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Eine Liebeserklärung für das Freibad Eschbachtal

von Nicole Lange

Sehr geehrte Verantwortliche und Unterstützer des Freibads Eschbachtal,

„Freibad Eschbachtal schließt bereits einige Tage vor Saisonende.“ Dieser Satz hat mir und vielen anderen Badegästen des Freibades ordentlich die letzten Sommerferientage dieses Jahres verdunkelt. Und ja, ich gebe es zu: Ich liebe mein Eschi, und ich habe tatsächlich auch eine kleine Träne verdrückt aufgrund des so plötzlichen Schwimmendes. Es hat mir als einer von zwei Besuchern am Eröffnungstag und einem doch recht mutigen Anschwimmen bei 11,8 Grad und Regen – übrigens ganz im Rahmen der Tradition, wo es doch auch bei der Eröffnung 1912 wohl in Strömen geregnet haben soll – zu abrupt so gar kein abschließendes Schwimmen vor der langen Winterpause mehr erlaubt – und das trotz strahlenden Sonnenscheins. Eine Nachricht also, die sicherlich eine unter vielen, mit Sicherheit in unserer komplexen Welt ‚bedeutenderen‘ Schlagzeilen ist, die einen aber dennoch traurig macht. Nicht nur die ‚Eisenmännchen‘. Nicht nur mich. Ganz Remscheid.

Sie macht aber zudem nachdenklich und verursacht ein seltsam mulmiges Gefühl in der Magengegend. Die Notwendigkeit einer Sanierung ist definitiv das aktuelle Thema. Hin und wieder dringen Infos dazu an die Öffentlichkeit. Ausschüsse haben in den letzten Wochen getagt. Aber: Die Informationen bleiben oberflächlich. Sie kommen nur vereinzelt und aus verschiedenen Richtungen. Der Tonfall der Informationen zur Lage und das, was da hinter den Kulissen so vor sich geht, wirkt auf den aufmerksamen Beobachter doch seltsam ernst und plötzlich deutlich verschärft. 

Mir fehlen vor diesem Hintergrund eine sichtbare Vernetzung der zuständigen Stellen und eine ernsthaftere, offenere und letztlich effektivere Kommunikation mit der Remscheider Bevölkerung, welche diese konkret anspricht, erreicht und damit endlich mehr mit ‚ins Boot‘ holt. Warum könnte die Überschrift des SPD-Sanierungsantrages statt „Freibad Eschbachtal 21 – Wenn keiner hilft, dann hilf dir selbst!“ nicht heißen „Wenn keiner hilft, dann lasst uns jetzt zusammen helfen!“?

Sicherlich werden viele von Ihnen sagen: „Wir machen das doch. Wir wissen schon selbst am besten, was zu tun ist. Wir haben alles im Griff. Wir lassen das Eschbachtal sicher nicht sterben.“ Ich möchte das ja sehr gerne glauben. Aber in den aktuellen (politischen) Zeiten, in denen Politiker und andere Offizielle nicht immer durchsetzen (können), wofür sie augenscheinlich kämpfen, und es manchmal einer Erweckung der öffentlichen Aufmerksamkeit à la Greta bedarf, sind meines Erachtens Zweifel nicht unangebracht. Vielleicht ist das alles jetzt bloß viel politischer Lärm um letztlich vielleicht einfach – nichts?

Denn: was wenn, obwohl eigentlich niemand dies möchte, die Überschrift auf ihren Zusatz „einige Tage vor Saisonende“ verzichten müsste und tatsächlich eine Schließung des Bades angekündigt würde, weil man hinter verschlossenen Türen feststellt, dass finanzielle Mittel einfach doch nicht ausreichen, um es zu erhalten? Wenn es das Bad einfach plötzlich nicht mehr geben würde, welches doch vielen eine selbstverständliche Einrichtung ist, ohne die sie sich die Stadt gar nicht vorstellen können? Der Aufschrei wäre dann riesengroß. Und es wäre schlichtweg zu spät. Möchten Sie das riskieren? Die augenblickliche Situation macht mit Blick auf die Zukunft wirklich besorgt.

Aber vielleicht ein kurzer Exkurs dazu, warum mir das Freibad eigentlich so am Herzen liegt. Das hat seine eigene, vielleicht etwas verrückte Geschichte. 2015 habe ich im Freibad meinen Lebensgefährten kennengelernt, der damals im Sommer dort als Rettungsschwimmer tätig war. Als auf meinen Hinweis hin, dass im nahezu paradiesischen Eschbachtal eigentlich nur noch Delfine fehlen würden, beim nächsten Besuch ein riesiger Plastikdelfin auf mich wartete, wusste ich - der Mann ist er Richtige und das Freibad nun wirklich einer der besten Orte der Welt. Ein Ort, dem eigentlich aus meiner, selbstverständlich an dieser Stelle augenzwinkernden Sicht nur noch ein Delfinbrunnen fehlt, wie ich ihn kürzlich in einer MOMA-Reportage zu Freibädern entdecken konnte.

