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Bei zwei VHS-Stellen keine Wiederbesetzungssperre

Einstimmig haben die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses vorgestern bei zwei Stellen der Volkshochschule der Aufhebung der bei freigewordenen Planstellen üblicherweise vorgeschriebenen sechsmonatigen Wiederbesetzungssperre zugestimmt. Es ging zum einen um die Bereichsleitung Schulische Abschlüsse  zum 1.1.2017; der derzeitige Stelleninhaber scheidet altersbedingt zum Jahresende aus dem Dienst aus. Zum anderen geht es um die Nachbesetzung einer Sachbearbeiterstelle in der VHS-Kursorganisation zum 1.1.2017. Die bisherige Stelleninhaberin hatte zum 1.8.2016 innerhalb der Verwaltung gewechselt, so dass gegenwärtig „erheblichen Schwierigkeiten“ bezüglich der Erstellung des Programmheftes für das 1. Semester 2017 bestehen; diese Arbeiten beginnen bereits im September und seien „im Wege der normalen Vertretungsregelung nicht realisierbar“.

Gemäß Weiterbildungsgesetz, §§ 11 und 13, sind Volkshochschulen in Städten mit mehr als 100.000 Einwohner/innen verpflichtet, zur Sicherstellung der Grundversorgung der Bevölkerung mit Weiterbildungsangeboten mindestens 6.400 Unterrichtsstunden jährlich durchzuführen. Um dies dauerhaft zu garantieren, erstattet das Land dem Träger im Rahmen besagten Pflichtangebots für je 1.600 Unterrichtsstunden die entstehenden Kosten einer pädagogisch hauptamtlich besetzten Stelle.  Eine Stelle gilt dabei nach § 8 als besetzt „wenn auf ihr eine vollzeitlich beschäftigte Person oder in entsprechendem Umfang mehrere teilzeitbeschäftigte Personen geführt werden.“ Konkret bedeutet dies, dass die unmittelbare Naschbesetzung der Bereichsleiterstelle „Schulische Abschlüsse“ notwendig, um das VHS-Pflichtangebot sowie den laufenden Unterrichtsbetrieb im Bereich der VHS-Schulabschlusskurse sicherzustellen. Eine Nicht-Wiederbesetzung würde sonst die Landesförderung der Stelle (derzeit 51.130 Euro pro Jahr) und weitere spezifische Fördergelder (knapp 95.000 Euro p.a.) gefährden, bezogen auf das VHS-Angebot im Bereich der schulischen Abschlüsse insgesamt.

Theoretisch zwei Feuerwachen und Schulen in Lennep

Pressemitteilung der Fraktion der Linken im Rat der Stadt Remscheid

Im September 2015 hat Stadtplaner Robin Denstorff auf Anfrage (15/1710) der Fraktion DIE LINKE zu der geplanten Verlagerung der Feuerwache mündlich mitgeteilt, dass die alte Wache während des Baus der neuen weiter genutzt werden könne. Planungsmittel stünden zur Verfügung. Einer aktuellen Pressemitteilung der Stadt ist nun zu entnehmen, dass die Umsetzung der Feuerwache und der Katholischen Grundschule in Lennep bereits im September auf den Weg gebracht werden soll. Bisher standen alle geplanten Verlagerungen unter der Prämisse der Realisierung des DOC resp. der Rechtskraft des B-Plans 657 und des Erhalts der Verkaufserlöse aus den Grundstücksverkäufen. Sollte nun, entgegen der ursprünglichen Entscheidungs- und Beschlussvorlagen, der Neubau beschlossen werden, gäbe es für Lennep einen Beschluss über den Bau einer zweiten Feuerwache und Schule obwohl dafür derzeit keine Notwendigkeit besteht. Die Fraktion DIE LINKE bittet in diesem Zusammenhang um die schriftliche Beantwortung der Frage, was die Verwaltung dazu veranlasst hat, die Planungen zu ändern?

Der Pressemitteilung ist weiter zu entnehmen: „Die Verlagerung der Grundschule ist möglich, da der bisherige Standort aufgegeben wird und vermarktet werden kann. Die KGS Am Stadion wird - wie geplant - in den Sommerferien ihren Standort wechseln.“. Werden die neuen Planungen gegenüber der Bezirksregierung damit begründet, dass auch ohne DOC die Flächen und Gebäude der Schule und Feuerwache vermarktet und veräußert werden können und somit nicht mehr im direkten Zusammenhang mit dem Bau des DOC stehen? Unter diesem Aspekt könnte mit der Vermarktung beider Gebäude frühestens nach Ablauf der Klagefrist Ende 2017 begonnen werden. Mit Blick auf das finanzielle Risiko, welches die Stadt durch diese neuen Planungen offensichtlich bereit ist einzugehen, gehen wir davon aus, dass auch im Fall der Nichtrealisierung des DOC bereits konkrete Planungen zur Nachnutzung beider Gebäude und Flächen bestehen. Welche sind das? (Die Anfrage soll am 1. September im Ausschuss für Stadtentwicklung, Wirtschaftsförderung, Energieeffizienz und Verkehr zur Sprache kommen) [Die nächste Sitzung der Bezirksvertretung Lennep ist am Mittwoch, 5. Oktober, um 17.30 Uhr im Deutschen Röntgenmuseum]

