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Film über die deutsch-jüdische Publizistin Hannah Arendt

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Am Montag wurde der Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz (27.1.1943) begangen, den die Vereinten Nationen 2005 zum internationalen Holocaust-Gedenktag erklärt haben. Darum laden die Citykirche und die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Remscheid gemeinsam ins „Kirchenkino“ zu dem Film „Hannah Arendt“ (Deutschland/Frankreich 2013, 113 Minuten, Blu-ray), dem aktuellen Film über die deutsch-jüdische Philosophin und Publizistin (1906 -1975) - für Freitag, 31. Januar, um 19.30 Uhr in die Evangelische Stadtkirche am Remscheider Markt ein. Statt eines Eintrittspreises wird um eine Spende von drei Euro gebeten. Inhalt:

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Mobile Täter im Visier: Mindestens 50 Einbrüche sind aufgeklärt

Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Wuppertal und der Polizei

Mit dem im Sommer 2013 gestarteten Konzept "Mobile Täter im Visier" (MOTIV) hat die Polizei NRW den Fahndungs- und Ermittlungsdruck auf mobile Banden erhöht. Dieses Konzept zeigt heute deutliche Erfolge. Der Ermittlungskommission (EK) "Premiere" beim Kriminalkommissariat 24 des Polizeipräsidiums Wuppertal gelang gestern ein Schlag gegen eine mobile Tätergruppe. Hartnäckige und akribische Ermittlungsarbeit führte die Kommission auf die Spur einer mehrköpfigen Bande, die sich insbesondere auf Tankstelleneinbrüche und Einbrüche in Tabakgeschäfte spezialisiert hatte. Am Dienstag konnten in Dortmund und Gelsenkirchen insgesamt fünf Haftbefehle gegen mutmaßliche Mitglieder der Bande im Alter von 22 bis 41 Jahren vollstreckt werden. Drei Wohnungen in Gelsenkirchen wurden durchsucht; bei der Durchsuchung eines Täterfahrzeuges stellten die eingesetzten Beamten Tabak im Wert von ca. 3.000 Euro sicher. Im Rahmen der Durchsuchungsmaßnahmen wurde ein weiterer Tatverdächtiger festgenommen. Den fünf Einbrechern aus Südosteuropa werden am heutigen Tag beim Amtsgericht Wuppertal die Haftbefehle verkündet, zwei weitere werden mit dem Ziel der Inhaftierung vorgeführt.
Der Bande werden ca. 50 Einbrüche, überwiegend in Tankstellen und Tabakgeschäfte, vorgeworfen. In der Regel schlugen sie mit Gullideckeln die Eingangstüren der Tankstellen ein. Die Gesamtbeute wird auf Zigaretten und Tabak im Wert von mindestens 200.000 Euro geschätzt. Die Tatorte sind, wie bei MOTIV-Tätern üblich, über ganz NRW verteilt und liegen u.a. in Bottrop, Porta Westfalica, Wuppertal, Fröndenberg, Möhnesee, Essen, Solingen, Remscheid, Velbert, Soest, Olpe, Bergkamen, Hilden, Gelsenkirchen, Moers, Oberhausen, Dortmund, Geldern, Oelde, Ahlen, Lünen, Lippstadt, Beckum und Werl. Den Tatverdächtigen drohen wegen schweren Bandendiebstahls Freiheitsstrafen zwischen einem und zehn Jahren pro Tat. Das Konzept "Mobile Täter im Visier" beinhaltet u.a. eine enge und schnelle Vernetzung der Polizeibehörden mit modernen Datenbanksystemen sowie die Spezialisierung der Ermittlungen und die Bündelung von Zuständigkeiten. (
Oberstaatsanwalt Wolf-Tilman Baumert)

Wähler werden mit sechs Stimmzetteln ihre liebe Not haben

Länger als sonst üblich wird am Gründonnerstag, 5. April, in der Remscheider Stadtverwaltung gearbeitet werden. Dann soll dort das endgültige Wählerverzeichnis für die Wahlen am Sonntag, 25. Mai, erstellt werden, berichtete gestern im Integrationsbeirat Bernd Hoffmann vom städtischen Wahlamt. In der Woche nach Ostern würden dann die Wahlbenachrichtigungen zur Post gebracht. Wer mit einem Brief der Stadt Remscheid rechne, aber in den folgenden zwei Wochen keinen erhalten habe, möge sich bitte sicherheitshalber beim Wahlamt melden. Denn sonst bleibe ihm am Wahltag die Stimmangabe verwehrt.

