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Alle Fenster waren komplett mit Ruß bedeckt

Gestern kurz nach 21 Uhr wurde die Feuerwehr Remscheid um zu einem unklaren Brandereignis ab die Metzer Straße gerufen. Anwohner hatten Rauch und Brandgeruch gemeldet, woraufhin der Löschzug der Berufsfeuerwehr sowie die Freiwillige Feuerwehr Nord ausrückten. Vor Ort stellte sich heraus, dass es in einem Lagerraum im Erdgeschoss eines mehrstöckigen Mehrfamilienhauses brannte. Aufgrund der Rauchentwicklung waren in dem Raum bereits alle Fenster komplett mit Ruß bedeckt. Ein Trupp ging unter schwerem Atemschutz zur Brandbekämpfung vor und konnte das Feuer zügig unter Kontrolle bringen. Ein weiterer Trupp führte, ebenfalls unter Atemschutz, eine Treppenraumkontrolle durch und sorgte im Obergeschoss für Abluft. Die Brandursache war vermutlich ein in dem Raum abgestelltes E-Bike. Alle Bewohner konnten nach Ende des Löscheinsatzes wieder in ihre Wohnungen zurückkehren. Insgesamt war die Feuerwehr mit zehn Fahrzeugen und 27 Kräften im Einsatz.  (aus dem Bericht der Feuerwehr)

Wochenrückblick vom 22 bis 28. Februar 2021

Jetzt online den Traumausbildungsplatz finden

Pressemitteilung der bergischen IHK

Um Bewerber und Betriebe zusammen zu bringen, hätte in diesen Tagen das 14. „Bergische Bewerberdating“ in der Bergischen IHK stattgefunden. Solche Vermittlungstage sind als Präsenzveranstaltung zwar derzeit nicht möglich, es gibt aber digitale Alternativen. Mit wenigen Klicks können Bewerberinnen und Bewerber beim „Bergischen Azubi Dating: voll digital“ ihren Traumausbildungsplatz finden. Unter bergisches-azubi-dating.valyn.de kann man sich derzeit auf 200 Ausbildungsplätze von fast 100 Betrieben bewerben. Das Angebot umfasst die gesamte Bandbreite kaufmännischer und gewerblich-technischer Ausbildungsberufe ebenso wie duale Studiengänge und die Gesundheitsberufe. Viele freie Stellen gibt es bei den Kaufleuten im Groß- und Außenhandelsmanagement, bei Dachdeckern, IT-Berufen, Kaufleuten im E-Commerce, Metall- und Elektroberufen, Lageristen, Kfz-Mechatronikern, Biologie-, und Chemieberufen, Verfahrensmechanikern, Technischen Produktdesignern, Köchen und Zahnmedizinischen Fachangestellten.

„Alle Jugendlichen, die für 2021 noch eine Ausbildungsstelle suchen, haben ausgezeichnete Chancen, direkt ihren Ausbildungsplatz zu finden“, unterstreicht Carmen Bartl-Zorn, IHK-Geschäftsführerin für den Bereich Aus- und Weiterbildung. „Die Auswahl und Vielfalt der Angebote ist großartig und bietet viele Möglichkeiten für den Einstieg in das Berufsleben.“ Denn auch in der Corona-Krise werden Auszubildende dringend gesucht. „Wir empfehlen allen Interessierten, jetzt aktiv auf die Ausbildungsbetriebe zuzugehen, um sich zu bewerben“, so Carmen Bartl-Zorn.

Das „Bergische Azubi Dating: voll digital“ wird gemeinsam von den Partnern des regionalen Ausbildungskonsenses angeboten. Zu diesen gehören - neben der Bergischen IHK als Koordinierungsstelle - auch die Handwerkskammer Düsseldorf, die Arbeitgeberverbände und die Kreishandwerkerschaften Solingen-Wuppertal und Remscheid, die Arbeitsagentur Solingen-Wuppertal, die Jobcenter in Wuppertal, Solingen und Remscheid und die Bergische Universität. Weitere Partner sind die Kommunalen Koordinierungen Übergang Schule/Beruf der Städte Wuppertal, Solingen, Remscheid, die DGB Region Düsseldorf – Bergisch Land, die beruflichen Schulen, die Bezirksregierung Düsseldorf, die Apothekerkammer Nordrhein, die Bergische Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH sowie die drei bergischen Großstädte.

