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Im März 1942 fielen auf Vieringhausen die ersten Bomben

Der Bombenkrieg trifft Remscheid zum ersten Mal. In der Nacht vom 10. zum 11. März 1942 fielen Spreng- und Brandbomben in Remscheid-Vieringhausen. Schnee lag noch zu beiden Sehen der Straße, so dass die Feuerwehr Mühe hatte, an die Brandherde heranzukommen.

Der Bombenkrieg hat der Stadt die ersten Spuren ins Gesicht gezeichnet. Im März 1942 waren auf Vieringhausen Bomben gefallen, hatten etliche Häuser zerstört. Im Januar 1943 regneten an die 800 Brandbomben und einige Spreng­bomben hernieder. Der Strom setzte aus, das Amtsgericht brannte, Häuser an der Freiheitstraße wurden zerstört. In der Innenstadt zerbarsten alle Fensterscheiben. Es gab 19 Tote, darunter einen russischen Arbeiter. Aber die Stadt hatte noch eine Schonfrist.

Am 8. April waren die Funktürme auf dem Hohenhagen das Ziel feindlicher Bomben. Am 30. Mai wurden Wuppertal-Barmen und -Ronsdorf vernichtet. Dabei traf es auch Häuser in Lüttringhausen. Das Verwaltungsgebäude der Wagenhalle an der Neuenkamper Straße brannte aus, an der Lenneper Straße das schöne bergische Haus vom Stein. Remscheid beklagte damals 16 Tote. 1.060 Menschen wurden obdachlos, und doch war dies alles erst ein Vorgeschmack kommenden Schreckens. Noch lebte die Stadt, freute sich auch an Einrichtungen der jüngsten Vergangenheit.

Das Mittel des Umzuges blieb populär, auch wenn es für etwas so Makabres wie Volksgasmasken zu werben galt. Im Jahre 1937 werden die Bürger mit solchen Hinweisen und Fragen auf die Möglichkeit eines Krieges hingewiesenDas Kulturleben stand in voller Blüte. Erst im August 1942 war in der Villa Paas an der Elberfelder Straße das Bergische Land­schaftsmuseum, ein Kunstmuseum mit zeitgenössischen Werken, eröffnet worden. Zur gleichen Zeit hatten interessierte Bürger einen Kunstverein gegründet. Im Februar 1943 fanden noch einmal Kunsttage statt, mit Konzerten und Theatererstaufführungen, mit Dichterlesungen, Vorträgen und Kunstausstellungen. Das Programm, das in diesem Buche abgebildet ist, gibt Aufschluss über die Stoffe, die sich dem Volk damals noch nahebringen ließen. Alles war sehr deutsch, sehr nationalsozialistisch, sehr heldisch, allenfalls tragisch, in jedem Fall groß.

Doch der Würgegriff des Krieges ließ Remscheid nicht mehr lange frei atmen. Für Kunst und Kultur sollte schon bald kein Raum mehr sein. Irgendwo in England standen die Bomber bereit, die ihre tödliche Last über dem Kegel entladen sollten, und in der Nacht zum 31. Juli erhielten sie den Startbefehl. (...) Nach zahlreichen Luftangriffen auf deutsche Städte, bei denen die Zivilbevölkerung immer größere Verluste erlitt, war auch Remscheid auf die Liste der zu zerstörenden Städte gesetzt worden. Die Royal Air Force ist zu dieser Zeit mit ihren Bomberkommandos zum „areal bombing“ übergegangen, zu Flächenbombardements, die keinen Unterschied mehr zwischen kriegswichtigen Zielen und reinen Wohngebieten machten. Moral und Arbeitswille der Bevölkerung sollten gebrochen werden. In diesen Plan passte auch, dass die Angriffe meist nachts geflogen wurden. Das erklärte Ziel hat die Royal Air Force zwar nicht erreicht, aber Deutschlands Städte sanken nach und nach in Trümmer.  (aus: „Remscheid so wie es war 2“, von Dr. Gerd Courts, erschienen im Droste Verlag, Düsseldorf, im Jahre 1978.)

Stadtbücherei mit Bestell- und Abholservice

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Die Stadtbibliothek reduziert ihr Angebot auf die Möglichkeit der digitalen Vorbestellung und der kontaktfreien Medienbereitstellung in der Zentralbibliothek. Sie möchten Bücher, DVD, Spiele oder sonstige Medien entleihen, aber die Bibliothek ist für Kundinnen und Kunden geschlossen? Kein Problem, denn sowohl die Zentralbibliothek in der Scharffstraße als auch die Stadtteilbibliotheken in Lennep und Lüttringhausen bieten weiterhin einen Bestell- und Abholservice für Medien an!

