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Stadtverwaltung gibt „Stadtinfo-Zeitung“ heraus

Verwaltung muss sich über DOC-Zeitung Gedanken machen“, titelte der Waterbölles am 19. Juni 2015. Bei vier Gegenstimmen und drei Enthaltungen hatte der Rat der Stadt am 18. Juni den von der SPD befürworteten Antrag der CDU beschlossen, die Verwaltung möge ein Konzept und eine Kostenstruktur für eine mehrmals im Jahr erscheinende Zeitung über das Jahrhundertprojekt DOC in Remscheid-Lennep erstellen. Das ist inzwischen geschehen: Mit Datum 28. Februar ist unter http://www.doc-remscheid.de/1-ausgabe-der-stadtinfo-zeitung-unser-remscheid-unsere-projekte/ die 1. Ausgabe einer „Stadtinfo-Zeitung“ erschienen, herausgegeben von der Stadt Remscheid und herunterladbar im pdf-Format.

Personal- & Sachkosten sprechen gegen mobiles Büro

Am  8. Juli 2010 beschloss der Rat der Stadt aus Kostengründen die Auflösung der drei Bürgerbüros Süd, Lennep und Lüttringhausen und die Konzentration des Angebots im Ämterhaus am Ebertplatz (Foto). Das ging einher mit einer Reduzierung von Planstellen in der Verwaltung. Dazu jetzt die Stadt rückschauend in einer Vorlage zur heutigen Sitzung des Ausschusses für Bürger, Umwelt, Klimaschutz und Ordnung: „Das bedeutete eine erhebliche logistische Anforderung und konnte nur realisiert werden, wenn die Mitarbeiter/innen optimal eingesetzt werden können und eine möglichst gleichmäßige Kundenfrequenz erreicht werden kann.“ Und dies sei nur möglich in einem zentralen Bürgerservice mit einem technisch und personell gut strukturierten Konzept. Allen Remscheidern werde seither ein gleichmäßiges und verlässliches Angebot an zentraler Stelle auf gleichem Niveau geboten. Durch die Bündelung des Personals und des Angebotes könnten die Öffnungszeiten erhalten und flexibler gestaltet werden. Weiterhin sei die Zentralisierung eine wirksame Möglichkeit, Kundenströme zu beeinflussen und gleichzeitig der Nachfrage mit dem maximalen Personalangebot zu begegnen. Bei den aktuell verbleibenden äußerst knappen Ressourcen könne nicht vorausplanend agiert, sondern nur auf die auftretenden Engpässe reagiert werden, so die Verwaltung.

Die Vorlage kommt nicht von ungefähr. Mit Email vom 19. Januar hatte die CDU-Fraktion nach der Einrichtung eines mobilen Bürgerbüros gefragt. Hierfür bietet die Bundesdruckerei einen so genannten Bürgerkoffer an für Leistungen im Bereich von Melde- und Passwesen (ohne Leistungen im Bereich des Kfz-Zulassungswesens). Dieser Bürgerkoffer  könnte samt der zusätzlichen Ausstattung (Vordrucke, Barkasse, Formulare etc.) aus einem Fahrzeug heraus genutzt werden,  aber auch in speziell dafür angemieteten/zur Verfügung gestellten Räumlichkeiten (z.B. einer Bankfiliale o.ä.), sofern eine gesicherte Datenverbindung besteht. Wegen der hohen Belastung im Bürgerservice und der Durchführung von zwei Wahlen in diesem Jahr sei die Realisierung eines mobilen Bürgerbüros in diesem Jahr nicht möglich, betont die Verwaltung. Gegen ein mobiles Bürgerbüro sprechen aus ihrer Sicht die Personal- und die Kostensituation aber auch grundsätzlich.

Zum Personal: Das Sachgebiet „Bürgerservice“ ist Bestandteil der Abteilung 3.32.1 – Straßenverkehrsangelegenheiten und Bürgerservice, der wiederum in den Fachdienst 3.32 – Bürger, Sicherheit und Ordnung eingegliedert ist. Aktuell ist der Bürgerservice im Bereich des Melde-, Zulassungs- und Passwesens in der unmittelbaren Kundenbetreuung (Schalter) mit 17 Personen und 1 Auszubildenden besetzt, 14 Mitarbeiter im Frontoffice (darunter zehn Mitarbeiter in Vollzeit und vier in Teilzeit) und drei Mitarbeiter im Bereich Passwesen (darunter eine Mitarbeiterin in Vollzeit und zwei in Teilzeit). Drei Mitarbeiter (zwei nur aus dem Bereich Frontoffice und eine aus dem Bereich Passwesen) werden aus Altersgründen dieses Jahr aus dem Dienst der Stadt Remscheid ausscheiden.

