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Rosenmontag: Kinderkarneval auf dem Honsberg!

Am Rosenmontag ist auf´m Honsberg so richtig was los. Alle Kinder sind eingeladen, den Rosenmontag mit uns zu feiern. Ab 14 Uhr geht´s los mit dem Karnevalszug des Stadtteil e.V. über den Honsberg, natürlich mit viel Kamelle und Musik. Ab 15 Uhr ist dann im Mehr Generationen Haus "Der Neue Lindenhof" großes „Halli-Galli“ mit Tanz, Spielaktionen und natürlich mit viel Spaß. Und das Ganze für nur einen schlappen Euro. Also nichts wie hin am 4. März zur Honsberger Str. 38.“

 

 

Landesweites AzubiTicket im VRR für monatlich 81,10 Euro

Pressemitteilung des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR)

YoungTicketPLUS trifft den Nerv der Auszubildenden. Zufrieden blickt der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr auf das zum 1. Januar 2018 eingeführte netzweit gültige YoungTicketPLUS. „Die bisherigen Verkaufszahlen haben sich sehr positiv entwickelt. Wir konnten den seit Jahren anhaltenden Absatzrückgang stoppen, teilweise sogar umkehren und verzeichnen seit dem Start des Ausbildungsjahres im September 2018 steigende Einnahmen“, sagt Castrillo. „Mit dem Ticket haben wir ein Angebot geschaffen, das dem Bedarf der Auszubildenden entspricht.“ Zum Start des Ausbildungsjahres am 1. August 2019 können Auszubildende, die ein YoungTicketPLUS im Abo haben, mit einem Zuschlag ein landesweit gültiges Ticket erwerben. Dieses AzubiTicket gilt dann auch für Fahrten im Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS), dem Aachener Verkehrsverbund (AVV) und im Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL). Für den Zuschlag auf das verbundweite Ticket zahlen Auszubildende 20 Euro im Monat. Damit kostet das landesweite AzubiTicket im VRR-Raum monatlich 81,10 Euro.

Tarifvereinfachungen und attraktive Freizeitprodukte. Anfang des Jahres 2018 wurde neben dem HappyHourTicket zur weiteren Stärkung im Freizeitsegment das 24/48-Stunden-Ticket eingeführt. Damit reagierte der VRR auf die sich verändernden Bedürfnisse der Kunden und die zunehmende touristische Bedeutung der Region Rhein-Ruhr. Denn seit Anfang des Jahres ist das TagesTicket nach der Entwertung 24 beziehungsweise 48 Stunden gültig. Insbesondere die 24-Stunden-Variante erfreut sich großer Beliebtheit.

Die Tarifentwicklung. Die Entwicklung der letzten Jahre zeigt uns, dass bei unseren Kunden in einigen Marktsegmenten die Preisgrenze erreicht ist. Um aber auch in Zukunft einen attraktiven Nahverkehr zu haben, benötigen die Verkehrsunternehmen neben der Nutzerfinanzierung weitere Finanzmittel – der Fahrgast kann die Aufwandssteigerungen jedenfalls nicht mehr in dem Umfang kompensieren“, sagt Castrillo. „Wir richten den Blick auf eine nachhaltige Verkehrswende –  es geht um den Ausbau des Leistungsangebotes. Unsere Partner Kommunen, Land und Bund müssen gemeinsam die Finanzierung des ÖPNV nachhaltig ausbauen.“

2018 merklich schlechtere Qualität auf der Schiene. In seinem aktuellen SPNV-Qualitätsbericht 2018 gibt der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) bereits zum 13. Mal einen Überblick über die Leistungsfähigkeit des Schienenpersonennahverkehrs (SPNV) in der Region. Die Ergebnisse variieren je nach Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU). Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Qualität im Jahr 2018 insgesamt merklich verschlechtert. Mit einer durchschnittlichen Verspätung von einer Minute und 51 Sekunden waren die Regionalexpresse, Regionalbahnen und S-Bahnen im VRR insgesamt unpünktlicher unterwegs als im Vorjahr (eine Minute und 43 Sekunden). Besonders dramatisch ist die Situation bei der sogenannten Zugbildung: Die Anzahl an nicht wie bestellt verkehrenden Zügen ist 2018 vor allem bei den RE- und S-Bahn-Linien enorm gestiegen. Nur bei den Regionalbahnen hat sich die Situation verbessert.

