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Wochenrückblick vom 24. bis 30. September 2018

Christina Kutschaty kommt für Stadtentwicklung

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

In nichtöffentlicher Sitzung hat sich der Remscheider Stadtrat vorgestern (27.9.) mit überwiegender Mehrheit für Christina Kutschaty als neue Leiterin des städtischen Fachdienstes Stadtentwicklung, Wirtschaft und Liegenschaften ausgesprochen. Die am 20. Juli 1969 in Berlin geborene Christina Kutschaty ist verheiratet und Mutter dreier Kinder (22, 18 und elf Jahre). Sie ist aktuell Fachbereichsleiterin für Stadtplanung, Bauen und Denkmalpflege in Xanten am Niederrhein. In Dortmund hat sie erfolgreich das Studium der Raumplanung abgeschlossen (Dipl.-Ing.) und darüber hinaus die zweite Staatsprüfung in Städtebau abgelegt. Vor ihrer akademischen Laufbahn hat Christina Kutschaty als Landschafts- und Friedhofsgärtnerin gearbeitet (Gesellin). Die Bauassessorin will nun schnellstmöglich in ihren neuen Wirkkreis wechseln. Die Stadt Remscheid ist um eine zügige Lösung – auch in Verhandlungen mit ihrer aktuellen Arbeitgeberin – bemüht.

Revitalisierung (10): 2015 waren es noch 184 Einzelhandelsbetriebe

Als städtebauliches Zentrum der als Mittelzentrum fungierenden Stadt Remscheid ist die Innenstadt Einzelhandelsschwerpunkt für sämtliche Bedarfsgüter verschiedener Qualität. Dementsprechend verfügt sie über die größte Angebotsvielfalt in fast allen Bedarfsbereichen, Betriebstypen und –größen in der Stadt mit 184 Einzelhandelsbetrieben innerhalb des zentralen Versorgungsbereichs. Der Schwerpunkt des Angebotes liegt in der Warengruppe Bekleidung mit rd. 18.800 m² Verkaufsfläche, die Warengruppen Nahrungs- und Genussmittel verfügen über rd. 6.930 m² Verkaufsfläche, Schuhe und Lederwaren über rd. 3.370 m² Verkaufsfläche und neue Medien/Unterhaltungselektronik über 3.240 m² Verkaufsfläche.

Die Mehrheit der Einzelhandelsbetriebe der Innenstadt (75 %) verfügt über Ladengrößen von bis zu 200 m² Verkaufsfläche. Mittlere (201 m² bis 400 m²) und große Betriebseinheiten (401 bis > 2.000 m²) sind in der Innenstadt mit insgesamt nur rd. 25 % vertreten, so dass sich insgesamt zwar eine Mischung aus großen und kleinen Ladeneinheiten ergibt, jedoch ein deutlicher Schwerpunkt bei den kleineren Einheiten liegt.

Großmaßstäbliche Anbieter konzentrieren sich eher auf den östlichen Teil der Alleestraße sowie auf das Allee-Center, während die übrigen Teile der Alleestraße sowie das Umfeld des Marktes aber auch das Allee-Center von überwiegend kleinteiligen Ladenlokalen gekennzeichnet ist. Die eher kleinteilige Ladengrößenstruktur wird jedoch nicht als grundsätzliches strukturelles Defizit eingestuft.

Im Wesentlichen konzentriert sich der Einzelhandelsbesatz auf der Achse Alleestraße-Markt mit variierender Dichte. Als Hindernis für eine durchgängig qualifizierte Angebotsstruktur wird allerdings die mit 800 Metern 

Länge überdehnte Fußgängerzone angesehen. In dem Einkaufszentrum Allee-Center sind wesentliche Magnetbetriebe verortet, ergänzt um zwei Bekleidungshäuser auf der oberen Alleestraße. Im östlichen, unteren Teil der Alleestraße und am Markt einschließlich Elberfelder Straße liegt eine geringere Einzelhandelsdichte und –qualität vor, mit einem zunehmenden Anteil einzelhandelsnaher Dienstleistungen. Insgesamt ist ein West – Ost-Gefälle der Qualität des Einzelhandels festzustellen.

