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Flugblätter für Imbissbetreiber zur Erinnerung

Imbissbetreiber müssen in oder vor ihren Geschäften nicht nur Abfallbehälter aufstellen, sondern auch das öffentliche Umfeld – den Bürgersteig oder die Fußgängerzone– im Umkreis von 50 Metern sauber halten. Doch was Mühe macht, wird allzu gerne vergessen. Mitarbeiter des Kommunalen Ordnungsdienstes der Stadt Remscheid (Matthias Liese, Oliver Sommavilla und Manolya Yemelek) haben an diese Verpflichtung gestern mit Flugblättern auf Deutsch und Türkisch erinnert. Zitat: „Liebe Imbiss-Betreiberinnen und -Betreiber in Remscheid, immer wieder erhalten wir Klagen, dass es in Remscheid unsauber sei. Als Beleg dieser Verschmutzungen werden häufig Reste von Speisen und Getränken aus Gaststätten und Imbissbetrieben fotografiert. Die Technischen Betriebe Remscheid tun ihr Bestes, um unsere Stadt sauber zu halten. (…) Aber auch Sie als Gewerbetreibende der Imbisstuben und Schnellrestaurants sind nach der Ordnungs- und Sicherheitsverordnung verpflichtet, an Ihren Betrieben Abfallbehälter aufzustellen und diese regelmäßig zu leeren sowie die öffentlichen Flächen im Umfeld ihrer Betriebe sauber zu halten und Verschmutzungen zu beseitigen. Damit helfen Sie uns, dass unsere Stadt sauber bleibt.“

In Bürgergesprächen und in den sozialen Netzwerken war die Stadt aufgefordert worden, vor Imbissbetreiben doch einfach selbst weiterer Papierkörbe aufzustellen. Doch mehr städtische Papierkörbe führen auch zu steigenden Abfallgebühren.

Übrigens: Imbissbetreiber, die sich nicht an die städtische Verordnung halten, können mit einem Bußgeld bis zur Höhe von 1000 Euro belegt werden. Aber das blieb bei der gestrigen Aktion in Remscheid zunächst einmal ungesagt. Man hoffe auf die Einsicht hat der Geschäftsleute, sagte dem Waterbölles Ulrich Dressen von den Technischen Betrieben Remscheid (TBR). Es war nicht die erste Aktion dieser Art. Aber offenbar gilt auch hier die alte Redensart „Steter Tropfen höhlt den Stein“.Flugblätter für Imbissbetreiber zur ErinnerungFlugblätter für Imbissbetreiber zur Erinnerung

W.i.R. fragt nach der Ausstattung des KOD

Um die personelle und sachliche Ausstattung des Kommunalen Ordnungsdienstes (KOD) der Stadt geht es der Wählergemeinschaft W.i.RE, in ihrer Anfrage zur Sitzung des Ausschusses für Bürger, Umwelt, Klimaschutz und Ordnung am 25. August und des Haupt-, Finanz und Beteiligungsausschusses am 27.August. Die Ausstattung sei die Grundlage des Handlungskonzeptes „Sicherheit und Ordnung“. Zur Einschätzung der „dauerhaften aufbau- und ablauforganisatorischen Ausgestaltung des KOD“ möchte die W.i.R. nun wissen,  wie hoch die Personalausstattung zum 1.2.2020 (in der „Vor-Corona-Zeit“) war, mit welcher Personalaufstockung zu rechnen sein wird in Anlehnung an den Aufgabenkatalog und des sich daraus errechneten Personalbedarfs und ob es Vergleichswerte aus Kommunen ähnlicher Größe existieren. Auch nach der zusammenhängenden räumlichen Unterbringung wird gefragt – „neben den bereits angestoßenen Betrachtungen zu Gehaltsfragen, Arbeitsschutz, Dienstgestaltung und Fortbildung“.

