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Letztes Haftbuch der Gestapo wieder in Remscheid

Welchen Weg das Haftbuch des Remscheider Polizeigefängnisses nach Ende des zweiten Weltkrieges genommen hat, wird sich wohl nicht mehr rekonstruieren lassen. Auch nicht, wie es die Polizeikaserne an der Uhlandstraße nach Einmarsch der Amerikaner verließ. Tatsache ist: Jetzt ist dieses wichtige zeitgeschichtliche Dokument wieder aufgetaucht und befindet sich im Besitz der Stadt Remscheid. Ihr war es den Kaufpreis von 900 Euro wert, gezahlt an die Helmut Weitze Militärische Antiquitäten AG in Hamburg. Durch Zufall war Johann Max Franzen, der jahrelang auf Remscheider Straßen ehrenamtlich die „Stolpersteine“ zur Erinnerung an ermordete Remscheider Juden säuberte und polierte, auf das „Gefangenen-Buch der Geheimen Staatspolizei“ mit Eintragungen zwischen dem 1. März 1944 und dem 14. April 1945 aufmerksam geworden. Er hatte der Geschichts-AG des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums einen Tipp gegeben, deren Ziel es ist, dass im ehemaligen Pferdestall des Polizeigebäudekomplexes am Quimperplatz, in Nazi-Zeiten eine Gedenk- und Bildungsstätte eine Gedenk- und Bildungsstätte errichtet wird.

Und so war der Kauf des „Aufnahmebuchs“, wie es auf dem Einband heißt, schließlich zustande gekommen. Gemeinsam mit dem  pensionierten EMA-Geschichtslehrer Klaus Blumberg, selbst im „Projekt Pferdestall“ engagiert, der die Bucheintragungen derzeit Seite für Seite fotografiert und digitalisiert, stellte gestern Stadtdirektor Sven Wiertz dem Waterbölles die Neuerwerbung für das Stadtarchiv in Hasten vor. 

Mai 2008: Der Waterbölles blättert zurück

Die Rede auf der Maikundgebung des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) vor dem Remscheider Rathaus hielt am 1. Mai 2008  Hans Peters, damals Regionsvorsitzende des DGB im Bergischen Land. Und er fragte, auch heute noch aktuell: „In welch‘ einem Land leben wir eigentlich?“. Zitat: „Da lamentieren Arbeitgeber scheinheilig über einen vermeintlichen Fachkräftemangel. Das ist nicht mehr zu ertragen!“ Peters forderte mehr  Qualifizierungsmaßnahmen in der Arbeitsförderung. „Und nicht wie bisher bei teilweise unsinnigen Ein-Euro-Jobs, die zu nichts führen“.

Ohne Verzicht auf bisherige Aufgaben geht es nicht“, hieß es in dem Positionspapier "Neuordnung der Stadtverwaltung Remscheid" von Oberbürgermeisterin Beate Wilding, das vor zehn Jahren in den Fraktionssitzungen der Parteien diskutiert wurde. Zitat: „Ein Personalabbau in der Remscheider Stadtverwaltung kann nicht ohne Eingriffe in Organisationsstrukturen sowie den Verzicht auf bisher wahrgenommene Aufgaben erfolgen. Die derzeit gültige Dienstvereinbarung zur Sicherung des sozialen Friedens im Zusammenhang mit den notwendigen Maßnahmen zur Haushaltskonsolidierung und zur Umstrukturierung der Verwaltung soll weiterhin Anwendung finden. Dies bedeutet, dass vorhandenes Personal mit einer sinkenden Anzahl von Stellen in Einklang zu bringen ist. Gleichzeitig ist jedoch zu berücksichtigen, dass eine aktuelle Alterstrukturanalyse für die Stadtverwaltung Remscheid im Vergleich zu anderen Verwaltungen äußerst positiv ausgefallen ist. So kommen die Experten zu der Einschätzung, dass die Stadtverwaltung in Remscheid vom Alter her sehr ausgewogen besetzt ist und folglich den sich immer mehr verstärkenden demografischen Prozess noch selbst steuern und gestalten kann.  Unter diesen Vorzeichen gilt es, einen spürbaren Stellenabbau bei gleichzeitiger Personaloptimierung zu realisieren.“

 Luftbild vom neuen Remscheider Hauptbahnhof von Mai 2008. Foto: Lothar KaiserWer sagt da, Remscheid hätte keine imposante Skyline?!, fragte der Waterbölles am 3. Mai 2008 und zeigte dieses Foto von dem Bauarbeiten am Remscheider Hauptbahnhof, aufgenommen aus dem Betonkorb eines Baukrans. Der stand damals auf dem Gelände von „Kaufland“, mit dessen Bau gerade begonnen worden war. Bekannt wurde damals im Bauausschuss, dass es am neuen Bahnhof für Passanten einen Regenschutz nur teilweise geben werde. Mit zwei neuen Haltepunkten für den „Müngstener“ (in Mixsiepen und Honsberg) hatte sich der Bauausschuss bereits im Dezember  2007 beschäftigt. Im Mai 2008 wurde ein entsprechender Brief an den Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) in Essen  beschlossen. Die beiden neuen Haltepunkte lassen bis heute auf sich warten.

