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Bestattungen und Totengebete ab dem 1. Mai

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Nach der neuen Coronaschutzverordnung sind ab dem 1. Mai wieder Versammlungen zur Religionsausübung „unter den von den Kirchen und Religionsgemeinschaften aufgestellten Beschränkungen zur Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln“ erlaubt. Nach einem gemeinsamen Gespräch zwischen Stadt, Vertretern der Kirchen und Religionsgemeinschaften gibt es jetzt die neu zu beachtenden Eckpunkte für Bestattungen und Totengebete.

Bestattungen: Die Trauerhallen beziehungsweise Friedhofskapellen dürfen wieder geöffnet werden. Wie viele Personen sich bei einer Bestattung in der Halle aufhalten dürfen, ist abhängig von der örtlichen Situation. Die konkrete Teilnehmerzahl legt der jeweilige Friedhofsträger für sein Gebäude unter Beachtung des 1,5 Meter-Abstands selbst fest.

Innerhalb der Trauerhallen sind bis zum Erreichen des Sitzplatzes Mund-Nasen-Bedeckungen zu tragen. Gebetsbücher stehen aus hygienischen Gründen nicht zur Verfügung. Auf Gesang soll verzichtet werden. Drinnen wie draußen dürfen maximal 25 Personen an der Bestattung teilnehmen. Immer ist für die Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln zu sorgen. Sollte im Einzelfall eine größere Trauergemeinde erforderlich sein, muss das der Friedhofsträger im Vorab genehmigen.

Die Kapazitäten der Friedhofskapellen in Remscheid:

  • Evangelischer Südfriedhof, Stadtfriedhof und Westfriedhof: 25 Personen
  • Waldfriedhof Reinshagen und Parkfriedhof Bliedinghausen: 20 Personen
  • Waldfriedhof Lennep: 15 Personen

Totengebete: Totengebete der muslimischen Gemeinden sind bei der Ordnungsbehörde im Vorab per E-Mail unter ordnungsamt@remscheid.de">ordnungsamt@remscheid.de anzumelden. Die Gemeinde ist für die Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln verantwortlich.

Teilnehmerlisten bei Nutzung der Friedhofskapellen: Die Gäste einer Trauerfeier haben sich mit Vorname, Familienname und Rufnummer in eine Teilnehmerliste einzutragen. Die Friedhofsverwaltung bewahrt diese Liste vier Wochen auf, um bei Neuinfizierung eines Gastes nachvollziehen zu können, welche Personen sich möglicherweise auf der Trauerfeier angesteckt haben.

„Face Shield“ ersetzt keine Maske: Die sogenannten „Face Shields“ – Gesichtsvisiere aus gebogenem Plastik – ersetzen nicht die verpflichtende textile Mund-Nasen-Bedeckung (Maske), weil sie den Austritt von Aerosolen zulassen. Sie können lediglich ergänzend getragen werden. Nur Menschen, die aus medizinischen Gründen von der Maskenpflicht befreit sind, dürfen Face-Shields als Ersatz tragen.

Corona: Neues Gesetz stärkt soziale Dienstleister

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Sozialdienstleister können rückwirkend vom 16. März bis 30. September bei der Stadt Remscheid als örtlichem Sozialhilfeträger und Jugendhilfeträger Zuschüsse in Höhe von maximal 75 Prozent der durchschnittlichen monatlichen Abrechnungen beantragen, wenn sie aufgrund der Corona-Krise ihre Leistungen nicht erbringen können und deswegen dringend benötigte Einkünfte wegbrechen. Zuvor müssen die Sozialdienstleister allerdings sogenannte vorrangige Mittel wie beispielsweise Kurzarbeitergeld oder Entschädigungen nach dem Infektionsschutzgesetz geltend gemacht haben. Außerdem müssen sie sich aktiv in die Bewältigung der Auswirkungen der Corona-Krise einbringen.

Viele soziale Dienstleister sind aufgrund der Corona-Krise in ihrer Existenz gefährdet. Betroffen ist das gesamte Spektrum sozialer Arbeit wie beispielsweise Werkstätten für Menschen mit Behinderung, deren Betrieb eingeschränkt wurde, Versorgungs- und Rehabilitationseinrichtungen, deren Belegungszahlen eingebrochen sind oder Einrichtungen der Arbeitsförderung und Anbieter von Sprachkursen, die keine Maßnahmen mehr durchführen können. Vor diesem Hintergrund hat der Bundestag das Sozialdienstleister-Einsatzgesetz (SodEG) beschlossen. Es soll die teils existenzielle Bedrohung durch finanzielle Einbußen der sozialen Dienstleister im Rahmen der SARS-CoV2-Pandemie durch planbare und verlässliche Transferzahlungen bekämpfen. Im Gegenzug sollen die sozialen Dienstleister mit den ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln und Kapazitäten zur Krisenbewältigung beitragen. Die Beantragung von Zuschussleistungen ist deshalb mit einer Erklärung zu Art und Umfang von vorhandenen Ressourcen verbunden, die zur Bewältigung der Auswirkungen der Coronavirus-Krise zur Verfügung gestellt werden können.