Unterschriftenaktion und Geld aus eigener Tasche

BV unterstützt Wunsch von Anliegern nach Spiegel“, berichtete waterboelles.de am 12. Dezember 2018. In einer Sitzung der Bezirksvertretung (BV) Alt-Remscheid hatte Jürgen Beckmann, Leiter des Ordnungsamtes der Stadt Remscheid, berichtet, dass dem Gremium der „Verkehrsbesprechung“ von Ordnungsbehörde, Verkehrsabteilung und Polizei, jeden Monat fünf bis sechs Anträge auf Installation eines Verkehrsspiegels vorgelegt würden. Aktuelles Beispiel: Der Antrag der Hofgemeinschaft Unterhölterfelder Straße 40 bis 40k auf dem Hasten. Der war in der Verkehrsbesprechung zwei Monate hintereinander ein Thema –und wurde beide Male abgelehnt. Wie Beckmann mitteilte. Dafür hätten die Verkehrsexperten keine Notwendigkeit gesehen, zumal sich der Ziel- und Quellverkehr in bzw. aus Richtung Holz in Grenzen halte. Der beantragte Verkehrsspiegel sei „zwar möglich, aber nicht nötig“.

Die Politik sah das zwar anders, kann sich über die Entscheidung der Behörden aber nicht hinwegsetzen. „Alles, was mehr Sicherheit bringt, sollten wir unterstützen“, meinte in der Dezember-Sitzung Bezirksbürgermeister Otto Mähler, und Beatrice Schlieper (Grüne), Alexander Ernst (W.i.R.) und Rosemarie Stippekohl (CDU) gaben ihm Recht. Jürgen Beckmann hielt entgegen, der fließende Verkehr sei an der für den Spiegel vorgesehenen Stelle nicht schlechter als anderswo.

Wie viele Fahrzeuge diese Stelle passiere, will die Verkehrsbehörde in diesem Jahr ermitteln lassen. Doch die Anwohner Hans Liebig und Bertold Fahl wollen das Ergebnis dieser Verkehrszählung nicht abwarten, sondern eine Unterschriftenaktion starten, weil sie die umliegenden öffentlichen Einrichtungen allein für triftige Argumente halten, die für einen Verkehrsspiegel an der Straßenlaterne gegenüber der Einfahrt zu den Wohnhäusern sprechen. Den Spiegel selbst zu bezahlen, wären sie gerne bereit. Fehlt nur noch die Zustimmung der „Verkehrsbesprechung“.

Die Frauen im Prozess gegen Selma Hahn

Am 9.5.1934 fand vor dem 1. Senat des Oberlandesgerichts in Hamm der Prozess „Selma Hahn“ statt. Er beschäftigte sich mit den Aktivitäten der Gruppe um Selma Hahn für die „Rote Hilfe“, einer Unterstützungsorganisation für politisch Verfolgte in der Nazizeit und deren Familien. Von den insgesamt 26 Angehörigen des Prozesses waren nur elf aus Remscheid. Angeklagt waren neun Frauen, drei Frauen aus Remscheid. Drei Angeklagte sind freigesprochen worden. Die übrigen 23 Angeklagten wurden insgesamt zu einer Gefängnisstrafe von 26 Jahren und vier Monaten verurteilt.

Selma Hahn, die Die Hauptangeklagte, wurde am 14.6.1906 in Remscheid geboren. Sie erlernte den Beruf einer Kontoristin und trat schon früh in die KPD ein, wurde dort Funktionärin und war bei den Kommunalwahlen am 12.3.1933 in den Remscheider Stadtrat gewählt worden. Da die Nazis aber bereits die KPD verboten hatten, konnte sie dieses Mandat nicht ausüben.

Selma Hahn war gleich nach der Machtübernahme der Nazis als Kassiererin der „Roten Hilfe“ des Bezirks Niederrhein tätig, organisierte die Verteilung von Informationsmaterial über Verhaftete und die Unterstützung der vorwiegend mittellosen Familienangehörigen. Am 11.9.1933 erfolgte ihre Verhaftung. In dem Prozess am 9.5.1934 in Hamm erhielt sie eine Gefängnisstrafe von einem Jahr und sieben Monaten. Sie war vom 11.9.1933 bis 9.4.1935 inhaftiert in den Gefängnissen Remscheid, Wuppertal, Düsseldorf, Hamm und Anrath. Durch diese Haft erlitt sie schwere gesundheitliche Schäden, deren volle Anerkennung ihr durch die Wiedergutmachungsbehörde des Landes Nordrhein-Westfalen verwehrt wurde.

Selma Hahn hat sich nach dem 2. Weltkrieg in der KPD und der VVN - Bund der Antifaschisten engagiert. Viele Jahre war sie Kreisvorsitzende der letztgenannten Organisation in Remscheid. Nachfolgend ein von Selma Hahn verfasster Bericht über ein Erlebnis als Kassiererin der „Roten Hilfe“:

Wie viele Nächte wusste man nicht wohin...!

