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Licht-Graffitis mit dem I-Pad leicht gemacht

Lichtkunst erleben und selbst auszuprobieren konnten die zumeist jüngeren Besucherinnen und Besucher des. 5. Lichtkunstfeste „LICHTgestalten“, das gestern zwischen 19 und 21 Uhr in und um den Jugendtreff „Kraftstation“ an der Honsberger Straße stattfand. Mit dabei die "Lichtgestalten" aus Dortmund, Christian Spieß und Matthias Plenkmann. Sie stellten das Graffiti-„TagTool“ eines I-Pad vor, das es möglich macht, selbst entworfene Licht-Graffitis werden mit einem Beamer an die Wand zu projizieren und zu  animieren. In der alten Wagenhalle tauchte Hakan Eren seine einzigartige Ballonkunst in geheimnisvolles Schwarzlicht.

Um 19 Uhr saßen die Lichtkünstler, glücklicherweise bei klarem Himmel, noch recht verlassen im Innenhof der Kraftstation. Sie tauchten mit ihren Beamern das Gebäude in ein Lichtspektakel. Im warmen Inneren der Kraftstation bastelte eine große Kinderschar Lichttöpfchen, darunter viele Jungen und Mädchen aus der Kunstschule von Ute Lembeck-Lennartz. (siehe auch „Lichtkunstfest, oder: Alles bunt macht der November“)

Müngstener Brücke: Nächste Schritt zum Welterbe

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

In Frankreich hat das Bergische Städtedreieck einen weiteren Schritt gemacht, um die Müngstener Brücke auf die UNESCO-Welterbe-Liste zu bringen. Bei einem zweitägigen Kongress in Moulàres und Saint Flour trafen sich Vertreter aller Kommunen und Bahnunternehmen, um das weitere Vorgehen für die UNESCO-Bewerbung zu beraten. Zusammen mit zwei Brücken aus Frankreich, zwei Brücken aus Portugal und einer Brücke aus Italien bewirbt sich die Müngstener Brücke bei der UNESCO als serielles, transnationales Weltkulturerbe. Alle sechs Großbogenbrücken wurden in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gebaut und gelten aufgrund ihrer Konstruktion als herausragende Beispiele der Ingenieurbaukunst.

Beim dritten gemeinsamen Kongress in Frankreich – nach dem Startschuss 2017 in Müngsten sowie dem Treffen in Porto 2018 – hat jetzt auch die französische Bahngesellschaft (SNCF) das gemeinsame Memorandum unterzeichnet. Die Deutsche Bahn sowie die italienische Bahngesellschaft (RFI) hatten bereits in Porto ihre Unterschrift geleistet. Nun fehlt nur noch die portugiesische Bahn, deren Bekenntnis ebenfalls als sicher angesehen wird. Diese Unterschrift soll spätestens beim nächsten Kongress folgen, der für 2020 in Italien geplant ist.

Die Bahngesellschaften sind die Eigentümer der Brücken. Daher gilt deren Unterstützung für die Bewerbung bei der UNESCO als zwingend notwendig. "Wir als Deutsche Bahn waren der erste Eigentümer, der das serielle Welterbe-Verfahren nachhaltig unterstützt hat, und freuen uns sehr darüber, dass heute zwei weitere europäische Bahnunternehmen unserem Vorbild gefolgt sind. Wir sehen große Chancen in diesem Verfahren - nicht nur um die bedeutenden Brücken ins rechte Licht zu rücken, sondern auch um gerade in der heutigen Zeit Brücken innerhalb von Europa zu schlagen", stellt Werner Lübberink heraus, der Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn AG für das Land Nordrhein-Westfalen.

"Das Verfahren kommt sehr gut voran", lobt Remscheids Technischer Beigeordneter Peter Heinze. "Ich bin begeistert darüber, wie weit wir seit dem Kongress in Porto schon wieder gekommen sind." Als Dezernent für Stadtentwicklung ist Heinze auf Remscheider Seite für die Bewerbung der Müngstener Brücke zuständig. Er führte beim Kongress in Frankreich die bergische Delegation an. Zu dieser zählten Solingens Bezirksbürgermeister Axel Birkenbeul (Burg/Höhscheid), Wuppertals Technischer Beigeordneter Frank Meyer sowie Carsten Zimmermann als Internationaler Projektleiter für die UNESCO-Bewerbung. Zimmermann leitet im Solinger Rathaus die Strategische Planung im Büro des Oberbürgermeisters und koordiniert den Prozess, für den Solingen die Federführung übernommen hat.

