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Wochenrückblick vom 24. bis 29. Juni 2019

Gerichtsstreit einvernehmlich dauerhaft beenden

Am 4. Juli entscheidet der Rat der Stadt in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause über die Rücknahme der im Zusammenhang mit dem FOC Wuppertal stehenden Klagen der Stadt Remscheid gegen die Stadt Wuppertal. Es geht dabei um den Normenkontrollantrag der Stadt Remscheid gegen den Bebauungsplan Nr. 954 der Stadt Wuppertal sowie die beiden noch rechtshängigen Klagen der Stadt Remscheid gegen die Stadt Wuppertal im Zusammenhang mit dem FOC Wuppertal. Diese Klagen sollen  zurückgezogen werden, sobald die Stadt Wuppertal auf ihren Normenkontrollantrag gegen den Bebauungsplan Nr. 657 der Stadt Remscheid sowie ihre vier im Zusammenhang mit dem DOC Remscheid stehenden Klagen gegen die Stadt Remscheid verzichtet hat. Die Remscheider Stadtverwaltung beabsichtigt für diesen Fall, „die gerichtlichen Auseinandersetzungen zwischen beiden Städten einvernehmlich dauerhaft zu beenden“.

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61.000 Kilometer für den Klimaschutz geradelt

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

243 Radfahrer/innen haben in Remscheid vom 2. bis 22. Juni an der Kampagne STADTRADELN teilgenommen. Sie fuhren in 24 Teams, wobei das teilnehmerstärkste Team aus 59 Mitgliedern bestand. Gemeinsam legten sie in dem Aktionszeitraum etwa 61.000 Kilometer mit dem Fahrrad zurück und sparten damit im Vergleich zum Auto neun Tonnen CO2 ein. Dies entspricht den jährlichen CO2-Emissionen von drei Pkw und trägt somit zu einem klimafreundlichen Remscheid bei. Die Ergebnisübersicht: www.stadtradeln.de/remscheid.

Teilnehmen konnten alle, die in Remscheid wohnen, arbeiten, einem Verein angehören oder eine Schule besuchen. Das Teilnehmerfeld war daher bunt gemischt; es nahmen sowohl Vereine, Unternehmen als auch fünf Mandatsträgerinnen- und –träger teil. Im Durchschnitt legten die Radelnden zwölf Kilometer am Tag mit dem Fahrrad zurück. Dies entspricht ungefähr der Strecke vom Rathaus am Theodor-Heuss-Platz bis zum Kreishaus in Lennep – hin und zurück.

Die aktivsten Teams und Einzelpersonen werden in der Europäischen Mobilitätswoche am Freitag, 20. September, um 17 Uhr im großen Ratssaal des Remscheider Rathauses durch Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz ausgezeichnet. Der Fachdienst Umwelt der Stadt Remscheid bedankt sich bei allen Teilnehmenden und wird die Kampagne aufgrund der großen Resonanz auch im kommenden Jahr durchführen.

Ausschuss wünschte ISG weiterhin viel Erfolg

Nelson-Vlij-t und Ralf-Wieber von der ISG Alleestraße. Foto (M): Lothar KaiserjpgWeiterhin viel Erfolg“ wünschten an Donnerstag die Mitglieder des Entwicklungsausschusses Nelson Vlijt, dem Vorsitzender der ISG Alleestraße, und deren Geschäftsführer Ralf Wieber. Sie waren erschienen, weil die SPD-Fraktion darum gebeten hatte. Schließlich sei die ISG zu enger Kooperation mit der Stadt verpflichtet und auch dazu, jährlich schriftlich die Verwendungsnachweise der erhaltenen öffentlichen Gelder zu berichten. Das klang kritisch. Doch in der Sitzung blieben kritische Fragen aus. Das lag vermutlich daran, dass die Verwaltung zur Sitzung eine längere Mitteilungsvorlage präsentiert hatte, die viele Informationen enthielt. Nach der zum 1. Januar 2016 in Kraft getretenen Satzung über die Festlegung des Gebietes der Immobilien- und Standortgemeinschaft Innenstadt/Alleestraße (ISG) und über die Erhebung von Abgaben zur Finanzierung von gebietsbezogenen Maßnahmen habe sich die ISG folgende Ziele gesetzt:

  • Stabilisierung der Alleestraße als Einkaufsstandort;
  • Verbesserung der Marktstellung gegenüber den Handelsstandorten innerhalb und außerhalb der Stadt sowie dem Internet-Handel;
  • Verbesserung der Wohlfühlatmosphäre des Straßenraums;
  • Anhebung des Standortimages.

