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Kupferne Ente am Brunnen spurlos verschwunden

Thomas Schmittkamp, der Vorsitzende des Vereins Lennep Offensiv, hatte den 1980 gebauten Brunnen am Gänsemarkt unterhalb des Röntgen-Museums, in seiner Obhut. Dessen kürzliche Reparatur hatte 1150 Euro gekostet. Und nun das: In der Nacht zu Donnerstag wurde die kupferne Ente am Brunnenrand gestohlen, aus deren Schnabel Wasser in den Brunnen floss. Verständlich, dass Schmittkamp empört ist. Für die Ermittlung des oder der unbekannten Täter hat er eine Belohnung von 300 Euro ausgesetzt. Der Brunnen ist einer von dreien in der Lenneper Altstadt, um deren Wartung sich der neu gegründete gemeinnützige Verein Lenneper Brunnen kümmern soll, weil der Besitzer, die Stadt Remscheid, dafür kein Geld aufbringen kann. Die Polizei rätselt derweil, ob die Tat aus reiner Zerstörungswut begangen wurde, oder weil die Ente einen gewissen Metallwert hat. Unter Verdacht steht ein unbekanntes Pärchen, das sich kurz vor Mitternacht am den Brunnen beobachtet worden war.

Ausfälle bei der Müllabfuhr wegen Sperrung der A1

Wegen eines Unfalls auf der A1 und einer dadurch bedingten Sperrung der bergischen Autobahn mit Umleitungsverkehr kommt es zu größeren Verkehrsbehinderungen im Remscheider Stadtgebiet. Hiervon betroffen sind auch die Fahrzeuge der Technischen Betriebe Remscheid (TBR). Sie kommen deshalb teilweise verspätet oder gar nicht zu ihren Einsatzorten. Es ist vorgesehen, die ausgefallenen Müllabfuhrtouren am kommenden Montag (03.09.) nachzuholen. Die TBR bitten um Verständnis.

Kaliumjodid-Tabletten gegen atomare Wolken

Tihange auch ein potenzielles Risiko für Remscheid“, titelte der Waterbölles am 3. April 2017. Einstimmig (bei zwei Enthaltungen) hatte der Rat der Stadt damals beschlossen, Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz möge gegenüber Land und Bund „in geeigneter Form deutlich zu machen, dass das Atomkraftwerk Tihange auch ein potenzielles Risiko für Remscheid darstellt“. Im weiteren Verlauf der Sitzung hatte Fritz Beinersdorf von den Linken gefragt, ob die Stadt Remscheid inzwischen vorsorglich Job-Tabletten eingelagert habe. Ordnungsdezernentin Barbara Reul-Nocke hatte das bestätigt. Die Pakete seien bei der Berufsfeuerwehr eingelagert. An einem Verteilkonzept werde gearbeitet. Konkreteres drang allerdings viel später an die Öffentlichkeit: „100.000 Kaliumjodid-Tabletten liegen vor“, bestätigte der Waterbölles am 13. November 2017. Um eine möglichst schnelle und flächendeckende Versorgung der Bevölkerung mit den Kaliumjodid-Tabletten (je 65 Milligramm) sicherzustellen, wolle man möglichst viele Vergabestellen im Stadtgebiet Remscheid vorzuhalten. Alle Remscheider Apotheken hätten ihre Bereitschaft an der Mitwirkung zur Verteilung der Tabletten erklärt. Und jetzt ist es soweit: Innerhalb der nächsten sieben Werktage werden die 100.000 bi der Feuerwehr eingelagerten Tabletten an die 25 Remscheider Apotheken verteilt. Sie sichern im Rahmen des Katastrophenschutzes „Jodversorgung bei nuklearer Freisetzung" eine sachgerechte Lagerung der Arzneimittel und eine fachgerechte Beratung hinsichtlich möglicher medikamentöser Interaktionen und Unverträglichkeiten zu.

Über Einzelheiten informierte gestern auf einer Pressekonferenz im Rathaus Sozialdezernent Thomas Neuhaus gemeinsam mit Ulrich Schnell, Abteilungsleiter Rettungsdienst im Fachdienst Feuerschutz und Rettungsdienst, Henning Denkler (Regenbogen-Apotheken), Rainer Mörteln (Kreisgeschäftsführer des DRK Remscheid), Heiko Brink (Apotheke am Bismarckplatz) und Ingeborg Gebhardt (Bären-Apotheke im Zentrum Süd).