Als Indikator für die Attraktivität und Vitalität eines Stadtzentrums sind die Leerstände von erheblicher Bedeutung. Zum Zeitpunkt der Bestandserhebung im Rahmen der Aufstellung des Einzelhandelskonzeptes wurden in der Innenstadt Remscheids 27 leerstehende Ladenlokale festgestellt. Schwerpunkte des aktuellen Leerstandes sind die untere Alleestraße und der Markt, wo auch zwei großflächige Objekte von Leerstand bzw. Teilleerstand betroffen sind.

Aufgrund des strukturellen Wandels im Einzelhandel sowie zunehmender Geschäftsanteile des Internetverkaufs kann der klassische Einzelhandel die Leerstände in der Innenstadt Remscheid voraussichtlich nicht wieder vollständig einer Einzelhandelsnutzung zuführen. Einzelne Lagen können sich jedoch für Folgenutzungen eignen, die den Einzelhandelsstandort funktional ergänzen.

Zur Gewährleistung der innerstädtischen Leitfunktion des Einzelhandels soll die beschriebene Bestandsstruktur, auch unter Berücksichtigung der Ansiedlung eines Designer-Outlet-Centers im Stadtbezirk Lennep, erhalten und fortentwickelt werden. Diese Ansiedlung bewirkt einerseits eine Begrenzung des Entwicklungspotenzials für die Innenstadt, wird aber  andererseits auch als Chance zur Generierung eines neuen Zielpublikums verstanden.

(Aus der Beschlussvorlage 15/1294 („Entwicklungskonzept zur Revitalisierung der Innenstadt Remscheid“) vom 21.5.2015, beschlossen vom Rat am 18. Juni 2015.)

Motivation für Nachwuchspolitiker ist wichtig

Pressemitteilung der SPD-Fraktion

Laut einer Recherche des WDR sind Stadt- und Gemeinderäte überaltert. Danach sollen Ratsherren in Nordrhein-Westfalen überwiegend zwischen 56 und 70 Jahre alt sein. Der Anteil der jungen PolitikerInnen, die 40 Jahre alt und jünger sind, soll im Durchschnitt nur etwa elf Prozent betragen. Ebenso unterrepräsentiert in den Kommunalparlamenten sind Frauen. Nicht so in Remscheid! In unserer Fraktion liegt der Anteil der unter 40jährigen bei 21%, und wir haben einen Frauenanteil von 31%.

„Bei der Auswahl von KandidatInnen für die letzte Kommunalwahl haben wir bewusst auf die Mischung aus Erfahrenen und Neuen gesetzt. Der Erfahrungsschatz der älteren Ratsmitglieder gepaart mit den jungen, aufstrebenden KommunalpolitikerInnen von morgen, ist für die SPD eine richtige Entscheidung,“ macht Sven Wolf, Fraktionsvorsitzender der SPD deutlich. „Ich selbst habe jung meinen Einstieg in die Politik gefunden und wusste an meiner Seite alte Hasen, die mir auf die Finger schauten oder von denen ich lernen konnte. Ich wollte die Möglichkeit, etwas in meiner Heimatstadt zu bewegen und merke, dass dies auch für jüngere immer noch die wichtigste Motivation ist. Sich für die Zukunft unserer Stadt einzubringen, sie mitzugestalten und nicht nur zu meckern sollte Motivation sein sich kommunalpolitisch zu engagieren. In unserer Ratsfraktion können und sollen die jüngeren PolitikerInnen Einfluss nehmen, lernen Verantwortung zu tragen und gleichberechtigt zur Meinungsbildung beizutragen. Dann lernen sie auch, dass wir Politik für alle Menschen jeden Alters.“