Probleme mit den Eltern und Lehrern, Versagensängste im Unterricht, Angst vor Arbeitslosigkeit, Unkenntnis der deutschen Sprache – es gibt viele Ursachen für Schulverweigerung. Eine vom städtischen Jugendamt 1999 in allen Remscheider Schulen der Sekundarstufe I durchgeführte Befragung  ergab für Remscheid eine Zahl von ca. 100 Schulverweigerern. Grund genug für das Jugend- und Schulamt, ein „Schulmüdenprojekt“ ins Leben zu rufen. Als Kooperationspartner wurde der Verein „Leben Lernen e.V.“ gewonnen, der von Lehrer/innen der städtischen Schule für Erziehungshilfe („Heinrich-Neumann-Schule“)  gegründet worden war und auf gute Erfahrungen mit Langzeitpraktika für Schulmüde an der Natur-Schule Grund verweisen konnte. Harald Sellner, stellvertretender Leiter der Heinrich-Neumann Schule für Erziehungshilfe und damals Jahren Sprecher des "Interdisziplinärer Arbeitskreises", fragte sich im Mai 2008 allerdings, warum nicht alle Remscheider Hauptschulen (heute gibt es nur noch eine)  ihre schwierigsten Fälle in die „Umweltwerkstat“ schickten, sondern nur die Hauptschule Wilhelmstraße. , und dazu in der Mehrzahl nur Mädchen. würden. Tatsächlich kommen jedoch die 14 Hauptschüler, in der Mehrzahl Mädchen, deren sozialer Abstieg zurzeit in der Natur-Schule gestoppt werden soll,  überwiegend aus der Gemeinschaftshauptschule (GHS) Wilhelmstraße. „Es muss sich doch anhand der Zeugnisse herausfinden lassen, wer ein Schulverweigerer ist. Dabei geht man von 100 geschwänzten Unterrichtsstunden im Halbjahr aus.“ (Angesehen hat sich die Zeugnisse danach dann – niemand.)

Die zur CDU gehörende „Senioren Union Remscheid“ mit Georg Gregull als Vorsitzendem feierte im Mai 2008 im Kolpinghaus an der Palmstraße ihr 20jähriges Bestehen. Nicht nur mit Sekt und einem Imbiss, sondern auch mit einem Festvortrag. Den hielt Dr. Bernhard Worms,  der Vorsitzende der Europäischen Senioren Union.

Gartencenter beendet Dornröschenschlaf des RWE-Betriebshofs“, titelte der Waterbölles am 15. Mai 2008, nach einer Pressekonferenz von Oberbürgermeisterin Beate Wilding in der ehemaligen Kantine des RWE-Betriebshofs an der Lüttringhauser Straße. Der Großkonzern in Essen hatte es über Jahre hinweg nicht geschafft, sein 24.000 Quadratmeter großes Grundstück loszuwerden, auf dem seit 1981 in der Spitze 150 Mitarbeiter beschäftigt. waren. Dort plane die Garten-Center Kremer GmbH aus Lennestadt eine neue Filiale mit 6.000 Quadratmetern Verkaufsfläche (davon 1.000 für Bau & Hobby) sowie 250 Parkplätzen kündigte damals Alexander Kremer an. Für den dafür nötigen Bebauungsplan sorgte alsdann die Stadt Remscheid.

30 Tage nach dem Start der Remscheider Eiswette wurden am 16. Mai 2006  auf der Alleestraße die beiden „Eishäuser“ geöffnet und der Sieger präsentiert: Uwe Knipping hatte getippt, dass der 800 Liter große Eisblock in dem wärmeisolierten Blockhaus in dieser Zeit um 311 Liter abnehmen würde. Damit lag er dem tatsächlichen Ergebnis von 315 Litern (60,625 Prozent) am nächsten. Vom Eisblock in dem „normalen“ Holzhaus nebenan war übrigens nur eine kleine Wasserlache übrig geblieben.

Das Möbelhaus Stosberg wird zum Zentrum der Diakonie, kündige das Diakonische Werk Remscheid im Mai 2008 an. Wo bis zum Sommer 2005 Möbel verkauft worden waren, würden in einigen Monaten Beratungsgespräche geführt und Gruppensitzungen abgehalten: Das frühere Möbelgeschäft Stosberg an der Ecke Kirchhof-/Alte Bismarckstraße werde zurzeit im Auftrag des Evangelischen Kirchenkreises Lennep als neues Beratungszentrum des Diakonischen Werkes ausgebaut. Und so geschah es dann auch.

Vor zehn Jahren ging Franz Lebfromm in Pension. Seine letzte große Arbeit für die Stadt Remscheid war das Programm des „Remscheider Sommers 2008“: Von 1975 bis 1995 hatte er im Sportamt gearbeitet und danach den städtischen Kulturservice übernommen, den er seitdem verkörperte. Seine Stelle bekam im Mai 2008  einen kw-Vermerk:  „Kann wegfallen“. Vermisst wird Franz Lebfromm im Rathaus heute noch.

