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Die Senioren in Hof Glassiepen sind völlig entsetzt

Unruhe unter Glassiepen-Mietern wegen neuem Besitzer“, titelte der Waterbölles am 9. August.  Da waren die rund 120 Wohnungen der Seniorenwohnanlage Hof Glassiepen, Peterstraße 26, gerade von der Gisela Hübeler Immobilienverwaltung, Industriestr. 23, an die „Wert-Investition Hof Glassiepen Grundbesitz GmbH“ (Stammkapital 25.000 Euro) mit Sitz in Sarstedt, Käthe-Paulus-Straße 2a, verkauft worden. Die wird seit Februar beim Amtsgericht Hildesheim unter dem Aktenzeichen HRB 206109 geführt. Sie ist eine von vielen Projektgesellschaften der Wert-Investition Holding GmbH, die 2016 aus der 1992 von Werner Ströer gegründeten Wert-Investition GmbH entstand.  Bis heute ist dieser der Geschäftsführer der Holding sowie aller Projektgesellschaften.

Eine Mieterversammlung, auf der die Mieter von der Peterstraße in Remscheid den neuen Eigentümer aus Niedersachsen hätten kennenlernen können, habe es noch nicht gegeben; entsprechend groß sei die „allgemeine Verunsicherung und Unruhe“, erfuhr der Waterbölles damals von einer Mieterin. Inzwischen ist aus der Verunsicherung Entsetzen geworden. Denn seit gestern hängt in der Senioren-Wohnanlage ein Schreiben des Remscheider Energielieferanten EWR GmbH am Schwarzen Brett. Darin informiert die Tochterfirma der Stadtwerke Remscheid die Mieter, „dass Zahlungsrückstände aus Wärmelieferung (Heizung und Warmwasser) für das Gesamtobjekt bestehen“ und die „Verbrauchsstelle Hof Glassiepen“ erhebliche offene Posten aufweise. Deshalb sieht sich die EWR, Zitat, „bedauerlicherweise gezwungen, die Wärmeversorgung des Hauses am 5. November einzustellen. Wir bedauern, Ihnen diese Mitteilung machen zu müssen und bitten Sie, sich mit ihrem Vermieter in  Verbindung zu setzen. Wir hoffen, dass die angekündigte Maßnahme durch Ausgleich des Zahlungsrückstandes vermieden werden kann. Wir möchten Sie noch darauf hinweisen, dass die Liefersperre auch durch Zahlungen seitens der Mieter abgewendet werden kann.“

Mit dem Vermieter in Verbindung setzen?! Leichter gesagt als getan, weiß Ulrike Hartenstein zu berichten: „Da geht einfach niemand ans Telefon!“. Sie wohnt mit ihrem Mann Joachim schon seit Jahren in Hof Glassiepen und kennt viele ältere Mieter, die insgesamt nicht mehr so fit sind. „Die wissen nicht mehr ein noch aus. Viele hatten Tränen in den Augen oder haben geweint, als sie den Brief der EWR gelesen haben!“

Was die Mieter nicht wissen konnten: Der von Klaus Zehrtner, Leiter Energiedienstleistungen, unterschriebene Brief ist die aktuellste, aber nicht die erste Maßnahme des Energieversorgers seit dem Verkauf der Immobilie, um ihre Wärmelieferungen für Hof Glassiepen bezahlt zu bekommen. Das begann mit mehreren Mahnschreiben an den neuen Besitzer. Doch der sieht sich offenkundig nicht in der Verpflichtung, in den einst zwischen der Hübeler Immobilienverwaltung und der EWR abgeschlossenen Liefervertrag einzusteigen. Ergebnis: Die EWR liefert seit dem 1. August, also seit drei Monaten, zwar weiterhin, sieht auf ihrem Konto aber kein Geld. Im November wird es ein fünfstelliger Betrag sein, der in ihren Büchern fehlt.

Die Wärmeversorgung für die Seniorenanlage ist mit der einer einzelnen Wohnung nicht zu vergleichen. Dahinter steckt eine weitaus aufwendigere (und kostspielige) Technik. Auf sie hatten sich der damalige Besitzer und Vermieter (Hübeler) und die EWR vertraglich verständigt. Eine Klausel regelt für den Fall des Verkaufs die Rechtsnachfolge. Folglich hätte ab August die „Wert-Investition Hof Glassiepen Grundbesitz GmbH“ zahlen müssen. Tut es aber nicht! Woraufhin sich die EWR an die Hübeler Immobilienverwaltung wandte. Auch sie steht vertraglich noch in der Verpflichtung, scheint sich gegenwärtig aber ebenfalls querzustellen. Geld von dieser Seite floss jedenfalls bis heute ebenfalls nicht.

Ein Fall für die Gerichte? Das könnte langwierig werden! Dieser Gedanken raubt inzwischen vielen Mietern von Hof Glassiepen den Schlaf.

