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Auto-Versuch kann klares Konzept nicht ersetzen

von Ursula Wilms

Zu Dritte Debatte zu Autos auf der Allee am 28. März. Es wäre interessant zu erfahren, wer von den seinerzeit angeschriebenen Einzelhändlern auf der unteren Alleestraße, die auch geantwortet haben, noch ein Geschäft dort betreibt. Möglicherweise reden wir sonst nicht nur von einer veralteten, nicht repräsentativen Studie, sondern nur noch von Phantomdaten. Auf der Basis von solchen Daten einen zweijährigen "Versuch" anzusetzen, der wiederum eigene Auswirkungen haben kann und wird, ist unwissenschaftlich und verhindert ein durchdachtes Konzept für die Alleestraße.

Doch nicht nur die Tatsache, dass es noch kein durchdachtes Konzept gibt, sollte diesen Versuch jetzt unangemessen erscheinen lassen, auch die diversen angedachten Möglichkeiten müssten zunächst einmal auf ihre Realisierung hin abgeklopft werden.

Soll an der unteren Alleestraße nun Wohnbebauung stattfinden, soll es dort Cafés, Bibliothek und Treffpunkte geben, oder dürfen wir den Versprechungen der DOC-Befürworter Glauben schenken, die doch immer wieder eine Belebung auch der Innenstadt von Remscheid durch das DOC angekündigt haben?

Sollte nicht auch das Kino an die Innenstadt angebunden werden, und der Bahnhof? Eine direkte Verbindung in Form eines kleinen Pendelbusses vom Bahnhof zur unteren und oberen Alleestraße könnte dies möglich machen.

So viele Möglichkeiten sind offen, und nun soll ein Versuch auf der Basis von wackeligen, veralteten Daten stattfinden, der eigene Auswirkungen haben wird und die Macht des Faktischen auf den Plan ruft? Darüber hinaus setzt dieser Versuch auf den Individualverkehr, der kein zukunftsträchtiges Modell mehr darstellt.

Ein Konzept anstatt eines Versuchs dürfte man von der Politik doch wohl erwarten – auch in Remscheid. Insofern ist hier zunächst die Politik gefordert, dann erst die Verwaltung.

Schwerer Unfall von Radfahrer und Fußgängerin

Am gestrigen Samstag gegen 13.30 Uhr überquerte eine 67jährige Frau an der Grün zeigenden Fußgängerampel die Fahrbahn der Neuenkamper Straße in Richtung Metzer Straße. Ein 54jähriger Radfahrer, der die Neuenkamper Straße in Richtung Lennep befuhr, übersah die Fußgängerin, und es kam zum Zusammenstoß. Der genaue Unfallhergang ist Gegenstand weiterer polizeilicher Ermittlungen. Beide Unfallbeteiligte wurden zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Für den Zeitraum von etwa 30 Minuten entstand während der Unfallaufnahme ein Rückstau in Richtung Lennep. (aus dem Polizeibericht)

Wochenrückblick vom 18. bis 24. Februar 2019

 

Dritte Debatte zu Autos auf der Allee am 28. März

Kein Grund für Lobgesänge

Für alle, die in „geschichtlicher Verklärung“ heute das „Gutachten zur Auswirkung der probeweisen Öffnung der unteren  Alleestraße (Fußgängerzone) in Remscheid für den motorisierten Individualverkehr“ von Prof. Dr. Dirk Temme ( Universität Wuppertal) vom Mai 2011 hochloben, hier ein Zitat: „Eine Auswertung der Informationen über die Kassenvorgänge (Anm.: der Einzelhändler) war ...aufgrund fehlender Daten sowie der Unterschiedlichkeit der Art der Angaben nicht möglich. Die subjektiven Einschätzungen der zwölf Einzelhändler, die die Fragebögen ausgefüllt zurückgeschickt haben (Anm.: von insgesamt 20 angeschriebenen), ergeben lediglich eine Stimmungslage, die nicht repräsentativ ist!“

An einer schriftlichen Kurzbefragung der Universität nach Ende der damaligen Testphase beteiligten sich von 34  angeschriebenen Einzelhändlern nur noch neun; lediglich sieben Fragebögen konnten ausgewertet werden. Auf die Frage, ob die untere Alleestraße nach Abschluss der Probephase wieder für den privaten Fahrzeugverkehr geöffnet werden sollte oder nicht, antworteten vier Geschäfte mit Zustimmung, während drei Geschäfte eine solche Öffnung ablehnten.