Unfreiwillig Abschied von der Stadtverwaltung musste vor zehn Jahren Stadtdirektor Jürgen Müller nehmen. Am 27. Mai 2008. stimmten 41 Ratsmitglieder für seine Abwahl. Bei zwei Stimmen weniger wäre der von 47 Kommunalpolitikern (darunter 16 der CDU) unterzeichnete Abwahlantrag gescheitert. An der Sondersitzung nahmen 51 der insgesamt 58 Ratsmitgliedern teil. Von diesen 51 stimmten lediglich zehn gegen die Abwahl. Im Vorfeld hatten 47 Ratsmitglieder – 16 von der CDU – Müller in einer Erklärung mangelnde vertrauensvolle Zusammenarbeit vorgeworfen im Zusammenhang mit verlustreichen Derivatgeschäften (über die die Ratsmitglieder im Übrigen sehr wohl frühzeitig im Bilde waren und in denen die Bezirksregierung kein Dienstvergehen Müllers erkennen konnte). Oberbürgermeisterin Beate Wilding (59. Ratsmitglied) sagte fünf Minuten nach der Sitzung auf dem Flur vor dem Großen Sitzungssaal, sie habe sich der Stimme enthalten. Sie hatte schon vorher keinen Hehl daraus gemacht, dass sie Jürgen Müller gerne als Beigeordneten behalten würde.

Florierende Post-Filiale in Lennep soll geschlossen werden“, kündigte der Waterbölles im Mai 2008 an. Die Post AG wolle ihre Filiale an der Kölner Straße in Lennep dicht machen und die Geschäfte mit Briefen und Paketen (wie in anderen Teilen Remscheids auch) einem Einzelhändler überlassen. Und so geschah es dann auch. Bis jetzt. Und wo gibt es künftig „Postverkehr“? Wieder an der Kölner Straße, nur 50 Meter um die Ecke vom bisherigen Serviceleister entfernt.

4.567 Remscheider fanden Rat in Verbraucherfragen

Gratisspiele-Apps, die mit Abbuchungen auf der Telefonrechnung überraschten. Unseriöse Werber für digitalen Fernsehempfang. Und auch die Klassiker unter den Abzockern waren mit überzogenen Forderungen oder tückischen Geschäftsmodellen erneut aufgefallen. Für fast 1.100 Ratsuchende war die Verbraucherzentrale in Remscheid, Alleestraße 32, Tel. RS 8424791, E-Mail remscheid@verbraucherzentrale.nrw">remscheid@verbraucherzentrale.nrw, im vergangenen Jahr wieder der richtige Wegweiser zu Rat und Recht.

Geschickte Täuschung, damit arglose Nutzer kostenpflichtige Bestellungen vornehmen oder in ungewollte Abos tappen – der digitale Verbraucheralltag war wieder gespickt mit Stolperfallen. Die Verbraucherzentrale hat 2017 besonders die Tücken vermeintlich kostenloser Spiele-Apps für Smartphone und Tablet in den Blick genommen. Dabei hatte sich gezeigt, dass die Spielemacher Nutzer laufend durch geschickte Programmierungen animieren, den kostenlosen Sektor zu verlassen, um durch den Zukauf von vielerlei Elementen den Spieleverlauf voranzutreiben. Eingeschlossen die Gefahr, von dann kostenpflichtigen Angeboten überrascht zu werden und den Überblick zu verlieren, wie schnell Spielebeschleuniger oder weitere Komponenten mit Kosten zwischen 99 Cent und bis zu 99 Euro ins Geld gehen können. Die Verbraucherzentrale NRW forderte daher, dass Anbieter von Onlinespielen Preislisten für alle Zusatzangebote offenlegen müssen. Und für junge Gamer und deren Eltern hatte sie vorsorgliche Regeln bei „Free to play“ parat.

Bei der grassierenden Masche der massenhaften Ping-Anrufe hatten Betrüger versucht, durch kurzes Klingeln Rückrufe zu provozieren. Auf dem Display war dann unter dem Hinweis „Anruf in Abwesenheit“ eine Nummer zu sehen, die auf den ersten Blick wie eine lokale Vorwahl aussah. Wer dann zurückrief, landete jedoch nicht bei den vermeintlichen Vorwahlen deutscher Städte, sondern bei ähnlich aussehenden Ländervorwahlen: So ähnelte etwa die von Dortmund mit 0231 der von Liberia (00231). Die Betrüger hatten dann versucht, die Anrufer möglichst lange mit Bandansagen in der Leitung zu halten – und verdienten an den hohen Telefongebühren mit. Die Beratungsstelle warnte nicht nur vor Rückrufen, sondern zeigte auch Wege auf, um diese Kosten nicht bezahlen zu müssen.

Vor allem ältere Kabelkunden waren Zielgruppe von Werbern für Produkte der Unitymedia NRW GmbH: „Bei ihren Besuchen hatten sie an der Wohnungstür Ängste im Hinblick auf die Einstellung des analogen TV-Programms am 30. Juni 2017 geschürt“, berichtet die Beratungsstellenleiterin, Lydia Schwertner. Dadurch verunsichert seien dann unüberlegt oft überflüssige und teure Verträge für Telefonie und Internet oder zusätzliche kostenpflichtige TV-Angebote abgeschlossen worden. „Die Werber hatten dabei auf Unkenntnis gesetzt. Denn dass für die anstehende Umstellung von analogem auf digitalen Kabel-Empfang keine neuen Verträge notwendig sind – das hatten sie natürlich nicht verraten“, entlarvt Lydia Schwertner die Überrumpelungsstrategie.

Ratsuchende berichteten auch, dass ihnen in Unitymedia-Shops langfristige Paketverträge mit Fernsehen, Internet und Telefonie als einzige Alternative zum schwarzen Bildschirm aufgezeigt worden waren. Dabei wurden dann monatliche Gebühren und eine einmalige Anschlussgebühr fällig. „Für den Anschluss ans digitale Kabelzeitalter hätte es tatsächlich jedoch nur eines neuen digitalen Receivers bedurft“, erklärt die Beratungsstellenleiterin. In der Rechtsberatung wurden Möglichkeiten geprüft, den Vertrag zu stornieren.

