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Wochenrückblick vom 23. bis 29. Juli 2018

Eine eindrucksvolle Parade von Himmelskörpern

Gestern am frühen Abend zeigt sich der Abendstern, die Venus, tiefstehend am westlichen Firmament.. Sie ist unter den Planeten das hellste Himmelsobjekt. Schon in der Dämmerungsphase leuchtete auch der Gasriesenplanet Jupiter mit seinen vom Astronomen G. Galilei entdeckten Monden Europa,Ganymed,Kalisto und Io. Mit dem sechzig- fach vergrößernden Trinovid-Teleskop waren die Trabanten dieses Planeten gut zu sehen. Gegen 21.30 Uhr stellte sich der Saturn unverkennbar mit seinem Ring vor. Der Himmel wurde immer dunkler und gab den Blick auf die Sommersternbilder frei.
Wo blieb nur der Mond? Gegen 22 Uhr war es dann soweit. Durch die warmen, wabernden Luftschichten konnte man zunächst nur vage die zartrötlich leuchtende Scheibe erkennen. Immer konstrastreicher wurde dann die Sicht. Nicht weit unter dem so genannten Blutmond stieg ein markant bernsteinroter Stern -  Planet Mars! Nach rechts rückte der Schatten der Erde aus dem Bild und gab den gewohnten Blick auf den Erdtrabanten wieder frei. Da - noch eine Sternschnuppe: Fast genau über Remscheid zog die  ISS mit Alexander Gerst ihre Bahn.

Kleine Maus war der nächtliche Futterdieb

Abends lagen noch jede Menge Sonnenblumenkerne im Vogelhäuschen. Morgens wirkte es wie leergeputzt. Das machte neugierig. Denn unsere heimischen Vögel pflegen bekanntlich nachts - mit Ausnahme der Eulen - sich von des Tages Mühen auszuruhen. Also wurde die Kamera aufgebaut: Und siehe da, sie ertappt den Futterdieb (eigentlich waren es zwei, aber der andere war schüchterner) und hielt ihn haarscharf im Bild fest: Eine kleine Maus.

Fahrt ins Blaue am 12. September für 550 Senioren

Pressemitteilung des Caritasverbandes Remscheid e.V.

Im Rahmen der „Wochen für und mit der älteren Generation“ startet am Mittwoch, 12. September, um 12 Uhr die Arbeitsgemeinschaft freie Wohlfahrtspflege (AGW) wieder mit insgesamt 550 Seniorinnen und Senioren die Fahrt ins Blaue. Das Besondere an dieser Fahrt ist, dass die drei Ziele des Deutschen Roten Kreuz, der Arbeiterwohlfahrt und der christlichen Wohlfahrtsverbänden Diakonie und Caritas bis zur Abfahrt geheim bleiben. „Das Ziel ist eine Überraschung“, so Sandra Engelberg Vorsitzende der AGW. „Ich kann aber versichern, dass alle drei Organisationsteams wieder tolle Fahrten organisiert haben.“ Maria Welz fährt schon seit vielen Jahren mit und ist immer wieder begeistert. In diesem Jahr hat sie ihren 100. Geburtstag gefeiert. „Der 12. September steht schon bei mir im Kalender. Da möchte ich auf jeden Fall wieder mit“, so Frau Welz.

Der Kartenverkauf beginnt ab Mittwoch, 1. August, in den jeweiligen Geschäftsstellen der Remscheider Wohlfahrtsverbände: AWO, Caritasverband, DRK und Diakonie. Mit 13,50 € pro Person ist der Kartenpreis stabil geblieben und enthält Fahrpreis, Kaffee und Kuchen. Die Rückkehr ist für 18.30 Uhr in Remscheid geplant. Genießen Sie die Vorfreude und lassen Sie sich überraschen!

