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Stadtspitze denkt an Kooperationen mit der Akademie

Über das vielfältige Angebot der Akademie Remscheid informierten gestern deren Fachbereichs- und Abteilungsleiter den Remscheider Verwaltungsvorstand. Vor dem Hintergrund anhaltender Flüchtlingszuströme stellt sich für Städte und Gemeinden die Frage nach dem Umgang mit kultureller Diversität und der Sicherung kultureller Teilhabe. Den Möglichkeiten verstärkter Kooperationen in der kulturellen Bildung galt der gestrige Gedankenaustausch. Dabei stellte der Verwaltungsvorstand die außerordentliche Bedeutung des weit über die Landesgrenzen hinaus anerkannten und auch international agierenden Bildungsinstituts für unsere Stadt heraus.
Die Akademie Remscheid, die seit ihrer Gründung im Jahr 1958 ihren Sitz im Ortsteil Reinshagen hat, ist zentrales Institut für kulturelle Kinder- und Jugendbildung der Bundesrepublik Deutschland und des Landes NRW. Als Fortbildungsakademie für Fachkräfte der Jugend, Sozial-, Bildungs- und Kulturarbeit ist sie eine anerkannte Einrichtung der Kinder- und Jugendförderung und qualifiziert im gesamten Themenspektrum der Kulturellen Bildung. Seit 2015 ist sie unter der Schirmherrschaft der UNESCO nationales Observatory in dem europäischen Netzwerk „European Network of Observatories in the Field of Arts and Cultural Education“.

"Buddys" gegen Alkohol, wo Gespräch noch möglich ist

Was haben in diesem Jahr der Karneval im Festzelt in Lennep, der Rosenmontagszug (8.2.), die Mai-Kirmes auf dem Schützenplatz in Remscheid (22.4.), „Housepark“ im Stadtpark (4.6.), das „Löwenfestival auf dem Rathausplatz (donnerstags vom 14.7. bis 18.8.) und die AGOT-Party „RS United“ im Stadtpark (3.9.) gemeinsam? Den Einsatz von „Buddys“ ab 18 Jahre. Der Begriff steht im Englischen für Freund oder Kumpel. Seit 2011 schult die Fachstelle Sucht des Diakonischen Werkes in Kooperation mit der Stadt Remscheid junge Erwachsene in dieser besonderen Form der Alkoholprävention: Die „Buddys“ sollen bei öffentlichen Festen die Veranstalter dabei unterstützen, dass es friedlich und fröhlich bleibt, auch wenn Alkohol ausgeschenkt wird. Sie sollen Gleichaltrigen und jüngeren Jugendlichen Rat geben oder helfen, wenn zu viel getrunken wird, andere Drogen im Spiel sind oder der Jugendschutz nicht eingehalten wird. Vor allem dort, wo Ältere als „Spießer" oder „Besserwisser" nicht gehört würden, sollen „Buddys“ durch Gespräche auf Augenhöhe frühzeitig Konflikte vermeiden oder Eskalationen entschärfen helfen. Sie sind stets mindestens zu zweit unterwegs und stehen in Verbindung mit den Ordnungskräften.

In diesem Jahr nehmen an dem Remscheider „Buddy“-Projekt fünf Studenten/innen aus Wuppertal innerhalb eines studienbegleitenden Praktikums teil und zwei Schüler/innen des Käthe-Kollwitz-Berufskollegs sowie zwei Studentinnen der Sozialen Arbeit aus Düsseldorf als Ehrenamtliche. In der Beratungsstelle des Diakonischen Werkes wurden die inzwischen geschulten jungen Leute gestern von Fachleuten (Fachdienst Jugend, Soziales und Wohnen der Stadt, Polizei, Suchtberatung etc.) auf ihren Einsatz am Rosenmontag in Lennep und die weiteren Einsätze in 2016 eingestimmt. Bernd Liebetrau, Leiter der Fachstelle Sucht des Diakonischen Werks Remscheid: „‚Buddys‘ sind Bestandteil eines Präventionskonzeptes, das dort ansetzt, wo Verhalten noch veränderbar ist. Wo Jugendliche über ihren Konsum zum Nachdenken angeregt werden und sich teils spielerisch mit den Folgen auseinandersetzen können. Dazu gehören etwa Rauschbrillen oder Alkoholquiz.“ Liebetrau und Sandra Schwabe vom städtischen Fachdienst Jugend, Soziales und Wohnen leiten die in verschiedene Module unterteilten Schulungen der „Buddys“. Dazu gehören „Das Leben feiern - aber richtig!“, „Stress - Aggressivität und Gewalt“ und „Werkzeuge guter Gespräche“.