Auch massive Kostentreiberei von Inkassounternehmen bot Anlass für Verbraucherbeschwerden: „Da wurden Kosten durch die parallele Beauftragung von Inkassobüro und Rechtsanwalt in die Höhe getrieben oder für standardisierte Forderungsschreiben aus dem Computerprogramm Gebühren entsprechend der „anwaltlichen Mittelgebühr“ verlangt“, berichtet Lydia Schwertner, „insbesondere Bagatellforderungen wachsen in der Obhut von Inkassobüros auf das Mehrfache an.“

Bei vielen außergerichtlichen Rechtsberatungen und -vertretungen standen Probleme mit Telekommunikationsanbietern im Mittelpunkt. Nicht nachvollziehbare Posten in der Rechnung, Stolperfallen beim Anbieterwechsel - oftmals gab es mit den Unternehmen gleich mehrere Probleme. Anlass für Beschwerden war vielfach auch, wenn die tatsächliche Leistung und Geschwindigkeit des Internetanschlusses mit den Versprechungen in der Werbung oder des Kundenberaters nicht übereinstimmte. So wollten Ratsuchende etwa wissen, wie es um Entschädigungsmöglichkeiten bei Geschwindigkeitsproblemen bestellt ist.

Beschwerden gab es aber auch über Vertragsanbahnungen in örtlichen Mobilfunkshops. Dort waren oftmals viel günstigere monatliche Entgelte zugesichert worden als dann tatsächlich mit der Mobilfunkrechnung abgebucht wurden. Crux: Die Hürde zur Prüfung ist deutlich höher, wenn man die Rechnung nicht per Post oder Mail bekommt, sondern selbst erst über eine App oder ein Onlineportal abrufen muss. So laufen unbesehen unberechtigte Entgelte auf, die erst beim Kassensturz bemerkt werden, weil etwa das Konto ins Minus bewegt. Für einen Widerspruch ist es dann häufig zu spät.

Erfreulich: Roaming-Aufschläge fürs Surfen und Telefonieren im EU-Ausland hatten viele Jahre für Urlauberverdruss gesorgt. In der Beratungsstelle waren dann viele Fragen gelandet, ob die berechneten Entgelte für die grenzüberschreitende Kommunikation rechtmäßig seien. Seit dem 15. Juni 2017 war damit (fast) Schluss: „Roam like home“ galt seither in den 28 EU-Mitgliedsstaaten; die Aufschläge für die Handynutzung dort wurden weitgehend abgeschafft. Doch einfacher und preiswerter bedeutete keineswegs ohne Limit und Ausnahmen – worüber die Beratungsstelle umfassend informiert hat, um vor teuren Überraschungen auf der Mobilfunkrechnung gefeit zu sein.

Mit der Kampagne „Dreh auf und spar“ hat die Verbraucherzentrale auch in Remscheid die richtige Einstellung zum Energiesparen beim Duschen nahegebracht. Zudem hat sie aufgezeigt, dass ein Wechsel des Strom- und Gastarifs viele Haushaltskassen sicher entlasten kann. „Neben dem Preis sind dabei vor allem kurze Laufzeiten und Kündigungsfristen wichtig sowie die richtige Einschätzung von Preisgarantien und eine besondere Vorsicht bei Bonusversprechen angezeigt“, erläutert Lydia Schwertner die Formel für den sicheren Wechsel. (Der Jahresbericht ist nachzulesen unter www.verbraucherzentrale.nrw/remscheid-jahresbericht2017)

 

Kinderlärm beim Sport führt zu Nachwuchshoffnung

Pressemitteilung des SPD-Landtagsabgeordneten Sven Wolf

„Der Breiten- und Freizeitsport gehört in die Mitte unserer Städte. Geräusche von sportbegeisterten Kindern und Jugendlichen gehören dazu und sind Ausdruck von Lebens- und Spielfreude,“ meint Sven Wolf. „Für lärmende Kinder auf Sportanlagen- und plätzen sollte das Gleiche gelten wie für lärmende Kinder in Kindergärten und auf Spielplätzen.“ Der von SPD-Landtagsfraktion eingebrachte und am 17. Mai mit großer parlamentarischer Mehrheit verabschiedete Antrag sieht vor, dass sich Kinder künftig auch in Ballungsräumen sportlich betätigen können. „„Wir wollen nicht, dass Kinder an den Stadtrand fahren müssen, um Sport treiben zu können. Konkret fordern wir eine Änderung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes: Die Liste der Orte, von denen Geräuscheinwirkungen durch Kinder hervorgerufen werden und im Regelfall keine schädliche Umwelteinwirkung sind, soll um Sportanlagen ergänzt werden. Bei der Beurteilung der Geräuscheinwirkungen dürfen Immissionsgrenz- und -richtwerte nicht herangezogen werden.“

Kinderlärm sei zwar häufig Gegenstand von Auseinandersetzungen mit Anwohnern, so der Abgeordnete, von den Gerichten würden Geräusche von spielenden Kindern jedoch im Wesentlichen als sozialadäquat angesehen. Um sich gesund entwickeln zu können, müssten Kinder gefahrlos spielen und sich austoben können. „Jetzt zur WM gibt es sicherlich auch wieder viel Motivation, selber den Ball zu kicken und sich vielleicht für ein langfristiges Engagement in einem unserer örtlichen Fußballvereine zu entscheiden“, hofft der Abgeordnete. „Wer weiß, vielleicht kommt der zukünftige Thomas Müller oder Toni Kroos dann einmal aus Remscheid oder Radevormwald."

