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Städtedreieck sagt Nein zu "Modellregion"-Projekt

Die Städte Solingen, Remscheid und Wuppertal haben sich heute darauf verständigt, ihre gemeinsame Bewerbung als Modellregion beim Land NRW zurückzuziehen. Am Vormittag haben die drei Oberbürgermeister miteinander beraten und zusammen beschlossen, das Land NRW noch heute hiervon zu unterrichten. Begründet haben sie dies in einem gemeinsamen Brief an das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie.

Sowohl die vom Ministerium in einem Anforderungskatalog formulierten Bedingungen als auch die ultimativ verfasste Fristsetzung hatten die Städte Solingen, Remscheid und Wuppertal veranlasst, von ihrer ersten Interessensbekundung abzurücken. Denn es erscheine in der Kürze der Zeit nicht realistisch erreichbar, diese Bedingungen zu erfüllen. Zudem habe die Form der ultimativen Fristsetzung in allen drei Städten großes Befremden ausgelöst – zumal das Städtedreieck den ursprünglichen Antrag inhaltlich nach wie vor für ausreichend begründet halte.

Das Schreiben von Minister Pinkwart (FDP) trägt das Datum von gestern. Die Frist zur Antwort hatte dieser auf heute gesetzt. Zitat aus dem Brief der drei Oberbürgermeister: „Wir halten die ultimative 34stündige Fristsetzung seitens Ihres Ministeriums zur Bearbeitung einer lapidar übersandten Liste mit ‚Auswahl-/Abbruchkriterien‘ für eine beispiellose Missachtung der interessierten Kommunen. Die Vorgehensweise wirft die Frage auf, wie ernst es dem Land mit dem Wettbewerb wirklich ist.“ Auch sei der Hinweis des Ministeriums auf „Finanzierung durch Kommune, keine Fördermittel des Landes“ ein absolutes Armutszeugnis der Landesregierung. „Es schließt praktisch alle nordrheinwestfälischen Städte, die aus den altbekannten strukturellen Gründen unter Haushaltsaufsicht stehen, von der Teilnahme am Modellversuch aus!“

Impftermine mit AstraZeneca für über 60-Jährige

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Soeben hat Landesgesundheitsminister Karl-Josef Laumann in einer Pressekonferenz mitgeteilt, dass das Land NRW am Samstag (3.4.) eine Lieferung von 384.000 Dosen des Impfstoffs AstraZeneca erhält und diese Impfstoffe nach Entscheidung des Landes NRW als begrenzte Aktion kurzfristig an über 60-Jährige verimpft werden sollen. In einer Videokonferenz hat das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) NRW außerdem mitgeteilt, dass die Impfzentren der 53 Kreise und Städte diese Impfstoffe nach dem erhalten sollen. Die impfbereiten über 60-Jährigen können ab Samstag (3.4.), so das MAGS, über das Buchungsportal der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein online via www.116117.de bzw. Tel. 0800 111101 ihre Termine für ihre Erstimpfung buchen.

Nähere Informationen wird die Stadt Remscheid nach einen noch ausstehenden neuen Erlass des Landesgesundheitsministeriums bekannt gegeben. Dann wird die Stadt Remscheid auch die Information über die Anzahl der Impfdosen für Remscheid erhalten. Der Krisenstab der Stadt Remscheid freut sich darüber, dass mit dieser zusätzlichen Lieferung weitere Bürgerinnen und Bürger in Remscheid den dringend benötigten Gesundheitsschutz mit dem hochwirksamen Impfstoff AstraZeneca, der in Bezug auf Nebenwirkungen und gesundheitliche Gefahren für über 60-Jährige als unbedenklich eingestuft wird, erhalten können.

Corona: Was in Remscheid erlaubt oder verboten ist

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Seit Wochenbeginn gibt es eine neue Coronaschutzverordnung. Und eigentlich gelten ihre Regeln landesweit. Tatsächlich ermöglicht sie aber den Kommunen, unter bestimmten Bedingungen wichtige Regeln lokal auszusetzen. So lassen sich einige Verbote durch konsequentes Schnelltesten vermeiden. Andererseits lässt die Coronaschutzverordnung aber auch zusätzliche Regeln zu, wenn sich dadurch das lokale Infektionsrisiko mindern lässt. Nachstehend ein Überblick, was zur Zeit für Remscheid gilt.

