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Bergischer Löwe und Urkunde als Ehrenpreis

Neben Einzelpersonen sollen künftig auch Vereine, Verbände und andere Personengruppen für ihr Engagement geehrt werden. Diesen Vorschlag, der in der Vergangenheit schon mehrfach gemacht worden sei, so die Verwaltung, hat sie nun aufgegriffen: Zur Ratssitzung am 3. Mai schlägt sie der Politik eine Statutenänderung vor, wonach künftig neben Bürgermedaille und Ehrennadel auch ein Ehrenpreis in Form eines bergischen Löwen verliehen werden kann, verbunden mit einer Urkunde. Diesen Preis soll es künftig einmal jährlich für außerordentliches Engagement geben. Die Zahl der Verleihungen der Bürgermedaille soll weiterhin „drei im Jahr nicht übersteigen“. Das neue „Statut über die Verleihung der Bürgermedaille / Ehrennadel / des Ehrenpreises“ soll in Artikel II folgenden Wortlaut haben:

  • „Die Bürgermedaille besteht aus 333 Gold; sie hat einen Durchmesser von 35 mm und ist 2 mm dick. Auf der Vorderseite trägt die Medaille das Stadtwappen der Stadt Remscheid. Auf der Rückseite trägt sie die Umschrift „Für verdienstvolle Tätigkeit für die Stadt Remscheid„; in die Freifläche des Innenfeldes werden Vor- und Zuname des/der Beliehenen und das Verleihungsdatum eingraviert.
  • Die Ehrennadel ist golden. Sie besteht aus einer verkleinerten, stilisierten Wiedergabe des Stadtwappens der Stadt Remscheid in Gold und wird in Form einer Anstecknadel verliehen.
  • Der Ehrenpreis wird in Form eines bergischen Löwen und einer vom Oberbürgermeister und einem weiteren Ratsmitglied unterzeichneten Urkunde verliehen, in der die geehrte Personengruppe sowie der Grund der Ehrung verzeichnet sind.“

Die Bürgermedaille kann an Einwohner/innen und Bürger/innen der Stadt Remscheid verliehen werden, die sich durch herausragende Verdienste um die Stadt erworben haben durch langjährige ehrenamtliche Tätigkeit oder durch außerordentliche dauerhafte und vorbildliche Leistungen im gesellschaftlichen Bereich. Die Anstecknadel wird an Ratsmitglieder und Mitglieder einer Bezirksvertretung als Zeichen und des Dankes als Anerkennung nach zehnjähriger Tätigkeit im Rat / in der Bezirksvertretung verliehen. 1.    Über die Verleihung der Bürgermedaille / des Ehrenpreises entscheidet auf Vorschlag des Ältestenrates der Rat mit der Mehrheit von zwei Drittel der gesetzlichen Zahl seiner Mitglieder.

Bei der Ehrennadel ist eine Änderung der Optik vorgesehen: Die bisherige durch das Statut vorgeschriebene untergelegte blau-weiße Stoffschleife wird, da nicht mehr als zeitgemäß angesehen, vom Hersteller nicht mehr produziert und entfällt künftig. Das neue Statut soll zum 1. Juni 2018 in Kraft treten.

Bitte keine Anträge ohne Deckungsvorschlag

Dukatenesel? Leider nur im Märchen!“, war am 11. April ein Waterbölles-Kommentar überschrieben. Kleiner Nachtrag dazu: Schade eigentlich, dass nicht nur einzelne Ratsmitglieder vergesslich sein können, sondern sogar komplette Fraktionen. Da fand sich auf der Tagesordnung der jüngsten Sitzung der Bezirksvertretung Süd der folgende Antrag der CDU-Fraktion: „Die Verwaltung wird beauftragt:
1. Den Sand der Spielplätze am Kuckuck auszutauschen.
2. Den Fußweg und die Spielflächen für die kleineren Kinder räumlich voneinander zu trennen, da z. B. der Sand häufig durch Hundekot verdreckt ist.
3. Am großen Spielplatzeingang an der Intzestraße eine Rutsche zu installieren, wie sie auf dem Kinderspielplatz an der Alma-Mühlhausen-Straße zu finden ist.“