Der Arbeitsmarkt ist im Herbstaufschwung

Pressemitteilung der Agentur für Arbeit

Die Arbeitslosigkeit im bergischen Städtedreieck ist mit dem Herbstbeginn erwartungsgemäß und saisontypisch gesunken. Vor allem Jüngere unter 25 Jahre konnten von dieser Entwicklung profitieren, weil sie eine Anschlussbeschäftigung gefunden haben oder die erhoffte Ausbildung aufnehmen konnten. Aber auch anderen Arbeitsuchenden boten sich jetzt neue Beschäftigungsmöglichkeiten, da Unternehmen mit Neueinstellungen nach der Sommerpause nun wieder durchgestartet sind und händeringend qualifiziertes Personal für die anstehenden Aufträge suchen. Der Agentur für Arbeit wurden rund 1.280 Jobangebote im bergischen Städtedreieck gemeldet. Derzeit sind 224.238 Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt – 5.240 Personen mehr als im September 2017 und 20.000 Personen mehr als im September 2007. „Mit Ende der Sommerferien werden wieder mehr offene Stellen gemeldet, der Arbeitsmarkt ist in unverändert stabiler Verfassung“, so Martin Klebe, Chef der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal.

Im bergischen Städtedreieck sank die Arbeitslosigkeit im September auf 25.650 arbeitslose Frauen und Männer. Damit sind aktuell 705 Menschen weniger arbeitslos als im August und 2.615 Personen weniger als vor einem Jahr. Der Herbstaufschwung liegt damit auf dem Niveau der vergangenenen drei Jahre.

Die Arbeitslosenquote für die drei bergischen Städte sinkt von 8,1 Prozent im August auf aktuell 7,8 Prozent (September 2017: 8,7 Prozent). Im bergischen Städtedreieck meldeten sich im September insgesamt 5.710 Personen bei der Agentur für Arbeit oder den Jobcentern neu oder erneut arbeitslos. Das waren rund sieben Prozent weniger als vor einem Jahr. Gleichzeitig beendeten 6.412 Menschen ihre Arbeitslosigkeit, 334 (fünf Prozent) weniger als im September 2017.

2.835 junge Menschen im Alter von 15 bis 24 Jahre sind aktuell arbeitslos gemeldet, 273 Personen oder 8,8 Prozent weniger als im August und 323 oder 10,2 Pro-zent weniger als im September vor einem Jahr.

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Verkehrsänderungen wegen Lenneper Oktoberfest

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Vom 5. bis zum 7. Oktober veranstaltet der Verkehrs- und Förderverein Lennep e.V. sein Oktoberfest auf der Robert-Schumacher-Straße. Durch Auf- und Abbauarbeiten kommt es vom 30. September bis 10. Oktober zu Beeinträchtigungen im Straßenverkehr. Während dieser Zeit wird die Robert-Schumacher-Straße für den Kraftfahrzeugverkehr gesperrt. Allerdings bleibt die Zufahrt zu den Geschäften bis zum Parkdeck gewährleistet. Eine Umleitung ist ausgeschildert. Für Ersatz der wegfallenden Park & Ride-Parkplätze in der Robert-Schumacher-Straße sorgen Parkplätze im Bereich der Straße Am Johannisberg sowie in der Düstergasse. Ihre Zeitzusätze werden vorübergehend entwertet. Die Ordnungsbehörde bittet darum, die ausgeschilderten Haltverbote unbedingt zu beachten, um Ahndungen zu vermeiden. Falschparker werden noch vor der Veranstaltung abgeschleppt. Hierfür wird um Verständnis gebeten.

Gegen populistische Abschottungsforderungen

Pressemitteilung der Arbeitsgemeinschaft Freie Wohlfahrtspflege Remscheid

 Remscheid ist eine Stadt, die mittlerweile für Menschen aus 120 Nationen zur Heimat geworden ist. Seit 2015 leben hier auch über 2500 Geflüchtete. „Die Stadt hat beachtliches geleistet“, so Sandra Engelberg, Sprecherin der Arbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtsverbände, „die Integration der Neuzugewanderten klappt im Großen und Ganzen gut. Daran haben alle Hand in Hand gearbeitet und ein solides Unterstützungsnetz geknüpft. Flüchtlinge finden in Remscheid offene Türen und Hilfe bei allen erdenklichen Anliegen. Darauf können wir mit Recht stolz sein“. Natürlich läuft, so Engelberg, noch nicht alles ganz rund. „Es gibt sicher Bedarf, dass ein oder andere zu verbessern. Aber auch da sehe ich uns auf einem guten Weg.“