  • Laut Gesundheitsamt gibt es aktuell 432 Remscheiderinnen und Remscheider, die an Covid-19 erkrankt sind und sich in angeordneter Quarantäne befinden. 368 Personen haben sich mit der britischen Corona-Variante infiziert, eine mit der südafrikanischen. Die brasilianische Variante wurde bislang nicht in Remscheid nachgewiesen. Weiter herrscht ein diffuses Infektionsgeschehen; alle Altersgruppen sind betroffen. Damit gibt es insgesamt 4.366 positiv getestete Remscheiderinnen und Remscheider. 3.796 Remscheiderinnen und Remscheider gelten als genesen, 138 Menschen sind leider verstorben. Zusätzlich gibt es zurzeit 1.290 Personen, die als Verdachtsfälle unter häuslicher Quarantäne stehen. Das RKI meldete heute für Remscheid eine Inzidenzzahl von 207,5 (leicht sinkend). Zum Vergleich die7-Tage-Inzidenz des Landes NRW: 130,7 (leicht sinkend). Die Krankenhäuser vermelden 20 positive Fälle, darunter sieben intensivpflichtige Behandlungen (alle beatmet).
    AHA-Formel: Selbstverständlich heißt es generell Abstand halten, Hygiene beachten, im Alltag Maske tragen. Faustregel: Medizinische Masken müssen überall dort getragen werden, wo man zwangsläufig eng mit anderen zusammenkommt: In Arztpraxen, in Bus und Bahn, in Taxen, im Umfeld von Geschäften und innendrin, am Arbeitsplatz, in öffentlichen Gebäuden – die Liste ist endlos. Deswegen ist es am besten, sie immer zu tragen. Bis 18. April gilt in Remscheid übrigens eine Maskenpflicht in festgelegten Innenstadtbereichen.
  • Clubs, Museen, das Teo-Otto-Theater, die Zentralbibliothek und die Stadtteilbibliotheken und das Kino „CineStar“ sind geschlossen. Sowohl die Zentralbibliothek in der Scharffstraße als auch die Stadtteilbibliotheken in Lennep und Lüttringhausen bieten weiterhin einen Bestell- und Abholservice für Medien an.
  • Restaurants, Cafés und Eisdielen sind ebenfalls geschlossen. Wer möchte, kann sich einzelne Speisen und Getränke vor der Ladentür abholen. Das lässt sich je nach Anbieter auch mit „Click & Collect“ online oder telefonisch planen.
  • Körpernahe Dienstleistungen, bei denen ein Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann, sind verboten. Das gilt zum Beispiel für Massagen, kosmetische Behandlungen, Maniküre und das Tätowieren.
  • Medizinisch notwendige Dienstleistungen und die nichtmedizinische Fußpflege sind erlaubt.
  • Frisöre und Sonnenstudios dürfen öffnen.
  • Taxis/Mietwagen dürfen befördern.
  • Kontaktbeschränkungen: Ein Hausstand darf sich maximal mit einer anderen Person im öffentlichen Raum treffen. Paare, in denen beide nicht im gleichen Haushalt leben, gelten trotzdem als „ein“ Hausstand. Kinder bis einschließlich 14 Jahren werden nicht mitgezählt.
  • An Ostern (1. – 5. April) gilt eine Ausnahme: Zwei Hausstände mit maximal fünf Personen dürfen sich treffen. Kinder bis einschließlich 14 Jahren werden nicht mitgezählt.
  • Partys und vergleichbare Feiern sind generell untersagt.
  • Shopping: Geschäfte, die Waren des täglichen Bedarfs anbieten – das sind beispielsweise Lebensmittelläden, Apotheken, Drogerien und Blumenläden – haben unter den bisherigen Hygieneregeln und Personenbegrenzungen geöffnet. Alle anderen Geschäfte sind geschlossen und dürfen das sogenannte „Click & Collect“ – online oder telefonisch bestellen und vor der Ladentür abholen – anbieten.
  • Spielplätze sind auf. Ziel ist es allerdings nicht, dass sich hier Personengruppen jedweden Alters „heimlich“ treffen. Das ist verboten. Die Spielplätze sind den Kindern und ihren Begleitpersonen vorbehalten – unter Wahrung der gängigen Coronaschutzregeln.
  • Sport/Schwimmen: Der Freizeit- und Amateursportbetrieb auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen, Fitnessstudios, Schwimmbädern und ähnlichen Einrichtungen ist verboten. Darüber hinaus hat die Stadt Remscheid die städtischen Sportanlagen bis auf weiteres für den Individual- und den Vereinssport geschlossen. Den Trägern privater Anlagen wie auch Vereinsanlagen hat sie dringend empfohlen, ebenfalls den Betrieb einzustellen. Schwimmbäder dürfen nur für die Anfängerschwimmausbildung mit Gruppen von höchstens fünf Kindern öffnen.
  • Wochenmärkte: Remscheids Wochenmärkte finden statt. Sie dürfen allerdings in der Hauptsache nur Lebensmittel und Waren des alltäglichen Bedarfs anbieten.