Noch lapidarer klingt der Antrag der Fraktion der Linken zuer Sitzung des Jugendhilfeausschusses am 2. Mai: „Die Produktionsschule wird - wenn möglich zum September 2018 - oder sobald wie möglich weitergeführt. Dazu legt die Verwaltung zur nächsten Ratssitzung einen Durchführungs- und Finanzierungsplan vor.“

In beiden Fällen klingt leise die Befehlsform durch. Dabei sagt die Geschäftsordnung für den Rat der Stadt, die Bezirksvertretungen und die Ausschüsse unter Punkt 11.4 unmissverständlich: „Anträge mit finanziellen Auswirkungen, die nicht durch entsprechende Haushaltsmittel gedeckt sind, sollen einen Deckungsvorschlag enthalten.“

Wer es nachlesen möchte: http://www.remscheid.de/rathaus-und-politik/medienpool/ortsrecht/0.03_101_Geschaeftsordnung.pdf.

April 2008: Der Waterbölles blättert zurück

Oberbürgermeisterin Beate Wilding und Helmut Schaube, Geschäftsführer der Investorengruppe HBB, besichtigten vor zehn Jahren die große Baustelle am Hauptbahnhof (Kaufland). Die Mauern der künftigen Rasenrampe zwischen den Betonfundamenten des Südstegs und dem Südplatz sowie die Außenmauern des neuen Einkaufszentrums waren damals schon sichtbar (Foto rechts)

Der "Freundschaftsvereins Kirsehir - Remscheid" habe sich gegründet, meldete vor zehn Jahren der Evangelischen Kirchenkreises Lennep: „Menschen aus mehr als einhundert Nationen haben in Remscheid eine neue Heimat gefunden. Ein Ausdruck dieser Internationalität sind auch die Remscheider Städtepartnerschaften. Von einer Partnerschaft mit einer türkischen Stadt – in Remscheid leben zahlreiche Türken aus Kirsehir - existierte allerdings in vielen Köpfen bislang nur eine Idee. Nun nimmt sie Gestalt an: Ausgehend von der Vielzahl privater Beziehungen möchte die Initiativgruppe "Freundschaft mit Kirsehir" eine Städtefreundschaft zwischen Remscheid und Kirsehir entwickeln.“ Und das gelang, die Städtepartnerschaft Remscheid-Kirsehir besteht seit einigen Jahren, brennt dank der politischen (undemokratischen) Verhältnisse in der Türkei auf Sparflamme.

Zu denken gab im April 2008 ein schriftlicher Bericht, den das städtische Migrationsbüro den Mitgliedern des Migrationsausschusses vorgelegt hatte. Unter der Überschrift „Migrantenselbstorganisationen“  hieß es darin: „Anschreiben an die Vereine zur Kontaktaufnahme bzw. Kontaktpflege erstmals im November 2007. Mangels Resonanz erneutes Anschreiben Anfang Januar 2008. Von den über 30 angeschriebenen Vereinen haben lediglich neun Vereine reagiert.“ Ähnlich gering war auch die Reaktion auf die angebotenen Integrationskurse: „Die Arbeitsgruppe Migrationserstberatung, Ausländeramt und Migrationsbüro hat aus dem Innenstadtbereich Zugewanderte aus der Türkei, die nach dem 1. Januar 2005 eingereist sind und bisher nicht an einem Integrationskurs teilgenommen haben, am 4. März 2008 zu einer zweisprachigen Informationsveranstaltung eingeladen. Von 32 angeschriebenen Personen sind zehn der Einladung gefolgt.“

