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Eisblumen, oder: So spannend kann Natur sein

Foto: Hans Georg Müller.Nach einer kalten Nacht entdeckte ich in einem Seitental des Morsbachs seltsame Eiskristalle. Ihr Enstehung war mir unklar. Wieso diese runden Perlen und keine Eisnadeln, die gewöhnlich bei Frost zu sehen sind? Aufklärung gab mir ein Artikel in "Kosmos",  einer wissenschaftlichen Monatsschrift: Es war eine windstille Nacht, in der die Eisperlen entstanden. Erst fiel die Temperatur unter Null, und dann erstarrten die Nebelschwaden zu Eisnadeln. Danach stieg die Temperatur wieder über den Gefrierpunkt, und die Nadeln schmolzen zu Regentropfen. Als dann kurz darauf das das Thermometer abermals unter 0 fiel, zogen sich die  Regenperlen zu der fotografierten Kristallisation zusammmen. So spannend kann Natur sein.

Medien-Seite von 'Bergische Wiki' wartet auf Überarbeitung

Als „Plattform für alle Informationen und Bilder aus und über unsere Region“ findet sich im Internet das „Bergische Wiki“. An dem Projekt, für das laut Impressum der RGA und der Verlag Remscheider Medienhaus GmbH & Co. KG von Bernhard und Michael Boll, Solingen, verantwortlich zeichnen, soll jedermann mitwirken und somit sein Wissen hinzufügen können: „Egal, ob es um Sehenswürdigkeiten, Fotos aus der Region, bedeutende Persönlichkeiten, geschichtliche Hintergründe, Ausflugstipps, Vereine oder Rezepte aus der bergischen Küche geht: Hier ist die Plattform für alle Informationen und Bilder aus und über unsere Region“, heißt es auf der Homepage.

Zu Remscheid ist schon eine ganze Menge zusammengekommen, aufgeteilt in Geschichte, Söhne und Töchter der Stadt, Einwohnerentwicklung, Sehenswürdigkeiten, Stadtbezirke und Stadtteile, Partnerstädte und Medien. Durchaus lesenswert! Letztere Kategorie hätte allerdings eine Überarbeitung verdient. Korrigiert werden solle der Satz „Seit 1889 entsteht der RGA im Herzen der Stadt, aktuell im Medienhaus am Friedrich-Ebert-Platz.“ Richtig ist daran nach dem Verkauf des RGA an die Verleger aus der Nachbarstadt nur noch die Jahreszahl. Und um der Fairness willen böte sich eine Ergänzung der anderen in Remscheid erscheinenden Medien an. Schließlich gibt es nicht nur Radio RSG, den Remscheider General-Anzeiger und den Lüttringhauser Anzeiger, sondern als zweite Tageszeitung seit vielen Jahren auch die Bergische Morgenpost (Rheinische Post). Die wird leider totgeschwiegen. Aus Konkurrenzgründen? Und als Forum zur Remscheider Kommunalpolitik, für Remscheider Vereine und Verbände sowie zur Remscheider Geschichte und zu Geschichten aus dieser Stadt existiert seit dem 19. Januar 2006 auch der Waterbölles; der ist ebenfalls nicht aufgeführt - anders als beim großen Wikipedia.
Auch auf der Medien-Seite des kleineren „Wiki“ für Remscheid findet sich ein Button „Bearbeiten“. Vielleicht klickt ja jemand mal darauf... Oder kümmert sich beim RGA inzwischen niemand mehr ums "Bergische Wiki"?

Turmbesichtigungen jeden ersten Montag im Monat

Pressemitteilung der Stadt

Auch im  Jahr 2013 bietet die Stadt Remscheid wieder monatliche Turm- und Rathausbesichtigungen an, und zwar an jedem 1. Montag im Monat um 15 Uhr (Start am 7. Januar 2013). Treffpunkt: Foyer im Erdgeschoss des Remscheider Rathauses. Dauer der Führung: rund eine Stunde. Gebühr: keine. Auch Gruppenführungen – beispielsweise für Kindergärten und Schulen - sind nach Terminabsprache möglich. Die Turmspitze nicht barrierefrei erreichbar. Zur Überwindung mehrerer Geschosse steht aber ein Aufzug zur Verfügung. Kontakt: Eva Rosa, Repräsentation der Stadt Remscheid, Tel. RS 16375.

