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Probephase für Jobcenter-Postfach endet im März

„Erhalten Kundinnen und Kunden im Jobcenter, in der Arbeitsagentur und an Stellen der städtischen Verwaltung eine Empfangsbestätigung, wenn sie die geforderten Dokumente einreichen und dort einbehalten werden?“, wollte die SPD-Fraktion von der Verwaltung wissen. Die Antworten liegen nun dem Sozialausschuss zur Sitzung am 7. Januar vor. Das Gros der Kundenkontakte findet demnach im Jobcenter und im Fachdienst Soziales und Wohnen statt.

Im Fachdienst Soziales und Wohnen ist eine Eingangsbestätigung  grundsätzlich nicht vorgesehen. Sofern in besonders gelagerten Fällen bei persönlicher Vorsprache Unterlagen eingereicht werden und der Kunde / die Kundin darauf besteht, eine Empfangsbestätigung zu erhalten, wird im Einzelfall eine Eingangsbestätigung ausgestellt. Aufgrund der Vielzahl der eingereichten Unterlagen und dem damit verbundenen Aufwand kommt aber eine generelle Eingangsbestätigung nicht in Betracht.

Im Jobcenter Remscheid erhielten Kundinnen und Kunden bis zur Jahresmitte 2018  in der Eingangszone grundsätzliche Eingangsstempel auf Kopien eingereichter Unterlagen. Eine gesetzliche Verpflichtung zur Ausstellung einer Eingangsbestätigung existiert nicht. „Da in der Eingangszone des Jobcenters jährlich über 50.000 Vorsprachen zu verzeichnen sind summierte sich der Zeitaufwand für das Stempeln der Unterlagen ganz erheblich. Das Abstempeln führte zu langen Wartezeiten für alle Kundinnen und Kunden. Deshalb erhalten Kundinnen und Kunden im Jobcenter Remscheid seit Sommer 2018 keine Bestätigung über eingereichte Unterlagen“, teilte die Verwaltung mit. „Insbesondere, wenn es in der Vergangenheit Schwierigkeiten mit Nachweisen gab, stellt die zuständige Teamleitung dann den Nachweis ausnahmsweise aus.“

Seit der Einführung des Online-Angebots „Jobcenter digital“ könne der Zugang digital übersandter Unterlagen standardmäßig nachgewiesen werden. Mit dem neuen Verfahren habe die Kundenzufriedenheit eher zugenommen, und die Wartezeit habe sich deutlich reduziert, was zu einer entspannten Atmosphäre im Haus geführt habe.

„Durch die Einführung der elektronischen Akte haben sich die Postwege innerhalb des Hauses drastisch verkürzt. Es gibt grundsätzlich keine Papierakten mehr. (Fast) alle Poststücke, seien es in der Eingangszone abgegebene oder per Post zugesandte, verbleiben im Erdgeschoss, werden dort gesammelt, täglich in versiegelten Behältern an einen Scandienstleister übermittelt und stehen dann digital zur Verfügung. Das Suchen von Poststücken oder Akten gehört damit der Vergangenheit an“, teilt die Verwaltung weiter mit.

Zusätzlich hat das Jobcenter Remscheid im Sommer dieses Jahres die technischen oder organisatorischen Voraussetzungen dafür geschaffen, dass Unterlagen auch digital vor Ort eingereicht werden können. Das geschah mit der Einführung von „jobcenter.digital“. Alle Kundinnen und Kunden erhalten in der Eingangszone auf Wunsch den Zugang zu diesem System. Über den gültigen und verifizierten Account können Weiterbewilligungsanträge und Veränderungsmitteilungen online eingereicht und Unterlagen hochgeladen werden. Seit November 2019 wird ein Postfachservice in Modell-Jobcentern erprobt. Diese Probephase soll Ende März 2020 abgeschlossen werden. Von den Ergebnissen wird abhängen, ob dieser Service auch im Jobcenter Remscheid angeboten werden kann.