Die Düsseldorfger Anwälte bei der Pressekonferenz im Rathaus. Bildmitte: Gerhart R. Baum. Foto: Lothar KaiserDie Rechtsanwälte Gerhart R. Baum, Bundesminister a.D., Dr. Julius F. Reiter und Olaf Methner bescheinigten der Stadt Remscheid vor zehn Jahren vollen Anspruch auf Schadensersatz gegenüber der WestLB. Wie zahlreiche andere Städte in der Bundesrepublik hatte die Stadt Remscheid über mehrerer Jahre hinweg über die WestLB mehrere so genannte Zinsswaps (Zinsaustauschgeschäfte) abgeschlossen. Diese Geschäfte führten jedoch teilweise zu erheblichen Verlustrisiken auf Seiten der Stadt Remscheid, so dass einige der Zinsswapgeschäfte zur Vermeidung höherer Verluste vorzeitig aufgelöst werden mussten. Die Stadt Remscheid klagte tatsächlich später gegen die WestLB wegen der Verletzung von Anlageberatungspflichten. Über den abschließenden Vergleich wurde allerdings Stillschweigen vereinbart.

Im April 2008 gab der Rat der Stadt grünes Licht geben für eine europaweite Suche nach einem Investor zum Bau des seit langem geplanten Altenheims am Otto-Lilienthal-Weg auf dem Hohenhagen. Am 11. Dezember 2006 hatte der Rat der Stadt die Vergabe des Grundstücks im städtebaulichen Entwicklungsbereich Hohenhagen an die Evangelische Alten- und Krankenhilfe Remscheid e.V. bzw. einer von ihr zu gründenden GmbH beschlossen. Die Alten- und Krankenhilfe wollte auf dem Grundstück ein Pflegeheim sowie weitere altengerechte Einrichtungen errichten und betreiben. Dem Vergabebeschluss war ein Wettbewerbsverfahren nach der bis dahin gängigen Praxis vorausgegangen, d.h. nicht in Form eines europaweiten Vergabeverfahrens.  Pech: Nach späterer Rechtsprechung stellt der vorgesehene Grundstücksverkauf wegen der im Kaufvertrag zu treffenden Regelungen zur Bauverpflichtung einen öffentlichen Bauauftrag dar. Und der setzt ein europaweites Vergabeverfahren voraus.

Im Mai 2007 nahm der Bauausschuss mit Verwunderung zur Kenntnis, dass der Verkehrsausschuss des Regionalrates den Beginn der Arbeiten am Kreisverkehr Eisernstein erst für das Jahr 2010 vorgesehen hatte. Die Bezirksvertretung (BV) Lüttringhausen hätte diesen vielbefahrenen Verkehrsknotenpunkt jedoch lieber heute als morgen ausgebaut. Darauf wartet die Bezirksvertretung Lüttringhausen heute noch.

Vor zehn Jahren waren in Remscheid Entwürfe von jungen Graffiti-Künstlern erwünscht. Auf Initiative der Remscheider Grünen stellte die Stadt Betonflächen am Fußgängertunnel Hauptbahnhof, einer Stützmauer an der Haddenbacher Straße / Ausfahrt Dorfmühler Straße, an der Bushaltestelle Ulmenstraße, am Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium / Ludwigstraße und am Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium / Alte Rathausstraße „für die künstlerische Gestaltung durch interessierte junge Bürgerinnen und Bürger“ zur Verfügung. „Sehr zufrieden mit der Auswahl der Flächen“ zeigte sich im Jugendhilfeausschuss David Schichel von den Grünen. Den „Graffiti-Antrag“ habe die Verwaltung sehr gut umgesetzt. Schichel damals: „Ich verstehe das als Startschuss für weitere Aktionen dieser Art!“ Doch der blieb dann leider aus.

Der Hilferuf: „Gymnasien brauchen dringend neue Lehrbücher“ ertönte im April 2008. Nach Jürgen Gottmann, damals Vorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Stadtverband Remscheid, meldete sich auch Michael Birker, damals Leiter des Gertrud-Bäumer-Gymnasiums, zu Wort. Das hatte etwas zu tun mit der Schulzeitverkürzung auf acht Jahre an Gymnasien. Denn die gültigen Fachlehrpläne mussten entsprechend gekürzt und verschlankt werden.