Um ein mobiles Bürgerbüro anbieten zu können, müssten mindestens zwei Personen (mit Fahrerlaubnisklasse B) aus dem Dienstbetrieb herausgenommen werden. Das aber sei „nicht realisierbar“. Begründung: „Seit Mitte 2016 wird im Bürgerservice aufgrund der teilweisen immensen Wartezeiten (bis zu sechs Stunden) und des erhöhten Bürgeraufkommens (insbesondere zu Beginn von Ferienzeiten) ausschließlich mit Terminen und nicht mehr mit der Ausgabe von Wartenummern gearbeitet.“ Alle Mitarbeiter/innen würden benötigt, „um weiterhin geringe Vorlaufzeiten für eine Terminvereinbarung vorhalten und Urlaubs- und Krankheitszeiten auffangen zu können“. Ein flexibler Austausch zwischen dem zentralen Bürgerservice und dem mobilen Bürgerbüro bei Urlaub oder längerer Krankheit sei ausschließlich mit einer ausreichenden Personaldecke vorstellbar, sprich: Sollte ein mobiles Bürgerbüro als zusätzliche Serviceleistung angeboten werden, müssten zwei Stellen eingerichtet werden, Personalkosten pro Jahr: 105.400 €.

Zu den Sachkosten: Ein geeignetes Kraftfahrzeug (mindestens in der Größe eines VW-Busses) schlüge mit ca. 35.000 € zu Buche bzw. monatlichen Leasingkosten von ca. 500 €, zwei Bürgerkoffern (einer als Ersatz) mit insgesamt ca. 10.000 €, die Hardware für eine gesicherte Internetverbindung (Modem o.ä.) mit ca. 300 €. Gesamtkosten: ca. 46.400 €.

Im Übrigen: Remscheid sei die kleinste kreisfreie Stadt in NRW. Wenn der Gesetzgeber eine ortsnahe Verwaltung fordere, so meine er damit  in erster Linie größere Gemeinden. Das Ämterhaus in Remscheid sei von den vier am weitesten entfernten Punkte (Lüttringhausen Linde, Lennep Hackenberg, Bergisch Born und Westhausen) aus mit öffentlichen Verkehrsmitteln in längstens 45 Minuten erreichbar. Die Beibehaltung des zentralen Bürgerbüros sei deshalb zumutbar.

Ein fröhlicher und bunter Aufzug

Rosenmontagszug 2017: Die größte Sorge der Lenneper Karnevalisten um Gunther Brockmann, den Vorsitzenden der Lenneper Karnevalsgesellschaft, war gestern Morgen, dass es vor Ende des Rosenmontagszuges anfangen würde zu regnen. Tat es aber nicht (der Wolkenbruch kam erst mit Gewittergrollen um 19 Uhr). Ud so wurde der Zug um die halbe Lenneper Altstadt denn, was er werden sollte: Ein fröhlicher und bunter Aufzug von phantasievoll kostümiert Närrinnen und Narren. Unter den Motiv-Gruppen ragte auch diesmal wieder die Gruppe des Jugendzentrums „Die Welle“ preiswürdig heraus, nicht zu vergessen die Gruppe der Trommler. „Kamelle“ gab es satt, die Musik lud zum Mitsingen ein, und die „Bollwerke“ auf den Zufahrtsstraßen, die die Stadt aus Sicherheitsgründen hatte auffahren lassen, trübten den Spaß an der Freud in keiner Weise., Zumal die zahlreichen Zuschauer des Rosenmontagszuges, Jung wie Alt, den tonnenschweren Lastwagen der Technischen Betriebe (TBR) den Rückkehren zukehren mussten, wollten sie den nächsten Kamelle-Wurf nicht verpassen...