Es war im Frühjahr 1933, in den ersten Apriltagen, als ich als Kassiererin des Bezirks Niederrhein der „Roten Hilfe“ abends in Hagen in Westfalen meine letzte Kassierung getätigt hatte und nun mit der Kassiererin dieser Stadt beratschlagte, wo ich die Nacht unterkommen konnte, da ich den nächsten Tag nach Lüdenscheid weiter musste. Dies war neben manchen anderen schwierigen Problemen ein besonders heikles, denn überall waren Späheraugen, Denunzianten und unverantwortliche Menschen, die durch unbedachte Redensarten die illegal gegen das verruchte System arbeiten-den Genossen und Freunde in Haft und Tod brachten.

Gegen Mitternacht endlich fand ich Unterkunft bei einem Ehepaar, das zwei kleine Kinder hatte. Der Mann war, wie viele andere, arbeitslos und die Lebensverhältnisse waren äußerst schwer, auch bei ihnen. Froh, wenigstens für die Nacht untergekommen zu sein, schlief ich bei den Kindern in einem Bett gemeinsam, halb entkleidet und ohne Schlaf zu finden. Mit offenen Augen starrte ich in das Dunkel der Nacht und grübelte darüber nach, wie ich die morgigen Verhältnisse vorfinden würde. Am nächsten Morgen, der für mich eine Erlösung von fruchtloser Grübelei war, standen wir frühzeitig auf und tranken gemeinsam Kaffee, aßen einige Brötchen, die ich besorgt hatte, und wollten gerade die kärgliche Mahlzeit beenden, als es an die Tür klopfte. Herein traten zwei Männer, die sich als Kriminalbeamte auswiesen und die Wohnung zu durchsuchen begannen.

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Krankenpflegeschule stellt sich neu auf

Pressemitteilung der Evangelischen Stiftung Tannenhof

Rita Bugenhagen, seit Oktober die neue Schulleitung am Diakonischen Bildungszentrum (DBZ) Bergisch Land, stellte sich am Montag in der Krankenpflegschule der Öffentlichkeit vor. Dort erklärte sie gemeinsam mit Vertretern der Trägerkrankenhäuser, vor welchen Herausforderungen sie und ihre Dozenten-Kollegen derzeit stehen. Denn die Politik hat beschlossen, dass die Ausbildungen in der Pflege ab 2020 neu geregelt werden. Konkret heißt das, „dass aus drei Pflegeberufen – nämlich Alten-, Kinder- und Erwachsenenpfleger – ein Beruf gemacht wird: Die Auszubildenden erlernen in ihrer dreijährigen Ausbildung alle drei Bereiche und können sich danach auf ein Gebiet spezialisieren“, fasst Bugenhagen die Änderungen zusammen.

Der neue Beruf heißt dann Pflegefachfrau -bzw. fachmann. Ein Vorteil: Deutschland stellt sich in diesem Bereich nun auch international auf, denn eine solche generalistische Ausbildung gibt es in anderen europäischen Ländern seit jeher. „Nur in Deutschland konnte man sich für einen der drei Pflegebereiche entscheiden – alle anderen Länder kennen die Unterscheidung gar nicht“, ergänzt Dietmar Volk, Geschäftsführer des DBZ. So haben es Pflegekräfte nun leichter, im Ausland Arbeit zu finden, da ihre Ausbildung nun international anerkannt ist. „Definitiv ein Anreiz für junge Menschen“, weiß Bugenhagen.

Auch wenn der Lehrplan noch nicht bekannt ist – der Rahmenlehrplan wird von der Bundesregierung voraussichtlich im Juli bekannt gegeben -, so stellt sich das DBZ jetzt bereits neu auf: „Wir haben fünf neue Dozenten eingestellt, darunter einen Psychologen und eine Altenpflegerin. Zudem haben wir eine Kindersimulationspuppe angeschafft sowie Simulationsanzüge mit deren Hilfe die Schüler erleben können, welche Schwierigkeiten ältere Menschen beim Bewegen oder Sehen haben“, erläutert Bugenhagen mit Blick auf die neuen Anforderungen. „Generell können wir aber sagen, dass wir im DBZ ohnehin bereits breit aufgestellt sind. Schließlich haben wir mit dem Agaplesion Bethesda Krankenhaus Wuppertal und der Evangelischen Stiftung Tannenhof als Trägerkrankenhäuser sowohl ein somatisches als auch ein psychiatrisches Krankenhaus, in denen die Schüler den praktischen Teil der Ausbildung absolvieren.“

Bewohnerparken an der Metzerstraße in Aussicht

Seit vielen Jahren haben Anwohner der Metzer Straße und der Umgebung ein Bewohnerparken gefordert, da der knapp bemessene Parkraum von Schülern und Lehrern der angrenzenden Schulen in Anspruch genommen werde. Jetzt hatte die Verwaltung ein Einsehen und teilte in der jüngsten Sitzung der Bezirksvertretung Süd mit, der Wunsch sei nachvollziehbar, „da sich das Problem im Laufe der Zeit weiter verschärft“ habe. Daher wurde vorgeschlagen, für die Metzer Straße eine Bewohnerparkregelung einzurichten. Und: „Sofern sich später Verlagerungseffekte in die angrenzenden Bereiche ergeben sollten, kann die Bewohnerparkzone später erweitert werden.“