Da es sich bei den Kaliumjodid-Tabletten um ein Arzneimittel handelt, sei eine Verteilung durch die Apotheken vor Ort optimal, betonte Dr. Frank Neveling, der Leiter des städtischen Fachdienst „Gesundheitswesen“. Und 100.ooo Tabletten seien mehr als ausreichend, ist die Verteilung im Ernstfall doch lediglich für Einwohner bis 18 Jahren vorgesehen (Kleinkinder eine Viertel Tablette, 18-Jährige zwei. Bei älteren ab 45 sind die Nebenwirkungen zu groß). Neveling: „Dank gilt der Apothekerschaft für die gute Unterstützung. Das aktuelle Versorgungskonzept macht deutlich, dass die Zusammenarbeit der Akteure in Remscheid gut funktioniert. Es macht außerdem deutlich, dass das Vorhalten einer pharmazeutischen Kompetenz durch die Apotheken vor Ort von besonderer Bedeutung ist und eine flächendeckende pharmazeutische Versorgung auch in Zukunft erhalten bleiben muss!“ (Eine deutliche Abgrenzung gegenüber Online-Apotheken).

Neben den 23 öffentlichen Apotheken und zwei Krankenhausapotheken können von Seiten der Stadt Remscheid zusätzliche Vergabestellen im Gesundheitshaus (Fachdienst Gesundheitswesen) und an drei DRK-Standorten (Lennep, Güldenwerth und Remscheid-Mitte) in Betrieb genommen werden. Die Tabletten sollen zwei Stunden vor einer erwarteten radioaktiven Wolke eingenommen werden, um die Schilddrüse so mit Jod zu sättigen, dass kein radioaktives Jods mehr aufgenommen werden kann (sogenannte Jodblockade). Es gab in den vergangenen Monaten aber auch übervorsichtige Mitbürger, die sich in den Apotheken längst selbst mit einer Packung mit zehn oder gar 20 Tabletten eingedeckt haben. Der darin enthaltene Wirkstoff sei im Prinzip unbegrenzt haltbar, hieß es gestern.

Das Land Nordrhein-Westfalen hatte im Rahmen der Vorsorgeplanung die Kaliumjodid-Tabletten beschafft und an die Kommunen zur Einlagerung für den Ereignisfall abgegeben. Grundsätzlich ist von Seiten des Landes NRW eine Verteilung nur für den Ereignisfall vorgesehen. Eine Vorverteilung von Kaliumjodid-Tabletten an die Bevölkerung als vorbeugende Maßnahme wird vom Ministerium für Inneres und Kommunales des Landes NRW nicht unterstützt. Für Remscheid, vom belgischen Atomkraftwerk Tihange mehr als 100 Kilometer entfernt („Fernzone“), sei eine Vorverteilung aber aus rechtlichen, wirtschaftlichen und besonderen Gründen nicht zulässig, betonte Dezernent Tomas Neuhaus.

Start frei für das siebte Spendenvoting

Pressemitteilung der Stadtsparkasse Remscheid

Die Stadtsparkasse Remscheid unterstützt Vereine und Institutionen auch in diesem Jahr wieder mit insgesamt 14.000 Euro für ihre Projekte. Die Bewerbungsphase beginnt jetzt.
Ein neues Spielgerät für den Schulhof, Ausrüstung für die Jugendarbeit, Renovierung des Vereinsheims oder ein PC für die Seniorengruppe – das Spendenvoting der Stadtsparkasse Remscheid macht viele Wünsche möglich. Voraussetzung ist, dass die gemeinnützigen Remscheider Vereine, Institutionen und Schulen bei der Online-Abstimmung genügend Stimmen für ihre Projekte erzielen. Aufgrund der großen Resonanz der Vorjahre hat sich die Stadtsparkasse Remscheid auch in diesem Jahr entschlossen, das Spendenvoting durchzuführen – zum siebten Mal in Folge. Sparkassen-Sprecher Markus Kollodzey ist von der Kreativität der Antragsteller nach wie vor begeistert. „Unsere Stadt hat unglaubliches Potenzial. Das zeigt sich nicht zuletzt am Engagement der Ehrenamtler“, sagt er. Zur Bewerbung: Schulen, Vereine und Institutionen, die die Teilnahmebedingungen erfüllen, haben die Möglichkeit, sich online mit einem Foto und einer kurzen Projektbeschreibung zu bewerben.