„Fatal wäre, wenn Sozialdienstleister in Folge ihrer Einnahmeausfälle in Corona-Zeiten so sehr in finanzielle Schieflage geraten, dass sie später nicht mehr für die Betreuung von Menschen mit Hilfebedarf zur Verfügung stehen. Integrationshelferinnen und Integrationshelfer, die Kindern mit körperlicher, geistiger oder seelischer Behinderung im Schulunterricht assistieren, sind ein wichtiges Beispiel dafür. Ihre Einsätze fallen in Zeiten der allgemeinen Schulschließung bis auf Weiteres aus. Aber wir benötigen sie dringend, sobald der Schulunterricht wieder startet. Deswegen ist es richtig, dass wir hier für einen wirtschaftlichen Ausgleich sorgen und gleichzeitig die qualifizierten Beschäftigten der Träger sinnhaft zur Krisenbewältigung einsetzen“, so Sozial- und Jugenddezernent Thomas Neuhaus zum SodEG.

SodEG-Hilfen im Zuständigkeitsbereich der städtischen Fachdienste Soziales und Wohnen sowie Jugend können beim Fachdienst Jugend, Matthias Fitzek, Email: matthias.fitzek@remscheid.de">matthias.fitzek@remscheid.de, Rufnummer (0 21 91) 16 - 37 05, beantragt werden.

Flaggen als ein Minimum an Normalität und Tradition

Unter dem Eindruck der Corona-Krise haben die Gewerkschaften für den 1. Mai 2020 das Motto gewählt „Motto „Solidarisch ist man nicht alleine“ – und auf die traditionellen Kundgebung verzichtet, so auch auf die vor dem Remscheider Rathaus  Auf der DGB-Webseite für Remscheid findet sich ein Grußwort von Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz, von Peter Lange, DGB-Stadtverbandsvorsitzender, und Marko Röhrig, erster Bevollmächtigten der IG Metall Remscheid/Solingen, der bei einer Kundgebung in diesem Jahr der Hauptredner gewesen wäre. Zwar wird der Rathausplatz am 1. Mai weitgehend menschenleer bleiben, aber er ist mit den Fahnen der Gewerkschaften beflaggt, „um ein Minimum an Normalität und Tradition auch in dieser Situation zu wahren“, so Peter Lange.

Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz:

Solidarisch ist man nicht alleine! Liebe Kolleginnen und Kollegen, so aktuell wie noch nie, mag man, nein, muss man sagen! Die Corona-Krise hat unser aller Leben völlig aus dem Rhythmus gebracht. Kontaktverbot, reglementiertes Einkaufen, keine Besuche der Angehörigen, kein Urlaub. So weit, so herausfordernd. Viel gravierender aber sind die Auswirkungen auf die Arbeitswelt. Da sind zum einen die systemrelevanten Berufsgruppen. In der Pflege, im Einzelhandel, bei der Polizei oder im Ordnungsdienst, bei der Müllabfuhr und bei den Kitas usw. …. überall engagieren sich Menschen, damit wir einigermaßen unbeschadet durch diese Zeit kommen. Ihnen wird Beifall geklatscht, man bedankt sich. Schön und sicherlich ehrlich gemeint. Und was kommt nach der Krise? Wird sich die Wertschätzung für diese unverzichtbaren, aber nicht unbedingt top bezahlten Berufsgruppen in besseren tariflichen Vergütungen niederschlagen? Verdient haben sie es. Ich hoffe, all diejenigen, die jetzt Danke sagen und/oder klatschen, erinnern sich daran. Das wäre solidarisch!

Da sind zum anderen viele, die in Kurzarbeit stecken oder sogar arbeitslos geworden sind. Fatal für Jede/n. Unsere Unternehmen sind zumeist in Branchen tätig, die derzeit in einer tiefen Absatz- oder Zulieferkrise stecken. Waren sie schon vorher häufig von Strafzollen und Exportbeschränkungen betroffen, so schlägt die weltweite Wirtschaftskrise jetzt durch.

Es gibt Hilfen für die Unternehmen; Bund und Land haben schnell reagiert. Es gibt Hilfen für kleinere Unternehmen und Selbständige, z.B. in der Gastronomie. Ob sie reichen werden, werden wir sehen. Die Menschen, die derzeit in Kurzarbeit sind oder ohne Beschäftigung dastehen, sie brauchen unsere Solidarität und die Unterstützung vieler, auch und gerade die der Tarifpartner.

Wir müssen uns gemeinsam dafür einsetzen, dass Kurzarbeitergeld auskömmlich ist und dass alles dafür getan wird, Arbeitsplätze zu sichern und zu schaffen. Solidarisch ist man am besten nicht alleine, vor allem aber auch über die Krise hinaus. Glück auf!

Marko Röhrig, IG Metall Remscheid-Solingen:

Liebe Kolleginnen und Kollegen! Der diesjährige 1. Mai, unser Tag der Arbeit, der Tag der Gewerkschaften, der Tag der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, wird in die Geschichte eingehen. Denn zum ersten Mal seit der Gründung des Deutschen Gewerkschaftsbundes 1949 wird es 2020 keine Demos und Kundgebungen auf Straßen und Plätzen geben. Schon vor Wochen hat der DGB bundesweit alle Veranstaltungen abgesagt. Und wie überall im Land gilt auch in Remscheid: In Zeiten von Corona heißt Solidarität, mit Anstand Abstand halten.