Mehr als Sand und Schaukel auf dem Holz

Spielplatzeinweihung gestern Nachmittag in den Zeiten von Corona: keine tobende Kinderschar, keine ausgelassene Feier. Nur ein kleiner Kreis von Initiatorinnen, Sponsoren, städtischen Mitarbeitern und Kommunalpolitikern. Zum Glück brachte Ideengeberin und Spendensammlerin Jennifer Dogan ihre Töchter Selina und Neyla mit zur Einweihung des Spielplatzes Holz am hintersten Ende der Unterhölterfelder Straße, so dass die versammelten Erwachsenen kurze Zeit beobachten konnten, wie Kinder das Spielangebot nutzen: Rutsche, Sand und Schaukel waren die Favoriten der Kleinen; Federgerät und Balancier-Baumstamm blieben vorerst unbeachtet – wie auch die Picknick-Tischgruppe und die Bänke, die eher auf die begleitenden Eltern oder Großeltern warten.

Der neue Spielplatz rundet das Sportangebot um Bolzplatz und BMX-Gelände ab – ein Gesamtareal, das bis 2006 vom FC Holz genutzt wurde und mit und mit auch diesen anderen Zwecken gewidmet wurde. Damit haben nun die rund 250 Kinder aus Hölterfeld, die unter zehn Jahren alt sind, ein großzügiges Spielgelände. Verdanken können sie das vor allem Jennifer Dogan, die Anfang 2019 die Idee in die Kommunalpolitik einbrachte. Während eines Ortstermins im Frühjahr 2019 konkretisierten interessierte Eltern, Anwohner/innen und Vertreter/innen von Bezirksvertretung und Verwaltung die Initiative. Im März 2020 konnten die Pläne schon dem Jugendhilfeausschuss und der Bezirksvertretung Alt-Remscheid vorgelegt werden; im September begannen die Bauarbeiten.

5.000 Euro mussten an Spendengeldern zusammenkommen, um die Gesamtkosten von 52.000 Euro angemessen aus Bürger-Engagement mitzufinanzieren. 23 Bürger/innen, Stiftungen, Firmen und Institutionen beteiligten sich – und sorgten sogar für einen Überschuss von 3.280 Euro, der künftig für weitere Spielgeräte zur Verfügung steht.

Nicht hoch genug einzuschätzen sei dieses ehrenamtliche Engagement, lobte Bezirksbürgermeister Otto Mähler Jennifer Dogan und ihren tatkräftigen Mitstreiter/innen, die ihrerseits Dank und Lob an Verwaltung und Kommunalpolitik zurückgaben. Sie habe namentlich bei Michael Ketterer vom Fachdienst Jugend immer ein offenes Ohr und Hilfe gefunden, betonte Dogan. Sie habe sich kaum vorstellen können, als eine nicht mit kommunalpolitischen Angelegenheiten vertraute Bürgerin eine Idee mit so viel Unterstützung umsetzen zu können.

Die „Schlüssel“-Übergabe durch Otto Mähler blieb ein symbolischer Akt. Das Eingangstor am großen Zaun ist unverschlossen; anderes sei mit dem Charakter eines Kinderspielplatzes auch nicht vereinbar, meinte Ketterer. Überdies ist das Gesamtgelände häufig belebt durch jugendliche Fußballer und BMX-Fahrer, die diese Sportanlagen als ihr Ding betrachteten und sie entsprechend pflegen.

Freiflächenplanung der Uni bis nach den Sommerferien

Drei Fraktionen wollen Existenz der Sportvereine sichern“, titelte der Waterbölles am 5. Dezember 2020. Damit war der Antrag der Fraktionen von SPD, Grünen und FDP gemeint, die Verwaltung mit einer Fortschreibung der Sportentwicklungsplanung für die Remscheider Sportfreianlagen zu beauftragen, d.h. einer Bedarfserhebung und -prognose unter Berücksichtigung der verschiedenen Nutzungsarten einschließlich der Zuschauerzahlen. Der Ausschusses für Sport und Freizeit empfahl am 15. Dezember dem Rat der Stadt zu dessen Sitzung am vergangenen Donnerstag die Annahme dieses Antrages.

