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Politik soll in verfahrener Situation entscheiden

Effekthascherei ist selten hilfreich!“, kommentierte der Waterbölles am 9. März. Die Vereine, die in Lennep das Brauchtum pflegen, waren überraschend mit der Forderung an die Öffentlichkeit gegangen, den Schützenplatz als Festplatz zu erhalten und das dort geplante DOC-Parkhaus am Talsperrenweg zu realisieren. Mit dem früheren Kompromissvorschlag, den neuen Festplatz für Osterfeuer, Schützenfeste, Kirmes, Oktoberfest und Karnevalsfeiern  am Talsperrenweg anzulegen, hatte sich Wochen vorher  Klaus Kreutzer, Vorsitzender des Lenneper Verkehrs- und Fördervereins, gegenüber der Stadt Remscheid schon einverstanden erklärt, doch deren Ordnungsbehörde hatte ein Veto eingelegt: Dort gebe es nicht genügend Fluchtwege.

Alles zurück auf null? Dafür sieht Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz keinen Anlass. Im Gespräch mit dem Vereinsvertretern bot er gestern Nachmittag die Robert-Schumacher-Straße am Lenneper Bahnhof als neuen Festplatz an – ungeachtet der Tatsache, dass ein Unternehmer, Anlieger eben dieser Straße, derzeit vor dem Verwaltungsgericht klagt, um die Pfingst-Kirmes der Lenneper Eintracht-Schützen zu verhindern. Mast-Weisz ist zuversichtlich, dass diese Klage abgewiesen wird. Die Vorstände der Vereine sind skeptischer, würden lieber zunächst das Ergebnis dieses Gerichtsverfahrens abwarten. Sie brachten als neuen Festplatz erneut die drei Gewerbe-Grundstücke an der Karlstraße ins Gespräch (Waterbölles am 15. Februar: „Für 13.500 qm sucht die Stadt noch einen Käufer“). Der Verkehrsverein hatte angeboten, das Gelände von der Stadt Remscheid zu pachten. Das aber lehnt der OB ebenso ab wie den Bau des DOC-Parkhauses am Talsperrenweg („Kein Thema!“). Die drei Grundstücke im hinteren „Zipfel“ des Gewerbegebietes an der Karlstraße (im Plan rechts die Grundstücke 8, 9 und 10) seien für die heimische Wirtschaft zu wertvoll, als dass sie wenige Wochen im Jahr für Brauchtumsfeste dienen könnten.

Begrenzungspfähle gegen Volksfeste. Foto: Lothar KaiserMit Ausnahme des Verkehrsvereins wäre den Lenneper Vereinen auch die Robert-Schumacher-Straße recht, wenn sie nicht jedes Jahr aufs Neue Anliegerklagen zu befürchten hätten. Ohne diese Garantie aber plädieren auch sie für das Gewerbegebiet. Für den Verkehrsverein ist das Straßenstück, auf dem schon einige Oktoberfeste stattfanden, inzwischen zu klein geworden. Weil mit dem Erfolg dieses Festes auch das Festzelt wuchs. Für die jetzt von Klaus Kreutzer angepeilte Zeltgröße sieht der Oberbürgermeister in ganz Remscheid lediglich den Schützenplatz am Remscheider Stadtpark als geeignet an. Den aber lehnt Kreutzer entschieden ab: Das Lenneper Oktoberfest gehöre nun einmal nach Lennep und nicht nach Remscheid.

Eine verfahrene Situation, für die in der gestrigen Zusammenkunft keine Lösung gefunden wurde. Die Verwaltung will deshalb jetzt die Politik ins Boot holen: Nach den Osterferien will der Oberbürgermeister den Fraktionen eine Vorlage präsentieren, die das Für und Wider sachlich beschreibt. Dann könne sich die Politik für den einen oder den anderen Vorschlag entscheiden. 

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