Skip to content

Anzeige

Bau-Innung Remscheid Innung für elektrotechnische Handwerke Remscheid Fachinnung für Metall- und Graviertechnik Innung für Sanitär- und Heizungstechnik Remscheid
Dachdecker-Innung Remscheid Friseur-Innung Remscheid Maler- und Lackierer-Innung Remscheid Kraftfahrzeughandwerk Remscheid

"Kunstschätze" der Stadt bleiben in der Diskussion

Der Kulturausschuss  8. September 2015 im Stadtarchiv. Foto: Lothar KaiserAls kultureller ‚Lagerbestand‘ zu gar nichts nutze“, überschrieb der Waterbölles am 9. März seinen Bericht über den „verborgenen Kunstschatz der Stadt Remscheid“, der im Historischen Zentrum in einem fensterlosen Archivraum lagert. Auf einer von Lutz Heinrichs (Kulturdezernat) erstellten CD finden sich die Registriernummern für insgesamt 2071 Gemälde, Zeichnungen, Stahlstiche, Radierungen, Lithografien, Holz- und Linolschnitte, Siebdrucke, Fotografien und Skulpturen. Über die Ankäufe von Kunstwerken entschied seinerzeit ein „Kunstbeirat“ des städtischen Kulturausschusses. Er gab allein zwischen 1985 und 1992 dafür 239.496 DM aus; wieviel Geld es in früheren Jahren war, muss erst noch in der Kämmerer ermittelt werden. Dieser Kunstbesitz finde sich in der zum 1.1.2008 erstellten Eröffnungsbilanz der Stadt Remscheid, glaubte sich gestern im Haupt- und Finanzausschuss Bürgermeister Lothar Krebs (SPD) erinnern zu können. Der Waterbölles hatte recherchiert, der Wert des „Kunstschatzes“ ist bilanziell gleich Null. Kulturausschussvorsitzender Karl Heinz Humpert gestern gegenüber Lothar Krebs: „Man sollte keine Schätze vermuten, die nicht vorhanden sind!“ Stadtkämmerer Sven Wiertz wusste es ganz genau: „Wir haben damals jedes Objekt mit einem Euro bilanziert!“ Das macht bei 2071 registrierten Objekten also 2071 Euro – und den Kohl auch nicht fetter!

Bezirksbürgermeister Otto Mähler stimmte allerdings gestern etwas ganz anderes nachdenklich: „Die Stadt besitzt Kunstwerke, die nirgendwo zum Vorschein kommen!“ Da könnte es doch sinnvoll sein, sich von einem Teil des Kunstbesitzes zu trennen und den Erlös in ein anderes Projekt zu stecken (der Waterbölles hatte in diesem Zusammenhang den Stadtparkteich und Haus Cleff ins Gespräch gebracht).

Weiter ins Detail gingen die Kommunalpolitiker gestern nicht. Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz sagte zu, dass sich der Verwaltungsvorstand mit dem Thema befassen werde. Und Karl Heinz Humpert sah hier auch den Kulturausschuss in einer seiner nächsten Sitzungen gefordert. Bis dahin, so Fritz Beinersdorf von den Linken, sei sicherlich genügend Zeit, die CD mit den Kunstobjekten allen Ratsmitgliedern zur Verfügung zu stellen.

Trackbacks

Keine Trackbacks

Kommentare

Ansicht der Kommentare: Linear | Verschachtelt

Noch keine Kommentare

Kommentar schreiben

Die angegebene E-Mail-Adresse wird nicht dargestellt, sondern nur für eventuelle Benachrichtigungen verwendet.

Um maschinelle und automatische Übertragung von Spamkommentaren zu verhindern, bitte die Zeichenfolge im dargestellten Bild in der Eingabemaske eintragen. Nur wenn die Zeichenfolge richtig eingegeben wurde, kann der Kommentar angenommen werden. Bitte beachten Sie, dass Ihr Browser Cookies unterstützen muss, um dieses Verfahren anzuwenden.
CAPTCHA

Standard-Text Smilies wie :-) und ;-) werden zu Bildern konvertiert.
Formular-Optionen

Die einzelnen Beiträge im "Waterbölles" geben allein die Meinung des Autors / der Autorin wieder. Enthalten eingeschickte Texte verleumderische, diskriminierende oder rassistische Äußerungen oder Werbung oder verstoßen sie gegen das Urheberrecht oder gegen andere rechtliche Bestimmungen oder sind sie nicht namentlich gekennzeichnet nebst E-Mail-Adresse, werden sie nicht veröffentlicht. Das gilt auch für substanzlose Bemerkungen ("Find ich gut/schlecht/blöd...etc."). Aus den oben genannten juristischen Gründen sowie bei längeren Texten sind auch Kürzungen nicht ausgeschlossen.

Kommentare werden erst nach redaktioneller Prüfung freigeschaltet!