Bau einer Grillerlebniswelt soll bald beginnen

Im Frühsommer des nächsten soll es soweit sein. Dann will die „Grillardor“- Aktiengesellschaft  auf dem von der Stadt erworbenen Gelände Ecke Lüttringhauser Straße / Ringstraße, also in unmittelbaren Nähe zur Autobahnauffahrt Lennep, mit einer 2000 Quadratmeter großen Grill-Erlebniswelt die Herzen leidenschaftlicher Grill-Liebhaber höherschlagen lassen. Am obligatorischen „ersten Spatenstich“, für den eigens Sand angeliefert worden war, nahmen für die Stadt Remscheider der Technische Beigeordnete Peter Heinze und Ingo Lückgen, Leiter der Wirtschaftsförderung der Stadt Remscheid, teil. Sie zeigten sich guter Dinge, was den eingereichten Bauantrag angeht, der zurzeit noch von der Bauaufsicht geprüft wird. Und da sind auch die beiden Investoren Arndt Krienen und Frederik Kappenstein optimistisch. Zumal sie inzwischen zusammen mit der Stadt den Plan entwickelt haben, oberhalb der Grill-Erlebniswelt einen Kindergarten zu bauen. Dafür  habe er sich sofort begeistern können, sagt Rechtsanwalt Krienen, bekennender Lenneper, der als CEO einer Aktiengesellschaft sein Geld in Berlin, aber mit seiner Familie in Lennep geblieben ist.

Bei der neuen Grillardor AG ist Krienen Aufsichtsratsvorsitzender. Sein Geschäftspartner Frederik Kappenstein leitet künftig das operative Geschäft von Grillardor. Man habe sich sehr bewusst für den Standort Remscheid und für die US-amerikanische Barbecue-Marke Weber entschieden, weil deren qualitativ hochwertige Produkte den Freizeitmarkt der Griller weiter befeuern würden. Krienen: „Der Weber-Original-Store wird der größte Store seiner Art in Deutschland, ergänzt durch Produkte aus der Region, mit mehr als 75 verschiedenen Grills in der Ausstellung und einer hochmodernen ‚Grill-Academy‘, um Produkte testen zu können!“ Und Frederik Kappenstein ergänzt: „In der ‚Eating Area‘ wird es kleine Köstlichkeiten vom Grill geben, damit Grillenenthusiasten ihr Hobby unter Gleichgesinnten genießen können!“.

Insgesamt hat das gegenüber dem Gartencenter Kremer gelegene Grundstück, das inzwischen von der Fa. Dohrmann weitgehend eingeebnet wurde (an die alte Wagenhalle der Straßenmeisterei erinnern nur noch einige Mauerreste), eine Größe von ca.7.760 Quadratmetern. Das darauf stehende ältere Wohnhaus soll erhalten bleiben. Der Plan, oberhalb der neuen Erlebniswelt Richtung Knusthöhe, noch zwei weitere Wohnhäuser zu errichten, wurde inzwischen durch den einer neuen Kita ersetzt. Die will die Grillardor AG bauen und anschließend an die Stadt Remscheid vermieten. So etwas nennt man dann eine „Win-Win-Situation“.

Gemeinsame Erklärung von Remscheid und Wuppertal

Händlerbefragung bestätigt das Ziel der Klagerücknahme gegen das DOC Lennep:
Kaum Beteiligung und ein klares Votum für ein Ende des Rechtsstreits

Ganze 28 von rund 700 angeschriebenen Einzelhändlern haben sich an der Befragung der Stadt Wuppertal zum geplanten DOC in Lennep beteiligt. Das Angebot der Verwaltung an die Händler, ein Votum in die Entscheidung des Rates über eine Klagerücknahme einzubringen, blieb weitgehend ungenutzt. Ein ähnliches Bild hatte eine Einladung der IHK kurz vor der Befragung ergeben, als von 980 angeschriebenen Händlern lediglich 13 zu einer Diskussion über das DOC und seine möglichen Folgen gekommen waren.

Das Gros der Händler scheint sich von dem geplanten DOC nicht betroffen zu fühlen, war ein gemeinsames Fazit der beiden Oberbürgermeister Andreas Mucke und Burkhard Mast-Weisz in einer ersten Bewertungsrunde am Mittwochabend, 30. Oktober, unmittelbar nach dem Ende der zweiwöchigen Rücklauffrist für den mit wenig Aufwand auszufüllenden Fragebogen. Andreas Mucke hatte dazu die Remscheider Stadtspitze, die Chefs des DOC-Investors McArthurGlen, IHK, Einzelhandelsverband, die IGs und die Vorsitzenden der Ratsfraktionen in das Wuppertaler Rathaus eingeladen.

