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Kostenloses Kinderprogramm in Lütterkusen

Am kommenden Sonntag, 1. Advent, findet in Lüttringhausen der traditionelle Ideelle Weihnachtsmarkt statt. Im Ladenlokal vom „Lüttringhauser“, dem privaten Nachrichten-Blog aus Lüttringhausen, Gertenbachstraße 4, gibt es an diesem Tag Unterhaltung für Kinder. Drei Remscheider Autor*innen lesen aus ihren Werken. Stephanie Hoffmann, langjähriges Ensemblemitglied der Lüttringhauser Volksbühne, jetzt auch beim WÜSTheatER, Kunstschaffende, liest aus ihrem neuesten Buch „JoBe – Ritter mit Brille“, das zwei Geschichten von Ritter JoBe von Gertenbach enthält. Sascha Bruns bringt gleich zwei Bücher mit: „Kuhmonautin“ und „Der Raketentraktor“ aus seiner Clara Kleegrün-Reihe über die abenteuerlustige Kuh Clara. Und Sascha von Gerishem liest aus „Die Lüttlinge: Tom & Dibber retten das Glitzerzauberfest“ vor, in dem sich zwei Freunde aus Lüttlinghausen für die Dorfgemeinschaft engagieren und das Glitzerzauberfest retten.

Gelesen wird im gemütlichen Ladenlokal am Kamin, gleich neben dem Café Lichtblick. Der Eintritt ist frei, für die Kinder gibt es kostenlos Kinderpunsch und Knabbereien. Eltern können während der Lesungen dabei bleiben oder auch in Ruhe über den Weihnachtsmarkt schlendern. Sascha Gomille und Vincent Amtmann unterstützen das Autorenteam bei der Kinderbetreuung. Wenn die Eltern mögen, können die vorgestellten Bücher nach der Lesung gekauft werden, die Kosten liegen zwischen sechs und zwölf Euro.

 

Bundeshaushalt 2020: Viel Unterstützung für Kommunen

Pressemitteilung des CDU-Bundestagsabgeordneten Jürgen Hardt

Der Bundestagsabgeordnete für Solingen, Remscheid, Wuppertal II, Jürgen Hardt (CDU), informiert über den Bundeshaushalt für 2020, der am heute verabschiedet wird:

Nachdem wir in dieser Woche im Bundestag die einzelnen Haushaltstitel debattiert und abgestimmt haben, zeichnet sich für die morgige Schlussabstimmung eine klare Mehrheit ab. Folgende Aspekte des Haushaltes erscheinen mir besonders wichtig:

  • Der Gesamthaushalt in Höhe von 362 Milliarden Euro sieht Rekordinvestitionen in Höhe von 43 Milliarden Euro vor und stärkt damit die Wachstumskräfte und die Infrastruktur.
  • Im siebten Jahr in Folge macht der Bund keine neuen Schulden. Die gesamtstaatliche Schulden­quote (Bund, Länder, Kommunen, Sozialversicherungen) sinkt erstmals wieder unter 60 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) entsprechend der Maastricht-Kriterien der EU.
  • Der kommunal­freundliche Kurs des Bundeshaushalts wird fortgesetzt. Rund 32 Milliarden Euro stehen mit direktem oder indirektem kommunalen Bezug zur Verfügung. Schwerpunkt ist hier der Sozialbereich: Ausbau der Kinderbetreuung, Sanierung der Schulen, Digitalpakt, Grundsicherung im Alter, Kosten der Unterkunft und Heizung, vollständige Übernahme des BAföG, Gute-Kita-Gesetz.

Bisherige, vorübergehende Entflechtungsmittel z.B. für ÖPNV, soziale Wohnraumförderung und Hochschulbau sind jetzt durch den neuen Bund-Länder-Finanzausgleich mit 3,5 Milliarden Euro in der Umsatzsteuerverteilung enthalten, werden also nicht gekürzt!

