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Absurd oder einfach gedankenlos

von Beatrice Schlieper, Fraktionssprecherin der Grünen im Rat der Stadt Remscheid

Der /die zukünftige/r Programmverantwortliche des Teo Otto Theaters verwaltet Mängel, um die eigene Stelle mit zu finanzieren. So knapp auf den Punkt bringen könnte man den Antrag der CDU zur Änderung des Stellenplans auf Einrichtung einer vollen Stelle für die künstlerische Programmgestaltung im Teo Otto Theater, der gestern im  Kulturausschuss verabschiedet werden sollte. Auch wenn die Antragsteller eine alleinige berufliche Präsenz für das Theater als zwingend notwendig ansehen, wurde der Antrag nicht verabschiedet. Gut so. Denn finanziert werden soll die Aufstockung der vorhandenen 20-Stunden-Stelle aus dem Gastspieletat! Zu kurz gedacht. Denn ein bespieltes Haus lebt nun einmal von Gastspielen. Was sich die Kulturverantwortlichen der CDU dabei gedacht hatten, als sie den Antrag auf den Weg  brachten, wurde gestern nicht deutlich. Der Antrag wurde von der CDU vertagt.

Zwei Koffer mit Kleidung waren alles, was wir hatten

Johannes Natschke, geboren 04.03.1933 in Danzig, seit 1980 in Remscheid:

„Danzig (polnisch Gdansk ) ist eine Hafenstadt und ehemalige Hansestadt in Polen. Sie liegt westlich der Weichselmündung in der historischen Landschaft Pommerellen und ist Hauptstadt der Woiwodschaft Pommern. Die Stadt hat über 450.000 Einwohner (Stand 2007) Ende März 1945 wurde Danzig von der Roten Armee im Zuge der Schlacht um Ostpommern eingeschlossen und erobert. Während und nach dem Einmarsch wurden die noch erhaltenen Häuser der Innenstadt von den sowjetischen Soldaten geplündert und in Brand gesteckt. Insgesamt wurde ein sehr hoher Anteil der Bebauung zerstört.

Bereits in den ersten Nachkriegsmonaten wurden die meisten in Danzig verbliebenen Deutschen von den sowjetischen Besatzern und polnischen Behörden vertrieben. Zurück blieb eine Minderheit von etwa fünf Prozent der ursprünglichen Stadtbevölkerung mit zumeist auch polnischen Vorfahren. Die Vertreibung wurde von den polnischen Behörden geduldet und nicht wie oft fälschlicherweise angenommen "systematisch" vorbereitet. Aufgrund des Bierut-Dekretes wurde das Eigentum von Personen deutscher Nationalität und Herkunft enteignet. Straftaten, die gegen die deutsche Zivilbevölkerung begangen wurden hat man juristisch nur bedingt verfolgt.

Ich bin in Danzig geboren und bis 1947 aufgewachsen. Mein Vater verstarb 1942, meine Mutter 1947. Damals, in Danzig, war ich Mitglied vom Jungvolk und nach den mir bekannten Informationen auch richtig stolz, dort Mitglied zu sein. Nach dem Tod meiner Mutter bin ich zu meiner Tante (Schwester meiner Mutter) aufs Land nach Zuckau gezogen; Zuckau war damals bereits polnisch. In Danzig erging wie überall der Aufruf, dass die Deutschen ihre Wohnungen verlassen sollten. Da ich zu der Zeit erst 14 Jahre alt war, verblieb ich bei meiner Tante. Dort habe ich dann auch erst polnisch gelernt. Mit 18 Jahren erhielt ich automatisch einen polnischen Pass.

Ich habe eine Tischlerlehre und 1951 meinen Gesellenbrief gemacht, 1953 habe ich geheiratet. Ich bin zu meiner Frau nach Kalbude gezogen, das gehörte zur Freistadt Danzig. Über eine Ausreise haben wir uns zunächst keine Gedanken gemacht. Ich hatte in Gelsenkirchen eine Tante und einen Onkel sowie eine Tante in Remscheid. Wir haben uns immer Briefe geschrieben und Päckchen geschickt. Eine Nachbarin aus Kalbude, die selbst nach Deutschland ausgereist war, hatte uns versprochen, uns nach Deutschland einzuladen. Sie wollte uns ein Visum schicken, damit wir in Deutschland bleiben könnten. Das war 1978 oder 1979.