Positiver Trend auf dem Arbeitsmarkt

Pressemitteilung der Agentur für Arbeit

„Der positive Trend auf dem Arbeitsmarkt setzt sich fort. Die Arbeitslosigkeit im bergischen Städtedreieck ist auch im Mai gesunken und liegt deutlich niedriger als vor einem Jahr“, berichtet Martin Klebe, Chef der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal. „Der Arbeitsmarkt zeigt sich in anhaltend guter Verfassung und die Nachfrage nach Arbeitskräften bleibt auf hohem Niveau. Von der zuversichtlichen Stimmung auf dem Arbeitsmarkt konnten am meisten die unter 25jährigen profitieren. So waren fast 13 Prozent weniger Jugendliche arbeitslos gemeldet, als im Mai vor einem Jahr.“

Im bergischen Städtedreieck sank die registrierte Arbeitslosigkeit im Mai auf nun 25.932 arbeitslose Frauen und Männer. Damit sind aktuell 386 Menschen weniger arbeitslos als im April und auch 2.495 Personen weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote für die drei Städte sank von 8,1 Prozent im April auf aktuell 7,9 Prozent (Mai 2017: 8,8 Prozent).

Die Nachfrage nach Arbeitskräften ist gegenüber April wieder angestiegen. Konkret wurden in diesem Monat der Arbeitsagentur 1.475 offene Stellen gemeldet, 104 mehr als im April und auch 238 mehr als vor einem Jahr. Insgesamt sind im bergischen Städtedreieck aktuell 4.999 freie Stellen gemeldet. Das sind 163 Stellen mehr als vor einem Jahr (+3,4 Prozent). 4.448 und damit 89,0 Prozent aller Stellen sind unbefristet, 590 Stellen oder 11,8 Prozent werden in Teilzeit angeboten. Besonders gesucht sind Fachleute aus den Bereichen Metallerzeugung, -bearbeitung, Metallbau, Maschinen- und Fahrzeugtechnikberufe, Medizinische Gesundheitsberufe sowie Mechatronik-, Energie- und Elektroberufe.

In Remscheid ist die Arbeitslosigkeit nahezu konstant geblieben. Aktuell sind 4.434 Menschen arbeitslos gemeldet, 16 mehr als im April, aber 488 Personen oder 9,9 Prozent weniger als im Mai vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote sank von 7,6 Prozent im April auf aktuell 7,5 Prozent. Vor einem Jahr betrug die Arbeitslosenquote im Mai noch 8,5 Prozent. Es meldeten sich 953 Personen im Mai neu oder erneut arbeitslos und 932 Menschen konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden. Remscheider Arbeitgeber meldeten im Mai 377 freie Arbeitsstellen. Insgesamt werden in Remscheid damit 1.218 Arbeitskräfte gesucht, das sind 35 Stellen oder 2,8 Prozent weniger als vor einem Jahr. Besonders gesucht werden in Remscheid derzeit unter anderem Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den Bereichen Produktion & Fertigung, Verkehr, Logistik Schutz & Sicherheit sowie Gesundheit, Soziales & Erziehung.

Arbeitslosigkeit ist kein fester Block, vielmehr gibt es auf dem Arbeitsmarkt viel Bewegung. Im bergischen Städtedreieck meldeten sich im Mai insgesamt 5.791 Personen bei der Agentur für Arbeit oder den Jobcentern neu oder erneut arbeitslos. Das waren 39 weniger als vor einem Jahr. Gleichzeitig beendeten 6.179 Menschen ihre Arbeitslosigkeit, 93 weniger als im Mai 2017.

Zählt man alle Personen, die im Mai eine Erwerbstätigkeit anstreben, zu den gesetzlich definierten Arbeitslosen von 25.932 in den drei Städten hinzu, ergibt sich eine „Unterbeschäftigung“ von 45.246 Personen. Dies sind 382 weniger als im April und auch 2.051 weniger als vor einem Jahr.

Feuerwehr RS leistete Nachbarschaftshilfe

Das Wasser schoss nur so aus den Regenrohren. Foto: Lothar KaiserDurch lokale Unwetter mit Starkregen kam es gestern landesweit zu zahlreichen Einsätzen für Feuerwehr, Polizei und Hilfsorganisationen. Die Stadt Remscheid blieb weitgehend von Schäden verschont. Der Leitstelle Remscheid wurden lediglich drei Einsatzlagen gemeldet, die von den Einsatzkräften schnell abgearbeitet wurden. Die Stadt Wuppertal dagegen war von den lokalen Unwettern sehr stark betroffen. Dort wurden Regenmengen von bis zu 100 l/m² gemessen (Quelle: DWD); es wurden 900 Einsatzlagen gemeldet.