Stimmzettel in vielerlei Farben werden am 25. Mai in den 54 Wahllokalen der Stadt auf die Wählerinnen und Wähler warten: Stimmzettel zur Europawahl (die Wahlberechtigten müssen mindestens 18 Jahre alt sein), zur Kommunalwahl und zum Integrationsrat (Wahlberechtigte siehe separaten Bericht). Da allein zur Kommunalwahl vier verschiedene Stimmzettel ausgegeben werden - für den Oberbürgermeister, Rat der Stadt und die Bezirksvertretung (Mindestalter jeweils 16 Jahre) und zum Seniorenbeirat (Mindestalter 60) – werden manche Wählerinnen und Wähler gewiss ihre liebe Not haben, mit den insgesamt sechs verschiedenen Wahllisten zurecht zu kommen.

Die Ergebnisse der Europa- und Kommunalwahl werden wie gewohnt noch am gleichen Abend feststehen. Die Stimmen für den Integrationsrat sollen am darauffolgenden Montag ausgezählt werden, so Bernd Hoffmann gestern Abend im Integrationsbeirat, die Stimmen zum Seniorenbeirat am folgenden Samstag. Letzteres werde dann mit rund 20 Mitarbeitern mehrere Stunden beanspruchen.

EU-Bürger, die in Remscheid wohnen, aber keinen deutschen Pass besitzen, können auch zur Europawahl ihre Stimme in Remscheid abgeben, wenn sie dies mindestens zwölf Tage vorher (12. Mai) im städtischen Wahlamt beantragt haben (vor der letzten Europawahl machten 160 EU-Bürger in Remscheid von dieser Möglichkeit Gebrauch). Sie erhalten dann in einem der 54 Wallokale den gleichen Stimmzettel wie die deutschen Wähler. EU-Bürger, die lieber eine Partei ihres Heimatlandes ankreuzen möchten, bleibt von Deutschland aus nur die Briefwahl, die sie in ihrem Heimatland beantragen müssen.

Gutachten zum Sozialbereich liegt jetzt in den Ratsfraktionen

Noch ist unklar, ob, und wenn ja, wann der Rat der Stadt Remscheid welche politischen Schlüsse aus der Organisationsuntersuchung des städtischen Sozialbereichs ziehen wird, mit der er im Frühjahr das Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen PKS Fasselt beauftragt hatte. In der SPD-Fraktion werde sich zunächst eine Arbeitsgruppe näher mit den Sparvorschlägen von Gutachter Jürgen Storms befassen, kündigte vergangene Woche im Haupt- und Finanzausschuss Hans Peter Meinecke an: „Wir werden es genau durcharbeiten!“ Unter der Überschrift „Sparen im Sozialen, oder: Zwei Seiten einer Medaille“ hatte der Waterbölles bereits am 18. Januar aus dem Gutachten ebenso zitiert wie aus der beiliegenden 46-seitigen Stellungnahme der Verwaltung. Beispiel: „Insgesamt werden acht Seiten des Entwurfs mit Rechtsgrundlagen gefüllt, deren Bedeutung ... objektiv geringfügig ist gegenüber anderen für die Arbeit relevanten Grundlagen. Wesentliche rechtliche Grundlagen finden keine Erwähnung.“

In der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses wunderte sich Wieland Gühne (W.i.R.) über die für ihn unerwartete Stellungnahme der Verwaltung: „Am 19. September hat die Oberbürgermeisterin erklärt, das Gutachten sei abgestimmt und gegengecheckt worden. Und dann liegt auf einmal eine Art Gegengutachten vor. Es ist ärgerlich, wie dieses Gutachten unter die Räder gekommen ist!“ Doch von einem Dissens zwischen ihm und Beate Wilding wollte Sozialdezernent Burkhard Mast-Weisz nichts wissen. Die Vorlage trage schließlich ihre Unterschrift.