6.345 Menschen sind in Remscheid unterbeschäftigt

Pressemitteilung der Agentur für Arbeit

 Im Juli ist die Arbeitslosigkeit im bergischen Städtedreieck im Vergleich zum Juni um 709 (2,2 Prozent) auf 32.668 Personen gestiegen. Gegenüber dem Vorjahr waren 7.451 (29,5 Prozent) mehr Menschen arbeitslos gemeldet. Erneut ist die Arbeitslosigkeit mit einer Zunahme von rund 55 Prozent im Vergleich zum Vorjahr im Rechtskreis des SGB III deutlich stärker gestiegen als im Rechtskreis des SBG II (18,2 Prozent). Anders als in den Vormonaten ist im Agenturbezirk nun Solingen am stärksten vom Anstieg der Arbeitslosigkeit betroffen. Unverändert ist der Bestand an Arbeitslosen und die Arbeitslosenquote in Wuppertal am höchsten, hier sind nun über 20.000 Menschen arbeitslos. In Remscheid ist die Arbeitslosigkeit dagegen leicht gesunken.

Aktuell sind in Remscheid 4.867 Personen arbeitslos gemeldet, das sind 98 Personen oder zwei Prozent weniger als im Vormonat, im Vergleich zum Juli des Vorjahres 688 Personen (16,5 Prozent) mehr. Die Arbeitslosenquote beträgt 8,2 Prozent. Vor einem Jahr belief sie sich auf sieben Prozent (+1,2 Prozentpunkte). 646 Personen meldeten sich im Juli neu oder erneut arbeitslos, 749 Menschen konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden. Zum Stichtag 26. Juli lagen insgesamt 1.242 Anzeigen auf Kurzarbeit für 21.090 Beschäftigte vor. Im Juli wurden in Remscheid 177 Stellenzugänge gemeldet plus vier gegenüber dem Vormonat), seit Jahresbeginn allerdings 31,3 Prozent weniger als im Vorjahr (635).  Im Bestand befinden sich nun insgesamt 751 offene Stellen. Das sind 34 weniger als im Vormonat und 534 weniger als im Vorjahresmonat. 439 junge Menschen unter 25 Jahren sind aktuell in Remscheid von Jugendarbeitslosigkeit betroffen. Im Vergleich zum Vormonat sind dies 17 Jugendliche (-3,7 Prozent) weniger. Gegenüber dem Vorjahresmonat ist die Jugendarbeitslosigkeit um 30 Personen (+7,3 Prozent) gestiegen. Auch die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist im Vergleich zum Vorjahresmonat gestiegen. Aktuell sind 1.693 Menschen von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen, das sind 201 (13,5 Prozent) mehr als vor einem Jahr. Von den Langzeitarbeitslosen werden 90,3 Prozent (1.529 Personen) in der Grundsicherung betreut.

Die Unterbeschäftigung erfasst zusätzlich zur Arbeitslosigkeit auch Personen, die als Teilnehmer von Maßnahmen, aufgrund von Krankheit oder sonstigen Gründen nicht als Arbeitslose gezählt werden. Insgesamt sind in diesem Monat 6.345 Menschen unterbeschäftigt; das sind 276 Personen mehr als vor einem Jahr (+4,5 Prozent).

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Otto Mähler gab anschließend den Wertungsrichter

Der Vorstand der Volksbank im Bergischen Land, Andreas Otto und Lutz Uwe Magney, besuchte gestern (wie in den Vorjahren) die eifrigen Pöhlsches`schieter im Remscheider Stadtpark in Anerkennung dieser traditionelle bergischen Spielart. Und natürlich spielten die Herren ein paar Runden mit, ebenso ausgerüstet mit den nötigen Centstücken wie Christina Hellwig, die bei der Volksbank für die Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich ist. Spielführer Otto Mähler gab anschließend den Wertungsrichter: „Alle drei spielten gar nicht schlecht.“ Ein Besuch zum 20-jährigen Bestehen der Gruppe im nächsten Jahr wurde verabredet, und die Pöhlsches`schieter sagten Danke mit einem dreifachen „Plätt aff!“

Da bleiben die Schulkinder auf der Strecke

von Gerda Spaan

Angesichts in der Breite steigender Infektionszahlen Corona ist nicht zu verstehen, warum den Schulen der quasi Normalunterricht verordnet wird, ohne gleichzeitig ein schlüssiges Konzept vorzulegen, wie zu verfahren ist, wenn doch der Worstcase eintritt und umgestellt werden muss auf online-Unterricht. Zumal hier die gleiche Benotung erfolgen wird. Die Grundausstattung (z.B. Strom) ist fragwürdig vorhanden. Die Personalkosten und Wartung gehen zu Lasten klammer Kommunen. Es scheint, als würde hier nur auf Sicht gefahren, mit der Hoffnung verbunden, dass es schon irgendwie gehen wird.