Im Rahmen der nachbarschaftlichen Hilfe entsandte die Remscheider Feuerwehr einen Löschzug zur Unterstützung in die Nachbarstadt. Dieser setzte sich aus Kräften der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr mit den Löscheinheiten Nord und Hasten zusammen. Die 24 Einsatzkräfte aus Remscheid wurden zur Schadensbeseitigung in einem Kaufhaus in der Innenstadt von Elberfeld eingesetzt. Dort waren die Verkaufsräume im Untergeschoss auf einer Fläche von 6.000 Quadratmeter ca. 45 Zentimeter hoch mit Schmutzwasser vollgelaufen. Gegen 3 Uhr heute Morgen erfolgte die Ablösung der Wuppertaler Einsatzkräfte, die dort schon seit Stunden tätig waren. Von der Remscheider Feuerwehr wurden sechs Tauchpumpen eingesetzt. Unterstützt wurde die Feuerwehr in dem Bereich von dem Technischen Hilfswerk aus Hattingen mit vier weiteren Pumpen. Gegen 9 Uhr konnte der Einsatz beendet werden. (aus dem Bericht der Feuerwehr)

Historisches Zentrum braucht 12,8 Millionen Euro

Entsetzt über leichtfertigen Umgang mit Statik“, titelte der Waterbölles am 15. Dezember 2017, nachdem Dr. Andreas Wallbrecht, der Leiter des Historischen Zentrums, den Mitgliedern der Bezirksvertretung (BV) Alt-Remscheid die Schäden an der hölzernen Fachwerk-Konstruktion aufgezeigt hatte. Sie dokumentierten, dass Haus Cleff, das einstige Remscheider Heimatmuseum, dringend repariert werden müsste. Zur Wiederherstellung einer sicheren Statik stehen insgesamt 1,2 Millionen Euro zur Verfügung (100.000 Euro von der Deutschen Stiftung für Denkmalschutz, 495.000 Euro an Bundes-Fördermittel der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und 600.000 Euro an städtischen Rücklagen).  Bleiben noch weitere 600.000 Euro aus dem Stadtsäckel für alles andere!? Viel zu wenig, um das Patrizier-Haus aus der Rokoko-Zeit wieder zur guten Stube der Stadt machen zu können. Und nur ein Tropfen auf den heißen Stein, wenn man alle fünf großen "Bausteine" betrachtet, die im Historischen Zentrum (HIZ) in den nächsten Jahren angepackt werden müssten. Stadtdirektor Sven Wiertz nannte sie in der gestrigen Sitzung des Kulturausschusses:

  • Das Deutsche Werkzeugmuseum (Auffrischung der Museumsdidaktik bzw. -pädagogik zur Präsentation alter und neuer Ausstellungsobjekte und für neue eigenständige Konzepte, um diese den Besuchern näherzubringen),
  • die Sanierung von Haus Cleff,
  • der Bau neuer Parkplätze auf dem Grundstuck der jetzigen „Schrottimmobilie“ an der Hastener Straße in Höhe des HIZ
  • die Integration des rückwärtigen „Cleff-Parks“ und
  • die Integration des benachbarten Haus Berger (museales Konzept, „Tool Lab“, vergleichbar mit dem „Rögy Lab“ in das Museumsareal.

Für eine Stadt wie Remscheid, die seit nunmehr 25 Jahren Haushaltssicherungskommune und an der Pleite nur knapp vorbeigeschrammt ist dank Landeshilfe, hörten sich die Investitionskosten, die der Stadtkämmerer gestern für diese fünf „Bausteine“ erstmals öffentlich nannte, utopisch an: 12,8 Millionen Euro! Da war im Rathaus in der vergangenen Woche im Verwaltungsvorstand offenbar noch einmal intensiv nachgerechnet worden.  „Eine Summe, bei der die Augen zu rollen anfangen“, kommentierte das der Ausschussvorsitzende Karl Heinz Humpert. „Das übersteigt die Möglichkeiten der Stadt bei Weitem!“ Sven Wiertz: „Da liegt noch eine enorme Wegstrecke vor uns!“ Das Projekt sei mit dem des Deutschen Röntgen-Museums vergleichbar und nur in überschaubaren Abschnitten zu realisieren.

Rückblick: „Erst die Statik, dann die Fördertöpfe, danach das Konzept“, titelte der Waterbölles im März 2015. Nachdem Sachverständige die Kosten für die Sanierung von Haus Cleff mit drei Millionen Euro beziffert hatten, fehlte damals noch das Ergebnis einer statischen Untersuchung des Fachwerkbaus, dessen Boden im ersten Obergeschoss teilweise um 15 Zentimeter durchhängt. „Ohne überzeugendes Museumskonzept keine Fördermittel“, hatte es von Seiten der Stadt lange Zeit geheißen. Doch in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am 14. März 2015 ruderte Kulturdezernent Dr. Christian Henkelmann in puncto Museumskonzept zurück. Zunächst einmal wolle er beim Landschaftsverband Rheinland herausfinden, welche Förderung man sich dort überhaupt vorstellen könne. Im Übrigen stellte es fest: Haus Cleff sei ein „Totalschaden“.

Allein die Sanierung des Patrizierhauses aus dem Rokoko werde rund 4,6 Millionen Euro kosten, berichtete Sven Wiertz gestern. Denn durch Eingriffe in die Statik sei diese im Laufe der Jahrzehnte instabil geworden. Das erfordere etwa den Einbau von Stahlträgern, um das Obergeschoss überhaupt nutzen zu können. Das sei mit den vorliegenden Fördergeldern nicht zu machen. Weitere finanzielle Unterstützungen durch Land, Bund, europäische Union seien aber erst realistisch, wenn es mit Unterstützung der Landeskonservatorin gelinge, Haus Cleff zu einem „Denkmal von nationaler Bedeutung“ zu deklarieren, quasi zu einem „großbürgerlichen Pendant zu Schloss Benrath“. Ein Gespräch mit der Landeskonservatorin / dem Landschaftsverband Rheinland wird Stadtdirektor Wiertz Mitte bis Ende Juni führen. (Hatte da nicht schon Henkelmann vorfühlen wollen?)

