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Wann endet eigentlich das Vorstadium der Arbeitskreise?

Wann ist eigentlich mit einem neuen Integrationskonzept für Remscheid zu rechnen? Einige der „Sechs Fragen zum Zentraldienst „Integration und Migration“, die die CDU-Fraktion im Januar vergangenen Jahres stellte, könnte sie genauso gut jetzt wieder stellen. Zwar tagten im März Arbeitsgruppen (siehe „Integration: Neue Arbeitsgruppen legen ihre Ziele selbst fest“ im Waterbölles vom 15. März 2014) – viel scheint allerdings nicht dabei herausgekommen zu sein. Jedenfalls heißt es in einer Mitteilungsvorlage der Verwaltung zur Sitzung des Integrationsrates am 5. März: „Der Zentraldienst schlägt vor, nach der Klausurtagung des Integrationsrates zwecks Fortschreibung des Integrationskonzeptes bis zum Jahresende (!) Arbeitsgruppen einzurichten. Über die Themenfelder und die fachliche Zusammensetzung der Arbeitsgruppen sollte im Rahmen der Klausurtagung beraten werden.“ Die Landesweite Koordinierungsstelle der Kommunalen Integrationszentren (LaKI) als zuständige Behörde für die Umsetzung des Teilhabe- und Integrationsgesetzes des Landes Nordrhein-Westfalen habe darauf hingewiesen, dass die Fortschreibung des kommunalen Integrationskonzeptes (Festlegung inhaltlicher Schwerpunkte) nur in Abstimmung mit den örtlichen Akteuren der Integrationsarbeit möglich sei. Diese hatten eigentlich mit einer Vorgabe des Kommunalen Integrationszentrums gerechnet...

Beitrag zu einem attraktiven Freizeitangebot für unsere Jugend

Waterbölles-Kommentar

Ohne Sponsoren ist "Parkour" nicht zu verwirklichen“ überschrieb der Waterbölles am 16. Oktober 2013 einen kurzen Bericht darüber, dass sich der damalige Jugendrat der Stadt Remscheid unter dem Vorsitz von Mehmet Murat für eine „Parkour“-Anlage auf der 300 Quadratmeter Grünfläche an Zufahrt zum P&R-Parkhaus an der Presover Straße ausgesprochen habe. Doch dafür reichten die 30.000 Euro, die der Investor des Brückencenters zur Verfügung gestellt hatte (ursprünglich für eine Kletterwand) leider nicht aus.  „Das heißt, wir brauchen Sponsoren!“, stellte damals Bezirksbürgermeister Otto Mähler treffend fest. Und das rief die Remscheider „Lothar und Ulrike Kaiser-Stiftung“ auf den Plan. Sie entschied sich im Dezember dafür, das Projekt mit 20.000 Euro zu sponsern.

Ein Jahr später stand fest: 50.000 Euro reichen nicht. Der Jugendrat diskutierte, ein Fachberater machte einen Vorschlag, und schließlich einigte man sich auf das ehrgeizige Vorhaben, 110.000 Euro zusammenzubekommen für eine Anlage, die Jugendlichen wirklich Spaß machen könnte. Die mit dem Waterbölles verbundene Stiftung sagte weitere 20.000 Euro zu, die städtische Sportförderung und die Stiftung der Stadtsparkasse jeweils 10.000 Euro, die Lux-Stiftung 5.000 Euro und die Volksbank 2.000 Euro. Machte zusammen 97.000 Euro.

Inzwischen sind es 99.432 Euro. Denn auf dem Konto der Stiftung bei der Volksbank Remscheid (IBAN: DE77340600940006028443) gingen weitere 2.432 € ein: Barbara Bergmann überwies zwölf Euro, Susanne Kapitzke 25 Euro, Sven Wiertz und Klaus-Dieter Konkel je 50 Euro, die HAZET-Werk - Hermann Zerver GmbH  & Co KG und die Otto Hampel Wellpappen GmbH je 1.000 Euro, und von der Stadt kamen die Erlöse aus zwei spontanen Sammlungen unter den Mitgliedern des Jugendhilfeausschusses und der Bezirksvertretung Alt-Remscheid, 200 bzw. 91 Euro. Auch an dieser Stelle noch einmal allen Spenderinnen und Spendern herzlichen Dank! Jeder Euro zählt!