Leider ist es – was Schule und Bildung angeht – unverändert seit über 50 Jahren so, dass die Schulräume uralt und nicht mehr angemessen sind. Die Schulgebäude sind teilweise mehr als 100 Jahre alt und viel zu klein. Und die Lehrpläne wurden trotz Corona nicht "entrümpelt", sondern gaukeln weiterhin Scheinnormalität vor. Viel zu wenige Obendrein  gibt es viel zu wenige Lehrer, ausgerechnet in den Grundschulen. Notbesetzungen und Notlösungen - aber alles soll mal eben so laufen. Die Hoffnung: Es wird schon gut gehen.

Was soll man von dieser Art von Landespolitik in Sachen Bildung noch halten. Zu erwarten ist da nun auch noch ein Verschleißen von engagierten Pädagogen. Denn die wissen ja, dass die Kinder  sie und ihren  Unterricht brauchen. Es ist sehr bedauerlich, dass auch in dieser schwierigen Zeit die Landesregierung nicht in der Lage ist, unbürokratische und praktizierbare Wege zu eröffnen, um digitales Lernen zu ermöglichen. 

Pleite-Kommunen wie Remscheid oder besser die Kinder hier bleiben dann eben " auf der Strecke". Die Probleme werden von der Landesregierung einfach nach unten - auf die kommunale Ebene – weitergereicht, wo man an den Geldsack nicht mehr ohne Weiteres herankommen oder er nicht rechtzeitig nutzbar geöffnet werden kann. Ein Armutszeugnis!

Geschichte und Blütezeit der "Mannesmänner" (V)

Aus: „Bergische Wegbahner. Persönlichkeiten und Geschlechter aus Remscheid, Lennep und Lüttringhausen“.
Herausgegeben 1951 vom Vorstand des Bergischen Geschichtsvereins e.V. Abteilung Remscheid.

von Gustav Hermann Halbach

Teil 5
Schon vor dem nahtlosen Rohr hatten die Mannesmanns ihre ersten Erfindungen gemacht. Wie der Vater schon verbesserten Gussstahl herstellte, so erfanden die Söhne Max und Reinhard zusammen den sogenannten Weichkernstahl. Ihr erstes Erfinderschutzrecht erwarben die Brüder Reinhard und Max in einem deutschen Reichspatent vom 3. Juli 1878 auf einen Schallverstärker für Fernsprecher. Auch gestalteten sie eine Seemine, die sie dem preußischen Staate anboten. An der Ausarbeitung des Röhrenverfahrens beteiligten sich vorwiegend die Brüder Alfred und Karl. Ein neuer Höhepunkt in ihrem Schaffen war die Erfindung des hängenden Gasglühlichts in einer gemeinsam 1900 in Remscheid eingerichteten Versuchsstätte. 1901 erzielten Max, Karl und Otto Mannesmann mit ihrem Licht eine Gasersparnis von 60 v. H. Weiter beteiligte sich dann noch Reinhard an der Lichtvervollkommnung.

Unablässig sannen und planten die Mannesmann auf den mannigfachsten Gebieten. (...) Eine Gebrauchsmustereintragung vom 8. Mai 1908 bezieht sich überraschenderweise auf ein Wein-Thermometer, um die für die verschiedenen Weinsorten geeigneten Trinkwärmegrade zu erzielen, wenn sie den höchsten Wohlgeschmack haben sollen. Bordeaux- und Burgunderweine müssen bekanntlich erheblich wärmer sein als die Rhein-, Mosel- und Saarweine. Am kältesten müssen Schaumweine getrunken werden.