Früher Nein zu Fahrrädern, jetzt freie Fahrt für Pkw?“, titelte der Waterbölles am 14. Februar. Zwei Tage zuvor war in der Bezirksvertretung Alt-Remscheid (BV) der Antrag der CDU angenommen worden, die untere Alleestraße probeweise für den Individualverkehr (Autos) zu öffnen und nach Investoren für eine Wohnbebauung zu suchen (Der RGA kommentierte das später so: Die Alleestraße solle ja künftig „weniger Einkaufsmeile und mehr Wohnstraße sein. Wer aber wohnt, der will auch wegfahren können und sein Auto in der Nähe wissen.“). Die Entscheidung für den CDU-Antrag (der im Dezember 2016 schon einmal gestellt worden war) fiel in der BV Alt-Remscheid knapp aus: Neun Stimmen Pro (von SPD, WiR und Pro Deutschland) und sieben Stimmen Contra (von SPD, Grünen und FDP) bei Enthaltung von Ilsedore Uibel (SPD). Das ließ für die Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses eine lebhafte Diskussion erwarten. Und so kam es denn auch. Ohne dass allerdings eine endgültige Entscheidung fiel. Die wurde auf die Ratssitzung am 28. März (ab 16.15 Uhr im großen Sitzungssaal des Rathauses) verschoben. Der wird dann wiederum eine öffentliche Debatte vorausgehen. In der werden die Stimmen der SPD entscheiden. Denn die hielt sich am vergangenen Donnerstag als einzige bedeckt, und Bezirksbürgermeister Otto Mähler äußerte den „festen Glauben“, dass die Verwaltung bis dahin eine Vorlage ausarbeiten werde, „de uns alle auf den richtigen Weg führt“. Er glaube im Übrigen „gar nicht, dass wir mit unseren Meinungen weit voneinander entfernt liegen“.

Als erster meldete sich am Donnerstag CDU-Sprecher Mathias Heidtmann zu Wort und signalisierte für seine Partei die Bereitschaft, über den Antrag hier und jetzt abstimmen zu können („Wir müssen ein Signal setzen!“) Wolf Lüttinger (FDP) verwunderte das: „Aber wir hatten doch vereinbart, die Antwort der Veraltung auf die Anfrage der SPD abzuwarten!?“ Hintergrund: In der Ratssitzung am 7. Februar hatte der SPD-Fraktionsvorsitzende Sven Wolf die Prüfaufträge seiner Fraktion an die Verwaltung zurückgezogen, weil diese bei anderen Fraktionen Irritationen ausgelöst hätten, um diese dann sogleich inhaltlich als Anfrage zu wiederholen. Folglich wären zur Ratssitzung am 28. März Antworten die folgenden Fragen zu erwarten:

  • ob eine Öffnung der unteren Alleestraße für den motorisierten Individualverkehr im Rahmen eines „gemeinsamen Raums“ in das laufende Projekt der Innenstadtrevitalisierung einbezogen werden und wie eine solche Umsetzung erfolgen kann
  • ob eine schnellere Umsetzung der ersten Bausteine der Revitalisierung zur Verschönerung möglich ist
  • ob der unterste Pavillon - in Absprache mit dem Eigentümer und den Nutzern - zurückgebaut werden kann
  • ob eine Einleitung zur Änderung der B-Pläne, um mehr Wohnen zu ermöglichen, erfolgen kann und
  • ob nicht kommerzielle Frequenzbringer angesiedelt werden können.