Das beschilderte Bewohnerparken soll auf der Metzer Straße, der Spichernstraße, im östlichen Teil der Sedanstraße (ab Haus-Nr. 61, bzw. 64) und im östlichen Teil der Wörthstraße (ab Haus-Nr. 19) eingerichtet werden für die Zeit von 8 bis 18 Uhr (montags bis freitags) bzw. 8 bis 14 Uhr (samstags) mittels Parkscheiben und einer Höchstparkdauer von zwei Stunden. Auf der Metzer Straße soll es im Übrigen – im Rahmen der präventiven Schulwegsicherung –so genannte. „Eltern-Kind-Haltestellen“ geben. Bei zustimmendem Beschluss der Bezirksvertretung  will die Straßenverkehrsbehörde Kontakt zur Schulleitung aufnehmen, um die Einrichtung der „Eltern-Kind-Haltestelle“ zu begleiten. Die BV will in ihrer morgigen Sitzung über den Vorschlag der Verwaltung entscheiden. Die Sitzung beginnt um 17.30 Uhr in der Heinrich-Neumann-Schule an der Engelbertstraße.

Auf Hans-Jürgen Behrendt folgt Oliver Gabrian

Pressemitteilung der GEWAG Remscheid

Der Aufsichtsrat hat in einer Sondersitzung am 22. Februar die Weichen für einen Wechsel im Vorstand der GEWAG Wohnungsaktiengesellschaft Remscheid gestellt. Zum 1. Oktober 2019 wird der langjährige Vorstand Hans-Jürgen Behrendt in den Ruhestand gehen. Bereits zum 1. Juli 2019 wird Herr Oliver Gabrian Führungsaufgaben in der Gesellschaft übernehmen. Mit dem künftigen Vorstand gewinnt die Gesellschaft eine Persönlichkeit, die durch langjährige Führungserfahrung in unterschiedlichen Funktionen in der Wohnungswirtschaft, zuletzt als Geschäftsführer der LEG Wohnen NRW GmbH, Düsseldorf, besonders geeignet ist, mit fachlicher Expertise das Unternehmen auch weiterhin langfristig erfolgreich aufzustellen.

Herr Gabrian kennt den Remscheider Wohnungsmarkt durch seine früheren Tätigkeiten und ist erfreut, sich in seiner neuen Funktion den wohnungswirtschaftlichen Herausforderungen im Bergischen Land stellen zu dürfen. (Lothar Sill, Aufsichtsratsvorsitzender)

Der Remscheider Jonas Dassler spielt den Fritz Honka

Jonas Dassler auf der Berlinale 2019. Bild: Martin Kraft (photo.martinkraft.com), Lizenz: CC BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons.Jonas Dassler als Fritz Honka.Hamburg-St. Pauli in den 1970er Jahren. Die Kiezkaschemme „Zum Goldenen Handschuh“ ist die Stammkneipe des Hilfsarbeiters Fritz Honka, ein Mann mit dicker Hornbrille, gedrungen, das Gesicht verhauen, abstoßend. Dort schleppt er ältere Frauen ab, einsame Trinkerinnen, um sie in seiner Dachgeschosswohnung bestialisch zu ermorden und die Leichenteile auf dem Dachboden zu verstecken. Dort werden sie später bei einem Brand von der Feuerwehr entdeckt, und Honka landet vor Gericht. Das ist die Geschichte des Romans „Zum Goldenen Handschuh“ von Heinz Strunk. Es ist eine wahre Geschichte: Zwischen 1970 und 1975 ermordete Fritz Honka in seiner Wohnung in Hamburg-Ottensen vier Frauen. Der Hamburger Regisseur hat daraus einen kompromisslosen Film gemacht. Es konnte nur ein Horrorfilm werden. Er ist vergangene Woche in den Kinos angelaufen. Und die Hauptrolle des Fritz Honka spielt ein smarter, gutaussehender Schauspieler: Jonas Dassler aus Remscheid, Typ „jugendlicher Liebhaber“ oder „Schwiegersohn“, Ensemble-Mitglied des Berliner Maxim-Gorki-Theaters seit der Spielzeit 2017/18. „Ein 1996 in Remscheid geborenes wohlversorgtes Einzelkind, das sich in den vergangenen Wochen ein wenig vor dem Moment gefürchtet hat, da seine Eltern ihn in der Rolle des Honka sehen würden“, wie die ZEIT schreibt.