Nach genau 20 Jahren künftig eine ruhigere Gangart

von Dr. Wilhelm R. Schmidt

Liebe Lennepfreunde,
zum Jahreswechsel schrieb ich: „Wieder einmal haben wir in Lennep und im Bergischen Land Höhen und Tiefen erlebt. Ich habe Sie über verschiedene Medienkanäle nunmehr lange begleitet und erhalte bis heute eine Menge Post mit Zustimmung, Kritik, Korrekturen und Anfragen aus unserer Region und mehreren Kontinenten. Das war sehr schön, ich danke den Medien für so manche gedruckte und digitale Aufnahme sowie den vielen Menschen für ihr nachhaltiges Interesse, es hat mich sehr gefreut! 

Beachten Sie nunmehr bitte für die Zukunft: Nach genau 20 Jahren habe ich meine Lennep-Aktivitäten (Bild- und Textbände, wissenschaftliche wie populäre Aufsätze, Stadtführungen, Vorträge, Lesungen und Ausstellungen) beendet. Darunter auch den großen Lennep-Rundbrief mit fast 500 Adressaten. So gut wie alle historischen Originalmaterialien (viele Kisten) sind bereits an das Remscheider Stadtarchiv gegangen, und ich melde mich in Sachen Lenneper Geschichte künftig nur noch gelegentlich mit kleineren Beiträgen in der Tagespresse, über www.facebook.com/schmidt.lennep und www.waterboelles.de/ Meine Webseite www.lennep.eu bleibt bestehen, und etwas längere Beiträge werden dort auch weiterhin eingestellt. Lennep-Anfragen werden weiterhin bearbeitet und ggf. weitergeleitet.
Nochmals mit Dank für Ihr langjähriges Interesse
und den besten Wünschen für ein schönes Osterfest frei von Corona!!! 😉
Ihr / Euer Wilhelm Schmidt

EWR warnt vor falschen Mitarbeitern

Pressemitteilung der Stadtwerke Remscheid

Zurzeit rufen vermehrt besorgte Kunden bei der EWR an und berichten davon, dass in Remscheid wieder dubiose Personen unterwegs sind, die sich als EWR-Mitarbeiter ausgeben, um ihnen ein vermeintlich günstiges Tarifangebote zu unterbreiten. Wenn sich diese „angebliche“ Mitarbeiter dann an der Haustür bei den Kunden ausweisen sollen, verschwinden sie ganz schnell. Die EWR möchten daher noch einmal explizit darauf hinweisen, dass auch sie mit Beratern arbeitet, die Kunden zu Hause besuchen. Diese EWR-Berater können sich jedoch immer mit einem offiziellen EWR-Ausweis im Kartenformat mit Foto legitimieren. Aufgrund der aktuellen Corona-Situation pausiert dieser Service zurzeit, denn auch die EWR will einen Betrag zur Kontaktreduktion leisten. Nur notwendige Kontakte, z.B. zur Zählerablesung, finden statt. Wenn Sie unsicher sind, wer an ihrer Haustür steht, melden Sie sich gerne telefonisch. Im Zweifel klärt ein kurzer Anruf bei der EWR GmbH unter der kostenfreien Hotline 0800 0 164 164 (montags bis freitags jeweils von 08:00 bis 18:00 Uhr) auf, ob der Mitarbeiter von der EWR ist.

Väter der modernen Straßenbeleuchtung kamen aus RS


Das einstige Gaswerk an der Weststraße, dort, wo heute der „Bökerbau“ steht, die ehemalige BSI-Werkshalle, die die ThyssenKrupp Real Estate GmbH vor einigen Jahren im Internet bei Immobilien-Scout vergeblich für 1,9 Millionen Euro zum Kauf anbot. In dem Gaswerk wurde Anfang des vorigen Jahrhunderts Gas gespeichert für Industrie, Straßenbeleuchtung und Wohnungen. Abbruch der Städtischen Das Gaswerke an der Weststraße wurde am 3. Oktober 1939 abgebrochen.