Foto: Stadt Remscheid. Diese Antworten abzuwarten, empfahl am Donnerstag auch Waltraud Bodenstedt (WiR). Und ging noch einen Schritt weiter: „Hatten wir uns nicht eigentlich auf eine Grundsatzdebatte geeinigt?“ Ein „parteipolitischer Schneeschuss“ sei jedenfalls nicht zu empfehlen. „Wir brauchen neue Funktionen für die Alleestraße und keine neuen Parkflächen für Auto!“, ergänzte David Schichel. Da hätte er sich auch Ideen von der ISG Alleestraße erwartet – eine „Spitze“ gegen CDU-Ratsmitglied Ralf Wieber, den Geschäftsführer der ISG –, deren Plädoyer für den Autoverkehr werte er „als Offenbarungseid“. Parkplätze gebe es jetzt schon im Umfeld der Fußgängerzone genug. Die Grünen jedenfalls sagten grundsätzlich Nein zum „rückwärtsgewandten  Antrag der CDU“ und könnten darüber auch gerne sofort abstimmen.

Dazu erklärte sich auch Fritz Beinersdorf (Linke) bereit. Auch sein Nein zu Autos auf der Alleestraße war eindeutig: „In ganz Deutschland und Europa wird der Verkehr aus den Innenstädten rausgehalten. Nur nicht in Remscheid. Das ist so was von Vorgestern, das glaubt man gar nicht!“ Er habe jedenfalls kein Verständnis dafür, dass die CDU das „zur Glaubensfrage erhoben“ habe. Ralf Wieber zitierte noch einmal aus dem so genannten Gutachten von 2011, aber darauf wollte niemand mehr eingehen, zumal Wolf Lüttinger und York Edelhoff bereits eine Vertagung auf die Ratssitzung im März empfohlen hatten. Dagegen sträubte sich letztlich auch Mathias Heidtmann nicht: „Wenn’s zur Klärung beiträgt...!“

Prüfung durch Gutachter bleibt abzuwarten

IGBB fordert Alternative zum Gleisdreieck“, berichtete der Waterbölles am 14. Februar. In der Diskussion um das neue Gewerbegebiet „Gleisdreieck“ hatte sich die Interessengemeinschaft Bergisch Borner Bürger e.V. (IGBB) zu Wort gemeldet mit einem Brief, der die Überschrift trug „Alternative Gewerbeflächenmöglichkeiten im Vergleich zum sog. Gleisdreieck“.  Zur Sitzung der Bezirksvertretung Lennep am vergangenen Mittwoch blieb die Stadtverwaltung die Antwort darauf nicht schuldig. In ihrer Stellungnahme heißt es:

„Die Verwaltung hält an der Entwicklung eines interkommunalen Gewerbegebietes „Gleisdreieck“ fest, da der Rat der Stadt Remscheid am 6. Dezember 2018 einen Aufstellungsbeschluss zur betreffenden 10. Flächennutzungsplanänderung gefasst hat. Die drei Städte Remscheid, Hückeswagen und Wermelskirchen werden dieses Gebiet gemeinsam entwickeln.“ Diese Fläche sei  im Kommunalen Gewerbeflächenentwicklungskonzept definiert und komme deshalb für eine Entwicklung in Frage. Die gutachtliche Prüfung von Entwicklungsoptionen und Lösungsmöglichkeiten für eventuell planungskritische Belange bleibe aber abzuwarten.