Die 1950-er in RS: Lange hielt sich die Straßenbahn

Länger als in vielen anderen deutschen Städten blieb in Remscheid das die Straßenbahn das zuverlässige Rückgrat des „öffentlichen Personennahverkehrs", wie es im gestelzten Amtsdeutsch noch heute heißt. Hier ein Blick ins Straßenbahndepot an der Neuenkamper Straße. Der damalige Chef der Verkehrsbetriebe war ein überzeugter Verfechter des schienen­gebundenen elektrischen Straßenver­kehrs. Zu recht, wie man sehr viel später einsehen musste. Der 5. Mai 1955 war ein schwarzer Tag für die Remscheider Straßenbahn. Auf der Hastener Straße, unterhalb der „Schönen Aussicht", schleudert ein Lastzug gegen die bergwärts fahrende Straßenbahn und reißt den Wagenkasten bis zur Mitte auf. Zum Glück ist die Bahn nur schwach be­setzt. Eine Frau wird schwer verletzt. vier Fahrgäste erleiden leichtere Verlet­zungen. Der geistesgegenwärtige Schaff­ner verhindert eine mögliche Katastro­phe. Er bringt den führerlos talwärts rol­lenden Wagen nach 95 Metern zum Stehen. Der Wagenführer war unterdessen hilflos eingeklemmt. (nach: „Remscheid. Bewegte Zeiten – Die 50er Jahre“, von Alfred Lambeck,Text und Fotos, erschienen 1999 im Wartberg-Verlag)

Die 1950-er in RS: Die Motorisierung nahm rasant zu

Der Motorroller hatte seine Blüte­zeit in den 1950-er Jahren. Vespa vor al­lem, aber auch Lambretta und deutsche Marken feiern Absatzrekorde. Auch da­mals schon bedeutet Motorisierung für die Remscheider Freiheit und Mobilität - auch wenn man mit 125 Kubikzentime­tern Hubraum vor allem den Nahbereich „erobert". Mit dem Vespa-Club wurden damals Ausflüge unternommen. Mit dem Verkehr auf den Straßen wuchsen auch die Auf­gaben der Polizei. Nicht zuletzt  ange­sichts der erschreckend ansteigenden Un­fallziffern und der Verkehrsunfälle mit tödlichem Ausgang in Autos ohne Anschnallgurte und fernab aller heutigen Kategorien der passiven Sicherheit. Im Oktober 1954 bekam die Remscheider Polizei neue, schnellere Einsatzfahr­zeuge: Im Hof des ehemaligen Polizeipräsidiums an der Martin-Luther-Straße wurden drei nagelneue Opel Ka­pitän an die Verkehrspolizei übergeben. Zur Ver­kehrsüberwachung war schon um 1950 die Verkehrserziehung getreten  - mit ersten, noch unbeholfenen Gehversu­chen. Damals galt das Prinzip der probaten Ab­schreckung. Also fährt Gevatter Tod mit auf der Straßenbahn - hier auf der Linie 4 - oder tritt den Kraftfahrern an gefährli­chen Kreuzungen und Brücken entgegen. (nach: „Remscheid. Bewegte Zeiten – Die 50er Jahre“, von Alfred Lambeck,Text und Fotos, erschienen 1999 im Wartberg-Verlag)

OB Mast-Weisz eröffnete neuen Hybrid-OP-Saal

Pressemitteilung des Sana-Klinikums Remscheid

Rund ein Jahr ist es her, dass das Sana-Klinikum Remscheid den Grundstein für den Bau eines neuen Hybrid-Operationssaales für Behandlungen komplexer Gefäßeingriffe gelegt hat. Nun wurde die Anlage feierlich eröffnet. Die ca. 2,3 Millionen teuren Umbauten sollen sicherstellen, dass die steigende Nachfrage an Gefäßuntersuchungen im Sana-Klinikum Remscheid erfüllt werden kann. Für die Patientinnen und Patienten bedeutet das in Remscheid eine Versorgung auf universitärem Spitzenniveau.

Bei sommerlichen Temperaturen eröffnete Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz den neuen Hybrid-Operationssaal zusammen mit Dr. Holger Praßel, Geschäftsführer des Sana-Klinikums Remscheid, sowie Prof. Dr. med. Burkhard Sievers, Chefarzt der Kardiologie, Prof. Dr. med. Ulrich Sliwka, Chefarzt der Neurologie, Dr. med. Florian Lepique, Chefarzt der Gefäßchirurgie, Dr. med. Martin Oels, leitender Oberarzt der Kardiologie sowie Koordinator der Katheterlabore und des Hybrid-OPs, zusammen mit Vertretern aus Politik und Wirtschaft.