Mit einer Projektwoche zu verschiedenen Aspekten der Schulgeschichte und der allgemeinen Gesellschaftsgeschichte feierte das Käthe-Kollwitz-Berufskolleg, einst Mädchenberufsschule,  im April 2008 die zurückliegenden 50 Jahren im Gebäude Freiheitstr. 146. Am 18. März 1958 war das Gebäude seiner Bestimmung übergeben worden. Seitdem hat es mancherlei Umbauten erlebt.

Um die breite Remscheider Öffentlichkeit über die verschiedenen Tätigkeitsbereiche der Wirtschaftsförderung zu informieren, um über aktuelle Vorhaben und Projekte zu berichten und um Ansprechpartner und Kontakte zu kommunizieren, werde der Fachbereich Wirtschaftsförderung künftig regelmäßige Pressemitteilungen veröffentlichen, kündigte die Stadtverwaltung im April 2008 an. Einige hat der Waterbölles in den vergangenen zehn Jahren tatsächlich erhalten. In Erinnerung: Die „Wasserstandsmeldungen“ zu den Teilnahmen an der „Repo Real“ in München.

Im April 2008 stahlen unbekannt gebliebene Einbrecher aus dem Röntgen-Gymnasium in Lennep  16 Laptops. Kurz zuvor hatten im städtischen Schulausschuss Schulleiter ihrem Ärger Luft über teilweise eklig verschmutzte, beschmierte und verwüstete Schulhöfe. Am Röntgen-Gymnasium zerstörten Unbekannte 28 Felder der wertvollen Bleiglasfenster. Wegen fehlender Spielplätze in der Innenstadt hatte die Politik die Schulhöfe geraume Zeit vorher für die unterrichtsfreien Zeiten als Spielflächen freigegeben.

Vor zehn Jahren wurde Remscheider Stadtverwaltung umgebaut. Die Zuständigkeitsfelder der drei Dezernenten veränderten sich, Aufgabenbereiche wurden in neuen, so genannten Fachdiensten gebündelt. Handlungsbedarf bestand schon lange. Jetzt hat Oberbürgermeisterin Beate Wilding gehandelt. In eigener Zuständigkeit und ohne langwierige Konsultationen mit den Fraktionen hatte Oberbürgermeisterin Beate Wilding das entschieden. Ein neuer Dezernatsverteilungsplan trat am 2. Mai 2008 in Kraft.

"Ein gesundes Frühstück macht unsere Kinder fit für das Lernen in der Schule. Und es macht sie fit für den schulischen Alltag. Schulmilch ist ein wichtiger Bestandteil eines gesunden Frühstücks. Deshalb freut es mich sehr, dass mit der KG Palmstraße, der GG Hasten, der GG Goldenberg, der GG Eisernstein und KG Menninghausen gleich fünf Remscheider Grundschulen den Zuschlag für die Teilnahme am Modellprojekt "Schulmilch" bekommen haben," sagte vor zehn Jahren die damalige CDU-Landtagsabgeordnete Elke Rühl. Rund 600 Schulen in NRW nehmen an dem Modellprojekt teil, ausgewählt nach einem statistischen Zufallsprinzip. Insgesamt standen dafür von 2008 bis 2010 knapp zehn Millionen Euro zur Verfügung. Das Modellvorhaben sollte in der Praxis erproben und wissenschaftlich belegen, wie Schulmilch wieder an Attraktivität gewinnen kann. (Hier der Ergebnisbericht).

