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Politik hofft auf weitere Anmeldungen für Goldenberg

Kurzes Statement nach der Unterschrift

Vier 1. Klassen für Schulverbund „Franziskus“, je zwei am Standort Lennep bzw. Lüttringhausen. Und ebenfalls zwei (kleine) Einstiegsklassen am Hauptstandort der GGS Adolf Clarenbach sowie eine (große!) am Teilstandort Goldenberg. Das war Beschlussvorschlag der Stadtverwaltung für die Sitzung des Schulausschusses am 10. Januar. Doch ein Beschluss kam nicht zustande. Neben der SPD stimmten in der Sitzung auch W.i.R., Linke und Grüne für eine Vertagung der Vorlage zu den Einschulungen im neuen Schuljahr 2018/2019. Begründung: Es bestehe noch Beratungsbedarf. Der ist inzwischen gedeckt: Einstimmig folgten die Ausschussmitglieder in der gestrigen Sondersitzung der Verwaltungsvorlage. Zugleich drückten sie aber angesichts von 28 Anmeldungen für Goldenberg den Wunsch aus, dort mögen noch zwei weitere I-Dötze angemeldet werden. Denn dann könnten dort – statt einer großen – zwei kleine Klassen gebildet werden. Der Waterbölles hat den Verlauf der Sitzung im Video dokumentiert.

Freie drahtlose Internetzugänge bis Ende 2018

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Die Remscheider Stadtverwaltung wird bis Ende 2018 insgesamt 900 Accesspoints, davon alleine 550 an Schulstandorten, angebracht und in Betrieb genommen haben. Von den bereits installierten 350 Zugangspunkten an sonstigen Standorten der Stadt Remscheid – so beispielsweise in Verwaltungsgebäuden –, die sich quer über das gesamte Stadtgebiet verteilen, ist größtenteils der Zugang der Öffentlichkeit zum kostenlosen, freien WLAN über die Freifunkbewegung möglich.

Die erforderliche Infrastruktur für die WLAN-Verfügbarkeit wird von der Abteilung Informationstechnologie des Fachdienstes Interne Dienste der Stadt Remscheid eingerichtet, betrieben und überwacht. Der freie Internetzugang an sich wird in Remscheid über Zugangspunkte, der Telekom und der Freifunkbewegung, die damit auch die Betreiberpflichten übernehmen, realisiert. Außerdem können weitere interessierte Provider die geschaffene Infrastruktur mit nutzen. Der weitere sukzessive Ausbau der WLAN-Infrastruktur befindet sich im Aufbau.

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Kooperative zur Kultur entwickelt „Stories“

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Am 29. Januar fand der erste Workshop mit über 30 Akteuren zum Handlungsfeld „Geschichte und Museen“ der Kulturkooperative im Deutschen Klingenmuseum Solingen statt. Führungspersönlichkeiten aus den Museen, Begegnungsstätten und Archiven in den Städten Remscheid, Solingen und Wuppertal haben das Image, die Identität und die verbindendenden Elemente der „Bergischen Drei“ herausgearbeitet. Die Diskussion wurde durch einen Vortrag von Oliver Scheytt über die bisher in Einzelgesprächen ermittelten Stärken und Schwächen in der kulturellen Zusammenarbeit der drei Städte eingeleitet. Spannend war, was die Expert*innen der einen Stadt über Image und Identität der jeweils anderen beiden äußerten. Erstaunlich viele Gemeinsamkeiten wurden dabei entdeckt und für die weitere Arbeit der Kooperative festgehalten.

