße, die Erweiterung des Museums „Destille“ und die Attraktivierung der „Kraftstation“. In der aktuellen Verwaltungsvorlage wird das wie folgt konkretisiert:

  • Neues Wohnen - urban und grün zwischen Kremenholler , Süd- und Freiheitstraße
  • Gewerbehof-Neuordnung, Aufgabe der Wohn- und Mischbebauung
  • Multifunktions-Bürgersaal in der alten Villa am Frantzensgässchen
  • serviceorientiertes Mehrgenerationen-Wohnangebot
  • hochwertige Stadthäuser und -villen am Cityrand
  • Nord-Süd-Grünverbindung mit Anbindung an die Trasse des Werkzeugs (Skulpturenpark)
  • ergänzende Begrünung und Möblierung der Trasse des Werkzeugs.

In der städtebaulichen Planungswerkstatt Freiheitstraße - vom Transitraum zur Drehscheibe" sei aufgezeigt worden, „wie mit gezielten öffentlichen Maßnahmen ein vitaler Kern in Stachelhausen gebildet und private Folgeinvestitionen angeregt werden können". Nunmehr komme es darauf an, in Rahmen der Aufstellung des Bebauungsplanes Nr. 644 „die Umsetzbarkeit der in der Planungswerkstatt entwickelten Vorschläge für das Areal Honsberger Straße 2-4, das Gelände der Destille Franzen und das nördlich der Freiheitstraße gelegene Villengrundstück nochmals zu überprüfen und einen rechtsverbindlichen Rahmen für die Phase der Planumsetzung zu geben.“ Die Kosten des Planverfahrens gibt die Stadt mit 19.400 an plus ca. 15.000 für Fachgutachten. Eine Kostenbeteiligung Dritter müsse noch abgestimmt werden, heißt es in der Vorlage.

Der Bebauungsplan Nr. 643 - Gebiet Honsberger Straße, Lobachstraße, Halskestraße – hat die Umsetzung von Projekte des „Stadtumbau West“ zum Ziel: „Aufgrund der demografischen Entwicklung im Stadtteil, der Entstehung von Gebäudeleerständen und der damit einhergehenden erheblichen städtebaulichen Funktionsverluste sind … städtebauliche Umstrukturierungen geplant.“ Diese Umstrukturierung solle nunmehr weiter konkretisiert werden. Dabei gehe es insbesondere um die Festsetzung einer Folgenutzung für den beabsichtigten Rückbau von Wohnungsbeständen und die in diesem Kontext ggf. notwendige Umgestaltung des öffentlichen Verkehrsraumes und der Grünflächen. Auch sei dieser Bebauungsplan „eine wesentliche und dringende Grundlage für die weitere Zuweisung von Fördermitteln aus dem Programm Stadtumbau West“.

Apropos demografische Entwicklung: Von 2001 bis 2010 sank die Einwohnerzahl Remscheids von rd. 122.000 auf rd. 113.500. Und die städtische Bevölkerungsprognose sieht ebenso wie die Prognose des Landes (IT.NRW) für die Zukunft eine fortdauernde Schrumpfung der Einwohnerschaft Remscheids. Demnach werden im Jahr 2020 in Remscheid zwischen rd. 104.000 und 106.000 Personen leben, im Jahr 2030 (nach der Landesprognose) nur noch rd. 96.500.