Alte Mannesmann-Werbung für Gaslampen.

Wer den Schuh mit mehreren Zehenkammern erfand, war im Waterbölles schon am 1. August 2017 nachzulesen: Max Mannesmann (1857-1915). Er und sein Bruder Reinhard Mannesmann jr. (1856-1922) erfanden auch das so genannte Schrägwalzverfahrens, das ab 1886 die Herstellung nahtloser Rohre ermöglichte und die Mannesmann-Röhrenwerke weltbekannt machte, so nachzulesen im Internet-Lexikon Wikipedia: „Noch heute ist vielen Menschen das sog. Erdgas-Röhrengeschäft aus den 1970er-Jahren in Erinnerung, ein spektakuläres Dreiecksgeschäft, bei dem – vorfinanziert durch die Deutsche Bank – Großrohre von Mannesmann für den Pipelinebau in die Sowjetunion geliefert wurden und der Ruhrgas-Konzern im Gegenzug mit Gas aus der damaligen Sowjetunion beliefert wurde.“

Der rastlose Erfindergeist der Mannesmann-Brüder setzte noch andere Wegmarken für das heraufkommende Industrie-Zeitalter. So entwickelten sie ein Verfahren zur Er­zeugung von Gasglühlicht. Das machte sie zu Vätern der modernen Straßenbeleuchtung. Mit dem von der Firma Mannesmann erfun­denen Gas-Spar-Licht erzielte man erhebli­che Energieeinsparungen. Die Werbekarte (links) entstand um 1903. Im Februar 1900 hatte Mannesmann das Patent für das Hängeglühlicht erhalten. (Fotos unten links und rechts aus: „Remscheid“ von Hans Funke, erschienen 2002 im Sutton-Verlag in Erfurt in der Reihe „Archivbilder“)

Die Tradition der bunten Ostereier bleibt erhalten

Pressemitteilung von Lennep Offensiv e. V.

Am Ostersamstag wird Lennep Offensiv vormittags am Alten Markt präsent sein, um den Marktbesuchern einen Ostergruß anzubieten. Viele bunte Ostereier warten darauf, von den Marktkunden mit nach Hause genommen zu werden. „Wir wollen diese Tradition auf jeden Fall auch in diesem Jahr fortsetzen, auch wenn wegen Corona außer dem Markt nur wenige Geschäfte öffnen dürfen“ erklärt Vereinsvorsitzender Thomas Schmittkamp. „Umso wichtiger ist es jetzt, einerseits die Marktbeschicker zu unterstützen und andererseits Geschäfte und Kunden zum Durchhalten zu ermuntern.“ So hart der Lockdown auch viele trifft, bleibt es das Ziel des Vereins, den Zusammenhalt in Lennep zu fördern und gemeinsam die Corona-Zeit zu bewältigen. Lennep Offensiv wünscht allen eine frohes Osterfest.

Die Freien Träger zeigen sich irritiert

Unterrichtsausfall wegen Corona kompensieren!“, überschrieb der Waterbölles am 18. Februar die Mitteilung der Fraktionen von SPD, Bündnis‘90/DIE GRÜNEN und FDP, in der sie zur Sitzung des Hauptausschusses am 18. März einen An trag ankündigten  “zur Unterstützung bei der Kompensation von pandemiebedingtem Unterrichtsausfall“. Siehe dazu auch die Stellungnahme der Verwaltung im Waterbölles vom 22. März: „Jugendhilfe kann Unterrichtsausfall nicht ausgleichen“. Dazu haben sich gestern nun auch die Sprecher der beiden Arbeitsgemeinschaften Offene Kinder- und Jugendarbeit (AGOT) und Jugendverbandsarbeit (AGJ) zu Wort gemeldet. Der Waterbölles dokumentiert diese Stellungnahme nachfolgend:

„Der Antrag (der Fraktionen) wurde in der AGOT und der AGJ intensiv diskutiert. Er hat in mehrfacher Hinsicht irritiert:

  • Es ist keine Adressierung an den Jugendhilfeausschuss vorgesehen, obwohl die Gestaltung und Durchführung der Angebote der Kinder- und Jugendarbeit und die Nutzung der Einrichtungen, ja sogar der Einsatz des Personals betroffen sind.
  • Er vermittelt den Eindruck, die Kinder- und Jugendarbeit sei in den „zurzeit ohnehin geschlossenen Jugendzentren“ eingestellt und ignoriert damit die auch in dieser Zeit durchgeführten vielfältigen und flexiblen Angebote.
  • Es wird der Eindruck erweckt, Unterrichtsausfall und entstandene schulische Defizite im formalen Bildungsbereich könnten durch das non-formale und informelle Bildungssystem Jugendhilfe kompensiert werden.