Der Bundeshaushalt ist auch ein Bekenntnis zur sozialen Verantwortung: Mehr als die Hälfte der Mittel werden für die Soziale Sicherung aufgewendet. Der höchste Einzeltitel im Haushalt ist der Zuschuss zur Gesetzlichen Rentenversicherung in Höhe von 101,8 Milliarden Euro (28,1 Prozent des gesamten Bundeshaushalts). Dies sichert Rentensteigerungen auch in 2020, stellt aber gleichwohl eine erhebliche Belastung des Bundeshaushalts dar, die in den kommenden Jahren noch weiter steigen wird.

  • Die Verteidigungsausgaben steigen mit über 45 Milliarden Euro (12,5 Prozent des gesamten Bundeshaushalts) auf 1,41 Prozent des BIP. Die Mittel fließen in die Besoldung von Soldaten und Zivilisten, in bessere Ausrüstung und höhere Aufwendungen für die NATO.
  • Die Bundesmittel für die Industrielle Gemeinschafts­forschung (IGF), ein Anliegen der mittelständischen Industrie im Wahlkreis, steigen um 6,5 Prozent auf 180 Millionen Euro. Forschungsförderung kommt so nicht nur Großunternehmen, sondern auch Familienunternehmen im Bergischen Land zugute.
  • Sowohl das Denkmalschutzsonderprogramm als auch das Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ werden auch im Haushaltsjahr 2020 fortgesetzt. Ich werde mich bei beiden Programmen wieder für Fördermittel für den Wahlkreis einsetzen, etwa für das Freibad Eschbachtal.

Im Blick auf die Zinsentwicklung und die Altschulden der Bergischen Kommunen steht die Zusage, dass der Bund offen ist für eine Beteiligung an Konzepten, in denen Kommunen, Bundesländer und der Bund die finanzielle Handlungsfähigkeit überschuldeter Kommunen wiederherstellen. Die Oberbürgermeister der Region und die Abgeordneten sprechen hier mit einer Stimme. Nun ist Bundesfinanzminister Olaf Scholz am Zuge, gemeinsam mit den Ländern konkrete Vorschläge zu unterbreiten. Mit den Festlegungen des Bundeshaushalts 2020 bin ich insgesamt sehr zufrieden. Jetzt muss es darum gehen, dass wir für unsere Region auch möglichst viel daraus machen.

Zivile Seenotrettung von Flüchtenden

Pressemitteilung des evangelischen Kirchenkreis Lennep

Nach wie vor ertrinken Menschen im Mittelmeer. „Kein Mensch sollte auf der Flucht an den Außengrenzen der Europäischen Union sterben“, so die gemeinnützige Initiative sea-watch e.V., die sich neben weiteren Lebensrettern der zivilen Seenotrettung von Flüchtenden verpflichtet. Auch die Ökumenische Initiative Wipperfürth / Radevormwald, Initiatorin des Aufrufs „Seenotrettung im Mittelmeer“, hat sich diesem Grundsatz verschrieben. Dabei arbeitet sie zusammen mit christlichen Einrichtungen aus Radevormwald; beteiligt sind: der evangelische Kirchenkreis Lennep und die beiden evangelischen Radevormwalder Gemeinden, reformiert und lutherisch, sowie die Diakonie im Kirchenkreis als in Radevormwald zuständiger Organisation für die Flüchtlingsberatung. Sie alle zeigen Solidarität mit Initiativen und Vereinen, um mit finanzieller Unterstützung den Organisationen der Seenotrettung und der Entsendung von Rettungsschiffen ihre lebensrettende Arbeit zu ermöglichen. Pfarrer i.R. und 1. Vorsitzender der Initiative, Peter Hennecke, der die Initiative ins Leben rief, suchte und fand christliche Einrichtungen in Radevormwald, die die Spendenaktion #schickteinschiff (https://seebruecke.org/ekd-schickteinschiff/) unterstützen.