Reinhard d. J. erwies sich nicht nur als weitblickender Werkwalt und tiefsinniger Erfinder im deutschen Großgewerbe, sondern auch als Entdecker und Kaufmann durch und durch, dessen Name und ebenfalls der seiner Brüder mit der auswärtigen Politik des einstigen deutschen Kaiserreichs eng verknüpft worden ist. Von 1906 an bis zum Ausbruche des ersten Weltkriegs 1914 widmete Reinhard einen großen Teil seiner Zeit der Erschließung des bis dahin fast unbekannten Marokko. Er hat damals eine ganze Reihe von Kundfahrten in das Innere und in vielfach noch nie von Europäern betretene Gebiete von Marokko unternommen und damit eine ungeheure mannhafte, wagemutige und kühne europäische Wegbahnerarbeit und Gipfelleistung vollbracht. Er wollte die von ihm entdeckten unendlichen Erz- und Bodenschätze des Landes der deutschen Eisenwirtschaft nutzbar machen. Es gelang ihm, von zwei Sultanen über zweitausend Bergwerksberechtsamen zu erhalten. Wie wichtig diese waren, bezeugt ein von den damaligen Großmächten einberufenes überstaatliches Schiedsgericht, um möglichst die deutschen Bergfreiheiten und Begünstigungen zu beschneiden und den überragenden Anteil des Bergbaus nicht in deutschen Händen zu belassen. Die größten Rechtslehrer der europäischen Völker haben sich damals einstimmig für die Rechtsgültigkeit dieser an Mannesmann erteilten Berechtsamen ausgesprochen, so außer denen von Deutschland England, Frankreich, Österreich, Italien und Spanien. Unter dem Namen Marokko-Mannesmann-Kompanie schuf Reinhard Mannesmann 1909 mit seinen Brüdern ein ausgedehntes Unternehmen, in dem Karl Mannesmann Vorsitzer des Aufsichtsrats wurde. Große Werke und 14 Handelshäuser errichtete man. An Ländereien und Ackerland erwarb die Gesellschaft ein Gebiet von etwa 90.000 Hektar. 2.000 Erzberechtigungen besaß sie. Vor allem förderte man die Landwirtschaft.

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Muntere bunte Gäste an der Futterstelle

Stieglitze an einer Futterstelle im Garten. Foto: Hans Georg Müller.Im Süden Remscheids, am Ueling, war der Distelfink, auch Stieglitz genannt, schon lange nicht mehr gesichtet worden. Hat sich dort inzwischen die Pflanzenwelt verändert und bietet ihm eine neue ökologische Nische? Jedenfalls sind dort jetzt Altvögel mit ihrem Nachwuchs zu beobachten, die „im Trupp“ die Futterstelle im Garten anfliegen.

Die Brutsaison ist vorbei, und das Lied des Stieglitz – ein "stieglitt , stieglitt" mit schwätzendem Nebengesang – ist kaum noch zu hören. Übrigens: Dem Jungvogel fehlt noch der rot gemusterte Kopf; er ähnelt deshalb vorrübergehend einem Buchfink. Ansonsten ist er schon beinahe ausgefärbt.

Fast drei Millionen Euro für beitragsfreies Kita-Jahr

Pressemitteilung des SPD-Landtagsabgeordneten Sven Wolf

Für Kinder im letzten Kita-Jahr vor der Einschulung wurden schon länger keine Elternbeiträge mehr fällig. Ab August kommt ein weiteres beitragsfreies Jahr hinzu. Was Eltern freut, soll die Kommunen nicht zusätzlich belasten. Das Jugendamt kann deshalb für das kommende Kita-Jahr mit Ausgleichszahlungen in einer Gesamthöhe von rund 2.960.000 Euro rechnen. Das ergab eine Anfrage der SPD-Landtagsfraktion, auf die der Remscheider Landtagsabgeordnete Sven Wolf hinweist.