2012 kamen in Remscheid die ersten geschulten, ehrenamtlich tätigen „Buddys" zum Einsatz, meist bei Veranstaltungen, auf denen  der Alkoholpegel noch niedrig war oder im Vorfeld über Alkoholkonsum und seine Folgen diskutiert werden konnte. Seit August 2015 gehören die „Buddys“ zum Projekt „HaLT“, das aus zwei Bausteinen besteht. Im reaktiven werden Jugendliche mit riskantem Alkoholkonsum / nach Alkoholvergiftung und ihre Eltern meist noch im Krankenhaus angesprochen (die Fachstelle Sucht des Diakonischen Werkes hat eine entsprechende Kooperationsvereinbarung mit dem Sana-Klinikum). Zusätzlich zu diesen Einzelberatungen erfolgt eine Auseinandersetzung mit dem riskanten Konsumverhalten im Rahmen eines Gruppenangebotes. Hinzu kommen weitere Schnittstellen, um Jugendliche mit riskantem Alkoholkonsum frühzeitig zu erreichen (z.B. Jugendberufshilfe, Ärzte, Schulsozialarbeit oder Justiz). Der proaktive Baustein ist das „Buddy“-Projekt.

Optimierung der Kläranlage Burg auf der Agenda

Pressemitteilung des Wupperverbandes

In seinen Kläranlagen setzt der Wupperverband Prozess- und Energieoptimierungsmaßnahmen um. Im Zeitraum 2013 bis 2020 will der Verband jährlich durchschnittlich rund 10,5 Mio. Euro in die Modernisierung der Kläranlagen investieren. Schwerpunkte sind die biologische Reinigungsstufe der Kläranlage Buchenhofen, die energetische und verfahrenstechnische Optimierung der Kläranlage Burg und die Sanierung der Kläranlage Marienheide. In die Anlage in Burg fließen auch Remscheider Abwässer.

Korrosionsschutzarbeiten an Brücke haben begonnen

Pressemitteilung der Deutsche Bahn AG

Nachdem die Sanierungsarbeiten an der Müngstener Brücke, mit 107 Metern höchsten Eisenbahnbrücke Deutschlands, mit dem Austausch der 28 Rollenlager im vergangenen Jahr abgeschlossen wurden, hat die Deutsche Bahn nunmehr mit den Korrosionsschutzarbeiten begonnen. Hierfür müssen rund 50.000 Quadratmeter der Brückenkonstruktion strahlentrostet und anschließend beschichtet werden. Für die Entrostung werden 4.000 Tonnen Strahlmittel verwendet. Die anschließende Beschichtung erfolgt in jeweils vier Arbeitsgängen mit insgesamt rund 100 Tonnen Beschichtungsmaterial.

Die unter strengen Umwelt- und Arbeitsschutzauflagen durchzuführenden Arbeiten werden voraussichtlich bis 2018 dauern und werden im Regelfall nur tagsüber an Werktagen ausgeführt. Zeitweise werden Schutztunnel errichtet und Wanderwege abgesperrt. Trotz des Einsatzes modernster Arbeitsgeräte ist Baulärm leider nicht zu vermeiden. Die Deutsche Bahn wird den Baulärm auf das unbedingt notwendige Maß beschränken und bittet die Anwohner um Verständnis für die mit den Arbeiten verbundenen Unannehmlichkeiten. Bis zum Abschluss der gesamten Sanierung des 116 Jahre alten, denkmalgeschützten Bauwerks werden rund 30 Millionen Euro in die Grundsanierung der Brücke investiert.

