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Sven Wiertz (SPD) tritt 2013 gegen Jürgen Hardt (CDU) an

Sven Wiertz.

Möchte in den Bundestag: Die Solingerin Ioanna Zacharaki. Foto: Lothar KaiserEntscheidung über SPD-Bundestagskandidat(in) noch unklar“, titelte der Waterbölles am 19. Oktober. Seit gestern Abend steht nun fest: Die lange Zeit einzige Bewerberin der SPD um die Kandidatur im Bundestagswahlkreis 103 (Remscheid-Solingen-Wuppertal II), die Solinger SPD-Stadtverordnete Ioanna Zacharaki (49), unterlag in der Wahlkreisdelegiertenkonferenz im Saal der Solinger Kirchengemeinde St. Clemens Sven Wiertz (SPD). Der Remscheider SPD-Unterbezirksvorsitzende, im Hauptberuf persönlicher Referent von Oberbürgermeisterin Beate Wilding, war quasi in letzter Minute von seinen Parteifreunden zu einer Kandidatur gebeten, um nicht zu sagen gedrängt worden, nachdem Ioanna Zacharaki bei ihren parteiinternen Vorstellungsrunden in Remscheid von vielen Mitglieder eher mit Skepsis als mit Begeisterung empfangen worden war. Von den 68 Delegierten (niemand fehlte) stimmten gestern für Zacharaki 30 und für Sven Wiertz 37. Ein Delegierter enthielt sich der Stimme. Für Wiertz war dies ein Überraschungssieg, nachdem sich zuvor die Vorstände der SPD-Unterbezirke Solingen und Wuppertal für Zacharaki ausgesprochen hatten. Sven Wolf, stv. UB-Vorsitzender: "Wir sind sehr überrascht über das Ergebnis und freuen uns auf einen engagierten Wahlkampf." Der Unterbezirk Remscheid hatte in die Konferenz 24 Delegierte entsandt, Solingen 34 und Ronsdorf und Cronenberg je fünf. „Jeder Delegierte ist in seiner Entscheidung frei – und tut gut daran, sie sich reiflich zu überlegen“, schrieb der Waterbölles am 29.Oktober in einem Kommentar. Der Wahlergebnis deutet darauf hin, dass eine ganze Reihe von Delegierten genauso gehandelt hat.

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Jürgen Hardt, der aller Voraussicht nach auch 2013 wieder zur Wahl antreten wird, bekommt mit Sven Wiertz einen ernstzunehmenden Konkurrenten, der gewillt ist, ihm im kommenden Jahr den Wahlkreis wieder abzujagen. Dass Wiertz in der politischen Auseinandersetzung keine Floskeln liebt, sondern  einen „profilscharfen Wahlkampf“ anstrebt, machte er gestern in seiner Rede deutlich, mit der er um die Stimmen der Delegierten warb: „Ich setze auf eine Auseinandersetzung, die polarisiert und munter macht!“ Der Waterbölles dokumentiert die Rede nachfolgend:

 

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Die Reformation sang Lieder des Widerstands auf der Straße

Ein Quintett des Lüttringhauser Posaunenchores eröffnete in der ev. Stadtkirche am Markt den Jahresempfang des evangelischen Kirchenkreises Lennep. Foto: Lothar KaiserDie Rolle der Musik in der Reformation beleuchtete die rheinische Vizepräses Petra Bosse-Huber gestern, am Vorabend des Reformationstages, beim Empfang des Kirchenkreises Lennep im Vaßbendersaal am Markt vor zahlreichen geladenen Gästen. Dort wurden sie von Superintendent Hartmut Demski begrüßt und zunächst weiter gebeten in die benachbarte Stadtkirche, wo ein Quintett des ev. Posaunenchores Lüttringhausen den Abend eröffnete.