Natürlich hatten wir davon gehört, dass man unter gewissen Bedingungen ausreisen konnte; die Bedingungen kannten wir aber nicht. Wir wussten auch nicht, was uns erwarten würde. Es gab Äußerungen, dass insbesondere Westdeutsche Kapitalisten und /oder Nazis wären. Außerdem hatten viele Bekannte Absagen für die Ausreise erhalten. Ich habe dann doch einen Ausreiseantrag gestellt. Im Januar 1980 bekam ich für mich und meine Familie mit der Post die Ausreiseerlaubnis. In der Deutschen Botschaft in Warschau erhielten wir dann das Visum für die Ausreise in unsere polnischen Pässe.(weiter auf der 2. Seite)

Klicken führt zum'Zeitstrahl' der Ausstellung Zur 200-Jahr-Feier der Stadt Remscheid stellte Heike Hildebrandt vom damaligen Migrationsbüro der Stadt eine Ausstellung („Zeitzeugen-Projekt“) zusammen mit Schilderungen zahlreicher „Zeitzeugen der Zuwanderung“, deren neue Heimat Remscheid geworden war. Das ist jetzt zehn Jahre her. Doch die Geschichten sind es wert, nach vorne gestellt zu werden. Denn darin erzählen die „Zugereisten“, warum sie ihre Heimat verlassen haben, wie sie hier in Remscheid ankamen, welche Erwartungen, welche Hoffnungen, welche Enttäuschungen sie erlebten und warum sie sich trotzdem mit Remscheid verbunden fühlen. Zuwanderung begann aber nicht erst mit den "Gastarbeitern", sondern schon Ende des 19. Jahrhunderts mit italienischen Straßenbauern. Und nach dem nach dem Zweiten Weltkrieg folgten Vertriebene, Flüchtlinge und Heimatlose.
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Herbstbelebung lässt Arbeitslosenzahl sinken

Pressemitteilung der Agentur für Arbeit

„Die bereits im September begonnene Herbstbelebung auf dem bergischen Arbeitsmarkt hat sich auch im Oktober fortgesetzt. Der Arbeitsmarkt entwickelt sich in den drei Städten des bergischen Städtedreiecks noch immer positiv. In Remscheid, Solingen und Wuppertal sind aktuell weniger Menschen arbeitslos gemeldet. Ich freue mich über die gute Verfassung des Arbeitsmarktes. Im Vergleich zum Vormonat wer-den uns allerdings in allen drei Städten weniger Stellen gemeldet, am stärksten in Wuppertal. Insgesamt werden im bergischen Städtedreieck fast 5.200 Arbeitskräfte, vom Helfer bis zum Spezialisten, gesucht. Doch es wird schwieriger, den geeigneten Kandidaten oder die geeignete Kandidatin zu finden. Die Kenntnisse der Bewerber entsprechen häufiger nicht den Anforderungen der Unternehmen, so dass eine Vermittlung längere Zeit benötigt. Aus diesem Grund intensivieren wir kontinuierlich unsere Anstrengungen, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern zu einer Aus- oder Weiterbildung zu verhelfen“, erläutert Martin Klebe, Chef der Agentur für Arbeit Solingen- Wuppertal die Situation auf dem Arbeitsmarkt.

Im bergischen Städtedreieck sank die Arbeitslosigkeit im Oktober auf nun 24.918 arbeitslose Frauen und Männer. Damit sind aktuell 732 Menschen weniger arbeitslos als im September und auch 2.987 Personen weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote für die drei Städte sinkt von 7,8 Prozent im September auf aktuell 7,6 Prozent (Oktober 2017: 8,6 Prozent). Am günstigsten war die Veränderung der Arbeitslosigkeit in Remscheid; dort sank der Bestand an Arbeitslosen gegenüber dem Vorjahresmonat um 14 %. Dem gegenüber steht die Entwicklung in Solingen mit einer Abnahme von acht %.