Fast 5.000 offene Stellen im Städtedreieck

Pressemitteilung der Agentur für Arbeit

„Der Arbeitsmarkt im bergischen Städtedreieck benötigt qualifizierte Fachkräfte. Wir haben deshalb unsere Anstrengungen noch einmal verstärkt und das Angebot an beruflichen Weiterbildungsmaßnahmen um weitere 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr erhöht. Mehr Anstrengungen wünsche ich mir allerdings auch von den Unternehmen im Städtedreieck. Angesichts vieler un– und angelernter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollte deutlich mehr Aufmerksamkeit auf die berufliche Weiterbildung gelegt werden. Mit unserem Förderprogramm „Weiterbilden – Weiterkommen“ können attraktive Förderangebote auch für Beschäftigte angeboten werden. Ich bin sicher, dass sich in vielen Betrieben entsprechende Potenziale vorhanden sind“, betont Martin Klebe, Chef der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal.

Im bergischen Städtedreieck sank die registrierte Arbeitslosigkeit im April auf nun 26.318 arbeitslose Frauen und Männer. Damit sind aktuell 548 Menschen weniger arbeitslos als im März und 2.555 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote für die drei Städte sankt von 8,3 Prozent im März auf aktuell 8,1 Prozent (April 2017: 9,0 Prozent). In Remscheid sind 4.418 Menschen arbeitslos gemeldet, 31 weniger als im März und 562 weniger als im April vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote sank von 7,7 Prozent im März auf aktuell 7,6 Prozent (2017:8,5 Prozent). Es meldeten sich in Remscheid 899 Personen im April neu oder erneut arbeitslos und 942 Menschen konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden. Die Remscheider Arbeitgeber meldeten im April 303 freie Arbeitsstellen. Insgesamt werden in Remscheid damit 1.136 Arbeitskräfte gesucht, das sind 42 Stellen oder 3,8 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Insgesamt sind im bergischen Städtedreieck aktuell 4.934 freie Stellen gemeldet. Das sind 413 Stellen mehr als vor einem Jahr (+9,1 Prozent). 4.407 und damit 89,3 Prozent aller Stellen sind unbefristet, 582 Stellen oder 11,8 Prozent werden in Teilzeit angeboten. Besonders gesucht sind Fachleute aus den Bereichen Metallerzeugung, -bearbeitung, Metallbau, Medizinische Gesundheitsberufe, Maschinen- und Fahrzeugtechnikberufe sowie Mechatronik-, Energie- und Elektroberufe. In Remscheid werden derzeit unter anderem Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den Bereichen Produktion & Fertigung, Verkehr, Logistik Schutz & Sicherheit sowie Gesundheit, Soziales & Erziehung besonders gesucht.

Michael Wening leitet seit Januar die Stadtbücherei

Seit dem 15. Januar hat Nicole Grüdl-Jakobs, die Leiterin des Kommunalen Bildungszentrums(mit VHS, Öffentlicher Bibliothek und MKS) einen neuen Mitarbeiter: Michael Wening (34). Der gebürtige Mainzer trat als Leiter der Bibliothek die Abteilungsleiter Öffentliche Bibliothek im Kommunalen Bildungszentrum Remscheid und damit Nachfolger von Cornelia Pauß an, die in den Ruhestand gegangen war. Bekannt wurde die Personalie eher zufällig am Rande der jüngsten Ausstellungseröffnung im Foyer der Bücherei (Foto links). „Herr Wening wird in einer der nächsten Sitzungen des Ausschusses für Kultur und Weiterbildung vorgestellt“, teilte Nicole Grüdl-Jakobs dem Waterbölles auf Anfrage mit.

Michael Wening machte sein Abitur 2004 in Schwetzingen und trat danach als Offiziersanwärter in die Bundeswehr ein, zugleich begann er ein Studium der Staats- und Sozialwissenschaften an Universität der Bundeswehr in München. Von 2015 bis 2017 folgte ein Studium der Bibliotheks- und Informationswissenschaft“ an der Humboldt-Universität in Berlin.

Halo, eine Lichterscheinung am Mittagshimmel

So genannte Halos – helle Ringe um Sonne oder Mond – sind Wetterzeichen, die zumeist einen Umschwung des Wetter vorhersagen. Der Verwandte des Regenbogens, das Halo, entsteht in acht bis zehn Kilometer Höhe durch Brechung des Sonnenlichts an Eiskristallen, die klar und regelmäßig gewachsen sein müssen. Das Licht durchdringt die Kristalle und wird dabei in die Spektralfarben zerlegt.

