Skip to content

Anzeige

Bau-Innung Remscheid Innung für elektrotechnische Handwerke Remscheid Fachinnung für Metall- und Graviertechnik Innung für Sanitär- und Heizungstechnik Remscheid
Dachdecker-Innung Remscheid Friseur-Innung Remscheid Maler- und Lackierer-Innung Remscheid Kraftfahrzeughandwerk Remscheid

Tor zum Kirchgarten zeigt die „Lutherrose“

von Hans Kadereit

In diesen Tagen ist ein halbes Jahrtausend vergangen, seit am 31. Oktober 1517 Martin Luther „eigenhändig die 95 Thesen an der Tür der Schlosskirche in Wittenberg genagelt hat“. Historisch ist das „eigenhändige“ umstritten, denn er kann es auch dem dortigen Hausmeister überlassen haben. Jedoch hat er sie „als Auffassung in einem Brief an den Erzbischof von Mainz und Magdeburg sowie Albrecht von Brandenburg in Umlauf gebracht“. So ist es in alten Schriften nachzulesen.

Ab dem Jahr 1530 verwendete Luther für seinen persönlichen Briefverkehr ein Siegel, das später „Lutherrose“ genannt und zum Symbol der evangelisch-lutherischen Kirchen wurde. Maß genommen hierfür hat Luther beim „Löwen- und Papageien-Fenster“ in der Kirche des Augustinerklosters in Erfurt (dort auch heute noch zu besichtigen), wo Martin Luther in den Jahren 1505 bis 1512 als Augustinermönch lebte. Solche Siegel für Briefe sind übrigens schon 300 Jahre früher verwendet worden.

Dieses spezielle Siegel „wurde 1530 im Auftrag des Prinzen und späteren Kurfürsten von Sachsen, Johann Friedrich des Großmütigen, für Luther erstellt, als dieser sich während des Reichstags zu Augsburg 1530 in der Veste Coburg aufhielt. Lazarus Spengler schickte Luther eine Zeichnung des späteren Siegels zu. Luther betrachtete es als Ausdruck bzw. Zusammenfassung seiner Theologie und seines Glaubens, “ heißt es in Wikipedia.

In Lüttringhausen hatte Martin Luther schon früh große Bedeutung. Nach dem Bau der Goldenberger Kirche 1954 erhielt die Pforte zum Kirchgarten ein schmiedeeisernes Tor, gefertigt von einem Kunstschmied. Darauf die „Lutherrose“ als Erinnerung an den großen Reformator. Ein Foto dieses Gartentor ist übrigens auch in Wikipedia unter „Lutherrose“ zu sehen.

63 Kilometer in nur vier Stunden und 22 Minuten

Rund 3.200 Läuferinnen und Läufer wagten sich gestern in Remscheid-Lennep beim 17. Röntgenlauf auf eine nasse und deshalb nicht ungefährliche Strecke über Stock und Stein. Als gegen 7 Uhr orkanartige Böen über Deutschlands Norden fegten – mit Auswirkungen auf das Bergische Land –, schien der beliebte Landschaftslauf für kurze Zeit gefährdet. Doch dann gab der ausrichtende Röntgen Sport Clubs e.V. nach Beratungen mit Polizei und Feuerwehr doch grünes Licht, wie Sportdezernent Thomas Neuhaus (Vorsitzender des Vereins) und Wolfgang Görtz (Vorstandsmitglied) dem Waterbölles im Video berichteten. Ein Film mit Impressionen vom Start und Ziel im Sportzentrum Hackenberg, beginnend beim Start zum Fünf-Kilometer-Crosslauf am Nachmittag, als die Sieger des Ultra-Marathons schon feststanden. Der erste Läufer, Jan Kaschura aus Holzminden (Foto), brauchte für die 63 Kilometer trotz glitschiger Strecke übrigens nur vier Stunden und 22 Minuten und zwei Sekunden. Er gewann das Rennen damit zum dritten Mal hintereinander. Die schnellste Frau war mit vier Stunden, 56 Minuten und 51 Sekunden Juliane Totzke aus Gräfenroda in Thüringen (neuer Streckenrekord bei den Frauen).