In den vergangenen Tagen haben zahlreiche Zeitungen über Jonas Dassler und seine neue Filmrolle geschrieben. Stünde sein Name nicht auf den Filmplakaten, hätten ihn in der Maske des Fritz Honka selbst enge Schulkameraden nicht erkannt. Die ZEIT: „Es dauerte jeden Tag drei Stunden, bis sein Gesicht drehfertig entstellt war. (...) Honka hat eine schiefgebrochene Nase, die aussieht, als sei ihr am Morgen jedes Drehtags ein neuer Schlag versetzt worden; er spricht stoßartig durch verfaulte Zähne hindurch; seine quellenden Augen stieren in verschiedene Richtungen (weshalb Dassler im rechten Auge eine mit einer Glotzpupille bemalte Kontaktlinse trägt, die wie das Bull's Eye einer Darts-Scheibe die Blicke der Zuschauer auf sich zieht).“

Zur Schauspielerei kam Jonas Dassler schon während seiner Schulzeit in Remscheid: Am Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium nahm er seit der achten Klasse an der Theater-AG teil. Die wurde damals von Beate Rüter geleitet. Der Andri in Andorra" von Max Frisch war an der EMA seine erste Rolle. Nach dem Abitur 2014 ging er nach Berlin an die Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“. Im gleichen Jahr erhielt er seine erste Filmrolle in Henri Steinmetz' Uns geht es gut. Es folgte die erste Hauptrolle in Julia Langhofs LOMO – The Language of Many Others (2017) sowie Rollen in Lars Kraumes Das schweigende Klassenzimmer (2018) und Florian Henckel von Donnersmarcks Werk ohne Autor (2018). Für LOMO und Das schweigende Klassenzimmer wurde er als bester Nachwuchsschauspieler mit dem Bayerischen Filmpreis ausgezeichnet.

Das war im Januar vergangenen Jahres.  Da konnte sich der damals 21-Jährige über ein Preisgeld von 5.000 Euro freuen. Und über ein Wiedersehen mit seiner Schauspiellehrerin Beate Rüter aus der EMA. Sie war eigens nach München zur Preisverleihung im Prinzregenten-Theater gekommen: „Vor dreieinhalb Jahren hat er am EMA sein Abi gemacht. Wenn ich mir vorstelle, wo er jetzt ist, ist das unglaublich", zitierten sie damals RGA und Bergische Morgenpost. Der Musterschüler sei ihr damals sofort aufgefallen: „Er hatte Ausstrahlung, Mut, Kreativität, Risikobereitschaft und diese Unbedingtheit in seinem Tun!" Diese Unbedingtheit beweist Jonas Dassler auch in der schrecklich gut gespielten Rolle des Massenmörders Fritz Honka.

Stadt schlägt Gedenktafel für NS-Opfer in Lennep vor

„Welche schriftlichen und sonstigen Quellen liegen zur Geschichte des Lenneper Kreishauses (zum Beispiel im Stadtarchiv) in der Zeit der NS-Diktatur vor?“, wollte die CDU-Fraktion der Bezirksvertretung Lennep wissen und bekam in der Sitzung am vergangenen Mittwoch von der Verwaltung eine Antwort (auf Grundlage einer Ausarbeitung des Historischen Zentrums). Demnach findet sich in den städtischen Akten kein „amtlicher“ Hinweis auf die Nutzung des ehemaligen Kreishauses durch SA und SS. Doch dem Lenneper Adressbuch von 1935 zufolge sei im damaligen Hermann-Göring-Haus die NSDAP-Ortsgruppe Lennep sowie die Nationalsozialistische Betriebszellenorganisation (NSBO) und die Nationalsozialistische Handwerks-/Handels- und Gewerbeorganisation (NS-Hago) untergebracht  gewesen. Ein Hinweis auf SA oder SS findet sich aber auch dort nicht. Auch in den Verwaltungsberichten der Stadt Remscheid von 1933 bzw. 1934 werde das Gebäude Kölner Str. 82 (bzw. seinerzeit Hermann-Göring-Str. 82) mit keinem Wort erwähnt. „Die Untere Denkmalbehörde besitzt ebenfalls keine sich aus der Bauakte ergebenden Informationen über die Nutzung des 1888 erbauten Kreishauses in den Jahren 1933-1934“, so die Verwaltung mi ihrer Mitteilungsvorlage für die BV Lennep. Erst  im folgenden Teil ihrer Stellungnahme nennt die Stadt in ihrer Mitteilungsvorlage Funkstellen zu den Aktivitäten von SS und SA in Lennep.

