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Mit Menschen jüdischen Glaubens verbunden

Der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, hat dazu aufgerufen, am morgigen Samstag, 1. Juni, zum Zeichen der Solidarität mit Jüdinnen und Juden die Kippa zu tragen. Dazu hat die Synodalbeauftragte des Kirchenkreises für das jüdisch-christlichen Gespräch, Pfarrerin i.R. Dr. Anna-Barbara Bänkler-Falkenhagen, nach Rücksprache mit anderen Beteiligten am jüdisch-christlichen Gespräch eine kurze Erklärung verfasst. Superintendent Hartmut Demski: „Dr. Anna-Barbara Bänkler-Falkenhagen unterstreicht darin die Bedeutung einer solchen Geste und weist daraufhin, dass Jüdinnen und Juden dieses Zeichen durchaus als einen Ausdruck der Solidarität und  Verbundenheit verstehen. In vielen Häusern wird es zwar gar keine Kippa geben, und schon insofern eine Beteiligung an der Aktion nicht möglich sein; aber allein schon das Gespräch über dieses Thema und der Aufruf zu einer solchen Geste ist wertvoll. Mit Erschrecken erkennen wir, dass ein solcher Aufruf in unserem Lande offenbar wieder sinnvoll und nötig ist. In manchen Kirchenkreisen gibt es aus diesem Anlass jährlich einen Kippa-Tag.“ Hartmut Demski hat die Pfarrerinnen und Pfarrer im evangelischen Kirchenkreis Lennep gebeten zu prüfen, ob sie den kurzen Textes (siehe unten) am Sonntag im Gottesdienst verlesen wollen.

Aufruf zum Kippa-Tragen: „Der Antisemitismus-Beauftragte der Bundesregierung Felix Klein hat dazu aufgerufen, als Zeichen der Solidarität mit Juden „in Berlin und überall in Deutschland“ am Samstag Kippa zu tragen. Auf diese Weise engagiere man sich „für die uneingeschränkte Religionsfreiheit und gesellschaftliche Vielfalt“, sagte er zu den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Außerdem rief er zur Teilnahme an der am gleichen Tage stattfindenden Gegenveranstaltung zur Al-Kuds-Demonstration in Berlin auf. Der Präsident des Zentralrats der Juden, Josef Schuster, wertet solche Solidaritätsaktionen als sinnvoll, hält sie aber nicht für ausreichend.

Der Berliner Kulturjournalist Jens Balzer, der u.a. für die ZEIT und den Deutschlandfunk schreibt, weist darauf hin, dass auch jüdische Kommentatoren diesen Vorschlag kritisierten und erklärten, „Kippa zu tragen sei allein Sache der Juden“. Dagegen führte er in einem Interview mit radioeins von rbb aus: „Es geht ja zunächst darum, dass hier zu einer Geste der Solidarität aufgerufen wird, und egal, wie gelungen man diese Geste nun findet, man muss doch festhalten, dass die Solidarität mit den Juden und gegen den Antisemitismus bitter notwendig ist.“ Das Tragen der Kippa ist als Geste der Solidarität mit den Juden und gegen den Antisemitismus gemeint, nicht als Geste gegen andere Menschen. Als christliche Gemeinden wissen wir uns in großer Solidarität mit Menschen jüdischen Glaubens verbunden, nicht nur am kommenden Samstag, sondern an jedem Tag, nicht nur mit Kippa, sondern auch ohne.“ (Dr. Anna-Barbara Baenkler-Falkenhagen, Synodalbeauftragte des Kirchenkreises für den jüdisch-christlichen Dialog)

Fa. Grote als gutes Beispiel für Wirtschaftsförderung

Dass Remscheider Firmen das Gelände der früheren Brauerei C.W. Kipper zwischen Nord- und Haddenbacher Straße gekauft haben und dort bauen wollen, ist nicht neu. Das berichtete der Waterbölles bereits am 6. Juni 2018. Das Sanitätsunternehmen Goll & Schracke Massing GmbH lässt sich dort nieder, die Nicola Romanelli GmbH (Garten- und Landschaftsbau) und die Firma „elektro-technik-grote“ (Ersatzteilservice für Maschinen, Motoren & Anlagen). Gegründet wurde diese von Stefan Grote, vielen Remscheidern besser bekannt als Bezirksbürgermeister (SPD) im Südbezirk. 20 Jahre lang arbeitete der gelernte Kaufmann bei der Supfina Grieshaber GmbH & Co. KG an der Greulingstraße, zuletzt als Lagerleiter. Ende 2008 musste die Tochterfirma der „Grieshaber-Gruppe“ aus   Wolfach (Baden-Württemberg) ihren 150 Mitarbeiter/innen dann kündigen, weil der Großkunde Volkswagen AG bei der neue Generation seiner Dieselmotoren auf die Spezialmaschinen für die Oberflächenbearbeitung von Supfina verzichten konnte.

Erster Spatenstich vor fünf Monaten zum Neubau elektro-technik-grote“ auf dem Gelände der ehemaligen Brauerei Kipper.