Mit einem schnellen finanziellen Erfolg ist nicht zu rechnen. Derweil nagt an Haus Cleff der Zahn der Zeit weiter – nach der inneren Entkernung vor allem an Fassade und Dach. Dort ist jetzt Bestandsschutz auch ohne die Zusage weiterer öffentlicher Zuschüsse angesagt, damit die Hülle des künftigen Museumsgutes nicht weiter verfällt. Ob die Stadt Remscheid dafür in den nächsten Doppelhaushalt 2019/2010 einen Betrag einstellen kann, muss sich aber erst noch zeigen. „Das wird derzeit geprüft“, sagte Wiertz.

Wie die städtische Architektin Anja Klein dem Kulturausschuss berichtete, müssen an der Fassade die Schieferplatten abgenommen werden, um das dahinter liegende Fachwerk begutachten und bei Bedarf reparieren zu können (einige Außenwände scheinen inzwischen nicht mehr standfest zu sein). Restauriert werden müsse das äußere Holzwerk (Fenster, Türen). So seien acht Fenster im Laufe der Jahre von außen verkleidet und von innen abgebaut worden, müssten folglich komplett neu erstellt werden. Der zweite Bauabschnitt – neue Ziegel für das Dach geplant. Der dritte – die Sanierung der Treppen, Eingänge und Kanalisation.

Dass die Sanierung von Haus Cleff auch der Unterstützung eines externen Architekten bedarf, war von vornherein unstrittig. Doch am 20. März erfuhren die Mitglieder des „Fördervereins Haus Cleff auf ihrer Jahreshauptversammlung in der Denkerschmette von Museumsleiter Dr. Andreas Wallbrecht (Foto), dass seit Dezember das Remscheider Architektenbüro Sophie und Christof Welke die Renovierung von Haus Cleff wegen Arbeitsüberlastung nicht weiter begleiten könne. Es heißt, ein Facharchitekt aus Düsseldorf könne in die Bresche springen. Was Sven Wiertz gestern zum künftigen musealen Inhalt von Haus Cleff sagte, deutete darauf hin, dass sich nicht nur der Architekt ändert, sondern womöglich auch das museale Konzept, das Wallbrecht in der Denkerschmette vorgestellt hatte. Dabei hatte sich ein Mitglied des Förderkreises zur Idee eines Cafés und eines Festzimmers (z. B. für Trauungen) im Obergeschoss von Haus Cleff kritisch geäußert. Denn dadurch werde die echte Ausstellungsfläche von Haus Cleff dezimiert. Dazu gestern der Stadtdirektor indirekt: „Wir prüfen, die Werke des Remscheider Grafikers Gerd Arntz (eingelagert) und die rund 50 Gemälde von Johann Peter Hasenclever, die auf einen Wert von 340.000 Euro geschätzt werden, in das Ausstellungskonzept aufzunehmen!“ Das aber würde eine neue Zuordnung der Museumsräume bedeuten.

„Kommt denn nun ein Café ins Obergeschoss oder nicht?“, wollte es Fritz Beinersdorf (Linke) genauer wissen. Die Landekonservatorin habe in der Raumfrage, gepaart mit Dankmalschutz und Barrierefreiheit, ein Wort mitzureden, blieb Wiertz unbestimmt. Und das Deutsche Werkzeugmuseum? Auch hier hakte Beinersdorf nach, sprach von „in den vergangenen zehn Jahren verlorengegangener Attraktivität. Da reißt die Besucher nichts mehr vom Stuhl!“ Zustimmung von Beatrice Schlieper: „Die Didaktik hat durchaus Luft nach oben!“ Widerspruch von Sven Wiertz: „Das Werkzeugmuseum ist immer noch zeitgemäß. Aber es muss weiterentwickelt werden. Auch das wird nicht ohne Fördermittel gehen!“

„Aber mit der vorhandenen engagierten Mannschaft!“, betonte Karl Heinz Humpert. Der sei es schließlich in jüngster Zeit gelungen, das Museum „mit Angeboten, die es früher nicht gegeben hat, ins Blickfeld der Öffentlichkeit zu rücken“. Von Architektin Anja Klein wollte Humpert wissen, wann sie mit dem Abschluss der Sanierungsarbeiten in Haus Cleff rechne. Die Antwort war zweigeteilt: „Bis Ende 2020!“ –– „Vorausgesetzt, die Fördergelder fließen!“

„‘Die Hoffnung stirbt zuletzt!‘ Das gilt auch für die wünschenswerte, aber ungewisse Sanierung des historischen Rokokohauses Haus Cleff“, schrieb ich schon einmal, am 14. März 2015. Was in der Zwischenzeit passierte, könnte demnächst irrelevant werden. Das Spiel beginnt neu, und es hat noch viel Unbekanntes. (Das Video unten datiert auf den 30. März 2017)

Zum Jubiläum viele Aktionen in den Filialen

Pressemitteilung der Volksbank im Bergischen Land

Wer Geburtstag hat, feiert mit den Menschen, die ihm wichtig sind. Genau das hat die Volksbank im Bergischen Land in den kommenden zwölf Monaten vor: Sie schafft jeden Monat Gelegenheiten zur Begegnung mit den Kunden und den Menschen der Region, um ihren runden Geburtstag mit ihnen zu feiern. Vom Torwandschießen zur WM-Zeit bis zum Aktionsmonat für die Jugend, von der Teilnahme am bundesweiten Vorlesetag für Kinder bis zu tatkräftigem sozialem Engagement, bei dem die Volksbank-Mitarbeiter nicht nur spenden, sondern auch selbst mit anpacken möchten, reichen die Ideen des Programms, das immer noch wächst. Alle 24 Filialen beteiligen sich daran, bei vielen Aktionen werden auch die Kollegen aus den Abteilungen der Hauptverwaltung eingebunden.