Die Tagesordnung ließ zunächst eine längere Diskussion erwarten, da die CDU-Fraktion noch einen eigenen Antrag auf einen „Masterplan Sport 2025“ beigesteuert hatte. Dass es dazu nicht kam, ist einem weiteren Antrag zu verdanken, den die Sportverwaltung vorlegte. „Beide lassen sich gut zu einem Arbeitsauftrag an die Verwaltung vereinen“, empfahl Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz, und dem folgte der Rat nach relativ kurzer Debatte bei nur einer Gegenstimme.

Der OB hatte zuvor dem Empfehlungsbeschluss des Sportausschusses „ausdrücklich gegrüßt“ und sich den Sportvereinen gegenüber „ausgesprochen dankbar“ gezeigt für ihren Verzicht auf eine „große Lösung in Hackenberg“. Die Verwaltung hat nun bis nach der Sommerpause Zeit, eine Alternativplanung für die Sportflächenentwicklung (Fußball, Leichtathletik, Schulsport) incl. Kostenschätzung für die Sportanlage am Hackenberg zu entwickeln. Ferner wird sie prüfen, welche leichtathletischen und schulsportlichen Angebote künftig dort angeboten werden können. Dabei ist ihr die fachliche Unterstützung durch die Universität Wuppertal sicher. Bereits am 15.Dezember 2020 hatte der Ausschuss für Sport und Freizeit beschlossen, die Bergische Universität Wuppertal mit einer Aktualisierung der Sportstättenentwicklungsplanung im Bereich der Außensportanlagen zu beauftragen – auch unter dem Blickwinkel des Quartiersbezugs.

Zum Beschluss des Rates von Donnerstag gehören auch diese beiden Punkte:

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Pandemie verhindert Tilgung des Schuldenberges

Als Tischvorlage erhielten am Donnerstag die Mitglieder des Rates der Stadt in der Aula des Albert-Einstein-Gesamtschule „3. Nachtrag“ – 16 Seiten mit elf Tagesordnungspunkten. Acht davon betrafen (Nach-)Forderungen der CDU-Fraktion zum Doppelhaushalt der Stadt für die Jahre 2021 und 2022. Der Beschlussvorschlag der Verwaltung zum Etat fand im Rat eine Mehrheit, die Anträge der CDU jedoch wurden „allesamt abgelehnt“, wie der RGA feststellte. Hätten diese Anträge (z. B. zum Remscheider Notfallfonds Kultur, „Urban Gardening“, kostenfreien KiTas,  höheren Zuschüsse für die Freie Wohlfahrtspflege, Teilnahme am European Climate Adaptation Award, „Modernste Schulen“ und der Unterstützung von Einzelhandel und Gastronomie“) eine Mehrheit gefunden, hätte Stadtkämmerer Sven Wolf auf der Ausgabenseite einige Millionen Euro zusätzlich eintragen müssen.

So aber blieb der vorgelegte Etat unverändert. Er enthält allein für das laufende Jahr Ausgaben in Höhe von Ausgaben von rund 445 Millionen Euro. Davon betreffen rund 95 Millionen Euro die innere Verwaltung (Personalkosten), rund 90 Millionen Euro soziale Leistungen und 88,5 Millionen Euro. die Kinder-, Jugend-und Familienhilfe. Zu den erwarteten Einnahmen über rund 163 Millionen Euro gehören 59 Millionen Euro aus der Gewerbesteuern, 27 Millionen aus der Grundsteuer B, 51,9 Millionen Euro als Anteil der Stadt an der Einkommenssteuer sowie 14,15 Millionen Euro an der Umsatzsteuer.

Dass die Corona-Pandemie die städtischen Einnahmen hat sinken und die Ausgaben steigen lassen, Ist dem Haushaltsplan nicht anzumerken, sonst würde er nicht einen Überschuss aufzeigen. Die Erklärung: Ein eigens hierzu von der Landesregierung NRW beschlossenes Gesetzes ermöglicht es den Kommunen, ihre Corona-Ausgaben als „Sondervermögen“ zu separieren und getrennt über einen Zeitraum von 50 Jahren abzuschreiben, beginnend 2025. Dazu heißt es in den „Nachrichten aus dem Bergischen Land“ des WDR-Studios Wuppertal, Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz rechne damit, dass die Corona-Bekämpfung die Stadt in den kommenden Jahren noch einmal 200 Millionen Euro zusätzlich kosten werde. Dies werde die nachfolgenden Generationen stark belasten. So sei eine Tilgung des Schuldenberges von fast nahezu 600 Millionen Euro unmöglich.