Einigkeit bestand darin, dass die „Erzählungen“ künftig zwar auch auf der bergischen Industriegeschichte basieren, aber aus dieser heraus in die Zukunft weiterentwickelt werden sollten. Orte und Persönlichkeiten, die für die Identität prägend sind, könnten im künftigen „Narrativ“ eine noch bedeutendere Rolle spielen. Einig war sich der Kreis, dass sich längst jenseits der industriegeschichtlichen Prägung eine Kunst- und Kulturszene entwickelt hat, die viel stärker in den Fokus der Vermittlung an die Bevölkerung und im Kulturtourismus gerückt werden sollte. Zudem wurden die gemeinsamen Aktivitäten im Bereich des Kulturtourismus und in der Qualifizierung etwa zum Thema „Digitalisierung“ erörtert. Für 2018 sind weitere Workshops zu den Themen „Musik und Festival“ und „Bühne“ geplant. Auch die Thematik „Kulturelle Bildung“ soll im Laufe des Jahres aufgegriffen werden. Zur Vorbereitung wird Prof. Dr. Oliver Scheytt (KULTUREXPERTEN GmbH) zahlreiche Einzelgespräche mit den regionalen kulturellen Akteuren führen, um einerseits vorhandene Netzwerke und Kooperationen festzuhalten, andererseits Wünsche und Vorschläge für zukünftige Wege der Zusammenarbeit zu sammeln.

Waghalsige Kletterei über Reste von "Friederike"

Wenn das bloß gut geht! Foto: Hans Georg MüllerAus dem Spaziergang in Richtung Glüder zum Solinger Tierheim wurde nichts. Schon am Klärwerk Burg wurde ich von einem Biker gewarnt: "Gehen sie nicht weiter! Dahinten ist der Wupperuferweg nur mit alpiner Kletterei zu meistern!" Gleichwohl ging ich doch noch ein Stück und überwand erste vom Orkan "Friederike" umgestürzte Bäume - nicht zur Nachahmung empfohlen!! Mittendrin ein halbwüchsiger Junge mit seiner Oma, die er verzweifelt stützten musste, weil sie festhingen. Nur mit vereinten Kräften und aufmunterndem Zuspruch überwanden wir den Forstdschungel. Auf meine Nachfrage warum die alte Dame mit Gehstock in die " Wüstenei" gestiegen sei, hörte ich als Antwort "Abenteuerlust". Was wieder mal bewies: Alter schützt vor Torheit nicht.

„Runder Tisch der Wirtschaft“ bleibt genutzt

Viel ehrenamtliche Arbeit haben die Remscheider Wirtschaftsjunioren in den vergangenen Jahren investiert, weil sie die Stadt wirtschaftlich und gesellschaftlich weiter entwickeln wollten. Das sei „sicher auch zum Teil gelungen“, meint Thomas Strycker, der Leiter des Wiju-Arbeitskreises „Politik/Wirtschaft“. „Lob gab es von allen Seiten. Dennoch sind viele gute Ideen dieser Arbeitskreise noch nicht realisiert worden.“

Damit wollen sich die Mitglieder des Arbeitskreis in diesem Jahr beschäftigen: „Wir werden unsere Kontakte zu den im Stadtrat vertretenen Fraktionen pflegen und intensivieren, um partnerschaftliche Ansätze für eine kommunale Wirtschaftspolitik im Einklang mit den Zielen der Wirtschaftsjunioren zu finden. Dementsprechend werden wir die im Rat vertretenen Fraktionen zu Fortsetzungen der seit 2012 regelmäßig geführten Fraktionsgespräche einladen.“

Auch Wirtschaftsförderung und DOC sollen Themen sein, etwa in einer  Informationsveranstaltung mit dem neuen Leiter des Referats für Stadtentwicklung, Bauen und Wirtschaftsförderung der Stadt Remscheid, dem Baudezernenten Peter Heinze. „Wir werden die Umsetzung des DOC weiter unterstützen und eine gewissenhafte Realisierung zum Vorteil von Remscheid und der gesamten Bergischen Region begleiten.“ Und auch der von den Wirtschaftsjunioren initiierten und auf Einladung der Oberbürgermeister stattfindenden „Runden Tisch der Wirtschaft“ soll wieder genutzt werden. Die Entwicklung der Remscheider Innenstadt, insbesondere auch die Arbeit der Immobilien- und Standortgemeinschaft (ISG) für die Alleestraße, wollen die Wijjus weiter aktiv begleiten.