Ökologische Pilzwanderung startet an der Naturschule

Bedingt durch viele Niederschläge gab es in diesem Herbst relativ viele Pilze. Zahlreiche Arten bilden auch jetzt noch Fruchtkörper aus, die in ihrer Formenvielfalt und mit beeindruckenden die Menschen faszinieren. Diplom-Biologe Jörg Liesendahl von der Remscheider Natur-Schule Grund stellt bei einer Wanderung im Gebiet zwischen Grund und dem Gelpetal bei Westen die Ökologie der Pilze und ihre Bedeutung für die Abläufe in der Natur dar. Aus der Vielfalt von inzwischen weit mehre als 200 aus dem Gebiet bekannten Pilzarten werden einige häufige und einige seltenere Pilzarten vorgestellt. Wichtig: Diese Pilzwanderung dient nicht dem Aufsammeln essbarer Pilze! Das Körbchen muss deshalb zu Hause bleiben.

Die ökologische Pilzwanderung startet am Samstag, 30. November, um 10 Uhr an der Natur-Schule Grund, Grunder Schulweg 13; sie ist auch für Familien mit Kindern ab ca. acht Jahren geeignet und wird etwa drei Stunden dauern. Wetterfeste, ggf. auch wärmende Kleidung und wasserfeste Schuhe werden empfohlen. Die Teilnahme kostet für Kinder bis 15 Jahren 3,50 Euro und für Erwachsene sieben Euro. Familien mit mehr als einem eigenen Kind erhalten einen Rabatt. Eine Anmeldung bis Donnerstag, 28. November, ist erforderlich unter Tel. RS 3748239 oder E-Mail info@natur-schule-grund.de" target="_blank">info@natur-schule-grund.de.

16 Kündigungen, aber 32 neue Theater-Abonnenten

Die zurückliegende Spielzeit 2018/19 des Teo Otto Theaters vom 9.September 2018 bis 10. Juli 2019 umfasste insgesamt 97 Veranstaltungen. Nicht enthalten sind in dieser Zahl die obligatorischen Stadtteilkonzerte der Bergischen Symphoniker in der Konzertmuschel am Stadtpark, die „Lenneper Nachtmusik“ am Alter Markt, das „Lüttringhausen Open Air“ auf der Freilichtbühne und das Konzert im Burghof von Schloss Burg. Rein spielzeitbezogen bestand die Saison 2018/19 aus 97 Veranstaltungen. Keine konkreten Zuschauerzahlen liegen zu den Stadtteilkonzerten, dem Festakt zum Tag der deutschen Einheit sowie zur Nacht der Kultur vor, da es für diese, für die Zuschauer kostenlosen Veranstaltungen, keinen Eintrittskartenverkauf gibt. Für den Festakt zum Tag der Deutschen Einheit und die Nacht der Kultur (mit zwei Veranstaltungen im Saal) schätzte die Verwaltung die Auslastung auf 90 Prozent veranschlagt, „wobei die tatsächliche Besucherzahl eher noch höher gewesen sein dürfte“. Die Zuschauerzahl habe bei den vier Stadtteilkonzerten bei jeweils 400 gelegen, bei den drei Konzerten in Remscheid und dem in Burg bei jeweils 200.

Titelbild des neuen Theater-Almanachs. Die weiteren Auslastungen je nach Sparte:

  • Musiktheater ohne Beteiligung der Bergischen Symphoniker mit acht Vorstellungen: 65 Prozent.
  • Musiktheater mit Beteiligung der Bergischen Symphoniker mit fünf Vorstellungen: 55 Prozent
  • Tanz mit Beteiligung der Bergischen Symphoniker mit zwei Vorstellungen: 35 Prozent.
  • Sprechtheater mit zwölf Vorstellungen: 30Prozent.
  • Crossover mit zwölf Vorstellungen:97 Prozent.
  • Junges Theater mit neun Vorstellungen: 39 Prozent.
  • Klagkosmos mit fünf Vorstellungen: 40Prozent
  • Philharmonische Konzerte mit zehn Vorstellungen: 70 Prozent.
  • Andere 14 Konzerte der Berg. Symphoniker: 90 Prozent.
  • Musik am Vormittag vier) der Berg. Symphoniker: 33 Prozent.
  • Meisterkonzerte (vier): 100 Prozent.
  • „On Fire!“ (drei) mit den Berg. Symphonikern: 100 Prozent.