Viele Kommunen können heute bei der Aufnahme und Integration von Geflüchteten Erfolge für sich verbuchen. Ungeachtet dessen, wird das Flüchtlingsthema in der politischen Auseinandersetzung oft missbraucht, um von anderen drängenden gesellschaftlichen Problemen abzulenken Populistische Abschottungsforderungen greifen in Europa um sich. Weil die EU ihre Außengrenzen zunehmend schließt, sind immer mehr Menschen gezwungen, ihre Flucht über das Mittelmeer anzutreten. Das aber ist mit hohen Risiken verbunden. Nach Schätzungen der UNO sind in den ersten sieben Monaten dieses Jahres bereits 1500 Menschen im Mittelmeer ertrunken, die Dunkelziffer dürfte weit höher liegen.  Auf Grund der rigorosen nationalen Abschottungspolitik vieler Länder wird den von privaten Hilfsorganisationen betriebenen Rettungsschiffen oftmals verwehrt in Häfen in Italien, Malta oder Frankreich anzulegen und die in Seenot geratenen Menschen an Land zu bringen.

Vor diesem Hintergrund begrüßt die AGW ausdrücklich den gemeinsamen Brief der Oberbürgermeister Mast-Weisz, Kurzbach und Mucke des Bergischen Städtedreiecks an die Bundeskanzlerin, in dem sie sich für die Weiterführung der Seenotrettung im Mittelmeer und die weitere Aufnahme von Geflüchteten einsetzen. „Es kann nicht sein, dass wir wegschauen, wenn täglich Menschen im Mittelmeer ertrinken, weil wir nicht bereit sind, ihnen bei uns Schutz zu gewähren“ betont Sandra Engelberg. “Deutschland ist auch weiterhin in der Lage, Menschen aufzunehmen, die auf Grund von Krieg und Verfolgung ihr Heimatland verlassen müssen.“ Daher wirbt die AGW dafür mehr Menschen aufzunehmen, als die Stadt rechtlich verpflichtet ist.

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Verleihung des ZahnGesundheitsPreises 2018

Presseinformation der Stadt Remscheid

Heute verlieh der Arbeitskreis "Zahngesundheit für Remscheid" in der Aula der Gemeinschaftsgrundschule Freiherr-vom-Stein den diesjährigen ZahnGesundheitsPreis. Mit dem ZahnGesundheitsPreis werden die Kindertageseinrichtungen belohnt, die den Kindern die Möglichkeit schaffen, nach dem Frühstück beziehungsweise nach dem Mittagessen ihre Zähne zu putzen. Viele Kindertageseinrichtungen in Remscheid bieten den Kindern diese Möglichkeit an. Im Vergleich zu vielen anderen Kommunen verfügt Remscheid über eine hohe Anzahl zahnputzaktiver Kindertageseinrichtungen. Dies ist sicherlich auch ein Ergebnis der guten und kontinuierlichen Betreuung der Kindertageseinrichtungen durch die Mitarbeiterinnen des Arbeitskreises „Zahngesundheit für Remscheid“. „In den nächsten Jahren möchten wir die Quote der zahnputzaktiven Kindertageseinrichtungen noch steigern und „Kindertageseinrichtungen mit Biss“ gezielt unterstützen und auszeichnen“, so Claudia Hüsch vom Arbeitskreis „Zahngesundheit für Remscheid“.