Thea Jüttner (CDU) wies auf die derzeit noch laufenden Untersuchungen des Gemeindeprüfungsamtes (GPA) im Rathaus hin und fragte, ob es Zwischenberichte gebe, die die Verwaltung den Fraktionen zur Verfügung stellen könnten. Antwort von Mast-Weisz: Die Verwaltung stehe den Fraktionen für Rückfragen jederzeit zur Verfügung.

Dass im Sozialbereich fünf Planstellen gestrichen werden könnten, sei eigentlich unstrittig, versuchte Wolf Lüttinger (GDP) die Diskussion zu versachlichen. Strittig seien nur die beiden zusätzlichen Planstelle, die der Gutachter für verzichtbar erklärt hatte – zur großen Verwunderung von Fritz Beinersdorf. Der Fraktionsvorsitzende der Linken betonte am Donnerstag: „Die Aufgaben des Sozialamtes sind in den vergangenen Jahren stetig gewachsen. Einige Amtsbereiche sind längst überlastet. Dass diese Arbeitsüberlastung dem Gutachter nicht aufgefallen ist, wundert mich sehr!“ Doch für Wolf Lüttinger sind „die gesetzlichen Bestimmungen das eine und die Frage, von wie vielen städtischen Mitarbeitern sie umgesetzt werden, das andere. Geht es nicht auch mit weniger? Diese Frage steht im Raum!“ Burkhard Mast-Weisz kopfschüttend: „Die Arbeit ist da!“ Hans Peter Meinecke war da nicht so sicher: „ Mit zusätzlichen Aufgaben, die auf das Personal zukommen könnten, lassen sich bestehende Planstellen nicht rechtfertigen. Diesem Problem muss sich die Politik erst stellen, wenn die neuen Aufgaben tatsächlich anstehen!“ Burkhard Mast-Weisz noch einmal: „Die Aufgaben sind da!“

Die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses nahmen die Verwaltungsvorlage schließlich ohne weitere Beschlüsse „zur Kenntnis“. Lothar Krebs (SPD): „Alles Weitere liegt jetzt bei den Fraktionen!“ Und Wieland Gühne: „Wenn uns das Gutachten wichtig ist, müssen wir initiativ werden!“

Waterbölles: Es geht, wohlgemerkt, um zwei strittige Planstellen. Warum also so viel Lärm? Weil der Kommunalwahlkampf vor der Türe steht. Schon am 18. Januar hatte der Waterbölles kommentiert: „Jede Partei pickt sich aus den Papieren das heraus, was ihr in den Kram passt.“

Migrantenvertreter wünschen klarere Mehrheit im Integrationsrat

Im neuen Integrationsrat ein Politiker weniger“ titelte der Waterbölles am 20. Januar. Inhalt der Meldung: Zur gestrigen Sitzung des städtischen Integrationsausschusses hatte die Verwaltung vorgeschlagen. auf der Grundlage des „Gesetzes zur Weiterentwicklung der politischen Partizipation“ in der neuen Wahlperiode des Rates den neuen „Integrationsrat" aus neun bei der Kommunalwahl am 25. Mai zu wählenden Mitglieder und acht vom Rat zu bestellenden Mitgliedern zu bilden. Denn nach dem Gesetz muss die Zahl der von den Wahlberechtigten zu wählenden Mitglieder die der zu bestellenden Ratsmitglieder übersteigen. Ein Migrant mehr gegenüber den Politikern, das war den Migrantenvertretern im Integrationsbeirat, der gestern Abend im Kleinen Sitzungssaal des Rathauses tagte, jedoch zu wenig. Und so legt der Beirat nun den Ratsfraktionen zwei Vorschläge: Entweder acht Politiker und 13 Migrantenvertreter oder acht und 15. Weil gestern noch kein Empfehlungsbeschluss für den Rat der Stadt zustande kam, der am 13. Februar über die Zusammensetzung des neuen Integrationsrates entscheiden muss, ist eine Sondersitzung des Beirates erforderlich. Am 11. Februar soll sie stattfinden. Und bis dahin sollen dem Gremium die Empfehlungen der einzelnen Fraktionen vorliegen.