Und trotzdem stehen wir am Tag der Arbeit 2020 zusammen! Digital, in den sozialen Netzwerken, mit einer Live-Sendung am 1. Mai. Wir sind da. Wir sind viele. Und wir demonstrieren online unser Mai Motto: „Solidarisch ist man nicht alleine!“ Los geht’s am 1. Mai  ab 11 Uhr auf Facebook, YouTube und der Website des DGB. Mit dabei sind unter anderem: MIA., Konstantin Wecker, Jocelyn B. Smith, Sarah Lesch, Heinz Rudolf Kunze, Thorsten Stelzner, Friederike Kempter, Dota, Ute Lemper und Felix Räuber. (Mehr Infos unter: www.dgb.de/erstermai - #SolidarischNichtAlleine, #1Mai2020)

Durch die Corona-Krise hat vieles verändert! Und es betrifft uns alle, jede und jeden Einzelnen. In den letzten Wochen hat sich aber auch vielfältig gezeigt, dass Solidarität in Krisenzeiten ein entscheidender Faktor ist. Diese Solidarität hilft vielen Menschen in dieser schweren Zeit.

Auch die Politiker zeigen sich mit einer veränderten Politik, die den Begriff „Sozialstaat“ mit neuem – oder besser gesagt wieder – mit Leben füllt. Die Auswirkungen für unsere Wirtschaft sind nicht wirklich abzusehen – und dies hat unmittelbar Auswirkungen auf die Beschäftigten in den teilweise schwer getroffenen Branchen und Betriebe. Daher sind die vielen Hilfen für die Unternehmen von Bund und den Ländern auch aus gewerkschaftlicher Sicht zu begrüßen. Hierzu gehören auch die neuen Regelungen zur Kurzarbeit, welche Unternehmen und Beschäftigten hilft. Hierzu haben die Gewerkschaften viel beigetragen. Einige Tarifverträge und Betriebsvereinbarungen sehen zudem zusätzlich Aufstockungszahlungen zum Kurzarbeitsgeld vor, andere nicht.

Bis zuletzt haben sich Teile der Politik und Arbeitgebervertreter vehement gegen die nun in Berlin verabschiedete stufenweise Erhöhung des Kurzarbeitsgeldes ausgesprochen. Dabei hatten die Unternehmen bereits vorher finanzielle Möglichkeit für Aufstockungszahlungen erhalten. Hiermit sind die Erstattungen der Sozialversicherungsbeiträge gemeint. Die Unternehmen bekommen nicht nur den Arbeitgeberanteil erstattet, sondern auch den Anteil der Beschäftigten. Das war nicht gerecht, wurde insbesondere auf Druck der Gewerkschaften nun aber von der Politik zumindest ansatzweise korrigiert.

Die Möglichkeiten der Kurzarbeit werden auch in unserer Region und auch in vielen Remscheider Betrieben genutzt. Die Anzahl der betroffenen Betriebe übertrifft die Zahlen der zurückliegenden Krise 2008/09 um ein Vielfaches. Es zeigt, wie wichtig das Instrument der Kurzarbeit ist. Trotz dieser Möglichkeiten verlieren zunehmend Menschen in dieser Krise ihren Job. Existenzängste und die zunehmende finanzielle Not beschäftigt viele Menschen. Gerade für geringere Einkommen sind die Einbußen durch Kurzarbeit - auch mit den neuen Aufstockungen - noch zu groß.

Unsere Solidarität gilt daher allen, von dieser Krise betroffenen Kolleginnen und Kollegen, Freundinnen und Freunde, all den Beschäftigten, die um ihren Job bangen oder ihn verloren haben, den kurzarbeitenden Kolleginnen und Kollegen aber auch denjenigen die sich daheim um die Kids kümmern - aber auch alle die in den Betrieben und Einrichtungen ihren Job machen.

Die vielen Maßnahmen von Bund und Ländern, Instrumente und Hilfen sind gut und richtig um auch diese Krise überwinden zu können und anschließend unsere Wirtschaft und somit die Beschäftigungssituation schnell wieder in Gang zu bringen. Nachholbedarf gibt es nach wie vor bei den Beschäftigten, die ebenso unter den Folgen der Krise leiden. Daher mischen wir Gewerkschaften uns auch weiterhin mit ein. Auch unsere Personal- und Betriebsräte tragen aktuell mit dazu bei, dass die Arbeit in den Betrieben und Einrichtungen nach wie vor funktioniert. Mobiles Arbeiten, Homeoffice und digitale Kommunikation, Telefon- und Videokonferenzen, Webinare werden plötzlich verstärkt genutzt. Die nun Fahrt aufnehmende Digitalisierung wird auch als Teil eine neuen, einer anderen Normalität.

Mit der Rückkehr in die neue Normalität können wir viele Erfahrungen der Krise auch für die Transformationsthemen in den Betrieben und der Arbeit nutzen. Die Arbeitswelt wird sich weiter verändern. Die neuen, digitalen Möglichkeiten und Methoden, welche in der Krise neue Dimensionen angenommen hat zeigen, wie schnell sich Arbeitsweisen und -Methoden verändern können.