"Absolut schleierhaft" & "in keiner Weise nachvollziehbar"

Offener Brief des Heimatbundes Lüttringhausen e.V. an den
Zentraldienst Stadtentwicklung, Wirtschaft und Liegenschaften – ZD 0.12 – der Stadt Remscheid

Sehr geehrte Damen und Herren,
im Rahmen der ersten Offenlage des Bebauungsplanes Nr. 657 – DOC Lennep – hatten wir mit Schreiben vom 26.5.2015 angeregt, im Zuge des bei einer Realisierung des DOC Lennep erforderlich werdenden Aus- und Umbaus der Lüttringhauser Straße und der Autobahnanschlussstellen einen Radweg einzuplanen. Dieser Radweg würde nicht nur einen späteren Anschluss an die „Balkantrasse“ von Lüttringhausen aus ermöglichen, sondern auch eine weniger gefahrvolle Radwegeverbindung zwischen Lüttringhausen und Lennep herstellen. Mit Schreiben vom 23.12.2015 teilten Sie uns mit, dass der Rat der Stadt Remscheid unter Beteiligung u.a. der Bezirksvertretung Lüttringhausen unsere Anregung abgelehnt hat.

Diese Ablehnung wird wie folgt begründet: „Die vorgeschlagene Fortführung des Radwegs „Balkantrasse“ in Richtung Blume ist nicht Gegenstand des hier vorliegenden Bauleitplanverfahrens und wird auch durch diese nicht tangiert.“ Diese Begründung ist für uns in keiner Weise nachvollziehbar, denn wir haben lediglich die Anlage eines Radweges im Zuge der erforderlich werdenden Aus- und Umbauarbeiten eines Teilstücks der Lüttringhauser Straße und der Autobahnanschlussstellen angeregt. In der heutigen Zeit müsste es eine Selbstverständlichkeit sein, im Zuge des Neu- und Umbaus stark belasteter innerstädtischer Straßen Radwege – oder alternativ kombinierte Rad- und Fußwege – anzulegen. In diesem Zusammenhang verweisen wir auf die jetzt aktuell von der Stadt Remscheid veröffentlichte Broschüre „Mobilität in Remscheid“, in der u.a. die steigende Bedeutung und die positiven Auswirkungen des Radverkehrs auch für Remscheid hervorgehoben werden.

Weiter wird in der Begründung zur Ablehnung der Anlage eines Radweges ausgeführt: „Ebenso ist im Zusammenhang mit der Realisierung des DOC-Lennep kein Ausbau der Lüttringhauser Straße erforderlich und vorgesehen. Aus diesem Grunde wird im Zusammenhang mit der hier vorliegenden Bauleitplanung die Integration eines möglichen Radwegs in der Lüttringhauser Straße nicht berücksichtigt.“ Wie Sie zu der Aussage gelangt sind, dass im Zusammenhang mit der Realisierung des DOC kein Ausbau der Lüttringhauser Straße erforderlich und vorgesehen sei, ist uns absolut schleierhaft. In dem Verkehrsgutachten zur verkehrlichen Anbindung des DOC kommt der Autobahnanschlussstelle an der Blume und des entsprechenden Teilstücks der Lüttringhauser Straße eine Schlüsselrolle zu. Denn laut Gutachten sollen über 60 Prozent des ankommenden und abfließenden DOC-Verkehrs über diese Anschlussstelle und des Teil-stücks der Lüttringhauser Straße abgewickelt werden. Der Verkehrsgutachter hat u.a. in diesem Bereich einen bis zu 5-spurigen Ausbau der Straße vorgeschlagen. Der beauftragte Gutachter Dr. Weiser hat uns gegen über im Übrigen die Anlage eines Radwegs in diesem Bereich befürwortet.