Verständnis für den Wunsch nach einer größeren Zahl von Migranten im Integrationsrat zeigte gestern Thea Jüttner (Foto), die die Sitzung leitete. Schließlich könnten an dieser Wahl jetzt erstmals auch solche Deutsche teilnehmen, die zugleich einen oder mehrere ausländische Staatsangehörigkeiten besitzen; ferner Personen, die die deutsche Staatsangehörigkeit durch Einbürgerung erhalten oder nach § 4 Absatz 3 Staatsangehörigkeitsgesetz erworben haben. Wie Bernd Hoffmann vom städtischen Wahlamt berichtete, lag die Zahl der Wahlberechtigten bei der zurückliegenden Wahl des Integrationsbeirates bei 12.000 (ausländische Mitbürger mit dem Pass ihres Heimatlandes). Die größte Gruppe darunter waren die Türken (6.000), gefolgt von den Italienern (2.800), den Spaniern (900) und den Polen. Nun können zusätzlich auch 12.000 Remscheider wählen, die zwei Pässe (oder mehr) besitzen. Darunter sind die Deutsch-Polen die größte Gruppe (3.200), gefolgt von Deutsch-Türken (2.700), Deutsch-Kasachen (1.260), Deutsch-Italiener (1.000) und Deutsch-Russen (661). Auch viele Spätaussiedler gehören nach Angaben von Hoffmann zum Kreis der Remscheider mit zwei Pässen. Sie wohnen teilweise schon seit vielen Jahren in Remscheid. Und deshalb ist Hoffmann unsicher, wie sie wohl auf die Einladung zur „Migrantenwahl“ reagieren werden: „Begeistert oder erbost“?

Eingebürgerte Migranten können an der Wahl des Integrationsrates übrigens nur dann teilnehmen, wenn sie spätestens bis zum 12. Mai beim Wahlamt einen entsprechenden Antrag gestellt haben. Für Einzelbewerber oder Kandidatenlisten ist ein anderer Termin von großer Bedeutung: Zur Wahl zugelassen werden, sofern alle Voraussetzungen erfüllt sind, nur die Wahlvorschläge, die beim Wahlamt bis zum 7. April, 18 Uhr, eingegangen sind. Bernd Hoffmann empfiehlt den Migrantenvereinen jedoch nicht, es auf diesen Schlusstag ankommen zu lassen. Denn: „In der Regel muss doch noch das eine oder andere nachgebessert werden. Deshalb ist es günstiger, die Wahlvorschläge schon im März abzugeben!“ Über die Reihenfolge der Wahlvorschläge auf dem Wahlschein am 25. Mai entscheidet übrigens nicht die Behörde, sondern die zeitliche Reihenfolge der Eingänge. Gewählt wird der Integrationsrat in den 54 Wahllokalen, in denen an diesem Tag auch die Stimmzettel zur Kommunalwahl, zum Rat der Stadt, zur Bezirksvertretung, zum Seniorenbeirat und zum Europaparlament abgegeben werden.

"Keine Stichwahl" wäre der Wählergemeinschaft das Liebste

Pressemitteilung der Wählergemeinschaft W.i.R.

Auf ihrer Mitgliederversammlung am vergangenen Montag haben die Mitglieder der Wählergemeinschaft in Remscheid (W.i.R.) beschlossen, zur Oberbürgermeisterwahl am 25. Mai keinen eigenen Kandidaten aufzustellen. Aus Sicht der W.i.R. besteht dafür bei dieser Wahl nicht die Notwendigkeit, da die beiden Kandidaten der großen Parteien über eine ausreichende Qualifikation verfügen. Darüber hinaus würde die W.i.R. sich freuen, wenn Remscheid eine Stichwahl „erspart“ bliebe. Nominiert wurde dagegen Hans Gert Göbert als Spitzenkandidat für den Seniorenbeirat. Ihm folgen auf der Liste Arno Voss, Waltraud Bodenstedt, Wieland Gühne und Georg Gast. Mit diesem kompetenten Team möchte die W.i.R. die Interessen der Senioren vertreten, die für unsere Stadt immer wichtiger werden. In diesem Zusammenhang erwartet die W.i.R. auch einen Bedeutungszuwachs des Seniorenbeirats, der deshalb mehr sein muss als ein Ruhestandsprogramm für verdiente Parteimitglieder. Darüber hinaus bestätigte die Mitgliederversammlung die ursprünglichen Kandidatenlisten für Stadtrat und Bezirksvertretungen, was aus formalen Gründen notwendig geworden war. Ausnahme bildet hier die Kandidatenliste für die Bezirksvertretung Lüttringhausen, die aufgrund personeller Uberlegungen zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt wird. Damit bleibt Wieland Gühne Spitzenkandidat der W.i.R. als prägnantes Aushängeschild unabhängiger Politik.