"Kontrastprogramm" an der Halskestraße auf Honsberg

Wind und Wetter waren am Samstagabend kein Hindernisgrund für Kulturfreunde, in der „Nacht der Kultur“ auch den Stadtteil Honsberg zu besuchen. Denn auch dort (wie in Hasten, Lennep, Lüttringhausen und vor allem in der Innenstadt) hatten Künstler und gastgebende Kunstfreunde vierlerlei aufgeboten, so dass es schwerfiel, aus den zahlreichenAngebote auszuwählen.

Bewsucher/innen von dem Haus Halskestraße 30. Foto: Hans Georg Müller.Im (zur Feier des Tages einmal auf Zimmertemperatur beheizten) Haus Halskestraße 30 sorgte Christian Ose mit einer Lichtleiter und "Leuchtlokomotive" für eine optische Verbindung zwischen Halske- und Siemenstraße und beeindruckte im Übrigen mit starken Frauenbildnissen. Die Fotoschau mit dem Titel " Der Blick zum Hof" von Maria Müller zeigt die Hinterfront der Straßenzeile Siemenstraße, wo ein Einwohner seine morgendlichen Rituale pflegt, und eindrucksvolle Makroaufnahmen aus dem Pflanzen- und Tierreich. Eine Ausstellung von Bildern der Remscheider Malerin Claudia Fey und ihrer Schülerin Andrea Weyand (Premiere) schmückte das Obergeschoß. Nach dem Fototripp mit einem Gast aus Wuppertal durchs Graffitiland Honsberg konnte sich Fotograf Hans Georg Müller in seinem Studio unterm Dach bei seinen Exponaten aufwärmen. Auich viele neue Fotos von der Nordsee gab es dort zu sehen.

Aus dem Erdgeschoss dröhnte und wummerte harte Musik der Band "Grenzenlos frei"  durch alle Etagen. Jedermann war eingeladen, selbst zum Mikrophon zu greifen. Eine junge Frau aus Afghanistan nahm das Angebot eines „Kontrastprogramms“ an und sang gefühlvolle Melodien aus ihrer unruhigen Heimat.

Internationale Jugendbegegnung mit Musik

Pressemitteilung der Schule für Musik, Tanz & Theater e.V.

Rund vierzig Kinder und Jugendliche des Kinder- und Jugendorchesters "Druschba" sind in der vergangenen Woche mit Betreuerinnen und Betreuern nach Moskau gereist. Dort treffen sie auf Kinder und Jugendliche der russischen Kinderkunst- und Musikschule „Strawinsky“, um gemeinsam an dem vom deutschen Partner organisierten Austauschprogramm mitzuwirken. Am ersten Begegnungstag trafen sich alle Beteiligten zu einem großen Gruppenbild auf dem Roten Platz in Moskau. Bei eisigen Temperaturen konnten unter strengen Sicherheitsbedingungen Fotos gemacht werden.

Die Reise steht einmal mehr im Zeichen der "Sport trifft Kultur"-Initiative der Schule für Musik, Tanz & Theater e.V. und dem Fallschirm-Club Remscheid e.V. Viele der jugendlichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben bereits bei vorherigen Jugendbegegnungen Freundschaften geschlossen. Andere wiederum sind neu mit dabei; die Begegnung ist mit viel Neugier auf Land und Leute verbunden.

