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Auf das „Fürberger Land“ fiel im Krieg nur eine Bombe

Der Fürberg, fotografiert von Paul Reifenrath. Sammlung im Historischen Zentrum RemscheidAuf alten Fotos ist die Ackerstraße nur als Schotterweg zum Fürberg zu erkennen. Das änderte sich heftig, als die Stadt Remscheid 1938 beschloss, 24 Grundstücksparzellen an die Rheinische Kleinsiedlung GmbH zu verkaufen. Diese wurden nach den Bestimmungen des Reichsarbeitsministeriums wiederum an die Siedlungsbewerber verlost, und so konnte dann alles losgehen. Die Erstellung der Siedlungshäuser erwies sich als äußerst schwierig, da die umfangreichen Eigenleistungen dadurch beeinflusst wurden, dass die spärlich fließenden Baumaterialien teilweise von S -Leuten, die ebenfalls eine Siedlung bauten, wieder abgenommen wurden. Der Baustoffklau hatte also Hochkonjunktur.

Mitte 1938 begannen die Bauarbeiten. Das heutige Siedlungsgebiet stellte sich als große Weide mit teilweisem Baumbestand dar, an deren Rand die Ortschaft Fürberg und die Häuser Wilms und Bornemann standen. Im Frühjahr 1939 wurde mit den Häusern auf dem Fürberger Land begonnen, während die ersten Häuser an der Ackerstraße schon fast bezugsfertig waren.

Anders als in vielen anderen Remscheider Siedlungen wurden die einzelnen Baulose den Siedlern schon vor Ausschachtungsbeginn zugeteilt, so dass jeder Bauherr sein eigenes Haus baute, während anderswo Siedlungen in Gemeinschaftsarbeit erstellt und dann erst verlost wurden. In der ersten Siedlergeneration wurden vor allem kinderreiche Familien berücksichtigt, und es waren überwiegend Sägenrichter, Sägenschmiede, Gießer, Schlosser, Dreher Schleifer, Former, Dampfkranführer und zu guter Letzt ein Geflügelzüchter vertreten.

Blick vom Volkeshaus zum Fürberg um 1935. Ein ,’Volkwin auf dem Bruch’ (1469) oder ein ‚Volkern zom Hytz" (1513) soll der Namensgeber dieser alten Ortschaft gewesen sein. Hingegen ist der Namensursprung von Fürberg einleuchtend. Fürberg, im Verbund der ‚13 Hastener Höfe’ wurde schon 1369 als Vurberch erwähnt, was nichts anderes als ‚vor dem Berg’ bedeutet. Das Foto setzt diesen Namen schön ins Bild. (aus: ‚Remscheid. Ein verlorenes Stadtbild’, von Rolf Lotzmann, erschienen 1994 im Wartberg-Verlag)Jeder Siedler hatte an seinem Bau Eigenleistungen zu erbringen, die ihm als Anzahlung auf die Bausumme gutgeschrieben wurden. Über die pünktliche Erfüllung der Eigenleistungen wachte der Siedlungsobmann Erich Koch. Aufgrund der damaligen 48-Stunden-Woche und notwendiger Überstunden war die Pünktlichkeit nicht immer zu gewährleisten, denn die Anfahrt mit der Straßenbahn wurde Opfer der Sparmaßnahmen. Viele Siedler kamen mit dem Fahrrad, bauten am Haus und übernachteten (was verboten war) teilweise in den Rohbauten, um am anderen Morgen früh weitermachen zu können.

Insgesamt konnten die Kriegswirren dem Bautrieb der Siedler nichts anhaben. Ein großes Problem entstand, als die Stadt Remscheid den Siedlern 1945 auferlegte, den Schutt der Ausschachtungsarbeiten (ca. 50 Kubik eter) wegzuräumen, um mit dem Ausbau der Ackerstraße beginnen zu können. Ein Lkw seitens der Stadt war nicht zu bekommen, und per Handkarren und Schubkarre war es ein hoffnungsloses Unterfangen, da die Kippe Solingerstraße 1,5 Kilometer weg war. Welche Lösung letztlich gefunden wurde, ist nicht überliefert.

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Knapp 37 Prozent der Impfdosen galten Pflegekräften

Impfmüdes Pflegepersonal auch in Remscheid?“, fragte der Waterbölles gestern um 11:29 Uhr, nachdem er bei der Pressestelle der Stadt Remscheid angefragt hatte, zu wie viel Prozent sich die Mitarbeitenden der Remscheider Altenheime impfen ließen, in denen bisher Impfungen vorgenommen worden sind. Die Antwort von Sabine Räck, der persönlichen Referentin von Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz, die per E-Mail um 18.38 Uhr einging, war leider nur die eine Hälfte der Wahrheit: „Was wir als Stadt Remscheid bzw. Impfteam Ihnen nennen können, ist der prozentuale Anteil der Impfdosen für Beschäftigte an der Gesamtanzahl der gelieferten Impfdosen, das waren heute 173 von 470 (= 36,81 Prozent). Wenn Sie mit Ihrer Frage den prozentualen Anteil der geimpften Mitarbeitenden an der Gesamtbeschäftigenzahl pro Einrichtung erfahren möchten, können wir diese Angaben leider nicht liefern! (…) Sorry, dass ich Ihnen hier nicht weiterhelfen kann!“