Aktuell sind in Remscheid 4.135 Menschen arbeitslos gemeldet, 61 weniger als im September und 655 Personen oder 13,7 Prozent weniger als im Oktober vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote sinkt marginal von 7,1 Prozent im September auf aktuell sieben Prozent. Vor einem Jahr betrug die Arbeitslosenquote im Oktober noch 8,2 Prozent.

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Halle West: Anti-Drogen-Disco am 9. November

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Die Jugendeinrichtungen der AGOT (Arbeitsgemeinschaft offene Kinder- und Jugendarbeit Remscheid) veranstalten im November die Anti-Drogen-Disco. Die ADD hat sich im Laufe der Jahre mit bis zu 600 Besucher*innen zu einer etablierten Party entwickelt. Schülerinnen und Schüler der 5. bis 7. Klassen sind am Freitag, 9. November, in die Turnhalle West in der Wallburgstraße 23 in Remscheid eingeladen. Einlass ist ab 16.30 Uhr. Die Party beginnt um 17 Uhr und endet um 21 Uhr. Das Motto der Anti-Drogen-Disco ist Programm. Die Veranstalter möchten den Schüler*innen zeigen, dass man „Party machen“ kann, ohne Alkohol zu trinken und Zigaretten zu rauchen. Auf der Party können Jugendliche Freundinnen und Freunde treffen oder neue Kontakte knüpfen, ohne dass der Spaß auf der Strecke bleiben muss. Und genau für diese ausgelassene Partystimmung auf der Tanzfläche sorgen die zwei professionellen DJs von „Mee2be“ mit guten Sounds und einer Lightshow. Quasi nebenbei können sich die Besucher*innen zum Thema "Sucht" informieren, an einem Quiz teilnehmen oder den „Rauschparcours“ durchlaufen. Spezielle Rauschbrillen sehen nicht nur lustig aus, sondern zeigen, wie sich die Wahrnehmung im Rauschzustand verändern kann. Diese Aktionen wird vom Fachdienst Prävention des Diakonischen Werkes begleitet und durchgeführt.

Erstmalig in diesem Jahr unterstützt die AOK Rheinland/Hamburg – Die Gesundheitskasse das Programm der ADD. Am Stand der AOK können die Besucher*innen ihre Geschicklichkeit und Konzentration am „Heißen Draht“ prüfen und sich die Frage stellen, ob das Ergebnis im berauschten Zustand ähnlich aussehen würde. Getränke und Speisen gibt’s zum kleinen Preis. Die Betreuung der Veranstaltung wird durch Mitarbeiter*innen verschiedener Jugendhilfe-Einrichtungen, einem Security-Unternehmen und dem Diakonischen Werk gewährleistet. Ein praktischer Service ist der kostenlose Bus-Shuttle nach der Party. Er fährt zweimal nach Ende der Party in Richtung Zentrum und hält am Hauptbahnhof/Willy-Brandt-Platz, wo die Jugendlichen problemlos abgeholt werden oder eine schnellere Busverbindung nach Hause nehmen können. Die Fahrten werden von zwei Betreuungspersonen begleitet.

Die Karten für die Veranstaltung kosten drei Euro und sind nach den Herbstferien an allen weiterführenden Schulen und im Soziokulturellen Zentrum „Die Welle“ gGmbH, Wallstraße 54, 42857 Remscheid, erhältlich. Schüler*innen, die den Vorverkauf verpasst haben, können an der Abendkasse noch Restkarten erhalten.

Akkordeon-Virtuose Alexandre Bytchkov zu Gast

Pressemitteilung der Evangelischen Stiftung Tannenhof

Ein besonderes Musikerlebnis verspricht das Konzert am Sonntag, 11. November um 16:00 Uhr in der Kirche der Evangelischen Stiftung Tannenhof mit dem Akkordeon-Virtuose Alexandre Bytchkov. „Bei uns ist das Akkordeon oftmals nur aus der Volksmusik bekannt. Nicht so in anderen Ländern“, weiß Pfarrer Uwe Leicht, Geistlicher Vorsteher der Evangelischen Stiftung Tannenhof. „Alexandre Bytchkov entführt den Zuhörer in unterschiedliche Musikwelten und entfacht ein musikalisches Feuerwerk mit künstlerisch hohem Anspruch.“ Ob klassische Stücke, leichte Walzer, spritzige Tangos oder gefühlvolle russische Romanzen –Bytchkov fasziniere das Publikum durch seine Virtuosität uns sein musikalisches Einfühlungsvermögen. Der Eintritt ist kostenlos, eine Spende wird erbeten.