Neues Gesetz soll Bürger und Verwaltung entlasten

Zum 1. Januar tritt das Angehörigen-Entlastungsgesetz in Kraft, dem der Bundesrat am 29. November zugestimmt hat. Sozialhilfeträger wie die Stadt Remscheid dürfen demnach künftig auf das Einkommen der Kinder pflegebedürftiger Eltern erst dann zurückgreifen, wenn deren Bruttoeinkommen 100.000 Euro übersteigt. Umgekehrt gilt dies auch für Eltern von volljährigen pflegebedürftigen Kindern. Der Nachranggrundsatz der Sozialhilfe wird damit eingeschränkt. Das Gesetz enthält eine Vermutungsregel. Nur in Ausnahmefällen, in denen die Behörde ein Einkommen über der Einkommensgrenze vermutet, müssen Betroffene ihr Einkommen offenlegen – dies soll Bürger und Verwaltung entlasten. Fragen der SPD hierzu hat die Verwaltung dem Sozialausschuss zur Sitzung am 7. Januar beantwortet:

Welche Auswirkungen hat das im Bundestag und Bundesrat beschlossene Pflegeentlastungsgesetz?
Antwort: Im Bereich der Hilfe zur Pflege innerhalb von Einrichtungen werden insgesamt rund 750 Unterhaltsverfahren (laufende Fälle aus den vergangenen Jahren) betreut. Rund zehn Prozent der Betroffenen sind leistungsfähig und erbringen im Jahr 2019 ca. 100.000 -120.000 Euro an Unterhaltseinnahmen. Diese Einnahmen werden weitgehend entfallen. Die entsprechenden Heranziehungsverfahren werden eingestellt.

Wie viele Personen werden durch Anhebung der Einkommensgrenzen künftig nicht mehr zur Erstattung der Pflegekosten herangezogen?
Der größte Teil der derzeit rund 75 Zahlungspflichtigen wird ab 1.1.2020  von den Forderungen freigestellt. Lediglich  ca. zehn Prozent  werden weiterhin leistungsfähig bleiben.

20 Jahre Remscheider Wirtschaftsgymnasium

Pressemitteilung des Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung der Stadt Remscheid

Das Remscheider Wirtschaftsgymnasium wird in diesem Jahr 20 Jahre alt. Seitdem hat es schon mehrere Hundert Abiturientinnen und Abiturienten hervorgebracht. Lothar Groß, der seit dem Jahr 2000 das Wirtschaftsgymnasium leitet, erinnert sich zurückblickend: „Als das Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung damals seine gymnasiale Oberstufe, das Wirtschaftsgymnasium, gründete, haben viele Kritiker vermutet, dass es nicht lange existieren würde. Aber inzwischen sind wir zu einem festen Bestandteil der Remscheider Schullandschaft geworden.“ Den Erfolg des Wirtschaftsgymnasiums sieht Groß in der modernen Konzeption dieser gymnasialen Oberstufe: „Die heutige Welt ist unzweifelhaft geprägt durch die Wirtschaft und die Informatik. Daher legen wir im Wirtschaftsgymnasium vor allem Wert auf die Vermittlung fundierter Kenntnisse in diesen Bereichen. Die Allgemeinbildung – Deutsch, Englisch, Mathematik, Naturwissenschaft etc. – wird aber genauso gepflegt. Schließlich vergeben wir kein Fachabitur, sondern das volle Abitur.“

Die Absolventinnen und Absolventen des Remscheider Wirtschaftsgymnasiums entscheiden sich anschließend nicht nur für anspruchsvolle kaufmännisch-wirtschaftliche Ausbildungen oder Studiengänge, sondern studieren auch Informatik, Maschinenbau, Erziehungswissenschaft, Sprachen - „und vieles mehr, in der Regel übrigens sehr erfolgreich. Das wissen wir aus vielen positiven Rückmeldungen unserer Ehemaligen“, erläutert Groß.

Auch Cornelia Berghaus-Biermann, die Schulleiterin des Berufskollegs Wirtschaft und Verwaltung Remscheid, ist stolz auf die Abteilung „Wirtschaftsgymnasium“: „Wir haben dort Schülerinnen und Schüler, die vorher in sehr unterschiedlichen Schulen waren. Viele kommen von der Realschule zu uns. Alle Neulinge leben sich schnell bei uns ein, und die allermeisten schaffen auch das Abitur bei uns. Wir haben auch einen großen Anteil von Jugendlichen, deren Eltern keine Akademiker sind. Damit leisten wir sogar einen kleinen Beitrag zur Überwindung einer Schwachstelle in unserem deutschen Schulsystem, auf die die bekannten PISA-Studien seit Jahren immer wieder hinweisen.“

Das Remscheider Wirtschaftsgymnasium vermittelt in drei Jahren die Allgemeine Hochschulreife und zusätzlich wirtschaftliche Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten (jährlich ca. 40 junge Menschen).  Voraussetzung ist die Berechtigung zum Besuch einer gymnasialen Oberstufe. Den schulischen Teil der Fachhochschulreife vermittelt das Wirtschaftsgymnasium schon nach dem ersten Schuljahr.