Was hat Sie in 2012 besonders erfreut oder geärgert?

Der Kabarettist Dieter Nuhr sagte vor wenigen Tagen in seinem Jahresrückblick im Fernsehen, das Jahr 2012 sei das Jahr zwischen 2011 und 2013 (gewesen), das man mangels Höhenpunkten eigentlich getrost vergessen könne (sinngemäß). Er meinte das auf gesamtdeutscher Ebene. Remscheid hat er gewiss nicht gemeint. Kennt er unsere Stadt überhaupt? Man weiß ja so wenig! Warum aber sollte es der Noch-Großstadt im Bergischen besser gehen als so vielen Kleinstädten in Deutschland, in denen die Chronisten auch nur wenige Schlagzeilen zur Jahreschronik 2012 beitragen können? Was war es eigentlich, das in Remscheid die publizistischen Wellen hat höherschlagen  lassen – ohne dass deswegen in China auch nur ein Sack Reis umgefallen wäre? Nichts??!! Das darf doch nicht wahr sein! Also bitte, liebe Leserinnen und Leser des Waterbölles, aktivieren Sie Ihr Gedächtnis! Was hat Sie in 2012, bezogen auf Remscheid, besonders erfreut oder geärgert? Sollte Ihnen etwas einfallen, klicken Sie bitte auf die Überschrift. Dann finden Sie unter dem Text, den Sie gerade lesen, am Ende der Seite ein Mitteilungsfeld für Ihren ganz persönlichen Kommentar.

Zustimmung oder Ablehnung haargenau an den Parteilinien

Horst Kläuservon Horst Kläuser

In der letzten Zeit geht mir ein makaber-beklemmendes Bild nicht aus dem Kopf. Ich sehe in einem düsteren Zimmer einer mittelalterlichen Burg einen verzagten Hofnarren hocken, der unfreiwillig Gespräche aus dem Nachbarsaal mithört. Da beraten Hofschranzen und Henker darüber, wie man den fröhlichen Mann mit seiner Schellenmütze am besten umbringe. Soll man ihn, der eigentlich nur ein Lachen auf das Gesicht der Mächtigen holen möchte, aufs Rad flechten, köpfen, ertränken, vierteilen, aufhängen? Auf jeden Fall vorher foltern.

Der Hofnarr in meiner traurigen Vision steht natürlich für die Bergischen Symphoniker, die miterleben müssen, wie man ohne jede Zurückhaltung ihr Ende diskutiert, das beschlossen scheint. Abend für Abend sollen die Bergischen dennoch Freude bereiten, mit Kultur unsere Herzen erreichen, unsere Sinne verzaubern und doch wird ihr Finale im crescendo vorbereitet. Ahnt eigentlich jemand, was in diesen Künstlern vorgeht? Interessiert es in Remscheid und Solingen noch jemanden, wie da mit sensiblen Musikern, Menschen mit Berufen und Familien umgegangen wird?

Am 2. Weihnachtsabend saß ich im fast vollbesetzten Teo-Otto-Theater und durfte wunderbarer Musik zuhören. Und während ich dem grazilen „Tanz der Zuckerfee“ aus Tschaikowskis Nussknackersuite lauschte, rasten Eindrücke durch meinen Kopf, die sich nach der Gewaltlektüre der Presseberichte aus den letzten Wochen, in denen ich in Moskau war, festgesetzt hatten. Die Bergischen Symphoniker sind tot – die Bestatter bereits bestellt. Nichts scheint sich bewegt zu haben, Rechthaberei statt Lösungsversuche. Die Bürger scheinen paralysiert, schauen mit verbundenen Händen und versteinertem Gesicht zu wie vor dem Bergischen Löwen der Galgen gezimmert wird. Nur, wer spielt dazu das Requiem?