Alexandre Bytchkov stammt aus St. Petersburg in Russland und lebt mit seiner Familie seit einigen Jahren in Mainz. Er ist Preisträger bei nationalen und internationalen Wettbewerben; unter anderem ist er zweifacher Deutscher Akkordeonmeister.

 

Jahresbilanz auf dem Ausbildungsmarkt

Pressemitteilung der Agentur für Arbeit

In allen drei Städten des bergischen Städtedreiecks entwickelten sich die Ausbildungsstellen positiv bei leicht rückläufiger Zahl der Ausbildungssuchenden. „Unternehmen merken, dass sie mehr ausbilden müssen. Das stellen wir vor allem in Remscheid und Wuppertal fest. In Solingen ist die Entwicklung sehr verhalten. Es wird zunehmend schwieriger, Angebot und Nachfrage zusammen zu bringen. Die Wünsche der Bewerberinnen und Bewerber und die angebotenen Ausbildungsstellen passen häufiger nicht zusammen. Aber auch die Anforderungen der Arbeitgeber an ihre künftigen Auszubildenden führen dazu, dass es zu Problemen bei der Besetzung kommt. Der Ausbildungsmarkt verlangt von allen Seiten mehr Anstrengungen“, erläutert Martin Klebe, Leiter der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal die Entwicklung und Situation des Ausbildungsmarktes im bergischen Städtedreieck.  Rein rechnerisch standen im Bergischen Städtedreieck 100 Bewerbern 71 Ausbildungsplätze gegenüber, im Jahr zuvor waren es 65 Ausbildungsstellen je 100 Bewerber.

Die meisten der 4.909 Jugendlichen, die eine duale Berufsausbildung machen wollten, konnte die Berufsberatung unterstützen. Trotzdem waren Ende September noch 317 Jugendliche auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz. Auf der anderen Seite konnten 433 Ausbildungsplätze in den drei Städten bis Ende September nicht besetzt werden, das sind 199 mehr als im Jahr zuvor.  In Remscheid ist die Relation der Stellen zu Bewerbern im Bergischen Städtedrei-eck mit Abstand am günstigsten. Hier kommen auf 100 Bewerber rechnerisch rund 89 Ausbildungsstellen, im letzten Jahr waren es 79 Stellen.

In den vergangenen zwölf Monaten wurden der Agentur für Arbeit Remscheid 717 Ausbildungsstellen für Remscheid gemeldet. Dies sind 64 Stellen oder 9,8 Prozent mehr als im letzten Jahr. Die Zunahme der gemeldeten Stellen im Vorjahresvergleich ist in Remscheid stärker als in Solingen (+ 3 ,8 Prozent) und in Wuppertal (+ 8,7 Prozent).

Ende September waren in Remscheid noch 89 Ausbildungsstellen frei und damit 13 mehr als im letzten Jahr. In diesem Jahr meldeten sich 805 Bewerberinnen und Bewerber bei der Suche nach einer Ausbildungsstelle bei der Berufsberatung in Remscheid. Das sind 20 Jugendliche weniger als im letzten Jahr. Vergleicht man den Bewerberrückgang in den drei Städten des bergischen Städtedreiecks, fällt er in Remscheid am niedrigsten aus. Wuppertal verzeichnet einen Rückgang von 35 Bewerbern, in Solingen sind es 36. Eine Ausbildungsstelle suchten Ende September noch 40 Jugendliche, das sind elf mehr als im letzten Jahr.

Wer noch eine Ausbildungsstelle sucht, für den hat die Berufsberatung noch Ange-bote. Einige dieser Stellen sind schon für nächstes Jahr, viele können aber auch früher besetzt werden. Aktuell werden in Remscheid beispielsweise gesucht: Zerspanungsmechaniker/in, Gebäudereiniger/in, Friseur/in, Industrie-mechaniker/in, Maler/Lackierer - Gestaltung/Instandh., Koch/Köchin, Restaurant-fachmann/frau, Industriekaufmann/-frau, Kfz.mechatroniker - PKW-Technik, Kanal-bauer/in.