Auf der Alleestraße kümmere sich inzwischen ein Hausmeister um mehr Sauberkeit, so die Verwaltung. Und dieser bewässere auch die Blumen im stillgelegten Alleecenter-Brunnen, ergänzte Ralf Wieber. Zur Neugestaltung der Baumscheiben für 18.000 Euro sagte er, leider sei „nicht alles angewachsen, was wir gepflanzt haben“ und verwies auf die mit Mitteln des Quartiersfonds erfolgreich aufgehängten 40 Blumenampeln.

Die Verwaltung nennt in ihrer Vorlage  die Beteiligung der ISG an verkaufsfördernden Veranstaltungen und an Spezial- und Sondermärkten, Seifenkistenrennen, der  Weihnachtsbeleuchtung, der „Marktschreier“-Aktion, den Bergischen Biathlon-Meisterschaften und der Schaufensterausstellung „Gute Geschäfte“ mit StadtBauKultur NRW und Stadt Remscheid. Und Ralf Wieber ergänzte, in Planung sei eine „Schaufenster-Rallye“ in Zusammenarbeit mit Remscheider Kindergärten Schaufensterrallye im Rahmen des Kinder- und Familienfestes am 5. und 6. Oktober.

Das Volumen der ISG-Abgabe zur Finanzierung der Maßnahmen beträgt 398.000 € für die fünfjährige Laufzeit der ISG abzüglich einer(an die Stadt Remscheid zu zahlende Verwaltungskostenpauschale in Höhe von 12.000 €. Mit der Verwaltung habe vor wenigen Tagen ein Gespräch stattgefunden über die künftige (bessere) Zusammenarbeit. Es sei vorgesehen, künftig zu den Vorstandssitzungen der ISG Vertreter der Stadt einzuladen.

Rotarier schreiben Schülerpreis im Herbst neu aus

Oliver Kempkes (links) mit Jens Mennenöh. Pressemitteilung des Rotary-Clubs Remscheid-Lennep

Der Rotary Club Remscheid-Lennep ist einer von zwei Rotary Clubs in Remscheid, gegründet 1964, und einer von mehr als 34.000 Rotary Clubs weltweit mit insgesamt mehr als 1,2 Millionen Mitgliedern. Ziel von Rotary ist es, das Gemeinwesen , Bildung und berufliche Kompetenz zu fördern, Zugang zu sauberem Trinkwasser zu schaffen, Hunger zu bekämpfen, Gesundheits- und Hygienesituationen zu verbessern und die Kinderlähmung auszurotten.

Das rotarische (Geschäfts-) Jahr beginnt am 1. Juli und endet am 30. Juni des Folgejahres. Dann wechseln auch viele Amtsträger, u.a. der Präsident. In diesem Jahr fand der offizielle Ämterwechsel gestern im Hotel zum Schwanen in Wermelskirchen statt. Bereits auf der jährlichen Clubversammlung im Dezember waren die Mitglieder des Vorstandes für das rotarische Jahr 2019/2020 gewählt oder benannt worden. Präsident im neuen rotarischen Jahr 2019/2020 wird Dr. Oliver Kempkes; er tritt damit die Nachfolge von Jens Mennenöh an. Zugleich folgen auf „Sekretär“ Dr. David Spickermann und den für die Gestaltung und Organisation der wöchentlichen Zusammenkünfte verantwortlichen „Clubmeister“ Alexander Holthaus nun Tim Heistermann und Horst-Peter Wurm.

Die insgesamt 55 Mitglieder des Lenneper Clubs kommen nicht nur aus Remscheid, sondern auch aus den umliegenden Orten, die vor der Neuordnung der regionalen Gliederung zum Landkreis Lennep gehörten. Zusammenkünfte mit Gastvorträgen oder Themendiskussionen finden jeden Donnerstag im Hotel zum Schwanen statt.