EWR setzt verstärkt auf Nutzung von Photovoltaik

Pressemitteilung der Stadtwerke Remscheid

Die Erneuerbaren Energien gehören wie der Netzbetrieb und der Vertrieb von Strom, Gas, Energiedienstleistungen und Wasser zu den Kerngeschäftsfeldern der EWR GmbH. Dabei setzt die EWR verstärkt auf die Nutzung von Photovoltaik sowie Wasser- und Windkraft sowie auf Energieeffizienz mit modernen Blockheizkraftwerken. Auch 2016 konnte das Geschäftsfeld Erneuerbaren Energien weiter wachsen. Erfolgreich verlaufen dabei u. a. die EWR-Beteiligungen Green GECCO GmbH & Co. KG und Thüga Erneuerbare Energien GmbH & Co. KG (THEE). Zwei neue Windparks (Windpark Teutschental / Wansleben und Windpark Külsheim) wurden in Kooperation mit der THEE in Betrieb genommen.„Die EWR baut ihre aktive Rolle auf den Gebieten der Energieeffizienz und der dezentralen Energieerzeugung weiter aus“, so EWR-Geschäftsführer Prof. Dr. Thomas Hoffmann. Ein zentrales Thema für den Remscheider Energiedienstleister sind dabei Blockheizkraftwerke (BHKWs). Das wichtigste Merkmal der BHKWs ist die gleichzeitige Erzeugung von Strom und Wärme (Kraft-Wärme-Kopplung). Der BHKW-Gasmotor erzeugt mit Hilfe eines Generators elektrische Energie. Die entstehende Wärme bei der Verbrennung im Motor wird über einen Wärmetauscher in einen Wärmespeicher oder direkt ins Nahwärmenetz abgeführt. Der dabei erzeugte Strom kann entweder in das öffentliche Netz eingespeist oder direkt beim Kunden genutzt werden. Der große Vorteil der BHKW-Anlagen liegt im hohen Wirkungsgrad von ca. 85 bis 90 Prozent, so dass große Mengen Energie und somit CO2 eingespart werden können.

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Skulptur stimmt auf „Weltbaustelle RS“ ein

Louis, Matthias, Joshua, Kyell, Lukas, Maohmad, Abdelra, Hmah, Gulhan, AI Hassa, Chiara, Linda, Dlenan, Rinan, Dijiu, Medine, Abdul, Rezan, Secire, Ahmed, und  Abed machten mit. Kinder der Offenen Ganztagsschulen Heinrich Neumann und Honsberg, eine Gruppe unbegleiteter Flüchtlinge aus der Caritas-Jugendwohngemeinschaft und die Remscheider Künstlerinnen Ute Lennartz-Lembeck und Dorota Feicht gestalteten während der Sommerferien in einem mobilen Kunstworkshop eine ganz besondere Skulptur:  Aus  ausgedienten Bankbohlen, selbst gefertigten Holzdübeln und ausgestattet lediglich mit den Primärfarben Rot, Blau und Gelb, entstand  das Wort „WELT“. Gestern wurde diese Skulptur im Foyer des Rathauses aufgestellt. Sie ersetzt dort die im Juni errichtete Installation aus bunten Steinen und weist auf die Veranstaltungsreihe „Weltbaustelle Remscheid“ hin. Ausgangspunkt der ersten Aktion waren Steinwürfe gegen Schaufensterscheiben („Lotsenpunkt“ in Lennep / Foto rechts unten, Dritte Welt-Laden in Lüttringhausen). Helferinnen und Helfer sozialer Einrichtungen hatten daraufhin die Aktion ,Steine gegen Hass' gestartet, zu einer Solidaritätskundgebung aufgerufen und „Steine gegen Rechts“ bunt gestaltet bzw. umhäkelt.

In Goldspray prangen auf den einzelnen Latten der "W-E-L-T" einzelne Worte oder Forderungen: Armut bekämpfen, Gesundes Leben, Gerechtigkeit, Energie, Infrastruktur, Siedlungen, Klima, Land, Partner, Hunger beenden, Bildung, Wasser, Wirtschaft, Ungleichheit, Produktion, Meere, Gesellschaft, Frieden. Die Kinder und Jugendlichen verbinden damit Träume, Wünsche und Ideen. Der Caritasverband Remscheid e.V. hatte sich im Frühjahr der landesweiten Weltbaustellen-Kampagne des Eine Welt Netzes NRW angeschlossen, um für die rasche Umsetzung der 17 nachhaltigen Entwicklungsziele zu werben, die von den Vereinten Nationen beschlossen und im Januar in Kraft gesetzt worden waren. Zahlreiche Kooperationspartner unterstützen die vom Caritasverband koordinierte „Weltbaustelle Remscheid“ mit Aktionen und Veranstaltungen.