Petra Bosse-Huber. Foto: Uwe SchinkelDie reformatorische Kraft des Liedes finde sich heute wieder in der wichtigen Rolle der Musik im Gemeindeleben oder in der Initiative „Singen!“, begann Petra Bosse-Huber später ihren Vortrag. Er galt der  „gefährlichen Musik“. Musik könne in Verbindung zu den reformatorischen Wurzeln die gute Botschaft so verkündigen, dass sie Menschen erreiche – und das in verschiedenen Formen und Stilen. Der Reformator Martin Luther nutzte sie als Transportmittel für sein reformatorisches Gedankengut. Er verbreitete einerseits Protestlieder per Flugblatt und brachte andererseits deutschsprachige Lieder in den Gottesdienst. „Gottesdienste auf Deutsch, in denen die Gemeindemitglieder ,mitmachen’ und sich durch gemeinsame Gesänge selbst äußern konnten, waren nicht nur für Luther, sondern auch für andere Reformatoren wie Bucer, Müntzer oder Calvin notwendiger Ausdruck des ,Priestertums aller Gläubigen’“, sagte Petra Bosse-Huber. In den Städten Frankreichs seien die Evangelischen um 1560 in die Öffentlichkeit getreten, und das in Form Psalmen singender, mehrere Hundert Menschen starker Demonstrationszüge, den Chanterien. Auch die Neuen Geistlichen Lieder der 1970-er Jahre hätten die überkommenen Strukturen und Traditionen überwinden wollen. Der Waterbölles dokumentiert den Vortrag nachfolgend:

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Leichter Herbstaufschwung auf dem Arbeitsmarkt in RS

Martin Klebe.  Foto: Lothar KaiserPressemitteilung der Agentur für Arbeit

„Auch wenn die Arbeitslosigkeit in Remscheid in diesem Monat leicht sinkt, während sie in Solingen und Wuppertal sogar steigt, zeigt sich doch, dass der Schwung raus ist. Nachdem schon im September der Rückgang in Remscheid geringer als üblich war, schwächt sich die Aufnahmefähigkeit des Marktes jetzt weiter ab. Die Arbeitslosigkeit liegt damit im siebten Monat in Folge über der des Vorjahres. Die wirtschaftlichen Unsicherheiten zeigen sich in den rückläufigen Stellenangeboten. Diese führen nur zu einem leichten Herbstaufschwung in diesem Jahr. Eine positive Entwicklung gibt es insbesondere bei der Jugendarbeitslosigkeit, die mit dem Ausbildungsbeginn zusammenhängt. Insgesamt scheint die positive Entwicklung langsam auszulaufen und die Dynamik nimmt weiter ab. Trotzdem ist der Arbeitsmarkt unverändert stabil, das belegt auch der Vergleich der Werte aus der Unterbeschäftigung“, erklärt Martin Klebe, Chef der Agentur für Arbeit Solingen und künftiger Leiter der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal, die Situation auf dem Arbeitsmarkt der Region.

Die Arbeitslosenquote sinkt in Remscheid von 9,1 Prozent auf aktuell 9,0 Prozent. Vor einem Jahr betrug sie im Oktober noch 7,8 Prozent. Im Oktober sind in Remscheid 5.236 Menschen arbeitslos, dies sind 43 weniger als im September aber 654 mehr als vor einem Jahr. Davon werden 1.411 von der Agentur für Arbeit Remscheid und 3.825 vom Jobcenter Remscheid betreut. Die Arbeitslosigkeit ist in diesem Monat in der Arbeitslosenversicherung bei der Agentur für Arbeit Remscheid leicht um sieben Personen (0,5 Prozent) gestiegen, während sie in der Grundsicherung beim Jobcenter Remscheid um 50 Personen (-1,3 Prozent) gesunken ist. Die Jugendarbeitslosigkeit ist erwartungsgemäß wieder gesunken. Im Oktober suchten 512 junge Menschen einen Job, 26 weniger als im September aber 108 mehr als vor einem Jahr.