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Stadtverwaltung reagiert auf Sportbund und BV 10

Die Stadt Remscheid nimmt zu den aktuell veröffentlichten Ausführungen des Sportbundes Remscheid e. V.  (SBR) und des Ballspiel-Verein 1910 e. V. (BV 10) vom 24. September wie folgt Stellung:

SBR: „Die am 30.08.19 am Gespräch beteiligten Sportvereine waren sich nicht einig über eine Aufgabe des Platzes. Sie waren sich einig, eine Pacht als Zeitgewinn zur Lösungssuche anzustreben.“; sinngemäß auch Inhalt der Stellungnahme des BV 10.
Stadt Remscheid
: Am Gespräch nahmen neben den VertreterInnen der Verwaltung nur der BV10 und ein Vertreter des SBR (Herr Hartenstein) teil. In der Mitteilungsvorlage 15/6511 ist ausgeführt: „Nach intensiver Diskussion waren sich alle Beteiligten unter großem Bedauern einig, dass unter den derzeitigen Rahmenbedingungen eine Realisierung des Sportplatzes am Neuenkamp nicht möglich ist. Nichtsdestotrotz wird die Stadtverwaltung Ihre Bemühungen fortsetzen, eine zufriedenstellende Lösung für den dort beheimateten Verein zu finden. Zunächst konnte der RSV als Grundstückseigentümer davon überzeugt werden, dem BV 10 b.a.w. die Möglichkeit einzuräumen, dort auch weiterhin seinen Sportbetrieb aufrecht zu erhalten.“

SBR: „Die Rahmenbedingungen sind bekannt und es gab daher diverse Lösungsansätze des Sportes, von denen sich kein Einziger ernsthaft überprüft wiederfindet.
Stadt Remscheid: Der SBR schlug das Pachtmodell mit Umwandlung vor. Dieses war bereits vom Rechtsamt der Stadt als nicht realisierbar eingestuft und per Mitteilungsvorlage (15/5612) dokumentiert worden. Weiterhin wurde die Umwandlung in Hybridrasen anstatt Kunstrasen als Möglichkeit der Kosteneinsparung vorgeschlagen. Eine Mitteilungsvorlage (15/6341) auf eine Anfrage der SPD beinhaltete das Prüfergebnis, dass damit die Eigentumserwerbsproblematik nicht gelöst wäre und keine maßgeblichen Kostenvorteile bei Nutzungseinschränkungen entstehen würden. Die Stadt ist somit jeglichem Hinweis aus Ausschuss, Rat und dem Sport nachgegangen.

SBR: „Allerdings gibt es bis heute kein den gesetzlichen Grundlagen entsprechendes Verkehrswertgutachten, aus dem ein entsprechender Verkehrswert ersichtlich wäre.
Stadt Remscheid: Das Ergebnis der Wertermittlung des Fachdienstes Bauen, Vermessung, Kataster, hier Bodenordnung/Grundstückswertermittlung wurde mit der Mitteilungsvorlage 15/5612 vorgelegt. Es ist schlüssig und entspricht den Anforderungen an eine Orientierung für die   Angemessenheit eines möglichen Kaufpreises.

SBR: „Es gab keine Gespräche mit dem Grundstückeigentümer über die Konditionen zur Verlängerung der Pacht“.
Stadt Remscheid: Nach einer grundsätzlichen verbindlichen Zusage seitens des Präsidiums des RSV (Herrn Gräfe)  erfolgte eine Terminanfrage für ein Gespräch zu den Konditionen des weiteren Pachtvertrages vom Fachdienstleiter Sport mit dem RSV am 17.09.2019 per Email. Eine Antwort von Herrn Bau steht noch aus.

SBR: „Bis heute konnte dem betroffenen Verein BV 10 keine umsetzbare Alternative zum Trainings- und Spielbetrieb aufgezeigt werden, die nicht zur zeitnahen Insolvenz und Aufgabe des sonstigen Spielbetriebes führen würde.“
Stadt Remscheid: Die Stadt Remscheid hat sich initiativ für einen Anschluss-Pachtvertrag mit dem RSV eingesetzt und im Ergebnis erreichen können, dass der Trainings- und Spielbetrieb auf dem bisherigen Sportplatz weitergeht. Die aktuelle Auslastung der Kunstrasenplätze zeigt, dass Kapazitäten für die Mannschaften des BV10 im Stadtbezirk vorhanden sind. Die Stadt Remscheid wird allerdings nicht durch „Zuweisung“ zu einem anderen Sportplatz den Bedarf nach alternativen Trainings- und Spielzeiten befriedigen, sondern im Gespräch mit den Vereinen und dem SBR.

BV 10: „100 Mio € Gewerbesteuereinnahmen für die Stadt Remscheid durch den Umzug des BV 10“
Stadt Remscheid: Die Zahl ist nicht belegt. Leider verbietet die Abgabenordnung der Stadt Remscheid die Veröffentlichung von Gewerbesteuerzahlungen einzelner Unternehmen.