Mit Inbetriebnahme des neuen Hybrid-OPs  reagiert das Klinikum auf die wachsende Nachfrage an Gefäßuntersuchung in der Bevölkerung und erweitert zeitgleich sein Leistungsspektrum: Sowohl Patienten mit Verengung der Bein- und Beckenschlagadern, als auch Patienten mit Erkrankungen der Herzkranzgefäße oder Herzklappenerkrankungen können mit der neuen Anlage behandelt werden. Zudem können künftig auch Gefäßverschlüsse in den Hirnschlagadern bei akuten Schlaganfallpatienten behandelt werden. Da der Neubau als interdisziplinärer angiologischer Messplatz konzipiert ist, ermöglicht er Gefäßchirurgen, Kardiologen, Neurologen und Neuroradiologen ein fachübergreifendes Arbeiten. „Die neue Hochleistungsanlage ist mit der neuesten Technik ausgestattet, so dass die Untersuchungszeiten und damit einhergehend die Strahlenbelastung für die Patienten zukünftig weiter verringert werden können – und das bei einer exzellenten Bildqualität in 2D und 3D. Weiterhin ist eine Integration der Ultraschallbildgebung in die Anlage möglich. Somit können minimal-invasive Eingriffe durchgeführt werden, bei denen früher eine offene Operation notwendig war. Das ist hier im Bergischen einzigartig“, erklärt Dr. Holger Praßel, Geschäftsführer des Sana-Klinikums Remscheid.

Neben insgesamt acht Operationssälen und zwei Katheterlaboren soll künftig nun der neue Hybrid-OP interdisziplinäres Zusammenarbeiten ermöglichen und vereinfachen. „Der Patient wird bei uns als Ganzes gesehen und dank der interdisziplinären Zusammenarbeit unterschiedlichster Fachbereiche umfassend diagnostiziert und behandelt“, erklärt Dr. med. Martin Oels, Koordinator der Katheterlabore sowie des Hybrid-OPs. Durch das Zusammenwirken der Spezialistinnen und Spezialisten unterschiedlichster Fächer sowie die Nutzung modernster Kathetertechnik unter Röntgen- und Ultraschallkontrolle würden medizinische Behandlungsprozesse optimiert, so Oels. „Wir haben die Möglichkeit, bei komplexen Eingriffen direkt operieren zu können, sollte es von Nöten sein. Zudem können auch Hochrisikopatienten mit minimal-invasiven Techniken behandelt werden“. Dr. Holger Praßel fügt ergänzend dazu:  „Der neue Hybrid-OP ist ein Alleinstellungsmerkmal  im Bergischen Land. Dank der Investitionen in den neuen Hybrid-Operationssaal können wir unsere Patienten auf höchstem medizinischem Niveau vergleichbar mit dem einer Universitätsklinik versorgen. Das bedeutet einen Fortschritt für die Patientenversorgung.“ (Barbara Skondras)

Die 1950-er in RS: Diesel-Schienenbus war die Ausnahme

Mai 1952: Im Personennahverkehr, der im weitläufigen Stadt­gebiet eine sehr wichtige Rolle spielt, geht es wieder aufwärts. Nagelneu ist der Schienenbus, der hier zu seiner ersten Fahrt von Lennep über Bergisch-Born nach Wipperfürth startet.

Das neue Angebot wird freudig akzeptiert, denn der eigene Pkw ist ein Traum, der für die meisten noch in weiter Feme liegt. Der Schienenbus mit Dieselantrieb blieb allerdings noch lange die Ausnahme. In der Regel trug die gute alte Dampflok die Hauptlast der Traktion von Personen- und Güterzügen.

Der „Zugbildungsbahnhof“ Remscheid-Lennep bot in jenen Jahren noch vielen Menschen Arbeit. Denn Betrieb und Wartung der Lokomotiven, die zum Teil noch aus der Vorkriegszeit stammten, war personalintensiv. Allein für die regelmäßige Reinigung der Personenzüge waren 36 Putzer eingesetzt. (nach: „Remscheid. Bewegte Zeiten – Die 50er Jahre“, von Alfred Lambeck,Text und Fotos, erschienen 1999 im Wartberg-Verlag)

Juli 2008: Der Waterbölles blättert zurück

Am Mittwoch, 30. Juli 2008, um 8 Uhr starteten 15 hochmotivierte Radsportler und sechs Betreuer/innen (nebst THW-Fahrzeug) (Foto links) zur vierten Fahrt des Partnerschaftsvereins Rem scheid-Quimper seit 1999 in die französische Partnerstadt in der Bretagne. Ältester Teilnehmer war mit 74 Jahren Horst Lepperhoff.