Den Auftakt bildet jetzt der Beitrag der „Kunstschule Heimat“. „Bis auf die Steckerverbindung haben wir ausschließlich recyceltes Material verwendet“, erklärt Lennartz-Lembeck, „wie zum Beispiel naturfarbene Stücke, die ursprünglich zu einem Hochbett gehörten, danach in einem Baumhaus verarbeitet waren und nun an der Skulptur wiederzufinden sind.“ Außerdem sei die Skulptur auf Wachstum angelegt und könne beliebig erweitert werden. „Mobil ist nicht nur der Workshop gewesen, sondern auch die Skulptur selbst“, freut sich Uschi Lauterjung vom Caritas-Projekt „vielfalt. viel wert“. über das Konzept der Kunstschule Heimat, „denn die Skulptur kann zerlegt und an einem anderen Ort wieder aufgebaut werden. Außerdem ist sie – so wie unsere Welt auch – noch nicht fertig, sondern kann weiter gestaltet werden!“ Am 3. September zum Beispiel werden Jugendliche in der Kraftstation im Rahmen des „RS United“-Festivals weiter daran arbeiten. Auch in der kath. Pfarrgemeinde St. Bonaventura wird die Skulptur später zu sehen sein. Wer sich des Weiteren dafür interessiert, sie auszustellen, kann sich bei der Caritas Remscheid an Ursula Lauterjung wenden, Tel. RS 4911.

Die Kampagne „Vielfalt, viel wert,“ der Caritas wirbt für ein positives Verständnis von Vielfalt in der Gesellschaft und will den Umgang mit Vielfalt erlernen helfen: „Vielfalt bedeutet mehr Individualität und Freiheit. Gleichzeitig braucht Vielfalt mehr Austausch, Flexibilität und faires Aushandeln gemeinsamer Regeln. Bei Migrantinnen und Migranten sind fast immer Probleme im Blick. Der Umgang mit ethnischer, kultureller und religiöser Vielfalt fällt vielen noch schwer. Die Mehrheit der Erfolgreichen mit Migrationshintergrund wird kaum wertgeschätzt oder gar nicht wahrgenommen. So werden Chancen vertan, Zugehörigkeit verhindert, gemeinsames Wir-Gefühl erschwert. Wechseln wir die Blickrichtung! Vielfalt akzeptieren, mit ihr umgehen, ihre Potenziale nutzen. Das motiviert uns als Caritas!“ Vor dem Teo-Otto-Tteater wird die „Weltbaustelle“ mit Muntermachern der „Clownschule for life“ aus Südafrika am Freitag, 9. September, um 15 Uhr eröffnet. (Leser-Kommentare sind auf Facebook möglich)

Wenig Frauen im Management von Wirtschaft & Verwaltung

Das Bergische Städtedreieck ist der Wirkungskreis des „Kompetenzzentrums Frau und Beruf“ in Wuppertal. Mit seinen fünf Mitarbeiterinnen (demnächst sechs) auf vier Planstellen, geleitet von Roswitha Bocklage, der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Wuppertal und von dieser auch bezahlt, ist das Zentrum eines von 16, deren der Personal- und Sachkosten in der Regel zu 90 Prozent das Land NRW übernimmt. Für Dienstag, 6. September, 17 bis 20 Uhr, bereitet das Kompetenzzentrum derzeit die Gründung des Unternehmensnetzwerkes "Bergisch-kompetent: Beruf und Familie/Pflege“ vor. Veranstaltungsort ist die Curt Beuthel GmbH & Co. KG in Wuppertal, Erich-Hoepner-Ring 1. Engagierte Unternehmer aus Wuppertal, Solingen und Remscheid, die dieses wichtige Zukunftsthema erkannt haben, sollen in dem neuen Netzwerk dafür weiter sensibilisiert werden, speziell solche aus kleinen und mittelständischen Unternehmen. Dazu Roswitha Bocklage gestern in Remscheider Rathaus in der ersten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses nach der Sommerpause: „Gerade diese Unternehmen sind gefordert, die Folgen des demografischen Wandels zu bewältigen. Studien zeigen, dass es sich auch für kleine und mittlere Unternehmen lohnt, in die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu investieren, um diese Folgen abzumildern. Durch gute Praxisbeispiele sollen die Unternehmer Anregungen und Ideen zur Umsetzung des Themas an die Hand bekommen!“ Ziel des künftigen Erfahrungsaustausches der Unternehmer soll es sein, „individuelle betriebliche Lösungen zu finden, die Arbeitgeberattraktivität zu steigern und den Wirtschaftsstandort Bergisches Städtedreieck zu stärken.“

Zugleich will das Kompetenzzentrum den Anteil der Frauen an den sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten erhöhen; dieser liegt zurzeit im Bergischen bei 45,8 Prozent. Zum Vergleich: Der Anteil der Frauen an der Gesamtbevölkerung im Bergischen (rund 608.200 Einwohner) liegt bei 51,6 Prozent. Eine Besonderheit des Bergischen Städtedreiecks besteht unter anderem im überdurchschnittlichen Anteil der Bevölkerung mit Migrationshintergrund mit rund 30,7 Prozent. Bocklage: „Das verpflichtet das Kompetenzzentrum, die besondere Lebenssituation von Frauen mit Migrationshintergrund bei allen Maßnahmen zu berücksichtigen. Gleichzeitig gibt es eine große Gruppe von Frauen zwischen 30 und 50 Jahren, die nach einer kürzeren oder längeren Familienphase den Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt sucht. Auch dieses Potenzial gilt es zu berücksichtigen!“