Begründung: Den Impfteams bzw. der Stadt Remscheid sei die tatsächliche Zahl der Mitarbeitenden in den jeweiligen Altenheimen bzw. die daraus resultierende Anzahl der Vollzeitäquivalente (Vollzeitstellen), als Basiswert für eine Vergleichbarkeit nicht bekannt. Auch wüssten die Impfteams nicht, in welchem Beschäftigungsstatus die Impflinge stehen (Vollzeit/Teilzeit). Insofern könnten verlässliche Aussagen über die Impfquote unter den Mitarbeitenden, bezogen auf die Beschäftigtenzahl, nur von den jeweiligen Einrichtungen selber gemacht werden. Sabine Räck: „Insofern denke ich, dass Sie sich mit Ihrer Anfrage am besten auch direkt an die Einrichtungen wenden, in denen bereits geimpft wurde: Alloheim, Haus Clarenbach, Diakoniezentrum Hohenhagen, Haus Herder Straße, Diakoniezentrum Hasten.“

Waterbölles: Die Heime, in denen die Impfwilligkeit des Pflegepersonals augenfällig ist, dürften die gewünschte Prozentzahl vielleicht nennen. Die anderen mit eher impfunwilligen Pflegekräften werden sich auf den Datenschutz berufen. Aber den Versuch war es wert!!

Thomas E. Wunsch: "Haltet euch an die Hygieneregeln!"

Der Remscheider Fotograf Thomas E. Wunsch hat dem „seltsamen“ Jahr 2020 ein YouTube-Video gewidmet (mit Musik von Bobby Richards - June (YouTube License free Music). Auf Facebook schreibt er dazu: „Ein spektakuläres, unspektakuläres Jahr geht zu Ende. Ich möchte an dieser Stelle nicht auf den ganzen Corona-Kram eingehen, da wir alle zusammen in einem Boot sitzen und jeder zu leiden und auch zu leisten hat. Der eine mehr, der andere weniger. Aber ich wollte in diesem Jahr nicht auf mein traditionelles Making of Video am Jahresende verzichten. Es ist nicht so wie in den vergangenen Jahren, da alle Shoots und auch Aufträge nach Februar flach gefallen sind. Aber ich habe versucht das Beste aus diesem Jahr zu machen. War nicht immer leicht und es ist mir auch nicht immer geglückt. Euch wünsche ich, dass ihr gesund bleibt, und ich hoffe, dass wir alle bald einen relativ normalen Alltag erleben dürfen. Ich wünsche Euch einer ruhigen und entspannten Übergang. Habt einen klaren Kopf zumindest ab Neujahr (mit oder ohne Schmerztabletten), haltet euch an die Hygieneregeln, und dann wird bald alles wieder gut. Ich hoffe das wir uns im nächsten Jahr gesund wiedersehen...“

Noch keine Impftermine außerhalb der Altenheime

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Wie angekündigt finden auch am heutigen Tag Impfungen in Remscheider Alten- und Pflegeeinrichtungen statt. Nach Durchführungen der heutigen Impfungen wird die Stadt Remscheid im Laufe des Nachmittags kurz per Pressemitteilung  über die Details informieren.

Aufgrund zahlreicher Nachfragen und Hinweise aus der Bürgerschaft weist die Stadt Remscheid nochmals auf die Impfstrategie hin:
Die Impfstrategie der Stadt Remscheid orientiert sich an den Vorgaben und Empfehlungen der Bundes- und Landesregierung. Hiernach werden zunächst Bewohnerinnen, Bewohner und Beschäftigte von Alten- und Pflegeeinrichtungen geimpft. Diese Personen gehören der obersten Impfpriorität an. Aufgrund der stark limitierten Verfügbarkeit des Impfstoffes in der ersten Auslieferungswelle wurde durch das Land festgelegt, diesen direkt in die Einrichtungen zu liefern und dort mit Hilfe mobiler Impfteams zu verabreichen.

In einem weiteren Schritt sollen dann auch diejenigen Personen ab 80 Jahren berücksichtigt werden, die in ihren eigenen vier Wänden bzw. in ihrer eigenen Häuslichkeit wohnen; auch diese gehören zur obersten Impfpriorität.
Es muss jedoch unterschieden werden zwischen den Älteren ab 80 Jahren, die noch mobil sind und denen, die es nicht mehr sind. Diejenigen, die noch mobil sind, können sich im Impfzentrum vor Ort (Sporthalle West) impfen lassen, sobald die Impfzentren den Betrieb aufgenommen haben und genügend Impfstoff vorhanden ist. Interessierte, die zur priorisierten Gruppe gehören, können dann einen Termin vereinbaren. Für die Terminvereinbarung wird es die bundesweit einheitliche Telefonnummer 116117 geben. Wichtig ist allerdings, dass die Impfzentren in NRW aufgrund der geringen Verfügbarkeit des Impfstoffes derzeit noch nicht in Betrieb sind und demzufolge auch noch keine Terminvereinbarung möglich ist
Für diejenigen Älteren ab 80 Jahren, die in der eigenen Häuslichkeit wohnen, aber nicht mehr mobil sind, gilt, dass eine Verimpfung nur durch ein mobiles Team bzw. einen entsprechenden Hausbesuch erfolgen kann. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass der entsprechende Impfstoff auch geeignet ist für aufsuchende Verimpfungen. Dies ist beim BioNTech-Impfstoff jedoch nicht der Fall.