Für langjährige Mitarbeiter gab es Abfindungen, also auch für Stefan Grote. Im Lager der Firma standen damals fünf Paletten voller Maschinenteile, für die die Firmenchefs keine Verwendung mehr hatten, als sie das Werk auflösten. Kurzerhand kaufte Stefan Grote die Ersatzteile mit seiner Abfindung und bezog mit seinem neuen Ersatzteilhandel Räume des früheren Werkzeughandels seines Vaters in Kremenholl. Doch die wurden schon bald zu klein für das expandierende Unternehmen. In das Werksgebäude Greulingstraße 33 waren inzwischen vier Firmen als Mieter eingezogen. Dennoch standen dort noch jede Menge Räume leer. Was lag also näher, als - „back to the roots" - an die alte Wirkungsstätte zurückzukehren?! „elektro-technik-grote“ mietete dort 500 Quadratmeter. An seinem letzten Arbeitstag bei Supfina hatte Stefan Grote seinen grauen Kittel in seinem Spind hängen lassen. Dort fand er ihn wieder, als er im Oktober 2010 als Unternehmer zurückkehrte. Der lokalen Presse verriet Stefan Grote im Februar 2013 bei einer Betriebsführung seine Geschäftsidee: „Wir bekommen Angebote von Firmen, die neue Maschinen angeschafft haben und nicht wissen, wohin mit den alten und dem dazu gehörigen Ersatzteillager. Damit selbst an den Markt zu gehen, ist diesen Firmen zu aufwendig. Und das ist dann unsere Chance!“ Inzwischen beliefert die Firma Kunden in aller Welt mit Ersatzteilen aus dem Elektro- und Elektronikbereich. Dass er sich jetzt nach einem neuen Standort für die weiter expandierende Firma umsehen musste, hatte auch etwas damit zu tun, das die Immobilie an der Greulingstraße nach dem Tod des Vermieters an eine Erbengemeinschaft übergegangen war.

Ein 6.000 Quadratmeter großes Baugrundstück fand Stefan Grote im April vorigen Jahres mit Hilfe der städtischen Wirtschaftsförderung und der Stadtsparkasse Remscheid; bei der er mit 16 Jahren seine erstes Konto eröffnet hatte und die mit der Firmengründung seine Hausbank wurde. Lange Zeit hatte der Remscheider Architekt Michael Geh, der der Kipper-Gelände überplant hatte, vergeblich auf Investoren wie Grote gewartet. Rege Bautätigkeit entfaltete sich dort erst nach dem ersten Spatenstich am 9. Januar (siehe Video). „Ein wichtiger Schritt für eine nachhaltige Zukunftsentwicklung von Elektro-Technik-Grote“, konstatierte am Donnerstag auf einer Pressekonferenz Herbert Thelen, stellvertretendes Vorstandsmitglied der Stadtsparkasse. „Stefan Grote kann stolz darauf sein, so viel unternehmerischen Mut gezeigt zu haben! Elektro-Technik-Grote ist ein Vorbild: Hier bekennt sich ein Remscheider Unternehmen sich zu seinen Wurzeln und nutzt die Expansionsmöglichkeiten, die sich ihm bieten!" Die nunmehr gelungene Erschließung des alten Kipper-Geländes nach jahrelangem Stillstand sei ein wichtiger Schritt, um Unternehmen in Remscheid zu halten und ihnen Wachstum zu ermöglichen. „Ohne Zweifel braucht Remscheid neue Gewerbeflächen. Hier kann man aber sehen, wie man auch innerstädtische Brachen erfolgreich einer neuen Nutzung zuführen kann", so Thelen.

Die Versorgungsleitungen für die neuen Betriebe liegen inzwischen unter der Erde einschließlich Regen- und Abwasserkanälen. Und der zermahlene Bauschutt vom einstigen Ziegelbau der Brauerei, wurde zum größten Teil, bis zu 80 Zentimeter hoch, auf dem Gelände verteilt und planiert. Und weil bei seit dem 125. März die Baugenehmigung der Stadt vorliegt, können die Ausschachtungsarbeiten für das zweigeschossige Bürogebäude nebst Keller (ca. 500 Quadratmeter Betriebsfläche mit Option für ein weiteres Stockwerk) in Kürze beginnen. Im rückwärtigen Teil des Grundstücks wird nicht nur die 1.000 Quadratmeter große und sieben Meter hohe Lagerhalle liegen, sondern auch zwei für eine mögliche weitere Expansion hinzu gekauften Parzellen. Nicht ausgeschlossen, dass darauf als eine weitere Halle entsteht, denn Miet-Interessenten gibt es bereits. As eine „Mammutaufgabe“ bezeichnete Stefan Grote den Bezug der neuen Lagerhalle, für die er auch ein neues Lagersystem angeschafft hat. Dafür müssen alle Einzelteile - und des sind an der Greulingstraße 30.000 verschiedene, also beim einzelnen Produkt auch mal 100 Stück auf einen Streich – mit einem Barcode versehen werden, bevor der Umzug beginnen kann. „Ende des Jahres will ich eingezogen sein“, sagte Grote. Ab Herbst gilt für die 21 Mitarbeiter/innen und Mitarbeiter eine Urlaubssperre. Dann müssen alle Mann/Frau „an Bord bleiben“.