BV 10: „Die Sportentwicklungsplanung 2011-2020 empfiehlt den Ausbau von Neuenkamp.
Stadt Remscheid: Die aktuell gültige Fortschreibung der Sportentwicklungsplanung aus 2016 (Hübner, Wulf, Hense, Schmiedel) benennt die negative Entwicklung der Mannschaftszahlen auf der Sportanlage Neuenkamp (s. 138, 139, 141, 142). Eine Empfehlung zum Ausbau der Sportanlage Neuenkamp als Sportzentrum oder zum Erhalt beinhaltet die aktuell gültige Sportentwicklungsplanung nicht. Zudem gilt für die Verwaltung die Beschlusslage des Rates aus 2014 - 14/3843 („Nach Abschluss dieser Maßnahmen (Neuenhof, Bliedinghausen, Sportzentrum Hackenberg und Reinshagen) verbleiben in Remscheid nur noch Tennenfelder in den Sportanlagen Düppelstraße, Klausen und Neuenkamp.“). Einen Beschluss über den Kauf und die Umwandlung des Tennenplatzes Neuenkamp hat der Rat der Stadt Remscheid hiernach nie gefasst.

BV 10: „Die Kooperationen mit Schulen und Kitas sind mit unwahren Behauptungen unterlaufen worden.“ und  (sinngemäß) das Kultusministerium des Landes NRW empfiehlt die Berücksichtigung weiterer Sportstätten neben den Sporthallen in den Schulentwicklungsplänen.
Stadt Remscheid: Derzeit gibt es landesseits überhaupt keine Richtlinien über Raumvorgaben für Schulentwicklungspläne in Kommunen. Es ist in den NRW-Kommunen  und so auch in Remscheid üblich lediglich die Hallenkapazitäten bei der Bedarfsberechnung für den Schulsport unter Berücksichtigung der zukünftigen Entwicklung der Schülerzahlen in Schulentwicklungsplanungen zu betrachten. Die Schulentwicklungsplanung haben wir gerade erneut mit Unterstützung des Beratungsunternehmens Dr. Lexis & Garbe aktualisiert. Zudem nutzen die Schulen zentrale Anlagen mit Leichtathletik-Funktionalitäten im Stadtgebiet. Es gibt keine Hinweise, dass diese für die schulsportliche Nutzung nicht ausreichend sind. Die aktuellen Planungen in Reinshagen und in Hackenberg berücksichtigen auch die leichtathletischen Außenanlagen für den Vereins- und Schulsport.
Die Grundschule Walter Hartmann nutzt den Sportplatz Neuenkamp für das einmal im Jahr stattfindende Schulfest. Eine schulsportliche Nutzung des Sportplatzes Neuenkamp von Schulen im Quartier ist der Stadt Remscheid nicht bekannt. Die Kitas nutzen den zentralen Spielplatz Hohenhagen (mit Bolzplatz). Eine Kooperation des BV 10 mit der Kita Ahörnchen ist der Stadt Remscheid bekannt.

Abstimmung in Berlin bleibt bis zum Ende unklar

Die heiße Phase

Januar 1929: Eine Eingabe folgt der anderen, Gutachten auf Gutachten, der Landkreis Lennep gibt eine eigene Denkschrift heraus, die Remscheider einen Nachtragsband. Mit allen Mittel wird gekämpft. In der Stadtverordnetenversammlung in Lüttringhausen empört sich Bürgermeister Suthoff-Groß über den „glatten Akt der Willkür“ und fragt laut, ob „eine Zwangseingemeindung rechtlich überhaupt zulässig sei“? In Lennep rufen der Bürgermeister Emil Nohl und die Wirtschaftsverbände zu öffentlichem Protest auf. Mit hitzigen Aufrufen unterstützt die Presse die Stimmungsmache.

5. Februar 1929: Die neue Vorlage des preußischen Innenministers Grzesinski vom Dezember 1928 wird genehmigt. Lennep und Lüttringhausen sollen zu Remscheid gehören.

13. März 1929: Der Gemeindeausschuss des preußischen Staatsrats bereist das Bergische Land. In Lennep werden sie von aufgebrachten Bürgern empfangen. Transparente mit den Überschriften „Hände weg von Lennep“ oder „Remscheid hat genügend Land“ begleiten ihren Weg.

21./23. März 1929: Der Gemeindeausschuss des Staatsrats stimmt nun für den alten Referentenentwurf Victor von Leydens und damit für den Bestand des Landkreises Lennep, der Stadt Lennep und des größten Teils von Lüttringhausen. Auch die Vollversammlung des Staatsrates erklärt sich einverstanden.

5. April 1929: Der preußische Innenministers Grzesinski ist anderer Meinung. Er besteht auf seiner Gesetzesvorlage vom 5. Februar.

Mai 1929: Die Mitglieder des Gemeindeausschusses des Landtags fahren durch Lennep, um sich ein eigenes Bild zu verschaffen.

11. Juni 1929: Der Gemeindeausschuss des preußischen Landtags beginnt mit seiner Aussprache zur Gesetzesvorlage und den Änderungsanträgen und stimmt am

15. Juni 1929: mit 15 gegen 14 Stimmen für die Eingemeindung Lenneps und Lüttringhausens nach Remscheid.

10. Juli 1929: Schlussabstimmung im Landtag. Bis zum Ende bleibt es unklar. Die Fraktionen beraten getrennt. Neun Stunden lang wird debattiert. Dann geht es zur Abstimmung per Aufstehen. Da die Mehrheiten unsicher bleiben, kommt es zum „Hammelsprung“. Die Abgeordneten betreten den Saal durch eine von drei Türen, die jeweils für „Ja“, „Nein“ oder „Enthaltung“ stehen. Am Ende der Zählung heißt es 174 zu 170 für Remscheid. Der Zusammenschluss der drei Städte zur Großstadt Remscheid ist nun endgültig entschieden. Die „Mörder von Lennep“ hätten „die einzelnen Abgeordneten an den Rockschößen durch die Tür gezogen oder sogar Kollegen in den Toiletten eingesperrt“, heißt es.