Die diesjährige Ost-West-Jugendbegegnung steht unter dem Motto: "Musik verbindet - Musik schlägt Brücken". Mit großem Engagement hat der Musikalische Leiter Lev Zlotnik erstmals drei Konzerte in Moskau organisiert. Eines davon im russischen Ministerium des Auswärtigen Amts - ein Höhepunkt der bisherigen Begegnungen und Konzertaufführungen. Vor ca. 250 geladenen Gästen – Diplomaten, Vertretern des Sports und der russischen Föderation „Fallschirmsport“ sowie von Kultur und Wirtschaft –  präsentierten die Gäste und Gastgeber ein gemeinschaftliches Konzert auf hohem Niveau. Als Vertreter der Deutschen Gruppe konnte der Geschäftsführer der Schule für Musik, Tanz & Theater e.V., David Schmidt, eine Grußbotschaft des Oberbürgermeisters der Landeshauptstadt Düsseldorf verlesen. Denn Moskau und Düsseldorf pflegen eine 25-jährige Städtepartnerschaft. Aktuell ist die Deutsche Jugendgruppe bereits auf dem Wege nach St. Petersburg. Dort finden zwei Konzertauftritte statt.

Schwerer Unfall mit sechs Verletzten

Auf der Straße Dörpmühle in Lennep kam es gestern gegen 16.10 Uhr zu einem schweren Unfall. Der Fahrer (29 Jahre) eines Renault, der Richtung Hückeswagen fuhr, verlor aus unklarer Ursache die Kontrolle über sein Fahrzeug. Er geriet auf die Gegenfahrbahn und kollidierte mit dem Citroen eines 46-jährigen Mannes aus Hückeswagen. In dem Citroen befand sich auch die Ehefrau (41 Jahre) und die drei Kinder (Jungen im Alter von 4, 6 und 8 Jahren) des Mannes, sowie ein Hund. Bei dem Unfall verletzte sich der 29-jährige Remscheider schwer. Ein Rettungswagen brachte ihn zur intensivmedizinischen Behandlung in eine Klinik.
Auch alle Familienmitglieder im Citroen mussten im Krankenhaus ärztlich versorgt werden, waren jedoch leicht verletzt. Der Hund der Familie zog sich ebenfalls Verletzungen zu und wurde von einem Tierarzt versorgt. Im Rahmen der Unfallermittlungen stellte sich heraus, dass der Fahrer nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis war. Beide Autos waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Der Sachschaden beläuft sich auf etwa 30.000 Euro. (aus dem Polizeibericht)

Noch wabert viel Nebel um die Böker-Villa

Für das bisherige Domizil der Musik- und Kunstschule (MKS) – die Bökervilla, Elberfelder Straße 20 – sucht die Stadt Remscheid  seit nunmehr drei Jahren einen Käufer. Trotz zeitweilig anderer „Wasserstandsmeldungen“ war das bisher leider ergebnislos. Aber vielleicht ist ja jetzt die CDU-Fraktion fündig geworden, besser: Bei ihr scheint sich ein Interessent mit konkreten Kaufabsichten gemeldet zu haben. Als Vermittler tritt hierbei der neue Verein Gründerschmiede e.V. auf, zu dessen Mitgliedern auch die Stadt Remscheid gehört – eine interessante Konstellation. Aber konkret: CDU-Fraktionsvorsitzender Jens Peter Nettekoven hat als Sprecher im Ausschuss für Stadtentwicklung, Wirtschaftsförderung, Energieeffizienz und Verkehr zur Sitzung des Ausschusses am 9. November, der Sitzung der Bezirksvertretung Alt-Remscheid am 12. Dezember sowie zur Ratssitzung am 14. Dezember den Antrag gestellt, die Verwaltung möge „in konkrete Gespräche eintreten mit dem Ziel, in der Böker-Villa mit der Gründerschmiede Remscheid e. V. als Betreiber ein Gründerzentrum einzurichten.