"Zirkel des Lernens" nimmt Fahrt auf

Das Projekt der Bergischen Großstädte zur Förderung der Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) nimmt Fahrt auf. Die Klasse des Röntgen-Gymnasiums, die in diesem Schuljahr am "Zirkel des Lernens" teilnimmt, hatte heute zwei MitarbeiterInnen des Gebäudemanagements der Stadt Remscheid zu Gast, die hochaktuelle Einblicke in das Energiemanagement der Schule boten.
Carolin Künz erläutert das Energiemanagement der Stadt Remscheid
Carolin Künz erläutert das Energiemanagement der Stadt Remscheid
Carolin Künz, Energiemanagerin, erläuterte zunächst die allgemeinen Aufgaben ihrer Abteilung und dann die konkreten Möglichkeiten, wie sowohl die SchülerInnen als auch die Stadt selber Heizenergie, Strom und Wasser sparen können.
Für die Schülerinnen und Schüler der 8. Jahrgangsstufe stellte André Hohmann, Sachbearbeiter der Gebäudeleittechnik, in einer Live-Schaltung zur Energiesteuerung der Stadt die aktuellen Verbrauchswerte an Heizenergie und Strom dar. Ein Einblick, den die Schülerinnen und Schüler morgen durch einen Gang zur Energiezentrale des Röntgen-Gymnasiums und in der kommenden Woche mit der Besichtigung des Blockheizkraftwerkes der EWR an der Neuenkamper Str. vertiefen werden.
Damit ist diese Klasse dabei, die Energiesituation ihrer Schule zu analysieren. Im weiteren Verlauf stehen dann die Bewertung der ermittelten Fakten und die Ideenfindung für die Energiezukunft der Schule an.
Andrè Hohmann mit einer Live-Schaltung zur Energiesteuerung der Stadt
Andrè Hohmann mit einer Live-Schaltung zur Energiesteuerung der Stadt
Das Projekt "Zirkel des Lernens" wird zur Zeit in allen drei Bergischen Großstädten an neun Schulen durchgeführt. Es wird von der Stiftung Umwelt und Entwicklung in Bonn gefördert und läuft insgesamt über einen Zeitraum von 2 Jahren.
Beteiligt sind neben den teilnehmenden Schulen in Wuppertal der Förderverein der Station Natur und Umwelt als Projektträger, in Solingen und Remscheid die Regionalen Bildungsbüros, in Solingen der städtische Strategiebereich Nachhaltige Entwicklung, in Remscheid die Natur-Schule Grund und koordinierend Liesbeth Bakker (Ideaalwerk) aus Wuppertal.

Literarische Schreibwerkstatt geht weiter

Unter der Überschrift „Angekommen“ verfassten zwölf Schülerinnen und Schüler der 9. und 10. Klassen der GHS Hackenberg eine Erzählung aus dem deutsch-indischen Lebensumfeld. Der deutsch-indische Autors Rajvinder Singh, 2004 Stadtschreiber in Remscheid, nahm die schreibbegeisterte Gruppe mit auf eine Reise in den Norden Indiens und ließ sie hierbei einen Protagonisten dieses Subkontinent begleiten.

Die fünf Phasen der Erzählung wurden von je einer Arbeitsgruppe bearbeitet und dann in Kooperation mit dem Autor zusammengefasst, wobei die richtige Wortwahl in jeder Situation ein entscheidendes Kriterium darstellte. „Wörter haben ähnlich wie Menschen eine Persönlichkeit. Die muss man ihnen lassen“ – nach diesem Credo formulierten die Schüler die Erzählung auch unter landeskundlichen Aspekten.