16. Juli 1929: „Lennep selbst kocht vor Wut“. Es kommt zum letzten und größten Aufschrei. Auf dem Jahnplatz in Lennep versammeln sich die Massen. Verzweifelte, kämpferische Reden werden begleitet von dem Geläut der Sturmglocken und dem Heulen der Brandsirenen. „Lennep wird leben und nicht untergehen“ lauten die Schlussworte des Bürgermeisters Nohl. Letzte Klagen und Eingaben beim Staatsrat können die Eingemeindung nicht mehr verhindern. Am 1. August 1929 tritt das Gesetz über die kommunale Neugliederung im rheinisch-westfälischen Industriegebiet in Kraft. Der Weg zur Großstadt Remscheid ist frei.

1929 leben in Lennep auf ca. 1737 ha Fläche ca. 14.463 Einwohner. 1929 leben in Lüttringhausen auf etwa 1445 ha Fläche 9.277 Einwohner. 1929 leben in Remscheid auf 3164 ha 79.055 Einwohner. 1929 kommen von Ronsdorf, Cronenberg und Wermelskirchen ca. 115 ha Fläche und von Cronenberg noch 104 Personen hinzu. Nach den Eingemeindungen ist das Stadtgebiet auf fast 6461 ha angewachsen. 102.899 Menschen wohnen in der jungen Großstadt.

Der Text der Ausstellung „90 Jahre Großstadt Remscheid“ zur Remscheider Stadtgeschichte und speziell zur kommunalen Neugliederung vor 90 Jahren, zu sehen im Remscheider Rathaus im Rahmen des Stadtjubiläums, stammt von Jörg Holtschneider von der Agentur „Via Temporis“. Das Layout gestaltete die rsn-Medienagentur GmbH, Hindenburgstraße  78, www.rsn-medienagentur.de. Der Waterbölles veröffentlicht die einzelnen Kapitel der Ausstellung mit freundlicher Genehmigung des Autors und der Agentur.

Lichtinstallation 'Leichtes Licht – Schwerer Schatten'

Fotos: Hans Georg MüllerZum Programm von ‚Tatsächlich Frieden‘ des evangelischen Kirchenkreises Lennep gehörte am vergangenen Wochenende auch die begehbare Lichtinstallation „Leichtes Licht – Schwerer Schatten“ in den Räumen des Bunkers unter der evangelischen Stadtkirche Remscheid (Markt). Konzipiert hatten sie der Wuppertaler Licht- und Videokünstler Gregor Eisenmann und die Remscheider Künstlerin Ute Lennartz-Lembeck. Die Videoanimationen erfüllten die Räume mittels „Projection Mapping“. Hinzu kamen interaktive Momente, wenn Kameras Bewegungen der Besucher/innen aufgriffen und ebenfalls projizierten. Gleich nebenan ein „Raum der Stille und Besinnung“ mit Wasser, Licht und Klangschalen.

Eine von rund rund 750 Postkarten über Lennep

Historische Postkarte.von Dr. Wilhelm R. Schmidt

Liebe Freunde des Bergischen Landes. liebe Lenneper,
„ Was macht der Vater – wie geht’s der Mutter?“ heißt es auf dieser schönen Ansichtskarte, die im Juni 1899 in Remscheid abgesandt wurde, und zwar nach Neheim an der Ruhr, später Neheim-Hüsten und heute Stadtteil von Arnsberg. Die Adressatin war eine Louise Heinemann. Natürlich kam damals die Ansichtskarte auch einen Tag später an und erhielt auf der Post den entsprechenden Eingangsstempel.

„Gruß aus dem Bergischen Lande und Lennep“ – so steht es schön bunt gedruckt auf der Bildseite. Dort wurden die damaligen Wahrzeichen des Bergischen Landes abgebildet, und überwiegend sind sie es ja heute noch: das Schloss Burg an der Wupper, die Müngstener Riesenbrücke, ja so hieß sie damals, und die in dieser Zeit entstehenden bergischen Talsperren. Als Beispiel ist hier die neue Remscheider Intze-Talsperre wiedergegeben. Die Ansichtskarte gab es wohl auch schon vor deren Vollendung, denn auf einer früheren Version ist stattdessen eine „Partie an der Wupper“ abgebildet.

Auch das  „Hotel Kaiserhof“ gegenüber dem alten Lenneper Bahnhof war seinerzeit ein solches bergisches Wahrzeichen oder sollte zumindest eines werden. Es krönte das obere Stück der damaligen Kaiserstraße in Lennep, die heute Bahnhofstraße heißt. Direkt nach unten daran angebaut sieht man, ebenfalls mit einem Türmchen oben drauf, das sog. Vereinshaus, in dem die evangelische Gemeinde u.a. das „Bergische Alumnat“ unterhielt, das kurz vor 1910 an der Gabelung von Teichstraße und Hackenbergerstraße einen repräsentativen Neubau bezog, der heute noch besteht.