Im Rahmen der erneuten Offenlage des Bebauungsplanes sprechen wir die Erwartung aus, dass sich der Rat der Stadt Remscheid und die Bezirksvertretung Lüttringhausen mit unserer Anregung ernsthaft auseinandersetzen und im Sinne unseres Antrages eine Entscheidung treffen werden. Eine Kopie dieses Schreibens haben der Oberbürgermeister, der Bezirksbürgermeister von Lüttringhausen, die Ratsfraktionen/Gruppen und die Medien erhalten.

Mit freundlichen Grüßen
HEIMATBUND LÜTTRINGHAUSEN E.V.
Peter Maar
Vorsitzender

Sängerfahrt wird nach Bad Kreuznach führen

Der Lüttringhauser Männerchor bei seinem Auftritt im Straßburger MünsterPressemitteilung des Lüttringhauser Männerchor von 1855

Auch für dieses Jahr haben sich die Sänger des Lüttringhauser Männerchores 1855 ein umfangreiches und vielfältiges Veranstaltungsprogramm vorgenommen. Insgesamt 15 Termine sind eingeplant, von der internen Karnevalsfeier am kommenden Samstag im Vereinsheim über die Teilnahme am Lüttringhauser Treff, dem Lüttringhauser Weihnachtsmarkt oder auch dem Sommerfest von Haus Clarenbach bis hin zur Mitwirkung an den Heimatspielen oder dem Offenen Adventssingen an der kath. Kirche - die Sänger wollen wieder allerlei auf die Beine stellen. Zu den Höhepunkten im diesjährigen Vereinsgeschehen gehören aber zweifellos die dreitägige Sängerfahrt, die nach Bad Kreuznach führen wird (mit der Kurverwaltung ist ein Auftritt des Chores im „Hauses des Gastes“ vereinbart), die Teilnahme am Gemeinschaftskonzert der Lüttringhauser Chöre und das 161. Stiftungsfest des Chores.

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Unterhalb von Ueberfeld standen viele Kotten und Mühlen

Arbeiten am Naßschleifstein. Repro: G: SchmidtErstmals erwähnt wurde der Busenhammer 1623 als der Hammer "Wittib säligs Melchiors (Clarenbach) zu Querfeld" (Überfeld). 1692 Tauchte er als Reckhämmerchen von Zensis (Clarenbach) zu Überfeld auf. Er ist aber auch erwähnt als "oberste Froweinsmühle", die zugehörige Jahreszahl leider nicht. 1829 ist Isaak und Peter Busen die Eigentümerschaft nachgewiesen. In normalen Zeiten brachten die Wasserläufe und Sprünge des (unterhalb der Ueberfelder Höhen ins Diepmannsbachtal fließenden) Rotzkotter Bachs genügend Wasser, und mancher Schmied und Schlosser, der Eisen schweißen und stanzen ließ, wanderte zum Tal hinunter, wo er in dem Hammer seine Arbeit hergestellt bekam - mit „zwei oberschlächtigen Wasserräder, einem Hammer und einem Gebläse, von Mai bis November nicht täglich, im Schnitt 1/2 Tag von August bis Dezember". 1867 ist der Hammer beschrieben als "Hammerwerk am Rotzkotter Bach von Alexander Rottsieper,. neun PS".

Bis 1890 war der Stahl-Raffinier-Hammer noch in Betrieb, zuletzt für die Erben Reinshagen. Dieses Gebäude wurde 1890 von der Firma Wülfing und Sohn angekauft und niedergelegt. Die Abwässer der damals gebauten Wülfing- Fabrik ließen ein weiteres Arbeiten nicht mehr zu. 1926 waren nur noch Stützmauerreste zu sehen, die heute auch verschwunden sind. Die Teichdämme wurden damals erhöht und die Teiche für die Fischzucht verwendet. Der Standort des alten Hammers ist durch das überwuchernde Strauchwerk nicht wiederzufinden. Insgesamt war die Firma Wülfing auch nur an dem Wasserreservoir interessiert, wie es auch bei allen anderen Aufkäufen zu beobachten ist.

