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Notunterkünfte Pestalozzi und Hölterfeld bald dicht

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Die Bezirksregierung  Düsseldorf hat die Notunterkünfte Remscheid I – Leverkuser Straße -  und Remscheid II – Unterhölterfelderstraße -  zum 31. März gekündigt. Zum 1. April gibt sie damit die ehemaligen Schulgebäude, die Remscheid seit dem Sommer vergangenen Jahres  für das Land NRW als Notunterkünfte betreibt, an die Stadt zurück. Die Anwohnerschaft der beiden Notunterkünfte wird hierüber noch heute per Briefeinwurf an die Haushalte informiert.

Nur die Notunterkunft Remscheid III – Tersteegenstraße  - steht weiterhin als Landeseinrichtung zur Unterbringung von maximal 250 flüchtigen Menschen zur Verfügung. Die rund 1.360 Flüchtlinge, die Remscheid aktuell fest zugewiesen sind und hier auf den Ausgang ihres Asylverfahrens warten, leben wie bisher in einer der fünf bestehenden Übergangsheime – das sind Schwelmer Straße, Wülfingstraße, Klauser Delle 6, Klauser Delle 8 und Talsperrenweg. Für die Unterbringung dieser Menschen hat die Stadt außerdem rund 260 Wohnungen über das Stadtgebiet verteilt angemietet. Voraussichtlich Anfang April wird ein weiteres – sechstes – Übergangswohnheim fertig gestellt: In der Oberhölterfelder Straße 54 bis 56 werden rund 130 Menschen in einer modernen Wohnanlage mit 25 separaten Wohneinheiten für fest zugewiesene Flüchtlinge leben können. Informationen hierzu publiziert die Stadt zeitnah.

Wann das ehemalige Schulgebäude der Hauptschule Hölterfeld so hergerichtet ist, dass es wieder genutzt werden kann wie zuvor, ist noch ungewiss. Gleiches gilt für die Frage, wann der Umbau der ehemaligen Pestalozzi-Schule, die im Zuge der DOC-Realisierung als Schulstandort für die Katholische Grundschule Am Stadion vorgesehen ist, beginnt. Die Bezirksregierung Düsseldorf will in den nächsten Wochen klären, wie die Abwicklung der Gebäuderückgabe mit Rückgabe von Einrichtungsgegenständen, möglichen Rückbauten und Renovierungen erfolgen soll.

Die ehemalige Pestalozzi-Schule in der Leverkuser Straße war erstmals am 21. Juli 2015 Notunterkunft für insgesamt 150 flüchtige Menschen geworden. Nach Aufforderung der Bezirksregierung Düsseldorf hatte Remscheid auf dem Wege der Amtshilfe nach dem Verwaltungsverfahrensgesetz des Landes Nordrhein-Westfalen die Menschen aufgenommen. Am 8. September 2015 zogen weitere 162 flüchtige Menschen in der Notunterkunft Hölterfeld ein. Die Menschen hier unterzubringen bedeutete nicht nur den Wegfall der Doppelsporthalle für den Sport- und Trainingsbetrieb von Schul- und Vereinssport. Auch der Volkshochschulbetrieb musste mit seinem Lehr-Angebot für Menschen ohne Bildungsabschluss an den Schulstandort Bökerhöhe ausweichen. Schließlich mussten auch rund 500 Schülerinnen und Schüler der 8. Jahrgangstufen weichen, die im Rahmen des Landesprogramms "Kein Abschluss ohne Anschluss" in dem ehemaligen Schulgebäude Hölterfeld projektbezogene Unterstützung zur Berufsorientierung erhalten sollten. Dieses wichtige Projekt wurde stattdessen in den leerstehenden Räumen der ehemaligen städtischen Galerie in der Scharffstraße durchgeführt.

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