„Das gemeinsame Vorgehen von Remscheid, Wermelskirchen und Hückeswagen ist nach Auffassung der Stadt Remscheid eine große Chance, gemeinsam am Standort Bergisches Land nachhaltige Lösungen zur Beseitigung der Defizite an Betriebsflächen zu schaffen. Allein die Tatsache, dass es diese interkommunale Kooperation unter dem Einbezug von drei Stadtgebieten und nicht unmittelbar benachbart zu vorhandenen Wohngebieten gibt, ist bereits ein großer Erfolg“, schreibt die Verwaltung. Dass mit einem Gewerbestandort rechtliche Probleme zu lösen und die Naturbelange zu beachten seien, sei „eine planerische Aufgabe im Verfahren“, die sehr ernst genommen und interkommunal bearbeitet werde. „Beabsichtigt ist unter anderem, dass kurzfristig ein Artenschutzgutachten mit dem Schwerpunkt auf planungsrelevanten Arten sowie ein gemeinsames Mobilitätskonzept erstellt wird, welches unter anderem die Leistungsfähigkeit des Straßennetzes unter verschiedenen Optionen aufzeigt.“ Im Zuge der Planungen werden es Umweltberichte geben, die auch Alternativbetrachtungen enthalten sollen.

Bislang sei vorgesehen, das neue Gewerbegebiet über Anschlüsse an das bestehende Verkehrswegenetz in Hückeswagen und Wermelskirchen zu erschließen, so die Stadt weiter. Vorgesehen sei, dort keine verkehrsintensiven Betriebe anzusiedeln. Auf der Grundlage des Kommunale Gewerbeflächenentwicklungskonzepts, dass der Rat der Stadt Remscheid am 5. Juli 2018 zur Kenntnis genommen hat, habe eine alternative Vorprüfung von in Frage kommenden betrieblichen Entwicklungsflächen im Stadtgebiet stattgefunden. In diesem Konzept heißt es zum Standort Gleisdreieck auf Seite 51:

„Aufgrund der vorhandenen vorteilhaften interkommunalen Kooperation und der stadtinternen Präferenz nimmt der Standort Gleisdreieck aktuell die höchste Behandlungspriorität ein. Seit dem 3.2.1998 besteht ein öffentlich-rechtlicher Vertrag zwischen den Städten Hückeswagen und Remscheid über den Interkommunalen Gewerbepark Bergisch Born/Winterhagen, welcher auch den Standort Gleisdreieck im Remscheider Stadtgebiet enthält. Zudem hat es 2017 mit den Städten Wermelskirchen und Hückeswagen einen gemeinsamen Auftakt für eine interkommunale Gewerbeentwicklung in diesem Bereich gegeben. Es ist durchaus im Sinne des Kommunalen Gewerbeflächenentwicklungskonzepts, diese Kooperationspotenziale zu nutzen und ein interkommunales Gewerbegebiet planerisch zu verankern. Zudem ist das Gebiet das größte der Liste und insofern in dieser Hinsicht – wenn überhaupt – nur mit den anderen großen Gebieten, Blume und Borner Str. („Erdbeerfelder“) vergleichbar. Zusätzliche Betriebsgrundstücke in den Stadtgebieten Wermelskirchen und Hückeswagen vorausgesetzt, erhält ein interkommunales Gewerbegebiet Gleisdreieck eine solitäre Funktion mit einem großen Potenzial und einer hohen Ausstrahlungskraft für den Standort Bergisches Land.“

Der Faktor „Größe“ sei ein starkes Argument für das (größte Gebiet) Gleisdreieck sein kann, aber in der Gewichtung nur ein Faktor unter vielen anderen, so die Stadt. Die Bruttofläche des Gebietes beträgt aktuell in Remscheid 18,7 ha und insgesamt 35,7 ha, wobei noch nicht festgelegt sei, wieviel davon konkret für betriebliche Nutzungen in Betracht komme.