Wo bleibt der Aufschrei der Remscheider (und der Solinger) Bürger: der Musikliebhaber, der Unternehmer, der Leitenden Angestellten, der Ärzteschaft, der Kulturliebhaber, der Schüler, der „Corporate Citizens“ (Firmen), der Vereine, der Einzelhändler, der Lehrer, der Senioren, der Anwälte, der Verbände? Warum gehen sie nicht auf die Straße, wenn ein völlig gesunder (Körper-)Teil der Stadt amputiert wird? Um im Bild zu bleiben, dieser fehlende Teil wird nicht nur nie mehr nachwachsen, unsere Stadt wird ewig unter dem Phantomschmerz leiden.

Natürlich ist es völlig legitim für Politiker, sich für oder gegen das Orchester, genauer: sich für oder gegen seine fortlaufende Finanzierung auszusprechen. Aber wundere nur ich mich darüber, dass Zustimmung oder Ablehnung haargenau an den Parteilinien entlanglaufen? Hallo!? Hier geht es um unsere Stadt, unsere Kultur, da sind SPDCDUFDPGRÜNELINKEWIR völlig nebensächlich. Herz und Hirn sind gefragt, nicht Parteifarben und Fraktionszwang. Klar weiß auch ich, dass 500.000 € kein Pappenstiel sind, Remscheid an allen Ecken und Enden zu sparen hat. Andererseits lese ich in den selben (nachträglich) gelesenen Medien, dass die Verwaltung 187.000 € an Gerichtskosten aufbringen muss, nur weil sie vergeblich versuchte, die Ansiedlung eines Discounters zu verhindern. (und ähnliches  scheint zu folgen...). 17.500 € muss Remscheid für die Beschilderung einer höchst fragwürdigen Umweltzone ausgeben (damit wären übrigens die 500.000 € leicht zu finanzieren!).

Habe ich eigentlich überlesen, was die stellvertretende Ministerpräsidentin des bevölkerungsreichsten und angeblich so kulturbegeisterten Bundeslandes zum Orchesterdebakel sagt? NRW-Kultus(!)ministerin Sylvia Löhrmann schweigt berede. Vergaß ich hinzuzufügen, dass sie Solingerin ist? Überhaupt geben die Kommunalpolitiker beider Städte ein trostloses Bild ab. Von Bewegung, Kompromissfähigkeit und -bereitschaft keine erkennbare Spur. Beharren auf betonierten Maximalforderungen,  gegenseitige Schuldzuweisungen in merkwürdigen „Offenen“ Briefen, juristische Drohungen, wo man doch Ärmelhochkrempeln erwarten sollte. Sprachlosigkeit, viel schlimmer noch: Phantasielosigkeit beherrscht die Diskussion.

Wo ist der neue, engagierte Plan für eine Stiftung, wo die Idee eines Fonds, warum regt niemand Anteilsscheine, Spendenaktionen an? Sind alle Landes-, Bundes-, Stiftungs- und ggf. sogar europäischen Förderoptionen ausgelotet worden?

Natürlich haben sich auch die Musiker selbst der Diskussion zu stellen. Finden sie unter ihrem brillanten GMD Kuhn immer die besten, die richtigen Stücke fürs Bergische Land? Haben sie genug getan, um Signale ihres Entgegenkommens zu setzen?  Die seit Jahren in die höchsten Sphären klassischer Musik hineingewachsenen Musiker werden von der Deutschen Orchestervereinigung vertreten. Ist eine Gewerkschaft gut beraten, auf Weihnachtsgeld zu bestehen, wenn andererseits die Gesamtabschaffung droht? (auch andere Branchen müssen leider schon längst ohne auskommen)

Ja, ich wünschte mir mehr Präsenz vom Orchester zu Zeiten der Existenzgefährdung, nicht nur auf der Bühne und keineswegs im mesto doloroso, sondern natürlich im furioso con brio (ff). Denn eines sollten wir nicht wollen, was uns als so billig und möglich weisgemacht wird: eingekaufte Miet-Musiker, die aus dem Osten Europas heran gekarrt werden in rostigen Bussen, aus denen dann freud- und hilflose Musikanten purzeln, um hernach übermüdet und lustlos „Die kleine Nachtmusik“ 'runterzufiedeln.