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Infos gefällig bei Zweifel am Studium?

Pressemitteilung der Universität Wuppertal

Für Studierende, die daran zweifeln, ob ihr Studiengang bzw. das Studieren überhaupt das Richtige ist, gibt es am Mittwoch, 7. November, eine Informationsveranstaltung an der Bergischen Universität. „Unsere Beraterinnen und Berater helfen bei einer Standortbestimmung, zeigen Unterstützungsangebote auf und erklären wie sich Studierende – innerhalb und außerhalb der Universität – neu orientieren können“, sagt Dr. Christine Hummel, Leiterin der Zentralen Studienberatung. Die kostenlose Veranstaltung findet von 12 bis 14 Uhr in Hörsaal 16 (Campus Grifflenberg, Gaußstr. 20, Gebäude O, Ebene 06, Raum 06) statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Studienreise an den Golf von Neapel

von Dr. Inge Löllgen-Horres

Ein Blick auf den Golf von Neapel: z.B. von der Sorrentinischen Halbinsel, auf den  Vesuv, die Metropole Neapel, die Ausgrabungen der antiken Städte Herculaneum und Pompeji ; südlich von Sorrent die Amalfitana mit ihren die Steilfelsen hinaufkletternden Städten und Dörfern, umrankt von leuchtend roter Bougainville und gelben Zitronenhainen, und weiter südlich Paestum  mit seinen antiken Göttertempeln ...

Der Blick fällt immer wieder auf  den Vesuv, wie er  gelassen da liegt, anders als 79 n.Chr., als er mit Schlamm und Geröll  Ortschaften zu seinen Füssen, damals am Meer gelegen, verschüttete und viele Tausende Menschenleben forderte. Herculaneum, das elegante Domizil wohlhabender Römer, schachbrettartig im Grundriss,  Villen und Gärten, geschmückt mit besterhaltenen Mosaiken und Fresken von wunderbarem Pompejirot, Geschäfte, Backstuben, Bordelle, Thermen. Gefunden und geblieben davon sind verkohltes Brot, verbranntes Holz, Wasserleitungen aus Blei, intakte Brunnen, Amphitheater. Und meterlange Wände  erstarrter Lavaströme. Auf Herculaneums Ruinen breitet sich längst eine neue Stadt (rcolano) aus.

Pompeji dagegen – viel größer, einst eine lebendige Handels- und Verwaltungsstadt, auch hier reiche Kulturstätten und Privathäuser, Thermen, Tempel, Wiederum kostbare Mosaike, Fresken, Statuen, Marmorböden. Etwas außerhalb der Ruinenstädte gelegen: opulente Aristokratenvillen, noch  reicher ausgestattet, staunenswert!

Königliches Neapel– die damalige Hauptstadt  des Königreichs Sizilien ab dem 13.Jahrehundert birgt kostbare Schätze: Dom und Kloster Santa Chiara mit seinen reichen Grabmälern.  Im Dom der Stadtheilige San Gennaro, von dem ein glückbringendes Blutwunder erfleht wird. Neapolitanische Krippen– hier kunstvoll gestaltet,  im Centro storico als aufgestapelter Krippenkitsch. Neben dem Königspalast, Castel Nuovo, 13. Jh., und  dem prächtigen Theater San Carlo  das Archäologische Museum mit den Funden aus den Ausgrabungsstätten, großartige Skulpturen, silberne und bronzene Gebrauchsgegenstände, Keramiken, Mosaike, Statuen, die einen noch besseren Einblick in das damalige hoch kultivierte griechisch-römische Alltags- und Geistesleben vermitteln.