Diese und weitere Veränderungsprozesse müssen jetzt und in Zukunft von starken Betriebsräten und Gewerkschaften im Sinne der Beschäftigten mitgestaltet werden. Egal in welchen Branchen, Betrieben und Einrichtungen bedarf es in und nach der Krise starker Personal- und Betriebsräte und Gewerkschaften, die mitgestalten. Auch wenn wir dieses Jahr nicht auf dem Rathausplatz feiern können:

Peter Lange, DGB-Stadtverbandsvorsitzender:

Liebe Kolleginnen und Kollegen, die Corona Pandemie trifft das gesellschaftliche sowie wirtschaftliche Leben gleichermaßen, Beschäftigte und Nichtbeschäftigte. Diese Pandemie ist eine Gefahr für die Gesundheit einer unbestimmten Zahl von Personen und zugleich für die öffentliche Sicherheit und Ordnung. Sie hat erhebliche Auswirkungen auf das Leben jedes Einzelnen. Sie betrifft jegliche wirtschaftliche Aktivität und damit die ganze Arbeitswelt. Ihr Betriebsräte seid gerade in dieser schwierigen Zeit wichtig beispielsweise beim Ausarbeiten und verhandeln von Gesundheitsschutzkonzepten und in vielen Firmen leider auch bei Verhandlungen zur Gestaltung von Kurzarbeit, außerdem seid ihr jederzeit für die Fragen und Nöte eurer teils verunsicherten Kollegen ansprechbar. Viele Betriebsratssitzungen sowie Verhandlungen mit den Arbeitgebern können zurzeit nicht mehr wie gewohnt in einem entsprechenden Raum im Betrieb durchgeführt werden, sondern werden, Arbeitsminister Heil sei Dank, über Skype und andere ähnliche Systeme virtuell abgewickelt, was die Arbeit nicht unbedingt erleichtert.  Deshalb hier nochmal ein ganz besonderer Dank an euch liebe Betriebsratskollegen für euren großen Einsatz.

Wir als DGB danken allen Kolleginnen und Kollegen in den systemrelevanten Berufen für ihren selbstlosen Einsatz bei der Erfüllung ihrer Aufgaben, sei es z.B. Beispiel im Gesundheitswesen, Einzelhandel oder im Transportwesen. Politik und Arbeitgeber müssen dafür sorgen, dass sich die Bezahlung und die Arbeitsbedingungen in diesen Berufen endlich deutlich verbessern. Wir als DGB werden uns nachdrücklich dafür einsetzten.  Besonders beschämend in diesem Zusammenhang ist es, dass aktuell einige Politiker die geplante Grundrente in Frage stellen, von einer Streichung wären auch etliche Menschen aus den systemrelevanten Berufen betroffen. 

Der aktuelle Mangel an z.B. verschiedenen Medikamenten und auch an Schutzausrüstung für unsere Kolleginnen und Kollegen in den Krankenhäusern, Pflegeheimen usw. wirft die Frage auf, ob die Globalisierung in ihrer jetzigen Form überhaupt noch sinnvoll ist, auch im Sinne der Umwelt wäre es unter Umständen besser verschiedene Produkte verbrauchsnah zu produzieren.  Hier muss eine Diskussion über eine intelligente und sinnvolle Globalisierung einsetzen.

Liebe Kolleginnen und Kollegen, unser diesjähriges Motto lautet „Solidarisch ist man nicht alleine“ viele Menschen haben in dieser Zeit Solidarität bewiesen, wir erleben überall, wie die Menschen für einander sorgen in Nachbarschaftsinitiativen, Einkaufshilfen usw. Es wäre schön, wenn wir uns dieses solidarische und fürsorgliche Verhalten über die Krise hinaus erhalten könnten. Der DGB Stadtverband Remscheid wünscht allen einen schönen und erholsamen 1. Mai.

Sattelzug verlor aus Tank große Mengen Diesel

Gegen 18 Uhr wurde gestern der ABC-Zug der Berufsfeuerwehr Remscheid zu einer Firma an die Bliedinghauser Straße gerufen. Dort war bei Verladearbeiten der vollgetankte Treibstofftank einer Zugmaschine beschädigt worden, so dass große Mengen Dieselkraftstoff ausliefen. Geistesgegenwärtig hatten Mitarbeiter des Betriebes Barrieren mit Bindemittel errichtet, damit der Kraftstoff nicht in einen Abfluss für Regenwasser laufen konnte. Bei Eintreffen der Feuerwehr liefen immer noch große Mengen Diesel aus. Es gelang jedoch in wenigen Schritten, das Leck mit Dichtkissen abzudichten. Zur Sicherheit wurde der Kraftstoff des Tanks mit einer Fasspumpe in einen anderen Behälter umgefüllt. Der ausgelaufene Diesel mit Bindemittel abgestreut. Der Fahrer verbrachte mit seinem Sattelzug mit leerem Tank die Nacht an der Einsatzstelle und wurde heute vom speditionseigenen Abschleppdienst abgeholt.

Bereits in den Morgenstunden des gestrigen Tages musste der Hilfeleistungszug der Berufsfeuerwehr zu einem Betriebsunfall in einer Großbäckerei an der Karl-Karlhöfer Straße ausrücken. Fort war ein Mitarbeiter einer mit seiner Hand in eine Maschine geraten. Der eingeklemmte Mitarbeiter konnte er mit Hilfe eines hydraulischen Rettungsgerätes befreit werden; er wurde umgehend rettungsdienstlich versorgt, bevor er schwer verletzt ins Sana-Klinikum gebracht wurde. (aus dem Bericht der Feuerwehr Remscheid)

Ludwig Kraft drohte Tod durch Erschießen

Geschichtlicher Rückblick von Prof. Dr. Jörg Becker auf das Kriegsende in  Remscheid und die Zeit unter US-amerikanischer Besatzung vom 15. April bis zum 23. Mai 1945

Teil 2: Die Machtübergabe

Vorabdruck aus dem Buch "Remscheid 1945", das Ende
des Jahres von Jörg Becker und Armin Breidenbach
herausgegeben werden wird.