Das Voting ist in vier Gruppen unterteilt. Die Bewerbung ist möglich in den Kategorien: Vereine bis 100 Mitglieder, ab 100 Mitglieder sowie Grund- und weiterführende Schulen. In allen vier Kategorien erhalten die Gewinner je 2.000 Euro, die Zweitplatzierten je 1.000 Euro und die Drittplatzierten je 500 Euro. Die Bewerbungsfrist beginnt am 1. September und endet am 30. September 2018. Den Link zur Bewerbung und weitere Informationen gibt es unter www.stadtsparkasse-remscheid.de und auf www.facebook.com/SSKRemscheid. Vom 1. bis zum 31. Oktober 2018 sind dann die Vereinsmitglieder und die Bürgerinnen und Bürger gefragt. Per Online-Abstimmung können sie die Stimme für ihren Lieblingsverein bzw. ihr favorisiertes Projekt abgeben. Jede Stimme zählt. (Markus Kollodzey)

Gute Lage trotz steigender Arbeitslosigkeit

Pressemitteilung der Agentur für Arbeit

„Der bergische Arbeitsmarkt steht auch im August noch im Zeichen der Sommerferien. Die Arbeitslosenzahl stieg in diesem Monat noch einmal leicht an, weil sich eine nennenswerte Anzahl junger Menschen gemeldet hat, die auf den Beginn des Studi-ums, des Bundesfreiwilligendienstes oder auf eine Ausbildung warten. Hinzu kommen noch Ausbildungsabsolventen, die nach der Prüfung nicht übernommen wurden und jetzt auf der Suche nach einer passenden neuen Beschäftigung sind“, erläutert Martin Klebe (Foto), Chef der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal die unverändert positive Situation auf dem bergischen Arbeitsmarkt. Die Arbeitskräftenachfrage ist in allen drei Städten während der Sommerferien zu-rückgegangen. Im August wurden 1.140 Stellen neu gemeldet - das ist rund ein Drittel weniger als vor einem Jahr.

Mit steigender Qualifikation sinkt das Risiko arbeitslos zu werden. In der Regel ist man im Helferbereich öfter und schneller wieder arbeitslos als mit einer abgeschlossenen Ausbildung oder einem akademischen Abschluss. Gut 31.300 Personen ohne anerkannten Berufsabschluss sind im Agenturbezirk sozialversicherungspflichtig beschäftigt.

Darüber hinaus macht sich Qualifikation auch beim erzielbaren Arbeitsentgelt be-merkbar. So verdienen Beschäftigte mit einem akademischen Berufsabschluss im Agenturbezirk Solingen-Wuppertal mehr als doppelt so viel wie Beschäftigte ganz ohne Berufsausbildung. Auch Fachkräfte mit abgeschlossener Berufsbildung verdienen noch über ein Viertel mehr als die ungelernten Beschäftigten.

In Wuppertal verdienen ungelernte Beschäftigte und Fachkräfte mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung am meisten, mit einem akademischen Abschluss kann man in Remscheid den höchsten Verdienst erzielen. In der Klingenstadt waren die mittleren Entgelte (Median) in allen drei Bereichen (Ungelernte, Fachkräfte, Akademiker) am niedrigsten. Die Differenz zwischen den Fachkräften und den ungelernten Arbeitskräften liegt im Agenturbezirk Solingen-Wuppertal bei monatlich 809 € (leicht über NRW mit 783 €). Bei den Fachkräften mit Berufsausbildung bestehen darüber hinaus Unterschiede innerhalb der Berufsgruppen: So liegt das mittlere Gehalt der Friseure bei 1.498 €, für Einzelhandelskaufleute bei 2.277 €, für Maurer und Betonbauer bei 2.902 € und bei Zerspanungsmechanikern bei 3.367 €.

Das macht deutlich, dass sich eine Aus- und Weiterbildung für jeden lohnt, auch noch zu späteren Zeitpunkten im Erwerbsleben. Dabei gewinnen nicht nur die Beschäftigten – unmittelbar finanziell, durch ein geringes Risiko arbeitslos zu werden und mit höheren Rentenansprüchen – auch die Betriebe profitieren von einer höheren Qualifikation ihrer Beschäftigten, die ihre Zukunftsfähigkeit sichern und Knowhow in den Betrieben halten.