Schon seit längerem beschäftige die CDU die Frage, wie die Böker-Villa in Zukunft genutzt werden solle, heißt es in der Antragsbegründung. „Bisher waren alle Versuche der Stadt, einen Investor für das Gebäude zu finden, erfolglos. Nach unserer Auffassung wäre die Nutzung der Böker-Villa als Gründerzentrum ideal. Hiervon könnten wertvolle Impulse für den Bökerspark, den Friedrich-Ebert-Platz sowie die gesamte Innenstadt von Remscheid ausgehen. Nach unseren Informationen hat es schon diesbezügliche Gespräche mit dem Oberbürgermeister, dem Innenstadt- Management sowie der Wirtschaftsförderung gegeben. Die in diesen Gesprächen gemachten Vorschläge, so unsere Information, wurden von Seiten der Stadt Remscheid positiv aufgenommen und als großer Gewinn für die Innenstadt bezeichnet.“

Die Gründerschmiede habe auf Anregung der Stadt ein Konzept vorgelegt, welches eine Nutzung der Böker-Villa über alle Etagen vorsieht, heißt es in dem Antrag weiter. Und: „Alle notwendigen Partner sowie ein Investor, der das Gebäude kaufen will, sind an Bord und stehen gleichsam ‚Gewehr bei Fuß‘. Wir halten das Ganze für eine ausgezeichnete Idee und fordern daher die Verwaltung auf, alle notwendigen Schritte einzuleiten, damit die Böker Villa als Gründerzentrum mit Gastronomie genutzt werden kann.“

Abschließend äußert die CDU die Bitte, den Kommunalpolitikern in Absprache mit der Gründerschmiede Remscheid e. V. das erstellte Konzept vorzulegen. Dabei dürften drei Fragen im Mittelpunkt stehen: Wie solvent ist der bisher unbekannte Investor? Wäre ein Verkauf des Objekts für einen ideellen Euro die Basis oder ein Verkauf zu einem marktgerechten Preis? Wie sieht das Nutzungskonzept des Vereins konkret aus?  Auch in ihrem taufrischen Newsletter hüllt sich die Gründerschmiede e.V. in Schweigen und macht lediglich auf den CDU-Antrag aufmerksam. Da wabert also noch viel Nebel um die Böker-Villa.

Gemeinsamer Weg zum Weltkulturerbe

Presseinformation der Stadt Remscheid

Fünf beeindruckende Großbogenbrücken in vier Ländern Europas – jede einzelne von ihnen eine revolutionäre technische Meisterleistung, alle gebaut in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und alle bis heute erhalten. Jetzt sollen sie gemeinsam zum Weltkulturerbe werden: die Müngstener Brücke in Deutschland,  die beiden Brücken "Ponte Dom Luis I" und "Ponte Maria Pia" in Portugal, das "Viaduc de Garabit" in Frankreich und die "Ponte San Michele" in Norditalien. Jede dieser Brücken war damals Stolz der jeweiligen Nation. Heute erkennen wir vor allem die Verbindung: Die fünf Großbrücken sind konstruktiv eng miteinander verwandt und veranschaulichen, wie sich im 19. Jahrhundert Techniken entwickelt haben, die für den modernen Großbrückenbau wegweisend sind.

Die Initiative ist einzigartig: Partner aus vier Ländern Europas engagieren sich gemeinsam, um eine gemeinschaftliche Bewerbung als "transnationales serielles UNESCO-Welterbe" auf den Weg zu bringen. Der Startschuss fällt mit dem international besetzten Fachkongress "Brücken im UNESCO-Welterbe", der gestern und heute – pünktlich zum 120. Geburtstag der Müngstener Brücke – in Haus Müngsten tagt(e).

Der Anstoß kam von den drei Oberbürgermeistern des Bergischen Städtedreiecks, Burkard Mast-Weisz, Remscheid, Tim Kurzbach, Solingen, und Andreas Mucke, Wuppertal. Bei der Tagung begrüßen sie ihre Amtskollegen Renzo Rotta, Bürgermeister der Stadt Paderno d'Adda in Italien, Gérard Delpy, Bürgermeister von Ruynes-en-Margeride in Frankreich und Rui Loza, stellvertretender Bürgermeister der Stadt Porto in Portugal, zudem Experten aus Deutschland und Europa. Mitveranstalter sind ICOMOS Deutschland (Internationale Rat für Denkmalpflege) und TICCIH Deutschland (International Commitee for the Conservation of the Industrial Heritage). Beide Institutionen beraten das UNESCO-Welterbe-Komitee, das für die Einschreibung in die UNESCOWelterbeliste zuständig ist.