„Wir wollen da sein, wo die Menschen sind, und möglichst viele erreichen“, sagte Volksbank-Vorstandsvorsitzender Andreas Otto jetzt bei einer Pressekonferenz. Gemeinsam mit seinen Vorstandskollegen Lutz Uwe Magney und Hardy Burdach stellte Otto das Bankjubiläum vor, das etwas aus dem Rahmen fällt: Denn die bergische Bank feiert innerhalb von einem Jahr gleichermaßen 100. und 150. Geburtstag. Grund ist die Vorgeschichte der Genossenschaftsbank, die im vorigen Jahr durch Fusion der Volksbank Remscheid-Solingen und der Credit- und Volksbank aus Wuppertal entstand. Während die Gründung der Volksbank im Raum Solingen genau 100 Jahre zurückliegt, hätte die Volksbank in Wuppertal 2019 ihr 150-jähriges Bestehen gefeiert.

Mit einem Jubiläumsjahr, das von Sommer 2018 bis Sommer 2019 reicht, wolle die Volksbank im Bergischen Land die Traditionen in allen Teilen des Geschäftsgebiets würdigen, erläuterte Lutz Uwe Magney. Ihre Feierlichkeiten stellt die Bank unter das Leitmotiv „Zeit ist mehr als Geld“ – um deutlich zu machen, dass es einer regional verwurzelten Genossenschaftsbank nicht nur ums Geldverdienen gehen kann. So verstandene Zeit ist Zeit für den Kunden: Ihm zuzuhören und mit ihm Lösungen zu finden, ihn in seinem Engagement zu unterstützen, ihm und seinem Geschäft zu vertrauen und so auch mal schlechte Zeiten auszuhalten, all das gehört für die Volksbank im Bergischen Land zum Selbstverständnis. Dem Blick zurück in die Geschichte folgte natürlich auch der Blick in die Zukunft zur Seite: „Natürlich wird in Zukunft vieles noch digitaler sein“, sagte Hardy Burdach, „wir werden aber immer eine Genossenschaftsbank bleiben und mit Filialen vor Ort vertreten sein.“

Neues Signet für Berufskolleg und Rögy

Pressemitteilung der Stadtsparkasse Remscheid

Die Teilnahme am „Deutschen Gründerpreis für Schüler“ hat für das Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung und das Röntgen‐Gymnasium eine lange Tradition. Nun wurde dieses Engagement mit der Verleihung des Titels „Gründerpreisschule“ gewürdigt. Mutig und erfinderisch, teamfähig und fokussiert: So sind die Teilnehmer des Deutschen Gründerpreises für Schüler (DGPS), dem bundesweit größten Existenzgründer‐Planspiel für Jugendliche. Die Teams aus Schülern ab Klasse 9 (von allgemein‐ und berufsbildenden Schulen) verwandeln in dem internetbasierten Wettbewerb ihre Ideen in fiktive Unternehmenskonzepte inklusive Businessplan und Marketingstrategie.

Um beim Deutschen Gründerpreis für Schüler mitzumachen, braucht es ein hohes Engagement sowohl von den Schülern, als auch von den Schulen, die sich am Planspiel beteiligen. „Deshalb freut es uns ganz besonders, dass wir in diesem Jahr zwei Remscheider Schulen – das Röntgen‐Gymansium und das Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung – mit dem Signet „Wir sind Gründerpreisschule“ auszeichnen können“, betonte Silke Weber‐Wönkhaus, die in der Sparkasse für die Organisation des Gründerpreises für Schüler zuständig ist. Beide Schulen beteiligen sich regelmäßig seit mehreren Jahren mit verschiedenen Teams. Auch sie freuen sich über die nach außen hin sichtbare Auszeichnung.

„Natürlich bringen wir das Signet gut sichtbar an unseren Schulen an und freuen uns schon auf die nächsten Jahre“, darin sind sich beide Schulen einig. Der Gründerpreis für Schüler zeichnet sich besonders dadurch aus, dass die Schülerinnen und Schüler erlerntes Wissen im Planspiel praktisch ausprobieren und anwenden können. „Gerade die Praxisnähe zeichnet den Gründerpreis aus. Hier werden Kompetenzen vermittelt, die die Schüler bei ihrem Start ins Berufsleben bestens gebrauchen können“, betonen die Verantwortlichen. Auch im nächsten Jahr findet der Gründerpreis für Schüler wieder statt. „Wir würden uns freuen, wenn sich noch mehr Schüler und Schulen an dem Projekt beteiligen und laden alle Remscheider Schulen herzlich dazu ein“, sagt Silke Weber‐Wönkhaus. Der diesjährige Gründerpreis befindet sich in der Endphase und die Gewinner der Remscheider Teams werden am 7. Juni in einer kleinen Feierstunde bekannt gegeben.