Buchholzer Mühle. Foto: Peter Dominik Die Buchholzer Mühle tauchte in Rechnungen 1750 auf. Sie lag am Talbeginn des Überfelder Bachs und wurde "oberfeldische Walkmühle" genannt. Damaliger Besitzer war Diedrich Frielinghaus. Spätere Eintragungen ohne Jahreszahlen sagen aus, dass sie eine Walkmühle zu Buchholz, eine Knochen- und Schleifmühle von Rath und zuletzt eine Tuchfabrik war. 1800 ist dann wieder eine Eintragung der "Oberfeldischen Walkmühle auf Oberfelderbach von Buchholz" (Überfeldbach) vermerkt.

Bauer. Repro: G. Schmidt1828 erfolgte ein Besitzerwechsel an Johann Carl Rath zu Lüttringhausen. Auch hier ist wieder der Doppelkotten erwähnt, der einerseits als Knochenmühle und andererseits als Schleifkotten fungiert. Ein weiteres Jahr später (1829)  steht die Knochenmühle still, und der Schleifkotten ist verpachtet an Engelbert Berger und Daniel Pickardt auf Stursberg. Zu dieser Zeit sind ein oberschlächtiges Wasserrad angegeben, in der Knochenmühle ein Tag mit drei Stampfen und im Kotten zwei Steine, die aber meist nur einen Tag in der Woche betrieben werden können. 1836 beantragt Karl Knapp als neuer Besitzer den Betrieb einer Dampfmaschine, wobei 1837 erstmalig der Name Karl Knapp mit der bereits umgebauten Walkmühle im Zusammenhang steht, wobei ein oberschlächtiges Wasserrad, vier Scher- und Rauhmaschinen und vier Maschinen zugleich die Appretur der Tücher vornehmen.

Schleifer. Repro: G. Schmidt1856 ist die Spinnerei Schmitz & Hackenberg beteiligt, danach wurde sie von Lambeck & Stockter (die Gattin des Herrn Lambeck war eine geborene Stockter aus Remscheid) gepachtet. Die letzte Eintragung ist von 1864 als Tuchfabrik von Karl-Wilhelm Knapp am Rotzkotterbach. In diesem Jahr ist die Buchholzer Mühle bis auf die Grundmauern abgebrannt. Lange Jahre waren noch Reste des Maschinenhauses zu sehen. An dem Gebäude vorüber führte ein Fußweg, den die Bewohner von Überfeld stets auf ihrem Gang nach Lennep benutzten und der am Westerholt vorbeiführte.

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Das neue Duo an der Spitze der Volksbank

Der Aufsichtsrat der Volksbank Remscheid-Solingen eG hat wie erwartet Andreas Otto zum neuen Vorstandsvorsitzenden bestellt. Er trat damit zum 1. Januar die Nachfolge von Frithjof Grande an, der in den Ruhestand gegangen ist. Mit ihm zusammen hatte Otto seit Juli 2004 den Vorstand der bergischen Bank gebildet. Wie Grande wird Otto künftig schwerpunktmäßig den Vertriebsbereich verantworten. Lutz Uwe Magney, vom Aufsichtsrat neu in den Vorstand berufen, ist dort für IT, Controlling, Rechnungswesen und Banksteuerung zuständig.

Ein drittes Vorstandsmitglied (kurze Episode in 2014) werde es in den nächsten Jahren  wohl nicht geben, sagte Andreas Otto gestern auf Nachfrage in der Pressekonferenz, auf der der neue Vorstand seine Pläne vorstellte. Dabei gehe es um keinen „Riesenschritt“, wohl aber um den weiteren Ausbau des Filialnetzes im Bergischen Land und darüber hinaus in die Rheinebene Richtung Köln und Düsseldorf. Schon jetzt ist die Volksbank über den Stammsitz Remscheid hinaus auch im Rheinisch-Bergischen Kreis (in Burscheid und Blecher), im Oberbergischen Kreis (Wermelskirchen, Hückeswagen, Radevormwald), im Kreis Mettmann (Hilden, Haan, Velbert) sowie in Wuppertal und Velbert vertreten. „Die Lücken, die unsere Mitbewerber womöglich freimachen, werden wir besetzen“, kündigte der neue Vorstand an. Damit war nicht nur die Stärkung bisheriger Standorte gemeint (aktuell durch Neubauten in Hilden und Hückeswagen), sondern die Volksbank will offenbar  auch die „Speckgürtel“ von Köln und Düsseldorf in den Focus nehmen. Denn: „Dort wird noch Wachstum generiert, tummeln sich viele Bauträger“,  wie Otto erklärte. Und auch in Ohligs würden größere Bauprojekte realisiert. Davon verspricht sich die Volksbank ein weiteres Wachstum ihres mittelständischen Kreditgeschäftes.