Jasmina und Nicole freuten sich darauf, gezeigt zu bekommen, wie man „ bessere Texte“ verfasst, weil sie gerne Fantasy-Geschichten verfassen würden, und Christian wollte gerne seine „blühende Fantasie“ ausleben. Sehr überzeugend trugen die Autorinnen und Autoren ihre Erzählung einem aufmerksamen Schüler- und Lehrerpublikum vor.

Das Schulangebot der Veranstaltergruppe „Interkulturelle Lesereihe“ setzt sich in diesem Jahr mit einer Schreibwerkstatt des deutsch-türkischen Lyrikers und Autors Nevel Cumart in der Albert-Einstein-Gesamtschule  und einer weiteren in der Albert-Schweitzer-Realschule fort.

Haushalte von Grundsteuer entlastet

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Remscheids Grundstückeigentümer erhalten in diesen Tagen die Grundabgabenbescheide. Die Verwaltung erreichen derzeit zahlreiche Nachfragen, warum diese für das Jahr 2018 eine geringere Grundsteuer B als im Jahr zuvor ausweisen. Grund für die verminderte Jahressteuer ist die Senkung des Hebesatzes der Grundsteuer B für sonstige Grundstücke und Gebäude von ehemals 784 Prozent auf 640 Prozent. Das bedeutet eine Senkung um rund 20 Prozent. Mit dieser Senkung lösen Stadtrat und Stadtverwaltung ihr Versprechen weitestgehend ein, dass sie im Jahr 2015 gegenüber den Remscheiderinnen und Remscheidern abgegeben haben.

Um den städtischen Haushalt für das Haushaltsjahr 2016 zu konsolidieren, hatte der Stadtrat auf Vorschlag der Verwaltung im November 2014 beschlossen, die Grundsteuer B zum 1. Januar 2015 von 600 Hebesatzpunkten auf 784 Hebesatzpunkten zu erhöhen. Dieser Schritt war erforderlich, weil ohne eine Erhöhung der Grundsteuer B der gesetzlich vorgeschriebene Haushaltsausgleich im Jahr 2016 nicht hätte erreicht werden können. Als Folge hätte die Stadt Remscheid keine weiteren Zuweisungen im Rahmen des Stärkungspaktgesetzes erhalten. Auch notwendige Investitionen hätten nicht mehr durchgeführt werden können. Der Hebesatz wurde deshalb in den Jahren 2015 bis 2017 auf 784 von Hundert angehoben. Die Befristung war gekoppelt an die Zusage der Bundesregierung, die Stadt Remscheid spätestens ab 2018 in höherem Umfang als bisher bei den Aufwendungen für die soziale Sicherung, beispielsweise für die Eingliederung von Menschen mit Behinderungen, zu entlasten.

Die Jahre 2016 und 2017 konnten so – erstmalig nach einem Vierteljahrhundert – mit einem leichten Überschuss abgeschlossen werden. In beiden Jahren konnte die Stadt Remscheid deshalb erstmals auch Schulden zurückzahlen. Diese Entwicklung hat es ermöglicht, den Grundsteuerhebesatz in einem ersten Schritt um 20 Prozent zu senken.

Lena Bachmüllers Erbe

von Alma Mühlhausen

In dem alten Fachwerkhause, das sich so nahe an den Bergwald drängte, dass kaum Platz für das kleine Blumengärtchen blieb, bewohnte Lena Bachmüller zwei Bodenkammern. Waren auch die Räume, die in der Sprache der Einheimischen „Uohlerbüenen" hießen, winzig und schief, so genügten sie Lenas Ansprüchen vollkommen. Der Ausblick aus dem schmalen Fenster, vor dem die Waldkulisse in majestätischer Schönheit lag, entzückte jeden Naturfreund. Und zu jeder Jahreszeit war es ein anderes Bild, das den Beschauer fesselte: Wenn im Frühjahr das jauchzende Lebenslied der Quellen den Bergwald aus seinem Winterschlaf weckte, und der Alte, ein wenig verschämt noch, seinen Birken einen zartgrünen Schleier umhängte, war es Lena, die sein Erwachen zuerst wahrnehmen durfte. Weit sperrte sie dann die kleinen Fenster auf, damit der frische Atem des "Waldes hereinströmen konnte. Und wenn im Spätsommer die Brombeerhecken sich unter der süßen Last der Beere duckten, die Heide ihren violetten Schimmer über die Hänge streute und die Vogel­kirschen korallenrot durch die Zweige glühten, war es wiederum Lena, die des Sommers hohe Zeit in ihrem ganzen Märchenzauber erlebte.