35.000 Euro Schaden bei zwei Unfällen

Gestern gegen 11.10 Uhr kam es in Lennep zu einem Verkehrsunfall mit einem Verletzten und hohem Sachschaden. Eine 41-Jährige befuhr mit ihrem VW Sharan die Straße Am Stadion. Als sie die Kreuzung zur Wupperstraße passierte, kam es zum Zusammenstoß mit dem Ford Fiesta eines 82-Jährigen; er musste zur stationären Behandlung ins Krankenhaus gebracht werden. Es entstand ein Sachschaden in Höhe von circa 15.000 Euro.

zwei Personen wurden verletzt, als am 25. Februar gegen 18.30 Uhr der 67-jährige Fahrer eines Subaru auf der Kratzberger Straße wenden wollte, dabei er die Kontrolle über sein Fahrzeug verlor und das Tor einer Hofzufahrt durchbrach. In der Folge prallte er gegen einen abgestellten Anhänger. Beide Fahrzeuge rollten weiter einen Abhang hinunter, bevor sie zum Stillstand kamen. Der Autofahrer sowie seine 72-jährige Begleiterin zogen sich dabei Verletzungen zu. Der Rettungsdienst brachte sie ins Krankenhaus. Ein Abschleppunternehmen barg die Fahrzeuge. Nach ersten Schätzungen entstand ein Sachschaden in Höhe von circa 20.000 Euro. (aus dem Polizeibericht)

So sah die Lenneper Altstadt vor 1908 aus

von Dr. Wilhelm R. Schmidt

Liebe Lennepfreunde,
das ist Lennep von oben, genauer gesagt die Schwelmer Straße aufwärts gesehen von der ev. Stadtkirche aus. Die Ansichtskartenaufnahme stammt aus der Zeit vor 1908. So manches Gebäude auf dem Foto gibt es heute nicht mehr, wie z.B. das sog. Bezirkskommando, wo die jungen Männer sich zum Militärdienst melden mussten. Zuvor hatte sich in diesem Gebäude die alte Lenneper Bürgerschule befunden, bevor sie 1868 in die Hardtstraße verlegt wurde. Es handelt sich dabei um das langgestreckte große Gebäude auf dem Foto, das nach rechts von der Schwelmer Straße ausgeht. Die älteren von uns haben es ja vielleicht noch gekannt, heute gehört das Areal zu dem Neubaugebiet um die Klosterkirche herum, das nun auch schon rund fünfzig Jahre alt ist.

Oben links erblickt man zwar schon die sog. Tränenallee, die später offiziell zur Albert-Schmidt-Allee wurde, aber darunter noch nicht die Schillerstraße, die als vornehme Wohngegend in der Gartenstadt Lennep von der Knusthöhe her kommend im Jahre 1907 an der Schwelmer Straße anlangte. Sie verdrängte dort übrigens die "Reeperbahn" der dortigen Seilerei Neuhaus. Immerhin erkennt man noch das Wohnhaus der Familie Neuhaus an der späteren Straßenecke.