Die Stadt Remscheid wird regelmäßig den aktuellen Sachstand berichten und öffentliche Information verbreiten, sobald sich die ersten Zielgruppen außerhalb der Remscheider Alten- und Pflegeheime impfen lassen können bzw. Terminvereinbarungen möglich sind.

Impfmüdes Pflegepersonal auch in Remscheid?

Zwei Meldungen von heute: „Die Zahl der gemeldeten Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus hat einen Rekordwert erreicht. Binnen einem Tag übermittelten die deutschen Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) 1129 neue Todesfälle“, meldet SPIEGL Online- . Und das „Morgenecho“ berichtete auf WDR 5, von Impfskepsis bei Pflegekräften: Viele Pflegekräfte wollten sich nicht gegen Corona impfen lassen, sagte Im Interview Michael Lork, Leiter eines Caritas-Altenzentrums in Gelsenkirchen. Er versuche, sein Personal aufzuklären. Mehr könne er nicht tun. "Da ist die Politik gefordert."

In diesem Zusammengang: Die Antwort der Stadtverwaltung auf die Frage des Waterbölles, zu wie viel Prozent sich am ersten Impftag die Mitarbeitenden des „Alloheims“ impfen ließen, steht noch aus. Nur ein Versehen? Die Frage kann inzwischen erweitert werden: Zu wie viel Prozent ließen sich die Mitarbeitenden der Remscheider Altenheime impfen, in denen bisher Impfungen vorgenommen  worden sind?

Die letzten Zeugen der alten Mühle sind verschwunden

Bornscheider Hammer 1928. Repro: G. SchmidtBornscheider Hammer. Postkarte: Johannsen Gleich oberhalb des stark veränderten Leyerkottenteiches befand sich der Bornscheider Hammerteich. Ein mächtiger durchbrochener Teichdamm fällt sofort ins Auge. Gehen wir den Anfahrtsweg von der Ronsdorfer Straße kommend herunter, sehen wir noch verschiedene Brücken und Fundamentreste sowie die Untergräben. Die Hüftmauer ist besonders gut zu erkennen, aber auch die Brücke, die einst den Querweg zur Kohlenstraße nach Stursberg II bildete. Der Teich ist leider auch hier sehr stark bewachsen.

Bereits 1571 wird eine Familie Stursberg "Außenbürger von Lennep", als Besitzer eines Stahlhammers und des Bürgergutes im Börntgen in den Urkunden erwähnt (Börntgen, heute Bornscheid genannt, war wie die Schmitzhalbach bis zum Jahre 1893 eine Lüttringhauser Enklave der Außenbürgerschaft Lennep). 1662 ließ Johann auf der Halbach einen Stahlhammer auf der untersten Halbach setzen. Seine Tochter Maria heiratete 1665 den Hamman Honsberg. 1696 fiel den beiden mit dem halben Erbe der Hammer zu. 1750 erwähnt eine Rechnung die Gebrüder Honsberg als Steuerzahler des mittlerweile Raffinierstahl produzierenden Hammers. Im Burger Lagerbuch steht hierzu: "Gebrüder Honsberg, Caspers Söhne, hab laut Konzession vom 11.1.1746 einen schweren Eisenreckhammer neben den in selbiger Gegend beim Bornsiepen habenden Reckhammer auf eigenen Grund Erbaut.“

1775 Mitbesitzer. 1749 ist Johann auf der Halbach als Eigentümer ausgewiesen. 1829 wird der Hammer als Stahlraffinierhammer von Franz & Carl Honsberg in der Ibach genannt, für deren Rechnung betrieben durch unselbständige Hammerknechte. Die nächste Eintragung bezeichnet ihn 1841 als Stahlraffinierhammer von Franz Honsberg. 1867 ist er dem Franz & Carl Honsberg zugeordnet. Nach 1867 sind zwar noch Besitzerwechsel an Albert Honsberg am Stollen und dann an C.F. Stursberg am Kranen bekannt, aber Jahreszahlen fehlen. Zuletzt wurde der Hammer an eine Gemeinschaft Koch und Morhenn verkauft, ihn in Wohnungen umwandelten. Nach dem 2. Weltkrieg war allerdings nichts mehr vorhanden.