... und den Rosenmontagszug gleich vor der Haustür

von Ulla Wilberg

Nach einigen Jahren Pause wurde am Rosenmontag wieder bei der Arbeiterwohlfahrt Remscheid-Lennep / Lüttringhausen Karneval gefeiert. Der AWO-Vorsitzende Antonio Scarpino, Jürgen Heuser, Christine und Ferdi Enk sowie Ulla Plaum und Rosana Barcala hatten keine Mühen gescheut, allen Besuchern eine schöne Zeit in den Räumlichkeiten des städtischen Begegnungszentrums am Mollplatz 3, zu bieten. In dem gut geheizten Saal lief die Übertragung der Rosenmontagszüge auf dem großen Bildschirm. Dazu gab es  Herzhaftes und Süßes aus eigener Produktion. Die Tür stand offen für alle, die zum Zug wollten. Für das ältere Publikum war dies recht unbeschwert, da sie vom Hauseingang am Mollplatz nur wenige Meter gehen mussten, um den Lenneper Rosenmontagszug sehen zu können. Die Kinder tauschten die aufgesammelten Süßigkeiten nach Geschmack und Vorliebe untereinander auf. Die Älteren spendeten ihre „Beute“ den Jüngeren.

Alle Gäste waren kostümiert und gut gelaunt. Für Kinder gab es einen kostenlosen Ballen oder eine Waffel. Viele Gäste kamen zum ersten Mal mit der Arbeiterwohlfahrt in Kontakt und lernten bei dieser Gelegenheit das umfangreiche Programm der AWO für Junge und Alte kennen; in der Planung sind auch Aktivitäten für Kinder. Die AWO feiert aber nicht nur, sondern unterstützt auch das Christliche Hospiz Bergisch Land, bietet Deutschunterricht für alleinerziehende Flüchtlinge mit Kinderbetreuung an und hilft mit ihrem Netzwerk ratsuchenden Menschen jeden Alters. (Kontakt: http://awo-remscheid.de/ost/, Tel.: 0178 / 6723800, E-Mail AntonioScarpino@hotmail.com">AntonioScarpino@hotmail.com).

Karnevalstöne auch in der Heilig-Kreuz-Kirche

von Hans Kadereit

Mit „Grinsipal, Witzflöte & Co.“, einer ulkigen Seitenbemerkung auf verschiedene Orgelregister, sorgte Kantor Peter Bonzelet am Karnevalssonntag (und damit schon zum elften Mal) in der Heilig-Kreuz-Kirche in Lüttringhausen für kölsche Stimmung. Die meisten Besucher waren verkleidet erschienen. Viele  närrische Käppchen und Hütchen sorgten für bunte Akzente im Kirchenschiff. Einige fanden den Weg auch nach oben auf die Orgelempore, weil unten alle Sitzplätze vergeben waren. Peter Bonzelet spielte diesmal im Trio. Unter seiner Leitung sorgten auch Marc und Sebastian Brüninghaus, Mitglieder des Lüttringhauser Posaunenchors, für stimmungsvollen Schwung. Und fast jeder fand die flotten Töne so ansteckend, dass mit Händen, Füßen und Knien mit geschaukelt wurde. Klatschen war ausdrücklich erlaubt, und davon machten die Gäste ausgiebig Gebrauch, ebenso natürlich auch Mitsingen, etwa „When the Saints go marching in“ oder „Bi Palms, do es de Pief verstoppt“. Vor allem bei den „kölsche Liedern“ vibrierte die ganze Orgelempore.

Bergisches Zukunftskonzept soll im April fertig sein

„Remscheid als Wohnstandort attraktiver machen!“, titelte der Waterbölles am 25. April 2013, nachdem die CDU-Fraktion den „Prüfauftrag“ gestellt hatte, „zeitnah mit den Städten Düsseldorf und Köln Gespräche aufzunehmen, um Remscheid als Wohnstandort attraktiver zu machen.“ „’Arbeiten in Düsseldorf / Köln, Leben in Remscheid’“ könnte eine Art ‚Arbeitsteilung’ sein, von der alle Seiten Nutzen ziehen könnten, hieß es in dem Antrag. Remscheid könne sich der Rheinschiene als zusätzlicher Wohnort anbieten. Dazu passt – wenngleich thematisch weiter gefasst, eine Mitteilung der Verwaltung, die am 2. März auf der Tagesordnung des Haupt-, Finanz- und Beteiligungsausschusses steht. Zitat: „Für den neuen Kooperationsraum zwischen Rhein und Wupper mit rund zwei Millionen Einwohnern wird derzeit ein Zukunftskonzept erarbeitet. Ausgelöst durch starkes Bevölkerungswachstum, das von der Rheinschiene ausgeht und zunehmend auch die Kommunen im Bergischen erreicht, werden die gemeinsamen Herausforderungen der Flächenentwicklung in den Blick genommen. Dabei stehen die Handlungsfelder Wohnen, Mobilität und Erholung / Freizeit im Mittelpunkt. Ausgelöst durch einen Impuls der Landesregierung NRW sollen geeignete, informelle Strukturen der Zusammenarbeit aufgebaut werden. (...) Ziel ist, langfristig wirksame Lösungen für die drängenden Herausforderungen der Stadtentwicklung und eine neue Balance von Stadt und Umland zu finden. Großstädte und ihre Nachbarkommunen werden eingeladen, Zukunftskonzepte einer integrierten Raum- und Mobilitätsentwicklung zu erarbeiten.“