Das letzte Kita-Jahr wurde bereits unter Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) für Eltern kostenfrei – finanziert aus dem Landeshaushalt. Jetzt hat der Landtag den Weg frei gemacht, damit auch für das vorletzte Kita-Jahr vor der Einschulung keine Beiträge gezahlt werden müssen. Finanziert wird dies mit Bundesmitteln des „Gute-Kita-Gesetzes“ von Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD). Sven Wolf hält dies für einen wichtigen Zwischenschritt: „Wir wollen die komplette Gebührenfreiheit für die frühkindliche Bildung. Leider ist die SPD die einzige Partei im Landtag, die bereit wäre, dafür auch zusätzliche Landesmittel einzusetzen!“

Kritisch sieht es der Landtagsabgeordnete, dass die CDU/FDP-Landesregierung von Eltern in der Corona-Krise anteilig wieder Gebühren verlangen möchte: „Familien müssen in der Corona-Zeit viele Belastungen schultern. Sie sollten sich deshalb nicht auch noch wegen der Kita-Kosten sorgen müssen.“ Die Kleine Anfrage der SPD siehe https://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMD17-9618.pdf.

Küchenbrand in Dachgeschosswohnung

 

Um 20:20 Uhr wurde die Feuerwehr Remscheid heute zu einem Brand  an der Eichenstraße gerufen. In einem Mehrfamilienhaus war es im Dachgeschoss zu einem Brand in der Küche gekommen. Der Brand wurde durch einen Trupp unter Atemschutz mit einem C-Rohr gelöscht. Zusätzlich wurde mittels Drehleiter die Dachhaut kontrolliert und das Gebäude mittels Überdruckbelüftungsgerät entraucht. Eine Person wurde mit Verdacht auf Rauchgasintoxikation ins Sana-Klinikum transportiert. Die Dachgeschosswohnung ist nach vorläufig unbewohnbar. Die Bewohner sind von Nachbarn aufgenommen worden. Unterstützt wurden die Kräfte der Berufsfeuerwehr durch die Löscheinheit Nord. (aus dem Bericht der Feuerwehr)

Sanierung von Haus Oelbermann kann sich verzögern

Das Röntgenmuseum in Lennep, als der moderne Anbau noch nicht entstanden war.Unmittelbar an der Stelle, wo Lenneps Stadtmauer vom „Schwelmer Tor" unterbrochen wurde, steht das „Deutsche Röntgen-Museum". Das Fachwerkhaus wurde 1803 von der Familie Oelbermann erbaut und am 18. Juli 1932 von der Stadt Remscheid erworben. Es dauerte aber noch bis  1951, ehe das Museum, mit seiner umfangreichen Bücherei in der Dependance Gänsemarkt 1 (Geburtshaus Röntgens), seinen offiziellen und heute noch gültigen Namen erhielt. Das Foto aus den 1920er Jahren zeigt links das alte Schieferhaus, das später dem modernen Anbau des Museums weichen musste.
(aus: „Remscheid. Ein verlorenes Stadtbild“, von Rolf Lotzmann, erschienen 1994 im Wartberg-Verlag)

Haus Oelbermann, der ältere Teil des Deutschen Röntgenmuseums an der Schwelmer Straße habe eine Auffrischung dringend nötig, hatte es damals im Kulturausschuss geheißen. Für die Verwaltung war das allerdings keine Neuigkeit. Sie hatte für die Fassadensanierung in den zurückliegenden Jahren Rückstellungen gebildet. Und teilweise auch schon abgerufen: Für die Instandsetzung der rückseitigen Fassade und der Seitenteile (u.a. Fenster und Schlagläden im Obergeschoss). Für die noch ausstehenden Sanierungsarbeiten an den Seiten und an der Vorderfront (Sanierung der Fenster und Schlagläden im Erdgeschoss) stünden noch 142.090,78 Euro zur Verfügung, sagte im November Stadtdirektor Sven Wiertz dem Waterbölles auf Nachfrage. Im Etat für 2020 wurde die Summe dann auf 330.000 Euro aufgestockt. Diese Sanierungsarbeiten sollten im September/Oktober 2020 abgeschlossen sein. Das wäre zu wünschen. Denn am 13. November soll nicht nur das Geburtshaus, Gänsemarkt 1, (in der Aula des Röntgengymnasiums) feierlich eröffnet werden, sondern für diesen Tag ist auch die Verleihung der Röntgen-Plakette geplant.