Vieles in dem einstigen Prachtareal zwischen der Kölner Straße und dem Lenneper Bahnhof wurde im Zweiten Weltkrieg ein Opfer der alliierten Bomben, aber in den Resten des Hotels Kaiserhof war noch längere Zeit die Lenneper Sparkasse untergebracht. Das Hotel war seinerzeit vom Lenneper Bürgermeister Sauerbronn angeregt worden. Wie so manches der Gebäude und die Anlagen drum herum sollte es von einem Anleger auf eigene Kosten und Risiko gebaut werden. Ein Lenneper Baulöwe baute es denn auch so und stieß es später wieder ab. Heute erinnert vor Ort nur noch ein Portikus, Teile des ehemals pompösen Hoteleingangs, an die glanzvolle Vergangenheit der wilhelminischen Prachtstraße zum Lenneper Bahnhof hin, und natürlich die unzähligen, oft auch farbig gestalteten, Ansichtsarten, die im Remscheider Stadtarchiv auch als Originale erhalten sind.

Ja, „was macht der Vater, wie geht´s der Mutter?“ Die Adressseite unserer Ansichtskarte war seinerzeit ausschließlich für die postalischen Angaben nutzbar, und auf der Bildseite findet sich neben den bereits erwähnten Bildmotiven nicht viel Platz. Dennoch wurde er ausgenutzt. Der Absender platzierte hier ein damals in Abwandlungen häufig benutztes Gedicht. Wir lesen: Liebe Louise, ich bin Dir böse!  Und schreibst Du bald nicht – Ein Unglück dann geschieht – Besten Gruss allerseits & für Dich einen Kuss Dein …“

Übrigens, liebe Lennepfreunde, vor nicht allzu langer Zeit erst hatten wir den Internationalen Weltpostkartentag. Diesen gibt es noch nicht lange, und er fällt nach der Auffassung mancher Leute eher unter die Rubrik "Kurioses". Unser heutiges Beispiel einer Ansichtskarte aus dem vorletzten Jahrhundert ist sozusagen auch ein Beitrag dazu. Es stammt aus meiner rund 750 Einheiten umfassenden Ansichtskartensammlung von Lennep, deren Originale sich inzwischen im Remscheider Stadtarchiv befinden. Man sieht, dass das Bergische Land und die damalige Stadt Lennep wunderbare Seiten und viel zu bieten hatten, und dies ist auch heute noch geschichtlich interessant und beileibe nicht nur kurios. Im Internet findet man die Ansichtskartensammlung hier:    http://publikationen.ub.uni-frankfurt.de/frontdoor/index/index/year/2008/docId/19626.

Herbstferienprogramm 'Natur'

Für Kinder im Grundschulalter und etwas ältere Kinder bietet die Natur-Schule Grund auch in den Herbstferien "Natur zum Anfassen". Die Kinder-Ferienkurse finden jeweils von 10:00 - 13:00 Uhr in der Natur-Schule, Grunder Schulweg 13, in Remscheid-Grund oder deren unmittelbarem Umfeld statt. Die Kinder sollten für eine kleine Pause zwischendurch mit Essen und Trinken ausgerüstet sein, dazu mit wetterfester, ggf. wärmender Kleidung und passendem Schuhwerk. Die Teilnahme kostet je Kind und Tag 9,00 €, die Backaktion zehn €. Eine Anmeldung ist jeweils erforderlich und sollte möglichst frühzeitig erfolgen. Anmeldungen nimmt die Natur-Schule Grund unter Tel. RS  3748239 oder, am besten, unter info@natur-schule-grund.de" target="_blank">info@natur-schule-grund.de entgegen .
 
Am Montag, 14.10., heißt es "Die spinnen - die Spinnen". Die Kinder im Grundschulalter suchen unter Anleitung von Biologin Stefanie Barzen Spinnen im Haus und in den angrenzenden Lebensräumen und lernen deren Lebensweise kennen. Die Anmeldung sollte schon am Freitag, dem 11.10., mittags in der Natur-Schule eingegangen sein.
 

"Wir bauen einen Igel-Unterschlupf" lautet das Motto am Dienstag, 15.10. und am Mittwoch, 23.10.. Die Kinder im Alter von 6 bis ca. 13 Jahren stellen mit kleinem Aufwand eine Überwinterungsmöglichkeit für Igel her und lernen viel über die Tiere.

 

Der Herbst ist auch die Zeit zu backen. "Vom Korn zum Brot" bietet als Programm der Natur-Schule am Mittwoch, 16.10., die Möglichkeit, das Backen von Brötchen auszuprobieren und Zutaten zu erfinden, um die Brötchen noch leckerer zu gestalten. Stefanie Barzen steht den Kindern und Jugendlichen auch hier hilfreich zur Seite.

 

Am Donnerstag, 17.10.,  geht es mit Stefanie Barzen in den herbstlichen Wald und am  Freitag, 18.10., wird Biologe Jörg Liesendahl mit Kindern im Alter von 6 - 13 Jahren die Tiere im Bach erforschen.