Für fünf Kindertageseinrichtungen gab es während der Veranstaltung die Möglichkeit, eine kleine Präsentation zum Thema „Zahngesundheit“ auf der Bühne vorzuführen. So sahen die Zuschauer den „Zahnfee-Tanz“ der Städt. Kindertageseinrichtung Remscheider Straße, das Singspiel „Die flinke Zahnbürste“ der Ev. Kindertageseinrichtung Johannes-Nest, den Lied-Tanz „Und der Milchzahn tanzt allein“ der Elterninitiative Kita Hackenberg e.V. oder hörten die selbst getexteten Lieder „Ich bin ein Zahnputzmeister“ der Ev. Kindertageseinrichtung Steinackerstraße und den „Zahn-Rap“ der Städt. Integrativen Kindertageseinrichtung Fürberg. Als Schirmherr der Veranstaltung zog Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz mit Unterstützung von Kindern die diesjährigen attraktiven Geldgewinne in Höhe von insgesamt 1.750 Euroo. Folgende Kindertageseinrichtungen haben gewonnen:

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Revitalisierung (9): Wenige Wohnungen barrierefrei

In Bezug auf die Innenstadt als Wohnstandort zeigen sich unterschiedliche Nutzungsstrukturen und Standortqualitäten. Vollständig wohngenutzte Gebäude konzentrieren sich im Untersuchungsgebiet auf den Teilraum zwischen der Wansbeckstraße und der Alten Bismarkstraße, südlich der Bismarckstraße und das Quartier südlich der Alleestraße. Auf die Obergeschosse beschränkte Wohnnutzung ist in den zentralen Einzelhandelslagen der unteren Alleestraße und des Marktes sowie der Alten Bismarckstraße anzutreffen.

Die Datenlage zur Wohnraumsituation in der Innenstadt ist allerdings nur bruchstückhaft. Einerseits fehlt eine systematische kleinräumige Erfassung von wohnungsmarktrelevanten Daten in der Stadt Remscheid. Andererseits ist aufgrund der Kleinteiligkeit der Eigentümerstruktur eine einheitliche Bestandsauswertung durch diese wie bei großen Wohnungsunternehmen nicht gegeben. Die Ergebnisse der Gebäudezählung im Rahmen des Zensus 2011 schließlich sind aus Gründen des Datenschutzes für eine flächendeckende kleinteilige bzw. objektgenaue Bestandsbeschreibung und -bewertung ungeeignet.

Der Wohnungsbestand in der Innenstadt Remscheid wurde zu einem hohen Anteil in der Wiederaufbauphase nach dem Krieg errichtet. In dieser Baualtersklasse wird nur ein geringer Teil der Wohneinheiten barrierefrei sein. Für attraktives Familienwohnen fehlen im Mietwohnungsbestand zudem vielfach private Freiflächen wie Gärten, Terrassen oder Balkone. Ferner muss aufgrund des Baualters von einem hohen energetischen Sanierungspotenzial ausgegangen werden. Ein nennenswerter Anteil des Gebäudebestandes wurde vor 1980 gebaut und damit noch vor dem Inkrafttreten der 2. Wärmeschutzverordnung, bei der eine Reduzierung der Wärmedurchgangswerte vorgeschrieben wurde.

Nach der internen Stromzählerauswertung der Ermittlung der Entwicklung des Wohnungsleerstandes wurden zu Beginn 2014 im Untersuchungsgebiet 1.950 Wohnungen gezählt. Nach den definierten Merkmalen eines Wohnungsleerstandes waren davon 178 Einheiten ungenutzt. Auffällig ist der starke Anstieg des Wohnungsleerstandes in der Innenstadt von rd. 7,8 % im Jahr 2013 auf 9,1% in 2014. Diese Quote liegt deutlich über der gesamtstädtischen Leerstandsquote von 7,6 %. Der Wohnungsleerstand konzentriert sich räumlich auf ältere Mietwohnungsbestände und Lagen an den Hauptverkehrsstraßen, aber auch an der fußläufigen Alleestraße.

In der Kernzone des Untersuchungsgebietes herrschen eher ruhige Wohnstandorte vor. Problematischere Wohnstandorte sind dagegen aufgrund der Immissionssituation die Bereiche der Haupterschließungs- und Durchgangsstraßen (Bismarckstraße, Freiheitstraße, Blumenstraße).