Bornscheider Mühlgen. Sammlung: G. SchmidtWenn wir jetzt den Silbertalweg Richtung Leyermühle weitergehen, kommt oberhalb der Ortschaft Leyermühle ein Teich, an dem etwa seit der 1. Hälfte des 18. Jahrhunderts ein Kotten gestanden hat. Auf dem Katasterhandriss von 1826 ist an dem Teich ein Kotten eingezeichnet, das Bornscheider Mühlgen. Der Teich wurde aus dem Bornscheider Siefen gefüllt, der aber eher geringes Wasser lieferte. Der Teich ist auch relativ klein. Dem Handriss von 1826 zufolge war die Mühle direkt am Teich, was heute nicht mehr nachzuvollziehen ist. Lediglich etwa 30 Meter unterhalb steht ein Fachwerkhaus als Wohnhaus. Da der Ablauf des Teiches verrohrt ist, sind auch die letzten Zeugen der alten Mühle verschwunden. Die kleine Ortschaft nannte sich Börntgen und ist schon 1571 in Lenneper Urkunden erwähnt. Sie wird heute Bornscheid genannt. Ein paar Wohnhäuser und eine Fabrik liegen in unmittelbarer Nähe des Mühlenstandortes.

Erst aus dem Jahr 1828 ist genaueres bekannt. Ein Gerbereibesitzer namens Seuthe hatte diese Mühle übernommen, um darin gerbsäurehaltige Baumrinden zu mahlen, die man zum Gerben von Leder benötigte. Aufgrund des geringen Wasserzulaufes konnte er die Mühle aber nur wenig nutzen. Seuthe versuchte den Pfaffenbirker Bach zu nutzen, indem er einen größeren Sammelteich bauen wollte. Gleichzeitig sollte dort eine Lohmühle mit Knochenmühle entstehen. Sein Grundstücksnachbar Abraham Morhenn erwirkte aber mit gerichtlichem Einspruch, dass das Vorhaben nicht umgesetzt wurde. Bereits 1842 verpachtete Seuthe die Lohmühle an den Sichelschmied Abraham Stursberg, wohnhaft auf dem Birgden III. Der richtete sich im Keller des heutigen Wohnhauses Leyermühle Nr. 7 eine Schmiede ein. Mit seinem gleichnamigen Sohn gründete er 1878 die Kluppenschmiede Abraham Stursberg & Sohn, Leyermühle.

Unterhalb des Teiches steht heute noch die 1911 erbaute Fabrik des Enkels Walter Stursberg (1887-1962). Dieser betrieb eine Schmiede und Werkzeugmacherei mit Schleiferei. Ein 85 kg-Fallhammer komplettierte die Schmiede. Da die geringe Wasserkraft nicht ausreichte, wurde schon recht früh ein Gasmotor installiert, der später durch einen Dieselmotor ersetzt wurde, bis dann in den 30er Jahren der Kraftstrom kam. Nach dem Krieg wurde Schwiegersohn Karl Fuhrmann Inhaber der Fabrik und beschäftigte immer um die zehn Arbeiter. 1981 wurde der Betrieb aus gesundheitlichen sowie Altersgründen und mangels Nachfolger eingestellt. (Aus: Hämmer- und Kottenforschung in Remscheid Herausgegeben von Günther Schmidt Band 4 - Leyerbach, Diepmannsbach, Mückenbach)

 

IHK begrüßt das Brexit-Abkommen

Pressemitteilung der Bergischen IHK

An Heiligabend verkündeten die Verhandlungspartner von EU und Vereinigtem Königreich (UK) den Abschluss eines Freihandelsabkommens nach zehn Monaten Verhandlung. IHK-Hauptgeschäftsführer Michael Wenge freut sich über die Einigung: “Es ist wohl ein fairer Kompromiss entstanden. Jeder musste bei den Forderungen etwas nachgeben. Trotz der vorgesehenen Freihandelszone werden die bergischen Unternehmen den UK-Austritt zu spüren bekommen. Mindestens durch einen erhöhten bürokratischen Aufwand.“ Wenge begrüßt die Flexibilität der Verhandlungspartner. Obwohl das Abkommen nicht rechtzeitig ratifiziert werden kann, soll es ab dem 1. Januar 2021 angewendet werden.

„Die Parteien haben sich auf einheitliche Wettbewerbsbedingungen geeinigt. Im Umwelt- und im Energierecht gelten weiterhin einheitliche Standards.“ so IHK-Außenwirtschaftsexpertin Melanie Klingler, die unter Tel. 0202 2490 515 und per E-Mail m.klingler@bergische.ihk.de als Ansprechpartnerin zur Verfügung steht. Informationen zum EU-UK-Warenverkehr erhalten bergische Unternehmen in einem kostenlosen Webinar am 22. Januar 2021. Weitere Informationen zum Brexit sowie eine Anmeldemöglichkeit zum Webinar gibt es unter bergische.ihk.de/brexit.