 
Am Montag, 21., und Dienstag, 22.10., erforschen die Kinder die Pilzwelt der Wälder rund um die Natur-Schule Grund. Und zum Ende der Ferien gibt es unter dem Motto "Alles prima mit dem Klima?" eine Einführung in den Klimawandel und was wir dagegen tun können (24. und 25.10.)

Wochenrückblick vom 23. bis 29. September 2019

 

Protest kommt von Bürgermeister und Landrat

Die Anfänge des Protests

Schnell formiert sich in Lennep und Lüttringhausen Widerstand gegen den Entwurf des Regierungspräsidenten Bergemann für ein „Remscheid von morgen“. In Lennep protestieren der Bürgermeister Emil Nohl, der Landrat Dr. Beckhaus und der Einzelhandels- und der Arbeitgeberverband. In Lüttringhausen kämpft Bürgermeister Suthoff-Groß gegen einen „Eingriff von der Schwere, wie man es sich nicht schlimmer vorstellen kann“ und meint, „man solle lieber alle Städte Wuppertal zuschlagen, ehe man seine Gemeinde nach Remscheid eingemeindet“. Entschließungen, Stellungnahmen, Gutachten und Denkschriften aller drei Städte reihen sich in den folgenden Monaten aneinander.

Es geht Schlag auf Schlag:

15./16. Mai 1928: Beamte der Landesregierung bereisen das Bergische Land, unter ihnen Regierungspräsident Bergemann und sein Referent Victor von Leyden.

Juni 1928: Remscheid legt eine Denkschrift vor, die den Wunsch zum Ausdruck bringt, auch „noch Cronenberg, Wermelskirchen und Burg mit Remscheid zu einem Gemeinwesen zusammenzufassen“.

1. November 1928: Der Preußische Innenminister Grzesinski veröffentlicht den Referentenentwurf Victor von Leydens. Dieser sieht keinen Bedarf einer Gebietserweiterung für Remscheid und schlägt nur eine geringfügige Grenzkorrektur an der Bökerhöhe vor. Remscheids Kontrahenten jubeln, aber die Remscheider und ihr Oberbürgermeister Walther Hartmann geben sich nicht geschlagen.

November 1928: Um den Remscheider Standpunkt klarzumachen, schickt Oberbürgermeister Hartmann die Denkschrift der Stadt Remscheid an den preußischen Innenminister und an den Präsidenten des Deutschen Städtetages. Auch die Stadtverordnetenversammlung votiert offiziell für „Remscheids Wille zum Leben“.

5. - 22. Dezember 1928:  Der preußische Innenminister kommt auf seiner Reise durch die Region nach Remscheid. Nach einer leidenschaftlichen Unterhaltung mit dem Remscheider Oberbürgermeister Hartmann wird am 22.12. der Referentenentwurf Victor von Leydens durch eine neue Gesetzesvorlage des preußischen Innenministers Grzesinski revidiert. Lennep und Lüttringhausen (ohne Beyenburg) werden wieder Remscheid zugeschlagen. Die heiße Phase des Widerstandes beginnt.

Der Text der Ausstellung „90 Jahre Großstadt Remscheid“ zur Remscheider Stadtgeschichte und speziell zur kommunalen Neugliederung vor 90 Jahren, zu sehen im Remscheider Rathaus im Rahmen des Stadtjubiläums, stammt von Jörg Holtschneider von der Agentur „Via Temporis“. Das Layout gestaltete die rsn-Medienagentur GmbH, Hindenburgstraße  78, www.rsn-medienagentur.de. Der Waterbölles veröffentlicht die einzelnen Kapitel der Ausstellung mit freundlicher Genehmigung des Autors und der Agentur.

Das große Comedy Battle im Neuen Lindenhof

Der Initiativkreis Kremenholl e.V. hat die Ehre nach Gastspielen u.a. beim Comedy Festival in Köln, die letzte Ausgabe, das große Finale, das Format des "großen Comedy-Battles" im Saal des „Neuen Lindenhof“ ausrichten zu dürfen.

So verschieden die Kontrahenten auch sind, in der einen „Ecke“, die Kunstfigur „La Signora“, das selbsternannte schwarzgewandete Showgirl mit italienischen Wurzeln aus Oberhausen, „…eine wirkliche Närrin, die schwarze Wölfin unter den Clowninnen (Thomas Bremser). Ständig provozierend hält sie ihrem Gegner und dem Publikum gleichermaßen den Narrenspiegel vor. Kein Mann im Saal, der sein sprichwörtliches Fett nicht abbekäme.

Aktuell ist Carmela de Feo, die zu Beginn ihrer Comedy Karriere schon beim Kremenholler Kleinkunstpreis zu brillieren wusste, häufig in der Reihe „Ladies Night“ im TV zu sehen. Ihr gegenüber: Helmut Sanftenschneider, der Womanizer aus Herne, ein Komödiant, dem die Herzen der Frauen nur so zufliegen, wenn er zum Beispiel auf dem „Traumschiff“ eine Gala gibt. Er ist ein Künstler, der auch als Musiker in seinen Programmen absolut überzeugen kann und dessen aktuelles Soloprogramm den Titel „Der Gitarrenflüsterer“ trägt. Dem Remscheider Publikum ist Helmut Sanftenschneider auch als Moderator des KCK bekannt.