Dazu hat die Bergische Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft mit Sitz in Solingen fristgerecht zum 14. September 2016] eine Bewerbung abgegeben. Eine Jury hat das Konzept des Bergischen Städtedreiecks („Zwischen Rhein und Wupper: zusammen – wachsen“) inzwischen als „ konsequent, fachlich kompetent und präzise“ gewürdigt  und für die zweite Phase ausgewählt: Das Land NRW unterstützt die Erarbeitung des Zukunftskonzeptes mit 200.000 Euro. Darin spielt auch die Mobilität eine große Rolle. Abgabefrist ist der 7. April. Im Mai sollen die besten Konzepte prämiert und der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

Des Weiteren hat die Bergische Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH beim Städtebauministerium NW ein rund 100-seitiges Bewerbungskonzept für die Regionale 2025 eingereicht. Darüber informiert die Stadtverwaltung die Mitglieder des Ausschusses für Stadtentwicklung, Wirtschaftsförderung, Energieeffizienz und Verkehr am 9. März. „Die Bergischen Städte Remscheid, Solingen und Wuppertal haben sich in der Vergangenheit erfolgreich um die REGIONALE 2006 beworben. Sie hat wichtige Projekte in den Städten und in der Region verwirklichen helfen und das Bewusstsein der regionalen Zusammengehörigkeit im Bergischen Städtedreieck wesentlich gestärkt. Wesentliches Merkmal war ein intensiver Beteiligungsprozess in der Region bei der Vorbereitung und Entwicklung der Ideen und Projekte“, so die Verwaltung. Mit dieser regionalisierten Strukturpolitik verfolge das Land Nordrhein-Westfalen das Ziel, „die Region als attraktiven Lebens- und Wirtschaftsraum wettbewerbsfähig zu machen“.  Erhält eine Region den Zuschlag, würden die vorgeschlagenen Maßnahmen aus den bestehenden Förderprogrammen vorrangig gefördert. Die Regionen können so ihre Potenziale in den Bereichen Städtebau, Umwelt, Wirtschaft, Kultur, Bildung und Wissen besser entwickeln. Kleiner Wermutstropfen: Diese Bewerbung steht in Konkurrenz zu einigen weiteren aus NRW. Sollte die bergische Bewerbung erfolgreich sein, müsste „in weiteren Schritten die politische Gremienstruktur zur Steuerung des weiteren Prozesses zwischen den drei Städten und dem Kreis vereinbart und vor allem ein umfangreicher Beteiligungsprozess in den Städten angestoßen und koordiniert werden“.

"Juppenhammer" von 1772 verschwand in aller Stille

Am südlichsten Zipfel des Geländes der Firma Kuhler vereinigt sich der Diepmannsbach mit dem Mückenbach. Wir gehen über die Brücke und kommen am aufgeschütteten Teich der Spedition Beitzel vorbei. Dort stehen deren Lkw vor der großen Werkshalle der ehemaligen Firma Kleuser. Geht man rechts an der Werkshalle vorbei, kommt man an eine kleine Brücke, die über den Diepmannsbach nach Nüdelshalbach führt. Dort ist noch der mächtige Teichdamm des Juppenhammers zu erkennen. Wenige Mauerreste und Steine erinnern noch an den ehemaligen Hammer. Er wurde in früheren Zeiten auch 2. Nüdelshalbacher Hammer, Hammerwerk an der Juppen, Jupperhammer und Steffenshammer genannt. Wir bleiben bei dem geläufigsten Namen: Juppenhammer. Er erscheint erstmalig 1607. Namentlich ist der Hammer 1623 von Hens in der Nüdelshalbach wieder aufgebaut worden. Erst 1710 wird der Hammer wieder erwähnt als Hammer am Bockshove von Johann und Wilhelm Diederichs; ersterer in der Nüdelshalbach, letzterer zu Stursberg. Angeblich ist 1776 ein Neubau zu verzeichnen von Joan Graber auf der Halbach, und zwar als Stahl- und Eisenreckhammer. Dieser ist auch 1800 in einer Aufstellung erwähnt.