Das Halo auf diesem Foto, entstanden am 27. April, war zunächst nicht leicht auszumachen, denn man musste in Richtung der grellen Sonne blicken. Auch die Belichtungsmessung der Digitalkamera scheiterte an der Lichtfülle; das Objektiv musste erst einmal mit einem Graufilter verdunkelt werden. Auf dem Foto wirft der Kondensstreifen eines Flugzeugs seinen Schatten auf Cirrus-Wolken.

"Villa Kinderbunt" wird zum Familienzentrum entwickelt

Für das Kindergartenjahr 2018/2019 hat das Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen die Förderung eines zusätzlichen Familienzentrums in Remscheid in Aussicht gestellt. Entsprechend will die Stadt dem Landschaftsverband Rheinland (LVR)die Kindertageseinrichtung der Elterninitiative Villa Kunterbunt e.V. zur Förderung mit 13.000 € im neuen Kindergartenjahr empfehlen. Die „Kita Kunterbunt“ hatte erklärt, sich gerne zu einem Familienzentrum weiterentwickeln zu wollen. Die Empfehlung für den LVR steht auf der Tagesordnung der Ratssitzung am 3. Mai.

Unter Berücksichtigung der bisherigen sozialräumlichen Verteilung der Familienzentren war zunächst ein weiteres Familienzentrum in Hasten in Kooperation der Tageseinrichtungen Villa Kunterbunt und Hölterfeld vorgesehen; dies ist jedoch aktuellen Zeitpunkt für die KTE Hölterfeld nicht umsetzbar. Nach Abstimmung zwischen den beiden Einrichtungen soll deshalb die Kita der Elterninitiative „Villa Kunterbunt“ alleine die finanzielle Förderung zum Familienzentrum erhalten Zitat aus dem Beschlussvorschlag der Verwaltung: „Hierbei sind für die Jugendhilfeplanung insbesondere die sozialräumlichen Aspekte zur flächendeckenden Versorgung des Stadtgebietes mit Familien ausschlaggebend. Darüber hinaus zeigen Sozialraum/Einzugsgebiet und Familien in der KTE Villa Kunterbunt hinsichtlich der sozio-ökonomischen Auswahlkriterien, die das Ministerium als Orientierung empfiehlt, einen deutlicheren Unterstützungsbedarf für erhöhte  Bildungs- und Armutsrisiken (Betroffenheit durch Arbeitslosigkeit, Leistungsbezug nach dem SGB II, beitragsbefreite Eltern) als dies für die KTE Zaunkönig der Fall ist.“

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Maikirmes diesmal sogar mit Achterbahn

Die Remscheider Kirmes hat ihre Blütezeit längst hinter sich“, titelte der Waterbölles am10. Juli 2006. „Wie? Das sollte die große Remscheider Kirmes gewesen sein?“. Die Frage, von einem Fahrgast mit Popcorn-Tüte in der Hand an sein Gegenüber gestellt, löste damals im Bus der Stadtwerke auf der Fahrt vom Quimper-Platz zum Friedrich-Ebert-Platz einen Gedankenaustausch aus, an dem sich ein gutes Dutzend Remscheider im Rentneralter beteiligte. „Wissen Sie noch, Ende der 50er Jahren, was war das eine Völkerwanderung über die Wilhelm- und Hindenburgstraße zum Schützenplatz“. – „Schon an den beiden Zufahrtsstraßen standen links und rechts Kirmesbuden. Mit Blumen aus Holland, mit gebrannten Mandeln, weiter hinten gleich zwei Fischbuden“. – „Ja, damals war das noch die größte Kirmes im Bergischen Land, mit Riesenrad, Achter- und Geisterbahn, Boxbude, jeder Quadratmeter des Schützenplatzes wurde genutzt. – „Man ging nicht, man wurde geschoben!“ Und heute?