Artikel vollständig lesen

11. Lions-Adventskalender bald zu kaufen

Pressemitteilung der Lions Clubs Remscheid „Wilhelm Conrad Röntgen“

Gutes tun für Kinder und Jugendliche in Remscheid – das hat sich der Lions Club Remscheid „Wilhelm Conrad Röntgen“ seit seiner Gründung im Jahr 2004 auf seine Fahnen geschrieben und bekommt dafür mit seinem Adventskalender jedes Jahr rund 13.000 Euro zusammen. Der Verkauf des Kalenders 2017 beginnt am Donnerstag, 2. November, kündigen Joachim Marx, der Motor hinter der Aktion, und die amtierende Präsidentin Dr. Helga Zeschnigk an. Der Erlös des Adventskalenderverkaufs kommt in diesem Jahr den Remscheider Grund- und Förderschulen zugute – und ist zugleich Start für eine neue Lions-Aktion. Der Lenneper Club hat erstmal den „Löwenpreis“ ausgeschrieben. Um diesen können sich die Schulen mit einem Projekt bewerben, das in diesem Schuljahr, spätestens im Kalenderjahr 2018, umgesetzt wird. Damit wollen die Lions den Schulen helfen, Projekte und Ideen in die Tat umzusetzen – vom Anti-Gewalttraining bis zum Kreativtag –, für die ihnen selbst die finanziellen Mittel fehlen. Das Bewerbungsformular finden Schulen auf der Homepage www.lionsclub-lennep.de. 10.000 Euro aus dem Adventskalenderverkauf schreibt der Club als Preisgeld aus. Wie immer ziert auch in diesem Jahr ein bergisches Motiv den mit Tee gefüllten Kalender im A3- Format. Diesmal ist es die Lenneper Waldkirche an einem sonnigen Schneetag. Jens Uwe Standhaft vom Förderverein der kleinen Kirche hat es aufgenommen und den Lions unentgeltlich für ihre Benefiz-Aktion zur Verfügung stellt.

Mit dem Kauf des Kalenders tun die Kunden nicht nur den Remscheider Schulen etwas Gutes, ein Kalender-Besitzer kann auch selbst gewinnen. Jeder der 3000 Kalender fungiert dank einer Nummer als Los, insgesamt verbergen sich über 120 Sachpreise im Gesamtwert von rund 7000 Euro hinter den Türchen. Die Gewinnnummern werden im Lokalteil des Remscheider General-Anzeigers sowie über die Vereinshomepage www.lionsclub-lennep.de veröffentlicht. Viele Remscheider Unternehmer und Einzelhändler tragen durch ihre Geld- und Sachspenden zur Verwirklichung des Kalenderprojekts bei. Neun Euro kostet ein Kalender. Er wird an fünf Tagen im Allee-Center zu den Öffnungszeiten der Geschäfte verkauft: vom 2. bis 4. November sowie am 10. und 11. November. Am Samstag, 25. November, stehen die Lions zum Kalenderverkauf vor Edeka Rötzel in Hasten.

Unterstützung erfahren die Lions-Mitglieder auch von Geschäftsleuten in Lennep, Lüttringhausen und der Innenstadt, bei denen die Kalender ebenfalls ab November gekauft werden können. Feste Verkaufsstellen sind in Lennep: Modehaus Johann, Kölner Straße 12, der Laden von Lennep Offensiv, Berliner Straße 5, und Hautnah Kosmetik, Rotdornallee 2; in Lüttringhausen: Juwelier Hertel, Gertenbachstraße 41, sowie in der Innenstadt: Optik Kind, Alleestraße 71, Optik Berghoff, Alleestraße 64, Feinkost-Wajos im Allee-Center und Edeka Rötzel, Königstraße 203. Die Ausgabe der Gewinne findet – sofern sie nicht bei den Sponsoren selbst abgeholt werden – im Modehaus Johann in Lennep statt.