 Insgesamt bieten im Städtedreieck 35.517 Unternehmen 207.535 Arbeitsplätze an. Ca. 35 Prozent der Arbeitsplätze gehören zum produzierenden Gewerbe, ca. 64 Prozent zum Handels- und Dienstleistungssektor. Dass Frauen nach wie vor in den meisten Fällen in einem der 1.621 Ausbildungsbetriebe (Jahr:2013) eine Ausbildung in einem typischen Frauenberuf anstreben und die Männer zumeist in einem technischen Beruf, würde das Kompetenzzentrum gerne ändern. Zu den wesentlichen Aktivitäten des Bergischen Kompetenzzentrums gehört deshalb die Unterstützung von regionalen Akteurinnen und Akteuren zur Steigerung der betrieblichen Ausbildung von Mädchen in untypischen Berufen. Bisher waren die Bemühungen allerdings weitgehend vergeblich. Auch Frauen in Führungspositionen sind weiterhin rar gesät. Roswitha Bocklage: „Im TOP-Management von Unternehmen sind seit drei Jahren unverändert gerade mal 10,9 Prozent Frauen.“ Lediglich im mittleren Management sei der Frauenanteil in diesem Zeitraum um 7,5 Prozent auf 26,6 Prozent gestiegen.

Seit 30 Jahren um die Gleichstellung bemüht ist bei der Stadtverwaltung Remscheid die Gleichstellungsbeauftragte Christel Steylaers (Foto). Auch sie berichtete gestern im Haupt- und Finanzausschiss über ihre Arbeit. Und verwies auf eine Frau im Verwaltungsvorstand (Barbara Reul-Nocke, die Rechtsdezernentin), einem Frauenanteil von nur 20 Prozent auf der Ebene der Abteilungsleiter und von 33 Prozent auf der darunter liegenden Ebene. Auf der Basis eines Rechtsgutachtens des ehemaligen Präsidenten des Bundesverfassungsgerichts, Prof. Hans-Jürgen Papier, zur Zulässigkeit von Zielquoten für Frauen in Führungspositionen im öffentlichen Dienst beabsichtigt die Landesregierung im neuen „Dienstrechtsmodernisierungsgesetzes“ eine Neufassung der Quotierungsregelung für Beförderungen und für die Besetzung von Führungsfunktionen für das Landesbeamtengesetz (LBG) und entsprechende Regelungen für die nicht in einem Beamtenverhältnis stehenden Beschäftigten. Eine Erhöhung des Frauenanteils in Führungspositionen, eine geschlechtergerechte Repräsentanz in Gremien im Einflussbereich der öffentlichen Hand sowie eine Stärkung der Position der Gleichstellungsbeauftragten sollen zu den zentralen Zielen der Neuregelung des Landesgleichstellungsgesetzes (LGG) für den öffentlichen Dienst gehören. Hierüber will Christel Steylaers demnächst die Kommunalpolitiker noch eingehender informieren. Dem gegenwärtigen Gleichstellungsgesetz attestierte sie gestern, Prof. Papier zitierend, „eine geringe Durchschlagskraft“. (Leser-Kommentare sind auf Facebook möglich)

 

Marketing Innenstadt e. V. entdeckt den Online-Handel

Viele Ausschüsse des Rates der Stadt haben sich in den vergangenen Monaten mit der geplanten Revitalisierung der Remscheider Innenstadt beschäftigt (nachzulesen in diversen Beschluss- und Mitteilungsvorlagen der Verwaltung bzw. Im Waterbölles). Für die CDU-Fraktion scheinen da dennoch noch einige Fragen offen geblieben zu sein. Sie hat sie – schon vor der Sommerpause – zur Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Wirtschaftsförderung, Energieeffizienz und Verkehr am 1. September und zur Sitzung der Bezirksvertretung Alt-Remscheid am 27. September gestellt.

In ihrer Antwort erinnert die Verwaltung zunächst an das am 18. Juni 2015 vom Rat der Stadt beschlossene „Konzept zu Revitalisierung der Innenstadt“ und zitiert daraus ausführlich: „Wie in anderen Städten ist auch in Remscheid die Innenstadt der Identifikationsort für die Gesamtstadt. Aufgrund ihrer Bedeutung als Lebensort und Imageträger steht und fällt mit ihr die gesamte Stadtentwicklung in Remscheid. An keinem anderen Ort innerhalb eines Stadtgebiets konzentrieren sich so viele verschiedene Nutzungen wie in dessen Zentrum. Die Innenstadt ist zugleich ein Ort des Handels, Wohn- und Lebens-, Arbeits- und Wirtschaftsraum, Verwaltungssitz, Ort der Kultur, der besonderen Architektur und des Stadtlebens. (...) Das Verbraucherverhalten, die Veränderung der Angebotsformen und Investorenwünsche sind jedoch Auslöser eines fortdauernden Strukturwandels im Einzelhandel und damit der Innenstädte. Aktuell wirft vor allem der demographisch bedingte Schrumpfungsprozess in der Stadt Remscheid einen Schatten auf die Entwicklung des Einzelhandelsstandortes Innenstadt. So führten die durch den Bevölkerungsrückgang ausgelösten Schrumpfungsprozesse mittelbar zu Qualitätsverlusten in der Innenstadt. Insbesondere in der unteren Alleestraße gaben in den letzten beiden Jahrzehnten inhabergeführte Einzelhandelsgeschäfte und Fachgeschäfte auf. Das Nachrücken von Filialbetrieben und einigen Billiganbietern sowie wiederkehrende Leerstände sind Ausdruck anhaltender Trading-Down-Prozesse, die durch die Schließung von Magnetbetrieben in den letzten Jahren beschleunigt wurden. Neben den genannten Rahmenbedingungen haben Konzernentscheidungen in den letzten Jahren zu einer augenfälligen Fluktuation und zu Einzelhandelsleerständen beigetragen.“