Auch der Hauptausschuss stimmte für grüne Dächer

Knapp zwei Drittel der Dächer sind zu begrünen“, berichtete der Waterbölles am 8. November. Der Bebauungsplan Nr. 668 für das Gebiet „Am Schützenplatz“ in Lüttringhausen, ein Schulstandort, schreibt für die Hauptbaukörper, Garage, Carports und die Gemeinschaftsgaragen „ extensive Gründächer“ vor mit einer Substratschicht von mindestens acht Zentimetern für Gräser, bodendeckenden Gehölze, Wildkräuter und Stauden oder – ersatzweise - Photovoltaikanlagen. Die Mehrheit der Mitglieder des Bauausschusses begrüßte diese Auflage. Dagegen kritisierte in einem im RGA-Kommentar Axel Richter, damit mache die Verwaltung (jungen) Bauwilligen das Leben schwer. Das wiederum rief Peter Maar auf den Plan, den Ehrenvorsitzenden des Lüttringhauser Heimatbundes. In seinem Leserbrief an den Waterbölles heißt es: „Ich bin überzeugt davon, dass die Stadt bei der Vermarktung der Baugrundstücke mit einer großen Nachfrage rechnen kann, gerade auch von jungen Familien, zumal ökologisch ausgerichtetes Bauen auch gefördert wird.“ Von einer ‚Gängelung junger Menschen‘ könne folglich keine Rede sein. Man sollte meinen, damit seien die Positionen hinreichend dargestellt. Doch der Haupt- und Finanzausschuss hatte gestern Lust aufs Debattieren; vielleicht, weil die Tagesordnung so mager war.

Waltraud Bodenstedt von der Wählergemeinschaft W.i.R. stieß das Thema an: Gerade für die jungen Familien seien die Kosten für ein begrüntes Dach eine zusätzliche Hürde. Das könne im Bebauungsplan zwar als wünschenswert erwähnt, aber keinesfalls vorgeschrieben werden. Zustimmung Alexander Schmidt (CDU): „Ökologisch ist das sinnvoll, aber es ist nicht sozial!“ Weil es das Bauen einfach teurer mache. Und da müsse die Stadt Remscheid, wie Karl Heinz Humpert (CDU)anmerkte, auch die Konkurrenzsituation mit den Nachbarkommunen berücksichtigen.

Jürgen Kucharczyk (SPD) verstand die Aufregung nicht. Auflagen seien in Bebauungsplänen doch an der Tagesordnung, zum Beispiel was die Dachform angehe. Und eine ökologische Dachbegrünung als unsozial zu bezeichnen, sei einfach unverschämt. Grüne Dächer seien für den Naturschutz und den Klimaschutz gleichermaßen gut, ergänzte Philipp Wallutat (FDP). Zustimmung von Fritz Beinersdorf (Linke): „Bauen heißt in die Zukunft investieren!“ Gerade junge Leute wissen das und legen Wert auf Nachhaltigkeit“, betonte Bezirksbürgermeister Otto Mähler (SPD).

„Was kostet ein begrüntes Dach überhaupt?“ stellte schließlich Bernd Quinting die Frage, mit der die Diskussion sinnvoll hätte beginnen können. Der Technische Beigeordnete Peter Heinze war gestern auf einer Dienstreise, also fragte Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz den Architekten York Edelhoff (SPD). Seine Antwort: „Etwa 5.000 bis 10.000 Euro für 150 Quadratmeter!“

Einem Beschluss des Ausschusses stand danach keine weitere Wortmeldung mehr im Wege. Dafür: SPD, FDP, Grüne und Linke. Dagegen: CDU und W.i.R. Kurz gesagt: 11: 9! Der Bebauungsplan in der Fassung der Verwaltung war damit beschlossene Sache.

November 2009: Der Waterbölles blättert zurück

Am 27. November 2009 wählte die  Grüne Jugend Remscheid auf ihrer Jahreshauptversammlung ein neues Führungsduo: Solveig Pick (19) und Berkan Tensi (16). Ferner wurden Katja Schumann (17), Ozan Yildirim (18) und Muharrem Yigit (17) in den Vorstand gewählt. Berkan Tensi kündigte an, dass sich die Grüne Jugend auch künftig kritisch mit aktuellen politischen Themen befassen werde. „Dabei werden wir auch die neue Gestaltungsmehrheit im Remscheider Rat nicht aussparen“, so Tensi. Ich weiß schon nicht mehr, wann ich das letzte Mal von der Remscheider Gruppe gehört habe. Ich glaube, sie ist schon vor ein paar Jahren sang- und klanglos „entschlafen“.