Aus diesem Grund soll zur Klärung hier noch einmal der Auftrag und die Arbeitsgrundlage der Kinder- und Jugendarbeit dargestellt werden: Die Kinder- und Jugendarbeitet bietet Orte und Räume der Begegnung, der Freizeitgestaltung und der außerschulischen, nonformalen und informellen Bildung für junge Menschen mit eigenständigem Auftrag und Profil. Die maßgebliche gesetzliche Grundlage ist das SGB VIII Kinder- und Jugendhilfegesetz. Die wesentlichen Grundlagen der Arbeit in Remscheid sind: 1. § 11 SGB VIII Kinder- und Jugendhilfegesetz (KJHG); §§ 10-12 Kinder- und Jugendfördergesetz NRW (3.AG-KJHG); der Kinder- und Jugendförderplan der Stadt Remscheid (DS 16/0112 im JHA am 10.02.2021) ; Das Konzept Offene Kinder- und Jugendarbeit in Remscheid (DS 15/3457 im JHA am 10.05.2017)

Die Kinder- und Jugendarbeit berichtet kontinuierlich und in der Zeit der Pandemie noch ausführlicher über ihre Arbeit [Qualitätsbericht Offene Kinder- und Jugendarbeit 2019 (DS 15/7226 im JHA am 3.6.2020); Bericht Aktivitäten der Jugendhilfe in der Corona-Pandemie (DS 15/7449 im JHA am 2.9.2020); Bericht Aktivitäten der Jugendarbeit in der Corona-Pandemie (DS 16/0503 im JHA am 10.2.2021); Qualitätsbericht Offene Kinder- und Jugendarbeit 2020 (DS 16/0619 im JHA am 24.3.2021)].

Die Bekämpfung der vielfältigen negativen Folgen der Pandemie ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die auch die (Offene) Kinder- und Jugendarbeit und die Jugendverbandsarbeit, insbesondere für die betroffenen Kinder, Jugendlichen und Familien, mit ihrem eigenen Bildungs- und Erziehungsauftrag von Beginn wahrnimmt. Leider nimmt der Antrag die Kinder und Jugendlichen nur sehr verengt als Schülerinnen und Schüler in den Blick, reduziert auf ihre Funktion als zukünftige Arbeitnehmer*innen. Diese öffentliche Sichtweise werden auch durch diverse Studien (u.a. JuCo-Studie1) im Kontext der Corona-Krise kritisiert:

 „Sie werden überwiegend auf ihre Rolle als Schüler*innen und zukünftige Arbeitnehmer*innen reduziert. Andere, jugendspezifische Interessen, Bedürfnisse und Themen treten noch mehr in den Hintergrund als vor der Pandemie.“2

Begründet wird dies im Antrag damit, dass der „Ausfall unzähliger Unterrichtszeiten zu zum Teil deutlichen Lerndefiziten bei Schülerinnen und Schülern geführt (hat).“3

Dies entspricht sicher der Realität und sollte durch das zuständige System dringend durch zusätzliche Lern-angebote von qualifizierten Fachkräften (Fach-/Lehrer*innen) behoben werden. Unverständlich für uns ist deshalb, dass für diese Angebote auf das Leistungsspektrum, die Räume und das Personal der Kinder- und Jugendarbeit zurückgegriffen werden soll.

„Der Offenen Kinder- und Jugendarbeit kommt … die Aufgabe zu, dafür Sorge zu tragen, dass auch andere Bedarfe und Lebensbereiche junger Menschen wahrgenommen werden und dass Kinder und Jugendliche eine Stimme in ihren Kommunen haben.“4 Deshalb, und auf der Basis unseres gesetzlichen Auftrages gemäß SGB VIII, weisen wir darauf hin, dass der Ausfall unzähliger Sozialkontakte auf Dauer zu zum Teil deutlichen Sozialisationsdefiziten führen kann.