Wie die Verwaltung betont, sieht sie aufgrund der wirtschaftlichen Zwänge der Stadt Remscheid kaum Möglichkeiten der Übernahme privaten Eigentums und der aktiven Gestaltung von Folgenutzungen (z.B. bei Leerstand).  Zugleich vermisst sie „eine Investitionsbereitschaft der Immobilienbesitzer“. Dem sollten nun „die geplanten Maßnahmen der Immobilien und Standortgemeinschaft ISG und der Stadtplanung“ entgegenwirken. Die Wirtschaftsförderung der Stadt Remscheid vermittele zwischen Standortnachfrage und Standortangebot. Die Immobilienbesitzer an der Alleestraße seien „private Personen – die oftmals nicht in Remscheid wohnen – sowie Immobilien- und Fondgesellschaften“. Ein anhaltender Trading-Down-Effekt auf der mittleren und unteren Alleestraße schrecke Betreiber von attraktivem Einzelhandel ab (kein attraktiver Branchenmix, fehlende Kundenströme).  Auch gebe es an der Alleestraße in der Regel keine Potentialflächen für größere Ladenlokale. Zitat: „Anfragen bei Betreibern von Lebensmittelmärkten zeigen, dass .... eine gute Andienungsmöglichkeit und vor allem Parkplätze in ausreichender Anzahl und in unmittelbarer Nähe Bedingung für eine Anmietung von Verkaufsräumen sind“.

Der Marketing Innenstadt e. V. plant derzeit, auf der Alleestraße vom Markt bis zur Hindenburgstraße ein öffentliches WLAN-Netzwerk zu installieren, wie die Verwaltung mitteilt. Sie erwartet davon „eine höhere Aufenthaltsqualität auf der Alleestraße“ und eine „erhöhte Kundenfrequenz“. Die Wirtschaftsförderung beteiligt sich künftig auch an der Arbeitsgruppe „Online-Handel“ des Marketing Remscheid e. V. und will Arbeitstreffen initiieren. Der Plan: Einzelhändler aus dem gesamten Stadtgebiet sollen die Möglichkeit erhalten, in einem Online-Shop ihre Waren in Ergänzung zum stationären Verkauf anzubieten. Ziel soll es sein, weitere Käuferschichten – auch außerhalb Remscheids – zu erreichen, bekannter zu werden und dadurch Kunden zu bewegen, die Verkaufsräume zu besuchen. Nach der Fertigstellung des Online-Shops soll jenen Einzelhändlern, die kein eigenes Ladengeschäft besitzen, ein leerstehendes Ladenlokal an der Alleestraße als „Showroom“ angeboten werden. (Leser-Kommentare sind auf Facebook möglich)

Die Sonnenblume, mehr als nur eine Schönheit

Sonnenblume. Foto: Hans Georg Müller.Schon vor 4.500 Jahren wurde sie in Mittelamerika zur Ölherstellung angebaut . In unseren Gärten wird sie bestaunt wegen ihres großen und freundlichgelben Blütenstandes und ihres himmelanstrebenden Wuches. Ihre Photosynthese sorgt für eine ökologisch wertvolle Bilanz. Denn den "Klimakiller" Kohlendioxyd (Co 2) entzieht sie täglich aus 100 Kubikmeter Luft  (Wikipedia). Der Gartenfreund möge sie auch nach ihrer vollen Blüte weiter stehen lassen, damit Vögel die Kerne ernten können. 

15. Dankeschön-Konzert wieder im Theater

Pressemitteilung der Stadtwerke Remscheid

Die Gesellschaften Stadtwerke Remscheid, EWR, H2O und Park Service Remscheid GmbH gehören zu den Unternehmen in Remscheid, die auf eine lange Tradition und enge Verbundenheit mit der Stadt, den hier ansässigen Unternehmen und Menschen zurückblicken. Für das große Vertrauen möchte sich der Unternehmensverbund an dieser Stelle herzlich bedanken! Wie schon in 2013 und 2015 wurde für das Dankeschön-Konzert auch in diesem Jahr wieder das stilvolle Ambiente des Teo Otto Theaters gewählt. Und weil die Kapazität in Remscheids „guter Stube“ geringer ist als in der großen Wagenhalle, heißt es am Samstag, 17. September, gleich zwei Mal „Symphonic Lights“. In zwei Vorstellungen – um 15 und 19 Uhr – haben die Stadtwerke Neues zu bieten: Unter dem Motto „Symphonic Lights“ wurde nicht nur ein bunter musikalischer Blumenstrauß populärer Klassik zusammengestellt, dargeboten von den Bergischen Symphoniker unter der Leitung von Generalmusikdirektor Peter Kuhn, sondern auch eine außergewöhnlich eindrucksvolle Lichtshow von der Fa. WARPED TYPE vorbereitet.