Dieses Angebot funktioniert wie folgt: Bibliothekskundinnen und -kunden können zu den unten genannten Zeiten bis zu zehn Medien telefonisch oder per E-Mail in „ihrer“ Bibliothek (Zentralbibliothek oder Stadtteilbibliothek) vorbestellen und einen Abholtermin für die bestellten Medien vereinbaren. Grundsätzlich können alle am gewünschten Abholort verfügbaren Titel aus dem Online-Medienkatalog „webOPAC“ bestellt werden. Dieser ist im Internet unter www.remscheid.de/bibliothek einsehbar. Bei einer Bestellung von mehr als drei Medien wird gebeten, die Bestellung unter Angabe der Bibliotheks-Benutzernummer per E-Mail aufzugeben. Termine zur Abholung werden im 15 Minuten-Takt in der Zeit von Dienstag bis Donnerstag 11 bis 16.30 Uhr und Freitag von 11 bis 15 Uhr vergeben, wobei Wunsch-Abholtermine – falls irgend möglich – gerne berücksichtigt werden. Die Medienübergabe erfolgt kontaktlos, indem die Medien auf einem Medienwagen zur Abholung bereitgestellt werden – bei der Zentralbibliothek am Seiteneingang und bei den Stadtteilbibliotheken am Haupteingang. Bitte beachten: Um sicherzustellen, dass diejenigen, die die Medien abholen, tatsächlich dazu autorisiert sind, ist der Benutzungsausweis bei Abholung der Medien bereitzuhalten. Er ist dem Personal durch die Fensterscheibe vorzuzeigen. Die Zentralbibliothek und die Stadtteilbibliotheken Lennep und Lüttringhausen sind zu folgenden Zeiten zu erreichen: Dienstag bis Donnerstag 11 - 15 Uhr, Freitag 11-14 Uhr.

Geburtenjahrgang 1941 vor der Corona-Impfung

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Nachdem die sogenannte Gruppe der vulnerablen Personen – also Hochbetagte und Menschen, deren Lebensmittelpunkt in stationären Alten- und Pflegeeinrichtungen liegt – grundsätzlich einen Corona-Impfschutz aufgebaut hat, erhält nun die nächste Personengruppe von der Kassenärztlichen Vereinigung ein Impfangebot. Wie in seinem 12. Impferlass vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) NRW beschrieben, wird nach Ostern ab dem 6. April landesweit die Terminvereinbarung für Personen, die zwischen 70 und 80 Jahre alt sind, über die Terminbuchungssysteme der Kassenärztlichen Vereinigungen online www.116117.de und telefonisch über die Rufnummer (0800) 116 117 01 geöffnet. Die ersten Impfungen sind ab dem 8. April möglich. Geimpft wird im Remscheider Impfzentrum. Die Einladungen erfolgen genauso wie die Freischaltung der Buchungsmöglichkeiten der Personengruppe jahrgangsweise beginnend mit dem Geburtsjahrgang 1941. Paarbuchungen sind möglich.

Rund 1.000 Remscheiderinnen und Remscheider, die zwischen dem 1. Februar 1941 und dem 31. Dezember 1941 geboren wurden, erhalten in den kommenden Tagen als Erste ihre Einladung von Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann, sich einen Impftermin im Impfzentrum Remscheid (Sporthalle West) zu sichern. Analog zum Verfahren bei den 80-Jährigen und Älteren erhalten sie außerdem ein Begleitschreiben von Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz mit zusätzlichen lokalen Informationen.

Im Impfzentrum Sporthalle West wurden in der vergangenen Woche (22. - 28.3.) insgesamt 2.154 Impfungen im Impfzentrum Remscheid vorgenommen – 507 Impfungen mit AstraZeneca (ausschließlich Erstimpfungen) und 1.647 Impfungen mit BioNTech, davon 1.047 Erstimpfungen und 600 Zweiimpfungen. Insgesamt wurden im Impfzentrum Remscheid seit dem 8. Februar 11.199 Impfdosen gespritzt (4.579 AstraZeneca, 6.620 BioNTech). Auch der Impfstoff Moderna wurde in dieser Woche weiter verspritzt. 594 Dosen des Impfstoffes gingen an die Einrichtungen der Eingliederungshilfe – teils im Impfzentrum, teils mobil.