Für die Veranstaltung am Samstag, den 28. September um 200 Uhr (Einlass 19 Uhr) im Neuen Lindenhof, gibt es nur noch wenige Restkarten. Wer sich nicht auf das Kontingent an der Abendkasse verlassen möchte, kann noch Karten unterTel. RS 291039 telefonisch vorbestellen. Karten kosten im VVK 18 Euro und an der Abendkasse 20 Euro.

Foto : Bernd Keller

Mehr Raum für wirtschaftliche Entwicklung

Wirtschaftsnot

Die Folgen des Ersten Weltkrieges stellen die junge Weimarer Republik vor neue Aufgaben. Der Friedensvertrag von Versailles spricht dem Deutschen Reich und seinen Verbündeten die alleinige Schuld und Verantwortung am Ausbruch des ersten Weltkrieges zu. Dies hat hohe Reparationszahlungen zur Folge, die in Goldmark, Devisen und Sachgütern geleistet werden müssen. Um die Schulden bei den Siegermächten tilgen zu können, muss der deutsche Staat Auslandsanleihen aufnehmen. So bezahlt man Schulden mit Schulden.

Hinzu kommt die hohe Staatsverschuldung durch die Finanzierung des Ersten Weltkrieges und dessen Folgekosten. Um das für den Krieg benötigte Kapital zu beschaffen, war die Geldvermehrung durch rückzahlbare Kriegsanleihen anstatt durch Steuern erfolgt. Die aus beidem resultierende Inflation findet 1923 ihren Höhepunkt. Massenarbeitslosigkeit, Armut und Hunger prägen das Deutschland jener Zeit.

Die extremen wirtschaftlichen Belastungen bringen das noch nicht auf festen Füßen stehende demokratische System ins Wanken. Die innenpolitische Lage verschlechtert sich. Unterschiedlichste politische Kräfte lehnen das parlamentarische System ab und lassen sich nicht demokratisch einbinden. Noch immer vorherrschendes monarchistisches Denken blockiert Erneuerungen. Langsam radikalisiert sich die politische Lage.

Länder und Kommunen

Die hohen Schuldenlasten erdrücken auch die Länder und Kommunen. Die Verwaltungsspitzen, noch in den Strukturen des 19. Jahrhunderts verharrend, stehen der negativen Entwicklung hilflos gegenüber. Verstärkt kommen Forderungen nach einer durchgreifenden Verwaltungsreform auf. Bereits seit Anfang der 1920er Jahre beschäftigt sich auch die preußische Landesregierung mit dem Gedanken einer Neuordnung der kommunalen Grenzen und der Verwaltung. Oberstes Gebot ist die Zukunftsfähigkeit des rheinisch-westfälischen Industriegebietes. So gilt es einheitliche Wirtschaftsräume zusammen zu legen, bestehende Gemeinden durch Eingemeindungen zu vergrößern, zu stärken und Raum für ihre zukünftige wirtschaftliche Entwicklung zu geben. Die Zusammenlegung von Kommunalverwaltungen soll Einsparungen fördern und ihre Effizienz steigern.

Im November 1925 bringt der Preußische Innenminister Carl Severing einen Gesetzentwurf „Über die Neuregelung der kommunalen Grenzen im rheinisch-westfälischen Industriebezirk“ in den Düsseldorfer Landtag ein. Noch findet sein Anliegen dort wenig Anklang. Als der neue Preußische Innenminister Albert Grzesinski am 6. Dezember 1927 die Regierungspräsidenten des „rheinisch-westfälischen Industriebezirks“ beauftragt, die Vorarbeiten zu einer kommunalen Neugliederung in die Wege zu leiten, beginnen sich die Rädchen langsam zu drehen. Betroffen sind die Stadtgemeinden Gladbach-Rheydt, Duisburg-Hamborn, Oberhausen, Bottrop, Mü!heim, Essen, Barmen-Elberfeld, Remscheid, Solingen, Gelsenkirchen-Buer, Bochum, Wattenscheid, Wanne-Eickel, Herne, Castrop-Rauxel, Dortmund, Recklinghausen, Gladbeck, Bottrop, Hagen und zahlreiche Landkreise, so auch der Landkreis Lennep.

Auch der Düsseldorfer Regierungspräsident Bergemann nimmt das Projekt nach den Vorgaben des Innenministers in Angriff. Am 12. Januar 1928 legt er ein erstes Konzept vor. Lennep und Lüttringhausen (ohne Beyenburg) sollen zu Remscheid, Barmen und Elberfeld werden eine Stadt. Über Cronenberg wird noch gestritten. In Remscheid ist man sehr erfreut, denn „jeder Laie kann erkennen, dass die vorhandene Fläche für eine durchgehende Bebauung nicht ausreicht und zu wenig Fläche für die Industrie zur Verfügung steht.“ In Lennep, Lüttringhausen und Wermelskirchen fühlt man sich „wie erschlagen“. Die Proteste nehmen ihren Lauf.