Juli 1936 im „August-Hermann-Hammer“, später wieder Juppenhammer genannt. Foto: Frau Steffens, Goldenberg, HIZ Remscheid 1826 ist dem Urkataster zu entnehmen, dass der Juppenhammer dem Carl-August Klarenbach gehört. 1842 ist dieser Hammer im Besitz der Gebrüder Lindenberg zu Remscheid-Büchel. Er ist dieser Eintragung zufolge 70 Jahre alt, d.h. 1772 erbaut, hat zwei Feuer, einen Amboss, drei Arbeiter und wie fast alle Raffinierstahlwerke eine Jahresproduktion in normalen Jahren von 40.000 Pfund. 1853 ist er noch mal mit Lindenberg als Besitzer aufgeführt, bevor er 1863 im Besitz von August Steffen ist. Steffen ist Pfannenschmied, und 1867 ist der Hammer unter der Firmenbezeichnung "Hammerwerk August Steffen am Diepmannsbach" im Adressbuch eingetragen. Er wird mit 12 PS angegeben, was damals jederzeit mit einem großen Wasserrad zu erreichen war.

Mit seinen Söhnen baut Steffen den Hammer aus und schmiedet zunächst Pflugscharen und später komplette Pflüge. 1910 ist der Steffenshammer als Gesenkschmiede mit 25 PS Dampfkraft, einem oberschlächtigen Wasserrad und einer Wasserturbine beim Lüttringhauser Bürgermeister verzeichnet. 1926 ist die letzte Eintragung datiert mit einem oberschlächtigen Wasserrad und einem Wehr. Doch niemand kann sagen, wann der Betrieb im Hammer eingestellt wurde, und keiner weiß, wann die Betriebsanlagen abgerissen worden sind. Die Firma Kuhler hatte als letzter Käufer sicherlich nur die Wasserrechte im Sinn, denn auch dort ist nicht überliefert, wann vor dem 2.Weltkrieg der alte Hammer verschwand. Um 1950 begann nach und nach das Aufschütten des Hammerteiches unterhalb des Juppenhammers. Hierzu wurden auch die Talwiesen des Bauers Luckmeier vom Goldenberg mit einbezogen. Sie waren für Lager- und LKW-Parkplatz vorgesehen. (Aus: Hämmer- und Kottenforschung in Remscheid Herausgegeben von Günther Schmidt Band 4 - Leyerbach, Diepmannsbach, Mückenbach)

Oldtimer gehen im Mai zum 17. Mal „auf Strecke“

Pressemitteilung des Deutschen Automobil-Veteranen Clubs

Die 17. Röntgen-Classic steht in den Startlöchern. Die Teilnehmerliste ist mit fast 100 Fahrzeugen wieder einmal wohl gefüllt. Auch die meisten Vorarbeiten und Absprachen sind erledigt. Das Team des DAVC, des Deutschen Automobil Veteranen Clubs, Remscheid hat wieder vieles organisieren müssen. Die meisten Genehmigungen sind da. So kann es für die Teams und Fahrzeuge also am Samstag, 6. Mai, um 8.30 Uhr auf die Strecke gehen. Auch wird die Volksbank am Tenter Weg wieder der bekannte Startpunkt für die rund 180 Kilometer lange Strecke sein. Fahrzeuge von Baujahr 1928 bis 1987 sind dann zu bewundern. Viele stehen mit Wehmut an der Strecke: Die Autos ihrer Jugend fahren hier als Oldtimer mit. Von der Trecknase in Lennep aus geht es durch das Bergische Land bis Lindlar. Mittagspause soll im Gestüt Hufenstuhl gemacht werden. Kaffeepause ist dann noch kurz vor Ende der Fahrt in Wipperfürt. Von da aus geht es zurück Richtung Lennep.