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"On Fire" fand das größte Publikumsinteresse

  Vorstellungen Besucher Mittelwert in Prozent
Musiktheater (ohne Beteiligung Bergische Symphoniker) 9 2965 329 52
Musiktheater (mit Beteiligung Bergische Symphoniker) 6 1420 237 46
Tanz 9 4354 484 77
Tanz (mit Beteiligung Bergische Symphoniker) 2 859 430 70
Sprechtheater 10 3068 307 54
Crossover 16 3847 275 68
Junges Theater 9 2966 330 62
Klangkosmos 5 369 74 61
Philharmonische Konzerte 10 3543 354 57
Konzerte 14 1711 190 54
Meisterkonzerte 4 296 74 49
On Fire 3 1721 574 94
  97 27119 305 62

Im Teo Otto Theater tagt heute ab 17 Uhr in öffentlicher Sitzung der städtische Ausschuss für Kultur und Weiterbildung. Der 4. Punkt auf der Tagesordnung ist der Bericht der Verwaltung über die zurückliegende Spielzeit 2017/18 des Teo Otto Theaters. Dem ist zu entnehmen, dass von den zwölf Sparten die Sparte „On Fire“ das größte Publikumsinteresse fand. Die drei Vorstellungen waren zu 94 Prozent ausgebucht.

Deutlich geringer war die Nachfrage bei Konzerten (54 Prozent), Philharmonischen Konzerten (57 Prozent), Sprechtheater (54) und Musiktheater. Letzteres kam mit seinen 15 Vorstellungen nur auf eine Auslastung von 49 Prozent.

Mit den Behörden machte ich nicht die besten Erfahrungen

Kazem Safarli, geboren 13.1.1945 in Maschhed / Iran, seit 1982 in Remscheid:

„Maschhad ist die Hauptstadt des iranischen Bundesstaates Razavi-Chorasan und die zweitgrößte Stadt Irans. Sie liegt 850 km östlich von Teheran auf einer Höhe von rund 985 m am Fluss Kashaf. Maschhad hat über 2,5 Millionen Einwohner hauptsächlich iranischer, arabischer und afghanischer Herkunft sowie ein große kurdische Minderheit.

Die Vorfahren meiner Eltern stammen aus der damaligen sowjetischen Republik Aserbaidschan, aus Bergkarabach. 1925 sind meine Eltern dann als Flüchtlinge in den Iran gereist. Ich bin nach meinem Abitur im Iran 1967 nach Deutschland eingereist. Ich habe zunächst einen Sprachkurs besucht, damit ich deutsch lerne. Dann habe ich das deutsche Abitur absolviert. In Bonn habe ich Medizin studiert und dort auch promoviert, Juli 1976. 1974 habe ich meine deutsche Frau geheiratet. Wir haben uns im Studium kennen gelernt. Sie ist Lehrerin.

In den Jahren, in denen ich bereits in Deutschland lebte, zeichneten sich die Unruhen im Iran unter dem Regime Khomeni ab, so dass es überhaupt keine Überlegungen einer Rückreise in den Iran gab. Ich habe an verschiedenen Kliniken und Krankenhäusern gearbeitet. 1982 habe ich meine Facharztprüfung abgelegt. Zu dieser Zeit, 1982, war Remscheid aus Sicht der Kassenärztlichen Versorgung ein Notstandsgebiet. In diesem „Notstandsgebiet“ mussten Arztpraxen besetzt werden. Vom damaligen Regierungspräsident wurden Ärzte in diese „Notstandsgebiete“ geschickt. So bin ich nach Remscheid gekommen und seitdem bin ich hier. Mittlerweile ist meine Tochter auch Ärztin. Ab September dieses Jahres betreiben wir die Praxis gemeinsam.

Ich habe den Vorteil, mehrere Sprachen zu sprechen: deutsch, farsi (das ist persisch), aserbaidschanisch und türkisch. Hinzu kommt etwas englisch und ein paar Grundkenntnisse in ein paar europäischen Sprachen.

Als ich 1982 als Arzt nach Remscheid kam, war es schwer, auch eine geeignete Wohnung zu finden. Die Mieten waren sehr hoch. Manchmal äußerte ein Vermieter, das kleine Kind, unsere Tochter, würde stören. Ich war ca. drei Monate lang fast täglich auf Wohnungssuche. Erst als ich dann eine Wohnung gefunden hatte, habe ich mir die Praxis eingerichtet.