Ein deutliches Votum zeigt sich auch innerhalb der 28 Rückläufer der Befragung (siehe Anlage Präsentation): 19 der 28  Händler, die sich überhaupt beteiligt haben, also rund zwei Drittel, stimmten für ein Ende des Rechtstreits, davon wiederum 16 für den zwischen McArthurGlen und der IG Elberfeld ausgehandelten Kompromiss der Flächenreduzierungen in den kritischen Sortimenten.

Vor der Präsentation der Befragungsergebnisse betonte Garry Bond für McArthurGlen noch einmal die positiven Auswirkungen eines Outlets für die gesamte Region: angefangen von der Magnetwirkung für den Tourismus mit gemeinsamem Marketing bis hin zu mindestens 800 neuen Arbeitsplätzen, von denen ein erheblicher Teil mit Bewerbern aus Wuppertal besetzt werden soll. „Befragen Sie die Kommunen rund um unsere Standorte, stellen Sie uns auf den Prüfstand“, ermunterte Bond die Wuppertaler. Nirgendwo seien in der Folge einer DOC-Ansiedlung Geschäfte geschlossen worden oder die Kommunen unzufrieden mit der Entwicklung der Investition, die er für Remscheid alleine für den Bau mit 160 Millionen Euro bezifferte.

Die Vertreterinnen und Vertreter der Wuppertaler Ratsfraktionen bewerteten die Ergebnisse in einem ersten Stimmungsbild ganz überwiegend als Bestätigung ihres Auftrages an die Verwaltung, einen Beschluss zur Klagerücknahme für die Ratssitzung am 18. November vorzubereiten. In der Vorlage, die dazu nun von der Verwaltung erarbeitet wird, sollen alle Aspekte noch einmal umfassend dargestellt werden, um den Stadtverordneten eine rechtssichere Abwägung zu ermöglichen.

„Ich setze mich weiterhin mit ganzer Kraft für ein Ende des Rechtsstreits ein. Die Voten der Händler geben uns dazu deutlichen Rückhalt“, betonte Oberbürgermeister Andreas Mucke in der Runde. Auch Burkhard Mast-Weisz appellierte erneut an alle, den Streit zu begraben und in der bergischen Zusammenarbeit gemeinsam unbelastet nach vorne zu schauen: „Es wäre ein gutes Signal für die Region.“

Info: Befragt wurden rund 700 Einzelhandelsunternehmen der kritischen Hauptsortimente Kleidung, Schuhe/Lederwaren und Sportartikel und zusätzlich relevante Bereiche, wie Spielwaren, Uhren/Schmuck und Hausrat. Der Wuppertaler Stadtrat hatte bereits im seinen Willen zur Beendigung der Auseinandersetzung um das geplante DOC in Lennep bekräftigt und der Verwaltung aufgegeben, kurzfristig alle notwendigen Voraussetzungen dafür zu schaffen. Diese liegen mit dem Ergebnis der Befragung nun zur Abwägung durch die Fraktionen vor.

Kulturausschuss möchte aktuelle Organigramme sehen

Auf Nachfrage in einer vorausgegangenen Sitzung hat die Verwaltung am Dienstag den Mitgliedern des Kulturausschusses schriftlich dargelegt, dass sich die Zuständigkeit des Gremiums aus der vom Rat der Stadt Remscheid zu Beginn der laufenden 15. Wahlperiode am 25. September 2014 beschlossenen „Zuständigkeitsordnung“ ergibt. Demnach sind dem Ausschuss folgende Fachdienste zugeordnet: Teo Otto Theater und Galerie; Historisches Zentrum, Deutsches Röntgen-Museum und Kommunales Bildungszentrum. Dementsprechend entscheide der Ausschuss abschließend über die „Durchführung von Veranstaltungen des Theaters und der allgemeinen Kulturpflege, Ankäufe und Verkäufe von Kunstgegenständen, im Rahmen der Richtlinien über die Förderung der freien Kulturarbeit; die Angelegenheiten der Volkshochschule nach Maßgabe ihrer Satzung“ und  begleite im Übrigen die Bergischen Symphoniker (mit Ausnahme strategischer Entscheidungen).

Ich bezweifle allerdings, dass es unter den Ausschussmitgliedern in der Frage der formalen Zuständigkeiten tatsächlich Aufklärungsbedarf gegeben hat. Der dürfte eher anderswo liegen. Darauf deutete am Dienstag eine Wortmeldung von Volker Leitzbach (SPD) hin. Darin bat er darum, doch Organigramme für die vier Fachdienste nachzureichen. Denn dort sei „einiges ge- und verschoben und neu besetzt worden“. Ausschussvorsitzender Karl Heinz Humpert hatte dafür Verständnis angesichts „gewisser Unsicherheiten“. Stadtdirektor Sven Wiertz: „Wie reichen die Organigramme gerne nach!“

Wenn sie dem Ausschuss dann vorliegen - und damit auch der interessierten Öffentlichkeit - sollte man sie sich ruhig mal genauer ansehen. Vielleicht wird dann ersichtlicher, was sich am Dienstag hinter dem Tagesordnungspunkt „Zuständigkeiten“ verbarg und was niemand konkret aussprechen wollte.