Der Qualitätsbericht „Offene Kinder- und Jugendarbeit in Remscheid 2020“ widmet den (Aus-)Wirkungen der Krise auf jugendliche Lebenswelten deshalb auch ein eigenes Kapitel.5

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Statt AstraZeneca wird BioNTech eingesetzt

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) NRW hat soeben den sofortigen Stopp der Impfungen von unter 60-jährigen Männern und Frauen mit dem Impfstoff der Firma AstraZeneca verfügt. Die Impfung dieser Personengruppe mit AstraZeneca darf erst wieder aufgenommen werden, wenn das MAGS sie freigibt. Das Impfzentrum Remscheid stellt kurzfristig auf den Wirkstoff BioNTech um.

Dem MAGS liegt ein Beschlussentwurf der Ständigen Impfkommission (STIKO) beim Robert Koch-Institut vor, wonach der Impfstoff der Firma AstraZeneca zunächst nur noch bei Personen ab 60 Jahren ohne Einschränkungen empfohlen wird. Der Einsatz unterhalb dieser Altersgrenze bleibe wohl möglich, allerdings nur nach ärztlichem Ermessen und bei individueller Risikoabwägung nach sorgfältiger Aufklärung, heißt es vonseiten der Landesregierung. Des Weiteren führt das MAGS aus, dass die Impfungen der genannten Personengruppe ab Donnerstag, 1. April, ersatzweise mit BioNTech oder Moderna erfolgen können.

Bedeutung des Impfstopps für Remscheid:
Die Aussetzung des Impfstoffes AstraZeneca hat nur bedingt Auswirkungen auf das Impfgeschehen in Remscheid. Die nächsten für Samstag und Sonntag (3. und 4. April) im städtischen Terminbuchungssystem gesicherten AstraZeneca-Impftermine werden  n i c h t  storniert. Die insgesamt 140 Erstimpfungstermine, die an diesen Tagen vergeben sind, werden ersatzweise mit BioNTech durchgeführt. Die Betroffenen – das sind Mitglieder von impfpriorisierten Berufsgruppen – werden morgen per E-Mail über den Wechsel des Impfstoffs informiert und gebeten, ihren BioNTech-Impftermin wahrzunehmen.

Das städtische Buchungssystem für Erst-Impftermine mit AstraZeneca wird nicht geschlossen. Die Stadt Remscheid geht davon aus, dass das Land NRW die Durchführung dieser Termine mit alternativen Corona-Impfstoffen sicherstellen wird. Gleiches gilt für die Zweitimpfung der Personen, die bereits ihre erste Schutzimpfung mit AstraZeneca erhalten haben. Alle Terminbuchungen bleiben bestehen. Wie das Land mit diesen Impfungen verfährt, ist derzeit unklar. Sobald Informationen hierzu vorliegen, wird zeitnah berichtet.

In Remscheid sind weiter keine Fälle bekannt, in denen es in Zusammenhang mit der Verimpfung des Wirkstoffes AstraZeneca zu relevanten Auffälligkeiten gekommen wäre.

Stadt Remscheid hält an Corona-Notbremse fest

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Angesichts seines weit über dem Landesdurchschnitt liegenden Inzidenzwertes hält Remscheid an der Corona-Notbremse als Restriktion aus der aktuellen Coronaschutzverordnung fest und wählt vorerst auch die Testoption nicht aus. Zu dieser Entscheidung kamen die Remscheider Stadtspitze, Ralf Engel und Klaus Kreutzer (Einzelhandelsverband), Nelson Vlijt (Allee-Center Remscheid), Gesundheitsamtsleiter Dr. Frank Neveling und Dr. Bettina Stiel-Reifenrath (Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein, Kreisstelle Remscheid) gestern Abend in einem gemeinsamen Abstimmungsgespräch zur Corona-Notbremse unter Leitung von Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz. Damit gelten in Remscheid die Lockerungen, die die Landesregierung vom 8. bis 28. März in Nordrhein-Westfalen zugelassen hat, vorerst nicht. Erneut beraten wird in gleicher Runde am 9. April.