Die ersten Heimatgeschichten im Seniorenbüro

Als neues Quartalsangebot bietet das Seniorenbüro künftig die Veranstaltungsreihe “Heimatgeschichten“ an. Sie begann am vergangenen Donnerstag mit Stadtführer Lothar Vieler. Er erinnerte an „die Trümmerkinder von Remscheid“ und fragte seine zahlreichen Zuhörerinnen „Wisst Ihr noch?“ Das ergab bei Kaffee und Kuchen eine lebhafte Erinnerungsrunde. Da war den beiden Gastgebern Annette Mores und Ralf Krüger schnell klar: Mit diesem neuen Angebot lagen sie goldrichtig. Das können die Videos des Waterbölles belegen.

Hammer als Geschenk zum 4. Geburtstag

Panzer und Kapitulation

Schule, Schlitten und Stelzen

Zigaretten und Schrott

Bombenangriff auf Remscheid

Tanzschule an der Schönen Aussicht

Der Vater im Bullenkloster

Das bergische Heimatlied

Wer macht mit bei der Kindermeilenkampagne?

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Die Stadt Remscheid lädt alle Kindertageseinrichtungen und Schulen zur Teilnahme an der Kindermeilenkampagne ein. Die Kampagne wird seit 2002 jährlich durch das Klimabündnis durchgeführt. Seither haben über zwei Millionen Kinder aus 37 Ländern teilgenommen und gemeinsam 27 Millionen „Grüne Meilen“ gesammelt. Die Stadt Remscheid hat bereits an der Aktion teilgenommen und plant nun eine weitere Aktion. Dabei setzen sich Kinder bis zur 6. Klasse mit den Themen Nachhaltigkeit, Klima und Verkehr auseinander, indem sie sogenannte „Grüne Meilen“ sammeln. Eine „Grüne Meile“ steht für einen Weg, der klimafreundlich zu Fuß, mit dem Roller, dem Fahrrad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt wurde. Die Kinder erproben dabei alternative Verkehrsmittel zum Elterntaxi und entdecken ihre eigene Mobilität sowie ihre Umgebung bewusst.

Kindertagesgruppen und Schulklassen können zwischen dem 1. April und dem 30. Juni teilnehmen. Sie entscheiden selbst, wann und wie lange sie mitmachen wollen. Es wird empfohlen, mindestens sieben Tage lang „Grüne Meilen“ zu sammeln. Detaillierte Vorschläge für Lerneinheiten und Spielideen gibt es in einem Begleitheft, das von der Stadt Remscheid für alle teilnehmenden Einrichtungen kostenfrei zur Verfügung gestellt wird. Auch bei der Umsetzung einzelner Aktionen gibt es bei Bedarf Unterstützung durch die Klimaschutzmanagerin Nicole Schulte (Tel. RS 163344, E-Mail nicole.schulte@remscheid.de">nicole.schulte@remscheid.de). Am Ende des Projektes werden die Kinder ihre eigenen Ideen und Wünsche für den Klimaschutz im Remscheider Rathaus vorstellen.

Es kommt auf innovativen Ideen an

Pressemitteilung des Jobcenters Remscheid

Der Workshop “Mit Kreativität zum erfolgreichen Ausbildungsmarketing“ mit Hendrik Stengert (UXPERTEN) gehört am Donnerstag, 14. März, zur 14. Jugendkonferenz des Jobcenters Remscheid, die in Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal und der Arbeitsgemeinschaft Jugendsozialarbeit von 9 bis 16.30 Uhr im Neuen Lindenhof, Honsberger Straße 38, stattfindet. Jungen Menschen die duale Ausbildung als eine hochwertige berufliche Alternative zum Studium nahezubringen, ist den Veranstaltern – wie vielen beteiligten Akteuren – ausgesprochen wichtig. Mit der Methode des „Design Thinking“ wollen sie Menschen unterschiedlicher Fachrichtungen in einem kreativen methodischen Umfeld zusammenführen, um neue Ideen für ein erfolgreiches Ausbildungsmarketing zu entwickeln. Das „Design Thinking“ soll insbesondere interdisziplinäre Teams befähigen, reale und herausragende Innovationen erschaffen zu können. Möglichst unterschiedliche Erfahrungen, Meinungen und Perspektiven werden zusammengeführt, die die Basis für das Entwickeln von innovativen Ideen, Produkten und Dienstleistungen bietet. In der Jugendkonferenz soll diese Methode auf die Bedürfnisse junger Menschen im Übergang Schule/Beruf ausgerichtet werden.