An den erhofften 110.000 Euro fehlen derzeit noch 10.568 €. Aber es wird weiter fleißig gesammelt, wie zu erfahren war. Nach dem bewährten Motto „Kleinvieh macht auch Mist!“ hat die dbb jugend remscheid (Jugend des Deutschen Beamtenbundes) damit begonnen, Spenden bei ihren Mitgliedern und den Mitarbeitern/innen der Stadtverwaltung Remscheid für die „Parkour“-Anlage einzusammeln. Bereits nach zwei Stunden seien mehr als 200 Euro zusammengekommen, heißt es. Die Aktion ist noch nicht abgeschlossen.

Derweil hat der Jugendrat mit dem Verkauf symbolischer Parkour-Bausteine zum Preis von drei Euro begonnen („Gerne auch mehr!“). Am Mittwoch, 11. März, wird der Jugendrat auf der Alleestraße an einem Aktionsstand von 11 bis 18 Uhr über die neue Sportanlage informieren und um Spenden werben.

Anfang Februar hatte Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz in einem Brief an mehr als 40 potenzielle Sponsoren auf den „neuen und attraktiven Sport-Treffpunkt am Hauptbahnhof Remscheid“ aufmerksam gemacht. „Mit Ihrer Spende würden Sie einen wertvollen Beitrag zu einem attraktiven Freizeit- und Bewegungsangebot in Remscheid leisten und ein wichtiges Anliegen des Jugendrats unterstützen.“

Sind da da womöglich noch einige Firmenchefs schwankend? Merke: Der Hersteller benötige nach einer Bestellung für die Produktion der Sportgeräte vier Monate. Noch in diesem Jahr könnte aus der Anlage etwas werden, wenn das noch fehlende Geld bis März zusammenkäme.

 

Vollsortimenter in "Hertie" und Discounter gleich nebenan

Im August 2014 hatte die Verwaltung zuletzt über den Sachstand zur Revitalisierung der Einzelhandelsbrache Kölner Straße (ehemals Hertie) in der Bezirksvertretung (BV) Lennep berichtet (siehe Waterbölles: „Verwaltung befürwortet Bauvoranfrage zum Hertie-Bau“). Nachdem Klaus Kreutzer, Vorsitzender des Verkehrs- und Fördervereins Lennep e.V., Widerstand angekündigt hatte gegen den Plan, das Kaufhausgelände um ca. 1.150 qm Fläche des angrenzenden Hardtparks zu vergrößern, und sich dazu auch Mitglieder der BV kritisch geäußert hatten, war der Investor in der im August vorgestellten Bauvoranfrage vom Hardtpark abgerückt. Aber das ist nun auch wieder Schnee von gestern.  Von „veränderten Rahmenbedingungen in den Verhandlungen mit dem Eigentümer und der Investorengemeinschaft“ ist in der Vorlage der Verwaltung die Rede, mit der sich die BV Lennep am 4. März beschäftigen wird. Nunmehr sollen (an anderer Stelle) 220 Quadratmeter des Hardtparks in Anspruch genommen werden. Nachfolgend dokumentiert der Waterbölles den Beschlussvorschlag der Verwaltung:

„Die Kaufoption vom März 2014 ist zwischenzeitlich ausgelaufen und durch einen Kaufvertrag im Januar 2015 ersetzt worden. Die weiterqualifizierte nunmehr vorliegende Planung sieht - wie auch die vorherige Planung - die Ansiedlung eines Vollsortimenters vor, jedoch in Verbindung mit einer ergänzenden Nutzung zweier weiterer Verkaufsflächen, von denen eine durch einen Discounter belegt werden soll. Am 29. Januar wurden in einem gemeinsamen Ortstermin mit der Unteren Denkmalbehörde der Stadt Remscheid die Eckpunkte zur Sanierung der denkmalgeschützten Fassade festgelegt.

Das vorhandene Parkdeck wird abgerissen. In den Obergeschossen sind Dienstleistungs- bzw. Wohnungsnutzungen vorgesehen. Insgesamt sind 149 Stellplätze auf dem oberen Parkdeck geplant. Um entsprechende Flächenwerte zu erreichen, ist nicht nur die ehemalige Handelsimmobilie Hertie, sondern auch das angrenzende Wohn- und Geschäftshaus an der Kölner Straße durch den Investor mit erworben und in die Gesamtkonzeption als zu überplanender Bereich einbezogen worden. Durch diesen Einbezug der Nachbarimmobilie würde jedoch die überplante Fläche in einem geringen Teilbereich eingeschnürt, sofern nicht seitens der Stadt Remscheid die Bereitschaft besteht, einen ca. 220 qm großen Anteil der Parkfläche Hardtpark an den Investor zu veräußern.