Nicht dass ein Weidezaun einen Hund, der von der Leine gelassen wurde, davon abhalten könnte, über Felder und Wiesen zu streunen. Umso eher tut er dies, wenn sein Herrchen/Frauchen ihn lässt, wo es gar keine Zäune gibt. Zum Beispiel auf dem Hohenhagen. Deshalb stellte dort im November 2009 ein betroffener Landwirt dort ein Schild auf („Wiesen und Felder sind kein Hundeklo!"), das der „Fremddüngung“ durch Hunde Einhalt gebieten sollte. Zitat: „Liebe Hundebesitzer, auf diesen Wiesen und Feldern wachsen hochwertige Nahrungs- und Futtermittel.  Hundekot verschmutzt jedoch das Erntegut und kann Krankheiten übertragen.“

Ein Dauerbrenner der unangenehmen Art ist schon seit seiner Inbetriebnahme das P&R-Parkhaus auf dem südlichen Teil des Bahnhofsgeländes. "Herr, lass für die Vandalen Hirn regnen!" titelte der Waterbölles am 18. November 2009 nach einer ganzen Reihe von sinnlosen Sachbeschädigungen. Die beschäftigten damals die Mitglieder der Bezirksvertretung Alt-Remscheid. Einhellig forderten sie eine Videoüberwachung – nicht nur für die Bahngleise, sondern auch für das Parkhaus. Vorstellbar sei auch ein roter Alarmknopf im Parkhaus, damit in Notfällen schnell die Polizei alarmiert werden könne. Beides wurde dann aber wieder verworfen.

Zwei unmaskierte Männer überfielen vor zehn Jahren die Hauptstelle der Stadt-Sparkasse an der Alleestraße. Verletzt wurde niemand. Unter Vorhalt von Schusswaffen forderten sie zwei Kassiererinnen zur Herausgabe von Bargeld auf. Mit mehrere Tausend Euro in einem Stoffbeutel flüchtete das Duo in Richtung Hochstraße. Im Rahmen der sofort eingeleiteten Fahndung fiel einer Streifenwagenbesatzung an der Neuenkamper Straße ein haltendes Taxi auf, aus dem zwei Männer ausstiegen und in einem Hinterhof verschwanden. Die Beamten folgten den Männern und konnten sie auf dem Hof widerstandslos festnehmen. In einem Rucksack fanden die Beamten die Beute.

Aus Anlass seiner Wahl zum Bundestagsabgeordneten gratulierte vor zehn Jahren Oberbürgermeisterin Beate Wilding dem CDU-Politiker Jürgen Hardt aus Wuppertal. Und erinnerte ihn an die Dokumentation "Wege aus der Schuldenfalle" vom 18. Dezember 2008, die die Situation der inzwischen 19 strukturschwachen Städte des Ruhrgebietes und des Bergischen Landes und der gemeinsamen Forderung nach staatlicher Hilfe zur kommunalen Selbsthilfe sehr konkret beschreibt. An Aktualität hat das Papier bis heute nichts verloren.

Im November 2009 bekam der Lenneper Bahnhof  ein blaues Dach aus Glas und Stahl. Es ragt über den Treppenabgang zur Unterführung hinaus bis auf dem vorderen Bahnsteig. „Ein echter Pluspunkt im Vergleich zum Bahnhof Remscheid“, kommentierte das damals der Waterbölles.

Am 7. November 2009 fiel in Remscheid ein öffentlicher Impftermin flach. Wegen sprunghaft angestiegenen Nachfrage reichte dafür das Impfstoffkontingent des städtischen nicht mehr aus. Und heute: Die Apotheker klagen über Engpässe bei Medikamenten.

Starke Nachfrage nach Ladetechnik für E-Autos

„Die EWR GmbH als Infrastrukturdienstleisters für Ladetechnik hat bislang von Privat- und Gewerbekunden Aufträge für mehr als 70 Ladepunkte erhalten“, berichtet Prof. Dr. Thomas Hoffmann, Geschäftsführer der EWR GmbH. Im Vergleich zum Vorjahr habe sich die Anzahl der Ladepunkte verfünffacht. Dabei geht es nicht nur um die Ladetechnik allein, sondern in der Regel auch um weitergehende Dienstleistungen (spezielle Öko-Fahrstromangebote, Abrechnung, Zugangsberechtigungen, Lastmanagementkonzepte bei der Betankung, Kundenhotline, Entstörungsservice).