Betroffene Firmen bekommen im Planverfahren das Wort

Der seit dem 23. Dezember 2010 rechtswirksame städtische Flächennutzungsplan (FNP) weist das Areal zwischen Talsperrenweg und „Neuenteich“ in Lennep gegenwärtig zum überwiegenden Teil als gewerbliche Baufläche aus. Doch das soll sich „aufgrund der aktuell sehr hohen Wohnbaulandnachfrage“ ändern. Durch die Umwandlung des FNP-Bereichs („Am Lenneper Bach, südlich Neuenteich, westlich Färberweg, nördlich Talsperrenweg, westlich Am Lenneper Hof“) in eine „vollflächige Wohnbaufläche“. Die Planungskosten sowie die Kosten für die erforderliche Gutachten und Fachbeiträge übernehme der Investor, erfuhren am Donnerstag die Mitglieder des Hauptausschusses. Sie stimmten der 13. Änderung des Flächennutzungsplans mit einer Gegenstimme und einer Enthaltung zu, ebenso den Beschluss zur Aufstellung des Bebauungsplans.

Ratsmitglied Bettina Stamm (echt.Remscheid) wunderte sich: „Auf der Planzeichnung zum Aufstellungsbeschluss des B-Plans 682 fehlen die Gebäude der dort ansässigen KFZ Werkstatt und der Firma ACUmed Medizintechnik & Praxisbedarf. Beide Firmen wurden bislang nicht über das Vorhaben informiert. Sollten die Firmen einer neuen Wohnbebauung weichen müssen; warum hat die Verwaltung die Firmen nicht informiert, bzw. welche Ansätze gibt es, um die Firmen und somit die dringend benötigten Arbeitsplätze und Gewerbesteuereinnahmen in unserer Stadt zu halten?“  Und von Waltraud Bodenstadt, Sprecherin der W.i.R.“, kam am Donnerstag die Frage, warum nicht mit Rücksicht auf die beiden Firmen im Planungsgebiet ein „Mischgebiet“ geplant sei. Der Technische Beigeordnete Peter Heinze sagte dazu, ein Kontakt zwischen Wirtschaftsförderung und den Firmen sei „noch nicht ausgeschlossen“. Auf die Frage von Waltraut Bodenstedt werde im Laufes des Planverfahrens noch einzugehen sein. An diesem sind, wie vorgeschrieben, die Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange sowie die verwaltungsinternen Dienststellen beteiligt. Die Vorgabe der Verwaltung ist jedoch klar. Das Areal soll als Wohnstandort entwickelt werden, weil es, Zitat: „ungünstig zugeschnitten und für eine gewerbliche Nutzung nur schwer zu erschließen“ sei. „Die Entwicklung der Fläche in Wohnen birgt darüber hinaus weniger immissionsschutzrechtliche Probleme.“ (Ein Hinweis auf die getenwärtige Lage vor Ort?)

„Städtebauliches Ziel des Bebauungsplans ist die Errichtung einer in das städtebauliche Umfeld integrierten Wohnbebauung auf durchgrünten Privatparzellen, unter Beachtung aller natur- und wasserschutzfachlich relevanten Aspekte“, heißt es in der Beschlussvorlage zum Bebauungsplan. „Dies schließt, neben dem Erhalt der schützenswerten und prägenden Grünstrukturen, die Offenlegung und Renaturierung des Lenneper Bachs ebenso ein wie Überlegungen zu einem klimaverträglichen Umgang mit Regenwasser.“ Auch sollen im Verfahren Voraussetzungen zur Entwicklung eines Allgemeinen Wohngebiets „die Belange des Umweltschutzes, des Klimaschutzes, des Artenschutzes und die Belange des Wasserschutzes sowie einzelne Immissionsschutzbelange gutachterlich abgearbeitet und gewichtet“ werden.