Etwas mehr als zwei Millionen Euro wird der Bau der neuen Firmengebäude kosten. Ein Batzen Geld für das junge Unternehmen! Da war es gut, dass die Kundenberater der Stadtsparkasse, Namensvetter Stefan Grote und Annika , den Unternehmer Grote mit Reinhard Steffens von der Firma GW-Partner zusammen brachte. Denn deren Berater befassen sich seit mehr als 20 Jahren mit der Optimierung der Finanzierungsstrukturen von mittelständischen Unternehmen und seit 2008 zusätzlich mit öffentlichen Fördermittel und nicht zurückzahlbaren, so genannten verlorenen Zuschüsse, kennen sich also im Dschungel öffentlicher Förderprogramm gut aus. Es gäbe gegenwärtig etwa 1.800 bis 2.000 verschiedene Förderprogramme, berichtete Steffens am Mittwoch. Entschieden habe man sich schließlich für das „Regionale Wirtschaftsförderungsprogramm NRW“ (RWP) für strukturschwache Gebiete (zu denen auch Remscheid zählt) entschieden – aufgelegt im Zusammenhang mit dem „Ziel II“-Programm der Europäischen Union. „Verlorene Zuschüsse sind Subventionen des Staates, die nicht zurückgezahlt werden müssen. Das schafft beim Unternehmen Entlastung, da weder Zinsen noch Tilgung anfallen. Im Fall von elektro-technik-grote konnten wir gemeinsam eine Summe im mittleren sechsstelligen Bereich akquirieren. Das ist gut gelungen, da die Firma die Förderbedingungen erfüllt und eine enge Zusammenarbeit zwischen ihm, GW-Partner und der Sparkasse stattgefunden hat", erklärte Firmenkundenberaterin Annika Falkenstein. Und Firmenkundeberater Stefan Grote ergänzte: „Die optimale Finanzierungsmöglichkeit herauszufinden, gehört zu unserem Selbstverständnis bei der Begleitung unserer Mittelstandskunden. Die erfolgreiche Zusammenarbeit mit GW-Partner haben wir bereits begonnen, als sich abzeichnete, dass Remscheid ab 2014 regionales Fördergebiet wurde und nicht rückzahlbare Zuschüsse in die Stadt geholt werden konnten."

Voraussetzung für die Auszahlung von RWP-Geldern durch die NRW.Bank sind Sachinvestitionen und Personaleinstellungen. Ersteres belegt Grote durch Grundstückskauf und Bau von Bürohaus und Lager, letzteres durch die Neueinstellung von Mitarbeiter/innen. Inzwischen sind es insgesamt 21, und deren Arbeitsplätze müssen mindestens fünf Jahre lang bestehen bleiben, um die Fördergelder nicht zurückzahlen zu müssen. Stefan Grote sieht das gelassen und eher theoretisch. Sein Bekenntnis zum Standort Remscheid verbindet er mit dem Ziel, sein Unternehmen es eines Tages gesichert und gut aufgestellt an seine Tochter Alexandra zu übergeben. Die arbeitet schon jetzt in der Firma mit.

Kleiner Nachtrag: Die ersten Fördermittel sind unter Dach und Fach, da denkt Unternehmer Stefan Grote bereits an weitere: Das neue Lager könne auf dem Dach durchaus noch eine Photovoltaikanlage vertragen. Wenn die dann über Batteriespeicher und eine Ladestation („Wallbox“) Strom für Elektroautos liefere, werde das öffentlich gefördert...

Mehr Ausbildungsstellen für weniger Suchende

Pressemitteilung der Agentur für Arbeit

„Der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal wurden in den vergangenen acht Monaten für das Bergische Städtedreieck 3.242 Ausbildungsstellen gemeldet, das sind 231 Ausbildungsstellen mehr als im Mai 2018. In Solingen und Wuppertal suchen weniger Jugendliche eine Ausbildungsstelle, in Remscheid sind es rund 70 mehr als im Vorjahr. Die Chancen auf eine Lehrstelle für die jungen Menschen sind unverändert in Remscheid am günstigsten. In Solingen hat sich die Situation bei den Ausbildungsstellen verbessert – es wurden im Vergleich zum Vorjahr inzwischen mehr Berufsausbildungsstellen gemeldet“, erläutert Martin Klebe, Chef der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal die aktuelle Situation auf dem Ausbildungsmarkt. Er rät jungen Menschen, die bisher gezögert haben, sich nun so schnell wie möglich bei der Berufsberatung melden. „Sie sollten Ihre Chance nutzen. Auf dem Ausbildungsmarkt ist noch vieles möglich, so dass auch Schülerinnen und Schüler mit schwächeren Noten bessere Chancen haben. Insbesondere, wenn sich ein realistischer Berufswunsch mit Interesse und Engagement für den Beruf verbindet. Die Arbeitgeber sollten die aktuell vorhandenen Möglichkeiten nutzen und die bald so dringend benötigten Fachkräfte jetzt ausbilden. Ich kann den Unternehmen nur raten, sich die jungen Menschen anzuschauen, mit ihnen ins Gespräch zu kommen, Praktikumsplätze anzubieten und nicht ausschließlich den schriftlichen Unterlagen zu vertrauen“, so Martin Klebe.

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Neue Ladestation der GEWAG für Elektrofahrzeuge

Pressemitteilung der Stadtwerke Remscheid

„Als Remscheider Infrastrukturdienstleister für Strom, Erdgas, Wasser und Wärme hat sich die EWR in 2019 zum Ziel gesetzt, vermehrt öffentlich zugängliche Ladestandorte für Elektroautos zu errichten und gemeinsam mit dem Elektrohandwerk Ladelösungen in Betrieben oder für Zuhause anzubieten“, so Prof. Dr. Thomas Hoffmann, Geschäftsführer der EWR GmbH. Denn schwierig wird das Strom-„Tanken“ insbesondere für Mehrfamilienhausbewohner ohne Auflademöglichkeit in einer Tiefgarage, die sich ein Elektroauto und folglich vor Ort auch eine Ladestation wünschen. Um hierfür eine Lösung anzubieten, haben die EWR und die städtische Wohnungsbaugesellschaft GEWAG ein erstes gemeinsames Ladesäulenprojekt im Wohngebiet Hasenberg an der Emil-Nohl-Straße realisiert. Für 2019 ist die Installation von drei weiteren Säulen am Freizeitbad H2O in Lennep und nahe dem Röntgenmuseum sowie in Lüttringhausen vorgesehen.