Um die interdisziplinäre Teilnehmerstruktur zu gewährleisten, richtet sich die Veranstaltung an alle Multiplikator*innen im Übergang Schule und Beruf: Arbeitgeber/innen, Lehrer/innen, Schulsozialarbeiter/innen, Mitarbeiter/innen aus Institutionen (z. B. Arbeitsagentur, Jobcenter, Stadt Remscheid, Migrantenorganisationen, Kammern, Gewerkschaften, Arbeitgeberverband, Wirtschaftsjunioren, Politik, Jugendrat), aber auch an Auszubildende und Studierende. (Dirk Faust, Geschäftsführer Jobcenter Remscheid)

Neue Chancen für einen sozialen Arbeitsmarkt?

Pressemitteilung der SPD Remscheid

Noch nie waren so viele Menschen in unserem Land sozialversicherungspflichtig beschäftigt wie heute. Die Wirtschaft boomt, aber viele haben nichts davon: sie verdienen zu wenig, befinden sich in unsicheren oder befristeten Arbeitsverhältnissen erhalten Hartz IV-Bezüge oder sind schuldlos langzeitarbeitslos. Wir wollen über die Grundidee des sozialen Arbeitsmarktes sprechen:

  • Wie kommen Menschen wieder aus Hartz IV heraus und wie können wir es schaffen, dass sie wieder am gesellschaftlichen Leben und am Arbeitsleben teilnehmen können?
  • Wie können Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ihre Zukunft verlässlich planen?

Nach einem Eingangsreferat des SPD-Bundestagsabgeordnete Helge Lindh aus Wuppertal möchten wir im Rahmen einer Podiumsdiskussion am Mittwoch, 27. Februar, um 19 Uhr im Foyer der Stadtbücherei Remscheid, Scharffstraße 4-6, diskutieren mit Christine Krupp, Vorsitzende der Remscheider SPD; Rolf Barsties, Geschäftsführer der Arbeit Remscheid gGmbH; Volker Blum, Referent in der Bildungsarbeit der IG Metall; Dirk Faust, Leiter des Jobcenter Remscheid, und Gerhilt Dietrich,  Vorsitzende der Remscheider SPD-Frauen. Die Moderation übernimmt Dr. Stefanie Bluth, stellv. Vorsitzende der Remscheider SPD. Die Veranstaltung ist öffentlich; Interessierte sind herzlich willkommen. Eine kurze Anmeldung unter Tel. RS 4600622 oder UB.Remscheid.NRW@spd.de erleichtert die Planung.

Utopien zur Integration waren wenig hilfreich

Nach dem heiteren Auftakt mit einem Stand-Up Comedian von „RebellComedy“ (gerne mehr davon) wurde es gestern Abend im gut besetzten Vaßbendersaal am Markt ernst: Gezeigt wurde der Film „Bleibeperspektive, eine machtvolle Praxis!“. Er beschreibt anhand der Erfahrungen von drei (Neu-)Zugewanderten sowie Interviews mit Entscheidungsträgern der beruflichen Integration und Expert*innen, welche Einflussmöglichkeiten und Auswirkungen die jeweilige Bleibeperspektive auf die berufliche Integration von drei Migranten hatte und welche Herausforderung für Akteur*innen der beruflichen Integration damit verbunden ist. Der Dokumentarfilm entstand in Zusammenarbeit von Souad El Hasnaoui, Stabsstelle Integration der Stadt Bonn, mit dem „Medienprojekt Wuppertal“. Wenngleich etwas zu breit angelegt in puncto Behörden, entlarvte der Film doch die bürokratischen Hindernisse der beruflichen Integration von Migranten. Souad El Hasnaoui hatte dafür schon in der ankündigenden Pressekonferenz ein Beispiel genannt: Natürlich werde keinem Migranten, auch denen ohne Bleibestatus, eine Ausbildung in Deutschland von den Behörden versagt. Aber wer diesen Status noch nicht besitze, habe keine berufliche Perspektive, weil er an keinem Deutschkurs teilnehmen dürfe. Eine Ausbildung ohne Deutschkenntnisse sei jedoch nur schwer vorstellbar.