Von Feuerboten, Pumpendrückern und Leuchtenträgern

Die ersten Bestrebungen zur Gründung einer Feuerwehr und damit zu einer einheitlichen Regelung des Löschwesens in Remscheid finden Ausdruck in einer Brandordnung aus dem Jahre 1813, die der damalige Bürgermeister Sonntag veröffentlichte und in der zu lesen war, dass das Personal der Feuerwehr aus: Brandmeistern, Feuerboten, Rohrführern, Pumpendrückern und Leuchtenträgern bestehen musste. Welchen Charakter die damaligen Wehren hatten, läßt sich aus der Brandordnung nicht genau feststellen, es kann aber angenommen werden, dass sich die Wehren auf freiwilliger Basis entwickelt haben. Die topographische Lage Remscheids mit den natürlichen Grenzen wie Wupper, Morsbach, Müggenbach und Eschbach hat sicherlich die selbstständigen Bürgerfeuerwehren in den Höfen und Stadtteilen entstehen lassen. So gab es um den gesamten Stadtkern Remscheids herum eine ganze Anzahl von Feuerwehren.

Ein Feuermeldesystem gab es zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Die einzelnen Höfe waren also im Falle eines Brandes oder einer Hilfeleistung ganz auf sich selbst gestellt. Erst im Jahre 1909 wurde eine Feuermelde- und Alarmanlage durch die Firma Siemens & Halske installiert. Das Löschwasser wurde zuerst den extra angelegten Brandteichen bzw. den Bächen entnommen, die meist immer reichlich Wasser mit sich führten. Erst mit Inbetriebnahme der Wasserleitung im Jahre 1884 und dem damit verbundenen Ausbau des Leitungssystems gewannen Standrohre, Spritzen und Schläuche an Bedeutung. Dies schlug sich auch in einer neuen "Dienstinstruktion", eben- falls aus dem Jahre 1884, über das Verhalten der Feuerwehren und Bürger bei Bränden nieder.

Anfang 1870 betrug die Stärke der einzelnen Freiwilligen Feuerwehren im Stadtgebiet Rem- scheids bereits 30 bis 40 Mann. So ist es nicht verwunderlich, wenn die Chronik von einem Verbandstreffen der Rheinisch-Westfälischen Feuerwehren be- richtet, dem 4.000 Feuerwehrleute beiwohnten.

Um die Jahrhundertwende wurden die verschiedenen Feuerwehren Remscheids unter eine Leitung gestellt. Am 6.12.1901 beschloß der Brandrat der Stadt Remscheid, den damaligen Führer der Hastener Wehr, Hauptmann Walter Cleff, mit dem Titel eines Branddirektors der neu organisierten "Freiwilligen Feuerwehr Remscheid" voranzustellen. Die freiwilligen sogenannten Bezirksfeuerwehren wurden zu diesem Zeitpunkt in Abteilungen eingeteilt, und so wurde die Feuerwehr Morsbach Abteilung Vl.

Im Verwaltungsbericht der Stadt Remscheid aus dem Jahre 1869 heißt es unter dem Abschnitt "Löschwesen" unter anderem wörtlich: "Zu den früheren, schon bestandenen freiwilligen Wehren, welche fortgefahren haben das in sie gesetzte Vertrauen zu rechtfertigen, ist noch der Morsbacher Verein getreten, der sich ebenfalls fester organisiert hat". Das beweist, dass es schon viel früher einen losen Zusammenschluß von Morsbacher Bürgern gab, wenn es galt, Hab und Gut sowie Leib und Leben von Mitmenschen gegen eine Feuersbrunst zu schützen. Es ist sicherlich auch interessant, einmal allgemein auf die Geschichte des Feuerlöschwesens in Remscheid, dessen Anfänge bis zu den Befreiungskriegen in den Jahren 1813 bis 1815 zurückreichen, einzugehen.

In der Chronik der Feuerwehr Morsbach darf keinesfalls der bereits im Jahre 1870 mit einer Stärke von 15 Mann gegründete Musikzug unerwähnt bleiben. Manch schöne Stunden bereitete er den Feuerwehrangehörigen und ihren Freunden, wenn auch in der Anfangszeit nur zwei Märsche auf dem Programm standen. Leider musste die Kapelle beim 60- jährigen Stiftungsfest wegen Geldmangels aufgelöst werden. Im Oktober 1930 wurden die letzten Musikbestände für eine Mark an Ferdi Klein verkauft, so berichtet das Protokoll der Monatsversammlung vom 6.10. 1930. Vom 30.8.1969 bis 1.9.1969 wurde das 100- jährige Jubiläum der FreiwilIigen Feuerwehr Morsbach gefeiert. Das 1200 Mann fassende Festzelt platzte an den Festtagen aus allen Nähten. (Aus „Die Morsbach, Hämmer- und Kottenforschung in Remscheid“ von Günther Schmidt, einem 1999 erschienenen Bildband zum 630-jährigen Bestehen einer der ältesten Remscheider Hofschaften. Mit freundlicher Genehmigung des Autors.)