Hierbei handelt es sich ausdrücklich nicht um die im Jahre 2013/2014 in Rede stehende hochwertige Fläche südlich angrenzend an das Hertie-Gebäude, sondern an den derzeit eher untergenutzten Bereich zwischen Spielplatz Hardtpark und Hertie-Gebäude mit einem Baumbewuchs (vier Tannenbäume), der weder ökologisch noch grüngestalterisch für den Hardtpark von Interesse ist. (...) Die Arrondierung des Teilbereiches ist auch deshalb sinnvoll, weil hier angrenzend an den überbauten Bereich die direkte Wegeverbindung zwischen Kölner Straße und Hardtpark künftig verlaufen soll. (...) Ausdrücklich zu erwähnen ist, dass die vorhandene mehr als 100 Jahre alte Buche im Grenzbereich zwischen Hertie-Grundstück und Hardtpark auch künftig erhalten bleibt, ebenso wie das vorhandene Wegesystem innerhalb des Hardtparks und die direkte Verbindung zwischen Hardtpark und Kölner Straße.

Um den weiteren Verfall des Gebäudes zu verhindern und den damit verbundenen Trading-Down-Effekt für den Gesamtbereich der Kölner Straße zu stoppen, befürwortet die Verwaltung der Stadt Remscheid die nun vorliegende Planung und beabsichtigt den Verkauf der ca. 220 qm Arrondierungsfläche zwischen Grundstücksgrenze Hertie und dem vorhandenen Kinderspielplatz und bittet um entsprechende Zustimmung der BV Lennep zu der vorgelegten Planung.“

Stellplätze für Wohnmobile im Umfeld des DOC?

Nach der W.i.R. wollte nun auch die SPD von der Verwaltung wissen, wie es um Stellplätze für Wohnmobile im Umfeld des DOC bestellt sei, damit diese Gruppe von Touristen, die das grüne Bergische Land kennenlernen wollen, ihren Ausflug mit einem Shopping im neuen DOC in Lennep verbinden können. Denn: „Auch kleine Schritte sind wichtig, um den Tourismus zu stärken“, sagte York Edelhoff am Donnerstag im Ausschuss für Stadtentwicklung, Wirtschaftsförderung, Energieeffizienz und Verkehr. Antwort von Stadtplanerin Sigrid Burkhart: Sie könne sich sechs derartige Stellplätze auf dem Parkplatz vorstellen, der für die Mitarbeiter/&innen des DOC geplant sei. „Dann aber am besten gleich mit Anschluss an Ver- und Entsorgungsleitungen“, meinte Jürgen Kucharczyk. Zuvor hatte er für Stellplätze im Bereich der Wuppertalsperre unterhalb der Rader Straße plädiert. Die Einbindung eines solchen Angebotes in eine gesamttouristische Konzeption zur Vermarktung des DOC und aller anderen Attraktionen Lenneps, der Gesamtstadt Remscheid und der angrenzenden Kommunen sei unbedingt notwendig, meint die SPD.

Stadt informiert über Wohnanlage für Flüchtlinge in Hasten

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Über den Umbau des Objektes Oberhölterfelder Straße 54 bis 56 in eine moderne Wohnanlage mit dreißig Wohneinheiten für Flüchtlinge informiert die Stadt Remscheid im Rahmen einer Bürgerversammlung am 4. März ab 18 Uhr im Gemeindehaus der evangelischen Kirche Hasten, Büchelstraße 47a. Für die Abendveranstaltung ist folgender Ablauf geplant:   Eröffnung, Begrüßung und Vorstellung der beteiligten Akteure; Erläuterungen zur  Flüchtlingssituation in Deutschland;  Erläuterungen zur Flüchtlingssituation in Remscheid;  Vorstellung des Unterbringungskonzeptes der Stadt Remscheid; Diskussion. Für die Veranstaltung ist ein Zeitfenster von insgesamt drei Stunden geplant. Zwei Stunden sind für die Diskussion vorgesehen.