Lob zum 70. für grummeliges, streitbares Urgestein H. P. Meinecke

Der Jubilar gab sich gelöst, fast heiter. Das passte zum Anlass des Empfangs zu seinen Ehren, zu dem die Remscheider SPD gestern seine Familie, (Partei-) Freunde und langjährige (politische) Weggefährten ins Foyer des Teo Otto Theaters eingeladen hatte. Hans Peter Meinecke, Urgestein der Remscheider Kommunalpolitik, wurde gestern 70 Jahre alt. Doch weil längst klar ist, dass er die politische Bühne nach 35 Jahren -. davon zehn Jahre (ab 1995) Landtagsabgeordneter und die letzten 19 Jahre Fraktionsvorsitzender seiner Partei im Rat der Stadt – im Mai verlassen wird, hing auch ein Hauch von Wehmut in der Luft. Auch als der SPD-Unterbezirksvorsitzende Sven Wiertz (er wurde gestern 39 Jahre alt) seinen Blick auf den kommenden Juni richtete: „Wenn dann die neugewählte sozialdemokratische Stadtratsfraktion zusammentreten wird, wird ihr erstmals seit einem Vierteljahrhundert eine sie leitende und prägende Persönlichkeit der Remscheider Politik nicht mehr angehören.“ Doch weil „der wichtigste Gestalter Remscheids“ mit der Kommunalwahl am 25. Mai seinen kritischen und wachen (Sach-)Verstand nicht verlieren werde, so Meineckes langjähriger politischer Gefährte York Edelhoff bei der Begrüßung der Gäste, werde er sicher auch danach noch hier und da in der Öffentlichkeit zu hören sein.

Dass er an einem Geburtstag mit einem Hochleistungssportler, mit einem „Ironman“, verglichen werden würde, hatte Meinecke wahrscheinlich nicht erwartet. Er sei ein Mann „mit guter Kondition, zielorientiert und mit enormem Durchhaltevermögen“, bescheinigte ihm Edelhoff. Auch jemand, der in politischen Diskussionen einiges einstecken und noch mehr austeilen kann. Das klang in den Reden von Parteifreunden an, als deren politischer Mentor oder gar Ziehvater Hans Peter Meinecke gelten kann. Mentor war er bei Beate Wilding, wie sie in ihrer gestrigen Rede bekannte: „Ich bin dankbar dafür, dass mich Hans Peter Meinecke 2004 zur Oberbürgermeisterkandidatur bewogen hat.“ Gemeinsam könne man nun auf das Erreichte stolz sein. Sven Wiertz nannte dafür später ein paar Beispiele: Verlässliche Grundschule, Gemeinsamer Unterricht, Alleestraßenumbau, Regionale 2006, die „bergische Erfolgsgeschichte“. – „Allesamt Initiativen, deren Erfolg zum Selbstbewusstsein unserer Stadt nach innen und nach außen beigetragen haben“, so Wiertz.

Sven Wolf und Sven Wiertz können als politische Ziehsöhne Meineckes gelten. Wiertz lernte Meinecke im Kommunalwahlkampf 1994 kennen, Wolf schon mit vier Jahren, wie er gestern erzählte. „Da besuchte ich mit Meineckes Sohn Frank den Kindergarten!“ Auch den Weg bis zum Abitur gingen Sven Wolf und Frank Meinecke gemeinsam. In dieser Zeit war der junge Wolf oft Gast der Familie Meinecke, zuerst an der Brückenstraße, später „Im Stollen“. „Es gäbe unzählige Geschichten, die ich jetzt hier vortragen könnte. Deine Begeisterung für den damals ersten Computer, den C64. Dass Du mich häufig mit Frank zum Schwimmverein in die Freiheitstraße fuhrst. Der Blockflötenunterricht und die Auftritte vor den Eltern. ‚Völlig talentfrei aber mit Begeisterung‘ hast Du es damals, glaube ich, beschrieben. Später durfte ich dann deswegen auch in den Kulturausschuss.“

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Elternwissen über Mobbing in überarbeiteter Fassung erschienen

Pressemitteilung der Kath. Landesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz NW e.V.