Die „Weiterbildungsinitiative Bergisches Land“ hat es sich zum Ziel gesetzt, möglichst vielen gering qualifizierten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern den Erwerb eines qualifizierten Berufsabschlusses zu ermöglichen. Gerne informieren wir interessierte Beschäftigte und Betriebe zu Möglichkeiten der Aus- und Weiterbildung vor Ort und beraten über individuelle Förder- und Unterstützungsmöglichkeiten. Anfragen telefonisch unter 0800 4 5555 20 oder gerne auch per Mail an weiterbildung.BergischesLand@abeitsagentur.de

Im bergischen Städtedreieck sind im August 26.355 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, das sind 443 Menschen mehr als im Juli, aber 2.489 Personen weniger als vor einem Jahr. Im bergischen Städtedreieck meldeten sich im August insgesamt 6.270 Personen bei der Agentur für Arbeit oder den Jobcentern neu oder erneut arbeitslos. Das waren rund vier Prozent weniger als vor einem Jahr. Gleichzeitig beendeten 5.839 Menschen ihre Arbeitslosigkeit, 392 weniger als im August 2017. 3.108 junge Menschen im Alter von 15 bis 24 Jahre sind aktuell arbeitslos gemeldet, 274 Personen oder 9,7 Prozent mehr als im Juli, aber immer noch 243 oder 7,3 Prozent weniger als im August vor einem Jahr.

Die Arbeitslosenquote für die drei Städte steigt von 7,9 Prozent im Juli auf aktuell 8,1 Prozent (August 2017: 8,9 Prozent). Zählt man alle Personen, die im August eine Erwerbstätigkeit anstreben, zu den gesetzlich definierten Arbeitslosen von 26.355 in den drei Städten, ergibt sich eine „Unterbeschäftigung“ von 44.261 Personen. Dies sind 344 weniger als im Juli, und 3.209 weniger als vor einem Jahr.

In Remscheid ist die Arbeitslosigkeit im August gesungen. Aktuell sind 4.307 Menschen arbeitslos gemeldet, 83 weniger als im Juli und 680 Personen (13,6 Prozent) weniger als im August vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote sinkt auf aktuell 7,3 Prozent. Im Vormonat betrug sie 7,4 Prozent. Vor einem Jahr betrug die Arbeitslosenquote im August noch 8,6 Prozent. Es meldeten sich 873 Personen im August neu oder erneut arbeitslos und 955 Menschen konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden.

Die Nachfrage nach Arbeitskräften ist gesunken. Konkret wurden in diesem Monat der bergischen Arbeitsagentur 1.140 offene Stellen gemeldet, 354 Stellen weniger als im Juli, und 520 Stellen weniger als vor einem Jahr. Insgesamt sind im bergischen Städte-dreieck aktuell 5.395 freie Stellen gemeldet. Das sind 217 Stellen mehr als vor einem Jahr (+ 4,2 Prozent). 4.690 (86,9 Prozent) aller Stellen sind unbefristet, 705 Stellen (13,1 Prozent) werden in Teilzeit angeboten. Besonders gesucht sind Fachleute aus den Bereichen Metallerzeugung, -bearbeitung, Metallbau; Maschinen- und Fahrzeugtechnikberufe, Medizinische Gesundheitsberufe sowie Verkehr und Logistikberufe. In Remscheid besonders gesucht werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den Bereichen Metallerzeugung, -bearbeitung, Metallbau; Maschinen- und Fahrzeugtechnikberufe; Mechatronik-, Energie- und Elektroberufe; Verkehr, Logistik, sowie Büro-, Sekretariatskräfte.

Vom Ursprung unserer Heimatsprache

von Alma Mühlhausen

Wer Wesen und Art der bergischen Menschen spiegeln will, muss noch um die Charaktere des oorigen Jahrhunderts gewusst haben. Die technischen Er­rungenschaften der letzten sechzig Jahre haben hier uieles gewandelt. Und wenn das urwüchsige Wesen eines bergischen Menschen allzu sehr moderni­siert wird, bricht es damit der Scholle die Treue. Wie die Schluchten und Klüfte, so rauh und steinig ist der Menschenschlag früher gewesen. Wer aber nach verborgenen Schätzen sucht, findet nicht allein die eigenartigen Reize der Landschaft, sondern, wenn er sich der Mühe unterzieht, entdeckt er auch den goldenen Kern unter der rauhen Schale der bergischen Menschen und versteht auch ihre Sprache.