Mit Beginn der Spielzeit 2015/16 wurde für Konzerte und Musiktheaterveranstaltungen unter Beteiligung der Bergischen Symphoniker der sogenannte Orcherstersoli eingeführt: Auf den regulären Eintrittspreis wird seitdem ein Aufschlag in Höhe von 20 Prozent erhoben, der direkt der Orchestergesellschaft zufließt und damit als eine von mehreren Teilmaßnahmen der strukturell bedingten Finanznot der Bergischen Symphoniker entgegenwirkt. Der auf den Orchestersoli entfallene Teil des Eintrittspreises wird separat auf dem jeweiligen Ticket ausgewiesen und kann vom Publikum so gut nachvollzogen werden. Nachdem die damit verbundene Ertragserwartung zunächst nicht in voller Höhe erfüllt werden konnte, beschloss der Rat der Stadt Remscheid im Februar 2017, den Orchestersoli für den reinen Konzertbereich der Bergischen Symphoniker mit Beginn der Spielzeit 2017/18 um weitere zehn Prozentpunkte auf nunmehr 30 Prozent zu erhöhen. Für den Musiktheaterbereich blieb die Höhe unverändert bei 20 Prozent. Dazu die Verwaltung in ihrem Bericht zur Sitzung des Kulturausschusses am 3. Dezember: „Im Ergebnis konnte dadurch die ursprüngliche Einnahmeerwartung von 36.000 € pro Spielzeit nicht nur erreicht, sondern sogar übertroffen werden. Trotz eines leichten Rückgangs gegenüber der vorletzten Saison wurde die Einnahmeerwartung auch in der Spielzeit 2018/19 erfüllt:

  • Einzelkarten-Verkauf 20.405,22 Euro
  • Abo-Verkauf 16.346,40 Euro
  • Zusammen 36.769,62 Euro.“

Ein Plus von 5.787,57 Euro gegenüber 2016/17, aber ein Minus von 2.289,88 Euro gegenüber der Spielzeit 2017/18. Dagegen erhöhte sich von der vorletzten zur letzten Spielzeit die Zahl der Abonnenten um nein auf 819. Zitat aus der Mitteilungsvorlage für den Kulturausschuss: „Grundsätzlich entwickelt sich der gesamte Abo-Bereich weiterhin stabil. Der seit Jahren zu verzeichnende kontinuierliche Rückgang beim Konzert-Abo, der im Wesentlichen auf den demografischen Wandel zurückzuführen ist1 und zum Ende der letzten Spielzeit zu weiteren 16 Kündigungen geführt hat, konnte mit im Gegenzug 32 neu gewonnenen Abonnenten erstmals mehr als kompensiert werden.“

Verwaltung hält an Beschwerdeausschuss fest

Zur nächsten Sitzung des Beschwerdeausschusses am 4. Dezember sowie des Haupt- und Finanzausschusses am 30. Januar hat Bettina Stamm den Antrag gestellt, den Beschwerdeausschuss als Unterausschuss des Haupt-und Finanzausschusses zum nächstmöglichen Termin aufzulösen und über Beschwerden und Anregungen gem. § 24 GO NRW künftig zeitnah im Haupt- und Finanzausschuss zu beraten. Sie zitiert dabei Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz: „Die Demokratie kann man nicht vom Sofa aus verteidigen!" Zur Demokratie gehörten allerdings auch der Schutz der Bürgerrechte bzw. die Voraussetzungen dafür, dass Bürger seine Rechte auch tatsächlich in Anspruch nehmen kann, so die Antragstellerin. Das aber sei beim gegenwärtigen Beratungsverfahrens und der Terminierung von Beschlussvorlagen nicht gewährleistet, zumal es keinerlei  Fristen gebe. Bettina Stamm: „Es ist völlig sinnfrei und mehr als frustrierend, wenn drei Monate nach einen Ratsbeschluss eine Eingabe und Anregung dazu behandelt wird. Ganz davon abgesehen, dass dafür neun Ausschussmitglieder und Mitarbeiter der Verwaltung zu einer Sitzung einberufen werden müssen.“