In diesem Gebiet befindet sich eine Vielzahl GEWAG-eigener Mehrfamilienhäuser, für deren Bewohner nunmehr in einem ersten Schritt eine solche, öffentlich zugängliche Lademöglichkeit besteht. „Mit unserer neuen Ladesäule möchten wir nicht nur unseren Mietern, sondern allen Nutzern von Elektrofahrzeugen noch mehr Service bieten. Unser Gemeinschaftsprojekt mit der EWR GmbH ist ein gutes Beispiel dafür, wie ein innovatives Thema auf dem Gebiet der Elektromobilität gemeinschaftlich in die Praxis umgesetzt werden kann“, so Hans-Jürgen Behrendt, Vorstand der GEWAG Wohnungsaktiengesellschaft Remscheid.

In technischer Hinsicht verfügt die neue Ladesäule über zwei Wechselstrom- Ladepunkte für „Typ 2“-Stecker, an denen Elektroautos mit einer Ladeleistung von jeweils maximal 22 kW geladen werden können. Dieser „Typ 2“-Stecker ist in Europa sowie bei den Autoherstellern weit verbreitet. Nach ca. einer Stunde Ladezeit können damit die meisten Elektroautos wieder rd. 100 Kilometer weit fahren. In wenigen Stunden ist eine Batterie vollständig aufgeladen.

Bis Ende 2019 ist an der Emil-Nohl-Straße - wie bei allen anderen Ladestandorten der EWR - das Aufladen kostenfrei. Der Zugang erfolgt über eine Ladekarte, die Stromkunden der EWR kostenfrei im Internet unter: ewr-remscheid.de beantragen können. In allen anderen Fällen kommen einmalig Einrichtungskosten in Höhe von 50 € hinzu. In 2020 ist für alle öffentlich zugänglichen Ladesäulen der EWR in Remscheid die Einführung eines barrierefreien Zugangs via Smartphone und separatem Bezahlsystem geplant.Die gegenwärtigen Standorte der Ladestationen für Elektroautos in Remscheid:

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Auf der Honsberger Straße wird zu schnell gefahren

Auf der Honsberger Straße darf nicht schneller als30 km/h gefahren werden. Tatsächlich fahren aber offenbar viele Autofahrer dort schneller. Denn Anwohner haben sich bei der SPD beschwert; Geschwindigkeitsüberschreitungen seien insbesondere in den Nachmittagsstunden zu beobachten. Vor diesem Hintergrund hat die SPD-Fraktion die Verwaltung nun zur Sitzung der Bezirksvertretung Alt-Remscheid am 18. Juni sowie des Ausschusses für Bürger, Umwelt, Klimaschutz und Ordnung am 25. Juni um Beantwortung der folgender Fragen gebeten: Wie oft werden in der Honsberger Straße Geschwindigkeitsmessungen durchgeführt? Welche Ergebnisse liegen hierzu vor? Ist geplant diese Kontrollen auszuweiten? Falls ja, sollen die Kontrollen auch auf die Nachmittagszeiten ausgeweitet werden?

Die Konjunktur drückt auf die Stellenangebote

Pressemitteilung der Agentur für Arbeit

Im Mai ist die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum April im bergischen Städtedreieck um 325 auf 25.182 Personen gestiegen. Gegenüber dem Vorjahr waren 750 weniger Menschen arbeitslos gemeldet. Bei der Nachfrage nach Arbeitskräften setzt sich die Tendenz der Vormonate nicht fort – aktuell entwickelte sich der Stellenzugang auch in Remscheid rückläufig. Die Rückgänge bei den neu gemeldeten Stellen im Vergleich zum Mai 2018 betragen in allen drei Stellen jeweils deutlich über 30 Prozent.

„Der leichte Anstieg der Arbeitslosigkeit ist saisonuntypisch. Er resultiert aus den Zuwächsen im Bereich der Grundsicherung in Wuppertal. Verglichen mit dem Vormonat und dem Vorjahresmonat haben dort deutlich weniger Menschen eine Ausbildung oder Maßnahme begonnen. Das hat Auswirkung auf den Arbeitsmarkt und verringert die Entlastung bei den Bestandszahlen der arbeitslos gemeldeten Frauen und Männer. Aktuell werden weniger neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gesucht. Der Vergleich mit den Vorjahreswerten zeigt in Solingen, Remscheid und Wuppertal einen deutlichen Rückgang. Vor allem in der Industrie werden weniger Kräfte benötigt. Dennoch sind die Auswirkungen auf die Entwicklung der Arbeitslosigkeit noch überschaubar. Die Unternehmen sind bereit, vor allem ihre gut ausgebildeten Fachkräfte zu halten“, schildert Martin Klebe, Chef der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal die aktuelle Situation des Arbeitsmarktes.

In Remscheid sind aktuell 4.249 Menschen arbeitslos gemeldet, drei (0,1 Prozent) weniger als im April, aber 185 (4,2 Prozent) Personen weniger als im Mai 2018. Die Arbeitslosenquote liegt bei 7,2 Prozent, genau wie im April 2019. Im Mai 2018 betrug die Arbeitslosenquote noch 7,5 Prozent. Es meldeten sich 977 Personen im Mai neu oder erneut arbeitslos und genau so viele Menschen konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden.