Um Hilfe für Hertie bat vor zehn Jahren Oberbürgermeisterin Beate Wilding den nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Dr. Jürgen Rüttgers (CDU), nachdem die drohende Insolvenz der Warenhauskette Hertie bekannt geworden war. Zitat: „. Ich bin davon überzeugt, dass es durch eine konzertierte Aktion der betroffenen Gemeinden und des Landes ... gelingen kann, dem Unternehmen und seinen Beschäftigten in dieser schwierigen Lage die entscheidende Hilfe zukommen zu lassen.“ Da aber täuschte sich die Oberbürgermeisterin.

Der 37 Meter hohe Alexanderwerk-Schornstein (Foto rechts) wurde im Juli 2008 gesprengt. Zuvor waren bereits die ehemaligen Werkshallen im Bereich der Straßen "Am Bruch" und "Linkläuer Straße" großflächig abgebrochen worden. Für die Sprengung war eine Vollsperrung der Bahnstrecke zwischen dem Remscheider Hauptbahnhof und dem Bahnhof Güldenwerth in beide Fahrtrichtungen erforderlich.

Vor zehn Jahren stand der „Presseclub“ in der Denkerschmette noch in voller Blüte. Im Juli 2008 ging es dort um die Frage nach den Kandidaten für das Amt des Oberbürgermeisters bei der Kommunalwahl 2009. Das zielte auf die CDU. Denn dass Beate Wilding erneut für das Amt der Verwaltungschefin kandidieren wollte, hatte die SPD ein Vierteljahr vorher eher beiläufig bekannt gemacht. „Die CDU wird keinen Gegenkandidaten aufstellen!“, meinte Beatrice Schlieper. Angesichts der desaströsen Finanzlage der Stadt forderte sie fraktionsübergreifendes Handeln bei der Akquise von Fördermitteln. Auf allen Ebenen bis hinunter in die Stadtteile seien nun innovative Ideen gefragt.

Im Juli 2008 wurde in Rathaus auf einer Pressekonferenz Grußwort das Programmheft „200 Jahre Staatrechte Remscheid“ vorgestellt (gefeiert wurde das  Stadtjubiläum allerdings erst am 14. September). In ihrem Grußwort zum Programmheft betonte Oberbürgermeisterin Beate Wilding damals: „Jedes Gemeinwesen braucht Menschen, die sich für ihre Gemeinde einsetzen. So manche Errungenschaften unserer Stadt gehen einzig darauf zurück, dass einzelne Bürger sie zu ihrer ureigensten Angelegenheit machten; wie beispielsweise der Bau der ersten Trinkwassertalsperre in Westdeutschland, für den sich die Gebrüder Moritz und Robert Böker stark machten. Wir können froh sein, dass Remscheid eine ganze Reihe engagierter und berühmter Söhne und Töchter aufzuweisen hat. Und wir sollten froh sein, dass hier immer Menschen gelebt haben, die in Remscheid etwas aufbauten und die sich durch Katastrophen oder Schicksalsschläge nicht entmutigen ließen, sondern weiterhin ihrer Aufgabe nachgingen und damit diese Stadt am Leben hielten. Und die in Krisen und Notlagen zusammenfanden, um das Problem gemeinsam anzupacken.“

Zu einem Großeinsatz im Edelstahlwerk Gustav Grimm in der Haddenbach (Foto rechts) musste vor zehn Jahren die Remscheider Feuerwehr ausrücken. Dort war eine Werkshalle in Brand geraten; sie brannte ab. Zwei weitere wurden durch den Brand in Mitleidenschaft gezogen.

Weil er in der Pflegeversicherung die psychosoziale Betreuung auch künftig nicht genügend berücksichtigt sieht, nannte Werner Fußwinkel, damals Geschäftsführer des Caritasverbandes Remscheid e.V. im Juli 2008 die wenige Tage zuvor in Kraft getretene Reform „keinen großen sozialpolitischen Durchbruch, sondern nur einen kleinen Schritt in die richtige Richtung“. Auf einer Pressekonferenz kündigte der Verband damals einen Ausbau des Tagespflegeangebots an, angefangen bei stundenweiser Betreuung in den Wohnungen der Senioren über ein „Demenzcafé“ im Seniorentreff Altstadt, Neustraße 4-6, einmal pro Woche nachmittags bis zu einer Ausweitung der Zahl der Tagespflegeplätze. Im Zuge der Pflegereform hatte der Caritasverband Remscheid e.V. sein Angebot der Alltagsbegleitung und -etreuung für dementiell erkrankte Menschen ausgebaut.