Nach langen Jahren des Umfahrens, wird es in der Lenneper Altstadt eine Durchfahrt mit möglichem Halt für eine Prüfung geben. Das Ziel ist erreicht, wenn die Fahrzeuge auf den Hof von BMW Kaltenbach an der Borner Straße den Zielbogen durchfahren. Wieder heißt es für die Fahrzeugführer und ihre Mitfahrer: um Geschwindigkeit geht es nicht. Ehrenamtliche Helfer stehen bereit, den Besatzungen zum Teil knifflige Aufgaben zu stellen. Ein wenig Allgemeinwissen, ein wenig automobile Kenntnisse um das eigene und fremde Auto, sowie Geschicklichkeit sind dabei gefragt. Im Mittelpunkt aber stehen der Spaß an der Ausfahrt und der Landschaft.

Im Vorfeld wird es traditionell den „Einstimmenden Abend“ am Freitagabend, 5. Mai, auf dem Alten Markt in Lennep geben. Wieder haben die Oldtimerfans die Lenneper Pfadfinder und „Lennep Offensiv“ ins Boot holen können. Bei „Benzingesprächen“ kommen auch die Oldtimerfans zu Fuß auf ihre Kosten. Weitere Infos sind unter www.roentgen-classic.de zu finden.

Ehrenamtliche Mitarbeit auch im Gefängnis

Die Caritasverbände Wuppertal/Solingen und Remscheid und der Katholische Gefängnisverein für das Bergische Land bieten einen Kurs für Menschen an, die für sich ein ehrenamtliches Engagement in der Straffälligenhilfe in Betracht ziehen. Der Kurs beginnt am 26.04.2017, 19.00 Uhr, im Internationalen Begegnungszentrum des Caritasverbandes Wuppertal/Solingen, Hünefeldstraße 54a, 42285 Wuppertal, unter dem Thema „Freiwillig in den Knast – verrückt oder was? Bedeutung und Möglichkeit ehrenamtlicher Mitarbeit“. Bei fünf Folgeterminen bis Ende Juni geht es dann unter anderem um den Gefängnisalltag, um Strukturen der Haftanstalten, Aspekte gesellschaftlicher Bedingungen und Hintergründe von Kriminalität und um den Umgang mit den Gefangenen als Ehrenamtlicher. Zum Kurs gehört auch der Besuch einer Justizvollzugsanstalt und Gespräche mit Gefangenen. Interessenten können sich mit Renate Szymczyk, Koordinatorin des Ehrenamtes im Katholischen Gefängnisverein für das Bergische Land beim Caritasverband Wuppertal/Solingen, in Verbindung setzen: Tel. 0202/2805214, E-Mail renate.szymczyk@caritas-wsg.de">renate.szymczyk@caritas-wsg.de.

SPD: Runder Tisch? Erst mal allein für die CDU!

Verkaufsoffener 1. Advent in Remscheid chancenlos“, titelte der Waterbölles am 11. Februar nach der Ratssitzung, in der sich CDU-Ratsmitglied Ralf Wieber (Marketing Innenstadt e.V.) für einen verkaufsoffenen Sonntag am 1. Advent in Remscheid ausgesprochen hatte, parallel zum Lüttringhauser Weihnachtsmarkt. Äußerungen des CDU-Fraktionsvorsitzenden Jens Peter Nettekoven in der gleichen Sitzung ließen auf einen Dissens innerhalb der Fraktion schließen. In ihrer jüngsten Pressemitteilung ruft die CDU nach Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz als Problemlöser: „Die Thematik ‚verkaufsoffene Sonntage‘ hat zu erheblichen Irritationen geführt. (...) Wir fordern daher die zeitnahe Einberufung eines vom Oberbürgermeister moderierten Runden Tisches (...), der die maßgeblichen Akteure  zusammenbringt (...), damit die Verunsicherung nicht noch größer wird.“ Daran sollten, so der Vorschlag der CDU, neben dem Oberbürgermeister und der Rechtsdezernentin auch die betroffenen Bezirksbürgermeister, Vertreter der Gewerkschaft und die Interessenvertreter aus den einzelnen Stadtteilen (Marketingräte, Heimatbund etc.) teilnehmen mit dem Ziel einer Vereinbarung.. „Die Verkaufsoffenen Sonntage sind im Remscheider Rathaus als Chefsache zu behandeln“, so CDU-Fraktionschef Nettekoven, die beiden Bezirksbürgermeister Andreas Stuhlmüller und Markus Kötter, die stellvertretende Bezirksbürgermeisterin Rosemarie Stippekohl und der CDU-Innenstadtvorsitzende Ralf Wieber in ihrer gemeinsamen Presseerklärung.