Wer suchen will, kann fündig werden

„Einzig die Wiedergutmachungsakten geben Auskunft über Misshandlungen im ehemaligen Kreishaus. Die Namen der Misshandelten sind durch die Recherchen von Armin Breidenbach bekannt. Ob es weitere Zeugenaussagen dieser Art gibt, kann nur durch systematische Durchsicht der 1.197 Wiedergutmachungsakten hier im Archiv festgestellt werden. Diese aufwendige Recherche kann durch das Archivpersonal leider auf absehbare Zeit nicht geleistet werden, wäre jedoch eine lohnende Aufgabe für eine/n Historiker/in“, so die Stadt weiter. Die Wiedergutmachungsakten seien als Quelle geeignet, Zeugnis von den Folterungen abzulegen und Hinweise auf die Täter zu geben, die im Übrigen teilweise wegen dieser Taten 1949 vor Gericht gestanden hätten. „Hier könnte man für weitere Informationen eine Anfrage ans Landesarchiv NRW Abtl. Rheinland richten; möglicherweise sind die Akten dort im Bestand. Um mehr über die Täter zu erfahren, könnte man auch eine Anfrage ans Bundesarchiv (Akten des ehem. Berlin Document Center) richten, allerdings kann es mehrere Monate dauern, bis eine Antwort erfolgt.“ Da es im Remscheider Stadtarchiv keine amtlichen Belege für die Nutzung des Hauses durch SA und SS gebe, könnten als Quelle darüber hinaus nur noch Zeitungsartikel herangezogen werden. Sowohl das Lenneper Kreisblatt als auch der Remscheider Generalanzeiger habe damals von der Übergabe des seit der Eingemeindung von Lennep nach Remscheid leer stehenden Gebäudes Hermann-Göring-Straße 82 an die NSDAP berichtet. In einem Artikel des Lenneper Kreisblattes vom 12. April 1933 werde die Aufteilung der übernommenen Räume geschildert. Demnach waren „gleich rechts vom Eingang der Kampfbund für den gewerblichen Mittelstand […], die Räume für die Betriebszellen-Organisation, für den Motor-Sturm, ferner für die SS und die Kriegsopferversorgung; links vom Eingang [befand] sich die Wachtstube der SA, der Raum für den SA-Führer und der Unterkunftsraum für die SA selbst. Im ehemaligen Beratungszimmer des Kreisausschusses“ war der Sturmbann untergebracht. (Später war ausweislich des Adressbuchs von 1935 im selben Gebäude auch die NS-Volkswohlfahrt und die NS-Frauenschaft untergebracht.) Die Misshandlungen haben sich daher anscheinend in der unteren Etage, linke Seite abgespielt.

Aus einem Artikel des Lenneper Kreisblattes vom 24. April 1933 kann man ersehen, dass das Kreishaus als „Hermann-Göring-Heim“ am 22. April 1933 eingeweiht wurde. Noch im selben Monat fanden die ersten als „Verhöre“ bezeichneten Folterungen statt (siehe Wiedergutmachungsakte). Wann diese ihr Ende fanden, ist der Stadt Remscheid nicht bekannt. Zu Folterungen sei es – ausweislich einer Wiedergutmachungsakte – auch noch im November 1933 gekommen. „Was sich 1933 und 1934 in dem Gebäude abgespielt hat, wurde der Öffentlichkeit (abgesehen von Augen- oder Ohrenzeugen) erst bekannt, als die Zeitungen im Juli 1949 von den Verfahren gegen die Täter berichteten. So berichtete das „Rhein-Echo“ in seiner Ausgabe vom 21. Juli 1949 über ein Verfahren vor dem Wuppertaler Schwurgericht, in dem der SS-Unterscharführer Heinz Berg und Heinrich Schnettker (SS) wegen schwerer Misshandlung der KPD-Funktionäre Leukert, Köster und Hahnenfurth im Hermann-Göring-Haus. Sie seien zu 14 Monaten Gefängnis verurteilt worden.

Des Weiteren verweist die Verwaltung auf eine Dissertation von  David Thompson, wonach sich „Anwohner der Straßen rund um den regionalen Hauptsitz der NSDAP in Lennep, das Hermann-Göring-Haus, vor der Polizeistation versammelten, um sich über die Behandlung von Verdächtigen durch die SA zu beschweren. Diese Anwohner waren alarmiert worden durch die Schreie gefolterter Gefangener über einen Zeitraum von mehreren Tagen nach einer Razzia gegen Verdächtige. Von dem misshandelten Verdächtigen wurden nach seiner Entlassung Fotos gemacht und schließlich als Beweise vorgelegt bei einer Gerichtsverhandlung gegen drei örtliche SA Männer nach dem Krieg. Es ist nicht bekannt, ob die Polizei Schritte unternahm, solche Praktiken in Lennep zu drosseln, und es gab Gerüchte, dass einige der Anwohner selbst mit Gefängnis bedroht wurden, wenn sie die Angelegenheit weiter verfolgten.“ Verwiesen wird weiter auch einen Bericht Armin Breidenbach vom 18.11.2000 im RGA über das Kreishaus als Folterstätte der SA und den Beitrag „Es erblüht eine weiße Rose…“ von Ilse Faeskorn über die Widerstandsgruppe um Hans Salz, in dem sie Bezug nimmt auf die „Verhöre“ im Kreishaus.