Bald „Schmalkalder Straße“ am Remscheider Bahnhof

Die Verbindungsstraße zwischen dem Willy-Brandt-Platz und der Weststraße/Papenberger Straße (so genannte Bahnhofsumfahrung) soll nach der Stadt Schmalkalden benannt werden („Schmalkalder Straße“). Das hat zur heutigen Sitzung der Bezirksvertretung Alt-Remscheid die Gestaltungsmehrheit von SPD, FDP und Grünen beantragt. Zwischen der Stadt Remscheid und der Stadt Schmalkalden im Landkreis Schmalkalden-Meiningen im Südwesten Thüringens besteht seit langem eine Städtefreundschaft.  In der Begründung des Antrages heißt es: „Nach den Partnerstädten Remscheids, Quimper, Pirna und Prešov, wurden bereits Plätze und Straßen in Remscheid benannt. Mit der Benennung des neuen Verbindungsweges fände die Städtefreundschaft mit Schmalkalden nunmehr ebenfalls eine entsprechende Berücksichtigung. Die räumliche Nähe zur Wansbeckstraße, zur Prešovstraße und zum Pirnaplatz bietet sich hierfür besonders an.“
Schmalkalden ist ein historischer Ort für den Abbau und die Verarbeitung von Eisenerz. Die Fertigung von Eisen- und Stahlwaren spielt auch heute noch eine bedeutende Rolle. Die Städtefreundschaft zwischen Remscheid und Schmalkalden sei auch eine freundschaftliche Verbindung zwischen zwei Werkzeugstädten, so die drei Fraktionen in ihrem Antrag. Schmalkalden sei zudem Standort einer Fachhochschule mit einer Fakultät für Maschinenbau. Angesicht der Parallelen sei es nicht verwunderlich, dass Vertreter des Deutschen Werkzeugmuseums Remscheid Kontakte zum Werkzeugmuseum in Schmalkalden geknüpft hätten: „Im Jahr 2011 wurden im Rahmen einer Sonderausstellung im Deutschen Werkzeugmuseum in Zusammenarbeit mit dem Industriecluster für Fertigungstechnik und Metallbearbeitung in Thüringen und dem Fachverband Werkzeugindustrie (FWI) die Exponate und Dokumente aus zwölf Unternehmen der Thüringer Werkzeugindustrie gezeigt.“  

Der Nordsteg soll nach Else Treichel benannt werden

Zur heutigen Sitzung der Bezirksvertretung Alt-Remscheid haben die Fraktionen von SPD, FDP und Grünen (Gestaltungsmehrheit) den Antrag gestellt, den neuen Verbindungssteg zwischen der Bismarckstraße und dem Willy-Brandt-Platz am Hauptbahnhof Remscheid (Nordsteg) den Namen „Else-Treichel-Steg“ zu geben – „in Würdigung des Lebenswerkes der langjährigen Stadtverordneten, Sozial- und Gesundheitspolitikerin und Trägerin des Bundesverdienstkreuzes am Bande“. In der Begründung des Antrages heißt es: „Else Treichel wurde am 29. Juni 1912 in Remscheid geboren. Sie entstammte einer Arbeiterfamilie. Ihre Tochter Doris Elke wurde 1944 im Alter von acht Jahren Opfer eines Bombenangriffes. Die Umstände dieses schmerzhaften Verlustes haben sie nach Ende des Krieges bewogen, sich politisch zu engagieren, um daran mitzuwirken, dass eine Wiederholung der nationalsozialistischen Diktatur ausgeschlossen wird. Ihr Engagement galt dem Wiederaufbau demokratischer Strukturen in ihrer Heimatstadt.

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Einmal im Jahr über die Hindenburgstraße flanieren ...

Foto: Lothar Kaiser

Einmal im Jahr über die autofreie Hindenburgstraße zu flanieren scheint für viele Remscheider längst Tradition geworden zu sein. Jedenfalls, wenn das Wetter mitspielt. Und das tat es an diesem Pfingstwochenende; besser hätte es gar nicht sein können. Und so konnte die „IG Hindenburgstraße“ mit ihrem diesjährigen Trödelmarkt wieder rundum zufrieden sein. Zumal nicht nur die Stände bevölkert waren, sondern auch die kleinen (Straßen-)Cafès. Man sah und wurde gesehen … Einziger kleiner Wermutstropfen: Am Pfingstmontag hatte man den Eindruck, als seien die professionellen Händler gegenüber den privaten Trödlern in der Überzahl. Auch blieben beiderseits der Straße etliche Lücken frei, in denen Trödler noch Platz gefunden hätte.