„In der Sprache derbem Worte hütet ihr der Ahnen Brauch. Und ihr Mahnen weht am Orte in der Scholle Atemhauch . . ."

Ein klarer Spiegel bergischer Wesensart ist auch der Schuhmacher Ben ge-wesen, der im Südbezirk eine gutgehende Schuhmacherei betrieb. Seine Frau Rosalchen hatte ihm sechs Kinder geschenkt. Da des Bens Ehegespons um einen Kopf größer als ihr Mann war, nannte er seine Frau, in zärtlicher Laune, „Mingen Buohnenstaaken". Armut kannten die Schuhmachersleute nicht. Zwei Hippen, ein Milchschaaf und ein stattliches Hühnervolk sorgten dafür, dass alle satt wurden. Außerdem mästete der Ben jedes Jahr zwei Schweine.

Während Ben die Woche hindurch fleißig arbeitete, wanderte er sonntags regelmäßig bei schönem Wetter mit seinen Trabanten in die Büsche. Und immer folgte dem beliebten Schuhmacher ein gutes Lächeln der Ortsbewohner, wenn sie ihn mit seinem Trupp losziehen sahen. Wer ihn aber begleitet hätte, wäre Zeuge gewesen, wie er seine Kinder auf die Schönheiten der Hei­mat aufmerksam machte. Alle Geheimnisse der versteckten Winkel kannte der Vater, und dank seiner weit und breit bekannten Erzählkunst wusste er sie ihnen verständlich zu machen. Und hier beginnt auch die eigentliche Geschichte vom Ben.

 

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Wassernot auch im Eschbachtal

Wären die Kotten und Schmieden an unseren Wasserläufen heute noch in Betrieb, litten sie unter große Wassernot, gut zu belegen am Teich des Altenhammers im Eschbachtal. Dort liegt der Wasserstand derzeit gut  80 Zentimeter unter der normalen Stauhöhe. Die Wasserqualität nimmt ständig ab so dass ein Fischsterben nicht auszuschließen ist. Geradezu aufsehenerregend ist der gegenwärtige Wasserstand des Rheins: Er liegt in Höhe Düsseldorf bei 70 Zentimetern. Die mittlere Wasserhöhe des Stroms zum Vergleich: Immerhin 317cm.

Remscheider Grüne nehmen sich Mobilität vor

Remscheider Grüne auf der Balkantrasse.Pressemitteilung der Grünen

Auf der Balkantrasse haben die Grünen ihren neuen Themenschwerpunkt Mobilität eingeläutet. Gemeinsam mit dem Arbeitskreis „Bergisch Energisch“ haben sie die Trassenbesucher*innen gefragt, wie sie sich die Verkehrswende vorstellen. Bei einer kleinen Erfrischung kam es zu spannenden und lebhaften Gesprächen mit den Radfahrer*innen und Fußgänger*innen. Dazu erklärt Susanne Fiedler, Umweltpolitische Sprecherin der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen: „Unsere Auftaktveranstaltung zum Themenschwerpunkt Mobilität war ein großer Erfolg. Die Freizeitsportler*innen auf der Trasse haben sich über Wasser, Bananen und Traubenzucker gefreut und sich mit großem Interesse an unserer Befragung beteiligt. Dauerbrenner waren die Verbesserung des Rad- und Nahverkehrs sowie eine Direktverbindung nach Köln. Wir nehmen viele spannende Vorschläge mit, die wir mit Beendigung des Themenschwerpunktes (Ende des Jahres) evaluieren und in unsere politische Arbeit einbeziehen werden.“

Lars Jochimsen, Sprecher des Fraktionsarbeitskreises Umwelt ergänzt: „Besonders interessant zu sehen war, dass nicht nur die Remscheiderinnen und Remscheider die Balkantrasse nutzen. Wir sind mit vielen Urlaubsgruppen ins Gespräch gekommen. Unser bergischer Trassenverbund ist ein touristisches Highlight geworden. Diese Chance müssen wir für unsere Stadt nutzen. Am Ende steht für uns fest: Remscheid ist doch eine Fahrradstadt!“ Bis zur Kommunalwahl 2020 wollen die Grünen sich mit halbjährlichen Schwerpunktthemen beschäftigen. Nachdem das erste Halbjahr 2018 ganz im Zeichen der Familie stand, wird der Fokus im zweiten Halbjahr dieses Jahres auf dem Thema Mobilität liegen.