Und die Zeit der Erikablüte war es auch gewesen, als Lena und der junge Gärtner ihre Liebe einander offenbart hatten. Glückselig waren sie durch den Wald gestreift und aus den rosenroten Heidestäudlein hatten die Liebenden wunderhübsche Körbchen geflochten und mit korallenroten Vogelbeeren geschmückt: „Oh, rosenfarbiger Märchenschein! Ein jedes Stäudlein leuchtet und sprüht. Ein Wunder ist's, wenn die Heide blüht im späten Sommer am Rain.

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Unterstützung in entspannter Atmosphäre

Barbara Zirbes, Arbeitskreis Asyl Remscheid. Foto: Lothar Kaiservon  Barbara Zirbes *)

Unsere Lernwerkstatt und Beratungsstelle für Reha-Jugendliche, junge Erwachsene und Neuzugewanderte am Eisernstein in Lüttringhausen, Barmer Straße 5,  hat in den vergangenen 18 Monaten eine zufriedenstellende und gute Arbeit geleistet. Einige Kooperationspartner und Ehrenamtliche haben unsere ganzheitliche, praktische Arbeit mit getragen und geholfen, die betroffenen  Menschen zu fördern und ihnen eine Perspektive für ihren weiteren Lebensweg zu geben. Dafür danken wir ganz herzlich.

Da wir in 2016 und 2017 keinerlei finanzielle Unterstützung für diese Arbeit durch das Land oder die Stadt Remscheid erhalten haben, waren wir gezwungen, uns selber durch unsere Tätigkeiten in der Lernwerkstatt zu finanzieren. Das war mühsam und manchmal sehr anstrengend, hat uns jedoch flexibel, kreativ, selbstbewusst und autark gemacht. Enttäuschungen und Rückschläge (wie z.B. nicht ausgezahlte BuT-Gelder, obwohl dafür gearbeitet, nicht bezahlte Rechnungen für Dolmetschertätigkeit für den ASD oder Nichtberücksichtigung bei Landesförderungen wie Komm An NRW II durch die verteilende städtische Stelle) haben uns manchmal frustriert, aber nicht entmutigt. Wir haben im Stadtteil im vergangenen Jahr viel Zuspruch erfahren, das tat gut und war auf der kommunikativen Ebene und bei den Tätigkeiten in der Lernwerkstatt hilfreich.

Unser Dachverband - Der Paritätische - und unser Vermieter haben uns den Rücken gestärkt, moralisch und mit einer finanziellen Entlastung, das hat uns geholfen, schwierige Zeiten zu überstehen. Interessant und schön ist, dass sich unsere Lernwerkstatt auch für viele ältere und kranke Menschen im Stadtteil als Informations-, Orientierungs- und Kommunikationsort entwickelt hat. Ein gespendetes Sofa, ein Sessel und bequeme Stühle, ein kostenfreier Tee oder Kaffee sowie pragmatische, kompetente Ansprechpartner schaffen eine gute, entspannte Atmosphäre, in der vor allem alleinstehende bzw. Menschen mit einem Handikap gerne verweilen und sich trauen, um Rat und Unterstützung zu fragen.

*) Barbara Zirbes ist die Vorsitzende des Vereins Bildung statt Ausgrenzung e.V.