Sitzbank für 120 Euro dank 'Bordmitteln vor Ort'

Sitzbank am Theater könnte zum Dauerbrenner werden“, titelte der Waterbölles am 2. September, einen Tag vor der Sitzung des Kulturausschusses, in der die Ausschussmitglieder dann den Kolleginnen  und Kollegen  der Bezirksvertretung Alt-Remscheid einstimmig empfahlen, neben der Busunterführung am Teo Otto Theater zunächst probeweise eine Bank aufstellen zu lassen. Quasi gegen die ursprüngliche Stellungnahme der Verwaltung, „aus denkmalpflegerischen, rettungstechnischen und anfahrtsmäßigen Gründen“ sei ist die Installation von Sitzbänken vor dem Zugangsbereich des Teo Otto Theaters abzulehnen.

Zur Septembersitzung des Kulturausschusses hatte die Verwaltung aber schon eingelenkt, und so begrüßte denn Stadtdirektor Sven Wiertz die „Testbank“ damals als „vernünftigen, pragmatischen Vorschlag“ – und folgte später auch der Bitte von Inge Brenning (SPD), eine Bank für 6.000 Euro erst gar nicht in Betracht zu ziehen. Theaterleiter Lurz Heinrichs bewies in der Kulturausschusssitzung am vergangenen Dienstag, dass es  „mit Bordmittel vor Ort“ tatsächlich auch viel preiswerter geht: Denn die Bank, die das neue „offene Werkstatt-Atelier“ (‚Jobfit Plus‘) des Diakonischen Werk Remscheid in der früheren Friedhofsgärtnerei „Blumen Vetter“ an der Kirchhofstraße für den MyViertel e.V., Ale Bismarckstraße entworfen hat, soll lediglich 120 Euro kosten. Schon in den nächsten Tagen soll eine solche Bank am Theater „probeweise“ aufgestellt werden. Dem Fraktionsvorsitzenden der Linken, Fritz Beinersdorf, fiel allerdings sofort ein Manko ins Auge, das auch für Luxus-Version gilt: „Beide Bänke haben keine Lehne; das macht älteren Menschen das Aufstehen schwerer!“

Werke von Gerd Arntz in Kürze im Folkwang-Museum

Werke von Gerd Arntz 2017  im Bürgerbüro

Auch Werke des Remscheider Grafikers Gerd Arntz aus dem Fundus der Stadt Remscheid  enthält die Ausstellung „Der montierte Mensch“, die im Essener Folkwang-Museum am Donnerstag, 7. November, um 20 Uhr eröffnet wird. Darauf machte am Dienstag im Kulturausschuss Stadtdirektor Sven Wiertz aufmerksam. „Der montierte Mensch“ behandelt das ambivalente Verhältnis von Mensch und Maschine. „Die Ausstellung folgt dem technologischen Wandel und entfaltet von der Fließbandarbeit über die Kybernetik bis zur heutigen digitalen Revolution ein großes Panorama künstlerischer Bildwelten: der Mensch als hybrides Wesen, verschmolzen mit den von ihm geschaffenen Maschinen und Technologien“, so das Museum auf seiner Homepage.

Rückblick: am 19. Dezember 1917 eröffneten Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz und Kulturdezernent Dr. Christian Henkelmann im Bürgerbüro Markt 13 eine Ausstellung mit Werken von Gerd Arntz, einem „Künstler von europäischem Rang!“ (siehe dazu das nebenstehende Video).

Museumsleiter Wallbrecht bekam Verstärkung

Er freue sich über zwei neue Mitarbeiterinnen, sagte in der Sitzung des Kulturausschusses am vergangenen Dienstag Dr. Andreas Wallbrecht, der Leiter des Deutschen Werkzeugmuseums. Und er hatte sie auch gleich mitgebracht, damit die Ausschussmitglieder sie kennenlernen konnten: Annabelle Hoppe und Annette Babetzki.