Was kann, was muss geschehen? Viel. Es ist nicht zu spät, Weichen zu stellen, energisch und schnell neue Wege ins Dickicht zu schlagen. In dieser Stadt wohnen und arbeiten kluge und wohlhabende Menschen; die Remscheider haben in ganz anderen historischen Lagen mit Kopf, Hand und Herz das Rad der Geschichte gedreht und aus Kahlschlag Wohlstand geschaffen. Aber das geht nicht im Hinterstübchen, sondern nur mit den vernehmbaren Stimmen und dem Willen aller, die in unserer Stadt mehr nur als eine Ansammlung desolater Straßen, leerstehender Geschäfte und grauer Wohnsiedlungen sehen.

Lasst uns gemeinsam eine tragfähige Idee entwickeln, das „Rathaus“ überzeugen und dann selbstbewusst nach Solingen ziehen. Zwar muss man dafür leider immer „über die Wupper gehen“ - aber das ist nur ein blöder Spruch. Wirkliche Macher in Remscheid hat das noch nie abgehalten.

Agentur für Arbeit wegen EDV-Umstellung geschlossen

Pressemitteilung der Agentur für Arbeit

Zum 1. Januar fusionieren die Agenturen für Arbeit in Wuppertal, Solingen und Remscheid zur gemeinsamen Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal. Die sehr aufwändige EDV-Umstellung benötigt drei Tage und wird von Freitag, 4. Januar, bis Sonntag, 6. Januar, erfolgen. Folgende Dienststellen bleiben daher am Freitag, 4. Januar, geschlossen:

  • die Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal sowie das Berufsinformationszentrum in der Hünefeldstraße 3-17 in Wuppertal
  • die Agentur für Arbeit Solingen und das Berufsinformationszentrum Solingen in der Kamper Str. 35 in Solingen. Achtung: Das Jobcenter Solinge, Kamper Str. 35. bleibt geöffnet!
  • die Agentur für Arbeit Remscheid und das Jobcenter Remscheid in der Bismarckstr. 8 in Remscheid

Für Antragsteller entstehen keine Rechtsnachteile, wenn sie am darauf folgenden Arbeitstag, d.h. am Montag, 7. Januar 2013, persönlich vorsprechen. Telefonisch ist die Agentur für Arbeit auch am 4. Januar von 8 bis 18 Uhr unter der Servicenummer 01801 555 111 erreichbar. (Claudia John)

Einbrecher über die Weihnachtstage auf Beutezug

Ohne Beute entkamen Langfinger in der Zeit von Samstag bis Dienstag, da sie bei dem Versuch in eine Tierarztpraxis an der Burger Straße einzusteigen durch eine Alarmanlage gestört wurden. Ebenso erging es den Tätern an der Max-von-Laue-Straße, als sie vermutlich durch Nachbarn gestört wurden. In einem zweiten Fall an der Max-von-Laue-Straße erbeuteten Diebe am 1. Weihnachtstag aus einer Wohnung eine Geldkassette mit Schmuck und einen Fahrzeugbrief. Aus einem Reihenhaus an der Hans-Böckler-Straße wurde ebenfalls an diesem Nachmittag Schmuck gestohlen. Bisher bekannt wurden der Polizei insgesamt sechs weitere Einbrüche, die sich am 2. Weihnachtstag im Stadtgebiet Remscheid ereigneten. Schmuck und Bargeld wurden aus Wohnungen am Saverneweg, Am Alten Flugplatz und an der Mühlenstraße entwendet. Ebenso durchsuchten Unbekannte das Schlaf- und Wohnzimmer einer Erdgeschosswohnung im Bereich Timmersfeld. Mit einem hohen Bargeldbetrag konnten Einbrecher aus einer Wohnung von der Straße Zur Bökerhöhe unerkannt entkommen. An einem Parkhaus am Theodor-Heuss-Platz gelangte ein Täter durch ein aufgehebeltes Fenster in ein Büro. Hier entnahm er einen Schlüsselbund für die Kassenautomaten des Parkhauses und entkam mit Bargeld aus einem der Automaten. (aus dem Polizeibericht)