Spitzenreiter sind Linden, Eichen und Ahorn

Der Zustand des innenstädtischen Grüns interessiert viele, insbesondere der Baumbestand insgesamt und der Zustand der „stadtprägenden“ Bäume. Aus den jüngsten Anfragen der CDU-Fraktion an die Verwaltung ragt daher der Fragenkatalog der CDU vom 21. November 2017 positiv hervor, der jetzt –  zur Sitzung des städtischen Ausschusses für Bürger, Umwelt, Klimaschutz und Ordnung am 6. Februar – mit einem „Stadtbaumzustandsbericht“ beantwortet wurde. Demnach enthält das bei den Technischen Betrieben Remscheid (TBR) geführten Baumkataster aktuell (siehe Kasten rechts unten, Stand 1.12.2017) 4.459 Bäume an Straßen sowie 9.026 Bäume in städtischen Grünanlagen. Insgesamt sind somit 13.485 Bäume einzeln erfasst.

Insgesamt werden allerdings 24.644 Bäume kontrolliert. Die zusätzlich erfassten 11.159 Bäume werden auf sog. Feldern kontrolliert, aber nicht jeder Baum einzeln. Dazu gehören die Bäume in den städtischen Parkanlagen wie z.B. der Stadtpark und der Sieperpark sowie der Bereich der Balkantrasse (gem. Baumkontrollrichtlinie der Forschungsgesellschaft Landschaftspflege und Landschaftsentwicklung e.V.).  (FFL) zwar einzeln ersterfasst und kontrolliert werden. Jedoch werden diese Bereiche als Feldkontrollen und nicht einzelbaumweise geführt, wie dies z.B. auch für Grenzbereiche und Waldränder an Verkehrslinien und Gebäuden gemäß der BKR der FLL als anerkannte Regeln und Technik in diesem Bereich entspricht.

„Bäume in der Stadt unterliegen aufgrund der besonderen Standorte meist erheblichen Stressfaktoren, die regelmäßig zu einer Vitalitätsminderung und vorzeitigen Alterungserscheinungen führen“, heißt es in der Mitteilungsvorlage. „Problematische Standorte sind dabei in der Regel zu kleine Baumscheiben, Stamm- und Wurzelschäden durch Verletzungen (Anfahrschäden), Bodenverdichtungen oder Leitungsverlegungen sowie klimatische Extreme durch Hitze, zu viel oder zu wenig Licht (UV-Strahlung), Trockenheit und damit verbundener Wasserstress. Erhöhte Schadstoff-konzentrationen im urbanen Bereich aufgrund von Feinstaub, Stickoxiden, Ozon etc. sowie Einträge durch Streusalz potenzieren diese Problematiken und deren Auswirkungen meist erheblich.“ Der fortschreitende Klimawandel führe stetig zu einer Verschärfung der Probleme, da zudem auch einheimische und eingeschleppte Schadorganismen wie z.B. der Asiatische Laubholzbockkäfer oder der ebenfalls aus Asien eingeschleppte Schlauchpilz „Falsches Weißes Stängelbecherchen“ als Erreger des Eschentriebsterbens „auf bereits gestresste und vorgeschädigte Baumexemplare mit deutlich geschwächtem Abwehrvermögen treffen“. Häufiger kommen an Remscheider Bäumen aktuell auf folgende schädliche Organismen vor: zusätzlich 11.159 Bäume     Verticillium Welke (Pilzerkrankung, häufig an Ahornen)

Phytophtera (Pilzerkrankung, häufig an Kastanien); Pseudomonas (Bakterielle Erkrankung, häufig an Kastanien); Kastanienminiermotte; Masaria (Pilzerkrankung an Platane); diverse holzzersetzende Pilze als Primär- und Sekundärschädlinge und Eichenfraßgesellschaften (Raupen von Eichenwickler, Eichenspinner- und Spanner).