Die nachlassende Aufnahmefähigkeit des Arbeitsmarktes zeigt sich im zunehmend rückläufigen Stellenangebot. Die Zahl der Stellenmeldungen ist im Oktober gesunken. Dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit Remscheid und des Jobcenters Remscheid wurden in diesem Monat insgesamt 188 Stellen von Arbeitgebern aus Remscheid neu gemeldet. Das waren 17 weniger als im September und 111 weniger als vor einem Jahr.

In Remscheid werden derzeit insbesondere Fachkräfte in der Lagerwirtschaft, im Maschinenbau, in der elektrischen Betriebstechnik, in der Bauelektrik und in der spanenden Metallbearbeitung gesucht. Darüber hinaus gibt es Jobangebote für Verkäufer, Kassierer, Bürofachkräfte, Krankenpfleger, Maschinen- und Anlagenführer, Friseure, Erzieher, Sozialpädagogen, Servicekräfte in der Gastronomie und Fachkräfte für Sanitär-, Heizung- und Klimatechnik. Aber auch angelernte Kräfte haben durchaus Chancen, beispielsweise in der Lagerwirtschaft, im Verkauf, im Hotelservice, in der Gastronomie sowie bei den Zustelldiensten. (Claudia John)

Mehrere Tonnen Bücher werden den Besitzer wechseln

Der Bücherbasar 2009 des Lionsclubs Remscheid. Foto: Lothar Kaiser

Pressemitteilung des Lions Club Remscheid

Bücher, soweit das Auge reicht! In diesem Jahr richten die Remscheider Lions ihren traditionellen Bücherbasar im Allee-Center Remscheid von Mittwoch,  31. Oktober, bis Samstag, 3. November, aus. In diesem Zeitraum – durch den Feiertag sind es in diesem Jahr nur drei Tage – werden mehrere Tonnen Bücher den Besitzer wechseln. Zum 12. Mal gibt es Gebrauchtliteratur aller Themen und Gebiete für jedermann zum kleinen Preis. Mit den Erlösen werden wie immer gemeinnützige Zwecke in Remscheid unterstützt; auch dieses Mal werden verschiedene Vereine und Organisationen von den Einnahmen profitieren.

"Nacht der Kultur 2012" in einer kleinen Foto-Nachlese

Foto: Lothar Kaiser

Die meisten Fotos wirken erst richtig, wenn sie die „richtige“ Größe haben. Gut also, dass dem Waterbölles bei 1&1 noch eine Homepage zur Verfügung steht, die für größere Foto-Kollektionen bestimmt ist. Und deshalb sind dort ab sofort neben dem obigen Foto noch 16 weitere von der „Nacht der Kultur 2012“ in Großformat zu sehen, einzeln oder als Dia-Show: http://www.text-und-bild.net/Nacht%20der%20Kultur/2012/index.html. –  Übrigens: Wie hat eigentlich Ihnen die „Nacht der Kultur“ gefallen? Wenn Sie auf die Überschrift klicken, öffnet sich unten (!) auf der Seite ein Mitteilungsfeld.

J1-Vorsorgeuntersuchungen erfolgreich beworben

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Jugendliche fühlen sich im Allgemeinen fit. Außerdem scheuen sie Arztbesuche. Zurückliegende Schulentlassuntersuchungen zeigen allerdings, dass etwa jeder Siebte zum Augenarzt geschickt werden muss, acht Prozent der Jugendlichen unter Rückenproblemen leiden und jeder Zehnte allergische Symptome hat, die behandelt werden müssen. Rechtzeitige Untersuchungen sind also wichtig, um Chronifizierung und Verschlimmerungen zu verhindern. Weil aber in diesem Jahr wegen Personalknappheit die Schulentlassuntersuchungen nicht durchgeführt werden können, hat der Kinder- und Jugendmedizinische Dienst die Teilnahme an der sogenannten Jugendschutzuntersuchung - der Vorsorgeuntersuchung für Jugendliche - unterstützt. Im Zuge dieser Aktion wurden 1.157 Jugendliche kurz vor ihrem 13. Geburtstag vom Kinder- und Jugendmedizinischen Dienst angeschrieben und an die Vorsorgeuntersuchung J1 erinnert. Als Reaktion auf dieses Erinnerungsschreiben belegten später 250 Jugendliche mit einem Antwortschreiben die Teilnahme an der J1, was einer Quote von 22 Prozent entspricht.