In der gegenwärtigen Niedrigzinsphase, deren Ende noch nicht abzusehen ist, rätseln viele Anleger, wie sie mit ihrem Kapital überhaupt noch Rendite erzielen sollen. Das lässt dann selbst konservativste Investoren an Aktienkäufe denken. „Nicht verkehrt“, meinte Andreas Otto gestern. „Aber dann sollte man nicht von einem kurzfristigen Engagement ausgehen!“ Eine weitere Anlage-Alternative könnte der Wohnungsbau sein. In den Ballungszentren seien allerdings die Preise inzwischen so gestiegen, dass sich das kaum noch rechne. Für Remscheid gelte das allerdings noch nicht. Wohl auch deshalb investiert die Volksbank derzeit in Remscheid zwei Millionen Euro in die Bebauung des ehemaligen Förderschulgeländes am Holscheidsberg. Dort wird u. a. eine Kindertagesstätte für 80 Kinder entstehen, an die Stadt Remscheid vermietet für zunächst 20 Jahre. Und weitere Immobilien-Projekte schließt der Volksbank-Vorstand nicht aus. Andres Otto: „Wir wollen Bewährtes bewahren, gleichzeitig aber auch der Zukunft zugewandt sein!“ Der Slogan der Bank – „Vertraut, Verbunden, Verlässlich“ – wirke auf einige Menschen vielleicht ein wenig altertümlich, aber: „Dazu stehen wir als Regionalbank wirklich!“ Auch an den „direkten Wegen“ zwischen Bankers und Kunden  werde festgehalten.

Andreas Otto (51), geboren in Gelsenkirchen, studierte Jura in Bochum und kam nach dem Abschluss 1. und 2. Staatexamen am1. Januar 2001 zur Volksbank. Am 1. September 2002 wurde er zum Generalbevollmächtigten ernannt, zuständig für das Firmenkundengeschäft. Otto ist verheiratet und lebt mit seiner Frau und den drei Töchtern im Alter von 18 Jahren in Remscheid. Lutz Uwe Magney (61) wurde in Wilhelmshaven geboren. In der Volksbank Remscheid-Solingen eG absolvierte er ab 1971 seine Ausbildung und arbeitete dort als Dipl. Bankbetriebswirt (ADG) bis 1987. Es folgten drei Jahre bei der Spar- und Darlehnskasse Köln-Merkenich eG; dann kehrte Magney zur Volksbank zurück. Deren Bevollmächtigter wurde er am  1. April 2000. Seit 30 Jahren wohnt Magney mit seiner Frau in Reinshagen. Für beide Vorstandsmitglieder ist Sport kein Fremdwort. Andreas Otto ist aktiver Tennisspieler beim TC Blau-Weiss Remscheid. In seiner Schul- und Studienzeit spielte er Essen und Wuppertal in der zweiten Volleyball-Bundesliga. Lutz Uwe Magney ist nacch eigenen Worten ein begeisterter Radfahrer und passionierter Segler.

Die Mitglieder des Aufsichtsrates, der über die beiden Vorstandsmitglieder beschloss, sind Thomas Schäfer, Roger Wildemann, Lothar Brakat, Prof. Dr. Mark Christof Ebbinghaus, Klaus Fischer, Markus Heynen, Bernd Koch, Peter Kochenrath und Paul Westeppe. Über die Zusammensetzung des Aufsichtsrates entscheidet die Vertreterversammlung, die alle vier Jahre neu gewählt wird. Bei der Wahl der Vertreter besitzt jedes Genossenschaftsmitglied eine Stimme - unabhängig davon, wie viele Geschäftsanteile der Volksbank es besitzt.