Das erste Problem hier in Remscheid hatte ich beim Ausländer– und Einwohnermeldeamt. Die Sachbearbeiterin hat mich bereits bei meiner ersten Vorsprache geduzt. Das hinterließ keinen guten Eindruck. Teilweise passiert so etwas heute noch; erst wenn ich meinen Doktortitel nenne, erlebe ich mehr Respekt.

Meine persönlichen Erfahrungen mit den Remscheider Behörden sind nicht die besten. Es beschränkt sich zwar nur auf einige Vorsprachen, aber die haben meinen Eindruck geprägt. Ich schicke lieber meine Frau oder frage jemanden, den ich kenne. Es wäre wünschenswert, etwas mehr Freundlichkeit und Höflichkeit zu erfahren; schließlich ist die Verwaltung für die Einwohner da und nicht die Einwohner für die Verwaltung.

Ich habe z.B. beim Umzug der Arztpraxis für Umbaumaßnahmen 13 Monate auf eine Baugenehmigung gewartet. Erst als der damalige Oberbürgermeister Reinhard Ulbrich sich meiner Sache angenommen hat, bekam ich die Baugenehmigung.

Allerdings gibt es auch positive Eindrücke, das sind die Mitarbeiter im Gesundheitsamt. Dr. Neveling und sein Team sind immer sehr zuvorkommend, immer sehr hilfsbereit. Dr. Neveling selbst ist ein hervorragender Kollege und ein hervorragender Mensch.

In Remscheid muss eine bessere Zusammenarbeit in der Politik stattfinden. Kulturangebote in Remscheid sind rar, außerdem liegt in Remscheid überall Dreck. Die Trasse des Werkzeugs z.B. ist eine Hundekotweg. Da kommt aber keiner kontrollieren und verteilt Knöllchen. Als ich 1967 nach Deutschland kam, habe ich mich gewundert, wie sauber Deutschland ist, heute liegt überall nur Dreck, Bierflaschen, Schnapsflaschen usw. Es fehlt Respekt und Verantwortungsbewusstsein.

Aber es gibt auch sehr Schönes und Positives in Remscheid: Das ist zunächst natürlich das Röntgenmuseum, in dem das Leben und Arbeiten des wohl bekanntesten Remscheiders anschaulich dargestellt ist,  das ist das Werkzeugmuseum, durch das mich Herr Orth sach- und fachkundig geführt hat, das ist die Müngstener Brücke, die alle meine auswärtigen Besucher bestaunen oder bewundern, • die vielen schönen Wanderwege durch Felder und Wälder, vorbei an der Talsperre oder den zahlreichen alten „Kotten“, und nicht zu vergessen: die köstliche „:Bergische Kaffeetafel“.

Direkt am Anfang der Zeit hier in Remscheid, 1982 oder 1983, habe ich Erfahrung gemacht mit dem typischen Remscheider Sturkopf. Ich habe schnell gelernt. Ich gehe dann zu einer lockeren Art über. Manchmal ist es allerdings erforderlich, auch mal die sture Art anzuwenden, das funktioniert! (weiter auf der 2. Seite)

Klicken führt zum'Zeitstrahl' der Ausstellung Zur 200-Jahr-Feier der Stadt Remscheid stellte Heike Hildebrandt vom damaligen Migrationsbüro der Stadt eine Ausstellung („Zeitzeugen-Projekt“) zusammen mit Schilderungen zahlreicher „Zeitzeugen der Zuwanderung“, deren neue Heimat Remscheid geworden war. Das ist jetzt zehn Jahre her. Doch die Geschichten sind es wert, nach vorne gestellt zu werden. Denn darin erzählen die „Zugereisten“, warum sie ihre Heimat verlassen haben, wie sie hier in Remscheid ankamen, welche Erwartungen, welche Hoffnungen, welche Enttäuschungen sie erlebten und warum sie sich trotzdem mit Remscheid verbunden fühlen. Zuwanderung begann aber nicht erst mit den "Gastarbeitern", sondern schon Ende des 19. Jahrhunderts mit italienischen Straßenbauern. Und nach dem nach dem Zweiten Weltkrieg folgten Vertriebene, Flüchtlinge und Heimatlose.
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