(Aus der Beschlussvorlage 15/1294 („Entwicklungskonzept zur Revitalisierung der Innenstadt Remscheid“) vom 21.5.2015, beschlossen vom Rat am 18. Juni 2015.)

Bei Mobiliar im öffentlichen Raum nicht sparen

Attraktiven Sitzmöglichkeiten werden von Bevölkerung immer gut angenommen. Für  die Innenstadt von Remscheid werden Sitzmöbel mit zeitgemäßen  zurückhaltenden Formen vorgeschlagen, die sich optisch  gut in den Stadtraum einfügen, die witterungsbeständig,  vandalismus- und standsicher sind. Wichtig sind auch  eine ergonomische Sitzform, angenehme Haptik und schnelles  Trocknen. Metallkonstruktionen sollten die Farbe haben,  die für Straßenleuchten und andere Ausstattungselemente  gewählt wird, vorzugsweise DB 702 (grau) oder DB 703  (glimmer-anthrazit).

Als Standardbank für die Innenstadt und die innerstädtischen  Grünflächen sollte eine schlichte und robuste Stahlbank gewählt  werden, wahlweise mit oder ohne Rückenlehne, aber  immer aus einer Modellreihe. Bänke mit Rückenlehnen   sorgen für eine klare Ausrichtung und  laden insbesondere auch mobilitätseingeschränkte Menschen  zum Sitzen ein. Bänke ohne Lehne (Hockerbank) eignen sich  eher für kurze Pausen, können aber von beiden Seiten genutzt  werden.

Zentrale öffentliche Räume wie Alleestraße, Theodor-Heuss- Platz und Markt sollten abseits der Standardbank mit besonderen  Möbeln ausgestattet werden, um den Aufenthalt hier  noch reizvoller zu machen. Neben Sitzelementen mit Holzauflagen,  auch in Kombination  mit Sitzmauern, langen Bänken, Sitzplattformen oder Grüninseln können  gegebenenfalls auch einzelne, fest montierte Stühle  aufgestellt werden. Über den Einsatz solcher Sonderelemente  kann jedoch nur im Rahmen einer detaillierten  Straßen- und Platzgestaltung entschieden werden.

In der gesamten Innenstadt von Remscheid sollten einheitliche  Poller, Abfallbehälter und Fahrradparker aufgestellt werden.  Material und Farbe sind auf die Leuchten und Sitzmöbel abzustimmen,  bevorzugt Stahl, Edelstahl oder Aluminium, Farbton  DB 702 (grau) oder DB 703 (glimmer-anthrazit). Für alle  Elemente sind klare zurückhaltende Formen in hoher Materialqualität  zu wählen. Das Mobiliar muss witterungsbeständig,  standsicher und unempfindlich gegenüber Vandalismus sein.

Poller sind möglichst nur dann zu verwenden, wenn sie zur Poller  Abgrenzung von Plätzen oder nicht befahrbaren Flächen  erforderlich sind. Sie sind in der Regel 90 cm hoch, herausnehmbar  oder feststehend und bei Bedarf mit Reflektoren  ausgestattet. Als Abfallbehälter werden runde Modelle aus Stahl vorgeschlagen, die nicht an Pollern oder Laternen befestigt, sondern  immer freistehend und ortsfest montiert werden. Sie  müssen einfach in der Handhabung (Befüllen, Entleeren),  leicht zu reinigen und mit einer Abdeckung vor Niederschlag  geschützt sein. Für Straßen wird grundsätzlich ein Fassungsvermögen  von 40 l empfohlen, für Plätze und Fußgängerbereiche  eine Größe von bis zu 60 l.  Für die Radfahrer werden schlichte, platzsparende Fahrradparker in Form von Anlehnbügeln vorgeschlagen, die ein  leichtes und sicheres Anschließen ermöglichen und sich gut in  das Straßenbild integrieren.

(aus: „Gestaltungsleitfaden für den öffentlichen Raum“ (Konzeption, Gestaltung, Bearbeitung: stadtraum Architektengruppe, Bernd Strey, Sylvia Winkel, Christopher Dierkes, Jens Hoppstädter)