In Deutschland müssen sowohl das Kriegsende als auch die Befreiung vom Faschismus ordentlich und sauber verwaltet werden. Noch bevor US-amerikanische Soldaten am 15. April 1945 die Ränder von Remscheid erreicht hatten, hatte der Alt-Nazi und Bürgermeister Ludwig Kraft[1] schon am 12. April 1945 schriftlich sein Amt übergeben. Unter der Überschrift „Ausweis“ befindet sich im Stadtarchiv Remscheid[2] ein Dokument mit folgendem Text: „Herr Stadtrat Georg zur Hellen ist für den Fall einer Feindbewegung von mir beauftragt, seine bisherige Tätigkeit in der Stadtverwaltung Remscheid fortzusetzen. Remscheid, den 12. April 1945. Der Oberbürgermeister: Kraft.“[3]

Das ist juristisch natürlich mit voller Absicht sehr vorsichtig formuliert. Noch galt am 12. April 1945 NS-Gesetz. Und noch wäre der freiwillige Amtsverzicht eines Oberbürgermeisters ohne Kapitulation Hochverrat mit „Tod durch Erschießen“ gewesen. Wahrscheinlich dürften Oberbürgermeister Ludwig Kraft und Stadtrat Georg zur Hellen [4]gewusst haben, dass der in Aachen am 31. Oktober 1944 von der US-amerikanischen Militärregierung eingesetzte Oberbürgermeister Franz Oppenhoff am 25. März 1945 von der SS ermordet worden war. Joseph Goebbels hatte diese Ermordung am 31. März 1945 „Nationalgericht“ genannt.[5]

Am 15. April 1945 zogen US-amerikanische Truppen in Remscheid ein. Dieses Ereignis schilderten mehrere Augenzeugen. So berichtete ein junges Mädchen über die Situation in der Innenstadt: „Kurz darauf fuhr ein amerikanisches Militärfahrzeug von der Alleestraße durch die Hochstraße in die Rathausstraße. Wenig später kamen der damalige Oberbürgermeister Ludwig Kraft und der Beigeordnete Georg zur Hellen mit einer weißen Fahne aus dem Rathaus, gingen zu den Amerikanern und übergaben ihnen – sozusagen nun an Ort und Stelle – die Stadt.“[6]

Diese Außensicht eines 13-jährigen Mädchens stimmt mit einem Gedächtnisprotokoll von Ludwig Kraft, Georg zur Hellen und Dolmetscher Rühl überein, das diese am 18. Juni 1945 erstellten. Am 15. April 1945 erhielt Oberbürgermeister Ludwig Kraft um 10:20 Uhr den Telefonanruf eines Beauftragten des US-amerikanischen Kommandanten: „‚Ich rede mit Ihnen, Herr Oberbürgermeister, im Auftrag der amerikanischen Armee und fordere Sie hiermit auf, Ihre Stadt zu übergeben. Weiterer Widerstand ist wahnsinnig. Panzer und Geschütze sind zum Angriff bereit und Sie können nur noch erwarten, dass die ganze Stadt in Trümmer gelegt wird. Sollten Sie zur Übergabe bereit sein, dann kommen Sie hierher und bringen Sie zu dieser Verhandlung eine andere geeignete Persönlichkeit und den Kommandeur der Polizeitruppen mit. Sind Sie zur Übergabe bereit?’ Daraufhin antwortete der Oberbürgermeister: ‚Ich bin an sich bereit, die Stadt zu übergeben, kann aber nicht die Gewähr dafür übernehmen, dass in irgendeinem Winkel der weitverzweigten Stadt doch noch eine Gruppe von Soldaten sich zur Wehr setzt.’ Dem Oberbürgermeister wurde daraufhin mitgeteilt, er solle sich mit den genannten Leuten und seiner weißen Parlamentärflagge zur Intzestraße, Wirtschaft Ganz, kommen, wo er sich bei dem Kommandanten melden sollte.“[7]

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Beratungsstellen für Hilfesuchende am Telefon erreichbar

Pressemitteilung der Arbeitsgemeinschaf Freie Wohlfahrtspflege

„Viele Menschen leiden gerade sehr unter der momentanen Situation mit all ihren teilweise noch unabsehbaren Folgen. Da ist es wichtig, dass sie einen kompetenten Ansprechpartner in unseren Beratungsstellen haben“, betont der Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Freie Wohlfahrtspflege Remscheid, Florian Schäfer. Die Mitarbeiter der Remscheider Beratungsstellen der AWO, des Caritasverbandes Remscheid e.V., des DRK-Kreisverbandes Remscheid e.V., des Paritätischen Remscheid und der Diakonie im Kirchenkreis Lennep sind derzeit  telefonisch und nach Vorabsprache auch persönlich ganz besonders gefragt. Das betrifft zum Beispiel:

  • Wohnungslosenhilfe
  • Suchtberatung
  • Schuldnerberatung
  • Migrations- Flüchtlingsberatung
  • Schwangerschaftskonfliktberatung
  • Ehe-Familien-Lebensberatung
  • Betreuungsvereine
  • Allgemeine Sozialberatung

Diese Beratungsstellen sind zu den bekannten Öffnungszeiten telefonisch erreichbar. In dringenden Fällen können Klienten und Ratsuchende auch persönlich beraten werden. Räume in einigen Beratungsstellen wurden extra dafür entsprechend der erhöhten Infektionsschutzmaßnahmen besonders ausgestattet. 