Ranzen-Aktion 2021: Jedes Schweinchen zählt

Pressemitteilung der Stadtsparkasse Remscheid

Die Stadtsparkasse Remscheid verschenkt an alle Kindergartenkinder, die im Sommer von der Kita in die Schule wechseln, Gutscheine in Höhe von je 5 Euro für den ersten Ranzen. Die Schweinchen-Karte, die in einer der Sparkassen-Geschäftsstellen gegen den 5 Euro- Gutschein eingetauscht werden kann, erhalten die Kinder in ihrer Remscheider Kindertagesstätte. Zusätzlich zum Gutschein bekommen die künftigen Schulkinder beim Besuch einer der Sparkassen-Geschäftsstellen in Remscheid ein kleines Geschenk (solange der Vorrat reicht). Beim Tornisterkauf kann der Gutschein dann entweder bei Gottlieb Schmidt, Alleestraße 29 oder in der „Schatzkiste“, Wetterauer Straße 15 in Lennep eingelöst werden. Beide Fachgeschäfte haben eine große Auswahl an trendigen Schulranzen im Programm und bieten darüber hinaus eine exzellente Beratung. Soll doch ein Tornister nicht nur den jeweiligen Geschmack des künftigen I-Dötzchens treffen und damit den Schulstart versüßen, sondern auch den Rücken schonen und praktisch zu handhaben sein. Ebenso ist wichtig, dass die Schultasche ihren Inhalt an Büchern, Heften und weiteren Materialien gut vor Nässe und Verschmutzung schützt. Während des Lockdowns bieten sowohl die Schatzkiste also auch Gottlieb Schmidt „click & collect“ an. Einfach telefonisch unter Tel. RS 4 22 69 87 (Schatzkiste) bzw. 46 14 10 (Gottlieb Schmidt) erkundigen und Kontakt aufnehmen!

„Wie wichtig beim Ranzenkauf eine fachkundige Beratung ist, haben wir in den vielen Jahren unserer Schulranzenparty immer wieder festgestellt. Leider müssen wir Coronabedingt in diesem Jahr auf diese bei den Remscheider Familien so beliebte und lebendige Veranstaltung verzichten, was uns allen besonders leid tut“, sagt Sparkassen- Pressereferent Thomas Wingenbach. Die Gutscheinaktion soll ein kleiner Ersatz sein, mit dem die Stadtsparkasse Remscheid gleichzeitig den lokalen Handel unterstützen möchte – getreu dem Motto „Heimat shoppen“. „Als Sparkasse vor Ort möchten wir an die Remscheiderinnen und Remscheider appellieren, die Geschäfte in unserer Stadt bei ihren Einkäufen zu bedenken. Viele bieten auch während des Lockdowns die Möglichkeit an, Bestellungen aufzugeben und abzuholen“, weiß Thomas Wingenbach.

Gestaltungsvereinbarung trägt alle Unterschriften

Nachdem in der vergangenen Woche die Gremien der Parteien von SPD, Grüne und FDP , bzw. im Falle der SPD die Mitglieder, mit jeweils weit über 90 Prozent der abgegebenen Stimmen der Gestaltungsvereinbarung zugestimmt haben, wurde am Donnerstag im Foyer des Teo-Otto-Theaters die Gestaltungsvereinbarung unterschrieben. Im Bild von li. na. Re. David Schichel(Grüne), Ilka Brehmer (Grüne), Thomas Neuhaus (Grüne), Burkhard Mast-Weisz(SPD), Christine Krupp (SPD), Sven Wolf (SPD); Sven Chudzinski (hinten, FDP) und Torben Clever (vorne, FDP). Foto: Thomas Wunsch.

CDU-Preis für die Ärztliche Kinderschutzambulanz

Die CDU Remscheid hat ihren gläsernen CDU-Preis in diesem Jahr der Ärztlichen Kinderschutzambulanz Bergisch Land e.V. vergeben. Am Mittwoch übergab Jens Peter Nettekoven den Preis der Leiterin Birgit Köppe-Gaisendrees. „Die Vergabe des CDU-Preises an die Ärztliche Kinderschutzambulanz ist mir eine Herzensangelegenheit. Dort erhalten Kinder Hilfe, die Opfer von körperlicher Misshandlung, Vernachlässigung oder sexueller Gewalt geworden sind. Dort kümmert man sich um die Schwächsten der Gesellschaft. Ich danke dem gesamten Team der Ärztlichen Kinderschutzambulanz für ihre wertvolle und engagierte Arbeit zum Wohle der Kinder, die bereits in jungen Jahren Schlimmes erfahren mussten“ sagt der CDU-Kreisvorsitzende. „Ich stehe sowohl in meiner Funktion als Kreisvorsitzender als auch als Landtagsabgeordneter im stetigen Kontakt mit den Verantwortlichen der Kinderschutzambulanz und habe wiederholt Einblicke in deren Arbeit erhalten. Viele Geschichten haben mich tief erschüttert. Es ist wichtig, dass Kindern, die diese grausamen Erfahrungen gemacht haben, schnelle und professionelle Hilfe erhalten. Dafür steht das Team der Ärztlichen Kinderschutzambulanz.“