Die Verwaltung abschließend: „Zusammenfassend kann gesagt werden, dass es im Stadtarchiv Remscheid keine amtlichen Quellen gibt, die die im ehemaligen Lenneper Kreishaus erfolgten Misshandlungen durch SA und SS belegen, abgesehen von den Aussagen der Betroffenen, die sich in den Wiedergutmachungsakten finden. Diese allerdings sind sehr präzise in ihrem Inhalt, auch was die Angaben bezüglich der Täter betrifft (die daraufhin auch teilweise verurteilt wurden). Insofern können die Opfer, derer erinnert werden sollte, durchaus namhaft gemacht werden. Zeitgenössische Zeitungsartikel belegen zudem, dass und in welchem Umfang das Haus tatsächlich durch die Lenneper SA genutzt wurde. Eine Form der Erinnerung könnte die Anbringung einer Gedenktafel sein, wie sie beispielsweise an der ehem. Polizeikaserne Uhlandstraße (Foto rechts) angebracht wurde. Sofern möglich, sollte auf das Schicksal der namentlich bekannten Opfer hingewiesen werden, bspw. durch Kurzbiographien und Fotodokumente.“

Größere Ansprüche bei sinkender Hemmschwelle

Die Zahl übler Beschimpfungen von städtischen Mitarbeitern in „sozialen“ Netzwerken wie Facebook steigt. Das stellte im Haupt- und Finanzausschuss am vergangenen Donnerstag Tabitha Henn für das Bürgerbüro im Ämterhaus fest. „Unter der Gürtellinie und nicht akzeptabel!“, ergänzte Stadtdirektor Sven Wiertz.  Auch Mitarbeiter der Technischen Betriebe Remscheid (TBR) und der Feuerwehr erlebten im Umgangston ihrer Kundinnen und Kunden zunehmend mangelnden Respekt. Woran das liege, wollten die Politiker wissen. „An wachsender Anspruchshaltung bei sinkender Hemmschwelle“, vermutete Tabitha Henn. Im direkten Kontakt mit Kund/innen sei das für manche Mitarbeiter/innen der Verwaltung eine nervliche Belastung.

Hinzu komme noch die wachsenden Arbeitsanforderungen, beispielsweise bei der Bearbeitung neuer Ausweise: Denn ab diesem Jahr hätten Kinderausweise nur noch eine Laufzeit von einem Jahre (statt bisher sechs Jahren), und im kommenden Jahr sei mit einer Zunahme von Anträgen aus neue Personalausweise zu rechnen. Für „Spitzenzeiten“ will die Verwaltung deshalb im Ämterhaus einen Pool von Kräften aus anderen Abteilungen bilden. Die interne Ausschreibung hierfür soll im März anlaufen. Schon jetzt, also ohne diesen Mitarbeiter-Pool, hätten sich die Wartezeiten für die Kundschaft verkürzen lassen durch eine exaktere Urlaubsplanung. Aber eine weitere Verkürzung sei ohne zusätzliches Personal nicht möglich, betonte Tabitha Henn.

Vorwort zu „Zeitzeuginnen des 20. Jahrhunderts“

Mit dieser Broschüre hat die Stadt Remscheid den vielen Remscheider Frauen, die wegen ihrer politischen Überzeugung, menschlichen Verantwortung oder aus ganz persönlichen Gründen während der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt und inhaftiert wurden, ein Denkmal gesetzt. Die teilweise umfangreich geschilderten Lebensschicksale waren ganz unterschiedlich und haben mich sehr berührt. Ich lernte die politisch engagierten Frauen als starke, selbständig denkende und handelnde Persönlichkeiten kennen, die teilweise ihre männlichen Partner an Aktivität und Kreativität übertrafen. Viele hatten auch vor der Nazizeit wichtige politische Funktionen bekleidet. Nur wenige Frauen standen im Schatten ihrer männlichen Partner oder sonstigen Familienangehörigen. Ihren Beitrag zur Menschlichkeit in einer unmenschlichen Welt ans Licht treten zu lassen und sie nicht zu vergessen, ist die Absicht dieser Broschüre.
Die 2. Auflage dieser Broschüre aus dem Jahr 2007 hält die Erinnerung wach an die vielen Frauen und Männer, die in der Zeit des Nationalsozialismus litten und ermordet wurden.

(Christel Steylaers, Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte)

Remscheid hatte einmal eine starke Arbeiterbewegung, die vor dem 1. Weltkrieg sozialdemokratisch und in der Weimarer Republik kommunistisch geprägt war. Entsprechend kam auch der Widerstand in der Hauptsache aus den vielfältigen Organisationen der Arbeiterbewegung.