„Jedwedes Leben in Parterre ist besser als Leerstand!“

"Was kommt nach dem Einzelhandel?“, fragte der Waterbölles am 21. September. Und so heißt auch die Ausstellung in verschiedenen leerstehenden Geschäften entlang der Alleestraße, mit der die Landesinitiative StadtBauKultur NRW, finanziert vom Bauministerium NRW, noch bis zum 29. Oktober die Gründe für beklemmende Leerstände in der Stadt aufzeigt und fordert, verlorengegangenes städtisches Leben durch neue Ideen zurückzugewinnen. Das Angebot von Innenstadtmanager Jonas Reimann, eigene Ideen für eine zumindest vorrübergehende Nutzung leerstehende Geschäfte an der Fußgängerzone beizutragen, kamen am Mittwoch im früheren Textilhaus Vogel nur wenige Remscheider nach. Das bedauerte Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz, als er gestern im Großen Sitzungssaal des Rathauses rund 60 Wirtschaftsförderer und Stadtplaner aus fast 20 nordrhein-westfälischen Kommunen zu der Fachveranstaltung „Gute Geschäfte – Neue Ideen für die Innenstadt“ begrüßte, zu der der StadtBauKultur NRW e. V. eingeladen hatte. „Stimmt, nur wenige waren gekommen“, bestätigte Reimann. Aber es seien „sehr gute Ideen zusammen gekommen“. Welche, sagte er leider nicht. In der gestrigen Ausgabe der Bergischen Morgenpost war von einem Handwerkermarkt mit Arbeiten von Flüchtlingen und Migranten die Rede, zusätzlichen Orten der Begegnung und Ausstellungsmöglichkeiten für Hobbymaler. Das klang „ausbaufähig“!

Als er vor 16 Jahren nach Remscheid gekommen sei, habe er eine „intakte Fußgängerzone“ vorgefunden, erinnerte sich Burkhard mast-Weisz. Seitdem hätten sich große Kaufhausketten wie Kaufhof, Strauss Innovation und Sinn-Leffers ebenso zurückgezogen wie heimische Einzelhändler. Von älteren Remscheidern höre es deswegen oft „Früher war alles besser!“ Eine These für eine wiederbelebt Alleestraße sei, dass mit dem Autos auch wieder mehr Menschen kämen. Doch diese These habe glühende Verfechter und Gegner gleichermaßen. Der OB empfahl, neue Perspektiven in den Bereichen Wohnen, Gastronomie, Hotellerie und Freizeit zu suchen.

Dass sich der kleinteilige, eigentümergeführte Einzelhandel wegen veränderten Einkaufsverhalten aus den kleinen Städten und den weniger attraktiven Lagen zurückzieht, konstatieren auch Wirtschaftsförderer, Stadtplaner und Verbandsvertreter des Einzelhandels. Sie sehen keine Chance, die Uhr zurückzudrehen. Und sie warnen gar – wie gestern der Dr. Ares Kalandides vom Stadt- und Regionalentwicklungsbüros INPOLIS - vor dem Motto „Aus Alt mach Neu!“ Nicht auf neuen Einzelhandel komme es an, sondern auf sinnvolle Alternativen (siehe OB). Denn: „Jedwedes Leben in den Erdgeschossen ist besser als Leerstand!“

In diesem Zusammenhang warb Immobilienberater Edgar Neufeld aus Bochum gestern für die „Zwischennutzungsagentur“, um Ideengeber und Immobilienbesitzer an einen Tisch zu bringen. Derweil arbeitet Samaneh Naseri, Stadtplanerin in der Stadtverwaltung Remscheid, an der Ausschreibung einen Beleuchtungskonzept für die Innenstadt, um dunkle Angsträume durch mehr Licht zu beseitigen und andere Orte attraktiver zu machen.