Zu den Aufgaben von Annabelle Hoppe  im Historischen Zentrum der Stadt Remscheid gehören seit dem 16.September Veranstaltungen und Vermietungen, der Besucherservice und die Verwaltung. Die gebürtige Wuppertalerin (Jahrg. 1991) wuchs in Lüttringhausen auf und machte 2011 ihr Abitur Leibniz-Gymnasium. Auf den Bundesfreiwilligendienst in der Fabriciusklinik im Bereich Pflege folgte von September 2013 bis Juni 2016 eine Ausbildung zur Kauffrau für Tourismus und Freizeit bei der Bergischen Entwicklungsagentur GmbH (heute: Bergische Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH) im Verbund mit dem Schlossbauverein Burg an der Wupper e.V. , speziell in den Bereichen „Veranstaltungen“ und „Veranstaltungsplanung“.  Während des anschließenden betriebswirtschaftlichen Studiums an der Kölner Fachschule für Tourismus mit den spezifischen Tourismusfächern Marketing, Onlinemarketing und Eventmanagement blieb sie beim Schlossbauverein Burg an der Wupper e.V. im Bereich Marketing angestellt, ebenso nach dem Studium. Allerdings war diese Stelle wegen der bevorstehenden Sanierungsarbeiten an der Burg für zwei Jahre befristet, und im Übrigen wolle sie ihre Fähigkeiten gerne auf einer neuen Stelle weiterentwickeln, berichtete  Annabelle Hoppe am Dienstag. „Deshalb freue ich mich sehr, dass ich nun im Deutschen Werkzeugmuseum diese Möglichkeit bekomme und mich weiterhin im Bergischen Städtedreieck einsetzen kann!“

Annette Babetzki ist seit dem 1. August die neue wissenschaftliche Volontärin im Deutschen Werkzeugmuseum, von der Stadt befristet für zwei Jahre angestellt. 2017 hatte sie ihr Studium an der Ruhr-Universität Bochum mit dem „Master of Arts“ (MA) abgeschlossen. Ihre Studienfächer waren Ur- und Frühgeschichte und Kunstgeschichte mit den Schwerpunkten Bronzezeit und Christliche Ikonographie.

Nach dem Studium  arbeitete Annette Babetzki ein halbes Jahr bei einer Grabungsfirma gearbeitet. Dabei begleitete sie Projekte in Bayern und NRW, teilweise als Grabungsleiterin. Von Juni 2018 bis Februar 2019 folgte eine Weiterbildung („MUSEALOG“) zur Fachreferentin in Sammlungsmanagment und Qualitätsstandards von Museen. Dazu gehörten fachrelevante Seminare (Museumspädagogik, Ausstellungstexte, EDV) sowie ein eigenständiges Projekt im Schlossmuseum Jever. Das klang am Dienstag wie eine Sisyphos-Arbeit:  Die etwa 3.000 Objekte einer Postkartensammlung mussten jeweils mit Vorder- und Rückseite gescannt und mit allen relevanten Informationen in ein Inventarisierungsprogramm eingepflegt werden. (siehe MUSEALOG). „Ich freue mich, diese Erfahrung aus acht Monaten Inventarisierung nun auch im Deutschen Werkzeugmuseum anwenden zu können“, sagte die wissenschaftliche Volontärin am Dienstag im Kulturausschuss. „Hier kümmere ich mich um die Neuzugänge und einer Neukonzeptionierung des Depots. Darüber hinaus helfe ich natürlich auch bei museumspädagogischen Aktivitäten und weiteren hausinternen Veranstaltungen aus.“ Auch wenn sie im Alter von 20 für ihr Studium ins Ruhrgebiet gezogen sei, komme die Anstellung in Remscheid einer Rückkehr in die Heimat gleich. Denn  geboren in Hattingen, habe sie „ prägende 17 Lebensjahre in Wuppertal“ verbracht.

3333 Meter Bücher in 20 Lions-Bücherbasaren

Archivfoto: Lothar Kaiser

Pressemitteilung des Lions Club Remscheid

Seit 20 Jahren setzen sich die Lions Remscheid mit ihrem Bücherbasar für soziale Zwecke in unserer Stadt ein. Und seit 20 Jahren spenden Menschen aus der Region dafür Bücher. Seit drei Jahren ist es auch möglich Schallplatten zu spenden, die sorgfältigst sortiert werden, um dann an einem der Stände im Allee-Center für einen € erworben zu werden. Zahlreiche Remscheider soziale Projekte wurden so über die Jahre mit einer Gesamtsumme von etwa 200.000 € gefördert. Ein Zentimeter Buchrücken kostet nach wie vor 0,60 Cent. Das ergäbe über die 20 Jahre hinweg einen Bücherturm von 3333 Metern!

Die diesjährigen Spenden / Verkaufserlöse sind für die Kinderschutzambulanz, die Lütteraten und den Förderverein Freibad Eschbachtal bestimmt. Das Angebot sowie die Qualität der Bücher sind in den vergangenen Jahren immer besser geworden. So umfasst das Angebot auch dieses Jahr wieder fesselnde Romane, lustige Kinderbücher, spannende Krimis, Kochbücher aber auch die gezielte Suche nach Büchern z. B. aus Naturwissenschaft und Technik, Haus und Garten sowie Hobby und Politik wird nicht vergeblich sein. Auch Sucher und Sammler von wertvollen Raritäten werden fündig.

Immer populärer geworden ist in den vergangenen Jahren das Sammeln von Schallplatten. Die Vinyl-Sammlung der Lions wird jetzt zum dritten Mal mit angeboten und präsentiert eine Bandbreite von Rock'n'Roll-Platten aus der Anfangszeit bis zu seltenen Jazz-Platten und berühmten Klassik-Konzerten. In diesem Jahr, zum 20 jährigem Jubiläum, werden erst und einmalig auch CD aus allen Bereichen für je einen € angeboten.