Wie es am Neuenteich in Lennep früher aussah

„Ende 1871 gründeten Lenneper Bürger eine Aktien-Gesellschaft zum Betrieb einer Schwimm- und Badeanstalt an der Udelschen Beek. Dieses Freibad hatte auch den Namen „Kakaoteich“. Udelsche Beek heißt das Bächlein, das in Lennep den Talsperrenweg kreuzt und den immer noch vorhandenen Neuenteich speist. Durch die Errichtung der o.g. geschlossenen Badeanstalt an der Wallstraße im Jahre 1886 wurde der Kakaoteich nicht mehr so oft besucht, aber noch 1910 beschloss die Stadtverordnetenversammlung eine gründliche Reinigung des Badeteiches und der dazugehörigen Halle, finanziert aus Sparkassenüberschüssen. Auf den erhaltenen Postkarten konnte man eine „Gruß aus dem Städtischen Freibad“ senden. Meist wurden die Aufnahmen vom oberen Teil des Talsperrenwegs gemacht, manchmal sieht man die Badeanstalt in voller Größe mit den Gästen am Uferrand und auf dem Sprungbrett, manchmal war die Sicht so gestaltet, dass man die in Richtung Ringstraße liegende Fabrik mit ihren Shed-Dächern oder sogar halb Lennep mit seinen „drei“ Kirchen sehen konnte.  Im Laufe der Jahre wurde die Anlage unmodern und immer unsauberer, und es war schöner, an heißen Tagen am Wupperwehr in Krebsöge zu schwimmen. Das Areal wurde später aufgefüllt und zu einem Tennisplatz umgebaut.“ (Der Lenneper Heimatforscher Dr. Wilhelm R. Schmidt am 9. April 1919 im Waterbölles)

„Kurz vor dem Neuenteichwerk, schräg gegenüber vom Blumenhaus Klee (Waterbölles: heute Fahrrad Nagel), befand sich die Lenneper Badeanstalt, (…) am 16.12.1873 nach einem Stadtverordnetenbeschluss von der Stadt Lennep übernommen. Sie lieferte ihr zulaufendes Wasser an den Teich des Neuenteichwerks ab. Etwa 100 Meter unterhalb der Kreuzung Ringstraße Richtung Radevormwald, gegenüber der ehemaligen  Firma Gartenbau Klee,   befand sich das Neuenteichwerk. 1750 ist es  bereits im Burger   Lagerbuch als Konbachsmühle (sicherlich die Kombruchsmühle) als Walkmühle erwähnt. (…) 1854/55 erhielt der Wäschereibesitzer Friedrich Karsch (in Krebsöge geboren) die Konzession zur Aufstellung eines Dampfentwicklers und einer Dampfmaschine mit sechs PS zum Betrieb der Wollwasch- und Reinigungsmaschinen, Wasserpumpen usw. 1867 wird der Betrieb als Tuchfabrik von Fr. Wilhelm Heinrich Karsch  erwähnt.

1892 taucht mit Franz Blasberg aus Wermelskirchen ein neuer Besitzer auf. Er baute die Tuchfabrik zur Lohgerberei um. 1942 lese ich dann von einer Werkzeugfabrik von A. Arnegger. Sie ist als reiner elektrischer Betrieb ausgewiesen. (Aus: Hämmer- und Kottenforschung in Remscheid. Herausgegeben von Günther Schmidt, Band 5 - Vom Blombach bis Eschbach, siehe im Waterbölles vom 18. Juni 2016: „Kurz vor dem Neuenteichwerk, schräg gegenüber vom Blumenhaus Klee, befand sich die Lenneper Badeanstalt. Siehe im Waterbölles vom 18. Juni 2016: „Was sich so alles am Lennepe Bach tummelte“.)

„Mottflüäten“, oder: Wenn Teiche zu verlanden drohten

„Mottflüäten“ am Biedebachskotten. Repro von Siegfried EhretDie zahlreichen Hammer- und Kottenteiche in den Bachtälern des Bergischen Landes, die sich mit ihren blanken Spiegeln und ihrem vielgestaltigen Randbewuchs so prächtig in das Landschaftsbild einfügten, waren ­ ebenso wie die kleinen Seen in anderen Gebieten deutschen Landes - als stille oder stehende Gewässer anzusehen. Sie hatten einen vom Bach abgezweigten, durch Schütze geregelten, schwach strömenden Zufluss und einen zeitweise über die Wasserräder der Werke, denen sie als Speicherbecken dienten, gehen­den Abfluss. doch dies alles konnte ihren Charakter als stehende Gewässer nicht oder nur wenig beeinflussen. Die Folge war, dass sich die mitgeführten Schwemm- und Sinkstoffe vieler Art in den Teichen absetzen konnten und eine schwarze, schlammige Modderschicht bildeten, die im Laufe langer Zeiträume bis zu einer Mächtigkeit von 50 Zentimetern und mehr anwuchs. In dem rasch fließenden Bach tritt diese Erscheinung nicht so auf, so dass sich Krebse und Forellen dort aufhalten konnten, bis die Abwässer von Waschanstalten und aus anderen Quellen dem Leben im Wasser bis in die 1980-er Jahre ein Ende machten.