Vergleicht man die Zahlen der Stellenzugänge, so wurden 133 (35,3 Prozent) weniger als vor einem Jahr gemeldet. Auch der Vergleich zum Vormonat zeigt nun einen Rückgang um 60 (19,7 Prozent) Stellen. Trotzdem ist die Stellensituation in Remscheid insgesamt noch positiv, die Stadt verzeichnet zwar einen Rückgang des Stellenbestands, profitiert aber von den Stellenzuwächsen der Vormonate. Besonders gesucht sind in Remscheid derzeit Fachkräfte und Helfer in folgenden Berufsgruppen: Metallerzeugung, Metallbearbeitung und Metallbau; Maschinen- und Fahrzeugtechnikberufen; Verkaufsberufe; Schutz, Sicherheits- und Überwachungs-berufe; Mechatronik, Energie- und Elektroberufe; Verkehr und Logistik.

Aktuell sind 396 junge Menschen von Jugendarbeitslosigkeit betroffen - im Vergleich zum Vormonat 35 (8,1 Prozent) weniger. Gegenüber dem Vorjahresmonat ist die Jugendarbeitslosigkeit marginal um drei Personen (0,8 Prozent) gesunken. Der Anstieg im Vormonat war damit nur vorübergehender Natur. Die Langzeitarbeitslosigkeit ist im Vergleich zum Vorjahresmonat weiter gesunken. Aktuell sind 1.554 Menschen von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen, 413 (21 Prozent) Personen weniger als vor einem Jahr. Unterbeschäftigt waren in Remscheid im Mai 6.101 Menschen – 73 Personen weniger als vor einem Jahr. „Auf Grund des hohen Bestandes offener Stellen ist die Situation auf dem Remscheider Arbeitsmarkt noch immer positiv. Im Vergleich mit Mai 2018 profitieren vor allem die Langzeitarbeitslosen. Die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen ist nun wieder rück-läufig, auch im Vergleich zum Vorjahr“, erläutert Martin Klebe.

Schwimmen: Doc Esser macht den Westen fit

Pressemitteilung des WDR

Sport ist gesund – man muss es nur tun. WDR Gesundheitsexperte Dr. Heinz Wilhelm Esser weiß, wie schwierig es ist, den inneren Schweinehund zu überwinden und hat deshalb Anfang des Jahres die WDR-Online Gruppe „Doc Esser macht des Westen fit“ auf Facebook gegründet. In vier verschiedenen Disziplinen wetteifern alle, die mitmachen wollen, für ihre NRW-Region. Jeweils vier Wochen lang läuft eine Challenge, und in der Facebook-Gruppe werden die Kilometer zusammengezählt und ausgewertet. Laufen und Radfahren liegen bereits hinter den Teilnehmer/innen.

Am 1. Juni startet nun die dritte Challenge: Schwimmen. Im Essener Grugabad fällt um 11 Uhr der Startschuss. Kostenloses Frühschwimmen bietet Doc Esser, selbst ehemaliger Leistungsschwimmer, während der vier-Wochen-Challenge im Remscheider Freibad Eschbachtal an. Er hofft darauf, dass viele, auch Anfänger, auf den Geschmack kommen und mitmachen werden. Auftakt ist am morgigen Freitag, 31. Mai, um 10.30 Uhr. Auch Remscheids Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weiszhat sich angesagt – mit Badehose! Die weiteren Frühschwimmen-Termine: 5., 14. 17. und 27. Juni, jeweils von 6.30 bis 7.30 Uhr. (Margit Höh)

Frank Dehnke geht nach Friedberg in Hessen

Der Verwaltungsrat der Sparkasse Oberhessen mit Sitz in Friedberg (Hessen) hat in seiner heutigen Sitzung den Vorstandsvorsitzenden der Stadtsparkasse Remscheid, Frank Dehnke (49), zum zukünftigen Vorsitzenden des Vorstandes der Sparkasse Oberhessen bestellt. Spätestens zu Beginn des nächsten Jahres wird Frank Dehnke die Stadtsparkasse Remscheid verlassen und sein Amt in Hessen antreten. Dazu haben Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz und Frank Dehnke zu einem gemeinsamen Pressegespräch für den kommenden Dienstag eingeladen.

Die Sparkasse Oberhessen ist eine öffentlich-rechtliche Sparkasse mit Sitz in Friedberg (Hessen). Ihr Geschäftsgebiet ist der Wetteraukreis und der Vogelsbergkreis. Die Sparkasse Oberhessen wies im Geschäftsjahr 2018 eine Bilanzsumme von 4,773 Mrd. Euro aus und verfügte über Kundeneinlagen von 3,693 Mrd. Euro. Gemäß der Sparkassenrangliste 2018 liegt sie nach Bilanzsumme auf Rang 62. Sie unterhält 51 Filialen und 18 Selbstbedienungsstandorte und beschäftigt 895 Mitarbeiter, darunter 52 Auszubildende.
Die Stadtsparkasse Remscheid wies im Geschäftsjahr 2018 eine Bilanzsumme von 1,642 Mrd. Euro aus und verfügte über Kundeneinlagen von 1,238 Mrd. Euro. Gemäß der Sparkassenrangliste 2018 liegt sie nach Bilanzsumme auf Rang 242. Sie unterhält 15 Filialen/Selbstbedienungsstandorte und beschäftigt 321 Mitarbeiter.