Da wäre es doch schaden, wenn das Haus Oelbermann sich im November noch so eingerüstet präsentieren würde wie zurzeit. Doch was bei Altbausanierungen häufiger vorkommt – die Entdeckung eines zusätzlichen Reparaturbedarfs (siehe Haus Cleff im Historischen Zentrum in Hasten sowie Gesimse, Fenster und Giebel des Turms am Lüttringhauser Rathaus) – ist auch in diesem Fall eingetreten, wie die mit der Sanierung betraute Fachfirma Rosendahl aus Duisburg nach Entfernung der Verblendungen an den Gesimsen feststellte. Thomas Judt, Chef des städtischen Gebäudemanagements, bestätigt es dem RGA: An den alten Eichenbalken seien morsche Stellen und Insektenbefall (Larven) entdeckt worden. Aber man sei „vorsichtig optimistisch“.  

Um auf der sicheren Seite zu stehen, auch hinsichtlich möglicher Zusatzkosten – möchte die Stadt einen Gutachter beauftragen, den Schaden am Holz näher in Augenschein zu nehmen; sie hat einen Experten aufgefordert, ein Angebot abzugeben. Das Vergabeverfahren, die Auftragsvergabe und die Untersuchung könnten womöglich die Sanierungsarbeiten verzögert, schließt Judt nicht aus. Denn Gutachter hätten erfahrungsgemäß volle Auftragsbücher. Da dürfte es dann also für die Restauratoren aus Duisburg zunächst „Warten!“ heißen. Denn erst wenn durch die nähere Untersuchung der Balken der zusätzliche Sanierungsbedarf festgestellt und die Arbeiten ausgeführt worden sind, wird die Sanierung der Fassade abgeschlossen werden können.

Juli 2010: Der Waterbölles blättert zurück

Foto: Lothar Kaiser Die so genannten Konsum-Terrassen auf dem Rosenhügel (Foto links)wurde vor zehn Jahren, im Juli 2010, fertiggestellt. Mit einiger Verzögerung. Denn beim Bau der neuen Freizeitanlage war hat der Aufwand für die zahlreichen notwendigen Gabionen-Mauern etwas zu gering eingeschätzt worden. Auch war zur Abstützung des Hanges eine weitere Gabionen-Mauer notwendig geworden, die man zunächst nicht eingeplant hatte. Der Eindruck von den Konsum-Terrassen damals wie heute: Gelungen!! Zum Vergleich das Gelände im Ursprungszustand.

Im Bild links unten Klaus Balster, Ute Holdorf, Erden Ankay-Nachtwein und Ulrike Tacka. Foto: Lothar Kaiser Am 3. Juli 2010 wurde die Interkulturelle Kindertagesstätte des Fördervereins für Interkulturelle Erziehung e.V. (IKE) zehn Jahre alt. Gefeiert wurde damals noch im Otto-Pfeiffer-Haus an der Burger Straße (Foto rechts). Der Neubau an der Rosenhügeler Straße („Kita Confetti“) wurde erst im November 2015 bezogen. Der IKE besteht bereits seit 1992. Gegründet wurde er mit dem Ziel, ausländischen Kindern mit geringen Deutschkenntnissen durch Betreuung am Nachmittag (Hausaufgaben) zu helfen, in der Schule besser zurecht zu kommen.

Größere Aufträge im Offsetdruck erledigt die Stadt Remscheid seit nunmehr zehn Jahren nicht mehr in der eigenen Hausdruckerei, sondern gibt sie an örtliche Druckereien ab. Der Grund: Der Offsetdruck von Durchschreibesätzen, zwei- oder dreifarbige Drucken, großen Auflagen sowie Nummerierungen und Perforierungen ließ sich mit den eigenen technischen Mitteln nicht mehr wirtschaftlich erstellen. Kleinere Druckaufträge an die Hausdruckerei schicken städtische Mitarbeiter direkt vom Arbeitsplatz aus online an die Hausdruckerei.