Soziale Hilfen der Stadt erhöhten sich um 350.000 Euro

Wie viel Geld die Stadt Remscheid in einem Jahr für gesetzliche Transferleistungen (Sozialhilfe) ausgeben muss, zeigt sich immer erst in den letzten Tagen eines Jahres. So war es kein Wunder, dass die Tagesordnung der letzten Ratssitzung 2012 kurzfristig erweitert werden musste, um überplanmäßige Etatmittel in Höhe von 350.000 Euro zu beschließen –  100.000 Euro für die „Hilfe zur Pflege für Personen ab dem 65. Lebensjahr in Einrichtungen“,  50.000 € für „Grundsicherungsleistungen SGB XII außerhalb von Einrichtungen“ und 200. 000 € für „Hilfe zu einer angemessenen Schulbildung nach dem 6. Kapitel des SGB XII“. Allein bei der Grundsicherung liegt die Stadt damit für 2012 bei ca.  6,2 Millionen €.

Einen Anspruch auf Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung haben Personen, die die Altersgrenze im Sinne des § 41 Abs. 2 SGB XII erreicht haben (Personen, die vor dem 1.1.1947 geboren sind, ab Vollendung des 65. Lebensjahres) und Personen, die das 18. Lebensjahr vollendet haben und dauerhaft voll erwerbsgemindert sind, soweit sie nicht in der Lage sind, ihren Lebensunterhalt aufgrund eigener wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit sicherzustellen (wirtschaftliche Bedürftigkeit). Bei den Leistungen handelt es sich um gesetzliche Individualansprüche. Die zusätzlichen Leistungen hat die Stadt Remscheid aufzubringen entsprechend der gestiegenen Anzahl leistungsberechtigter Personen (gegenüber 2011 um 8,7 Prozent).

„Die Hilfe zu einer angemessenen Schulbildung umfasst heilpädagogische und sonstige Maßnahmen zugunsten körperlich und geistig behinderter Kinder und Jugendlicher als gesetzliche Individualansprüche. In der Regel handelt es sich um die bekannten Integrationshelfer behinderter Kinder und Jugendlicher zur Begleitung im Schulunterricht“, teilte die Verwaltung dem Rat mit. „Die starke Gewichtung zur Förderung der Teilhabe behinderter Menschen am gesamten gesellschaftlichen Leben führt auch speziell im Schulbereich zu einer Steigerung der Fallzahlen bei der Schulbegleitung (innerhalb der vergangenen zwölf Monate um 34 Prozent).

Auch bei den Hilfen zur Pflege handelt sich um gesetzliche Individualansprüche. Sie betreffen Menschen, die aus wirtschaftlicher Bedürftigkeit ihre Heimpflegekosten weder mit den Leistungen der Pflegeversicherung noch mit ihren eigenen wirtschaftlichen Mitteln finanzieren können. Hierfür hatte die Stadt in diesem Jahr 4.346.250 € veranschlagt. Zusätzliche 100.000 € mussten jetzt bereitgestellt werden, weil sich die Pflegesätze erhöht und die Zahl der Bedürftigen in den vergangenen zwölf Monaten um 5,15 Prozent gestiegen war.