Erst im Februar hatte der Rat der Stadt Remscheid Frank Dehnke für weitere fünf Jahre als Vorstandsvorsitzenden der Stadtsparkasse bestätigt; er folgte damit einem einstimmigen Beschluss des Sparkassen-Verwaltungsrates. Erstmals war Dehnke  am 1. Januar 2011 nach 21 Monaten als Vorstandsmitglied zum Sparkassenvorstandsvorsitzenden bestellt worden. Eine erste Vertragsverlängerung beschloss der Rat der Stadt im Juni 2013. Ehrenamtlich engagiert sich Frank Dehnke zurzeit unter anderem im Lions Club Remscheid, als Vorsitzender der Stiftergemeinschaft „Gut für Remscheid“ und als Vorstand im kommunalen Arbeitgeberverband NRW.

 

Management des Kulturzentrums wieder komplett

Pressemitteilung des Kulturzentrums Klosterkirche

Die Aufgaben in der Klosterkirche sind inzwischen derart umfangreich, dass sie nicht von einer Person mit Teilzeitbeschäftigung bewerkstelligt werden können. Aus diesem Grund hat der Verein Kulturzentrum Klosterkirche bereits im Dezember 2018 die vakante Stelle im Kulturmanagement ausgeschrieben. Auswahlgespräche haben im Januar stattgefunden mit der Entscheidung für eine Kulturmanagerin, die aus persönlichen Gründen die Stelle nicht annehmen konnte. Ende April 2019 hat sich der Vorstand des Vereins entschieden Stephanie Licciardi einzustellen. Stephanie Licciardi ist kulturinteressierte Remscheiderin, die nach ihrem Studienabschluss in Geschichte zusätzlich eine Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement abgeschlossen. Die Remscheider Kulturszene ist Frau Licciardi bestens bekannt.

Stephanie Licciardi wird mit einer Vollzeitstelle im Kulturzentrum Klosterkirche beschäftigt. Sie wird in enger Kooperation mit Frau Weber die Büroabläufe, die Kundenbetreuung, die Pressearbeit und die Begleitung von Kulturveranstaltungen übernehmen. Mittelfristig wird sie sich auch in die Planung von Kulturveranstaltungen mit einbringen. Zusammen mit Veronika Weber repräsentiert Frau Licciardi seit Mitte Mai das Kulturmanagement der Klosterkirche.

Veronika Weber ist bereits seit Anfang 2017 als 2. Kultur Managerin (damals neben Anna Winkels) im Kulturzentrum Klosterkirche beschäftigt. Nach ihrem Erziehungsurlaub ist sie seit Herbst 2018 mit 20 Wochenstunden wieder im Einsatz. Veronika Weber kommt aus dem Kulturmanagement des Kommödchens in Düsseldorf. Auch für die aktuelle Saison und die anstehenden Veranstaltungen in der Klosterkirche hat sie die Engagements gebucht. Sie ist in der Kulturszene gut vernetzt, hat im Frühjahr die Kulturmesse in Freiburg besucht und brachte Impulse für Künstlerauftritte mitgebracht.

Veronika Weber identifiziert sich seit ihrem Arbeitsbeginn mit den Besonderheiten der Kulturstätte Klosterkirche, sie ist eine feste Größe sowohl für den Verein Klosterkirche als auch für alle Aufgabenstellungen im Kulturbetrieb. Martina Sieber komplettiert im Büro das Team. Wir freuen uns, dass es im Kulturmanagement mit seinen vielfältigen Aufgabenstellungen auch weiterhin ein verlässliches Team gibt.

Kreuzungsausbau in 18 Monaten ist ambitioniert



Ausbau Ring-/Rader Straße kostet 4,5 Millionen“, überschrieb der Waterbölles am 12. April seinen Bericht über die damalige Sitzung der Bezirksvertretung Lennep. Die Zahl hat sich geändert: Die Gesamtkosten einschließlich einer 220 Meter langen Gabionenmauer auf dem jetzigen Bürgersteig, durch die die Eckgebäude der Geschwister-Scholl-Straße parallel zur Ringstraße Richtung Rader Straße vor dem Verkehrslärm geschützt werden sollen, werden fünf Millionen Euro betragen, wie Michael Zirngiebl, Chef der Technischen Betriebe Remscheid (TBR), gestern auf einer Pressekonferenz im Rathaus berichtete. Davon übernimmt das Land 2,1 Millionen Euro. Den Beginn der Bauarbeiten auf der Kreuzung Ring / Rader Straße hatte Zirngiebl vor der BV Lennep für Mai angekündigt. Daraus wird nun der Montag, 3. Juni. Und schon am Sonntag sollen alle erforderlichen Verkehrs- / Umleitungsschilder aufgestellt werden. Davon wird es etliche geben.

„Je vernünftiger die Planung, desto kürzer die Bauzeit“, sagte gestern Gerald Hein, Leiter des Geschäftsstellenbereichs Straßen- und Brückenbau bei den TBR. Und Wolf-Dietrich Spelsberg, Gesellschafter der Remscheider Baufirma August Dohrmann GmbH, die von der Stadt mit den Bauarbeiten beauftragt wurde, hat das ehrgeizige Ziel, die Bauzeit von 18 Monaten möglichst noch zu unterschreiten, um fertig zu sein, wenn das Bauunternehmen sein 125-jähriges Bestehen feiert. „Eine Riesenaufgabe für alle Beteiligten“, so Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz. Aber er sei zuversichtlich. Schließlich gehe bei diesem Bauprojekt ein „Winner-Team“ an den Start, das schon an der Trecknase manche Herausforderung gemeistert habe. Und auch jetzt wieder werde „für jeden etwas dabei sein; da wird kein Wunsch offen bleiben“, scherzte Zirngiebl. Er hofft auf einen milden Winter, denn sonst sei der Bauzeitenplan wohl nicht einzuhalten.