Quimper-Verein und VHS starten "Französisch-Woche"

Kulturdezernent Dr. Christian Henkelmann ist fest davon überzeugt: „Völkerverständigung muss ständig gepflegt werden“. Das helfe gegen Ressentiments. Deshalb begrüße er die Städtepartnerschaftswoche Remscheid-Quimper vom 6. bis 11. November, die der Verein Städtepartnerschaft Remscheid-Quimper e.V. unter dem Vorsitz von Claudia Nast und das Kommunale Bildungszentrum (Leiterin Nicole Grüdl-Jakobs) vereinbart haben. Denn: „Kultur öffnet die Herzen“, so Henkelmann. Ähnliche Partnerschaftswochen mit den übrigen Partnerschaftsvereinen in Remscheid sollen in den nächsten Jahren folgen, wobei noch kein zeitlicher Ablauf der Vereine vereinbart ist.

Mit „Remscheid-Quimper“ macht jedenfalls der größte und älteste Partnerschaftsverein Remscheids den Anfang. Der Verein habe mehr als 300 Mitglieder und erhebe pro Mitglied einen Jahresbeitrag von 20 Euro, berichtete Claudia Nast gestern bei einem Mediengespräch im Büro des Stadtdirektors. In der Partnerstadt Quimper in der Bretagne sei sie erstmals 2009 gewesen, inzwischen insgesamt schon sieben Mal. Zahlreiche Urlaube, zumeist in Südfrankreich, seien vorausgegangen, und mit diesen sei dann ihre Liebe zu Frankreich gewachsen – und das Interesse an der französischen Sprache. Die habe allerdings erst aufgefrischt werden müssen. (Tochter Julia schreibt übrigens gerade ihre Masterarbeit im Studienfach Geschichte – zum Thema „Städtepartnerschaft“.)

Französische Woche“

Dienstag, 7.11.17, 17:45-19:15 Uhr
Französisch-Konversations-Kurs
im Foyer des Kommunalen Bildungszentrums
Dozentin: Odile Voss
Öffentlich tagender Kurs der VHS. Teilnahme frei.

Mittwoch, 8.11.17, 14:30-18:00 Uhr
Typisch bretonisch: Crêpes
Mitglieder des Partnerschaftskomitees backen im Foyer des Kommunalen Bildungszentrums Crêpes, dazu können Sie eine Tasse Kaffee genießen.

Donnerstag, 9.11.17, 18:30-21:00 Uhr
Chantons ensemble - französischer Mitsingabend
im Foyer des Kommunalen Bildungszentrums
Anmeldung über die VHS, Kurs Nr. 42201, 7,50 Euro.

Freitag, 10.11.17, 19:30-21:30 Uhr
Filmabend: „La famille Belier / Verstehen Sie die Beliers?"
Eintritt frei. Inhalt: Die 16-jährige Paula lebt gemeinsam mit ihrer Familie auf einem Bauernhof. Alle bis auf Paula sind gehörlos. So lebt Paula ihr Leben als Vermittlerin zwischen ihrer Familie und der Welt der Hörenden. Doch eines Tages möchte Paula einem Jungen, in den sie sich verliebt hat, näherkommen und beschließt daher, dem Schulchor beizutreten.

Samstag, 11.11.17, 12:30-13:00 Uhr
Antonella Abbatiello: „Das Allerwichtigste / Le plus important"
Ein Bilderbuchkino auf Französisch in der Kinder- und Jugendbibliothek für Kinder ab vier Jahren (mit Ulla Schulz). Eintritt frei. Inhalt: Die Tiere des Waldes streiten sich. Der Igel meint, es sei das Wichtigste, Stacheln zu haben, die Giraffe hält einen langen Hals für das Wichtigste und der Vogel, Flügel zu haben. Ob die kluge Eule eine gute Lösung findet?