In der Reihe Elternwissen ist zum Thema „Mobbing“ die Broschüre in 4. völlig überarbeiteter Fassung erschienen. Mobbing haben viele Kinder und Jugendliche schon in der eigenen Klasse erlebt. Es ist ein Phänomen, das ihren Alltag prägt. Die Ursachen von Mobbing sind vielschichtig und je nach Fall sehr unterschiedlich. Von Mobbing kann jeder und jede betroffen sein, egal welchen Alters, welcher Schulform und welchen Selbstbewusstseins. Manchmal entsteht der Eindruck, dass der Begriff inflationär gebraucht wird. Jede Form der Gewaltanwendung innerhalb der Klasse, die womöglich einen Einzelnen betrifft, wird dann als „Mobbing“ bezeichnet. Fachleute raten, genau hinzuschauen und nicht vorschnell zu reagieren. Die Broschüre befasst sich mit der Entstehung von Mobbing, wie Eltern es erkennen und damit umgehen können. Sie gibt viele Tipps, was sie tun können, wenn ihr Kind ein Opfer von Mobbing (und auch Cybermobbing) geworden ist oder auch selbst Täter/-in ist. Hilfreiche Internetseiten, weiterführende Bücher und Arbeitshilfen – auch für Lehrkräfte – und Beratungsstellen befinden sich auf den letzten Seiten dieser Arbeitshilfe.
Die Reihe „Elternwissen“ richtet sich konkret und praktisch an Eltern und bereitet jeweils ein Schwerpunktthema. aus dem Bereich des Kinder- und Jugendschutzes auf. Die Broschüren eignen sich auch als Begleitmaterial für Elternseminare und Elternabende. Ansichtsexemplare sind kostenfrei, ansonsten gibt es Staffelpreise von zehn Expl. zum Preis von drei Euro bis 100 Expl. zu 18 Euro (jeweils zzgl. Versandkosten). Komplettpaket (Ausgabe 1 - 19): fünf Euro (inkl. Versand). Die Bestellung ist zu richten an die der Kath. Landesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz NW e.V. , Salzstraße 8, 48143 Münster, Telefon: 0251 54027, Telefax: 0251 518609, E-Mail: info@thema-jugend.de">info@thema-jugend.de, Internet
www.thema-jugend.de.

Kompetenter Nachwuchs wird nach der Ausbildung übernommen

Im Bild Natalie Meier, Carina Eckhardt, Christina Stark, Andreas Otto (Vorstand), Thomas Willczek (Ausbildungskoordinator), Marvin Lugauer, Christian Kunz, Marc Beckmann, Ermir Zabrxha (v.l.n.r.)Pressemitteilung der Volksbank Remscheid-Solingen eG

Motivierte Nachwuchskräfte kann die Volksbank gut gebrauchen. Jetzt, nach den Abschlussprüfungen der Azubis der Bergischen Bank, wurden alle frischgebackenen Bankkaufleute übernommen. Denn auch hier setzt die Volksbank auf langfristige Bindung. Andreas Otto, Vorstandsmitglied, freute sich bei einem Empfang in der Vorstandsetage über die neue, kompetente Unterstützung: „Gratulation  - und das nicht nur zur bestandenen Prüfung und dem hervorragenden Prüfungsdurchschnitt, sondern auch zur Ausbildung insgesamt. Alle Azubis wurden schon während der Ausbildungszeit in Filialen und internen Abteilungen für ihr Engagement und die gute Arbeit gelobt. Alle Auszubildenden werden aufgrund der herausragenden Leistungen sofort und unbefristet übernommen!“ Darüber hinaus dankte der Vorstand der Personalabteilung für die gute Arbeit und die Vorbereitung der Azubis. Für die anstehende Abschlussfeier des Lehrjahres stellte Andreas Otto den Bankkaufleuten noch eine kleine Finanzspritze in Aussicht. Zukünftig werden die neuen Mitarbeiter die Volksbank in ganz verschiedenen Bereichen tatkräftig unterstützen, wie Andreas Otto erklärte: „Sie haben in unserem Unternehmen gute Perspektiven weiter- und nach vorne zukommen. Wir brauchen gute, engagierte und motivierte Mitarbeiter!" Auch für das kommende Ausbildungsjahr stehen noch freie Plätze zur Verfügung.