Zwischenzeitlich war die „größte Kirmes des Bergischen Landes“ in der kleinsten deutschen Großstadt auf die Größe einer Dorfkirmes geschrumpft – und entsprechend unattraktiv. Da, wo es früher noch einen Mittel- und einen Quergang gab, voll mit Fahrgeschäften und Buden, stehen heute die Wohn- und Lastwagen der Schausteller. Und da stehen sie auch in diesem Jahr wieder – bei der Maikirmes 2018. Aber gleichwohl hat der Besucher den Eindruck, als gehe es wieder ein wenig aufwärts.  Sogar eine Achterbahn, „die wilde Maus“, hat zum Remscheider Schürzenplatz gefunden, wie eine ganze Reihe von Fahrgeschäften, von beschaulichen Kinderkarussells bis zu turbulenten Berg-und-.Tal-Bahnen, Drehwurm garantiert. Die eine,  Hully Gully", klingt nostalgisch und ist es wohl auch. Und auch eine Geisterbahn (Foto) fehlt nicht.

Wer es noch einmal – vielleicht nach einem Blick auf das Video des Waterbölles – mit der Remscheider Kirmes versuchen möchte: Die Maikirmes bis bis Sonntag, 6. Maitäglich von 14 bis 24 Uhr geöffnet, sonntags sogar ab 12 Uhr.  Familientag“ mit günstigeren Preisen ist diesmal der Mittwoch. Ein großes Feuerwerk soll es am Freitag, 4. Mai, um 22.45 Uhr geben.

Wochenrückblick vom 23. bis 29. April 2018

Neue Wohnungen plus Gedenkort für Nazi-Opfer

 Zur Ratssitzung am 3. Mai haben die Fraktionen von CDU, SPD, GRÜNE und DIE LINKE sowie die Ratsgruppen von FDP und W.i.R. den Antrag gestellt, Oberbürgermeister zu beauftragen, in Gesprächen mit dem Eigentümer der ehemaligen preußischen Polizeikaserne an der Uhlandstraße die städtebauliche Entwicklung dieser Flächen unter Einschluss einer Gedenk- und Bildungsstätte im sogenannten Pferdestall als zentralem Gedenkort für die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft zu erörtern und eine entsprechende Realisierung aufzunehmen. Siehe auch Waterbölles vom 22. Februar 2017: „(Sozialer) Wohnungsbau statt leerstehender Kaserne?!

In der Begründung des aktuellen Antrages heißt es:  „Bundespräsident Richard von Weizsäcker († 2015) verknüpfte in seiner Rede anlässlich des 40. Jahrestages des Endes des Zweiten Weltkrieges in Europa am 8. Mai 1985 die Erinnerung an das menschenverachtende System der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft mit politischer Verantwortung in der Gegenwart. In seinem unverändert aktuellen Appell wandte er sich auch immer wieder ausdrücklich den jungen Menschen in Deutschland zu: ‚Es geht nicht darum, Vergangenheit zu bewältigen. Das kann man gar nicht. Sie lässt sich ja nicht nachträglich ändern oder ungeschehen machen. Wer aber vor der Vergangenheit die Augen verschließt, wird blind für die Gegenwart. Wer sich der Unmenschlichkeit nicht erinnern will, der wird wieder anfällig für neue Ansteckungsgefahren. (…) Die Jungen sind nicht verantwortlich für das, was damals geschah. Aber sie sind verantwortlich für das, was in der Geschichte daraus wird. Wir Älteren schulden der Jugend nicht die Erfüllung von Träumen, sondern Aufrichtigkeit. Wir müssen den Jüngeren helfen zu verstehen, warum es lebenswichtig ist, die Erinnerung wachzuhalten.‘