Ohnehin werde der Beschwerdeausschuss nur selten in Anspruch genommen; in 2018 und 2019 habe er bis dato nur zweimal im Jahr getagt. „Neun Ratsmitglieder sitzen in diesem Gremium, von denen, alle (davon fünf in stellvertretender Funktion) ebenfalls Mitglieder des Haupt- und Finanzausschuss sind. Darüber hinaus hat der Beschwerdeausschuss lediglich eine beratende Funktion. Die Ergebnisse der Beratungen werden als Empfehlung an andere Ausschüsse verwiesen.“

Der Antrag kommt nicht von ungefähr, sondern dafür gab es einen aktuellen Anlass. Bettina Stamm geht darauf zu Beginn ihres Schreibens ein: „Der Beschwerdeausschuss ... soll Bürgerinnen und Bürgern Gelegenheit bieten, sich mit ihren Vorschlägen unmittelbar und konstruktiv in Entscheidungsprozesse einzuschalten und ihre Sicht der Dinge darzulegen. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass die Bürger frühzeitig über die Grundlagen sowie Ziele, Zwecke und Auswirkungen unterrichtet werden, um von ihrem in §24 GO verankerten Recht auch Gebrauch machen zu können. Dies ist in dieser Form nicht gegeben. Beispielhaft führe ich meine Eingabe vom 17. September zu den Planungen und der Beschlussvorlage DS15/6508 zum Friedrich-Ebert-Platz an. Die Beschlussvorlage wurde am 5. September erstellt und ab dem 10. September in die Gremien eingebracht. Eine Bürgerbeteiligung hat am 14. September stattgefunden.“ (Merke: Am 5. September hatte die Verwaltung die nächste Sitzung des Beschwerdeausschuss abgesagt.

„Nach meiner Teilnahme an der Bürgerbeteiligung ... habe ich am 17. September vorab per Email sowie schriftlich meine Eingabe und Anregungen zu den aktuellen Planungen eingereicht. Mit der Entscheidung, diese nun 2,5 Monate nach dem Ratsbeschluss in den Beschwerdeausschuss am 4. Dezember zu schieben, ist klar, dass diese ins Leere laufen wird.“ Eine inhaltliche Auseinandersetzung ihres Anliegens oder eventueller weiterer Anregungen von Bürgerinnen und Bürger sei so bereits im Vorfeld ausgeschlossen worden. Nicht nachvollziehbar sei im Übrigen, „dass eine dreiseitige Eingabe, die vier Tage nach der Bürgerbeteiligung zu einer Beschlussvorlage eingereicht wurde, erst 2,5 Monate nach dem Ratsbeschluss behandelt werden kann, weil eine Vorprüfung und Vorberatung über die angesprochenen Anregungen erforderlich ist.“ ´Demgegenüber sei es offenbar kein Problem, den Beschluss über ein "entwicklungsbedeutsames" Millionenprojekt innerhalb von 2,5 Wochen durch alle Gremien "durchzupeitschen". Bettina Stamm: „Bei dieser Vorgehensweise und der Terminierung der Ausschusssitzungen besteht noch nicht einmal die Chance, sich auf formalem Weg als Einwohner in irgendeiner Form mit Anregungen oder Bedenken zu den aktuellen Planungen zeitnah einzubringen. Damit wird das vom Gesetzgeber beabsichtigte Ziel, den Bürger ... am kommunalpolitischen Entscheidungsprozess zu beteiligen, ad absurdum geführt.“