Geht es nach dem Entschluss der Expertenrunde, sind in Remscheid Bibliotheken-Besuche, Museumsrundgänge, Terminshopping und andere Dienstleistungen erst wieder möglich, wenn  die Inzidenzzahl, die gestern bei 210,2 lag, deutlich gesunken ist. Vorher sei leine Lockerung bestehender Restriktionen zu verantworten. Zu groß ist die Sorge um die gesundheitliche Sicherheit der Remscheiderinnen und Remscheider und um die jetzt schon angespannte Lage bei der klinischen Versorgung von Covid 19-Erkrankten. Alle Beteiligten, darunter auch Rechtsdezernentin Barbara Reul-Nocke, der Beigeordnete Peter Heinze und Ordnungsamtsleiter Jürgen Beckmann, sind sich einig:

Remscheid erhält bis Ende der Osterferien Zeit, die Inzidenz durch Kontaktreduzierung, Abstand, Maskengebot und Hygiene deutlich zu senken und damit das Ansteckungsrisiko in unserer Stadt erheblich zu schmälern. Zeigt sich dann außerdem die klinische Lage bei der Versorgung von Corona-Patienten entspannt, wird erneut über die Testoption entschieden. Dann könnte gelten: Der Besuch des Deutschen Röntgen-Museums oder des Deutschen Werkzeugmuseums ist wieder möglich genauso wie der Bibliotheken-Besuch oder das „Click and Meet“ in beispielsweise Bekleidungsgeschäften oder Schreibwarenläden – und zwar mit negativem Schnelltest, der nicht älter als 24 Stunden alt sein darf. Und die Bedingungen der aktuellen Coronaschutzverordnung gelten selbstverständlich auch weiter. Hierauf ist laut Nelson Vlijt der Einzelhandel gut vorbereitet.

Das Ministerium für Arbeit Gesundheit und Soziales des Landes NRW (MAGS) hat mit Allgemeinverfügung vom 26. März für Remscheid festgestellt, dass die Zahl der Neuinfektionen innerhalb von 7 Tagen bezogen auf 100.000 Einwohner (7-Tage-Inzidenz) nach den täglichen Veröffentlichungen des Landeszentrums Gesundheit an drei hintereinanderliegenden Tagen über dem Wert von 100 lag und damit für die Stadt Remscheid die Einschränkungen nach § 16 Absatz 1 Coronaschutzverordnung gelten. Für Remscheid bedeutet das: Seit gestern sind alle Angebote, die vor dem 8. März unzulässig waren, bis zum Ablauf des 18. April – solange gilt die aktuelle Coronaschutzverordnung – wieder unzulässig. Der Besuch des Deutschen Röntgen-Museums oder des Deutschen Werkzeugmuseums fällt genauso darunter wie der Bibliotheken-Besuch oder das „Click and Meet“ in vielen Geschäften. Hiergegen will Remscheid erst bei einer deutlich reduzierten Inzidenz in Kombination mit einer entspannten klinischen Lage angehen und im Einvernehmen mit dem MAGS durch eine Allgemeinverfügung anordnen, dass die Nutzung dieser Angebote von einem tagesaktuell bestätigten negativen Ergebnis eines Schnell- oder Selbsttests abhängig gemacht wird.

Oberbürgermeister Mast-Weisz: “Wir wollen mehr Normalität. Aber das erreichen wir nur, wenn sich alle an die Regeln halten und damit der Inzidenzwert deutlich sinkt!“ 44 Remscheider Testzentren und Arztpraxen haben bis heute eine Beauftragung als kostenfreie Bürgerteststelle in Remscheid erhalten. Teils läuft ihr Betrieb, teils stehen sie noch mit vorbereitenden Arbeiten in den Startlöchern. Und nicht alle haben sich zu einer Testung der Allgemeinheit bereit erklärt, weswegen sie öffentlich nicht benannt werden. Das bestehende Testangebot befindet sich weiter im Aufbau. Es wird ständig aktualisiert und kann im städtischen Internetportal abgerufen werden.

Rotarier schreiben Förderpreis für Digitalisierung aus

Pressemitteilung des Rotary Clubs Remscheid

Distanzunterricht, Home-Schooling, digitale Kommunikation und digitales Lernen werden auch nach der Corona-Pandemie zentrale Themen der zukünftigen schulischen Bildung bleiben. Bei dieser großen Aufgabe will der Rotary Club Remscheid die Remscheider Schulen über mehrere Jahre unterstützen und stärken. Dabei wollen wir nicht in Maschinen, sondern in Köpfe investieren. Wir haben deshalb den Digitalisierungspreis des RC Remscheid ausgeschrieben. Der Preis wird in zwei Kategorien vergeben – für Grund- und Förderschulen sowie für alle weiterführenden Schulen – und ist jeweils mit 5.000 € dotiert. Er soll die besten Konzepte zur nachhaltigen und langfristigen Integration digitaler Inhalte und Medien in das Lernangebot sowie zur effizienten digitalen schulinternen Kommunikation fördern. Allen teilnehmenden Schulen wird im Rahmen von Veranstaltungen ermöglicht, sich zur Digitalisierung auszutauschen und auf Best practice-Ansätze zurückzugreifen die erste findet als Kick-off-Workshop am 19.April statt.