Vielfältige Unterstützungen kamen durch Kontakte von Mitgliedern zustande; insgesamt wurden mehr als  27.000 € zur Verfügung gestellt. Ein Projekt von besonderer Bedeutung ist für den Club der Rotary Social Award (RSA), der anlässlich seines 50-jährigen Bestehens im Jahre 2014 ausgelobt wurde. Mit dem RSA werden jährlich zwei und mehr Jugendliche im Alter zwischen 14 und 19 Jahren ausgezeichnet bzw. belohnt, die sich sozial engagiert oder um das Gemeinwohl im Bergischen Land bemüht haben. Für die Auszeichnung sind jeweils rd. 4000 € vorgesehen. Dafür werden die Jugendlichen zu einer durch Rotary begleiteten mehrtägigen Reise eingeladen (in diesem Jahr war Leipzig das Ziel). Belohnt wurden so sechs Schülerinnen und Schüler der Albert-Schweitzer-Realschule und des Röntgen-Gymnasiums, die internationale Schüler oder Jugendliche mit Handicaps unterstützen, bei den Pfadfindern aktiv sind oder in der Jugendfeuerwehr. Eine erneute Ausschreibung des RSA wird im Herbst/Winter 2019/2020 erfolgen. (Wilfried Axtner)

Arbeit und Ausbildung in der Altenpflege

Pressemitteilung der Agentur für Arbeit

Frauen und Männer, die eine Tätigkeit in der Altenpflege anstreben oder an einer Ausbildung zur staatlich anerkannten Pflegefachkraft interessiert sind, können sich am Dienstag, 2. Juli, von 14 bis 15 Uhr im Berufsinformationszentrum (BiZ) in Wuppertal, Hünefeldstraße 10a  umfassend und individuell beraten lassen. In der Altenpflege werden Fachkräfte dringend gesucht. Mit der Qualifizierungs- und Ausbildungsoffensive Altenpflege will die Bundesregierung die dringend benötigten zusätzlichen Pflegekräfte gewinnen. Auch die Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal erleichtert den Einstieg in die Altenpflege und bietet eine regelmäßige Sprechstunde für Interessierte aus dem Bergischen Städtedreieck an. In dieser Sprechstunde informieren die Experten der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal zu beruflichen Chancen und Ausbildungsformen in der Pflege, gleichzeitig werden auch viele konkrete Stellen angeboten. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.

Die Sprechstunde richtet sich besonders an Erwachsene, die über einen beruflichen Wechsel nachdenken oder den Wiedereinstieg ins Erwerbsleben planen und Interesse an einer Tätigkeit in der Altenpflege haben. Auch zu Perspektiven und Chancen für Menschen, die bereits Erfahrungen als Hilfskraft in einem Pflegeberuf gesammelt haben und sich nun über Möglichkeiten der Qualifizierung und Weiterbildung informieren möchten, wird in der Sprechstunde beraten. Die Experten der Agentur für Arbeit informieren auch zu der neuen Pflegeausbildung ab 2020, denn künftig wird die Ausbildung in der Pflege einheitlicher. Mit dem Pflegeberufegesetz wird eine neue generalistische Pflegeausbildung mit dem Berufsabschluss "Pflegefachfrau" oder "Pflegefachmann" eingeführt. Sie ermöglicht, nach der Ausbildung in allen Versorgungsbereichen zu arbeiten, in der Krankenpflege, Kinderkrankenpflege oder Altenpflege.