Der CDU-Fraktionsvorsitzende Jochen Siegfried sah in der Ratssitzung am 17. Dezember zwar keinen besonderen Eilbedarf für einen Ratsbeschluss. Doch Stadtdirektor Burkhard Mast-Weisz klärte ihn auf: „Das Haushaltsjahr endet am 31. Dezember. Deshalb steht der Beschluss jetzt an, wenn wir nicht erhebliche Probleme bekommen wollen!“ Beispielsweise könnten die bedürftigen Heimbewohner sonst ihren Heimplatz nicht rechtzeitig bezahlen. Zugleich sicherte Mast-Weisz der CDU aber zu, gerne in er ersten Sitzung des Sozialausschusses im neuen Jahr zu den Mehrausgaben Rede und Antwort zu stehen.

Zahlreiche Finanztipps zum Jahreswechsel

Pressemitteilung der Volksbank Remscheid-Solingen

Das neue Jahr bringt  eine Vielzahl gesetzlicher Änderungen mit sich.  So wird das Betreuungsgeld eingeführt, die Praxisgebühr abgeschafft sowie der Rentenbeitrag auf 18,9 Prozent gesenkt. Darauf weist die Volksbank Remscheid-Solingen eG hin und zeigt weitere Neuerungen auf: Seit dem 21. Dezember 2012 gelten für Lebens-, Kranken- und Unfallversicherungen die neuen Unisex-Tarife. Dahinter verbirgt sich die künftige Tarifgleichheit für Männer und Frauen. Bislang wurden zur Risiko-Berechnung genaue versicherungsmathematische und statistische Daten herangezogen, was für beide Geschlechter zu unterschiedlichen Beitragshöhen führen konnte. Diese Praxis ist nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs nun nicht mehr zulässig. „Es ist empfehlenswert, die private Vorsorge und Absicherung generell überprüfen zu lassen. Nur so ist es möglich, diese passend zu den persönlichen Bedürfnissen zu gestalten.“,  schildert  Frithjof Grande, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Remscheid-Solingen.
Bessere Transparenz bei zertifizierten Altersvorsorgeverträgen soll künftig das von der Bundesregierung geplante Altersvorsorge-Verbesserungsgesetz gewährleisten. Dies beinhaltet unter anderem neue Förderhöchstgrenzen für die staatlich geförderte Altersvorsorge. Bei der Basisversorgung  im Alter heißt dies eine Steigerung der Höchstgrenze für Alleinstehende um 4.000 Euro auf 24.000 Euro, bei zusammen veranlagten Ehepaaren auf 48.000 Euro.
Das auf einem sogenannten Wohnförderkonto angesparte Riester-Kapital wird ab dem kommenden Jahr mit einem statt mit zwei Prozent verzinst, dadurch wächst das Förderkonto langsamer und die nachgelagerte Besteuerung fällt  deshalb  geringer aus. „Darüber hinaus kann angespartes Riester-Vorsorgevermögen ab 2013 jederzeit und ohne negative Auswirkung auf die staatliche Förderung dazu genutzt werden, um Haus oder Wohnung zu erwerben, sofern der Sparer dort selbst wohnt“,  weiß  Uwe Schmidt,  Abteilungsdirektor Privatkunden. Für behinderten- und altersgerechte Umgestaltung des Eigenheims kann künftig ebenfalls Wohn-Riester -Kapital in Anspruch genommen werden. Voraussetzungen hierfür sind durch einen Sachverständigen bestätigte Aufwendungen die mindestens 6.000 Euro betragen und innerhalb der ersten drei Jahre nach Kauf oder Bau der Immobilie entstehen. Bei späteren Umbauten liegt die Aufwendungsgrenze bei mindestens 30.000 Euro.