Die Remscheider Frauen hatten am Widerstand gegen den Faschismus einen beachtlichen Anteil. Aus unvollständigen Unterlagen der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten in Remscheid – geht hervor, dass sich unter 374 Bürgerinnen und Bürgern, die hauptsächlich wegen politischer Betätigung inhaftiert waren, immerhin 52 Frauen befanden. Unter ihnen alte Mütter wie die Kommunistin Maria Katzenberger, die durch den Faschismus alle drei Söhne verlor, weil sie wie ihre Mutter im Widerstand waren; unter ihnen die alte Frau Alders, die mit Tochter und Sohn verhaftet wurde, weil sie einem Illegalen Zuflucht in ihrer Wohnung in der Freiheitstrasse gewährt hatte, unter ihnen Elisabeth Henkel, die durch den Faschismus ihren Mann und zwei Söhne verlor, unter ihnen aber auch junge Mütter mit kleinen Kindern wie Milli Hilbert, Hanni Schäfer, Liesbeth Stillger und Elfriede Eisenberg.

Schon gleich nach der Machtübernahme waren Funktionärinnen und Funktionäre der Arbeiterbewegung, Stadtverordnete weiblichen und männlichen Geschlechts durch die Gestapo in sogenannte Schutzhaft genommen worden. Nach der VVN vorliegenden Unterlagen sind folgende weibliche kommunistische Stadtverordnete aus Remscheid in der Nazizeit inhaftiert worden: Selma Hahn, Elisabeth Henkel, Milli Hilbert, Gertrud Tillmanns und Trude Wybierala.

Maria Katzenberger war Kandidatin der KPD für die Stadtverordnetenwahlen in Remscheid im März 1933, ebenso Maria Redlich.

Es mussten mindestens vier Frauen aus Remscheid in der Nazizeit emigrieren:  Margarete Salz geb. Müller; Elfriede Bohlen, geschiedene Gilden, geb. Winsen; Hildegard Koll, geb. Arndt, Ehefrau von Otto Koll; Else Wolf geb. Dreibholz, Ehefrau des Schriftstellers und Arztes Friedrich Wolf.

Mindestens drei Remscheider Frauen wurde in der Nazizeit die Staatsbürgerschaft aberkannt: Hildegard Koll, geb. Arndt geb. am 15.5.1908 in Remscheid, Ehefrau von Otto Koll; Hildegard Koll, geb. am 23.2.1912 in Wermelskirchen, in den 30er Jahren in Remscheid wohnhaft; Else Wolf geb. Dreibholz.

Warum haben alle diese Remscheider Antifaschistinnen solch eine Bürde auf sich genommen? Wie verliefen ihr Lebensweg und ihr politischer Werdegang? Wo hatten sie ihre Wurzeln? Diesen Fragen sind wir nachgegangen und haben einige Biografien von Remscheider Antifaschistinnen für dieses Büchlein zusammengestellt.

Von drei Frauen lagen selbstverfasste Lebensberichte vor, von einigen Tonbandprotokolle. Wenn von anderen Frauen nur Wiedergutmachungsakten oder Akten des Hauptstaatsarchivs in Düsseldorf vorhanden waren und die Biografien kürzer ausfallen, heißt das nicht, dass diese Frauen weniger gekämpft oder weniger gelitten haben. Dieses Buch soll Auskunft geben über die Kämpfe und die Leiden dieser Frauen, ihren Mut und ihre Standhaftigkeit. (Die Schicksale jüdischer Frauen sind in dieser Arbeit nicht erwähnt, da sie in dem Buch „Geschichte der Remscheider Juden“ von Jochen Bilstein und Frieder Backhaus gewürdigt wurden.)

Die Wasseramsel singt am Eschbach

Wasseramsel am Eschbach. Foto: Hans Georg Müller.Schon ca. 20 Jahre ist es her, dass der Remscheider NABU ( Naturschutzbund Deutschland) Brutkästen für die Wasseramsel unter die Stege und Brücken der Bäche um Remscheid aufhängte. Mit nachhaltigem Erfolg, wie sich längst gezeigt hat: Der Bestand Wasseramsel sieht gut aus. Schon ab Januar sind die Balztätigkeit und der typische Gesang der Vögel in vollem Gang. Schnalzend, trillernd, dabei spatzenähnlich klingend, trägt die Wasseramsel ihr Lied vor, das dem Rauschen des Baches Paroli bietet. Nach diesem „Vortrag“ tippelt sie, immerfort knicksend, ähnlich dem Zaunkönig, am Bachufer auf und ab, ehe sie im Wasser wieder nach Nahrung taucht. Mit der Amsel oder Schwarzdrossel ist die Wasseramsel nicht verwandt, wohl aber mit dem kleinen Zaunkönig.