Brotdosen für I-Dötze mittlerweile im 11. Jahr

Pressemitteilung der Stadtwerke Remscheid

Energie ist eines der Hauptthemen der EWR: „Als Remscheider Dienstleister versorgen wir unsere Kunden neben vielen weiteren Produkten und Dienstleistungen vor allem mit Energie. Und zum neuen Schuljahr gibt´s für die neuen Erstklässler wieder die beliebten Schulbrotdosen. Sie helfen dabei, die kleinen Schüler mit der nötigen Energie für ihren Schulalltag zu versorgen“, sagt Prof. Dr. Thomas Hoffmann, Geschäftsführer der EWR GmbH. Über die Aufgabe als Energiedienstleister hinaus engagiert sich die EWR seit Jahren auch für die Umwelt, den Sport sowie für Kultur, Bildung und Soziales. Und weil den Kindern die Zukunft gehört, setzt sich die EWR für sie ganz besonders gern ein. Darum stattet die EWR auch die I-Dötzchen des Jahrgangs 2019 (im 11. Jahr) mit praktischen Schulbrotdosen aus. Verteilt werden sie an die Schulen schon jetzt, um zum Beginn des neuen Schuljahres im August gleich griffbereit zu sein. Rund 1.000 Erstklässler in 25 Remscheider Schulen werden dann eine Brotdose erhalten. Das bedeutet: Jeden Tag gibt es mehr als1000 Mal die Chance, dass ein Kind nicht auf die Schnelle mit einem Fertig-Snack für die Schultasche versorgt wird, sondern mit leckerer, frischer Kost, sicher in der Dose verpackt.

Das erspart der Umwelt viel Müll in Form von Alu- oder Plastikfolien. Ganz abgesehen davon, dass Fertigprodukte zum Beispiel im Vergleich zu einem frischen Vollkornbrot mit Käse und Salatblatt aus gesundheitlicher Sicht meist schlechter abschneiden. Mit jeder Brotdose bietet sich folglich die Chance, Müll zu sparen, die Umwelt zu schonen – und unsere Kinder gesünder zu ernähren. „Unsere handlichen Pausenbrotdosen bieten Platz für vitaminreiche und schmackhafte Kost. Außerdem lassen sie sich mehrfach verwenden, so dass Abfall vermieden und unsere Umwelt geschont wird“, so Prof. Dr. Thomas Hoffmann. „Für eine bessere Konzentrationsfähigkeit und gute schulische Leistungen darf den Kindern die Energie nicht fehlen!“

Schlemmermeile in diesem Jahr bis 30. Juni

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Verwöhnen Sie Ihren Gaumen in einer gemütlichen und stilvollen Atmosphäre mit Ihrer Familie, Ihren Freunden und Gästen vom 28. bis 30. Juni auf Remscheids Schlemmermeile. Schlemmen Sie drei Tage lang unter freiem Himmel auf der Alleestraße. Genießer kommen bei der lokalen und regionalen kulinarischen Vielfalt der teilnehmenden Gastronomen auf ihre Kosten. Von kreativer Kochkunst eines exzellenten Sternekochs über mutige Trendsetter und moderner internationaler Köstlichkeiten bis hin zu Neuinterpretationen von den Klassikern der Deutschen Küche - die heimische Gastronomie hat viel zu bieten.

Signet der 'EssKULTour'.Restaurantzelte und Pavillons bieten Ihnen ein schattiges Plätzchen bei Sonnenschein oder schützen Sie bei bergischem „Drietwetter“. Genießen Sie ein Glas Wein, eine der vielen Biersorten oder andere Getränkespezialitäten – so lässt sich auf der Remscheider EssKULTour ein entspannter Tag verbringen!

essKULTour auf einen Blick

  • Freitag, 28. Juni, 18 bis 22 Uhr

  • Samstag 29. Juni, 12 bis 230 Uhr
    Late Night Shopping bis 22:00 Uhr
    Zieleinlauf der „Hasten Historic“ ab ca. 16.30 Uhr auf dem Theodor-Heuss-Platz
    „LIONS-Bällerennen“ um ca. 20 Uhr auf der Wiedenhofstraße
    großes Feuerwerk um ca. 22.30 Uhr

  • Sonntag 30. Juni, 12 bis 15 Uhr.

Am Freitag sorgt DJ Basti Knaup für die musikalische Begleitung, und Samstag ertönt ab 20 Uhr Live-Musik! Am Samstag haben Oldtimer-Freunde ab ca. 16.30 Uhr die Möglichkeit, authentische und originalgetreue Veteranen beim Zieleinlauf der beliebten Rallye Hasten Historic des Automobil-Club Bergisch Land e.V. vor der einzigartigen Kulisse des Rathauses zu besichtigen. Hunderte bunte Bälle begeben sich um ca. 19-30 Uhr auf die 200 m lange „Rennstrecke“ in der Wiedenhofstraße beim LIONS-Bällerennen (tolle Preise für die zehn schnellsten Bälle. Und das Beste: Der Erlös wird einem guten Zweck gespendet!) Lose gibt es für je drei € bei Augenoptik Berghoff und der Hauptgeschäftsstelle der Stadtsparkasse Remscheid.