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Drei Verletzte bei Verkehrsunfall in Engelsburg

Gestern gegen 13:40 Uhr befuhr ein 52-jähriger Golf-Fahrer die K2 von Hückeswagen Richtung Remscheid. In Engelsburg wollte er nach links in Richtung Bergisch Born abbiegen und übersah dabei einen 77-jährigen Fiesta-Fahrer, der in Richtung Radevormwald unterwegs war. Sowohl zwei Mädchen (zehn und sechs Jahre) im Golf wie auch die 74-jährige Beifahrerin im Fiesta erlitten Prellungen und Schocks und mussten zur ambulanten Behandlung in Krankenhäuser in Wipperfürth und Radevormwald gebracht werden. An den Fahrzeugen entstand Sachschaden in Höhe von 13.000 Euro. (aus dem Polizeibericht)

Kein Material für den dringend benötigten Wohnungsbau

Rund fünf Jahre nach dem Krieg bietet sich das Remscheider Rathaus und seine Umgebung so dar.Weihnachten 1945, ein trostloses Fest. Oberbürgermeister zur Hellen gibt im Mitteilungsblatt der allgemeinen Stim­mung Ausdruck: »Liebe Mitbürger! Der unselige Krieg ist verloren. Als seine Folgen sind zu verzeichnen: Besatzung, Zerstörung einer Unzahl von Städten, Fluren, Verkehrswe­gen, Industrien, dazu Wohnungs-, Kohlen-, Kleider- und Lebensmittelnot. Ein großer Teil unserer Soldaten noch in Gefangenschaft, ein noch größerer Teil unseres Volkes heimatlos umherirrend! Drückende Ungewissheit über das Los vieler Angehöriger, schmachvolle Prozesse wegen verabscheuungswürdiger Kriegsverbrechen, das ist das Bild, welches sich uns an der Jahreswende bietet. Man könnte verzweifeln, wenn dem allem nicht der feste und unerschüt­terliche Wiederaufbauwille unseres Volkes gegenüber­stände.« Zur Hellen spricht den Remscheidern Mut zu und schließt mit dem bergischen Leitwort: »Vier motten üewer dän Berg.«

Damit schlägt er den ersten optimistischen Ton an. Er darf das, denn die Bevölkerung hat inzwischen einige Zeichen gesetzt, die Hoffnung machen. Die Remscheider Industrie arbeitet wieder, ist mit der Herstellung lebenswichtiger Güter beschäftigt. Vor allem die Mittel- und Kleinbetriebe brauchten nicht lange auf Genehmigung zu warten. Ende 1945 erhalten auch Alexanderwerk und Mannesmann-Röh­renwerke die Wiederanlauferlaubnis. Remscheids Schulen haben, soweit nicht zerstört, die Arbeit in den Monaten Oktober und November wieder aufgenom­men, mit Lehrern, denen die Besatzungsmacht demokrati­sche Zuverlässigkeit zutraut.

Vor dem Remscheider Militärgericht werden die ersten Urteile - zwei und neun Monate Gefängnis - wegen Arbeitsverweigerung gesprochen. Zwei Männer hatten die Aufforderung, eine bestimmte Arbeit zu übernehmen, ignorieren. Prozesse, in denen es für die Angeklagten um Leben und Tod geht, haben in Nürnberg und Lüneburg begonnen. In der ehemaligen Stadt der Reichsparteitage stehen die überle­benden Nazigrößen einem internationalen Militärgerichts­hof gegenüber, in der Heidestadt müssen sich die Schlächter des Konzentrationslagers Bergen-Belsen verantworten. Doch gibt es auch Brückenschläge über Gräben hinweg. Am Heiligen Abend des Jahres 1945 bescheren Royal Welsh Fuseliers, also Angehörige der britischen Besatzungsarmee Remscheider Kinder zwischen vier und zehn Jahren. Und die Bläser des Städtischen Orchesters klettern auf unver­sehrte Kirchtürme der Stadt und lassen - nach langer Pause - wieder Weihnachtschoräle über das Land ziehen, das den Frieden sucht.