Dass die Kommunen den Rahmen von Gesetzen und Verordnungen nicht ändern könnten, die die Integration von Flüchtlingen regeln (bzw. einschränken), betonte gestern Sozialdezernent Thomas Neuhaus. Der Anteil der Mitbürger mit Migrationshintergrund liege in Remscheid bei 38 Prozent – „und damit an der Spitze in NRW und sicherlich auch über NRW hinaus“. Das Miteinander sei in Remscheid konfliktarm – „und das bei niedriger Kriminalitätsrate!“ Das müsse man jenen immer wieder aufs Neue sagen, die in der Öffentlichkeit Ängste schüren wollten. Das Zusammenleben funktioniere gut. Das habe gerade erst wieder die Technische Universität Remscheid im Rahmen ihres MOSAIK-Projektes vor Ort bestätigt. Das zeige sich aber auch bei der Entwicklung der rückläufigen Anzahl der Bedarfsgemeinschaften bzw. der Transferleistungen im SGB II in Remscheid. Zahlreiche Migranten hätten den Weg in die Arbeitswelt gefunden.

Gleichwohl bleibe es für die Akteure aus Ehrenamt, Wohlfahrtsverbänden und anderen Institutionen sowie Verwaltung (im Saal stark vertreten) wichtig, Integration auch aus der Perspektive der Betroffenen zu sehen. In diesem Zusammenhang zitierte Neuhaus (geboren am 26.7.1967 in Dortmund) aus der Antirassismuskonvention von 1966. Institutionell und strukturell habe sich seit 2015 in Deutschland „sicherlich schon einiges verbessert“; mit dieser Veranstaltung biete sich nun  „die Gelegenheit, „Wege, Ermessensspielräume und neue Visionen für unsere Stadt zu entwickeln, damit alle Menschen in Remscheid in Würde leben und die Interessen der Gesamtgesellschaft gewahrt bleiben.“

Eine Gelegenheit, die leider in der Diskussion nach Film und kleiner Pause weitgehend ungenutzt blieb. Denn statt beispielsweise das Problem „Ohne Bleibestatus keine Ausbildung" zu vertiefen und nach Lösungen zu suchen, arbeiteten sich die Diskussionsteilnehmer an Utopien ab, was viele „Praktiker“ im Saal als unbefriedigend empfunden haben mögen. So propagierte etwa Prof. Dr. Paul Mecheril auf Nachfrage aus dem Plenum akedemisch die „europaweite Freizügigkeit“ – ein Ideal, dem Philosophen sicherlich ebenso zustimmen würden wie dem christlichen Gebot „Liebe Deinem Nächsten!“ Die gegenwärtig notwendige Integration für Geflüchteten bringt das aber keinen Schritt weiter!  Und auch die pauschale Forderung von Souad El Hasnaoui, Geflüchteten den Weg in die deutsche Arbeitswelt ungeachtet des dualen Ausbildungssystems zu erleichtern, um das uns viele andere Länder beneiden, war wenig hilfreich. Zumal Mecheril die Auffassung vertrat, das duale Ausbildungssystem werde sich ohnehin auf Dauer nicht halten lassen. Warum eigentlich nicht?! Zu Recht kam daher Widerspruch von Thomas Neuhaus und Martin Klebe (Agentur für Arbeit).