Bestecksets für die Restaurants sind für einen € an allen Gastronomieständen erhältlich. Nach ein- oder mehrfachem Gebrauch kann das Besteck in den aufgestellten Sammeltonnen zurückgegeben werden. Die Angebote der einzelnen Gastronomen im Detail finden Sie unter www.esskultour.info.

Bergische IHK prüft Tierpfleger in ganz NRW

Pressemitteilung der Bergischen Industrie- und Handelskammer

Wer in NRW Tierpfleger werden will, wird künftig auf jeden Fall nach Wuppertal kommen. Denn die Bergische IHK prüft ab Winter 19/20 die Auszubildenden zum Tierpfleger/-in der Fachrichtung Zoo für ganz Nordrhein-Westfalen. Die Tierpfleger der Fachrichtungen Tierheim- und Tierpension sowie Forschung und Klinik wurden schon seit längerem in Wuppertal geprüft. Die IHK rechnet mit mehr als 120 Auszubildenden jährlich. Bisher wurden die Prüfungen des Ausbildungsberufes Tierpfleger der Fachrichtung Zoo von der IHK Köln im Kölner Zoo abgenommen, die diese Aufgabe nun an den Wuppertaler Zoo und somit auch an die Bergische IHK abgegeben hat. Die Ausbildung dauert drei Jahre. Tierpfleger versorgen die Tiere mit Futter, beschäftigen sich mit Zucht und Aufzucht, organisieren Transporte und assistieren bei tierärztlichen Untersuchungen. Außerdem bauen sie Tierunterkünfte, reinigen sie und halten sie instand.

„System Error“ bringt Kirche und Politik zusammen

von Ulla Wilberg

Die große Hitze passte zum heißen Thema des Films um die Frage: „System Error“, sind wir bereit, für den Kapitalismus alles zu opfern? Wie endet der Kapitalismus? Schwindende Regenwälder und Gletscher, das Wissen um die Endlichkeit der Natur bremsen nicht die den blinden Glauben Wirtschaftswachstums. Dass wir alle von dieser Entwicklung betroffen sind, führte die ungewöhnliche Veranstaltergemeinschaft aus Kirche und Politik am Mittwoch erneut zusammen. Schon 2018 zum 200. Geburtstag von Karl Marx fanden drei gemeinsame Veranstaltungen statt.  Nun zeigten der Katholikenrat Remscheid und die Katholische Arbeitnehmerbewegung Remscheid den bundesweit in Kinos aufgeführten Film in Kooperation mit dem Katholischen Bildungswerk Wuppertal/Solingen/Remscheid, dem SPD Unterbezirk Remscheid, dem Kreisverband Remscheid der Linken und Bündnis 90 Die Grünen Remscheid.

„SYSTEM ERROR“ sucht Antworten auf diesen großen Widerspruch unserer Zeit und macht begreifbar, warum trotzdem alles so weiter geht wie gehabt. Der Film zeigt die Welt aus der Perspektive von Menschen, die von den Möglichkeiten des Kapitalismus fasziniert sind. Ob europäische Finanzstrategen, amerikanische Hedgefondsmanager oder brasilianische Fleischproduzenten: Eine Welt ohne eine expandierende Wirtschaft können, dürfen oder wollen sie sich gar nicht erst vorstellen.