Baumart  an Straßen Baumart  in Parkanlagen
  Stück Prozent   Stück Prozent
Winterlinde 1.322 29,65 Felder 1.939 21,48
Bergahorn 465 10,43 Rot-, Trauben-, Stieleiche 891 9,87
Hainbuche 289 6,48 Bergahorn 865 9,58
Platane 285 6,39 Winterlinde 798 8,84
Spitzahorn 269 6,03 Blut-Rotbuche 632 7,00
Baumhasel 175 3,92 Hainbuche 550 6,09
Holland-, Silberlinde 172 3,86 Sandbirke 499 5,53
Felder 170 3,81 Spitzahorn 450 4,99
Rot-, Trauben-, Stieleiche 159 3,57 Fichte 300 3,32
Sommerlinde 120 2,69 Feldahorn 204 2,26
Eberesche 117 2,62 Esche 189 2,09
Esche 109 2,44 Sommerlinde 187 2,07
Amberbaum 109 2,44 Kiefer 157 1,74
Rosskastanie 92 2,06 Platane 139 1,54
Sandbirke 80 1,79 Weide 136 1,51
Rot/Weißdorn 67 1,50 Rosskastanie 135 1,50
Mehlbeere 65 1,46 Eberesche 115 1,27
Kugelahorn 61 1,37 Malus 115 1,27
Feldahorn 48 1,08 Eibe 82 0,91
Gleditsie 47 1,05 Lärche 81 0,90
Silberahorn 41 0,92 Erle 75 0,83
Blut-Rotbuche 38 0,85 Silberahorn 65 0,72
Malus 30 0,67 Lebensbaum 58 0,64
Fichte 22 0,49 Baumhasel 40 0,44
Ginko 21 0,47 Kugelahorn 38 0,42
Weide 18 0,40 Mehlbeere 32 0,35
Robinie 17 0,38 Rot/Weißdorn 30 0,33
Kiefer 14 0,31 Scheinzypresse 30 0,33
Trompetenbaum 11 0,25 Ginko 29 0,32
Erle 8 0,18 Walnuss 29 0,32
Ulme 7 0,16 Ilex 25 0,28
Eibe 5 0,11 Ulme 24 0,27
Walnuss 3 0,07 Hemlocktanne 23 0,25
Lärche 2 0,04 Robinie 22 0,24
Lebensbaum 1 0,02 Holland-, Silberlinde 18 0,20
Scheinzypresse 0 0,00 Esskastanie 16 0,18
Esskastanie 0 0,00 Gleditsie 8 0,09
Ilex 0 0,00 Amberbaum 0 0,00
Hemlocktanne 0 0,00 Trompetenbaum 0 0,00
Gesamt 4.459 100,00% Gesamt 9.026 100,00%

 Daneben sind Baumschäden nach Angaben des Umweltamtes vor allem auf eine ungeeignete und falsche Standortwahl in der Vergangenheit zurückzuführen. Und weiter: „Bäume in unmittelbarer Nähe zu einer Straße oder an Gehwegen, an bzw. unter denen Versorgungsleitungen verlegt sind (werden), unterliegen einer regelmäßigen Verletzungsgefahr an Stamm und Wurzel, die Eintrittspforten für Schadorganismen (Pilze, Bakterien) mit entsprechenden Folgeerkrankungen darstellen. Extreme Witterungsereignisse und Orkane (z.B. Kyrill, Ela etc.) verursachen häufig Stamm- sowie Astbrüche, die ebenfalls Eintrittspforten hervorrufen und Folgeschäden verursachen“.

Interessant auch folgende Aussage der Verwaltung: „Spätfolgen der bis in die 1980er Jahren auch in Remscheid noch praktizierten „Baumchirurgie“ – dabei glaubte man noch z.B. auch Starkäste (>zehn Zentimeter) unproblematisch beseitigen und entstandene Baumfäulen partiell ausfräsen zu können – führten langfristig zu Vitalitätsminderungen der betroffenen Bäume mit entsprechenden Folgeschäden bis heute.“