... und in diesem Jahr zieht der "Kulturrucksack" wieder los

Ein Klick auf das Foto, und Sie sehen es in einem neuen Fenster in voller Größe. (Tipp, falls nicht: Im neuen Fenster Ansicht & Zoom anklicken!)

Zahlreiche Jungen und Mädchen im Alter von 10 bis 14 Jahren, die in den Stadtteilen Honsberg, Hohenhagen, Innenstadt und Rosenhügel zuhause sind, haben im vergangenen Jahr „auf der Suche nach dem Pulsschlag ihrer Stadt“ gelernt, ihr Wohnumfeld mit anderen Augen zu sehen. Denn 2013 wurde Remscheid in das Landesprogramm „Kulturrucksack“ aufgenommen, und so konnte in den Stadtteilen auf ganz unterschiedliche Art das Projekt „Pulsschlag für Kinder“ verwirklicht werden. Gemeinsam mit der IG Remscheider Stadtführer und unter Anleitung eines Künstlers oder einer Künstlerin nahmen die Kinder und Jugendlichen „ihren“ Stadtteil unter die Lupe und beschäftigten sich künstlerisch-kreative mit seiner Geschichte und Gegenwart und wagten auch einen Blick in die Zukunft. Den Abschluss des Remscheider „Kulturrucksacks 2013“ bildete am Freitagabend im Westdeutschen Tournee Theater ein buntes Fest mit Ausschnitten aus allen Remscheider Pulsschlagprojekten, zu dem Kulturdezernent Dr. Christian Henkelmann auch manche Eltern der kleinen Künstlerinnen und Künstler begrüßen konnte.

„Kulturrucksack“ knüpfte 2012 an bestehende bzw. frühere Programme wie zum Beispiel „Künstler in die Kita", „Jedem Kind ein Instrument", „Kultur und Schule", „KulturScouts" oder „Kulturstrolche" an. An „Kulturrucksack“ nahmen im vergangenen Jahr Kinder und Jugendliche in 130 Städten und Gemeinden in NRW teil. Mit drei Projekten beteiligte sich allein die Ev. Johannes-Kirchengemeinde. Bei „VOLTI-PULS“ erkundeten die Kids mit Stadtführerin Claudia G. Holtschneider und Projektleiterin Eva Kien den Hohenhagen und erfuhren auf dem Gelände der Stadtwerke an der Neuenkamper Straße, der ehemaligen Ziegelei Schäfer, wie dort früher die Ziegelsteine gemacht wurden. Bei „ART GROOVES“ gesellten sich die Senioren der Stadtteilgruppe "Treppenhaus und Gartenhaus“ hinzu. Auf dieser Stadtteiltour erklärte die Stadtführerin Straßennamen, die sich von verschiedenen Bäumen ableiten und zeigte die entsprechenden Blätter, die während des Rundgangs gesammelt wurden. Später dienten sie in der „Esche“ als Vorlage für Acryl- (Eva Kien) und Spray-Bilder, nachdem der Düsseldorfer Künstler Christian Dünow die 19 Teilnehmer/innen mit dieser Technik vertraut gemacht hatte. Und im Tanzprojekt HED (HohenhagenEthnoDance). übten tanzbegeisterte Kids gemeinsam mit der Worldmusic-Ethno-Band "Balanda Beat" und einigen E-Dancern den "Tanz des Hohenhagens" ein.

„Am Puls der Kinderstadt“ war die Workshop-Woche überschrieben, in der die „Kinderstadt auf dem Hohenhagen“ kurze Performances, Sketche, Theater- und Tanzstücke entwickelte. In der „Kraftstation“ nahmen 18 Jungen und Mädchen in den Herbstferien am „ Hombeat Honsberg“ teil. Es wurde viel getanzt, gespielt, fotografiert und sogar ein eigener Stopmotionfilm erstellt. Diese vielen einzelnen Elemente fügte Hüsnü Turan am Ende zu einer Gesamtperformance zusammen, die typische Merkmale des Honsberg anklingen ließ. Die Botschaft: Remscheid hat mit zahlreichen strukturellen Problemen zu kämpfen. Viele Gebäude sind in schlechten Zustand. Ganze Straßen um das Stadtzentrum haben einen negativen Ruf. Trotzdem bieten die zentrumsnahen Stadtteile auch viele schöne und bunte Seiten.