Zur anschließenden Diskussion stand der jahrzehntelange Afrika-Referent MISERIOR, Karl Wirtz, für Fragen zur Verfügung. Wichtige Erkenntnis: der Kapitalmarkt hat den Bezug zur Realwirtschaft verloren. Wie kann die Zerstörung der Umwelt durch Überproduktion gestoppt werden? Unser Bewusstsein für Nachhaltigkeit muss gestärkt werden und in ein nachhaltiges Handeln münden. Die Klima Aktivisten müssen ihren eigenen Konsum beleuchten. Der Systemfehler des permanenten Wachstums ist ein globales Problem, dass nicht durch weniger Fleischkonsum in Privathaushalten gelöst wird. Es ist eine Frage, wie billig wir alles zu jeder Zeit haben wollen und wie anfällig wir für die Werbung von Konzernen sind. Remscheider Leitungswasser schlägt jedes Wasser multinationaler Konzerne. Ein Anfang, darüber nachzudenken.

Erste Remscheider Waldkindergarten-Gruppe feiert

Rote Fensterläden, grüne Türen, Stromanschluss und Mini-Küche: der neue Waldkindergartenwagen auf dem teilweise baumbestandenen Kindergartengelände an der Steinacker Straße ist der ganze Stolz der Waldkindergartengruppe des Kindergartens der Evangelischen Christus-Kirchengemeinde. Die Mädchen und Jungen werden den einladenden Schutzraum auf Rädern, für den – leicht zu erkennen – Peter Lustigs Löwenzahn-Wagen vom ZDF  Pate stand,  heute Nachmittag ab 14 Uhr zusammen mit ihren Eltern und Gästen, darunter Sozialdezernent Thomas Neuhaus, feierlich einweihen. Der Bauwagen hatte dank Landes- und Bundesmitteln, aber auch mit einem Eigenanteil der Christus-Kirchengemeinde angeschafft werden können.

Demokratie und Rechtsstaat schützen

Pressemitteilung des SPD-Landtagsabgeordneten Sven Wolf

„Es ist traurig, dass wir erneut in einer Aktuellen Stunde im Landtag über rechtsextremistischen Terror und Bedrohungen debattieren müssen“, meint der Remscheider Landtagsabgeordnete Sven Wolf. „Der Mordfall Walter Lübcke hat auch die Abgeordneten des Landes Nordrhein-Westfalen zutiefst betroffen gemacht. Mit welcher Kaltblütigkeit hier ein Attentat verübt wurde, macht mich sprachlos. Das Attentat ist zugleich ein Angriff auf unsere Grundwerte – auf unser Leben und unsere persönliche Unversehrtheit, unsere Meinungsfreiheit, unser politisches und gesellschaftliches Engagement, unsere Solidarität untereinander. Wir müssen gemeinsam einstehen für die Demokratie und gemeinsam den Rechtsstaat schützen“.

Die SPD-Landtagsfraktion hatte – genauso wie CDU, FDP und Bündnis’90/DIE GRÜNEN – einen Antrag für eine Aktuelle Stunde eingereicht. Sven Wolf hat für seine Fraktion als zweiter Redner in der Debatte gesprochen. Den Kampf gegen rechtsextremistischen Terror zu intensivieren, sei eine absolute Notwendigkeit. Auch in Nordrhein-Westfalen sei es in jüngster Zeit immer wieder zu Bedrohungen Engagierter in Rathäusern gekommen. Dies zeigten nicht nur die sehr bekannten Fälle der Oberbürgermeisterin der Stadt Köln, Henriette Reker, des Bürgermeisters von Altena, Andreas Hollstein, oder des Herforder Bürgermeister Tim Kähler. Das bestätige auch eine Umfrage der Fachzeitschrift „Kommunal“ und des ARD-Magazins „Report München“. Demnach seien in 40 Prozent der Rathäuser Bedrohungen und Beleidigungen bekannt. Besonders erschütternd sei es, dass diese nicht einmal mehr anonym erfolgen.

„Wir dürfen nicht zulassen, dass Bedrohungen dieser Art zu einer Alltäglichkeit werden, sondern wir müssen einschreiten. Der Kampf gegen Rechtsextremismus gehört so lange oben auf die Agenda und in die Aktuellen Stunden, bis diese Bedrohungen nicht mehr vorkommen“, so Sven Wolf. „Wir haben als Politik die Aufgabe, für den Schutz der Bevölkerung sorgen. Die Taten des NSU haben uns gezeigt, dass es jeden Menschen treffen kann. Nicht nur Repräsentanten des Staates sind gefährdet.“