Ziel ist nicht nur eine finanzielle Förderung, sondern ein paralleles Coaching und Mentoring durch erfahrene Fachleute aus Bildung und Wirtschaft. Idealerweise soll damit das Remscheider Bildungsnetzwerk weiter gestärkt und ausgebaut werden. Eine hochkarätige Jury aus Fachleuten wird über die Konzepte entscheiden, ihr gehören an: Frau Dr. Christine Hummel von der Studienberatung der Uni Wuppertal, Frau Dr. Ariane Staab von der Junior Uni Wuppertal, Mathe-YouTube®-Star Daniel Jung, Axel Richter (RGA) sowie vom Rotary Club Remscheid Dr. Peter Schniering und Michael Birker.

Die Förderpreise sollen künftig zweijährigem Turnus  in jeder Kategorie über 2.500 Euro für die erstplatzierte Schule und je 1.250 Euro für den zweiten und dritten Platz vergeben werden, insgesamt also 10.000 Euro. Die erste Preisverleihung und der Beginn des erste Mentoring-Programms ist für Oktober geplant. Anmeldungen zur Kick-off-Workshop am 19.April von 18 bis 19 Uhr nimmt Michael Birker unter Tel. RS 1631913642 oder E-Mail mi-ma-birker@t-online.de entgegen.

Am 15. Mai 1876 fuhr der erste Zug nach Bergisch-Born

Der frühere Bahnhof Bergisch-Born. Foto: Wilfried Sieberg.Dr. Hans-Jürgen Vorsteher und der Arbeitskreis Bahnen Wuppertal/VOBA-Team haben im Internet die Geschichte der bergischen Bahnlinien fortgeschrieben:  Passend zum derzeit laufenden Umbau der „Balkantrasse“ zwischen Lennep und Bergisch-Born zum Fahrradweg haben sich die Eisenbahnfreunde in Wort und Bild intensiv mit der früheren Bahnstrecke Lennep-Opladen beschäftigt: „Die Strecke wurde in zwei Etappen eröffnet: zwischen Lennep und Wermelskirchen am 15. Mai 1876 und das Reststück nach Opladen am 15. Oktober 1881. (…) Der Endpunkt Opladen, früher selbst Kreisstadt des Bezirks Rhein-Wupper, gehört seit der kommunalen Neugliederung Anfang der 1970-er Jahre zur Stadt Leverkusen. (…) Der Abschnitt zwischen Remscheid-Lennep und Bergisch Born wurde ab 1893 zweigleisig befahren, zunächst wegen des parallelen, offenbar stark zunehmenden Betriebes der Linien nach Opladen und Dieringhausen, ab 1910 dann die gesamte Balkanlinie zwischen Born und Opladen.  als wohl “wichtige” Bahn zweigleisig ausgebaut. (…)In den 1950er Jahren wurde die Trasse sukzessiv wieder auf ein Gleis reduziert, dafür gab es aber - man höre und staune ob der vermeintlichen Bedeutung - einen formalen Aufstieg zum Hauptbahnstatus. Dieser wurde sogar bis zur ersten vollständigen Stilllegung eines Streckenabschnittes zum 28. Mai 1983 (Wermelskirchen - Hilgen) beibehalten. Die beiden Reststümpfe wurden, mittlerweile wieder mit Nebenbahnstatus versehen, in den Jahren 1991 (Opladen - Hilgen) und 1994 (Born - Wermelskirchen) endgültig kassiert. Verschiedene Planungen zu einer Reaktivierung verliefen im Sande.“
Eine weitere Internetseite hat der Arbeitskreis bereits in Arbeit; sie gilt dem Bahnhof Lüttringhausen.
Das Foto von Wilfried Sieberg entstand am 5. Mai 1983 und zeigt den Bahnhof Bergisch Born mit einem  damals typischen Nebenbahnzug (Diesellok, vier Umbau-Dreiachser und ein zweiachsiger Gepäckwaggon). Südlich der Bahnsteige verzweigten sich die Gleise nach Opladen und nach Wipperfürth. Im Hintergrund ist das Stellwerk “Bn” (Born Nord) zu erkennen.