Zur Sitzung des Beschwerdeausschusses hat die Verwaltung zu der Eingabe Stellung genommen:

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Preiswerteres Dach für Ebertplatz nicht angefragt

In ihrer Eingabe an den Beschwerdeausschuss bezüglich der in der Ratssitzung vom 26. September beschlossenen Umgestaltung des Friedrich-Ebert-Platzes  moniert Bettina Stamm, durch diesen Beschluss seien Investitionen generiert worden, „deren Folge- und Betriebskosten nicht dargestellt werden können. Dies entspricht nicht GemHVO NRW §13 (1) (2).“ Zitat daraus:,, Bevor Investitionen oberhalb der vom Vertretungsorgan festgelegten Wertgrenzen beschlossen und im Haushaltsplan ausgewiesen werden, sollen unter mehreren in Betracht kommenden Möglichkeiten durch einen Wirtschaftlichkeitsvergleich, mindestens durch einen Vergleich der Anschaffungs- oder Herstellungskosten ... und der Folgekosten die für die Kommune wirtschaftlichste Lösung ermittelt werden." Ein ähnliches in Leverkusen habe gezeigt, dass die Folge- und Betriebskosten nicht unerheblich sein könnten.

Bei der Auslobung des Wettbewerbes sei keine Vorgabe hinsichtlich der Art und Größe der Überdachung formuliert worden, kritisiert Bettina Stamm ferner. „Erst nach der Preisvergabe des Ausschreibungswettbewerbs wurden die Kosten für das Dach ermittelt, die bekanntlich weit über den ursprünglich veranschlagten Kosten liegen. Alternative Dachentwürfe zwecks Reduzierung der Kosten oder der Möglichkeit eines Wirtschaftlichkeitsvergleichs gibt es keine. Weiter fehlt in der Beschlussvorlage die Angabe der jährlichen Folgekosten für die Pflege (Bäume, Grünflächen) die Instandsetzung, Dacherneuerung und der laufenden Betriebskosten.“

Das Revitalisierungskonzept für die Alleestraße sei seinerzeit von der Bezirksregierung mit deren Zustimmung zum geplanten Designer Outlet Center verknüpft worden. Dabei habe ursprünglich die Beseitigung großer und städtebaulich relevanter Einzelhandelsleerstände insbesondere im Bereich der unteren Alleestraße Priorität gehabt. Bettina Stamm:  Auf der Grundlage des am 18. Juni 2015 einstimmig vom Rat beschlossenen Konzeptes zur Revitalisierung der Innenstadt, (2015-2020) beabsichtigte die Stadt mit finanzieller Unterstützung des Landes mit ca. 15 Mio. € die gesamte Remscheider Innenstadt mit ca. 46 ha zwischen Hauptbahnhof und Rathaus aufzuwerten.  Durch den Einsatz von Städtebauförderungsmitteln ... sollte ein Vielfaches an Folgeinvestitionen angestoßen werden. (...) Damit wurde bei den Akteuren Begehrlichkeiten geweckt und Erwartungen geschürt, aber fast alle dahingehenden Planungen wurden nicht weiter verfolgt. Impulse sowie Nachnutzungskonzepte fehlen, und Folgeinvestitionen gibt es folglich auch keine.“

Vor diesem Hintergrund ist auch die geplante Ausweisung der Alleestraße als Sanierungsgebiet zu hinterfragen. Denn damit werde den Immobilieneigentümern die Modernisierung und Sanierung ihrer Immobilie unter Restriktionen auferlegt, ohne zu wissen, welche Strategie die Stadt künftig bei der Weiterentwicklung der Alleestraße verfolgen werde. (...) Bis auf den Nordsteg und einem Beschluss zum Beleuchtungskonzept, wurde seit dem Ratsbeschluss in den letzten vier Jahren nicht viel umgesetzt.“ Zu fragen sei, inwiefern die Planungen zur Steigerung der Aufenthaltsqualität auf dem Friedrich-Ebert Platz die Bemühungen zur Attraktivierung der Alleestraße konterkarieren. Auch sei die Entscheidung, den Busbahnhof zu verkleinern, in Anbetracht des Klimaschutzkonzeptes (höhere ÖPNV-Nutzung bis 2022) verkehrspolitisch rückwärtsgewandt. Ein Fernbusterminal für Fernverbindungen, wie sie von Unternehmen wie Flixbus angeboten werden, und für deren Gäste Aufenthaltsqualität von Bedeutung wäre, sei im Übrigen nicht geplant.