Ziel der EWR sind des Weiteren zusätzliche öffentliche Ladepunkte in Remscheid sowie die Modernisierung bestehender Säulenstandorte. Neben den Standorten PSR-Tiefgarage Rathaus (zwei Ladepunkte), Innenstadt Friedrich-Ebert-Platz (zwei Ladepunkte) und EWR Neuenkamper Straße (zwei Ladepunkte) bestehen seit diesem Jahr fünf öffentliche bzw. halböffentliche Ladesäulenstandorten bzw. sind für 2020 vorgesehen:

  • Öffentlich: Hackenberg, Freizeitbad H2O (6 Ladepunkte in Vorbereitung)
  • Öffentlich: Lennep, Röntgenmuseum (2 Ladepunkte in Vorbereitung)
  • Öffentlich: Lüttringhausen, Rathaus (2 Ladepunkte in Vorbereitung)
  • Halböffentlich: Möbelmarkt Knappstein (2 Ladepunkte, in Betrieb)
  • Halböffentlich: GEWAG, Emil-Nohl-Straße (2 Ladepunkte, in Betrieb)

Bei Fragen zur Elektromobilität oder Installation neuer Ladetechnik stehen die Techniker der EWR GmbH gern zur Verfügung: Tel. RS 164542.

Neuer Fahrkartenautomat hat Defizite

von Felix Staratschek

Viel wird über die roten DB-Automaten gelästert. Aber ich war bisher froh, dass es sie gibt und 24 Stunden am Tag zu Diensten sind. Da die Reisebüros saftige Aufschläge auf Fahrkarten nehmen, lohnt es sich sogar, mit dem Bus zu einem Automaten zu fahren, um sich dort in aller Ruhe auf die Suche nach günstigen Verbindungen zu begeben.

Der neue Automat, am Remscheider Hbf (eingegeben ist dort der Startbahnhof Gelsenkirchen) hat  bei einem Test viele Defizite aufgezeigt:

  • Keine Verbindungssuche ohne ICE, da kann man viele preiswerte Verbindungen nicht mehr finden.
  • Keine Verbindungssuche "Nur Nahverkehr", analog zum Fernverkehr. Denn wenn die Sparpreise alle sind, ist das "Quer durchs Land-Ticket" oft noch eine Alternative, für die der neue Automat die Fahrpläne nicht anzeigt. Es werden jeweils nur wenige Fernverbindungen angezeigt, und man kann nur wenige Male frühere oder spätere Züge suchen. Da sind die DB-Automaten weit großzügiger.
  • Man muss bei den neuen Automaten immer wieder die Suche neu starten mit der ganzen Eingabeprozedur, um weitere Zeitfenster zu prüfen. Jedes Mal dauert der Aufbau des Fernverkehrsbereichs recht lange. 
  • Beim Durchtesten des neuen Automaten ist mir mehrfach die Bildschirmmaske zum Start zurückgegangen, obwohl ich noch gar nicht fertig war. Auch die Reaktion auf den Fingerdruck am Bildschirm blieb immer wieder aus.

Auch die alten DB- Automaten haben Mängel, dort werden mögliche Verbindungen nicht angezeigt, wenn man zu oft umsteigen muss. Wenn man eine Fahrt mit dem "Quer durchs Land Ticket" machen will, kann man die Verbindungssuche splitten, will man jedoch auch Fernzüge benutzen, hat man keine Chance diese vorhandenen Verbindungen zu buchen. Wenn es Transdev nicht gelingt, dem neuen Automaten alle Funktionen des alten DB-Automaten aufzuspielen, wird Bahnfahren für viele wesentlich unattraktiver.

Arbeitslosigkeit erstmals über Vorjahresniveau

Pressemitteilung der Agentur für Arbeit

Zwar marginal – aber erstmals seit einigen Jahren ist die Arbeitslosigkeit im Bergischen Städtedreieck höher als im Vorjahresmonat. Aktuell sind 33 Personen mehr arbeitslos gemeldet als im November 2018. Ein leichter Anstieg zeichnet sich bei Menschen mit ausländischer Herkunft und solchen unter 25 Jahren ab.

Grundsätzlich ist die Nachfrage nach Arbeitskräften im Bergischen Städtedreieck mit rund 4.400 freien Stellen weiterhin hoch. Im Vergleich zum Vorjahr wurden der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal im bisherigen Jahresverlauf aber 2.400 weniger Stellen gemeldet.

Die Zahl der Betriebe, die sich zur Kurzarbeit beraten lassen, ist seit Sommer kontinuierlich angestiegen. So haben im November 24 Betriebe um eine entsprechende Beratung gebeten. Betroffen sind hauptsächlich der Automobilsektor und dessen Zulieferfirmen, aber auch der Metallbereich. Im Oktober 2019 sind 20 Anzeigen eingegangen, in denen 268 Personen von Kurzarbeit betroffen sein könnten. Im Oktober 2018 waren es sieben Anzeigen, in den 70 Personen gemeldet wurden. Die Daten der tatsächlichen Entwicklung – also, wie viele Personen zum Beispiel tatsächlich von Kurzarbeit betroffen sein werden, liegen erst zu einem späteren Zeitpunkt vor.