Sternsinger-Aktion 2021 auf ganz anderen Wegen

Die Sternsinger-Aktion, bei der junge Sternsingerinnen und Sternsinger durch die Straßen ziehen, Häuser segnen und um Spenden bitten, muss in diesem Jahr wegen der Covid-19-Pandemie ungewohnte Wege beschreiten. Lange wurde in der katholischen Pfarrei St. Suitbertus in Alt-Remscheid überlegt, wie in diesem besonderen Jahr der Segen der Sternsinger in die Häuser und zu den Menschen kommen kann. Und nun kommt doch alles anders.

Unter dem Motto „Sternsingen – aber sicher“ wollten sich die verkleideten Königinnen und Könige mit ihren erwachsenen Begleitern am 9. und 10. Januar 2021 auf den Weg zu den Menschen machen, um den Segen zu bringen und Geld für benachteiligte Kinder zu sammeln: mit einer Sternlänge Abstand, Mund-Nasen-Bedeckung, kontaktloser Spendenübergabe und Desinfektionsmittel im Gepäck, ganz so, wie es die geltende Verordnung verlangt. „Gerade in diesen besonderen Zeiten ist es wichtig, den Segen auch diesmal zu den Menschen bringen. Zugleich ist das Geld, das die Kinder hier in unseren vier Kirchbezirken von Alt-Remscheid und Remscheid Süd sammeln, eine wichtige Unterstützung für die benachteiligten Kinder in den Hilfsprojekten dieser Welt, an die gerade in der Corona-Zeit noch einmal besonders gedacht werden muss“, erklärt Susanne Kuhstoß vom Organisationsteam. Aber das Infektionsrisiko, dem sich Kinder, Begleiter und die Besuchten aussetzen würden, sei einfach zu groß.

In den Vorjahren hatten bereits vor Beginn der Aktion viele Remscheider Haushalte um den Segen der Sternsinger gebeten. Das wird in diesem Jahr nicht gehen: „Natürlich würden wir wirklich gerne jeden auf unseren Listen besuchen, denn wir wissen, dass viele Menschen auf uns warten, um den fröhlichen Kinderstimmen und dem Sternsingerlied zu lauschen“, sagt Marion Kurp, die ebenfalls zum Organisationsteam gehört. Weil dies nicht geht, haben sich die Verantwortlichen etwas anderes einfallen lassen: „Alle Haushalte, die wir sonst immer besucht haben, werden in der ersten Januarwoche in ihrem Briefkasten einen Umschlag mit gesegneter Aufkleber-Aufschrift ‚20*C+M+B+21‘ finden“, verspricht Rafaela Peil, die dritte verantwortliche Organisatorin. Die Buchstaben ‚20*C+M+B+21‘ stehen für die lateinischen Worte „Christus Mansionem Benedicat“ und bedeuten „Christus segne dieses Haus.“ In den Umschlägen befindet sich außerdem ein kleiner Gruß von den Sternsingern, verbunden mit der Bitte um eine Spende, die wie immer vor allem Kindern zugutekommen wird. Das Leitwort der 63. Aktion Dreikönigssingen lautet in diesem Jahr „Segen bringen, Segen sein. Kindern Halt geben – in der Ukraine und weltweit“.

In den vergangenen mehr als sechs Jahrzehnten sammelten die Sternsinger bundesweit etwa 1,19 Milliarden Euro für mehr als 75.600 Projekte zugunsten von Kindern in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa – in den vergangenen Jahren kam jährlich ein fünfstelliger Betrag davon aus Remscheid. Wer spenden will, kann einen Geldbetrag auf das Konto der Katholische Kirchengemeinde Sankt Suitbertus überweisen (IBAN: DE33 3405 0000 0000 0047 62, Verwendungszweck: Sternsinger). Spendenquittungen werden auf Wunsch vom Pfarrbüro (Papenberger Straße 14b, Telefon: 02191-24773, Mail: pfarrbuero@suitbertus-remscheid.de) ausgestellt. (Marion Kurp)