  • Im Aktionszeitraum vom 1. Oktober 2011 bis zum 1. Juli 2012 wurde bei der Kassenärztlichen Vereinigung für Remscheid ein Plus von 60 J1-Untersuchungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verzeichnet. Die Aktion war also erfolgreich. Die Auswertung der Rücksendungen ergab folgendes Bild:
  • Bei jedem sechsten Jugendlichen wurde ein krankhafter Befund gefunden. Jeder Dritte benötigte Impfungen.
  • Verglichen mit den Teilnehmerinnen ohne Migrationshintergrund nahmen nur halb so viel Mädchen mit Migrationshintergrund an dieser Aktion teil. Zudem wurde jedem zweiten Mädchen mit Migrationshintergrund ein krankhafter Befund bescheinigt, jedem zweiten fehlten notwendige Impfungen.
  • In der Jungengruppe mit Migrationhintergrund waren diese Unterschiede in Teilnehmer- und Befundquote nicht so deutlich feststellbar.

Als Fazit wird deutlich, dass sich für junger Menschen, die gesund sein und bleiben wollen, ein Arztbesuch auszahlt. Um Jugendliche in diesem Verhalten zu bestärken und die Aktionsteilnehmer für ihren Gang in die Arztpraxis zu belohnen, werden in diesem Jahr unter den Teilnehmern drei I-Pods ausgelost. Die Auslosung nimmt Dr. Heinz Schumacher, der ehemalige Leiter der Remscheider Kinderklinik, in Anwesenheit von Dr. Frank Neveling, dem Ärztlichen Leiter des Gesundheitsamtes, und Dr. Bärbel Janssen-Kriesel, Leiterin des Kinder- und Jugendmedizinischen Dienstes und Initiatorin des Projektes, am Dienstag, 6. November, um 15 Uhr im Gesundheitshaus an der Hastener Straße vor. (Büro der Oberbürgermeisterin)

Tage der offenen Tür im Berufsbildungszentrum (BZI)

Wir dürfen Sie recht herzlich einladen, an den Tagen der offenen Tür des Berufsbildungszentrums der Remscheider Metall- und Elektroindustrie in unser Ausbildungszentrum zu kommen. Die Tage der offenen Tür finden dieses Jahr am Samstag, 17. November, und Sonntag, 18. November, jeweils von 10 bis 16 Uhr, statt. Die Spinner-Technologie-Tage (CNC-Messe) werden bereits vom 12. bis zum 16. November durchgeführt. In diesem Jahr setzt das BZI den Schwerpunkt auf Projekte zur Facharbeiterentwicklung, wie dem Ausbildungsvorbereitungsjahr nach dem TV FAF (Tarifvertrag zur Förderung von Ausbildungsfähigkeit), um Ausbildungspotenziale für heimische Industrieunternehmen zu erschließen und der berufsintegrierten Facharbeiterqualifizierung von Beschäftigten ohne Berufsausbildung. Darüber hinaus wird sich erstmals das Zentrum für Gesundheit und Bewegung „Medora“ aus Remscheid mit seinem Angebot der betrieblichen Gesundheitsförderung auf den Tagen der offenen Tür präsentieren. Außerdem stellt erneut die Firma Flott Werkzeugmaschinen in einer Ausstellung ihre neue Tischbohrmaschinengeneration vor. Die Bildungsberatung des BZI mit der „Bildungsscheckberatung“ konnte um die Beratungsinstrumente „Bildungsprämie“ und „Beratung zur beruflichen Entwicklung“ ergänzt werden.