Die Verwaltung hat auf diese Eingabe an den Beschwerdeausschuss ausführlich geantwortet, nachzulesen im Ratsinformationssystem der Stadt unter http://ratsinfo.remscheid.de/sessionnet/bi/vo0050.php?__kvonr=13717&voselect=2837.

Rote Kugeln für den Weihnachtsbaum im Rathausfoyer

Kinder der Kindertageseinrichtung Remscheider Straße schmückten gestern den Weihnachtsbaum im Foyer des Remscheider Rathauses zusammen mit ihren Erzieherinnen Natali Dubrov und Maria Schweda. Und natürlich auch Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz, der wie in den vergangenen Jahren auf die Leiter stieg, damit auch die oberen Zweige vom Weihnachtsschmuck etwas mitbekamen, darunter die von den Kindern selbst gemachten roten Kugeln. Der Weihnachtsbaum im Foyer des Rathauses hat eine lange Tradition.

Die Biathlon-Meisterschaften auf der Alleestraße

Am Sonntag, 1. Dezember, steht die Fußgängerzone der Alleestraße ganz im Zeichen der vom Marketingrat Innenstadt e.V.- veranstalteten Offenen Bergischen Biathlon-Meisterschaften. Sie finden an diesem Tag von 11 bi 18 Uhr statt. Nachfolgend der von Ralf Wieber miutgeteilte Zeitplan:

Einzelwettkampf für alle von 11 bis 12 Uhr) (keine Voranmeldung nötig)

Teams (mit jeweils vier Personen ab 15 Jahre) ab 12 Uhr (jeweils Voranmeldung nötig)
Rennen 1] Staffeln  1-3     12.20 Uhr
Rennen 2] Staffeln  4-6     12.40 Uhr
Rennen 3] Staffeln  7-9     13.00 Uhr

Finale der drei schnellsten Staffeln: 13.30 Uhr

Siegerehrung: 14 Uhr

Spontanes Mitmachen: 14.10 - 15 Uhr
Prominenten-Biathlon 15 - 16 Uhr
Spontanes Mitmachen 16 - 18 Uhr
Als Preise winken für die Sieger des Einzelwettbewerbs und der Staffel ein Wochenende im Trainingscamp in der Chiemgau-Arena in Ruhpolding unter Anleitung des Olympiasiegers Fritz Fischer. Der Reinerlös der Startgelder aus den Staffeln geht 1:1 an das Ärztliche Kinderschutz Ambulanz.

‚Weihnachten im Schuhkarton‘ für Kinder in Not

Pressemitteilung der Evangelischen Stiftung Tannenhof

"Weihnachten im Schuhkarton" ist die weltweit größte Geschenkaktion für bedürftige Kinder. Bereits zum vierten Mal beteiligt sich daran die Evangelische Stiftung Tannenhof . Auch ohne großen Aufruf wurden dieses Jahr wieder Spenden für die Aktion entgegengenommen. „Herzlichen Dank allen Spendern“ sagte Dietmar Volk, Kaufmännischer Direktor der Stiftung. So konnte sich die Stiftung über eine Großspende der Firma SOPP Industrie GmbH freuen. Zusätzlich wurden weitere Kartons stiftungsintern gesammelt, so dass schließlich Mercedes Spitzley als Mitarbeiterin der Stiftung Tannenhof und Initiatorin der Aktion der letzten Jahre mit einem voll beladenen Kofferraum die Geschenke zur großen Sammelstelle nach Hückeswagen bringen konnte. Von dort aus werden sie, mit einer Zwischenstation in Berlin, von den Verantwortlichen der Geschenkaktion direkt zu den bedürftigen Kindern gebracht, denen dadurch eine große Weihnachtsfreude und ein paar glückliche Momente beschert werden.