Einlass ist jeweils eine halbe Stunde vor Konzertbeginn und erfolgt nur gegen Vorlage eines Tickets. Bei beiden Veranstaltungen gibt es keine nummerierten Plätze, sondern bei freiem Eintritt ist die Platzwahl im Parkett frei. Ein rechtzeitiges Erscheinen ist deshalb ratsam. Konzert-Tickets für beide Veranstaltungen erhalten Kunden am Montag, 5. September, ab 18 Uhr ausschließlich im Teo Otto Theater. Das Theater öffnet bereits ab 17 Uhr. Pro Kunde sind maximal zwei Tickets erhältlich. Da das Theater nur ca. 600 Besuchern Platz bietet, sollte man sich rechtzeitig die Eintrittskarten für seine Wunschvorstellung sichern.

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60.000 Euro vom Land für "Komm an"-Mitarbeiter/in

Liegt der Förderantrag auf der langen Bank?“, überschrieb der Waterbölles am 16. Juni seinen Bericht über vor vorausgegangene Sitzung des Sportausschusses. Darin hatte Daniele Hannemann, die Geschäftsführerin des Sportbundes Remscheid, wissen wollen, wann die Stadt Remscheid Fördermittel aus dem Programm „Komm an“ des Landes NRW beantragen werde. Damit will die Landesregierung über die örtlichen Kommunalen Integrationszentren „durch Vernetzungsarbeit die Partizipation von Flüchtlingen in Alltag und Freizeit fördern“, wie es damals in einer Verwaltungsvorlage der Stadt Remscheid hieß. Das ehrenamtliche Engagement vieler Bürgerinnen und Bürger solle – möglichst mit Quartiersbezug - gestützt und durch Qualifizierungsmaßnahmen begleitet werden, um ein gutes Ankommen der Neuangekommenen zu ermöglichen und  ihnen das Kennenlernen der hiesigen Normen, kulturellen und religiösen Gegebenheiten zu erleichtern. Erst nach dieser Sitzung teilte die Veraltung mit, dass der Antrag fristgerecht gestellt worden sei, der Zuwendungsbescheid liege inzwischen vor.

Dass das Projekt dem Kommunalen Integrationszentrum eine vom 1. September 2016 bis 31.12.2017 befristete Stelle beschert, für die das Land 60.000 Euro bereitstellt, geht jetzt aus einer Beschlussvorlage zur Sitzung des Integrationsrates am 1. September und des Rates am 22. September hervor. Am 16. August hatte Erden Ankay-Nachtwein, die Vorsitzende des Integrationsrates, zusammen mit Oberbürgermeister Mast-Weisz einen entsprechenden Eilbeschluss unterschrieben, um den Bewilligungsbescheid des Landes nicht zu gefährden. Dieser Beschluss muss nun von Integrationsrat und Rat noch abgesegnet werden.

Auf den neuen Mitarbeiter / die neue Mitarbeiterin des Kommunalen Integrationszentrums kommen folgende Aufgaben zu: Koordinierung, Vernetzung und Qualifizierung im Bereich der Integration, insbesondere der Flüchtlingshilfe. Dabei wird das Ehrenamt ausdrücklich einbezogen. Im Rahmen der Qualifizierung und Fortbildung arbeitet er/sie einerseits intern für das Team des Kommunalen Integrationszentrums als auch extern als kommunaler Partner und Multiplikator zur Gewährleistung fachlicher Standards im Bereich der Integration, insbesondere der Flüchtlingshilfe. Er/sie koordiniert und vernetzt die örtlichen Behörden und Institutionen (wie z.B. Wohlfahrtsverbände, Jugendamt, Flüchtlingsinitiativen, Ausländerbehörde, Schulen, Jobcenter, Religionsgemeinschaften) hinsichtlich der sozialen Eingliederung von Flüchtlingen und unterstützt z.B. Initiativen, Runde Tische u.ä. gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit. (Leser-Kommentare sind auf Facebook möglich)

Verwaltung sieht Prognos-Bewertung "gelassen"