BV-Mehrheit: Weder No-go-Area noch Angstraum!

Remscheid ist nachgewiesenermaßen zwar eine der sichersten Städte in NRW, das sagt auch die Polizei. Aber das hält die Remscheider CDU nicht davon ab, das Thema „Sicherheit und Ordnung“ auf die eine oder andere Weise immer mal wieder hoch zu kochen. Die Partei weiß: Gerade ältere Mitbürger haben ein erhöhtes Bedürfnis nach Sicherheit in der Öffentlichkeit Das schürt der jüngste Antrag der CDU, der am Dienstag in der Bezirksvertretung Alt-Remscheid auf der Tagesordnung stand und lebhaft diskutiert wurde. Eine Mehrheit fand er allerdings nicht. Denn das Schreckensszenario, das mit diesem Antrag geschworen werde, habe mit der Realität nichts zu tun, verstärke die gefühlte Unsicherheit mancher Bürger nur, um daraus womöglich mit Blick auf die nächste Kommunalwahl politisches Kapital schlagen zu können. Dieser Wink von Bezirksbürgermeister Otto Mähler (Foto rechts) war in der Diskussion unüberhörbar.

Der Antrag der CDU: Die Verwaltung möge „durch geeignete Maßnahmen Sicherheit und Sauberkeit auf dem Theodor-Heuss-Platz kurz-, mittel- und langfristig erhöhen... und über bisherige Maßnahmen und Einsätze berichten (Polizei, Ordnungsamt, Streetworker etc.).“ In den Augen zahlreicher Bürgerinnen und Bürger entwickele sich der zentrale Theodor- Heuss-Platz leider immer mehr zu einem Angstraum mitten in unserer Stadt, so die CDU zur Begründung. Ein in dem Bereich ansässiger Gastronomiebetrieb habe sich jüngst in einer Art Brandbrief an einige politische Parteien in Remscheid gewandt, unter anderem auch die CDU.

Rosemarie Stippekohl (Foto rechts), Sprecherin der CDU-Fraktion in der BV Alt-Remscheid: „Es darf sich nicht der Eindruck verfestigen, als würden Verwaltungsspitze und Politik die Probleme mit alkoholisierten Jugendlichen, körperlichen Auseinandersetzungen, Verunreinigungen, Urinieren in der Öffentlichkeit etc. ignorieren. Unsere Bürgerinnen und Bürger haben ein Recht darauf, diesen zentralen Platz in unserer Stadt, gleichsam die gute Stube der Innenstadt, angstfrei zu überqueren. Dies gilt zum Beispiel auch für die Besucherinnen und Besucher unseres Teo Otto Theaters. Wenn sich erst einmal der Eindruck verfestigt, als entwickele sich das Areal zu einer „No-go-Area“, dann haben wir ein manifestes Sicherheitsproblem in unserer Stadt.“

Punktuelle Kontrollen reichten da nicht aus, so Stippekohl. Zumal sich die Situation nach auf dem Rathausplatz „dramatisch verschlechtert“ habe. Sie sprach von einer nächtlichen Ansammlung von 40 bis 50 Menschen vor dem Rathaus, die sich angebrüllt hätten. Deshalb müsse das Ordnungsamt dort gemeinsam mit der Polizei auch nach 21 Uhr kontrollieren. „Bürger dürfen nicht den Eindruck gewinnen, als würde tagsüber konsequent gegen Falschparker vorgegangen, aber gegen gravierende Verstöße gegen die öffentliche Ordnung in den Abendstunden würde nichts unternommen. (...) Wir wollen nicht, dass Besucher nicht mehr in unser Stadttheater oder ins Allee-Center gehen oder auch nicht mehr dort ansässige Gastronomiebetriebe aufsuchen, weil sie sich einer solchen Situation nicht mehr aussetzen möchten!“

Gefordert wurde von Rosemarie Stippekohl, dass „gegebenenfalls Platzverbote ausgesprochen werden und bei Vermüllung Ordnungsgelder verfügt werden.“ Die darin versteckte Botschaft: Das passiere leider nicht!“ Ein Vorwurf, dem Ordnungsamtsleiter Jürgen Beckmann (Foto links) prompt widersprach. Auch die Polizei habe schon Platzverweise ausgesprochen. Im Übrigen: Eine permanente Überwachung des Theodor-Heuss-Platzes sei von der Ordnungsbehörde nicht leistbar: „Wir sind schon am Limit!“