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Zwischen Glück und Grauen, Goldap und Gernika

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Die Stadt Remscheid zeigt vom 7. November bis zum 20. Dezember die Ausstellung „Zwischen Glück und Grauen, Goldap und Gernika - Begegnungen mit Überlebenden der nationalsozialistischen Diktatur" von Marie-Louise Lichtenberg. Sie hatte für ihre Ausstellung Überlebende der nationalsozialistischen Diktatur quer durch ganz Europa besucht. So entstanden einfühlsame und berührende Portraits, die in den Fluren des Remscheider Rathauses während der Öffnungszeiten (montags bis donnerstags von 8 bis 18 Uhr und freitags von 8 bis 16 Uhr) besichtigt werden können. Die Ausstellung wird am Mittwoch, 7. November, um 19 Uhr im Foyer der 1. Etage von Bürgermeisterin Monika Hein offiziell eröffnet. Interessierte sind hierzu herzlich eingeladen. (Büro der Oberbürgermeisterin)

Hochwertiges Werkzeug für die Grundausbildung gestiftet

Pressemitteilung des Berufsbildungszentrum der Remscheider Metall- und Elektroindustrie (BZI)

Für dieses Ausbildungsjahr war die Nachfrage nach Plätzen für die Grundausbildung in den Berufsbildern Elektroniker und Mechatroniker, die das BZI im Auftrag bergischer Industrieunternehmen durchführt, so groß, dass weitere Werkstattplätze hierfür eingerichtet werden mussten. Bei der Ausstattung dieser Werkstattplätze wurde das Berufsbildungszentrum der Industrie durch die Firma GEDORE Werkzeugfabrik GmbH & Co. KG unterstützt. Karen Dowidat, geschäftsführende Gesellschafterin von GEDORE, ist eines der neuen Aufsichtsratsmitglieder des BZI und war sofort bereit, das BZI mit Qualitätswerkzeugen aus ihrem Hause zu unterstützen. Das Unternehmen stellte dem BZI neben den bekannten hochwertigen Werkzeugwagen auch die komplette Werkzeugsausstattung mit Zangen, Seitenschneidern, Abisolierwerkzeugen, Hämmern und Sägen zur Verfügung. (Michael Hagemann)

Betreiberwechsel im Besucher Café des Sana-Klinikums

Pressemitteilung des Sana-Klinikums

Zum 1. November wechselt im Sana-Klinikum Remscheid der Betreiber des Besucher Cafés. Zudem werden Renovierungsarbeiten vorgenommen. Daher bleibt das Besucher Café vom 1. bis einschließlich 4. November geschlossen. Patienten und Angehörige können ab sofort die Mitarbeitercafeteria im Untergeschoss (2.UG) nutzen. Ab dem 5. November steht den Besuchern dann das Café am gewohnten Ort im 2. Obergeschoss unter Leitung der Procuratio GmbH zur Verfügung. Die Öffnungszeiten sind montags bis freitags in der Zeit von 7 bis 18 Uhr, am Wochenende und an den Feiertagen von 10 bis 18 Uhr.

Wer antritt, muss auch hartem Wahlkampf gewachsen sein

Waterbölles-Kommentar

Sollten Sie eine eigene Homepage mit Links auf andere haben, können Sie dieses Banner gerne verwenden.

Je unbekannter ein Kandidat, desto unsicherer seine Kandidatur im Bundestagswahlkreis Remscheid-Solingen-Wuppertal II. Denn der erstreckt sich, wie der Name schon sagt, über gleich drei kreisfreie Städte – Remscheid, Solingen und die Wuppertaler Stadtteile Ronsdorf und Cronenberg. Klar, dass es da für alle Parteien gleichermaßen schwierig ist, Newcomer ins Rennen schicken, egal, ob Männer oder Frauen.