Verkehrssünder und Straftäter im Fokus der Polizei

Die Polizei spürte am Dienstag im Bergischen Städtedreieck  im Rahmen einer landesweiten Aktion gezielt  Straftäter und Verkehrsrowdys auf und hellte kriminelle  Strukturen weiter auf. Dazu wurden starke Kräfte aus  unterschiedlichen Fachbereichen zwischen 10 und 0 Uhr in  Wuppertal, Remscheid und Solingen eingesetzt. Uniformierte und zivile Polizisten kontrollierten Fahrzeuge auf den Straßen und Personen in  Gaststätten und in den Innerstädten.

89 Personen mussten sich wegen des Verdachts der  Eigentums- und Straßenkriminalität kontrollieren lassen. Drei von  ihnen wurden festgenommen. Eine Schusswaffe konnte sichergestellt  werden. Sieben Strafanzeigen, unter anderem wegen Delikten der  Straßenkriminalität, wurden vorgelegt. Als ein Mann wegen eines  Ladendiebstahls auffiel, stellte sich bei der Kontrolle seines  Fahrzeugs heraus, dass er Einbruchswerkzeug mit sich führte. Ihn  erwarten ebenfalls eine Strafanzeige und die Fragen der Ermittler.

Beamte der Verkehrspolizei führten an zehn Standorten Kontrollen durch. Dabei kam es zu 233 Fahrzeug- und 234 Personenkontrollen. Bei 87  Fahrzeugen kam es zu Beanstandungen. Insgesamt wurden 63  Verwarnungsgelder erhoben und Ordnungswidrigkeiten festgestellt. Wegen  strafrechtlicher Verstöße im Zusammenhang mit dem Straßenverkehr   erfolgten vier Strafanzeigen. Darüber hinaus lag gegen vier kontrollierte Personen ein Haftbefehl vor. Kriminaldirektor Robert Gereci: "Mit dem  Einsatz bin ich sehr zufrieden. Mit solchen Schwerpunktaktionen und Nadelstichen sorgen wir für ein sicheres Bergisches Städtedreieck.  Kein Straftäter darf das Gefühl haben, unentdeckt zu bleiben."  

Am 2. Dezember soll es stimmungsvoll weitergehen

Einen Vorgeschmack auf das, was ab Montag, 2. Dezember, die Hindenburgstraße präsentieren wird, bot gestern das traditionelle Lichterfest  der Interessengemeinschaft (IG) Hindenburgstraße von 16.30 bis ca. 20 Uhr. Geschäftsinhaber, Vereine, Gastronomen und Kirchengemeinde sorgten auch in diesem Jahr mit großem Engagement für vielfältige Angebote für große und kleine Besucher. Lichterglanz, Glühweinduft, kleine Snacks, knisternde Holzscheite und Kerzenschein sorgten für eine anheimelnde Stimmung. Am ehemaligen „Kaffeehaus“ präsentiert sich der Unverpacktladen "Uriginell Unverpackt" mit kleinen Kostproben (er wird im Frühling 2020 an diesem Standort einziehen). In der Geschäftsstelle der AOK Remscheid gab es Videopräsentationen des Projektes #5630. Und Live-Musik war an mehreren Orten zu hören. Natürlich fehlte auch Open-Air-Andacht vor den Malerwerkstätten Epe nicht – stimmungsvoll wie immer mit Pfarrer Ulrich Wester und einem Posaunenchor. Ab 2. Dezember ist entlang der Hindenburgstraße in der Vorweihnachtszeit montags bis freitags bei rund 20 Beteiligten mit Musik, Spiel, heißen Getränken und Geschichten zu rechnen.