Der Bücherbasar findet wie gewohnt im Allee-Center statt – von Mittwoch, 30. Oktober, bis Samstag, 2. November, während der Öffnungszeiten des Centers. Cheforganisator Hermann Uppenkamp und seine Unterstützer erhoffen sich hierdurch einen Umsatzrekord. ( Bernd Steinhoff )

Nur geringe Veränderungen am Arbeitsmarkt

Pressemitteilung der Agentur für Arbeit

Im Oktober ist die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vormonat um 208 auf 24.700 Personen gesunken. Gegenüber dem Vorjahr sind 218 weniger Menschen arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote sank marginal auf 7,5 Prozent. Die Zahl der kurzarbeitenden Betriebe, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ist auf unverändert niedrigem Niveau. Wie erwartet hat sich die im September begonnene Herbstbelebung im Oktober fortgesetzt. Von dieser Entwicklung konnten saisontypisch vor allem Jüngere unter 25 Jahren profitieren, weil sie zum Beispiel eine Ausbildung aufgenommen oder eine Anschlussbeschäftigung gefunden haben.

Der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal wurden im Oktober 886 Stellengesuche gemeldet, das sind 155 weniger als vor einem Jahr. Im Vergleich zum Vorjahr wurden in allen drei Städten weniger Stellen gemeldet, am stärksten ist der Rückgang mit 92 Stellen in Remscheid. „Ursächlich sind hierfür rückläufige Auftragslagen, vor allem in der metallverarbeitenden Industrie. Damit einhergehend sind auch die Stellenangebote der Zeitarbeitsunternehmen stark rückläufig. Betroffen sind vor allem an- und ungelernte Arbeitskräfte. Dennoch bleibt die Arbeitsmarktsituation vergleichsweise stabil, da andere Wirtschaftsbereiche wie das Handwerk oder die Pflegebranche händeringend Fachkräfte suchen“ erläutert Martin Klebe, Chef der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal die Situation auf dem Arbeitsmarkt.

In Remscheid sind aktuell sind 4.105 Menschen arbeitslos gemeldet, 44 (1,1 Prozent) mehr als im September 2019, aber 30 Personen (0,7 Prozent) weniger als im Oktober 2018. Die Arbeitslosenquote steigt geringfügig auf 6,9 Prozent, im September 2019 betrug sie 6,8 Prozent. Im Oktober 2018 betrug die Arbeitslosenquote noch sieben Prozent. Es meldeten sich 1.186 Personen im Oktober neu oder erneut arbeitslos, 1.131 Menschen konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden. Besonders gesucht sind in Remscheid derzeit Fachkräfte und Helfer in folgenden Berufsgruppen: Maschinen- und Fahrzeugtechnikberufe; Schutz, Sicherheits- und Überwachungsberufe; Verkaufsberufe; Mechatronik, Energie- und Elektroberufe.

Trotz der deutlichen Stellenrückgänge in den Berufsbereichen der Metallerzeugung, -bearbeitung und Metallbau sowie in der Logistik wird auch in diesen Berufsgruppen weiterhin nach Fachkräften gesucht. Aktuell sind 394 junge Menschen von Jugendarbeitslosigkeit betroffen - im Vergleich zum Vormonat 31 (8,5 Prozent) weniger. Gegenüber dem Vorjahresmonat ist die Jugendarbeitslosigkeit um 30 Personen (8,2 Prozent) gestiegen. Dagegen ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen in Remscheid im Vergleich zum Vorjahresmonat gesunken. Aktuell sind 1.465 Menschen von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen, 389 Personen (21,0 Prozent) weniger als vor einem Jahr.

„Die Situation auf dem Remscheider Arbeitsmarkt ist auch im Oktober noch immer stabil. Die Arbeitslosenquote ist in Remscheid und in Solingen erneut unterhalb der sieben-Prozent-Marke. Die Arbeitslosigkeit entwickelt sich in den Rechtskreisen aber unterschiedlich. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Arbeitslosigkeit im Bereich des SGB III um 7,3 Prozent angestiegen, im Bereich des SGB II um 3,9 Prozent gesunken. Die Jugendarbeitslosigkeit ist im Vergleich zum September angestiegen, während sie in den Nachbarstädten rückläufig ist. In Remscheid wurden 31,5 Prozent weniger Stellen als im Oktober 2018 gemeldet. Seit Jahresbeginn wurden uns bislang 260 Stellen weniger gemeldet, das bedeutet einen Rückgang von rund 8,6 Prozent“, erläutert Martin Klebe.