Hintergrund: Wie berichtet, steigt die Zahl ausländischer Flüchtlinge durch die vielen Kriege in der Welt auch in Remscheid. Und ein Ende der Kriege ist nicht abzusehen – daher ist weiter mit steigenden Flüchtlingszahlen zu rechnen. Um eine angemessene Wohnraumversorgung dieser Menschen zu sichern, sollen im Objekt Oberhölterfelder Straße 54 bis 56 marktübliche familiengerechte Wohnungen in unterschiedlichen Größenzuschnitten als abgeschlossene Einheiten mit Küche und Bad entstehen. Das Objekt soll zudem so ausgebaut werden, dass es wie ein Mehrfamilienhaus anmutet und nicht den Eindruck einer Unterkunft erweckt. Geplant ist weiter, dass der Betreuungsverein BAF e.V. (www.baf-rs.com/) neben einer Betreuung durch Sozialarbeiter auch einen „Rund-um-die-Uhr“-Hausmeisterdienst an 365 Tagen im Jahr anbietet. Er steht damit als ständiger Ansprechpartner für Bewohnerinnen und Bewohner parat und bietet sich auch als Kontaktpartner für Nachbarn und Anwohner an.  

Empfang zu 175 Jahre Remscheider Männerchor Germania

Pressemitteilung des Männerchores Germania“

Zum Jubiläumsempfang „175 Jahre Remscheider Männerchor Germania“ können  die Sänger am Sonntag, 1. März, ab 11 Uhr im Bergischen Saal des BAB-Motels Remscheid an der Talsperre Bundes- und Landtagsabgeordnete, Vertreter des Chorverbandes NRW, Passive und Förderer und noch viele andere Gäste begrüßen. Die Laudatio hält Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz. Bariton Dietrich Kämmler und Professor Werner Kämmerling am Klavier wirken bei den Beiträgen der „Germania“ unter der Leitung von Musikdirektorin Claudia Rübben-Laux mit. Musikalische Gäste: das Streichquartett „Drei + 1“. (Wilhelm Wunderlich)

FC Remscheid startet mit Kreativteam in die Rückrunde

Uwe Wiegand.

Pressemitteilung des  Remscheid e.V.

Der Vorstand des FC Remscheid wird künftig bei der Realisierung von Aktivitäten sowie den administrativen Aufgaben rund um den Verein unterstützt. Zur besseren Koordination der vielfältigen Aufgaben werden sich einzelne Teams mit den jeweiligen Bereichen befassen. So ist z. B. das „Team Röntgenstadion" für die Gestaltung der Heimspiele inkl. Aktivitäten im Stadion zuständig.   „Wir werden die Kräfte bündeln und die zahlreichen Aufgaben auf mehrere Personen verteilen.  An vielen Stellen leisten einzelne Aktive bereits tolle Arbeit und die Ideen sprudeln nur so", berichtet Uwe Wiegand, Leiter des FCR-Kreativteams, nach einer ersten Teamsitzung. FCR-Präsident Michael Kleinbongartz verspricht sich von der professionellen und zielgerichteten Arbeit des Kreativteams „Kontinuität und Stabilität" für den Verein. „Ich würde mich freuen, wenn wir auf diese Weise auch den Kontakt zu ehemaligen Freunden und Gönnern des FCR wieder intensivieren können", so Kleinbongartz.

 

Caritas berät am Montag zum Stromspar-Check

Pressemitteilung der Stadtwerke Remscheid

 