„Aktuell beobachten wir, dass viele Betriebe ihre Fachkräfte noch im Unternehmen halten. Es wird nur noch sehr gezielt eingestellt – das schließen wir aus dem Rück-gang bei den Stellenmeldungen und daraus, dass weniger Arbeitslose eine Arbeits-stelle aufnehmen. Unabhängig davon ist es für die Unternehmen unverändert schwierig, Fachkräfte zu finden. Die Qualifikationen der Bewerber und die Anforderungen der Unternehmen passen oft nicht direkt zusammen, so dass eine Vermittlung längere Zeit in Anspruch nimmt. Welche Qualifizierung die Unternehmen weiterbringt und wie diese unkompliziert und auch mit der Entwicklung von individuellen Lösungen den Mitarbeitenden zugänglich gemacht werden können, erklären unsere spezialisierten Qualifizierungsberaterinnen. Mit dem Qualifizierungschancengesetz haben wir sehr gute Fördermöglichkeiten. - der Impuls muss aber von den Unternehmen ausgehen. Ich wünsche mir, dass mehr Unternehmen von diesen Fördermöglichkeiten Gebrauch machen. Daher mein Appell an die Arbeitgeber: Kontaktieren Sie uns bitte!“, so Martin Klebe, Leiter der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal.

In Remscheid sind aktuell 4.134 Menschen arbeitslos gemeldet, 29 (0,7 Prozent) mehr als im Oktober 2019 und fünf Personen (0,1 Prozent) weniger als im November 2018. Die Arbeitslosenquote steigt geringfügig auf sieben Prozent (wie im November 2018), im Oktober 2019 betrug sie 6,9 Prozent. betrug die Arbeitslosenquote 7,0 Prozent. Im November  meldeten sich 1.106 Personen neu oder erneut arbeitslos, 1.081 Menschen konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden. Vergleicht man die Zahlen der Stellenzugänge, so wurden im November 116 (33,6 Prozent) weniger als vor einem Jahr gemeldet. Der Agentur für Arbeit wurden seit Jahresbeginn im Vergleich zum Vorjahr 376 (11,1 Prozent) weniger neue Stellen gemeldet.

Besonders gesucht sind in Remscheid derzeit Fachkräfte und Helfer in folgenden Berufsgruppen: Metallerzeugung, -bearbeitung und Metallbau, Maschinen- und Fahrzeugtechnikberufe; Schutz, Sicherheits- und Überwachungsberufe; Verkaufsberufe; Mechatronik, Energie- und Elektroberufe, Verkehr, Logistik. Trotz der deutlichen Stellenrückgänge in den Berufsbereichen der Metallerzeugung, -bearbeitung und Metallbau sowie in der Logistik wird auch in diesen Berufsgruppen weiterhin nach Fachkräften gesucht.

Aktuell sind 368 junge Menschen von Jugendarbeitslosigkeit betroffen - im Vergleich zum Vormonat 26 (6,6 Prozent) weniger. Gegenüber dem Vorjahresmonat ist die Jugendarbeitslosigkeit aber um 16 Personen (4,5 Prozent) gestiegen. Die Langzeitarbeitslosigkeit ist im Vergleich zum Vorjahresmonat weiter gesunken. Aktuell sind 1.459 Menschen von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen, 351 Personen (19,4 Prozent) weniger als vor einem Jahr.

Events und Highlights in der Stadtbibliothek

Pressemitteilung der Stadt Remscheid:

Für die Vorweihnachtszeit und für Anfang des neuen Jahres hat sich das Team der Öffentlichen Bibliothek verschiedene Events und Highlights überlegt, die den Bibliotheksbesuch für Groß und Klein zu einem Erlebnis machen.

Am 1. Dezember  nimmt die Stadtteilbibliothek Lüttringhausen am Weihnachtsmarkt teil.

In der Kinder- und Jugendbücherei wird es am 7. Dezember Für die Kleinen magisch. Die Remscheider Autorin Julia Wewer liest ihr Buch „Die Sternenfee“. Dabei wird auch gemalt. Des Weiteren wird es am 11. und 18. Dezember zum Vorlesetermin um 16 Uhr jeweils ein winterliches Bilderbuchkino geben. Am 20. Dezember  findet zum 3. Mal das beliebte Kinderkino statt. Diesmal müssen die Fellfreunde der „PAW PATROL“ Weihnachten retten. Um Anmeldung wird gebeten unter Tel. RS 162549. Kinder unter sechs Jahren dürfen nur in Begleitung eines Erwachsenen teilnehmen.

Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt. Pünktlich zur Vorweihnachtszeit gibt es an den Adventssamstagen kostenlos Gebäck und Getränke in der Zentralbibliothek an der Scharffstraße. Lassen Sie sich bei einem Stück Gebäck und einem Kaffee zu einem unbekannten Buch verführen. Denn ab Dienstag, 3. Dezember,  können Sie auch wieder ein solches „Blind Date“-Buch für die Feiertage ausleihen, stilecht in Weihnachtsoptik verpackt.

Auch im neuen Jahr hat die Bibliothek wieder besondere Highlights für Sie. Im Januar beginnt die Bergische Lesereihe. Drei bergische Autoren werden an je einem Termin aus Ihren Büchern vorlesen.

  • Freitag, 24. Januar: Martina Kempff
  • Freitag, 28. Februar: Peter vom Falkenberg
  • Freitag, 27. März: Petra Pallandt

Die Lesungen beginnen um 19.30 Uhr in der Zentralbibliothek. Um Voranmeldung wird gebeten unter Tel RS 2336.

Alle hier aufgeführten Veranstaltungen sind kostenfrei. Die Öffentliche Bibliothek der Stadt Remscheid freut sich auf die anstehenden Veranstaltungen und wünscht eine frohe Vorweihnachtszeit.

Etatansatz für Sozialhilfe in 1919 reichte nicht aus

Für Mehraufwendungen bei den gesetzlichen Transferleistungen im Bereich des SGB XII – Sozialhilfe – im Haushaltsjahr 2019 Mittel hat der Haupt- und Finanzausschuss gestern weitere 1.600.000 Euro überplanmäßig zur Verausgabung bereitgestellt. Die Mehrausgabe war, wie Sozialdezernent Thomas Neuhaus auf Nachfrage der CDU betonte, zwingend erforderlich sind, um gesetzliche Ansprüche auf Leistungen erfüllen zu können. „Die Stadt Remscheid ist als örtlicher Sozialhilfeträger zur Zahlung von Hilfe zum Lebensunterhalt, Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung, Eingliederungshilfe und Hilfe zur Pflege als Sozialhilfe an leistungsberechtigte Personen verpflichtet, um ihnen die Führung eines Lebens zu ermöglichen, das der Würde des Menschen entspricht“, heißt es in der Beschlussvorlage. Im Transferbudget für 2019 standen bisher 23.183.300 € zur Verfügung. Davon waren zum 26. November aber bereits 22.755.496 € ausgegeben. Der verbleibende Rest: 427.804 € war zu wenig, um die Monatszahlung  für Dezember Bereich Hilfe zur Pflege innerhalb von Einrichtungen in Höhe von 626.000 € leisten zu können.

Weitere Zahlungen ergeben sich aus den zusätzlich bewilligten 24 Integrationshelfern in Kindertageseinrichtungen für jene Kinder, die gemäß § 53 SGB XII behindert oder von einer Behinderung bedroht sind.  Hierfür hat die Verwaltung jährliche Kosten von ca. 1.150.000 € veranschlagt. Zur Kasse gebeten wu4rde die Stadt ferner von den Krankenkassen. Denn für Menschen, die nicht gesetzlich krankenversichert sind, können sich die Krankenkassen gem. § 264 SGB XII ihre Aufwendungen vom zuständigen Sozialhilfeträger erstatten lassen. Mit mehr als 200.000 € liegt die Summe der Rechnungen Für das laufende Jahr über dem Ansatz. Hinzu kommen höhere Pflegesätze in den Pflegeheimen.

Zum 3. Eschtival ist Köbes Underground angesagt

Köbes Unterground am 2. September 2017
im Freibad Eschbachtal.

Das Freibad, eine „tolle Konzert-Location““, titelte der Waterbölles am 4. September 2017. Dieses Lob stammte von den Musikern der Kölner Gruppe „Köbes Underground“. Die hatten am vorausgegangenen Samstag auf dem Gelände des Remscheider Freibads von rund 1000 begeisterten Fans ein Open-Air-Konzert gegeben und anschließend versichert, gerne kämen sie wieder. Stefan Grote, der Vorsitzende des Fördervereins Freibad Eschbachtal e. V., hat sie beim Wort und die Kölner Kultband für das 3. Eschtival („Dat Freibad rockt“) am 5. September 2020 unter Vertrag genommen. Bei dem dreistündigen Konzert wird die elfköpfige Band auch ihre besten Comedy-Nummern aus Stunksitzungen präsentieren. Mit dabei ist diesmal auch der  Entertainer Bernd Stelter. Das vereint dann auf der Bühne Musik, Tanz und Humor und verspricht dem Publikum einen  unterhaltsamen Abend zum Ende derFreibadsaison 2020.