Im Westdeutschen Tourneetheater erlebten die "Pulsschreiber" ein paar spannende Tage, in dem sie ein eigenes Theaterstück erarbeiten und schließlich auch aufführten. Und in Kremenholl wurde die Kinder-und Jugendwerkstatt ‚echt kremig' zu „Mangaholl“: Die Kinder lernten, wie man Mangas (Comic-Art) zeichnet – und wollen das in diesem Jahr gerne fortsetzen. Denn das Projekt geht weiter: in diesem Jahr soll die Geschichte eines besonderen Platzes oder Gebäudes im Stadtteil wird ergründet und in eine künstlerischen Form gebracht werden. Dort sollen dann während eines gemeinsamen Veranstaltungstag öffentlich QR-Codes angebracht werden, mit deren Hilfe sich dann Smartphone-Besitzer Informationsquellen neue Quellen wie das Archiv Remscheid, Zeitzeugen und alte Videoaufnahmen erschließen können. Eine Karte mit den entsprechenden Koordinaten werden die Besucher der Abschlussveranstaltung 2014 bekommen, so dass die „Spur des Pulsschlags“ als digitaler Code im Netz weiterhin lesbar bleibt und so die einzelnen Stadtteile zusammenführt (Auch auf www.facebook.com/PulsschlagRemscheid).

 

Auf Kinderstühlen wollte niemand mehr Schwedisch lernen

Es war eher Zufall, dass Nicole Hauser-Grüdl, die Leiterin des Kommunalen Bildungszentrums, eine lokale Lücke im Kursangebot der Volkshochschule feststellte: Es gibt keine Kurse in Lüttringhausen mehr. Der bislang letzte war ein Schwedischkursus. Danach war Schluss. Erstens, weil die Kursleiterin nach Schweden verzog, und zweitens, weil danach niemand mehr dort sitzen wollte, wo zuvor Schwedisch gelernt worden war – auf den kleinen Kinderstühlen in einer Grundschule. Kaum war dieses Defizit aufgefallen, machte sich die VHSD-Leiterin auf die Suche nach Räumen in Lüttringhausen mit Stühlen für Erwachsene. Und fand bei Dr. Thomas Giebisch, dem Leiter des Leibniz-Gymnasiums in Klausen großes Verständnis. Wenn in der Schule nachmittags und am Abend Platz war für Veranstaltungen der Musik- und Kunstschule, warum dann nicht auch für die VHS?! Also appellierte Hauser-Grüdl an Lüttringhauser Bürgerinnen und Bürger, sich bei ihr zu melden, wenn sie Vorschläge zu machen hätten, was die VHS denn in Lüttringhausen demnächst anbieten solle. „Demnächst“ kann sich allerdings nur auf das Wintersemester 2014 beziehen, denn für das Frühlingssemester war es zu spät. Inzwischen liegen der umtriebigen Amtsleiterin mehr als 60 Meldungen aus Lüttringhausen mit Nachfragen nach Kursen vor, und einige davon will sie im Herbst realisieren: „Besonders nachgefragt wurden Fremdsprachenkurse, Autogenes Training und Kochkurse!“

Der Schnee kam im Dunkeln und überraschend

Foto: Hans Georg Müller.Um 22.45 Uhr war es soweit: Der Fernsehempfang über Satellitenschüssel war schon gestört. Die weitere Folge vom Heimatkrimi konnte man vergessen. Aber der Blick aus dem Fenster gab Aufschluss: Endlich Schnee ;-) Dicke Flocken von Nassschnee jagten um die Laterne, und bald war die graue Straße winterweiß. Kindheitserinnerungen wurden wach. Vor 50 Jahren, wo nach Schneefall die Busse der Stadtwerke die obere Alleestraße,Richtung Rathaus nur mühsam erklommen und irgendwann das Begleitpersonal aus den aufgestellten Sandboxen Streugut unter die Reifen schaufelte, um dem Bus die Bergfahrt zu ermöglichen. Es wurde ruhig, und das weiße, kalte Wintertuch bot Stille an in Natur und Kultur.