In regelmäßigen Abständen verleiht die CDU Remscheid ihren Ehrenpreis, um die Arbeit von Personen oder Institutionen zu würdigen. So wurde der Preis beispielsweise schon an den Remscheider Ehrenbürger Gerd-Ludwig Lemmer, die Feuerwehr Remscheid, das Blutspendeteam des DRK oder den SAPV vergeben.

Einzelhandelskonzept bleibt auf der Tagesordnung

Einzelhandelskonzept den Bedürfnissen anpassen?“, fragte der Waterbölles am 17. September 2020. Der Anlass: Zur Sitzung des Rates am 24. September hatte die CDU den Antrag gestellt, die Verwaltung möge das Einzelhandelskonzept der Stadt Remscheid von September 2014 auf den Prüfstand stellen und „unter Einbezug … der fachlichen Expertise aus den vier Bezirksvertretungen“ den aktuellen Gegebenheiten und Bedürfnissen anpassen. Begründung: „Die CDU-Fraktion ist – gestützt auf Rückmeldungen aus der Bürgerschaft – der Ansicht, dass das vorliegende Einzelhandelskonzept nicht mehr in allen Punkten den aktuellen Herausforderungen gerecht wird (...),  dringend fortgeschrieben werden sollte. Hierzu sollte auf jeden Fall auch auf den fachlichen Sachverstand aus den Bezirksvertretungen zurückgegriffen werden, da die dort tätigen politischen Vertreterinnen und Vertreter ‚ihr Ohr‘ besonders nah an den Bürgerinnen und Bürgern haben.“ Als Beispiel nanntr die CDU.-Fraktion die Forderung von Bürgerinnen und Bürger im Südbezirk nach einem Frisch- und Drogeriemarkt , die Elke Rühl in der Bezirksvertretung Süd wiederholt vorgetragen habe – „bis dato leider erfolglos“. Jetzt sei die Zeit für einen „großen Wurf“.

Man sollte meinen, dieser Antrag sei mittlerweile in irgendeiner Form beschieden worden. Ist er aber nicht. Zur Ratssitzung am Donnerstag lag vielmehr ein Ergänzungsantrag von CDU und W.i.R. vor, die Verwaltung möge aufzeigen, unter welchen Bedingungen und an welchem Standort ein Drogeriemarkt im Südbezirk verwirklich werden könnte, welche Erweiterungsmöglichkeiten Firmen hätten und ob es in „Härtefallen“ auch Einzelfallentscheidungen geben könnte. Das ließ die Handschrift eines bekannten Remscheider Discounter-Investors vermuten.

Ungehalten reagierte darauf Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz: „Die Verwaltung verhindert die Ansiedlung eines Drogeriemarktes (an der Burger Straße gegenüber von ALDI. Waterbölles) n i c h t !“ Auch David Schichel von den Grünen schien genervt zu sein: „Das Einzelhandelskonzept ist gerade nicht dafür da, noch mehr Einzelhandel an die Hauptverkehrsstraßen zu locken, sondern dorthin, wo er wirklich fehlt!“ Und der Jurist und SPD-Fraktionsvorsitzende Sven Wolf empfahl dem Rat, an dem Konzept festzuhalten. Es sei zwar nicht in Stein gemeißelt, bedürfe aber der Rechtssicherheit.

Markus Kötter (CDU) zeigte sich kompromissbereit: Wenn jemand eine andere Formulierung hat bitte sehr. Schichel ging darauf ein: „Das können wir gerne im Fachausschuss beraten, aber nicht hier und heute. Kötter dazu: „Danke fürs Angebot. Das kann ich mir gut vorstellen!“ Und er zeigte sich zuversichtlich, auf diese Weise zu einem besseren Antrag zu kommen.

Waterbölles: Fragt sich nur wann. Wenn das Thema in diesem Tempo weiter behandelt wird, steht es auch noch in einem Jahr auf der Tagesordnung. Aber vielleicht ist das ja gewollt…