Seit Juni vergangenen Jahres bietet der Caritas-Verband den `Stromsparcheck plus+´ an. In einem Netzwerk, bestehend aus der EWR, dem Jobcenter sowie weiteren Partnern, bietet der Check die Möglichkeit, Energie-Einsparpotenziale in Haushalten mit geringem Einkommen bzw. Sozialleistungsempfängern zu identifizieren. Die Energiesparberatung wird dabei von Langzeitarbeitslosen durchgeführt, die vorher eine intensive Schulung zum Energieexperten durchlaufen haben. Neben ihrem neu erlernten Fachwissen bringen gerade sie das Verständnis für die oft schwierige Situation der zu beratenden Haushalte mit. Der Check beginnt im ersten Schritt mit einem Ortstermin, bei dem der energetische Status Quo aufgenommen wird. Jeder Energieverbraucher sowie das individuelle Verbrauchsverhalten werden aufgenommen. Der daraus entstandene Auswertungsbericht bildet die Grundlage für einen zweiten Besuch der Stromsparhelfer. Dabei werden direkt kostenlose technische Soforthilfen im Wert von bis zu 70,- € eingebaut, wie z. B. Energiesparlampen, schaltbare Steckdosenleisten oder wassersparende Duschköpfe. Daneben gibt es für die Haushalte vor allem Aufklärung und die Vermittlung von Energiespartipps, denn verbrauchsoptimiertes Verhalten kann zwischen 10 und 30 Prozent Energieeinsparung bedeuten. Nach etwa einem Jahr findet dann noch ein dritter Ortstermin statt, bei dem geschaut wird, ob die umgesetzten Maßnahmen auch nachhaltigen Erfolg gebracht haben. Seit Beginn des Projekts wurden bereits 250 solcher Energiespar-Checks in Remscheid durchgeführt. Die Beratung ist für die Geringverdiener kostenfrei. Am Montag, 2. März,von 9 bis 18 Uhr können sich Interessierte im EWR ServiceCenter im Allee-Center (Aufgang Stadtwerke-Brunnen persönlich bei den Spezialisten der Caritas informieren und gleich einen Termin für einen Energiespar-Check vereinbaren.

Sinn-Leffers als Alternativ-Standort für Berufskolleg?

Foto: Lothar Kaiser

Transparenz nach innen und Transparenz nach außen hatte sich Burkhard Mast-Weisz zum Ziel gesetzt, sollte er Oberbürgermeister der Stadt Remscheid werden. Ein Wahlversprechen, an das ihn die Mitglieder des Ausschusses für Stadtentwicklung, Wirtschaftsförderung, Energieeffizienz und Verkehr in ihrer gestrigen Sitzung indirekt erinnerten. Sie hatten am Morgen die Bergische Morgenpost gelesen und erfahren, dass das ehemalige Kaufhaus Sinn/Leffers (Archivfoto rechts) an der unteren Alleestraße neben dem Baufeld 6 am Hautbahnhof und dem Schulgelände an der Neuenkamper Straße derzeit als möglicher Standort für das neue Berufskolleg für Wirtschaft und Verwaltung unter die Lupe genommen wird. Das bestätigte in der Ausschusssitzung Stadtplanerin Sigrid Burkhart, wollte aber mit der Indiskretion nichts zu tun haben: „Wir machen nur die Vorlage!“ Und die sei noch nicht fertig, weil zu einem der drei Standorte „noch ein paar Zahlen fehlen“. Nur so viel: Es werde eine sehr umfangreiche Vorlage werden, die der Schulausschuss am 11. März erhalten werde.

„Schade, dass wir solche Sachen als Ratsmitglieder erst aus der Presse erfahren“, fasste Ralf Wieber (CDU) den Ärger zusammen. „Ich bin darüber unwahrscheinlich sauer, richtig stinkig!“ Denn natürlich könne eine Schule in der Fußgängerzone ein „echter Frequenzbringer“ sein. „Das hätte wir gerne früher erfahren – aus erster Hand!“

Kantorin Ursula Wilhelm am Sonntag im Festgottesdienst

Kantorin Ursula Wilhelm.Pressemitteilung der ev. Stadtkirchengemeinde

Am 1. Februar 2015 hat Ursula Wilhelm die Nachfolge von Ruth Forsbach als Kantorin an der Stadtkirche Remscheid angetreten. Sie ist in Waiblingen bei Stuttgart aufgewachsen und studierte in Tübingen evangelische Kirchenmusik. Außerdem absolvierte sie die Masterstudiengänge "Musikvermittlung und Konzertpädagogik" in Detmold sowie "Musik des Mittelalters" in Essen-Werden. Bis 2014 war sie in der Evangelischen Kirchengemeinde Giengen (Brenz) tätig. Am kommenden Sonntag wird Ursula Wilhelm um 10 Uhr im Gottesdienst an der Evangelischen Stadtkirche am Remscheider Markt offiziell in ihr neues Amt eingeführt. Der Festgottesdienst wird vom Chor der Stadtkirche mitgestaltet. Im Anschluss an den Gottesdienst lädt die Kirchengemeinde im Rahmen eines Stehempfangs gegen 11 Uhr  zu einem Kennenlernen der neuen Kantorin in den Turm der Stadtkirche ein.