Von den durch die TBR veranlassten Baumfällungen

  • 173 in 2015 (65 an Straßen, 108 in Anlagen)
  • 171 in 2016 (85 an Straßen, 86 in Anlagen)
  • 119 in 2017 (49 an Straßen, 74 in Anlagen)

fielen zwischen 20 und 30 Prozent) aufgrund ihrer Dimensionen unter die städtische Baumschutzsatzung. Der überwiegende Anteil, insbesondere in den Grünanlagen, entfiel auf Bäume bis max. 50 Zentimetern Umfang, die „im Rahmen des Pflegekonzepts hin zu einer ökologischen Waldflächen- und Baumbestandsentwicklung entfernt wurden und aufgrund der Standraum- und Konkurrenzsituation vor Ort aus rein fachlichen Gründen keiner Ersatz- oder Ergänzungspflanzung bedurften.

Nach Auskunft der Unteren Naturschutzbehörde werden jährlich an Remscheider ca. 30 neue Bäume gepflanzt (Basis: Ratsbeschluss vom 18. 6.2015) als Ersatz für krankheits- oder verkehrssicherungsbedingt gefällte Straßen- oder stadtbildprägende Bäume, die der Baumschutzsatzung unterliegen. Hinzukommen zwischen zehn und 50 durch die Untere Naturschutzbehörde und die TBR veranlasste Baumpflanzungen in Anlagen. Im Wald werden darüber hinaus im Zuge des seit Jahren praktizierten Ökologischen Waldumbaus durch das TBR-Forstamt und den Forstverband jährlich zwischen 20.000 und 30.000 Bäume neu gepflanzt.

Veterinäramt musste 148 Tiere in Obhut nehmen

Im vergangenen Jahr verzeichnete das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt Solingen-Remscheid Wuppertal  insgesamt 229 Verbraucherbeschwerden über Produktmängel oder unhygienische Zustände in Betrieben. In den Fachbereichen Tierseuchenbekämpfung, Tierschutzüberwachung und Tierische Nebenprodukte sowie Futtermittelüberwachung stieg die Zahl der Kontrollen gegenüber 2015 deutlich von 476 auf 662 (476). Davon gingen allein 519 (206 in 2015) im Bereich Tierschutzüberwachung Beschwerden aus der Bürgerschaft zurück. Zitat aus dem Bericht, der am 6. Februar auf der Tagesordnung des städtischen Ausschusses für Bürger, Umwelt, Klimaschutz und Ordnung steht:

„Im Rahmen der Kontrollen mussten in ca. 60 Fällen Tiere amtlich sichergestellt und anderweitig pfleglich untergebracht werden. 15 Fälle bezogen sich auf Verbringungen aus dem Ausland (EU oder Drittland), bei denen Hunde nicht die erforderlichen Dokumente hatten und unter amtlicher Aufsicht abgesondert werden mussten (Quarantäne). In weiteren 45 Fällen mussten 148 Tiere  - 54 Hunde, 60 Katzen sowie 34 sonstige Tiere (Heimtiere, Reptilien, Vögel) - aus Tierschutzgründen aus privaten Tierhaltungen amtlich sichergestellt und anderweitig pfleglich untergebracht werden. In einem weiteren Fall wurden aus einer gewerblichen Haltung ca. 125 Vögel und 190 Heimtiere (Kleinnager) amtstierärztlich sichergestellt und im Tierheim bzw. in Pflegestellen untergebracht.“

Darüber hinaus wurden 27 Hunde begutachtet, die bei Beißvorfällen auffällig geworden waren. Im Bergischen Städtedreieck waren zum Stichtag 31.12.2016 insgesamt 23.567 große Hunde im Sinne des Landeshundegesetzes NRW registriert. Gegenüber dem Vorjahr ist dies eine Steigerung von 2,5 Prozent. Für das Jahr 2017 zeichnet sich nach Angaben des Veterinäramtes „eine Fallzahlensteigerung bei den Hundeanmeldungen ab. Der Trend zum Zweithund ist nach wie vor erkennbar.“