Angelika Saure, die Vorsitzende des Bürgervereins Rosenhügel. Archivfoto: Lothar Kaiser „Das Statteilbüro Rosenhügel muss bleiben“, war die Botschaft, die ehramtliche Mitarbeiter und Bewohnerinnen des Stadtteils vor zehn Jahren den Mitgliedern der Bezirksvertretung Süd überbrachten. In zwei Briefen, die Angelika Saure, die damalige Vorsitzende des Bürgervereins Rosenhügel, zu Beginn der Sitzung (Foto rechts). Bezirksbürgermeister Willi Korff übergab. Das Stadtteilbüro sei zu einem kleinen Begegnungs- und Beratungszentrum geworden, auf das der Rosenhügel nicht verzichten könne. Ein Appell, der Wirkung zeigte.

Die Stadtgrenze (rot) verlief im Zickzack durch das Freibadgelände. Kleines Bild: Eric Weik und Beate Wilding bei der Unterzeichnung des Gebietsänderungsvertrages. Fotos: Lothar Kaiser Rote Linie zeigte im Freibad die frühere Stadtgrenze: Bei 32 Grad im Schatten besiegelten im Juli 2010 Oberbürgermeisterin Beate Wilding und der Wermelskirchener Bürgermeister Eric Weik (foto links) in einem kleinen Partyzelt im Freibad Eschbachtal per Unterschrift, was in der Vergangenheit zeitweilig für „politischen Frost“ zwischen Remscheid und Wermelskirchen gesorgt hatte: Der Grundstückstausch zwischen den beiden Kommunen, der das Ziel hatte, das Gelände des Freibades komplett der Stadt Remscheid zuzuordnen. Neben dem Partyzelt hatte der Förderverein des Freibades auf dem grünen Rasen in Rot markiert, wo früher Wermelskirchener Stadtgebiet endete bzw. das Remscheider begann. Das Remscheider Freibad war im Jahre 1912 zwar auf Grundstücken angelegt worden, die im Eigentum der Stadt Remscheid waren, aber der Eschbach und damit die Stadtgrenze verlief bislang mitten durch das Freibad. Durch  einen Gebietsänderungsvertrag wurde das korrigiert.

Foto: Lothar Kaiser Trillerpfeifen-Konzert vor der "Streich-Sitzung" des Rates: Was im Juli 2010 auf dem Rathausplatz wie ein Open-Air-Festival jugendlicher Rapper wirkte, war das 'Remscheider Endspiel', zu dem die Arbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege eingeladen hatte. Und die Partei der Linken hatte sich prompt angeschlossen und so viele Fahnen mitgebracht, als sei der Protest gegen die an diesem Nachmittag anstehenden Sparbeschlüsse des Rates von ihr ausgegangen. So vielfältig wie das Bild dieser von Trillerpfeifen übertönten Demonstration, so uneinheitlich auch die politischen Positionen der Protestierenden. Gemäßigt die Arbeitsgemeinschaft, deutlich kritischer der Personalrat der Stadt und die Gewerkschaft ver.di. "Das vorliegende 'Sparkonzept' ist der falsche Weg!", hatten sie schon im Vorfeld der Aktion in einem Offenen Brief erklärt. Anträge der Oberbürgermeisterin (Maßnahmepaket), Änderungsanträge der „Ampel“ (SPD, FDP und Grüne) sowie von CDU und Wählergemeinschaft W.i.R. summierten sich in der „Streich-Sitzung“ des Rates an jenem Nachmittag auf 134 Einzelabstimmungen. Hier also das tabellarische Protokoll des Abstimmungsmarathons.