Die öffentliche Antwort der SPD ließ nicht lange auf sich warten:

  • Jürgen Heuser, SPD-Ratsmitglied für Lüttringhausen: „Einen runden Tisch zu den verkaufsoffenen Sonntagen in Remscheid gab mit der sogenannten „Konsensrunde des Oberbürgermeisters“ bereits. Warum Fraktionsvorsitzender Nettekoven jetzt wieder einen fordert bleibt unklar. Er hat eine unmissverständliche Zusage gegeben. Der traditionelle Adventsmarkt in Lüttringhausen solle keine Konkurrenz bekommen.“
  • Otto Mähler, Bezirksbürgermeister in Alt-Remscheid: „Die Remscheider SPD steht zu ihrem Wort. Wir werden mit den offenen Sonntagen im Advent die Traditionsveranstaltungen in Lennep und Lüttringhausen und den dortigen Einzelhandel unterstützen. Der Marketingrat in Remscheid muss nun für das kommende Jahr endlich gute Ideen vorlegen, um auch in Remscheid rechtssichere Sonntagsöffnungen zu ermöglichen. Scheinbar besteht eher Bedarf, dass sich die CDU intern einmal zu einem runden Tisch zusammensetzt, um zu klären, was denn nun gilt und was nicht.“

Floris M. Neusüss, der Lehrer der „lichtreichen Schatten"

Der Remscheider Künstler Klaus Küster und Floris M. Neusüss, von 1972 bis 2002 Professor für experimentelle Fotografie an der Kunsthochschule in Kassel, der am 3. März 80 Jahre alt wird, haben neben dem künstlerischen Interesse an Fotogrammen (der direkten Belichtung von lichtempfindlichen Materialien) noch etwas gemeinsam: sie sind gebürtige Lenneper.

Auf der Suche nach Fachliteratur über Fotogramme stieß Küster im Jahre 1970 auf den Namen von Floris M. Neusüss. Doch es dauerte bis 1991, bis sie sich kennenlernten. Anlass war die Brüsseler Ausstellung „Das Fotogramm in der Kunst der Gegenwart in Europa“, an der sich beide mit Arbeiten beteiligt hatten, ohne vorher von der Teilnahme des anderen gewusst zu haben. Seitdem haben die beiden Lenneper den Kontakt nicht mehr abreißen lassen.

von Klaus Küster

Floris M.Neusüss wird 80 Jahre alt. Am 3. März 1937 wurde er in Lennep geboren. Aus seiner Schulzeit gibt es aus dem Jahre 1953 eine von ihm – der damals noch Schüler am Lenneper Röntgen-Gymnasium war – aufgenommene Fotografie, welche ein hochformatiges schwarzes Rechteck zeigt, in dem wenige weiße Linien andeuten, dass es sich um eine Tür handelt, die einen Spalt breit geöffnet ist. Die Tür selbst ist ebenso wenig zu sehen, wie der Raum, in dem sie sich befindet. Nur das Licht, in diesem Falle ein intensives Gegenlicht, lässt uns den Schlüssel finden, den unsere Erfahrung und unsere Phantasie bereithält, um uns die Räumlichkeit der Dinge zu erschließen. Diese nur auf Lichtlinien reduzierte Aufnahme wirkt heute auf mich wie ein früher Auftakt zum großen Licht-Opus dieses Künstlers, der wie kein anderer die Kunstgeschichte der letzten Jahrzehnte als Lichtbildner, Forscher, Lehrer und Historiker der Fotogramm-Thematik bereichert hat. Noch als Schüler machte er 1954 in der Foto-Arbeitsgemeinschaft des Röntgen-Gymnasiums seine ersten Erfahrungen mit der Fertigung und Gestaltung von Fotogrammen. Noch bis zum 5. März ist im „ Zentrum für Kunst und Medientechnologie“ (ZKM) in Karlsruhe die Ausstellung „Floris Neusüss und Renate Heyne: Leibniz´Lager  Sammlunswelten i Fotogrammen“ zu sehen.

Klassische Fotogramme sind Bilder, die durch Belichtung ohne Fotoapparat in einer Dunkelkammer entstehen. Der Schatten eines kurzzeitig beleuchteten Objekts bleibt hierbei auf einem lichtempfindlichen Papier (fotografisches Material) nach dem Entwicklungs- und dem nachfolgenden Fixier-Bad als weiße Silhouette, ja als die Spur des Objekts in dunklem Umfeld erhalten. Zum Vergleich denke man z.B. an die helle Spur eines Kleidungsstückes im geröteten Hautumfeld nach einem Sonnenbrand. Die Fotogramm-Methode entstand am Anfang der Fotografie-Geschichte. William Fox Talbot praktizierte sie um 1834-1835 in seinen „photogenischen Zeichnungen“ indem er Pflanzenteile auf – zuvor in einer Silbernitrat-Lösung lichtempfindlich gemachte – Papiere legte und diese dann belichtete.