Der Text der Ausstellung „90 Jahre Großstadt Remscheid“ zur Remscheider Stadtgeschichte und speziell zur kommunalen Neugliederung vor 90 Jahren, zu sehen im Remscheider Rathaus im Rahmen des Stadtjubiläums, stammt von Jörg Holtschneider von der Agentur „Via Temporis“. Das Layout gestaltete die rsn-Medienagentur GmbH, Hindenburgstraße  78, www.rsn-medienagentur.de. Der Waterbölles veröffentlicht die einzelnen Kapitel der Ausstellung mit freundlicher Genehmigung des Autors und der Agentur.

Warnung vor gefälschten E-Mail-Bewerbungen

Pressemitteilung der Agentur für Arbeit

Aktuell erhalten Unternehmen vereinzelt gefälschte E-Mails, die vorgeben, eine Bewerbung auf ein bei der Agentur für Arbeit gemeldetes Stellenangebot einzusenden. Der E-Mail-Anhang enthält die Schadsoftware „Ordinypt“. Die Datei-Anhänge sollten auf keinen Fall geöffnet werden! Unternehmen droht aktuell Schaden durch den Erpressungs-Trojaner „Ordinypt“, der durch E-Mails verbreitet wird. Die Schadsoftware ist in den Datei-Anhängen von E-Mails versteckt, die als Bewerbung auf ein bei der Agentur für Arbeit gemeldetes Jobangebot getarnt sind. Die Mails wirken vertrauenswürdig und werden von unterschiedlichen, unauffälligen Mail-Adressen versandt. Inhalt und Sprache der E-Mails wirken unverdächtig, im Betreff der E-Mail steht in der aktuellen Version „Bewerbung via Arbeitsagentur - Eva Richter“.

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) weist ausdrücklich darauf hin, dass sie in keinerlei Zusammenhang mit derartigen E-Mails steht. Die BA rät, verdächtige E-Mails ungelesen zu löschen, die zum Beispiel auf ein Stellenangebot bei der BA verweisen, dass es nicht gibt. Auch der CERT-Bund des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt ausdrücklich davor, verdächtige E-Mail-Anhänge zu öffnen. Im Anhang der gefälschten Bewerbungs-E-Mails ist die Schadsoftware „Ordinypt“ in Form eines zip-Archivs verborgen. Wer den infizierten Anhang öffnet, stößt damit einen äußerst schädlichen Vorgang an: Alle Dateien des Computers werden automatisch überschrieben und durch gleichnamige, leere Dateien mit einer anderen Dateiendung ersetzt. Auf die gespeicherten Informationen kann nicht mehr zugegriffen werden.

Hinzu kommt: Die Schadsoftware kann über infizierte Rechner auch andere Computer und Server innerhalb eines Netzwerks angreifen. Auf diese Weise kann sie weitere Dateien zerstören. Die Betroffenen werden anschließend per E-Mail aufgefordert, Lösegeld für die Entschlüsselung der Dateien zu zahlen – die zu diesem Zeitpunkt bereits unwiederbringlich gelöscht sind. Es wird daher dringend davon abgeraten, die Dateianhänge verdächtiger E-Mails zu öffnen. Der Trojaner „Ordinypt“ folgt aktuell auf die Schadsoftware „GermanWiper“, die vor rund drei Monaten mittels desselben Prinzips – eine plausibel wirkende Bewerbung als Tarnung einer zip-Datei – versuchte, Lösegeld zu erpressen.

Katastrophenschutzübung an der Wuppersperre

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Die Stadt Remscheid richtet an der Wuppersperre in Remscheid am 5. und 6. Oktober im Auftrag und unter Beteiligung der Bezirksregierungen Düsseldorf und Köln eine Übung für die Einsatzkräften des Katastrophenschutzes aus. Erprobt wird die Zusammenarbeit der verschiedenen Hilfsorganisationen (die aus der DLRG, dem DRK, der JUH bestehen) und der Feuerwehr mit dem Ziel, die Zusammenarbeit der einzelnen Katastrophenschutzeinheiten zu fördern, um den Erfolg im Einsatzfall zu gewährleisten. Zu den örtlichen Einheiten werden an jedem Tag zusätzlich noch ca. 230 Einsatzkräfte mit 50 Fahrzeugen aus den Regierungsbezirken Düsseldorf und Köln zusammengezogen. Insgesamt sind pro Tag ca. 500 Personen beteiligt. Die Übungen finden auf der Wuppersperre und im Bereich Niederfeldbach, Oberfeldbach, Müllersberg und Nagelsberg in der Zeit von ca. 10 bis 16 Uhr statt.

Um die Szenarien zu verdeutlichen, werden mehrere Statisten und verschiedene Darstellungsmittel eingesetzt. Dabei kommt es zu Rauch- und Feuererscheinungen, die keine Gefährdungen für Menschen, Tiere oder die Umwelt darstellen. Aufgrund der hohen Anzahl an Einsatzkräften und Einsatzfahrzeugen, kann es im Bereich der Kräwinklerbrücke sowie im Bereich Niederfeldbach zu Behinderungen und Lärmbelästigungen kommen. Die Bevölkerung wird dafür um Verständnis gebeten. Die rund 80 Anwohner*innen im Übungsgebiet werden im Vorfeld über ein persönliches Anschreiben der Feuerwehr Remscheid informiert; auch über die Warn-App NINA wird auf die Übung hingewiesen werden.