Während der vergangenen Legislaturperiode war Jürgen Kucharczyk (SPD) unser Mann in Berlin. Er arbeitet längst wieder für die Deutsche Bundespost in Bonn – inzwischen als Beamter. Denn zu Kucharczyks großer Überraschung und Enttäuschung gewann bei der Bundestagswahl 2009 der CDU-Kandidat Jürgen Hardt mit einem Vorsprung von 7.455 Stimmen. Der Newcomer profitierte damals von dem bundesweiten Stimmungstief der SPD.

2013 sind wieder Bundestagswahlen; man merkt es an den ersten Wahlgeschenken der schwarz-gelben Koalition in Berlin. Und diesmal wittert die SPD wieder Morgenluft. Ob dann im Wahlkreis II ein Mann oder eine Frau für die SPD kandidieren wird, entscheidet sich in der Wahlkreisdelegiertenkonferenz, die morgen um 18 Uhr in Solingen-Mitte im Saal der Kirche St. Clemens beginnt. Nachdem sich die Unterbezirke Wuppertal und Solingen für die SPD-Stadtverordnete Ioanna Zacharaki (49) ausgesprochen hatten – zu diesem Zeitpunkt noch die einzige Kandidatin -, entschloss sich der Remscheider Unterbezirksvorsitzende Sven Wiertz (37) nach der Vorstellungstour von Ioanna Zacharaki bei den SPD-Ortsvereinen in Remscheid auf Drängen seiner Parteifreunde ebenfalls zur „Kandidatur um die Kandidatur“. Das quittierten die Delegierten am Samstag im SPD-Parteibüro mit großem Beifall.

Gleichwohl hat Wiertz morgen rein rechnerisch kaum eine Chance. Denn der Unterbezirk Remscheid entsendet in die Konferenz 24 gewählte Delegierte, Solingen 34 und Ronsdorf und Cronenberg je fünf. Doch gemach! Mit „Adam Riese“ hat die parteiinterne Wahl eines Bundestagskandidaten recht wenig zu tun. Denn jeder Delegierte ist in seiner Entscheidung frei – und tut gut daran, sie sich reiflich zu überlegen. Da sollte die Zugehörigkeit zu diesem oder jenem Unterbezirk die geringste Rolle spielen. Denn am Tag der Wahl wird es nicht auf die lokale Vernetzung in der Partei ankommen – die ist bei beiden Bewerbern sicherlich gleich gut -, sondern auf den Eindruck, den er / sie in den voraufgegangenen Monaten in diversen Wahlveranstaltungen bei den Wähler/innen hinterlassen wird. Da dürfte dann auch die eine oder andere unangenehme Frage beantwortet werden müssen. Geschieht das unkonkret, um nicht zu sagen platt oder mit einer Floskel aus dem einstudierten Zettelkasten, dürften die Chancen gering sein, den Wahlkreis in Direktwahl zu holen. Einen guten Eindruck macht der-/diejenige, der hier in freier Rede keine Antwort schuldig bleibt, der sachlich und energisch, gerne auch mal emotional, seine politischen Standpunkte vertritt. Und das soll heißen: nicht nur Forderungen stellt, die das Wahlvolk womöglich gerne hört, sondern diese auch begründet. Das schließt Analysen der sozialen und wirtschaftlichen Situation in Deutschland ein.

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Jürgen Hardt wird, dafür spricht mittlerweile alles, auch 2013 wieder zur Wahl antreten. Ihm den Wahlkreis wieder abzujagen, kann der SPD nur gelingen, wenn sie ihren Wahlkampf nicht weich gespült betreibt, sondern polarisierend, trennscharf. Das aber erfordert, dass der Kandidat / die Kandidatin der SPD auf möglichst vielen politischen Feldern zu Hause ist und keine Diskussion mit politischen Gegnern zu scheuen braucht. Mit anderen Worten: Wer antritt, muss auch einem harten Wahlkampf gewachsen sein.