Neuer Bebauungsplan für Bauprojekt mit fünf Wohnungen

Zur Sitzung des Hauptausschusses am 31. Mai liegt der Vorschlag der Verwaltung auf dem Tisch, für ein einzelnes Grundstück, eine Grünfläche westlich der Wohnbebauung an der Karl-Evang-Straße (zwischen den Hausnummern 18 und 42)  und nördlich der Gaststätte Tocksiepen, einen eigenen Bebauungsplan (Nr. 650) aufzustellen. Denn es habe sich ein Interessent gefunden, der auf dem Grundstück ein zweigeschossiges Haus (plus Dachgeschoss) mit vier Dreiraum-Wohnungen und einer Vierraum-Wohnung bauen wolle. Der gültige Bebauungsplan Nr. 379 für das Gebiet zwischen Ringstraße, Rader Straße und Christhauser Straße weist an dieser Stelle eine private Grünfläche aus und setzt in Richtung des Wendehammers der zur Karl-Evang-Straße gehörenden Stichstraße Einstellplätze fest. Beide stehe, so die Verwaltung, „dem geplanten Vorhaben entgegen“, weshalb der Interessent ein Bauleitplanverfahren beantragt habe. Die Pflicht zur Durchführung einer Umweltverträglichkeitsprüfung sei damit nicht verbunden, da es sich um ein kleineres Grundstück handele (unter 20.000 Quadratmeter). Das Planverfahren diene „der Innenentwicklung“. In der jüngsten Vergangenheit ergab sich aus dem § 13 a Abs. 1 Nr. 1 BauGB, der ein so genanntes beschleunigtes Bauleitverfahren ermöglicht, eine intensive öffentliche Diskussion. Sie betraf das Projekt von Wolf Lüttinger an der Königstraße.

Housepark: Lasershow soll die Open-Air-Party krönen

Foto: Stadt RemscheidPressemitteilung der Stadt Remscheid

Für alle Housepark-Fans hat das Warten nun endlich ein Ende. Die größte Open Air House Party im Bergischen eröffnet die Festivalsaison mit vielen Specials: Los geht es am Samstag, 2. Juni, im Stadtpark bereits um 12 Uhr. Insgesamt elf Szene-DJs erwarten euch neben der Main Stage auch auf einem zweiten Open Air Floor. Eiskalte Drinks bei Sonnenschein und elektronischen Beats bietet die neue Havanna-Cocktail-Bar. Im Housepark-Shop können kleine Andenken oder Mitbringsel erstanden werden.

Signet: Lothar KaiserFür die keinen Besucher des Spielplatzes wird Kinderschminken angeboten. Krönender Abschluss des Tages ist die fulminante Licht- und Lasershow um 23 Uhr. Mit dem kostenlosen Busshuttle kann die Nacht bei der offiziellen Aftershowparty in der Diskothek Prestige weiter zelebriert werden. Für den typischen Housepark-Sound sorgt natürlich wieder das Team von „Noise Toys Veranstaltungstechnik“: Eine 80.000 Watt starke Soundanlage und ein spektakulärer Aufbau sollen dieses Jahr alle Vorhergehenden übertreffen! Lichtdesigner Daniel Baumer hüllt den Stadtpark in ein buntes Lichtermeer, das besonders bei Dämmerung für Gänsehaut-Gefühl sorgen soll. Highlight und krönender Abschluss der Open-Air-Party ist die Lasershow mit LJ Sebastian Keller (ShowEvent) um 23 Uhr, die nicht nur die Bühne, sondern insbesondere die Baumkronen des Stadtparks fulminant in Szene setzten wird.  

WTT: „Kunst kommt von Kürzen“ hat am 2. Juni Premiere

Mit den Möglichkeiten, die Theater bietet, beteiligt sich das Westdeutsche Tourneetheater (WTT) an der aktuellen Spardebatte in Remscheid: mit einem selbstgeschriebenen Theaterstück. Die Hinterbühnensatire „Kunst kommt von Kürzen“ des Autorentrios LRS hat am Samstag, 2. Juni, um 20 Uhr im WTT an der Bismarckstraße Premiere. Inhalt: „Eine kleine Bühne in der Provinz. Was tun in Zeiten klammer Kassen? Ein Förderprogramm aus Brüssel kommt da wie gerufen. Ein neues Theaterformat soll geschaffen werden, das jeden Geschmack bedient und als gewinnbringende Franchise-Idee europaweit etabliert werden soll. Ermutigt machen sich die Schauspieler daran, alle Zutaten zusammenzutragen. Angerichtet wird ein Kunstsalat, der zwar leicht konsumierbar ist, jedoch nachher schwer im Magen liegt.“ Mit diesem selbstgeschriebenen Stück macht das WTT darauf aufmerksam, wohin es mit der deutschen Theaterlandschaft gehen kann, wenn Kultursubventionen ausbleiben. Platzreservierungen sind unter Tel. RS 32285 oder E-Mail wtt-remscheid@t-online.de">wtt-remscheid@t-online.de empfehlenswert.