Was wird aus der alten Polizeikaserne an der Uhlandstraße?“, fragte er der Waterbölles schon vor zehn Jahren. „An der Fassade löst sich der Putz, die Farbe an den hölzernen Fensterrahmen ist verwittert oder schon abgesprungen, die Gardinen dahinter hätten schon vor zehn Jahren eine Wäsche nötig gehabt und verraten auf den ersten Blick, dass die Räume nicht mehr genutzt werden. Lediglich das Hauptgebäude der einstigen Polizeikaserne an der Uhlandstraße, das heute noch die Hauptwache der Polizeiinspektion Remscheid beherbergt, ist äußerlich noch in einem guten Zustand. Der Rest aber verfällt zusehends.“

Im Juli 2008 wurde am Hauptbahnhof Remscheid mittels Schwerlastkran die tonnenschwere Stahltreppe in Position gebracht, die (zusätzlich zu einem Aufzug) den Südsteg mit dem Bahnsteig verbindet (Foto links). Begehbar werde sie allerdings erst in neun Monaten sein, verkündete die Stadt damals.

Im Entwurf des Flächennutzungsplans (FNP), mit den sich vor zehn Jahren die Kommunalpolitiker befassen mussten, waren d die einzigen freie Gewerbegebiete das Gelände „Mixsiepen“ an der Lenneper Straße und das am Bahnhof Lennep. Letzteres ist inzwischen größtenteils bebaut, das in Mixsiepen immer noch nicht. Weil das „Gleisdreieck“ in Bergisch Born im damaligen im FNP-Entwurf nur als Landschaftsschutzgebiet vorkam, hielten ihn die grüne Fraktionssprecherin Beatrice Schlieper und der stadtentwicklungspolitische Sprecher Günter Bender für „keinen großen Wurf“. Zitat: „Und die so wichtige Frage interkommunaler Zusammenarbeit bei der Gewerbeflächenentwicklung kommt gar nicht mehr vor.“ Da hat zum Glück inzwischen ein Umdenken stattgefunden. Remscheid und die Nachbargemeinden sind mit der Kölner Regierungspräsidentin im Gespräch.

 

Die 1950-er in RS: Behelfsheime ohne jeglichen Komfort

Provisorien, sagt man, haben ein langes Leben. Für die im Zweiten Weltkrieg rasch zusammengenagelten Behelfsheime gilt dieser Satz ganz sicher. Sie standen auch acht, zehn Jahre nach Kriegsende in Remscheid einzeln oder, wie hier, in Gruppen und boten den Menschen nicht einmal ein Minimum an Wohnaualität. Nordrhein-Westfalens Wohnungsminister war damals Willy Weyer (im Bild in der Mitte im dunklen Mantel). Er besichtigte damals das Gelände, auf dem moderne Wohnbauten entstehen sollten. (nach: „Remscheid. Bewegte Zeiten – Die 50er Jahre“, von Alfred Lambeck,Text und Fotos, erschienen 1999 im Wartberg-Verlag)

Thomas Hoffmann vom Honsberg stellt in Hamm aus

Dien prämiierte Arbeit. Foto: Hans Georg Müller.

Fast dreihundert Künstler der Region um die Eisenbahnerstadt Hamm nahmen an der Ausschreibung zur Ausstellung für aktuelle Kunst im örtlichen Gustav Lübcke Museum teil. 61 davon wurden eingeladen, sich an der Ausstellung zu beteiligen. Dazu gehörte auch Thomas Hoffmann, der u.a. auf dem Honsberg in der Künstlerszene schafft. Im repräsentativen Forum des Museumsbaus eröffnete die Hammer Bürgermeisterin Monika Simshäuser die Kunstschau. Thomas Hoffmann zeigt darin ein Großgemälde mit dem Titel "Das Ende der Gewissheit". Er ist Frankfurter und Jahrgang 1964. Er hat in Halle und an mehreren Orten in Italien Kunst studiert, lebte längere Zeit auf Fuerteventura (Kanaren) und kam Anfang 2017 mit Klaus Küster in Kontakt, als er neu Kontakte in Deutschland suchte.  Auf diese Weise lernte er den Honsberg kennen. Dort, an der Halskestraße, entsteht nun die „Freie Accademia“, er oft seine Bilder malt und Malkurse gibt.

Blick in den Saal in Hamm während der Preisverleihung. Foto: Lothar KaiserDie Aktion in Hamm ist verbunden mit der Vergabe des Kunstpreises der Stadt Hamm. Auch ein Publikumspreis ist ausgelobt. Die sehenswerte Ausstellung über das aktuelle Kunstschaffen in der Region läuft noch bis zum 28. Oktober.