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Selbstgenähter Mundschutz sehr gefragt

Pressemitteilung des Caritasverbandes Remscheid e.V.

Der Caritasverband versorgt; wie andere soziale Dienste und Einrichtungen auch, seine Besucher und Klienten mit selbstgenähten Mundschutz. Da seit Montag eine Mundschutzpflicht in Geschäften und dem öffentlichen Nahverkehr gilt, rufen wir Sie auf, uns bei der Maskenproduktion zu unterstützen. Helfen Sie uns einfache, wiederverwendbare und effektive Masken zu nähen. Alle können mitmachen! Sie können die Masken in den Briefkasten der Blumenstr. werfen, oder bei gutem Wetter zu unseren regulären Öffnungszeiten (Mo.-Do. 8-16 Uhr und Fr. -13 Uhr) hinter dem Haus vor der Eingangstür abstellen. Geplant sind auch weitere Abgabestellen.

Einen Teil der Masken werden wir auch an die Remscheider Tafel geben, denn auch dort sollen Masken verteilt werden, soweit vorhanden. Wir brauchen also wirklich viele Masken! „Die Remscheider Tafel allein hat einen Bedarf von ca. 400-500 Masken angemeldet, so Sandra Engelberg, und wir selber brauchen nach wie vor ähnliche Stückzahlen.“ Dies können wir mit unseren Netzwerken nicht mehr allein schaffen, daher die dringende Bitte uns bei der Produktion der Masken für Kinder und Erwachsene zu unterstützen.

Wer keine Nähmaschine zuhause hat, aber noch einen Vorrat an Gummibändern, Baumwollstoffe und weißes Nähgarn, kann auch dies gerne Spenden. Denn diese Dinge gehen ehrenamtlichen Näher*innen mittlerweile aus. Wer noch keine Nähanleitung hat, kann sich diese z.B. beim Label EiNZIGWARE der Caritas in Deutschland als pdf.Datei herunterladen. Fragen und Rückmeldungen dürfen Sie gerne an die Gemeindecaritas unter E-Mail c.moll@caritasverbandremscheid.de.

Ein prächtiger Jäger schleicht durchs Eschbachtal

Graureiher auf der Pirsch. Fotoi: Hans Georg Müller.Gestrüpp bot dem Fotografen eine gute Deckung bei diesem Foto. Der Grau- oder Fischreiher ist im Bergischen Land meist sehr wachsam und schnell flüchtig. Hier, am leider wieder verlandenden Neuenhammerteich, findet der Vogel im Flachwasser Moderlieschen , Libellenlarven und Frosch. Er hatte wohl die Stockentennachkommenschaft ( zwölf kleine Federbällchen) im benachbarten Altenhammerteich noch nicht entdeckt, oder aber die beiden Altvögel hatten den gefräßigen Reiher erfolgreich von ihrem Nachwuchs fernhalten können.   Mit einem Ruf wie "Kroak" schwang er nach dem „Fotoshooting“ sich in die Lüfte.

Newsletter mit interessanten Freizeitangeboten

Der Freie Jugendarbeit Remscheid - Mitte e. V., Träger des Jugendzentrums „Kraftstation“ an der Honsberger Straße,  veröffentlicht seit Beginn der Corona-Krise und der Schulschließungen wöchentlich einen Newsletter für Schüler*innen, Eltern, Lehrer*innen und anderen pädagogische Fachkräften mit den relevanten Notfallnummern sowie Linkstipps zu interessanten Freizeitangeboten. Dazu gehören Sportangebote, künstlerische und Kreativ-Ideen, Experimente zum Nachmachen, Wettbewerbe, Hörbuchseiten und auch die vielen Online-Angebote der Kinder- und Jugendzentren in Remscheid, so dass sich jede*r Schüler*in das für ihn/sie Passende heraussuchen kann. Bisher wurden sechs Newsletter veröffentlicht. Im Internet stehen die Newsletter zum Download bereit unter http://www.kraftstation.de/index.php/kompazz-aktuelles. Ein paar Beispiele maus Newsletzter Nr. 6 gefällig, UF DEN Projektleiterin Diana Mucha den Waterbölles gestern aufmerksam machte? Bitte sehr:

  • E-Learning Angebote für beispielsweise Musikinstrumente oder Sprachen findet ihr hier: Digitale Lernangebote auf der Homepage der Stadt Hamburg.
  • Ihr singt gerne? Lena von der Musik- und Kunstschule Remscheid zeigt euch ein paar Aufwärm- und Entspannungsübungen für die Stimme. Teil 1 und Teil 2 sind bereits auf dem Youtube-Kanal der MKS online.
  • Nils Blumenschein von der Musik- und Kunstschule Remscheid komponiert und produziert Musik - zum Beispiel fürs Theater. Auf Youtube zeigt er euch step by step in verschiedenen Einheiten „Wie macht man eigentlich Musik am Computer?“.
  • Für #meinegefühlemitcoronachallenge von Kompazz - Schulsozialarbeit sind inzwischen mehr als 20 tolle Bilder von Gemälden, Basteleien, Stillleben oder auch ein paar Seiten einer Corona-Zeitung eingegangen. Die Frage lautet: „Wie geht es euch mit den Einschränkungen durch die Corona-Pandemie?“, „Was vermisst ihr oder worauf freut ihr euch?“
  • Kinder und Jugendliche müssen sich jetzt viel zu Hause beschäftigen – Spielplatz, Sport, Freunde und Verwandte treffen, sind keine Optionen. Mit altersgerechten Angeboten im Fernsehen, am Smartphone oder auf der Konsole können Heranwachsende auch im Kinder- oder Wohnzimmer Spaß haben. Wichtig ist dabei die richtige Auswahl der Inhalte – besonders für Jüngere. Auf der Homepage „Schau hin“ gibt es viele Tipps und Informationen."

Gebrauchte Laptops dringend gesucht

Pressemitteilung des Freie Jugendarbeit Remscheid-Mitte e. V. und Kompazz

Seit Wochen sind die Schulen geschlossen, Homeschooling und digitales Lernen haben quasi über Nacht Einzug in unseren Alltag gehalten und stellen Schulen und Familien vor enorme Probleme. Eine Rückkehr zu normalen Abläufen an den Schulen ist derzeit, trotz erster Lockerungen, bis zu den Sommerferien nicht absehbar. Von dieser Situation sind insbesondere Schüler*innen aus finanzschwachen und bildungsfernen Familien betroffen, da es in diesen oftmals an der nötigen Grundversorgung mit technischer Ausstattung und der notwendigen Bedienkompetenz fehlt, um erfolgreich am digitalen Lernen teilnehmen zu können. Hierzu erreichten uns in den letzten Wochen Anfragen aus Schulen, die dringend auf der Suche nach Unterstützungsmöglichkeiten mit Geräten für ihre Schüler*innen sind.

Wir wollen die Schulen dabei unterstützen, dass Schüler*innen in Zeiten digitalen Lernens zu Hause nicht von schulischer Bildung abgehängt werden, weil ihnen aus finanziellen Gründen passende Endgeräte (wie z. B. ein funktionierender Laptop mit Webcam) fehlen. Wir suchen gebrauchte Laptops über unseren Verein als Spende an diese Schüler*innen und zugleich Hilfestellung bei der Bedienung und Nutzung der Geräte für die erfolgreichen Teilnahme am Unterricht. „Kompazz – Schulbezogene Jugendsozialarbeit“ will so unbürokratisch auf kommunaler Ebene helfen. Viele Menschen kaufen sich einen neuen Laptop, wenn der Akku schwach wird und das Gerät ein wenig in die Jahre kommt. Häufig werden diese alten Geräte aber nicht entsorgt, sondern für den Notfall zu Hause aufbewahrt. Jetzt kann man etwas Gutes tun und diesen Geräten zu einem sinnvollen Einsatz verhelfen:
Geeignete Laptops können nach Terminvereinbarung bei „Kompazz – Schulbezogene Jugendsozialarbeit“ als Spende abgegeben werden oder durch uns abgeholt werden. Wir bereiten die Geräte für die Weitergabe an Schüler*innen auf (datenschutzkonforme Löschung der Festplatte und Neuinstallation eines Betriebssystems und nötiger Software, sowie technische Überprüfung und bieten den Schüler*innen Hilfestellung beim Umgang mit dem Laptop und seinen Programmen an.

Gesucht werden gebrauchte Laptops mit funktionierender Webcam, Stromkabel und den dazugehörigen Lizenzen. Mindestanforderung an die Laptops sind:
- Intel Core I3 Prozessor oder vergleichbar, 4GB Ram, 128 GB Festplattenspeicher, Windows-Lizenz, sofern vorhanden. Ansprechpartner:

Warum ein Laptop? Der sichere Umgang mit Computern ist im Berufsleben eine zentrale Kompetenz, die in vielen Berufsbildern notwendig ist. Und ein Laptop ermöglicht es zudem, an Orten zu arbeiten, wo kostenloses WLAN zur Verfügung steht. Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) hat am 23. April einen Zuschuss von 150 Euro für bedürftige Schüler*innen für digitale Endgeräte ins Spiel gebracht. Dieser Zuschuss reicht allerdings bei weitem nicht aus, um einem möglichen Online-Unterricht folgen oder seine von den Lehrer*innen gestellten Aufgaben bearbeiten, ausdrucken und einscannen zu können.