Fünf Arbeitskreise für das neue Wahlprogramm

Zum neuen Jahr hat der SPD-Unterbezirk Remscheid die Einrichtung von fünf Arbeitsgruppen beschlossen:

  • Gesellschaftlicher Zusammenhalt mit den Unterpunkten Soziales, Wohnen, Stadtentwicklung, Kultur, Sport und Jugend (verantwortlich: Ralf Gassen). Auftaktveranstaltung: Donnerstag, 16. Januar, um 18Uhr
  • Bildung (verantwortlich: Burhan Türken). Auftaktveranstaltung: Mittwoch, 22. Januar, um 18 Uhr
  • Sicherheit und Ordnung (verantwortlich: Sebastian Thiel). Auftaktveranstaltung: Donnerstag, 23. Januar, um 18:00 Uhr
  • Mobilität (verantwortlich: Nadine Gaede). Auftaktveranstaltung: Mittwoch, 29. Januar, um 18 Uhr
  • Arbeit und Wirtschaft (verantwortlich: Christine Krupp). Auftaktveranstaltung: Donnerstag, 30. Januar, um 18 Uhr

Alle Veranstaltungen finden in den Räumen der SPD-Geschäftsstelle, Elberfelder Straße 39, Platz statt. Die Arbeitsgruppen sind offen für alle Interessierten, die gerne in mehreren Gruppen mitarbeiten können. Man sei „offen für Ergänzungen und konkrete Anliegen aus den Reihen der Mitglieder und Interessierten“, heißt es in einem Schreiben von UB-Vorsitzenden Christine Krupp und UB-Geschäftsführer Antonio Scarpino an die Remscheider Parteimitglieder. Die Themen Klimapolitik, Nachhaltigkeit sowie Integration und kulturelle Vielfalt sehen sie als Querschnittsaufgaben, die in allen Arbeitsgruppen mitbearbeitet werden.

Das Jahr 2019 sei für die SPD eine ganz besondere Herausforderung gewesen, heißt es in dem Brief eingangs.  „Wir hoffen, dass mit dem neuen Jahrzehnt auch eine neue, bessere Zeit für die SPD beginnt, dass der Aufbruch in die neue Zukunft uns allen gemeinsam gelingt.“ Die Kommunalwahl im September 2020 sei nicht nur für Remscheid, sondern auch für die Zukunft der SPD in Deutschland von überaus großer Bedeutung. Frühzeitig wolle man daher jetzt damit beginnen, das Programm der Remscheider SPD für die (kommunal)politische Arbeit in den nächsten Jahre (2020 - 2025) aufzuschreiben. In diesen Prozess will der UB-Vorstand „gerne alle Parteimitglieder einbinden“.

Blitzer künftig mit Laser statt Kontaktschleifen

Wo steht die neue Radarfalle? Diese Frage verband der Waterbölles am 14. Februar 2017 mit einem Foto von der Lenneper Straße, Einmündung Greulingstraße, auf dem die damals neue Radarfalle erst auf den zweiten Blick zu erkennen war. Dieser „Blitzer“ ist seitdem nachts zwischen 22 und 6 Uhr scharf gestellt ist. Er arbeitet mit Lasertechnik anstelle herkömmlicher Kontaktschleifen in der Fahrbahn, wie sie derzeit noch für die beiden Messanlagen an der Neuenkamper Straße verwendet werden. Doch auch sie sollen im kommenden Jahr auf Lasertechnik umgestellt werden. Weil sich die Kontaktschleifen zu schnell abnutzen. Und das geht ins Geld – das man lieber als „Knöllchen-Einnahme“ in der Stadtkasse sieht. In 2019 summierten sich diese Einnahmen siebenstellig.

Lieferengpass auch bei Bluthochdruck-Präparaten

Schreiben der Stadt Remscheid vom 25. November an das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen

Sehr geehrter Herr Minister Laumann,
am 7. November erhielt der Fachdienst Gesundheitswesen der Stadt Remscheid, dem u.a. die Geschäftsführung der Kommunalen Gesundheitskonferenz der Stadt Remscheid obliegt (KGK), ein Schreiben von Vertretern der Remscheider Hausärzte, die sich erhebliche Sorgen um die Sicherstellung der medizinischen Versorgung der Bevölkerung machen. In dem Schreiben wurde geschildert, dass es in den letzten Monaten immer wieder zu Problemen hinsichtlich des Bezugs von Medikamenten und Impfstoffen kam, die der medizinischen Versorgung der Bevölkerung dienen.