Kulturausschuss empfiehlt neue Tafel am Löwen-Denkmal

Bergischer Löwe leidet unter Pflanzen und Moosen“, titelte der Waterbölles am 12. November 2018. Da ist mehr nötig als nur eine herkömmliche Reinigung. Also beauftragte die Stadt einen Diplom-Restaurator für Natursteinarbeiten mit einem Sanierungskonzept. Derzeit werde daran noch gearbeitet, so die Verwaltung am 8. Oktober in der Bezirksvertretung Alt-Remscheid. Geplant sei eine Fugensanierung des Bergischen Löwen für das kommende Jahr. Zwei Tage später kommentierte das der langjährige „Stolperstein“-Polierer Johann Max Franzen so: „Reißt endlich den 'Kotzbrocken' in Löwengestalt ab. Wir brauchen diese Monumentalstatue nicht mehr. Dieser so genannte 'Bergische Löwe' wurde am 1. Mai 1939 auf dem "Adolf-Hitler-Platz" vor 27.000 brauen Parteigenossen vom Nazi-Bürgermeister Kraft eingeweiht.“ In den folgenden Tagen entwickelte sich in den sozialen Netzwerken im Internet eine heftige Diskussion. An dieser beteiligte sich auch der Waterbölles mit einer Neuauflage der erstmals am 25. April 2012 im Waterbölles veröffentlichten Ausschnitte aus dem Buch „Remscheid so wie es war 2“, von Dr. Gerd Courts zur Einweihung des Bergischen Löwen am Tag der Arbeit 1939. Damals füllten 27.000 Menschen den Rathausplatz. Es gab Marschmusik und eine Fahnenweihe, und am Abend illuminierte ein Feuerwerk (»Rathaus in Flammen«) die Szene. Auf dem Sockel des Löwen-Denkmals standen die Worte »Dem Schöpfer des Großdeutschen Reiches in Dankbarkeit 1.5.1939«.

Diese Inschrift wurde nach Kriegsende entfernt. Eine neue Inschrift habe es allerdings erst 1966 gegeben, bei der Einweihung des Rathausplatzes in „Theodor-Heuss-Platz“, erinnerte in der gestrigen Sitzung des Kulturausschusses Fritz Beinersdorf, Fraktionsvorsitzender der Linken. Zu lesen ist dort, es handele sich bei der Statue um den Bergischen Löwen, das Wappentier des Bergischen Landes (das steht so übrigens auch auf Wikipedia). Für Beinersdorf war die gestrige Sitzung ein politischer Erfolg. Denn dass ein Antrag der Linken in einem Ausschuss einstimmig angenommen wird, ist eher die Ausnahme als die Regel. Am 15. Oktober hatte die Fraktion der Linken den Antrag gestellt, der gestern einstimmig angenommen wurde: Die Verwaltung möge „im Zuge der Sanierung des ‚Löwendenkmals‘ auf dem Theodor-Heuss-Platz am Sockel des Denkmals eine Tafel anbringen, die die Historie des Denkmals wahrheitsgetreu und unverfälscht darstellt. Insbesondere die ursprüngliche Widmung: ‚Dem Schöpfer des Großdeutschen Reiches 1. Mai 1939‘ und die Umwidmung von 1966 in ‚Bergischer Löwe, Wappentier des Bergischen Landes seit 1225‘sollten im Text der Tafel enthalten sein.“ In der Begründung heißt es: „Immer wieder wird in der Bevölkerung über das Denkmal gestritten. Teilweise sind diese Diskussionen unsachlich. Mit der Tafel kann die ganze Geschichte des Denkmals dargestellt werden. Ein Denkmal ist immer ein Relikt seiner Zeit und sollte besonders in diesem Fall in seinem historischen Kontext dargestellt werden.“ Beinersdorf gestern dazu: „Der braune Ursprung des Denkmals ist bisher verschwiegen worden. Es ist Teil unserer Vergangenheit und Geschichte, an die viele von uns schmerzhafte Erinnerungen haben- Wir möchten, dass die geschichtliche Entwicklung um den Bau des Löwendenkmals wahrheitsgetreu und unverfälscht auf einer Tafel dargestellt wird, verbunden mit dem Aufruf nach Wachsamkeit, damit Gewaltherrschaft, Rassismus, Antisemitismus, Faschismus und Krieg nie wieder von deutschem Boden ausgehen!“

Der von den Linken angeregten neuen Informationstafel am Löwen-Denkmal widersprach gestern kein einziges Ausschussmitglied. Allerdings meinte Beatrice Schlieper von den Grünen, für sei die Tafel lediglich so etwas wie ein Pflaster auf einer Wunde.  Dabei dürfe es die Politik nicht bewenden lassen, sondern müsse sich mit dem zur Restaurierung anstehenden Denkmal intensiver befassen. „Ein guter Ansatz“, so Volker Leitzbach (SPD). Philipp Wallutat (FDP) sah für das Denkmal noch eine Chance; es sei zwar „für die Nazi-Diktatur errichtet“ worden, inzwischen aber sei der Löwe auf dem Sockel für Remscheid und seine Bürgerschaft so etwas wie eine Identifikationsfigur geworden. Stadtdirektor Sven Wiertz griff das auf und verwies auf eine Stellungnahme des Deutschen Städtetag („Hinweise zum Umgang mit baulichen Zeugnissen der NS-Zeit“) und auf das heutige Verständnis von Staat, Gesellschaft und Menschenrechten. Das spräche dafür, am Sockel des Denkmals auf wichtige Artikel des Grundgesetzes zu verweisen.