Die Erinnerungskultur hatte in den vergangenen Jahrzehnten ihren Platz in Remscheid. Bürgerschaftliche und schulische Initiativen setzten sich mit dem Schicksal der jüdischen Remscheiderinnen und Remscheider auseinander. So erinnern mittlerweile rund 180 Stolpersteine der Initiative “Stolpersteine gegen das Vergessen” im Rahmen des Kunstprojektes von Gunter Demnig an Opfer des Nationalsozialismus´ aus Remscheid. Das Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium arbeitete im vergangenen Jahrzehnt in der Geschichts-AG und den Leistungskursen bereits die Schicksale der verfolgten jüdischen Schüler des Gymnasiums auf. Das Engagement der Schülerinnen und Schüler des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums zeigte sich aktuell eindrucksvoll in den Ausstellungen in dem sogenannten Pferdestall der früheren preußischen Polizeikaserne an der Uhlandstraße. In den Räumen der Polizeikaserne waren Juden wie auch Sinti und Roma aus Remscheid während der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft zusammengepfercht worden und mussten dort auf ihre Deportation warten.

Am 9. November 2017 wurden mit Grußworten von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und der Ministerin für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen und Schirmherrin, Yvonne Gebauer, im Stallgebäude der früheren preußischen Polizeikaserne zwei temporäre Ausstellungen eröffnet: die Wanderausstellung „Vor aller Augen“ der Stiftung „Topografie des Terrors“ mit Fotodokumenten des nationalsozialistischen Terrors auf Grundlage einer bundesweiten Recherche in lokalen Archiven sowie die Ausstellung „Remscheid im Herbst 1938“ über die sogenannte Polenaktion und die Reichspogromnacht in Remscheid, die von der AG „Geschichte“ des Gymnasiums mit Unterstützung von Lokalhistorikern und Lehrkräften erstellt wurde. Hinterbliebene von Überlebenden, die etwa aus Israel angereist waren, und viele Vertreter aus Politik, Verwaltung, Gesellschaft, Wissenschaft und öffentlichem Leben besuchten die Ausstellungseröffnung. Wir wollen, dass diese Arbeit fortgeführt und die Erinnerung an das menschenverachtende System der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft auch räumlich in Remscheid mit einer Gedenk- und Bildungsstätte verortet wird.

Bereits im Jahr 2010 sprach sich der Rat dafür aus, einen zentralen Gedenkort für die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft durch bürgerschaftliches Engagement zu ermöglichen. Im Dezember 2017 bat der Rat den Oberbürgermeister, gemeinsam mit Kirchen und Religionsgemeinschaften zu einer Gedenkveranstaltung aus Anlass des 80. Jahrestages der Reichspogromnacht einzuladen und dabei das Projekt der Mahn- und Gedenkstätte im sogenannten Pferdestall der ehemaligen Polizeikaserne einzubinden. Der Eigentümer der Immobilie stellte der Schule das ehemalige Stallgebäude als Ausstellungsraum zur Verfügung. Ein Gebäudetrakt der früheren Polizeikaserne wird derzeit durch die Polizeiinspektion Remscheid genutzt. Ein weiterer Trakt, in dem zuletzt das städtische Jugend- und Sozialamt untergebracht war, steht bereits seit über zehn Jahren leer. Aus Sicht der Antrag stellenden Gruppierungen sollte der Oberbürgermeister mit dem Eigentümer klären, wie er mit dem Areal in Zukunft verfahren möchte und welche städtebaulichen Entwicklungen möglich sind.

Die Flächen der ehemaligen Polizeikaserne befinden sich in einer attraktiven Lage am Rande der Remscheider Innenstadt. So gab es bereits vor einigen Jahren Initiativen, an diesem Ort ein Wohnquartier für alle Generationen zu entwickeln. Mit der Entwicklung des Areals in Gesamtheit könnte nicht nur eine Gedenk- und Bildungsstätte in würdiger Umgebung gesichert, sondern auch die Infrastruktur für eine solche Stätte, beispielsweise Gastronomie und ein Raum für Besuchergruppen und Veranstaltungen, eingerichtet werden.“