Bei den Versorgungsengpässen von Medikamenten handelt es sich aus der Sicht der Mediziner um lebenswichtige Präparate, insbesondere aber auch um solche, die für die Notfallversorgung von Patienten benötigt werden. Im Einzelnen wurden insbesondere folgende Substanzklassen angeführt: Sämtliche AT 1 Blocker in zahlreichen Wirkstärken, Indapamid, H2-Blocker, Chlortalidon, Brilique, Urapidil, Konakion, Xipamid, Analgetika (hier insbesondere nicht steroidale Antirheumatika).

Darüber hinaus waren über einige Monate diverse Impfstoffe, wie z.B. Tollwutimpfstoff, Impfstoff gegen Gürtelrose (Shingrix), Diphterie-Tetanus Kombinationsimpfstoff mit Keuchhusten und Polio und orale Präparate zur Therapie einer Skabies (Krätze) nicht lieferbar. Dieses führte sowohl bei der Remscheider Ärzteschaft, als auch in der Remscheider Bevölkerung zu einer erheblichen Verunsicherung. So war zum Beispiel das Krätzepräparat „Scabioral“ in der Vergangenheit über etliche Wochen nicht lieferbar und dies ausgerechnet in einer Zeit, in der die Zahl der an Krätze erkrankten Patientinnen und Patienten deutlich zugenommen hatte.

Die Vertreter der Remscheider Hausärzte ... möchten Sie daher auf diesem Wege bitten, sich der Sorgen der Ärzteschaft und der Remscheider Bevölkerung, die sich hilfesuchend an die untere Gesundheitsbehörde gewandt haben, anzunehmen und einen Weg zu finden, um die medikamentöse Versorgung der Patientinnen und Patienten durchgängig sicherzustellen. Im Rahmen der nächsten „Kommunale Gesundheitskonferenz der Stadt Remscheid“ werden sich die Mitglieder der KGK auch diesem Thema und den daraus erwachsenen Problemen annehmen.“

Bereits seit Anfang November hat die Verwaltung Erkenntnisse über Lieferprobleme bei wichtigen Medikamenten in Remscheid. Auf die Nichtlieferbarkeit von zahlreichen Medikamenten und Präparategruppen (z. B. Blutdruck-, Magen-, Schmerzmedikamente)  hatte die Stadt damals eine in Remscheid hausärztlich tätige Gemeinschaftspraxis schriftlich aufmerksam gemacht. Wie Fachdienst Gesundheitswesen der Verwaltung nun zur Sitzung des Sozialausschusses am 7. Januar mitteilt, handelte es sich „um Medikamente, die für eine hausärztliche Betreuung von Patienten dringend erforderlich sind und teilweise auch zur Notfallbehandlung eingesetzt werden.“ Allerdings könne die Gesundheitsbehörde nicht sagen, wie lange die Versorgungsengpässe bereits bestehe und ob nur einzelne Medikamenten bzw. Hersteller betroffen seien. Es handele es sich „um Medikamente, die zum Teil als Dauertherapie zur Behandlung einer rheumatischen Erkrankung, eines Bluthochdrucks oder andere Erkrankungen eingesetzt werden. Auch verschiedene Impfstoffe sind von Lieferengpässen betroffen (z.B. der Impfstoff gegen eine Gürtelrosen- Erkrankung).“

„Welche Maßnahmen werden ergriffen, um die Versorgungssicherheit bei Apotheken, Kliniken, in Arztpraxen etc. sicherzustellen?“, fragte am 25. November dioe CDU-Fraktion. Die Antwort in der Ausschussvorlage: „Die untere Gesundheitsbehörde hat keine Möglichkeiten, auf die Produktion, Lieferung und Vorratslagerung von Medikamenten zur Sicherstellung der medizinischen Versorgung Einfluss zu nehmen. Die Sicherstellung der ambulanten ärztlichen Therapie obliegt der Kassenärztlichen Vereinigung. Der Arzneimittelverkehr in einer Kommune wird durch den Amtsapotheker geprüft; die Zuständigkeit liegt im Rahmen der Bergischen Kooperation bei der Stadt Wuppertal. Aus verschiedenen Presseberichten ist zu entnehmen, dass es sich bei den Lieferengpässen allerdings nicht nur um ein regionales Problem handelt.“

Übrigens: Auf den nebenstehenden Brief der Stadt Remscheid vom 25. November an das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW zu der unbefriedigenden Versorgungssituation hingewiesen und gebeten, dass die medikamentöse Arznei-Versorgung der Bevölkerung liegt der Stadt nach eigenen Angaben nicht vor.

Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz beriet das Problem der Arzneimittel-Lieferengpässe am Rande einerVorstandssitzung des Städtetages NW mit dem zuständigen Beigeordneten des Städtetages NRW. Dieser habe zugesichert, dass man sich damit auf Bundesebene befassen werde, um eine bundesweite angemessenen Arzneimittelversorgung sicherzustellen.

Remscheider Tafel finanziell in ruhigem Fahrwasser

Frank vom Scheidt im Waterbölles-Video vor einem Jahr.

Kompetentes Team für verantwortungsvolle Aufgabe“, titelte der Waterbölles am 19. September 2018, nachdem die Remscheider Tafel e.V. einen neuen Vorstand bekommen hatte mit dem früheren Landesrat (beim Landschaftsverband Rheinland) Frank vom Scheidt als neuem Vorsitzenden. Seitdem fährt die Remscheider Tafel in ruhigen “Gewässern” – ohne Schlagzeilen und ohne eine erkennbare Steigerung des Kreises der (älteren) Bedürftigen. Der Remscheider Hilfsverein zählt gleichbleibend bis zu 400 Stammkunden in der Woche., Für sie holen zwei Kühlwagen nach festem Fahrplan Lebensmittel in 20 Supermärkte und bringen sie zur Wülfingstraße in Lennep, wo sie auf die einzelnen Ausgabestellen im Stadtgebiet verteilt werden. Montags bis freitags kümmern sich dort insgesamt 80 ehrenamtliche Helfer um die Weitergabe der Waren an die bedürftigen Kunden.

Auch finanziell verlief das Jahr 2019 für den Trägerverein mit seinen drei hauptamtlichen Mitarbeitern problemlos: Das Etat blieb ausgeglichen; auf Rücklagen musste nicht zurückgegriffen  werden.  Sehr zur Freude auch von Sozialdezernent Thomas Neuhaus. Der RGA zitierte ihn kürzlich mit den Worte: „Von Endzeitstimmung und Insolvenzsorgen höre ich nun nichts mehr!". Nach einem Umbruch in der Vereins- und Geschäftsführung im Jahr 2018 sei es dem Vorstand gelungen, den Verein mit ruhiger Hand in die Zukunft zu führen.

Und weiter geht’s nach der  zweiwöchigen Weihnachtspause am 6. Januar 2020 mit der nächsten Lebensmittelausgabe.

Der Vorgarten ist eisig verzuckert

Bizartreis nach nachtlichem Frost. Foto: Hans Georg Mü+ller.Frostige Kaltluft strömt gerade von Nordosten in unsere Gefilde. Da der Wind kaum spürbar ist ist, hatten die Wassermoleküle genug Zeit, um bizarre Nadeln wie Aragonit oder zarte Eisperlen auszubilden.  Zum Jahreswechesl soll der Strömungsverlauf wohl wieder wechseln, und mit Westwinden wird es wärmer werden.

„Andersraum 2020“: Mach´s wie Gott, werde Mensch

Pressemitteilung der der Kath. Pfarrgemeinde St. Bonaventura u. Hl. Kreuz

Es war ein Ereignis von überregionaler Strahlkraft,  und St. Bonaventura tut´s 2020 wieder: Zu ihrem Jubiläum wurde die Kirche St. Bonaventura in Lennep Im Sommer 2018 für drei Wochen zu einem „Andersraum“. Alle Bänke waren ausgelagert, und der leere Raum war farbig illuminiert. Das wiederholen wir: Im Januar 2020 verwandelt sich die Kirche täglich wieder in Kunsttempel, Dancehall, Konzertsaal, Festtafel, Pfadfinderlager, Bühne für Performances und Workshops, Raumlandschaft für Parkour & Theater und Ort des interreligiösen Austauschs. St. Bonaventura wird erneut zum Ort neuer Begegnungen mit sich, mit anderen, mit Gott. Das Angebot ist offen für alle Menschen – unabhängig von Unterschieden in Glauben, Herkunft und Generation.