Zu ihrer Pressekonferenz heute Morgen im Freibad hatten Sportdezernent Thomas Neuhaus, Martin Sternkopf und Karin Ittermann (Fachdienst Sport und Freizeit) und Stefan Grote ein besonderes „Schmankerl“ mitgebracht, passend zum heutigen Black Friday der Sonderangebote:

Der Kartenvorverkauf beginnt heute mit einem Eintrittspreis
von 24 Euro plus VVK-Gebühr.

Ab dem morgigen Samstag sehen die Ticketpreise bei remscheid-live.de so aus:

  • Early Bird I – bis 31. Januar 2020     – 29 € plus VVK-Gebühr
  • Early Bird II – bis 28. August 2020 – 34 € plus VVK-Gebühr
  • ab 29. August bis 4. September         – 39 € plus VVK-Gebühr

Resttickets sind an der Abendkasse für 39 € erhältlich. Weitere Vorverkaufsstellen sind

  • Gottl. Schmidt, Alleestraße 29, Info-Telefon RS 461410, Mo-Fr 9:30-19 Uhr, Sa 9:30-16 Uhr
  • Reisebüro Hallen, Kreuzbergstr. 27A, Info-Telefon RS 6080227, Mo10-13, 15-18 Uhr, Di10-13 + 15-18 Uhr, Mi 10-15 Uhr, Do 10-13 + 15-18 Uhr, Fr 10-15.
  • Rotationstheater, Kölner Straße 10, Info-Telefon RS 661422, Mo-Fr 9-19 Uhr, Sa 10-14 Uhr.
  • Buchhandlung Marabu, Telegrafenstr. 44, Wermelskirchen, Mo-Fr 9-18:30 Uhr, Sa 9-13:30 Uhr.

Kostenloses Kinderprogramm in Lütterkusen

Am kommenden Sonntag, 1. Advent, findet in Lüttringhausen der traditionelle Ideelle Weihnachtsmarkt statt. Im Ladenlokal vom „Lüttringhauser“, dem privaten Nachrichten-Blog aus Lüttringhausen, Gertenbachstraße 4, gibt es an diesem Tag Unterhaltung für Kinder. Drei Remscheider Autor*innen lesen aus ihren Werken. Stephanie Hoffmann, langjähriges Ensemblemitglied der Lüttringhauser Volksbühne, jetzt auch beim WÜSTheatER, Kunstschaffende, liest aus ihrem neuesten Buch „JoBe – Ritter mit Brille“, das zwei Geschichten von Ritter JoBe von Gertenbach enthält. Sascha Bruns bringt gleich zwei Bücher mit: „Kuhmonautin“ und „Der Raketentraktor“ aus seiner Clara Kleegrün-Reihe über die abenteuerlustige Kuh Clara. Und Sascha von Gerishem liest aus „Die Lüttlinge: Tom & Dibber retten das Glitzerzauberfest“ vor, in dem sich zwei Freunde aus Lüttlinghausen für die Dorfgemeinschaft engagieren und das Glitzerzauberfest retten.

Gelesen wird im gemütlichen Ladenlokal am Kamin, gleich neben dem Café Lichtblick. Der Eintritt ist frei, für die Kinder gibt es kostenlos Kinderpunsch und Knabbereien. Eltern können während der Lesungen dabei bleiben oder auch in Ruhe über den Weihnachtsmarkt schlendern. Sascha Gomille und Vincent Amtmann unterstützen das Autorenteam bei der Kinderbetreuung. Wenn die Eltern mögen, können die vorgestellten Bücher nach der Lesung gekauft werden, die Kosten liegen zwischen sechs und zwölf Euro.

 

1929: Sühne für Raubmord in Bliedinghausen

Mit dem Stadtfest „90 Jahre Großstadt Remscheid“ wurde am 10. August an die Eingemeindung Lenneps am 1. August 1929 erinnert. Dazu gehörte auch eine Art „Extrablatt“, von  einem „Zeitungsboten auf dem Rathausplatz den Besuchern angeboten, das in der vor 90 Jahren in Zeitungen üblichen Schrift (da ungewohnt, heute nur noch schwer zu lesen) Zeitungsberichte aus damaliger Zeit wiedergab. Dazu gehörte auch der folgende Bericht (Rechtschreibung im Original), der hinter dem heutzutage oft kritisierten Sensationsjournalismus nicht hintanstehen muss:

„Sühne für Raubmord in Bliedinghausen. 12 ½ Jahre Zuchthaus für den 20jährigen Paul Wieber. Ein grausiges Verbrechen, das mit einer entsetzlichen Gefühlsrohheit verübt sein muß, wurde am Vormittag des 11. April in der Rheinstraße in Rd.-Bliedinghausen entdeckt. Die im Hause Nr. 12 wohnende 64 Jahre alte Lebensmittelhändlerin Emma Meyer  wurde in der hinter ihrem Laden befindlichen Küche  blutüberströmt aufgefunden. Vor ihr auf dem Fußboden war eine große Blutlache und alles, was sich in der Nähe befand, wies zahlreiche Blutspritzer auf. Der hinzugerufene Arzt Dr. Rödmann leistete die erste Hilfe, und dabei stellte sich heraus, daß  die Frau ganz fürchterlich mißhandelt  worden war. Die Schädeldecke war zertrümmert, das Nasenbein eingeschlagen, auf dem Hinterkopf und an der Stirn befanden sich große Wunden, beide Augen waren blutunterlaufen, auch die Lippen blutig geschlagen, einige Zähne fehlten. Die Frau war bewußtlos und vermochte keine Auskunft über den Täter und die Tat  zu geben. Auf Anordnung des Arztes wurde sie schnell in die Krankenanstalten gebracht, und dort ist sie, ohne das Bewußtsein wiedererlangt zu haben, am 16. April an den Folgen der erlittenen Verletzungen gestorben.

Bald nach Entdeckung der Tat erschien auch die Polizei, besichtigte den Tatort und stellte die ersten Ermittlungen an. Man gewann sofort die Ueberzeugung, daß ein ganz brutal ausgeführter Raub vorliege; die Ladenkasse stand offen, in der Küche waren Schränke und Schubladen durchwühlt und anscheinend nach Geld durchsucht worden. Einen Geldbetrag von 158 Mark in Hartgeld und Papiergeld, den man noch vorfand, hatte der Täter in der Hast liegen lassen. In dem Garten, etwa zehn Meter hinter dem Hause, wurde ein 24 Zentimeter großes Stück Eisenrohr gefunden, es war blutig und offenbar zu der Tat benutzt worden. Durch eine Untersuchung des Blutes wurde festgestellt, daß es Menschenblut war.

Die Nachforschungen nach dem Täter, an denen sich auch die Wermelskirchener und Elberfelder Kriminalpolizei beteiligten, führten bald zum Ziel; schon am 18. April konnte der 20 Jahre alte, schon wiederholt wegen Diebstahls bestrafte Schlosser Karl Wieber in Wermelskirchen in der Wohnung seiner Mutter als der Tat dringend verdächtig festgenommen werden. Er war mehrere Tage vor der Tat am Tatorte gesehen und beobachtet worden und war nach der Tat plötzlich verschwunden gewesen, auch war festgestellt worden, daß er in den letzten Tagen verhältnismäßig gut bei Kasse gewesen war, obwohl er arbeitslos war. Besonders verdächtig war auch, daß er in einem Geschäft 22 Mark Nickelgeld  in größere Münzen hatte umwechseln lassen, denn bei dem Raubüberfall war aus der Ladenkasse da§ Wechselgeld gestohlen worden.

Wieber wurde, wie es verabredet worden war, der Polizei in Elberfeld vorgeführt und dort von dem Kriminalkommissar Beermann vernommen. Den Grund seiner Verhaftung hatte man ihm, ebenfalls verabredetermaßen, verschwiegen. Auch Beermann fiel, als er ihn vernahm, nicht mit der Tür ins Haus, befragte ihn vielmehr zunächst, wo er in den letzten Tagen nach der Tat sich aufgehalten habe. Erst als Wieber, der sich ziemlich frech benah, durch unvorsichtige Bemerkungen selber sich verdächtig machte, kam er dem Zwecke der Vernehmung näher. Anfangs     leugnete  Wieber frech, etwas mit der Sache zu tun zu haben und erklärte, wenn der Kommissar ihn noch weiter mit verdächtigen Fragen belästige, werde er ihm überhaupt keine Antwort mehr geben. Als der Kommissar aber trotzdem weiter in ihn drang, ihm sagte, daß er schon so gut wie überführt sei und ihm nahelegte, nur durch ein reuiges Geständnis seine Lage zu verbessern, wurde er unsicher, und auf nochmaliges Zureden  gestand  er dann, daß er der Täter gewesen sei. Auf weiteres Befragen hat er anschließend daran die Tat in allen Einzelheiten geschildert und dieses Geständnis bei seinen späteren richterlichen Vernehmungen in vollem Umfange wiederholt."

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