Angstraum mitten in unserer Stadt? Probleme ignoriert? Manifestes Sicherheitsproblem durch „No-go-Area“? Diese stets mit einem Fragezeichen oder Konjunktiv verbundenen Aussagen im Antrag der CDU nannte gestern in der BV-Sitzung Hans Lothar Schiffer (FDP, Foto links)) „unverantwortlich“. Auf dem Rathausplatz könne er „die besondere Gefahr“, wie sie die CDU beschreibe, „nicht erkennen“. Und Otto Mähler forderte Rosemarie Stippekohl auf: „Lassen Sie bitte die Kirche im Dorf!“ Einen gewissen „Kontrolldruck“ räumte Ordnungsamtsleiter Beckmann durchaus ein, aber von einem „Angstraum“ könne keine Rede sein. Von welchen Menschen der Platz in den Abendstunden gerne besucht werde, sei Polizei und Ordnungsamt bekannt. „Manche kennen wir sogar namentlich!“ Für Platzverweise müsse es aber aktuelle Anlässe geben.

Verärgert reagierte Bezirksbürgermeister Otto Mähler am gestrigen Mittwoch auf einen Bericht in der „Lokalzeit Bergisches Land“ (WDR-Fernsehen aus dem Suido Wuppertal). In seiner Mail an die Redaktion heißt es: „Sehr geehrte Damen und Herren, ich war gestern überrascht von Ihrem Beitrag  über den T.-H.-Platz in Bezug auf Gefährdungspotenzial. Frau Stippekohl hat sehr übertrieben und unsachlich argumentiert. Der CDU-Antrag Ist demzufolge in der Bezirksvertretung auch abgelehnt worden. Ich hätte mir gewünscht, Sie hätten auch den Bezirksbürgermeister zu Wort kommen lassen. So sorgen auch Sie für eine allgemeine Verunsicherung unter der Bevölkerung.“

Drei Gewerbegebiete erfordern 30 Millionen Euro

Auf rund 30 Millionen Euro schätzt die Stadt Remscheid die Investitionskosten für die drei Gewerbegebiete, die derzeit in der Planung sind. Die kurz- und langfristigen Erlöse sowie mögliche Förderungen sind in der Kalkulation bis dato nicht berücksichtigt Das geht aus einer Mitteilungsvorlage zur Sitzung des Haupt-, Finanz- und Beteiligungsausschusses am 6. September hervor. Gemäß der aktuellen Kostenschätzung entfallen folgende auf die konkreten Projekte:

  • Borner Straße (Erdbeerfelder), Gesamtsumme ca. 15 Millionen  €
  • Gleisdreieck, Gesamtsumme ca. 14.2 Millionen €
  • Lenneper Straße, Gesamtsumme ca. 800.000 €.

„Die Kostenschätzung basiert auf einem „worst-case“ Szenario und ist in diesem frühen Planungsstadium in keinem Fall belastbar. In dem „worst-case“ Szenario wird für die Gewerbegebiete Gleisdreieck und Erdbeerfelder mit der maximal möglichen Fläche kalkuliert, und es wird davon ausgegangen, dass das Gelände im ungünstigsten Fall jeweils bis auf das Straßenniveau angehoben wird“, heißt es in der Vorlage. Eine interne Berechnung habe ergeben, dass im Bereich Erdbeerfelder in diesem Fall mehr als ca. 300.000 m³ Bodenmaterial eingekauft und eingebaut werden müssten. Wenn jedoch dieser Boden nicht gekauft, sondern als überschüssige Erde von anderen Baustellen käme, könnten die Kosten erheblich sinken, „Ob das entsprechende Bodenmaterial zu dem Zeitpunkt, wenn die Geländemodellierung durchgeführt werden soll, frei auf dem Markt zur Verfügung steht kann heute nicht abgeschätzt werden.“ 

Auf die Geländemodellierung entfällt ca. die Hälfte aller Kosten. „Sollte man sich im Planungsprozess für eine terrassenförmige Geländemodellierung entscheiden, sinkt der Bedarf an Bodenmaterial erheblich. Entsprechend sinken die Kosten“, so die Verwaltung.