Eine Anregung für den neunköpfigen Arbeitskreis, der in der gestrigen Sitzung spontan gebildet wurde. Mit dabei auch Ausschussvorsitzende Karl Heinz Humpert (CDU). Warum der Nazi-Ursprung des Löwen-Denkmals erst jetzt erstmals intensiver in der Öffentlichkeit diskutiert werde, beantwortete er so: „Die Stimmung im Land hat sich verändert. Wir sind sensibler geworden gegenüber rechten Parolen, und wir erkennen, dass es zwingend ist, mahnend an unsere Vergangenheit zu erinnern!“ Deshalb sei das Antrag der Linken „gut und vernünftig". Er werde dem Denkmal „als Produkt seiner Zeit – keine Schönheit“ gerecht.

Ob am steinernen Sockel künftig noch ein Basketballkorb geduldet bleiben wird, ist abzuwarten...

Engpass bei Fachkräften wird immer größer

Pressemitteilung der Bergischen Industrie- und Handelskammer

Was haben die Jahre 1964, 2008 und 2031 miteinander zu tun? Auf dem Arbeitsmarkt vieles: Wer 1964 geboren ist, erreicht 2031 das gesetzliche Renteneintrittsalter. Der Geburtenjahrgang 2008 ist im selben Jahr etwa so alt, dass er nach Ausbildung oder Studium in den Arbeitsmarkt eintritt. Das Problem dabei: 1964 sind in NRW noch doppelt so viele Kinder zur Welt gekommen wie 2008 (300.405 gegenüber 150.007). Größer werdende Engpässe auf dem Arbeitsmarkt sind somit nicht vermeidbar. Wie sich die Fachkräftesituation im Detail entwickelt, rechnet der nun veröffentlichte Fachkräftereport 2019 der nordrhein-westfälischen Industrie und Handelskammern (IHK NRW) vor.

Aktuell stehen der NRW-Wirtschaft in Industrie, Handel und der Dienstleistungsbranche rund sechs Millionen Fachkräfte zur Verfügung. Im Jahr 2030 werden es nur noch 4,8 Millionen sein. Bei einem für dann prognostizierten Bedarf von 5,5 Millionen bedeutet das einen Engpass von 735.000 Fachkräften beziehungsweise 13,4 Prozent der nachgefragten Stellen. Für das Bergische Städtedreieck wird sogar ein Engpass von 15,6 Prozent vorhergesagt. Laut Report werden 2030 173.000 Fachkräften benötigt werden, lediglich 146.000 stünden dann aber zur Verfügung. Besonders fehlen würden Fachkräfte aus den Bereichen Forschung und Entwicklung, Konstruktion und  Produktionssteuerung, Bauplanung, Architektur und Vermessung sowie Maschinenbau- und Betriebstechnik.

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Linke wollen mehr wissen zur Lage der Tagesmütter

Die Ratsfraktion der Linken hat zur Sitzung des Jugendhilfeausschusses am 6. November den Antrag gestellt, die möge ausführlich über die Verträge der Stadt mit den Betreuerinnen in der Kindertagespflege („Tagesmütter“) berichten. Es geht ihr hierbei insbesondere um die Situation der Selbständigkeit, der Bezahlung, der Fortzahlung bei Urlaub, im Krankheitsfall bzw. bei Fortbildung. Zudem solle - wenn möglich - den Betroffenen selbst die Gelegenheit gegeben werden, ihre Arbeitssituation sowie ihre Probleme darzustellen. Die Antragsteller begründen das damit, dass ihnen in letzter Zeit mehrfach kritische Äußerungen zur finanziellen und Arbeitssituation in der Betreuung der Tagespflege von Betroffenen zugetragen worden seien. Zitat: „Wir halten die Arbeit der Betreuung im Kleinkinderbereich bis drei Jahre für eine ausgesprochen wichtige Aufgabe, insbesondere in der jetzigen Situation fehlender Betreuungsplätze in Remscheid! Zufriedenheit mit der Arbeit, wozu auch Anerkennung und eine auskömmliche Bezahlung nicht unwesentlich beitragen, ist eine wichtige Voraussetzung die schwierige pädagogische Aufgabe zu meistern.“ Eine objektive Darstellung könne die Ausgangsbasis für eine sachliche Diskussion und – wenn nötig – für mögliche Verbesserungen bilden.