„Das Winner-Team“ besteht auf Seiten der TBR aus Projektleiter Gunter Breidbach und Bauleiter Frank Schubert, auf Seiten von Dohrmann aus Bauleiter Matthias Förster und Schachtmeister Wolfgang Bödecker. Gerald Hein: „Damit sind wir gut aufgestellt und können die Baumaßnahme entspannt angehen!“ Eine erste Frucht im neuen Projekt hat die bewährte Zusammenarbeit bereits getragen: Die in der BV-Sitzung für den ersten Bauabschnitt angekündigte Behelfsstraße über den Schützenplatz, die den Umleitungsverkehr über die Wupper- und Kölner Straße zur Trecknase aufnehmen sollte, wird es nicht geben. Stattdessen wird ab 3. Juni an der Kreuzung die die Rader Straße zwischen Mühlenstraße und Ringstraße für voraussichtlich sechs Monate komplett gesperrt werden. Aus der Rader Straße wird in dieser Zeit der Verkehr nur nach links Richtung Trecknase und nach rechts Richtung Hackenberg fließen können; die Zufahrt aus der Kreuzung Ringstraße / Rader Straße in Richtung Lenneper Altstadt / Wupperstraße ist nicht möglich, ebenso wenig die Durchfahrt von der Wupperstraße bzw. der Mühlenstraße in Richtung Ringstraße. Die angrenzenden Straßen Brehmstraße, Wupperstraße und Mühlenstraße werden vorübergehend zu Sackgassen werden.

Zur besseren Abwicklung des Verkehrs und zur Orientierung von ortsunkundigen Fahrern werden die Straße „Am Stadion" und die „Rospattstraße" als Einbahnstraßen eingerichtet. Der Fahrverkehr aus der Wupperstraße wird über die „Rospattstraße" in Richtung Ringstraße umgeleitet. Das Einfahren in die Straße „Am Stadion" wird nur in Richtung Wupperstraße zugelassen. (siehe Streckenplan)

Die Bushaltestellen in der Rader Straße beziehungsweise Wupperstraße werden als Ersatzhaltestellen auf die Ringstraße verlagert. Die Umsteigemöglichkeiten der beiden Ersatzhaltestellen vor dem Autohaus und der Funbox werden über eine Querungshilfe ermöglicht.

„Durch den vollständigen Ausbau der Rader Straße in der ersten Bauphase kann im weiteren Verlauf der Baustelle auf den ursprünglich geplanten Ausbau einer provisorischen Behelfsstraße auf dem Kirmesplatz wahrscheinlich verzichtet werden“, sagte Michael Zirngiebl. Die Rader Straße soll im Bereich am Kirmesplatz und am ehemaligen Sportplatz um zusätzliche Fahrspuren erweitert werden.

In den weiteren Bauabschnitten soll die Ringstraße aus Richtung Remscheid in Richtung Lüttringhausen zur Einbahnstraße werden. Die Umleitung in Gegenrichtung erfolgt dann über die Wupper- und Kölner Straße. Michael Zirngiebl: „Diese Umleitungsstrecken haben sich beim Ausbau der Ringstraße mit lärmoptimierten Asphalt bewährt!“

Im Bereich der Kreuzung Ring- / Rader Straße wird der alte, ca. 70 Zentimeter hohe Straßenbelag aus Deck-, Mittel- und Tragschicht (Schotter) ersetzt. Beim neuen lärmoptimierten Asphalt gehen die Planer von insgesamt 17.000 Quadratmetern aus, mehr, als sie für die Trecknase benötigten. Er soll in möglichst langen Bahnen aufgetragen werden, um „Nähte“ zu vermeiden, die den angestrebten Lärmschutz mindern könnten.

TBR-Chef Zirngiebl widersprach in der gestrigen Pressekonferenz der häufig zu hörenden Ansicht, die Kreuzung werde wegen des geplanten Designer Outlet Centers (DOC) ausgebaut. Tatsächlich seien erste Pläne für eine „befriedigendere Verkehrsführung“ bereits nach dem Verzicht auf die Umgehungsstraße B 229n (parallel zur Ringstraße) entstanden. Den Anliegern der Kreuzung (Privatleuten und Firmen) kündigte er Hinweiszettel mit Namen und Telefonnummern der Ansprechpartner an. Denn während der Bauarbeiten soll jedes umliegende Haus erreicht werden können.

Der Kreuzungsausbau beschränkt sich nicht nur die auf den Straßenbau. Vielmehr müssen auch Versorgungsleitungen neu verlegt und auch wieder angeschlossen werden. Hierzu waren in den vergangenen anderthalb Jahren umfangreiche Tiefbauarbeiten (Leitungen, Kanäle) erforderlich.

Nach den guten Erfahrungen im Zuge der Baustelle an der Trecknase soll auch während der Baustelle an der Kreuzung Ringstraße / Rader Straße eine (an der Röntgenstraße installierte) Webcam über den Fortgang der Arbeiten und die aktuelle Verkehrslage informieren. Der Zugang zur Webcam wird über die Internetseite der Stadt Remscheid (www.remscheid.de) bzw. der TBR (www.tbr-info.de) möglich sein.