Fazit der Stadt nach dem ersten Impftag

Die Vertreterinnen und Vertreter der Medien waren für gestern um 18.30 Uhr zu einem Ortstermin im Außenbereich/Eingangsbereich (überdachte Terrasse) der „Alloheim“-Pflegeresidenz, Burger Straße 193, eingeladen, wo Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz und Corona-Krisenstabsleiter Thomas Neuhaus gemeinsam mit Andrea Saniter (medizinische Leitung Remscheider Impfzentrum), Dr. Bettina Stiel-Reifenrath (Vorsitzende der hiesigen Kassenärztlichen Vereinigung) und Feuerwehrchef Guido Eul-Jordan das Fazit des ersten Corona-Impftags in Remscheid ziehen wollten. Und so geschah es denn auch. Allerdings ohne den Waterbölles. Ich gehöre mit 73 Jahren zu den Remscheidern mit hohem Corona-Risiko. „Querdenker“ mögen mich für feige halten. Sei’s drum! Ich jedenfalls habe Oberbürgermeister Burkhard Mast-Wosz und sein Team in dieser weiterhin sehr gefährlichen Corona-Lage für so vernünftig gehalten, es nicht nur bei einer Pressekonferenz zu belassen, sondern dieser eine Pressemitteilung folgen zu lassen. Die ging um 21.30 UIhr per E-Mail bei mir ein. So sieht vernünftige Öffentlichkeitsarbeit in Krisenzeiten wie dieser aus. Danke dafür!
Die städtische Pressemitteilung hat folgenden Wortlaut: „Der Corona-Impfstart in Remscheid ist geglückt: Von 11.30 bis gegen 16 Uhr sind heute insgesamt 45 impfwillige Bewohnerinnen und Bewohner sowie 22 Mitarbeitende der Alloheim-Pflegeresidenz mit dem BioNTech-Impfoff gegen das Corona-Virus geimpft worden. Die restlichen der gestern gelieferten 120 Dosen wurden anschließend vor Ort – und selbstverständlich unter Beachtung des Infektionsschutzes – an Mitarbeitende zweier weiterer Remscheider Pflegereinrichtungen verimpft. Sie gehören gleichfalls zur ersten Impfpriorität. Ausgestattet wurden alle Impflinge außerdem mit einem verbindlichen 2. Impftermin für die zweite Dosis, mit der eine vollständige Immunität gegen das

Das mobile Impfteam, das heute zum Impfstart aus den Ärztinnen Andrea Saniter (medizinische Leitung Remscheider Impfzentrum), Dr. Bettina Stiel-Reifenrath (Vorsitzende der hiesigen Kassenärztlichen Vereinigung) und Dr. Jörn Kohnke bestand, ist glücklich und erleichtert, dass der Impfstart reibungslos funktioniert hat. Die Impfung in der Einrichtung sei von der Residenzleiterin der „Pflegeeinrichtung am Klinikum“, Alexandra Bläsing, vorbildlich vorbereitet worden. Sie habe das Impfteam maßgeblich darin unterstützt, den adäquat gelagerten Impfstoff für die eigentliche Impfung aufzubereiten und den gut vorbereiteten und informierten Bewohnerinnen und Bewohnern zu impfen.

Erfreut und erleichtert zeigt sich das Impfteam über ihre Beobachtungen während und nach der Impfung: Insgesamt hätte es unter den teils hochbetagten Impflingen Freude und Erleichterung über den Impfstart und die Perspektive auf Rückkehr in das alltägliche unbeschwerte Leben gegeben. Irgendwelche Sofortreaktionen auf den Impfstoff habe es keine gegeben.

Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz und Corona-Krisenstabsleiter Thomas Neuhaus bedankten sich … bei einem Medientermin vor Ort ganz ausdrücklich für die gute und engagierte Arbeit des Impfteams, die große Unterstützung der Alloheim-Pflegeresidenz bei der Durchführung des ersten Impftages und bei Feuerwehrchef Guido Eul-Jordan und seinem Team sowie bei der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein für die intensive, vorausblickende und verlässliche Organisation der Corona-Impfungen in Remscheid.

Von den für gestern angekündigten ersten 180 Impfdosen für Remscheid hat das Land wegen eines Kommunikationsfehlers nur 120 Dosen geliefert. Der Irrtum hat sich zwischenzeitlich aufgeklärt. Die fehlenden 60 Dosen werden am 30. Dezember nachgeliefert. Remscheid erhält an diesem Tag also 490 statt 430 Impfdosen.

Eine auf den ersten Blick sehr umfassende Information. Einige Fragen habe ich noch. Ich werde sie morgen der städtischen Pressestelle mailen.

So manche Schule platzt inzwischen aus allen Nähten

Infolge der Corona-Pandemie haben in der Schulverwaltung erhebliche Mehrarbeiten dazu geführt, „dass die Schulentwicklungsplanung nicht so vorangetrieben werden konnte, wie dies beabsichtigt war“. Das hat die Stadtverwaltung zur Sitzung des Schulausschusses am 20. Januar mitgeteilt und damit auch eine Anfrage der Wählergemeinschaft W.i.R. vom 13. Dezember beantwortet. Zugleich beschreibt die aktuelle Vorlage die ambitionierten Umbau- und Umzugsplänefür  verschiedene Schulen, die den Schulausschuss in diesem Jahr noch mehrfach im Detail beschäftigen werden.

Die Hauptschule Hackenberg hat nach Angaben des Schulentwicklungsplaners Dr. Detlef Garbe eine stabile Anmeldeprognose (im Jahrgang 7 kommen zwei weitere Jahrgänge hinzu) und soll deshalb auch künftig ein wichtiger Bestandteil des Remscheider Schullebens bleiben. Ursprünglich war geplant, dass die Jahrgänge 7 und 8 zu den Jahrgängen 9 und 10 an den Teilstandort Wilhelmstraße ziehen sollten. Doch deie Corona-Pandemie machte einen Strich durch diese Rechnung (schlechtes Lüften / fehlender Abstand / keine Waschbecken bzw. Toiletten in den Pavillons); Der weitere Teil-Umzug von Lennep nach Remscheid wurde gestoppt. Inzwischen hat die Schule den Wunsch geäußert, den Hauptstandort zu erweitern und den Teilstandort an der Wilhelmstraße aufzugeben. Zur Sanierung des Hauptstandortes (Fassade, Dämmung, Fenster, Wände, Decken, Böden, Elektro) sind Landesmittel in Höhe von 3,2 Millionen € vorgesehen. Da diese nur bis zum 31. Dezember 2023 abgerufen werden können, wurde aufgrund folgender Plan entwickelt:

  • Erweiterungsbau (ca. 1.000 m²) am Hauptstandort erstellen (mit den Landesmitteln)
  • Die Schülerinnen und Schüler ziehen sodann in den Erweiterungsbau und in die Pavillons
  • Danach wird der Hauptstandort saniert. (Die zusätzlichen Kosten  von 3,6 Millionen € sollen im Investitionsprogramm für den nächsten Haushalt berücksichtigt werden)
  • Nach der Sanierung sollen der Teilstandort Wilhelmstraße und die Pavillons in Hackenberg aufgegeben werden.

Für das Schulgebäude an der Wilhelmstraße hat die Stadt womöglich eine neue Verwendung: Sie könnte Teilstandort der Heinrich-Neumann-Schule werden; das wird jedenfalls derzeit geprüft. Die Förderschule hat aktuell drei Standorte (Gewerbeschulstraße, Engelbertstraße und Kreishaus). Da die beiden letztgenannten Standorte zu klein seien und haben kaum Weiterentwicklungspotential hätten und bei wachsender, veränderter Schülerschaft ein erhöhter Bedarf an Differenzierungsräumen bestünde, könnte der Teilstandort Wilhelmstraße (nach Aufgabe durch die Hauptschule Hackenberg ) für die Heinrich-Neumann-Schule inkl. der OGS zukunftsfähig ausgebaut werden.

Von allen Remscheider Grundschulen wurden aufgrund der Dringlichkeit (Schülerzahlprognosen) zunächst die folgenden Grundschulen weiter überplant: Reinshagen, Hackenberg, Walther-Hartmann, Am Stadtpark, Hasten, Dörpfeld, Kremenholl, Menninghausen mit den Teilstandorten Julius-Spriestersbach und Daniel-Schürmann. Für die Standorte Menninghauser Straße und Palmstraße der KGS Menninghausen soll ein neuer ausreichender Standort gesucht werden. Das neue Gebäude soll ausreichend groß sein, um die Schule und eine zukunftsfähige OGS mit Mensa unterzubringen. Der bisherige Hauptstandort in Menninghausen ist feucht sanierungsbedürftig (geschätzte Kosten: 1,2 Millionen €). Und der Standort Palmstraße (gemeinsam mit Julius-Spriestersbach und Daniel-Schürmann belegt) hat einen „dramatischen Platzbedarf“, so die Verwaltung. Die OGS Daniel-Schürmann führe bei einer OGS-Quote von 22 Prozent eine erhebliche Warteliste. „Somit muss für den Innenstadtbereich dringend eine Lösung erarbeitet werden.“ B

Bei Auszug der KGS Menninghausen könnte sich die GGS Daniel-Schürmann an der Palmstraße ausreichend ausbreiten und sogar zu einer dreizügigen Grundschule ausgebaut werden, um dem Anspruch der OGS auf eine Ganztagsbetreuung gerecht zu werden.

An der GGS Kremenholl wurde die Idee entwickelt, den Standort der GGS Kremenholl (Kremenholler Str.) und den Teilstandorts Berufskolleg Käthe-Kollwitz (Tersteegenstraße.) zu tauschen. Wenn der Teilstandort des BK Käthe-Kollwitz in das kleinere Gebäude zöge, hätte die  GGS Kremenholl in dem größeren Gebäude ausreichend Platz mit einer auskömmlichen OGS.

Für die vier Remscheider Gymnasien liegen inzwischen Ausbaupläne samt Kostenrahmen vor, die mit den Schulen abgestimmt wurden. Die Verwaltung hat für das erste Quartal einen Durchführungsbeschluss erarbeitet und will ihn im 1.Quartal dieses Jahres im Schulausschuss und im Rat einbringen. „Sobald der politische Beschluss vorliegt, werden alle Standorte für externe Planungsbüros vorbereitet“, so die Verwaltung. Und auch eine Vorlage zur Hilda-Heinemann-Schule in Lennep ist in der Pipeline, da auch dort die Schülerzahl stark angestiegen ist und der Schulraum nicht mehrausreicht.

Eine historische Filmaufnahme aus dem Jahre 1902

Zu diesem ungewöhnlichen Weihnachtsfest (Corona) übersandte Peter Maar dem Waterbölles ein außergewöhnliches Filmdokument: Eine Fahrt mit der Wuppertaler Schwebebahn vor 118 Jahren, im Jahre 1902. Maar: „Es handelt sich um eine historische Filmaufnahme, digital hervorragend aufgearbeitet. Viel Spaß bei der Fahrt von Vohwinkel bis nach Oberbarmen.“