Bei der VHS Remscheid lägen die Französisch-Kurse nach Englisch und Spanisch auf dem dritten Platz, sagte Nicole Grüdl-Jakobs. Schon seit Jahrzehnten im Angebot sind die Konversationskurse mit der Dozentin Odile Voll, einer gebürtigen Französin aus Quimper. Mit ihrem „Schnupperkurs“ im Foyer der Stadtbücherei beginnt die „Französische Woche“ am Dienstag, 7. November, um 17.45 Uhr offiziell, verbunden mit einer kleinen Ausstellung im Foyer mit Büchern, Dokumenten und Fotos zur Städtepartnerschaft im Allgemeinen  (Deutschland) und Besonderen (Quimper) . Inoffiziell  beginnt die Woche allerdings schon am Montag, 6. November, um 19 Uhr beim „Französisch-Stammtisch“ des Partnerschaftsvereins in der „Erlebbar“ an der Hindenburgstraße (jeden ersten Montag im Montag). Denn Gäste sind dazu immer herzlich willkommen.

Was auch noch zu dieser Partnerschaftswoche gepasst hätte, aber erst am 8. Dezember auf dem Spielplan des Teo Otto Theater steht, wie Henkelmann ergänzte, ist das Gastspiel „Französisch - Immer wieder ein Hochgenuss“ von und mit Michael Frowin und Dietmar Loeffler. „Eine Kooperation zur deutsch-französischen Freundschaft mit dem Verein „Städtepartnerschaft Remscheid-Quimper e.V.“, heißt es im Programm des Theaters. Ein Abend mit Liedern von Jacques Brel, Charles Aznavour, Barbara und George Brassens, allesamt Inbegriff des französischen Chansons. Frowin und Loeffler präsentieren sie pur, mitreißend, ganz persönlich und – in deutscher Übersetzung und damit überraschend neu.

Einen Tag später steht im Quimper-Vereine die alljährliche Fahrt zum Weihnachtmarkt in Quimper an, im Kofferraum wieder jeder Menge Christstollen, große und kleine. Sie sind in der Bretagne ebenso beliebt wie die Crêpes, die Vereinsmitglieder beim Ideellen Weihnachtsmarkt in Lüttringhausen backen.

Bürgerbus-Fahrplan zur Nacht der Kultur

Edeka Markt  -  Hasten Museum  -  Steffenshammer 
Haltestellen   Abfahrtszeiten  
                       
Hasten Feld, Edeka - Markt ab: 17:45 18:15 18:45 19:15     21/15 21:45 22:15  
Hasten Feld, Bussteig B ab: 17:47 18:17 18:47 19:17     Alle 30 21:17 21:47 22:17  
Hasten Museum ab: 17:48 18:18 18:48 19:18             Minuten   21:18 21:48 22:18  
Steffenshammer an: 17:52 18:22 18:52 19:22     21:22 21:52 22:22  
                       
Steffenshammer  -  Hasten Museum  -  Edeka Markt        
Haltestellen   Abfahrtszeiten  
                       
Steffenshammer ab: 18:00 18:30 19:00 19:30     21:30 22:00 22:30  
Hasten Museum ab: 18:04 18:34 19:04 19:34     Alle 30 21:34 22:04 22:34  
Hasten Feld, Bussteig A ab: 18:05 18:35 19:05 19:35             Minuten   21:35 22:05 22:35  
Hasten Feld, Edeka - Markt an: 18:07 18:37 19:07 19:37     21:37 22:07 22:37  

Hin und wieder auch "Stadtteil-Café" am Honsberg

Foto: Hans Georg Müller.Hin und wieder duftet es im großen Saal des Neuen Lindenhofs nach gutem Kaffee. Auch zu kostenloser Torte und Kuchen lädt der Honsberger Stadtteil e.V. dann die Honsberger Bürger aller Nationen ein. Zu einem" Multikulti-Treff", bei dem man sich kennenlernen und über Belangloses und Wichtiges plaudern kann. Meist sind es fast hundert Bürger, Jung und Alt,  die das Angebot gerne annehmen, und auch umgezogene " ehemalige" Honsberger stoßen immer wieder dazu.  Das nächste "Stadtteil-Café"  findet übrigens am 29. November statt.