Interessierte Besucher der städtischen Galerie in der Scharffstraße nahmen 1998 die Gelegenheit wahr, einen umfangreichen Querschnitt aus dem Fotogramm-Schaffen von Floris M. Neusüss kennenzulernen. In der Graphothek der Remscheider Stadtbibliothek kann man immer noch Werke von Floris Neusüss gegen ein kleines Entgelt für drei Monate ausleihen.Neusüss begann sein Studium mit Wandmalerei bei Ernst Oberhoff an der Wuppertaler Werkkunstschule (einen Studiengang Fotografie gab es damals in Wuppertal noch nicht). Es folgten weitere Studien an der Bayrischen Staatslehranstalt für Fotografie bei Hanna Seewald in München und bei Heinz Hajek-Halke an der Hochschule der Künste in Berlin. Seine zwischen 1958 und 1960 in München entstandene früheste Werkgruppe ist noch weitgehend von der Kamera-Fotografie geprägt. Sie umfasst Belichtungsmontagen mit großer Kamera, Doppelbelichtungen auf Glas-Negativen, Landschaften und Portraits. Ab 1960 entstanden in München, Wien und Berlin seine ersten 2,60 m hohen, lebensgroßen Körperfotogramme. Sie beeindruckten L. Fritz Gruber so sehr, dass er diese Aufsehen erregenden Arbeiten 1963 auf der Kölner Photokinau präsentierte. Von 1972 bis 2002 war Neusüss Professor für experimentelle Fotografie an der Kunsthochschule in Kassel.

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Netzwerk informierte ehrenamtliche Flüchtlingshelfer

Pressemitteilung der IHK

„Die Teilnehmer waren sehr engagiert und interessiert. Das freut uns natürlich sehr.“ Dieses positive Fazit der Infoveranstaltungen für ehrenamtliche Flüchtlingshelfer in Wuppertal, Solingen und Remscheid zieht Carmen Bartl-Zorn von der Industrie- und Handelskammer (IHK) Wuppertal-Solingen-Remscheid. Diese wurden vom „Bergischen Netzwerk zur Integration von Flüchtlingen in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt“ durchgeführt. Das „Bergische Netzwerk zur Integration von Flüchtlingen in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt“ besteht aus den drei kommunalen Ausländerbehörden und Integrationszentren, den drei Jobcentern, der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal, den Kreishandwerkerschaften Wuppertal-Solingen und Remscheid sowie der Bergischen IHK.

Am 1. Februar in der IHK-Lehrwerkstatt in Solingen, am 2. Februar in der IHK-Geschäftsstelle in Wuppertal und am 20. Februar im Neuen Lindenhof in Remscheid informierten sich insgesamt 75 ehrenamtliche Flüchtlingshelfer über die Integration von Flüchtlingen in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt. Nach einem kurzen Bericht zur aktuellen Situation in der jeweiligen Stadt, gab es Vorträge darüber, wie der Weg für die verschiedenen Flüchtlingsgruppen in Arbeit und Ausbildung nun konkret abläuft und wie die zentralen Anlaufstellen in der Stadt dabei unterstützen. Dabei wurde eine Vielzahl der vorab eingereichten Fragen der Flüchtlingshelfer bereits beantwortet, aber gleichzeitig auch deutlich, dass die Arbeit der vielen Ehrenamtlichen für die Integration einen unschätzbaren Wert hat.  Anschließend war Zeit für konkrete Anliegen und zum Netzwerken, was von den ehrenamtlich Engagierten gerne genutzt wurde. Und so konnten nicht nur viele konkrete Fragen zur Integration ihrer „Schützlinge“ beantwortet, sondern auch Kontakte zu den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Bergischen Netzwerks geknüpft werden. „Damit ist eine gute Basis gelegt worden, auf der nun die Zusammenarbeit zwischen dem Ehrenamt und der behördlich-institutionellen Seite der Integration von Geflüchteten wachsen kann. Insgesamt sind wir bei dem Thema im Städtedreieck sehr gut aufgestellt“, so Carmen Bartl-Zorn.