 

Mit anhaltender Niedrigzinsphase wird die Luft dünner

Mit einem Bilanzgewinn von zehn Millionen Euro im zurückliegenden Geschäftsjahr hatten die beiden Vorstände der Stadtsparkasse Remscheid, Frank Dehnke und Ulrich Gräfe, gerechnet. Tatsächlich aber wurden die eigenen Planungen noch um 1,3 Millionen übertroffen, wie sie gestern auf der Bilanzpressekonferenz berichteten. „Auch unsere ohnehin starke Marktposition in Remscheid konnten wir weiter ausbauen“, freute sich Dehnke. Und das in einer seit 2008 andauernden Niedrigzinsphase. Mit der rechnet der Vorstandsvorsitzende auch noch in den nächsten vier Jahren. „Für die Sparer kommt das einer kalten Enteignung gleich“, stellte Dehnke fest. Aber auch für die Sparkasse werde die Luft von Jahr zu Jahr dünner. Weil jedwede Art von Krediten, vor einigen Jahren zu höheren Zinsen für zehn Jahre abgeschlossen – auch daher die guten Bilanzgewinne -  nunmehr nach und nach auslaufen. Übrig bleiben in den Folgejahren „jüngere“ Kredite mit weit niedrigeren Zinseinnahmen. Da ist es für Dehnke und Gräfe beruhigend zu wissen, dass zum einen das Kreditgeschäft in der Niedrigzinsphase gewachsen ist, im vergangenen Jahr um 34 Millionen auf 938 Millionen Euro, insbesondere dank attraktiver Baufinanzierungen –, ebenso die Zahl der Giro- und Tagesgeldkonten (auf 76.293), und zum anderen die Sparkasse die Eigenkapitalquote von 15,4 Prozent nach den Vorgaben nach „Basel III“ für 2019 schon jetzt erreicht hat.

Mit der Zahl der Konten wuchsen auch die von der Sparkasse verwalteten Kundeneinlagen deutlich - von 1.075 Millionen auf 1.123 Millionen Euro. Davon liegt ein „phänomenales Drittel“ (Dehnke) auf Tagesgeldkonten (48 Millionen mehr als 2013). Die bringen zwar gerade mal 0,1 Prozent, sind den sicherheitsbedürftigen Kunden aber offenbar lieber als Aktien und Unternehmensanleihen, mit denen sich eine spürbar höhere Rendite erzielen ließe. Hier rät Frank Dehnke gleichwohl zu einer Beimischung. Sinken die Zinsen weiter? Das ist nicht ausgeschlossen. Dass aber auch Kunden der Sparkasse eines Tages Negativzinsen zahlen müssten (wie die Banken), kann sich Frank Dehnke denn doch nicht vorstellen.

Foto: Stadt Remscheid.Foto: Stadt Remscheid. Die Position als führendes Kreditinstitut in Remscheid hat die Stadtsparkasse Remscheid im vergangenen Jahr weiter ausbauen können. Auch im Privat- und Firmenkundengeschäft ist sie Marktführer geblieben. Das Baufinanzierungsgeschäft beispielsweise ist mit einem Zusagevolumen von 68 Millionen Euro ist stark angestiegen, und das, „obwohl attraktive Neubauprojekte in Remscheid fehlen“, wie Frank Dehnke gestern feststellte. Allgemein auf eingeschossige Bauten an der Alleestraße angesprochen (siehe Archivbilder links), die aus der Nachkriegszeit stammen und die den städtischen Planern ein Dorn im Auge sind, zeigte er sich verwundert darüber, dass die Besitzer keine Neubaupläne hätten, aber auch nicht an einen Verkauf zu realistischen Preisen dächten. Auch für das laufende Jahr rechnet die Stadtsparkasse in ihrem Immobiliencenter, das 2014 Grundbesitz im Gesamtwert von sieben Millionen Euro vermittelte, mit einem regen Betrieb. Deshalb sollen dort auch zwei weitere Mitarbeiter eingestellt werden. Die nächste Immobilienmesse findet übrigens am 9. Mai statt.