In Remscheid fehlen mehr als 16.000 Wohnungen. Nur 1.500 beschädigte Behausungen können notdürftig winterfest ge­macht werden. Hier wird deutlich, wo die dringlichste Aufgabe der Zukunft liegt. Die Bevölkerung ist von 103.000 auf 93.000 gesunken. Aber was der Krieg an Opfern forderte, wird durch den Flüchtlingszustrom - Remscheid nahm in den kommenden Jahren über 20.000 Vertriebene auf - wieder ausgeglichen. - Bauen, bauen, bauen, hieß die Devise. Aber dieser Vorsatz stieß rasch an Grenzen. Es fehlte 1946 und auch danach an Baustoffen. Bis Mitte des Jahres waren 3.130 Wohnungen wieder bezugsfertig, also erst zehn Prozent der beschädigten Wohnungen. Die Materialzuteilungen erscheinen geradezu kümmerlich. Beispiel: Januar 1946 -  1366 Sack Zement, 1600 Stück Dachziegel, 7350 qm Dachpappe, 1394 qm Glas. Februar 1946 - kein Zement, kein Kalk, kein Wellblech, 2000 Stück Dachziegel, 2700 qm Dachpappe, 2400 qm Glas. März 1946 -  480 Sack Zement, keine Dachziegel, keine Dachpappe, 5900 qm Glas. April 1946 - weder Zement, noch Kalk, weder Wellblech noch Dachziegel und Dachpappe. Nur 1600 qm Glas! Und das alles für eine Großstadt. Klar, dass der Aufbauplan ins Stocken geriet.

Dieser Plan ließ übrigens schon erkennen, dass in Remscheid die Möglichkeiten, die ein Neuaufbau in sich barg, die Chance zu einer großzügigen Neugestaltung des Innenstadt­bereiches, nicht genutzt werden würden. Zitat aus der »Denkschrift über den Aufbau der Stadt Remscheid« vom August 1946: »Der neue Verkehrsplan der Stadt Remscheid sieht unter weitestgehender Beibehaltung des außerordentlich schwierigen Straßennetzes eine klare, übersichtliche Gliede­rung der aufzubauenden Innenstadtteile durch neue, breitere Verkehrsbänder vor.« Trotz so guter Vorsätze zeigte sich, dass die Phantasie der damaligen Planer nicht ausreichte, sich das rapide Anwachsen des Straßenverkehrs auch nur annä­hernd vorzustellen. Die alten Straßentrassierungen blieben weitgehend erhalten, um die Kosten für die Neuverlegungen einzusparen, und die im wesentlichen intakt gebliebenen Strom-, Gas-, Wasser- und Abwasserleitungen schnell wie­der benutzen zu können. Die stehen gebliebenen Gebäude bestimmten die Erhaltung des alten Grundrissbildes, und auch später errichtete Bauwerke erschwerten eine großzü­gige Straßenerweiterung. Beispiele dafür sind die Obere Bismarckstraße und der Bahnhofsvorplatz, wo für die später errichteten Erweiterungs- und Uberführungsbauten ehedem errichtete Gebäude wieder abgerissen werden mussten. Remscheids Stadtverwaltung wurde im April 1946 neu geordnet. Die Stadt bekam eine Selbstverwaltung nach der neuen Gemeindeordnung. (aus: „Remscheid so wie es war 2“, von Dr. Gerd Courts, erschienen im Droste Verlag, Düsseldorf, im Jahre 1978.)

Historisches Foto vom Rathaus im tiefsten Winter

Ein historisches Foto des Remscheider Rathauses im tiefsten Winter. Claus Kind, der es auf dem Speicher fand, vermutet, dass es Anfang der 1930er Jahre aufgenommen wurde. "Eine Mauer stand damals dort, wo sich heute die „Umfahrt“ der Fastenrathstraße befindet," hieß es in der ersten Fassung der Bildunterschrift. Ttsächlich endete die Mauer des Bürgermeisterhauses jedoch vor dem Rathaus und ließ noch Platz für die Straße. Dank an den guten Freund mit besten Ortskenntnissen, der die Fehlinformation noch gerade rechtzeitig verhinderte.