OB Wilding gestern ei der kurzen Einweihung der neuen P&R-Parkplatzes am Bahnhof Güldenwerth. Foto: Lothar Kaiser Im Juli 2010 war die P&R-Anlage am Bahnhof Güldenwerth „als Übergangspunkt zwischen Individualverkehr und dem öffentlichen Personennah- und Fernverkehr mit Bussen und Bahnen“ (Verwaltung) endgültig fertiggestellt. Auf einem lange Zeit brach liegenden, knapp 5.000 Quadratmeter großen Grundstück entstanden 118 Pkw-Parkplätze und eine Buswendeschleife, die zugleich als Haltestelle für drei Buslinien der Stadtwerke Remscheid GmbH dient. „Das Projekt hat Jahrzehnte gebraucht“, erinnerte sich Oberbürgermeisterin Beate Wilding bei der Einweihung (Foto). Die Nutzer des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) seien jedenfalls froh über den Abschluss des langen Bauprojekts und über das neue Serviceangebot für sie.

Die bergischen Landräte und Oberbürgermeister - darunter auch Oberbürgermeisterin Beate Wilding - sowie einige bergische Kämmerer trafen sich im Juli 2010 zu einer Vorstandssitzung der Kommunalen Arbeitsgemeinschaft (KAG) in Berlin, um die Kommunalpolitischen Sprecher der Bundestagsfraktionen über „die immer dramatischer werdende kommunale Finanzsituation“ anhand von Daten und Fakten zu informieren. Das Gespräch endete mit der Zusage, dass auch der Bund den Kommunen helfen wird. Doch über das Wann und Wie werde erst im Herbst 2010 nach Abschluss der Beratungen in der Gemeindefinanzkommission entschieden. Das erste Gespräch dieser Art hatte bereits ein Jahr zuvor stattgefunden. Merke: Genutzt haben beide bislang so gut wie nichts.

In Einzelteilen verschrottet wurde im Juli 2010 die alte eiserne Brücke Lenneper Straße. In stundenlanger Arbeit war sie zuvor in vier Teile auseinander geschweißt und dann von einem Kran auf dem Baustellengelände an der Kreuzung Breslauer/Lenneper Straße zum weiteren Abtransport abgelegt worden. Während der nächtlichen Zugpausen trug ein 35-Tonnen-Bagger damals die alten Widerlagerwände bis auf den Fels ab.

Im gleichen Monat fuhren Schwertransporter zwei alte Trafos zum Schrottplatz. Die beiden Fahrer der jeweils zwölfachsigen Lkw grillten damals im Schatten der beiden 62 bzw. 66 Tonnen schweren Trafos zunächst Fleischspieße und Würstchen, bis sie starten ihre Sonderfahrzeuge starten konnten (nach 22 Uhr). Ihr Ziel war damals ein Schrottplatz in Leverkusen. Dort wurden die beiden rechteckigen Strom-Kolosse später zerlegt, die über Jahrzehnte die Stromversorgung für Remscheid in dem Backsteinbau an der Alexanderstraße sichergestellt hatten.

 

Neu gestalteter und bepflanzter Hang fällt auf

Dass sich das Gelände der früheren Brauerei C.W. Kipper zwischen Nord- und Haddenbacher Straße stark verändern werde, berichtete der Waterbölles bereits am 6. Juni 2018: Remscheider Firmen wollen auf Kipper-Brache ziehen. Die Neubebauung dieser langjährigen Brachfläche sei auch ein Erfolg der städtischen Wirtschaftsförderung, betonte Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz am 9. Januar 2019 beim obligatorischen ersten Spatenstich, zu dem Stefan Grote als Chef der Firma „elektro-technik-grote“ (spezialisiert auf Ersatzteile für Maschinen, Motoren und Anlagen)eingeladen hatte. Die ist inzwischen von der Greulingstraße zur Kipperstraße auf ein großes Grundstück im hinteren Teil des Geländes umgezogen – in eine Halle mit 1.000 Quadratmetern sowie einen zweistöckigen Bürotrakt mit 450 Quadratmetern. Andere Firmen, die auf dem alten Kipper-Grundstück ebenfalls Parzellen erworben haben, haben bislang noch nicht mit Bauarbeiten begonnen. Das mag der Corona-Pandemie geschuldet sein.

Das Foto zeigt den neuen Betrieb Elektro Grote mit dem neu gestalteten und bepflanztem wurde der Hang des Grundstücks der Haddenbacher Straße.