Vielleicht wäre es besser gewesen, den bis zum Film interessanten Abend mit Gesprächen bei Häppchen und alkoholfreien Getränken ausklingen zu lassen. So wurde die fast dreistündige Veranstaltung insgesamt leider der hochtönenden Ankündigung in der Pressekonferenz vom 15. Januar (Impulse zur besseren Integration von Zugewanderten) nicht gerecht.

Schulsozialarbeiter brauchen ein feines Gespür

Was wissen wir über Jugendliche, die empfänglich sind für salafistisches, ultra-nationalistisches, rechtsradikales oder antisemitisches Gedankengut? Wie können Lehrerinnen und Lehrer, Schulen, Einrichtungen des offenen Ganztags oder Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter den extremistischen Risiken frühzeitig begegnen? Um Antworten Auf diese Fragen bemühte sich die Fachnachmittag „Extremismusprävention bei Jugendlichen“, zu der die die schulpsychologischen Beratungsstellen Remscheid und Wuppertal mit Unterstützung der Landesstelle Schulpsychologie und Schulpsychologisches Krisenmanagement (LASP) am vergangenen Dienstag ins Leibniz-Gymnasium in Lüttringhausen eingeladen hatte. Hauptreferent war Dr. Ahmet Toprak, Professor für Erziehungswissenschaften an der Fachhochschule Dortmund. Er forscht unter anderem zu interkulturellem Konfliktmanagement, Migrations- und Integrationsthemen sowie Gewalt unter türkeistämmigen Jungen. Der Waterbölles sprach nach der Tagung mit dem Remscheider Schulpsychologen Dr. Andreas Schulz.

Neuer Innenstadtbeirat wurde gestern gewählt

Innenstadtbeirat mit elf Mitgliedern geplant“ am 27. Dezember 2017. Er solle als Bindeglied zwischen den Akteuren des Stadterneuerungsprogramms „Innenstadt“ und den politischen Gremien der Stadt fungieren und die Bürger/innen zu Eigenverantwortung ermutigen. Interessierte könnten sich im Rahmen einer Bürgerinformationsveranstaltung, die für die zweite Jahreshälfte 2018 vorbereitet werde, zur Wahl stellen – hieß es damals. Mit einem Zeitverzug von sieben Monaten war es gestern so weit: Bei reger Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern, darunter auffällig viele junge Leute und solche mit Migrationshintergrund, fand die Wahl in den Innenstadtbeirat gestern im  Bürgerbüro Markt 13 statt.

Innenstadtmanager Jonas Reimann  verkündete  anschließend das Ergebnis:

  • Delegierte der Bürgerschaft:  Marvin Schneider, Jonatán Garrido Pereira, Daniel Pilz (Delegierter der Jugendlichen) und Anne Ibach (Delegierter der Senioren)
  • Delegierte der Eigentümer: Ralf Wieber und Fotis Kiriazidis
  • Delegierter der Gewerbetreibenden: Niklas Bergmann
  • Delegierter der Einzelhändler: Frank Berghoff
  • Delegierte der Einrichtungen, Vereine oder Verbände, die sozialen Aufgaben nachgehen: Maria Münstermann und Andreas Bunge
  • Aus der Bezirksvertretung Alt-Remscheid war zuvor bereits Otto Mähler als Delegierter benannt worden.

Alle Delegierten sollen noch einen Stellvertreter / eine DStellvertreterin aus dem Kreis der weiteren Kandidat/innen und Kandidaten erhalten. Der Beirat ist künftig gemeinsam mit dem Innenstadtmanagement Remscheid verantwortlich für die anfallenden organisatorischen und administrativen Arbeiten im Rahmen des Quartiersfonds und Verfügungsfonds. Auf der Basis der Städtebauförderungsrichtlinien 2008 berät er über die Maßnahmen und Projekte des Quartiersfonds. Seine Empfehlung gegenüber dem Oberbürgermeister zur Bewilligung einer Maßnahme trifft er mit einfacher Mehrheit.