Zwei Beispiele für vielfältige Flüchtlingshilfe

Hilfe für Flüchtlinge gibt es in vielfältiger Form. Da wäre etwa die Online-Zeitung "Hier in Wiesbaden"  Darin erklärt die hessische Landeshauptstadt – weitaus finanzstärker als Remscheid – den Flüchtlinge in einfachem Deutsch u  a. deutsche Gepflogenheiten. Beispiel Nr. 2: Waterbölles-Leser Heinz Majewski fiel die kostenlose Smartphone-App auf, die die Diakonie Niedersachsen Flüchtlingen anbietet, die Deutsch lernen möchten (http://www.ekd.de/aktuell/edi_2016_01_22_sprachapp.html). Bis zu 800 häufig benutzte Vokabeln kann die Anwendung in 52 Sprachen übersetzen – und ermöglicht den Neuankömmlingen so, selbstständig Deutsch zu üben. Das System baut auf ein ursprünglich kostenpflichtiges Lernprogramm auf. Der Goethe Verlag hat es für die Flüchtlinge gespendet, die Diakonie investierte noch einmal 13.000 Euro und ließ das Programm um zwei Sprachen – das in Eritrea gebräuchliche Tigrinya und Paschtu, das unter anderem in Afghanistan gesprochen wird – erweitern. Die App läuft auf allen Android-Handys – nach Erhebungen der Diakonie werden solche von 80 Prozent der Flüchtlinge benutzt. Sie kann kostenlos heruntergeladen werden und funktioniert dann auch ohne Internetzugang. Die App mit dem Namen "German for refugees" (4,6 von 5 Sternen)ist mit dem Symbol einer roten Sprechblase und der Zahl 50 im Google Play Store zu finden.

Dr. Oliver Kempkes an der Spitze der Wijus

Die Remscheider Wirtschaftsjunioren bleiben auch 2016 aktiv: Bewährte Projekte werden fortgesetzt, Neues in den Arbeitskreisen ausprobiert. Das erläuterten die Wijus vor wenigen Tagen bei ihrem traditionellen „Kamingespräch.

  • Das Projekt Wortschatz dient der Förderung von Kindern vornehmlich der fünften und sechsten Klassen aller Schulformen, die sich mit der deutschen Sprache schwertun, für die aber im normalen Unterricht meist keine Zeit bleibt.
  • Wirtschaft erleben: Die vierte Auflage dieses Tags der offenen Tür der Remscheider Wirtschaft ist für Samstag, 21. Mai, geplant. Für Jugendliche eine gute Chance, potentielle Ausbildungsbetriebe kennenzulernen und sich dort vorzustellen. Die neue Service-Telefonnummer für interessierte Firmen: RS 593395.
  • Der Remscheider Ausbildungsmarkt, den die Remscheider Schulen zusammen mit den Wirtschaftsjunioren Remscheid alle zwei Jahre organisieren, ist mittlerweile eine Institution für alle Schulabgänger. Mehr als 80 Ausbildungsbetriebe, Institutionen und Verbände, Universitäten und Hochschulen präsentieren sich beim „RAM“; Experten referieren über die unterschiedlichsten Berufsbilder.
  • Der KnowHow-Transfer zwischen den Wirtschaftsjunioren und der Stadtverwaltung wird auch in diesem Jahr fortgesetzt; er soll dazu dienen, das jeweilige Arbeitsumfeld gegenseitig näher kennenzulernen und ein Verständnis für die unterschiedlichen Rahmenbedingungen der Arbeit in einer Verwaltung und der freien Wirtschaft zu entwickeln.
  • Im Projekt „company lessons“ werden Vertreter der Wirtschaft zu Lehrern. Im Rahmen regulärer Schulstunden vermitteln sie Schüler/innen praktisches Wirtschaftswissen und geben Einblicke in die Berufsbilder „ihrer“ Unternehmen. Das Pilotprojekt im Jahr 2014 zusammen mit der Albert Schweitzer Realschule war so erfolgreich, dass „company lessons“ nun auch an anderen Schulen angeboten werden soll.