Prognos AG attestiert Remscheid ‚leichte Risiken‘“, titelte der Waterbölles am 30. Mai. Das bezog sich auf den „Zukunftsatlas 2016“ von Prognos, der die Chancen und Risiken aller 402 Kreise und kreisfreien Städte in Deutschland beschreibt. In 96 Regionen überwiegen demnach die Zukunftsrisiken. Dazu gehört auch Remscheid. Zur Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Wirtschaftsförderung, Energieeffizienz und Verkehr am 1. September will nun die CDU-Fraktion wissen, welche Konsequenzen die Stadt Remscheid aus dieser Studie zieht. Die Antwort wurde den Fraktionen bereits zugesandt. In der Vorlage heißt es abschließend: „Die Verwaltung wird an allen Stellschrauben der Stadtentwicklung weiter arbeiten, um die positive Entwicklung der Stadt zu befördern.“ Die Aussagen der Studie zu Remscheid werden aber auch relativiert: „Selbstverständlich kann sich die Verwaltung über die Ergebnisse der Prognos-Studie nicht freuen. Allerdings sollte man mit deren Ergebnissen gelassen umgehen.“ Denn die Studie wichtige Aspekte außer Acht gelassen; etwa die Einbeziehung der Bergischen Universität unabhängig vom Standort Wuppertal als eine Einrichtung der drei Bergischen Städte. Auch sei die Remscheider Forschungsgemeinschaft Werkzeuge und Werkstoffe e.V. (FGW) als An-Institut nicht betrachtet worden. Zudem bewerte die Studie die bedeutende Rolle der Industriebetriebe „völlig unzureichend; das sieht die IHK ausdrücklich auch so.“ Und auch die niedrige Kriminalitätsrate habe sich in der Studie nicht niedergeschlagen.

Die Verwaltung arbeite an vielen Themenfeldern der Stadtentwicklung, heißt es in der Antwort auf die CDU-Fragen weiter. Ziel sei aber  nicht ein besserer Wert bei einer nächsten Prognos-Studie, sondern „eine Perspektiventwicklung für unsere Stadt“. Beispielhaft wird das DOC als ein Schlüsselprojekt genannt, „von dem viele Impulse für Lennep, die gesamte Stadt und die Region ausgehen werden“. Beschlossen sei auch die Rahmenplanung zur Vitalisierung der Innenstadt („Erste Förderbescheide liegen vor“). Die Remscheider Industrie werde in ihrer Entwicklung als das Rückgrat des Wirtschaftsstandortes unterstützt. Zentrale Themen seien in diesem Zusammenhang die Sicherung und Entwicklung neuer Gewerbeflächen sowie der Breitbandausbau. Die Entwicklung neuer Gewerbeflächen Ziele im Übrigen auch auf die Neuansiedlung weiterer Unternehmen ab.

Thema Verkehr: „Die verkehrliche Anbindung an die Ballungsräume Düsseldorf und Köln ist ein bedeutendes Thema. Dies gilt gleichermaßen für den ÖPNV, den SPNV sowie für den Individualverkehr. Dazu laufen seit längerem viele Gespräche. Insbesondere die Frage nach der Erreichbarkeit über die Schiene wird mit Nachdruck verfolgt. Gespräche mit Ministerien, VRR u.a. wurden geführt und werden fortgesetzt. Die katastrophale Situation auf der A1, ausgelöst durch den maroden Zustand der Leverkusener Brücke, ist Thema vieler Städte, gerade auch in den Diskussionen um die geplante Metropolregion Rheinland. Remscheid ist hierbei einbezogen.“

Tenniscamp in Bergisch Born fand großen Anklang

In der letzten Ferienwoche fand zum inzwischen 15. Mal ein Tenniscamp unter der Leitung von Vereinstrainer Philipp Braumann  in Bergisch Born statt. Tatkräftig unterstützt wurde er von den Nachwuchsspielern Philipp Hufenstuhl, Jan Reinhards und Moritz Schöpp. Das Teilnehmerfeld reichte vom Anfänger bis zum Turnierspieler; entsprechend angepasst waren die Trainingsinhalte (zwei Trainingseinheiten täglich und ein Besuch im H2O). Aufgrund der unmittelbaren Nähen zur Sportanlage des SSV Bergisch Born konnten die 20 Kinder nach dem Tennis auch noch Fußball und Basketball spielen. Das Tenniscamp endete mit einem kleinen Abschlussturnier, bei dem alle Kinder ihre erlernten Fähigkeiten anwenden konnten.

"RS United" am 3.9., Treffpunkt der multikulturellen Jugend

Video-Szenen von den ersten beiden Stunden des Jugendkulturfestival „RS UNITED – wir leben das“ im Stadtpark veröffentlichte der Waterbölles am 24. August 2015. Gestern, auf den Tag genau ein  Jahr danach, fand im kleinen schattigen Pavillon neben der Konzertmuschel die Pressekonferenz zur Neuauflage von „RS United“ statt. Rund 1.000 Besucher hatte vor einem Jahr das erste Festival. So gutes Wetter wie gestern vorausgesetzt, werden es beim zweiten am Samstag, 3. September, 16 bis 22 Uhr, wohl noch mehr werden. Sozialdezernent Thomas Neuhaus, der zur PK mit dem Fahrrad kam, wünschte den in der Arbeitsgemeinschaft Offenen Kinder- und Jugendarbeit in Remscheid (AGOT) zusammengeschlossenen Träger der offenen Kinder- und Jugendarbeit jedenfalls eine „klasse Party, ein schönes Fest der bunten, multikulturellen Gesellschaft hier in Remscheid“. Da könnten die Jugendlichen den Erwachsenen („in deren Welt so manches schief läuft“), mal zeigen, dass das bewährte Motto dieses Festivals – „NULL TOLERANZ BEI GEWALT, RASSISMUS UND EXTREMISMUS! NULL TOLERANZ GEGENÜBER INTOLERANZ!“ – gelebt werden will.
Um eine Strahlkraft der Botschaft „RS United – wir leben das“ über den Tag des Festivals hinaus zu erreichen, werden an die Besucher*innen des Festivals Bändchen mit dem RS United-Logo verteilt. Nachhaltig tragen diese somit die Forderung in die Stadt: Null Toleranz bei Gewalt, Rassismus und Extremismus! Null Toleranz gegenüber Intoleranz!