Mit 336 Mitarbeiter/innen in der Hauptstelle und ihren fünf Filialen zählt die Stadtsparkasse zählt zu den großen Arbeitgebern in Remscheid. Und mit einer Ausbildungsquote von zehn Prozent zu den großen Ausbildungsbetrieben vor Ort. „Die hochmotivierten und hochqualifizierten Kolleginnen und Kollegen sind unser wichtigstes und wertvollstes Kapital. Die Visitenkarte unseres Unternehmens“, sagt Ulrich Gräfe. In Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen investierte die Stadtsparkasse im vergangenen Jahr mehr als 270.000 Euro. Regelmäßig werden 35 Nachwuchskräfte in drei Berufsfeldern ausgebildet. Die zehn neuen Ausbildungsplätze ab 1. September sind bis auf einen bereits vergeben. Gräfe: "Wir erwarten von unseren Azubis ein selbstbewusstes, den Kunden zugewandtes Auftreten!"

Von ihrem Jahresgewinn gibt die Sparkasse an die finanzschwache Stadt in diesem und im nächsten Jahr jeweils 1,2 Millionen Euro ab. Dennoch will sie auch künftig in Remscheid der größte Förderer von gemeinnützigen Projekten bleiben. Ulrich Gräfe: „Wir fördern Veranstaltungen, Projekte und diverse Maßnahmen aus den Bereichen Kultur, Soziales, Sport und Jugend, die in Zeiten leerer öffentlicher Kassen so nicht mehr realisierbar wären.“ Auch im vergangenen Jahr wurden so mehr als 500.000 Euro ausgeschüttet, die 280 gemeinnützigen Projekte zugutekamen. Die Förderungssumme ergab sich aus vier verschiedenen Quellen: Sparkassenstiftung, PS-Zweckertrag, Spenden und Sponsoring. Auch für 2015 ist eine gleichbleibend hohe Förderung geplant.

Nicht nur die jungen Kunden, sondern auch die älteren entdecken zunehmend das mobile Banking für sich. Die Homepage der Stadtsparkasse verzeichnet täglich (!)  6.586 Klicks (Spitzenwert des Waterbölles zum Vergleich: 1.300). Und auch mobile Endgeräte von Smartphones und Tablets werden zunehmend für Bahngeschäfte genutzt. Hier liegen die jährlichen Transaktionen inzwischen bei 320.000. Tendenz steigend.

Das Kerngeschäft: Die Klärung der Nutzungsmöglichkeiten

Leere Geschäfte an der Lenneper Straße. Fotos: Lothar Kaiser

Leerstände im Einzelhandel wegen bürokratischer Hürden?“, fragte der Waterbölles am 13. Januar, nachdem die Bezirksvertretung (BV) Süd gähnende Schaufensterscheiben an der Lenneper Straße beklagt hatte. Deshalb wolle man zur nächsten Sitzung Ingo Lückgen (Foto links) einladen, seit dem 1. Oktober 2014 Leiter der Abteilung Wirtschaftsförderung und Liegenschaften der Stadt. So geschehen am Mittwochnachmittag, als die BV in den Räumen des Alevitischen Vereins am Zentralpunkt tagte. Lückgen hatte die Leerstände an der Lenneper Straße, der oberen Burger Straße und der Bismarckstraße zwischen Zentralpunkt und Unterführung in der Zwischenzeit nachgewählt und war auf 32 gekommen. Mit so viel hatten die BV-Mitglieder gar nicht gerechnet; sie zeigten sich überraschtIngo Lückgen..

Was dagegen zu tun sei? Die Initiative müsse von den Hauseigentümern ausgehen, war die Antwort des Wirtschaftsförderers, dessen Abteilung 4,5 Planstellen hat. Die Eigentümer könnten Makler beauftragen oder selbst im Internet oder in einer Tageszeitung inserieren. Im Internet habe er allerdings nur vier Inserate gefunden, und an den 32 leerstehenden Ladenlokalen auch nur in zwölf Fällen eine Notiz, auf welchem Wege Interessenten sich mit dem Hausbesitzer in Verbindung setzen könnten.

Gerne stelle seine Abteilung die Verbindung her zwischen Interessenten und Vermieten, fuhr Lückgen fort. Aber sie könne keinen Einfluss ausüben auf die Angebotsstruktur (freies Spiel der Kräfte). Wohl aber könne die Abteilung bei der Klärung der Nutzungsmöglichkeiten eines Ladenlokals helfen, je nach Bedarf zusammen mit Bauaufsicht und Stadtplanung. Lückgen: „Das ist unser Kerngeschäft!“

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