Den Vorstand der Remscheider Wirtschaftsjunioren  bilden 2016 Dr. Oliver Kempkes (1. Vorsitzender), Dipl.-Kfm. Gero Hübenthal (2. Vorsitzender) und Annika Beckmann (3. Vorsitzende).

Dickes Lob für schnelle Schadensabwicklung

von Bernhard Dehler

Bei aller Kritik an der vermeintlich schwerfälligen Stadtverwaltung bzw. den Technischen Betrieben Remscheid (TBR) - heute ist mal ein dickes Lob fällig. Gegen 9.15 Uhr hatte sich ein schwerer Sattelzug an der Ecke Geibel-/ Goethestr. derart festgefahren, dass er nur unter Umsetzen parkender Fahrzeuge und Überfahren des Gehweges wieder frei kommen konnte. Dabei drehte sich ein Hinterrad des Aufliegers auf dem Bürgersteig horizontal so gedreht, dass eine unfallträchtige Kuhle mit herausgerissenem Mosaikpflaster entstand. Gegen 10.15 Uhr habe ich einem Bearbeiter der TBR diese Situation auf seiner Sprachbox mitgeteilt. Gegen 11.15 Uhr wurden von mir noch zwei Fotos der Schadstelle und Fakten zum Hergang nachgereicht und auf die Unfallträchtigkeit hingewiesen.

Und jetzt kommt's: Gegen 12 Uhr sehe ich zufällig aus dem Fenster und muss feststellen, dass die Gefahrenstelle bereits beseitigt ist. Alle Achtung! Herzlichen Dank für diese vorbildliche und schnelle Gefahrenabwehr. Ich bin der Meinung, dass eine so schnelle Schadensabwicklung ruhig mal der Öffentlichkeit mitgeteilt werden darf.

Im Juli nur eine Übung, gestern plötzlich Realität

Notfallübung galt dem Zusammenspiel der Akteure“, überschrieb der Waterbölles am 27. Juli 2015 seinen Video-Bericht über den groß angelegten Übungseinsatz von Feuerwehr Remscheid, DB Netz AG Und Abellio, dem Bettreiber des „Müngsteners“. Das Szenario damals: Am Bahnübergang Alexanderstraße / Blumentalstraße ist ein Zug der S7 mit einem Kleintransporter zusammengestoßen. Mehrere eingeklemmte Personen müssen mit Rettungsgeräten aus den Unfallfahrzeugen befreit  und zahlreiche Verletzte versorgt werden.

Nachdem gestern gegen 18.10 Uhr an eben dieser Stelle aus bislang ungeklärter Ursache ein Abellio-Zug mit einem Pkw kollidiert war, bot sich den alarmierten Einsatzkräften zum Glück ein weitaus weniger dramatisches Bild als bei der Übung vor sieben Monaten. Denn die Aufprallgeschwindigkeit des Zuges war relativ gering, so dass der Pkw-Fahrer nur leicht verletzt wurde und sein Fahrzeug selbstständig verlassen konnte. Er wurde durch den Rettungsdienst der Feuerwehr versorgt und zur weiteren Behandlung mit dem Rettungswagen in das SANA-Klinikum transportiert. Die zahlreichen Reisenden der S-Bahn S7 blieben glücklicherweise ausnahmslos unverletzt.

Bei dem Zusammenstoß wurde der Pkw von der Bahn auf das Gleisbett geschoben, von wo ein Bergungsunternehmen ihn gegen 19 Uhr abschleppte. Bis dahin war die Bahnstrecke zwischen Remscheid und Solingen sowie die Blumenthalstraße im Bereich des Bahnübergangs voll gesperrt. Nach Abtransport des Pkw konnte der Zug seine Fahrt zum Remscheider Hauptbahnhof fortsetzen, wo Fahrgäste ausstiegen. Für deren Weiterreise hatte Abellio einen Schienenersatzverkehr organisiert. (Nach dem Unfallbericht der Feuerwehr Remscheid)