Diakonie bietet mit „Jobfit Plus“ neue Perspektiven



Die Neue Clearingstelle für “abgetauchte“ junge Menschen („FiveSeven“, Nordstraße 57) der Arbeit Remscheid gGmbH stellte der Waterbölles am vergangenen Samstag vor. Heute nun folgt ein weiteres Projekt, das auf die Vermittlung in die Arbeitswelt abzielt. Es gilt Arbeitslosen mit vielerlei Problemen, wegen derer sie über Jahre hinweg keine Festanstellung fanden. „Jobfit Plus“ heißt die Anlaufstelle, die ihnen künftig für ein Jahr zumindest eine feste Tagesstruktur bietet. Das Diakonische Werk Remscheid hat die frühere Friedhofsgärtnerei „Blumen Vetter“, Kirchhofstraße 5, für dieses Jahr angemietet, um dort maximal 15 Menschen mit Vermittlungshemmnissen Mut und Zuversicht zu vermitteln, neue Perspektiven für eine mögliche Erwerbstätigkeit auf dem Arbeitsmarkt. Und wie „FiveSeven“ wird auch „Jobfit Plus“ vom Jobcenter Remscheid finanziert, in letzterem Fall aus dem Etat „Eingliederungshilfen“. Nur so kann das Diakonische Werk das vierköpfige Team bezahlen, die sich um die Langzeitarbeitslosen kümmern werden: Sozialpädagogin Marion Morzik, Sozialarbeiter Michael Brost, Gärtnermeister Andreas Kauffel und Maschinenschlosser Andrea Neukirch. Letzteren stellte Andreas Bunge, Projektentwickler des Diakonischen Werks, in der gestrigen Pressekonferenz als den „guten Geist am Empfang“ vor.

Der hohe, helle Eingangsraum des früheren Blumenladens wirkt einladend freundlich. Und so soll es auch sein. Denn das neue „offenen Werkstatt-Ateliers“ soll auch den Bewohnern des Quartiers offen stehen. Der junge Verein „MyViertel“ (Alte Bismarckstraße) plant dort seine nächste Mitgliederversammlung. Aber auch andere Vereine oder Elterninitiativen seien dort willkommen, sagt Florian Schäfer, Geschäftsführer des Diakonischen Werkes des evangelischen Kirchenkreises Lennep. Und Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz und Sozialdezernent Thomas Neuhaus freuten sich über „diese gute Idee“. Schäfer weiter: „Als Diakonisches Werk im Evangelischen Kirchenkreis Lennep sind wir sehr froh, dass wir die Trägerschaft für Jobfit Plus übernehmen können. Am Standort Kirchhofstraße 5 können wir abwechslungsreiche Angebote in gleich mehreren Berufsfeldern bieten.“ – „So möchten wir Menschen anregen, berufliche Perspektiven zu entwickeln", ergänzte Dirk Faust, Geschäftsführer des Jobcenter Remscheid-

Seit Ende vergangenen Jahres läuft der Mietvertrag der Diakonie mit Hausbesitzer Vetter. Seitdem ist das  Werkstatt-Atelier mit Hilfe von fünf Langzeitarbeitslosen (die zehn freien Plätze wird das Jobcenter in Kürze belegen) so hergerichtet worden, dass es vielseitiges kreatives und innovatives Arbeiten ermöglicht in den Bereichen Urban Gardening, Upcycling, Kunst & Kultur und E-Mobilität. Und damit das nicht so abstrakt blieb, nannte Andreas Bunge einige konkrete Beispiele: Salat, Kürbisse und Blumen aus eigener Aufzucht (dafür stehen hinter dem Haus zwei Treibhäuser bereit), Imkerei (eventuell mit Bienenkörben auf dem nahen Friedhofsgelände), Töpferei (mit Unterstützung der Remscheider Künstlerin Ute Lennartz-Lembeck), Holzbearbeitung (alte Möbel neu), Fahrrad-Reparatur, EDV-Schulung, Kochen (es gibt auch eine Küche), Kurierdienste (mit zwei Elektro-Pedelecs und einen E-Lasten-Pedelec), Pedelec-Verleih – an Ideen mangelt es dem Team von „Jobfit Plus“ nicht. Hauptsache, die Arbeitsangebote sind für die Langzeitarbeitslosen „sinnstiftend“, so Andreas Bunge.“ Nur dann können die Angebote beruflich inspirierend wirken.“

Mit sozialen und beruflichen Hilfs- und Beratungsangeboten hat der Evangelische Wohlfahrtsverband viel Erfahrung. Er steht Menschen bei, die aus unterschiedlichen Gründen die in schwierige Situationen und Lebenskrisen und/oder als Benachteiligte oder Minderheiten an den Rand der Gesellschaft geraten sind. Sich nun in Projektform um Landzeitarbeitslose zu kümmern, die nur schwer vermittelbar sind, ist zweifelsfrei einen gute Sache.

Die Säckelblume verströmt süßen Honigduft

An der südlichen Hauswand strotzt die Pflanze mit ihrer blauen Blütentracht. Zu deutsch wird sie "Säckelblume" oder "kanadischer Flieder" genannt, lateinisch "Ceanothus blue". Angeblich soll die Wuchshöhe etwa einen Meter betragen. Hier am Ueling hat der Strauch die Zweimetermarke geknackt. Er wird viel von Insekten  besucht, und im  weiten Umkreis duftet es nach süßem Honig.