Anknüpfend an die Projektreihe und das Festival des Vorjahres haben die Träger der AGOT auch in diesem Jahr in jugendkulturellen Projekten verschiedene Blickwinkel eines multikulturellen Zusammenlebens beleuchtet. Hierbei sollten jugendkulturelle Vielfalt fundiert und authentisch vermittelt, das Bewusstsein für politische Themen geschärft, tolerante Haltungen unterstützt und ein Beitrag zur Gewalt- und Extremismusprävention geleistet werden.

Auch diesmal ist „RS United“ Musikfestival mit jungen, regional und überregional bekannten Gruppen und Solisten. Julia Dill (Kraftstation), die zu den Organisator/innen des Festivals gehört: „Wir uns sehr, Noah Levi, den erfolgreichen Youtuber und Gewinner von THE VOCE KIDS 2015, auf unserer Bühne präsentieren zu können. Mit seiner Ausstrahlung und Stimme überzeigt er gerade das junge Publikum. Abends ist der Höhepunkt des Festivals ist aber sicher der Auftritt von Miwata mit Band. Er gilt als deutsche „Reggae“-Hoffnung und spielt schon auf großen Festivals. Inhaltlich und künstlerisch passt er wunderbar zu unserem Festival!“ 

Aber auch in Remscheid junge Künstler*innen, die den Festivalgedanken unterstützen – und das Programm attraktiv bereichern. Julia Dill: „So Vielfältig wie unsere Botschaft, sind auch die verschiedenen Acts. So tritt zum Beispiel der Jugendchor More Than Voices von der Johannes Kirchengemeinde Lennep auf, gefolgt von der erfolgreichen Tanzformation ‚Liquid Toxim‘ vom Remscheider Tanzzentrum. Und der Singer- und Songwriter Leander Reinshagen bringt Cello und Cajon zusammen.“

Den musikalischen Aufschlag wird im diesem Jahr die Band „Room6“ übernehmen;  sie ist in Remscheid kein Newcomer mehr und gilt als Publikumsmagnet. Als regionaler Überflieger sind „DICKES GEBÄUDE“ am Start, die nicht nur für ihr musikalisches Können,. sondern auch für ihre mitreißende Bühnenschau bekannt sind. Als weitere lokale Gruppe konnte die AGOT „Casa d‘ Locos“ verpflichten, bei deren Auftritten bekanntlich kein Bein still bleibt.

Abseits der Musikbühne sind auch verschiedene Mitmachaktionen geplant.. Beispielsweise präsentiert die Kraftstation die Ausstellung „Der zweite Blick“ vom Archiv der Jugendkulturen Berlin. Auf den ersten Blick zeigt die Ausstellung die Vielfalt an Jugendkulturen. Durch sie entstehen spannende und reizvolle Dinge – neue Musik, neue Sportarten, Kunst, Mode. Außerdem bieten Jugendkulturen neue Wege, die man gehen kann, um etwas Eigenes auf die Beine zu stellen. Auf den zweiten Blick sind Jugendkulturen aber auch nicht frei von Problemen wie beispielsweise Diskriminierungen: Auch hier werden Menschen wegen tatsächlicher oder zugeschriebener Merkmale benachteiligt, ausgeschlossen oder angegriffen, oft weil sie nicht ins Bild passen. Die Ausstellung thematisiert verschiedene Aspekte dieser Diskriminierung. Dazu passt der Button „Erst mal kennenlernen!“, den sich die Mitglieder des Remscheider Jugendrates anheften werden. Um zu zeigen, „dass sich Fremdes oft schnell in Wohlgefallen auflösen kann (Gerd Dietroich-Wingender, Geschäftsführer des Jugendrates). Aber auch, um den Jugendrat sellbst poublik zu machen.

„Remscheid Toleranz“, „Kein Mensch ist illegal“, die „Weltbaustelle“ der Caritas, das „Tanzzentrum Remscheid“, der „Jugendrat der Stadt Remscheid“ und die „AGOT“ selbst sind mit weiteren Ständen und Aktionen vertreten. Für ausreichend Bewegung sorgt der Sportbundmit einem „WATER WALK FELD“ in einem 22.000 Liter Wasser fassenden Pool und einem großen Trampolin. Natürlich ist auch wieder für das leibliche Wohl ist gesorgt. Das „RACK N ROLL“ ist erneut mit einem Getränkewagen vertreten, und einen Würstchenstand gibt es auch. Ein Ordnungsdienst an den Eingängen wird dafür sorgen, dass kein Alkohol und keine Glasflaschen auf das Festivalgelände kommen werden. Getreu dem Slogan „umsonst und draußen“ ist auch diesmal wieder der Eintritt frei. (Leser-Kommentare sind auf Facebook möglich)

Lesen Sie, wann die einzelnen Gruppen auftreten:

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