Wupperverband beugt möglichen Trockenzeiten vor

Pressemitteilung des Wupperverbandes

Nach zwei Jahren mit extremen Trockenphasen bereitet sich der Wupperverband nun auf mögliche längere Trockenperioden in 2020 vor. Im Februar und Anfang März fiel ergiebiger Regen, so dass sich die Talsperren füllen konnten. Seit Mitte März war es hingegen weitgehend trocken. Bei den großen Brauchwassertalsperren liegt der Stauinhalt aktuell bei 76 Prozent in der Wupper-Talsperre und bei 98 Prozent in der Bever-Talsperre. Aus diesen und weiteren Brauchwassertalsperren am Oberlauf der Wupper wird Wasser an die Wupper abgegeben. Zurzeit wird allerdings aus der Bever- und aus der Wupper-Talsperre mehr als die Mindestabgabe abgegeben, so dass am Referenzpegel in der Stadt Wuppertal die Mindestwassermenge von 3,5 Kubikmetern pro Sekunde fließen kann.

Die Trinkwassertalsperren haben einen Wasservorrat von 92 Prozent in der Herbringhauser und 93 Prozent in der Kerspe-Talsperre. Der Stauinhalt in der Hauptsperre der Großen Dhünn-Talsperre liegt zurzeit bei rund 58,7 Mio. Kubikmetern, das sind 81 Prozent ihres Fassungsvermögens. Ende April 2019 hatte die Hauptsperre einen ähnlichen Füllstand von rund 80 Prozent mit einem Stauinhalt von 58,2 Mio.m³, im April 2018 lag er bei 97 Prozent mit einem Stauinhalt von 69,7 Mio.m³.

Wasserknappheit herrscht zurzeit nicht. Dennoch appelliert der Wupperverband, mit der kostbaren Ressource Wasser grundsätzlich sensibel umzugehen. Die Jahre 2018 und 2019 haben gezeigt, dass in Zeiten des Klimawandels eine angepasste Talsperrenbewirtschaftung notwendig ist. Die Große Dhünn-Talsperre hat eine Doppelfunktion: Sie liefert kontinuierlich Rohwasser für die Trinkwasseraufbereitung an zwei Wasserwerke und stellt in Trockenzeiten eine Mindestwassermenge im Unterlauf der Dhünn sicher. Um einer erneut möglichen langen Trockenphase vorzubeugen, stellt der Wupperverband nun wieder einen Antrag bei der Bezirksregierung Köln, die Wasserabgabe an die Dhünn zu reduzieren. Wie in 2019 soll die Wasserabgabe maßvoll gesenkt werden. Das bedeutet, wenn in Trockenphasen der Dhünnpegel sinkt, wird der Verband nach wie vor im Rahmen der Niedrigwasseraufhöhung ausreichend Talsperrenwasser an die Dhünn abgeben. Statt bisher 1.000 Liter pro Sekunde wird die Dhünn dann 700 Liter pro Sekunde am Leverkusener Pegel führen. Der Verband wird die Reduzierung wie in 2019 mit einem engmaschigen Gewässermonitoring begleiten. Täglich sollen an zwei Stellen in der Dhünn Proben genommen und die Wasserqualität untersucht werden.

Wenn die Bezirksregierung zustimmt und die entsprechende Ordnungsverfügung erteilt, kann der Wupperverband im Laufe des Monats Mai mit der Anpassung der Wassergabe an die Dhünn beginnen. Dadurch soll die Schonung des Wasservorrats in der Talsperre mit einer für die Dhünn verträglichen Wasserführung in Einklang gebracht werden. In 2019 hatte sich die Reduzierung der Wasserabgabe an die Dhünn als wirksames Mittel in Trockenzeiten erwiesen: Das Gewässermonitoring hat gezeigt, dass dies für den Fluss keine negativen Auswirkungen hatte. Für den Wasservorrat in der Talsperre war die reduzierte Wasserabgabe positiv. An 130 Tagen in 2019 wurde die Abgabe reduziert. Dadurch konnten rund drei Millionen Kubikmeter Wasser eingespart werden, was dem Rohwasservorrat in der Trinkwassertalsperre zugutekam.

Die Wasserabgabe an die Dhünn per Ordnungsverfügung zu reduzieren, ist ein Mittel im Bedarfsfall. Insbesondere die beiden letzten Jahre haben gezeigt, dass die in der Planfeststellung für die Trinkwassertalsperre Große Dhünn festgeschriebenen starren Regelungen in Zeiten des Klimawandels angepasst werden müssen. Die Betriebsregeln müssen flexibler werden, daher hat der Wupperverband einen Antragsentwurf auf Änderung der Planfeststellung erstellt und wird in Kürze in ein formelles Planfeststellungsänderungsverfahren eintreten.

Maskenpflicht gilt auch bei Physiotherapie

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Laut Gesundheitsamt gibt es aktuell 213 positiv getestete Remscheiderinnen und Remscheider, davon gelten186 als genesen, vierzehn sind verstorben. Die bereinigte Zahl der bekannten Verdachtsfälle (derzeit angeordnete Quarantänen) liegt bei 248 Personen. Die Krankenhäuser melden dreizehn positiv getestete Personen instationärer Behandlung befinden, drei Personen davon auf Intensivstation. Zusätzlich befinden sich weitere Verdachtsfälle in stationärer Behandlung.
Nach der neuen Coronaschutzverordnung mit Gültigkeit bis zunächst 3. Mai gilt die verpflichtende Mund-Nasen-Bedeckung für Beschäftigte und Kunden in Arztpraxen und ähnlichen Einrichtungen des Gesundheitswesens. Hierzu gehören auch Physiotherapie-Praxen. Alles zum Corona-Virus in Remscheid unter
www.remscheid.de/corona!