Mit der Neuauflage „Andersraum 2020“ möchten wir die Inspirationskraft des Sommers 2018 vitalisieren und in die Zukunft tragen. Die leere Kirche soll Raum zur Entfaltung von Ideen des Menschseins geben: Wie werde ich Mensch? Und: Wie soll Kirche morgen sein? Die zahlreichen bewegten und bewegenden Reaktion vor eineinhalb Jahren haben uns ermutigt, das Projekt mit neuem Programm zu wiederholen.

Auf die bisweilen geäußerte Kritik, es gebe zu wenig Angebote für Kinder und Jugendliche, haben wir reagiert. Vom faszinierenden Ballonkünstler Hakan Eren, einem Tanzworkshop für Kinder, über das ungewöhnliche Angebot "Parkour & Theater" für Jugendliche bis hin zur großen Abschluss-Show mit jungen Talenten aus Remscheid (#5630) machen wir den jüngeren Generationen ein breites Angebot. Wir laden erneut herzlich ein zu ungewöhnlichen Begegnungen und Austausch in besonderer Atmosphäre. Zum gemeinsamen Erleben von Raum und Zeit, von Kunst, Kultur und Spiritualität. Übrigens: Zum Pilotprojekt 2018 ist im Bergischen Verlag ein beeindruckendes Buch mit wunderbaren Fotografien erschienen, „Andersraum“. Erhältlich in unseren Pfarrbüros.

Das Programm:

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Brandbombe an der Flurstraße entdeckt

Die Brandbombe aus dem zweiten Weltkrieg.Am Nachmittag des 2. Weihnachtsfeiertages war ein Remscheider mit einem Metalldetektor auf einem Wiesengrundstück unweit der Flurstraße unterwegs. Die Sonde meldete ihm einen metallischen Gegenstand. Er entfernte die darüber liegende Grasnarbe und legte den oberen Teil einer Brandbombe aus dem 2. Weltkrieg frei und alarmierte die Polizei, die vorsorglich die unmittelbare Einsatzstelle absperrte. Die Feuerwehr rückte ebenfalls zur Koordinierung der erforderlichen Maßnahmen mit einem Führungsdienst und einem Einsatzleitwagen aus. Die Vermutung, dass es sich um ein Relikt aus dem letzten Krieg handele, bestätigt sich. Daraufhin wurde der Kampfmittelräumdienst angefordert. Die Experten gruben die Bombe aus und brachten sie unter den üblichen Sicherheitsmaßnahmen zu ihrem Fahrzeug. Da die Brandbombe bereits durch den Abwurf "umgesetzt" worden war, war die Bergung unspektakulär, und eine Explosionsgefahr bestand nicht. (aus dem Bericht der Feuerwehr)

34. Wuppertaler Schülerrockfestival am 1. Februar

In der Halle der Universität Wuppertal beginnt am 1. Februar um 16 Uhr (Einlass 15.30 Uhr) die 24. Runde des Schülerrockfestivals. Ein Event für die ganze Familie. Neben den lokalen und regionalen Bands haben auch bundesweit bekannte Künstler zugesagt: DSDS-Sieger DAVIN wird seine Fans begeistern. Wuppertals ‚Shooting-Star‘ HORST WEGENER hat ein Heimspiel. KUULT aus dem Ruhrgebiet waren den ganzen Oktober bei ‚Alles was zählt‘ (RTL) zu erleben. Nicht fehlen dürfen TIL – ein junges Pop-/Rock-Trio mit dem Charme einer Boygroup, drei Jungs, die tolle Live-Musiker sind. All das zeigt: Die junge Musikszene entwickelt sich weiter.

Im Verbund mit anderen jungen Festivals ist das ‚Schülerrock‘ mittlerweile ein ‚bergisch-rheinisches‘ Musikevent geworden, es präsentiert junge Bands aus Remscheid (u.a. Fitch Bight), Düsseldorf (James‘ Mum, Neem), Ratingen (Friday and the Fool), Andernach (Synergy), Velbert (Station T), Schwelm (Joschi Wiesbrock), Solingen (The Sharks) etc. -  800 Bewerbungen galt es auszuwerten. Karten gibt es für zwölf € bei www.wuppertal-live.de und bei den Bands, sowie für 150 € an der Abendkasse. Infos: 01722637837, info@rockprojekt-wuppertal.com">info@rockprojekt-wuppertal.com Kinder bis zwölf Jahren in Begleitung Erwachsener haben freien Eintritt.

Wochenrückblick vom 23. bis 29. Dezember 2019