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Schon Mitte des 16. Jahrhunderts eine Schule im Morsbachtal

  Hölterfelder Schule am Fürberg. Abgerissen 1954. Foto von Frau DistelerDas geistige Leben stand bei den Morsbachern in früheren Jahrhunderten nicht auf einem besonders erwähnenswerten Niveau, zumal die Bildung nicht gerade gefördert wurde. Allerdings wird bereits 1683 die Heckschule in der Morsbach genannt. Diese Heckschule trat, wie viele andere in den damaligen Hofschaften, dazu an, dem Nachwuchs der Handels- und gewerbetreibenden Kirchspielsleute die nötigen Kenntnisse im Lesen, Schreiben und Rechnen zu vermitteln. Wie andere auch, war die Morsbacher Schule eher heidnisch, und war dem direkten Einfluss der Kirche entzogen. Sie wurde als Heckschule von der Kirche bekämpft und unterdrückt und nicht zuletzt geschmäht.

Als dann die Schulinteressenten die von ihnen berufenen Lehrer durch die Pastoren einer Wissensprüfung unterziehen ließen, wurden die Heckschulen offiziell anerkannt und vom Kirchenvorstand privilegiert. Der Unterricht bestand in der Hauptsache aus Lesen und Schreiben, wobei Wert auf das Einprägen der (leidvollen) Katechismusstücke und der Kirchenlieder gelegt wurde. Dazu kam durchweg das Rechnen, welches aber eine Erhöhung des Schulgeldes mit sich brachte. In allen Schulen hatten nämlich die Schüler ein Schulgeld zu zahlen, das den Schulmeistern als Entlohnung zufloß. Da die Hofschulmeister im Gegensatz zu den Pfarrschullehrern keine Ländereien zu ihrem Unterhalt bekamen, ihnen also die feste Existenzgrundlage fehlte, wurde ihnen seitens der Schulinteressenten zusätzlich der sogenannte Umgang oder Wandeltisch gewährt, der sie reihum an die Eßtische der Eltern ihrer Zöglinge führte.

Wer kennt ihn nicht, diesen historischen Spruch von Caspar Wittkopp: Äs de Morschbecker Schuel noch op Stippeln stong.... Im Klartext: Als die Morsbacher Schule noch auf Stelzen stand... Diese Schule gibt es wirklich noch, aber nur als Wohnhaus in der Morsbacher Straße unterhalb der ehemaligen Firma Quabeck. Diese tat ihre Dienste bis 1904.

Bereits 1683 wird die Morsbacher Schule erwähnt, und zwar in den "Mitteilungen über Schulwesen in Solingen und Umgebung". Im "Führer durch Remscheid 1928" ist ebenfalls festgehalten, daß die Schule schon Mitte des 16. Jahrhunderts bestanden hatte. Älteste Nachweise im Stadtarchiv Remscheid sind allerdings erst ab 1815 datiert.

Schulentlassungsjahr 1948 in der Morsbacher Schule .Foto: Lissy TootenDas Klassenzimmer mit etwa 30 - 40 Schülern befand sich in einem Handwerkerhaus in der Morsbach. Der genaue Standort ist nicht mehr zu lokalisieren. 1808 wurden in einem Zeugnis der "wohllöblichen Schuldeputation" nur folgende Kriterien bewertet : Betragen, Fleiß, Kenntnisse, Schulbesuch. Im Jahre 1858 baute Lehrer König sein eigenes Schulhaus an der Morsbacher Straße (späteres Wohnhaus Quabeck), in dem er auch seine Wohnung hatte. Die Schülerzahl stieg (man lies und staune...) auf 80 bis 100 und zeitweise auch erheblich darüber. 1903 wurde die Morsbacher Schule neu gebaut. Drei Klassenzimmer und eine Wohnung für den Hausmeister fanden darin Platz.

Schon 1920 gab es einen Elternbeirat. Die sogenannte weltliche Schulform (katholisch angehaucht) wurde zunehmend von den Eltern kritisiert, und 1921 wurde die Gründung einer evangelischen Schulgemeinde beschlossen. Über 100 Mitglieder fanden sich spontan in diesem Morsbacher Schulverein ein. 1924 ist zu lesen, daß mit Hilfe der Quäker aus den USA jedes Kind zum Frühstück ein Brötchen und 1l Milch zugewiesen bekam.

Aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Lage gerieten 1931 gerade die mittleren Betriebe im Morsbacher Bereich in schwere Bedrängnis. Sehr viele Väter der Kinder waren arbeitslos. Somit waren auch erhebliche Sparmaßnahmen in der Schule angesagt. Die Pflichtstundenzahl der Lehrer wurde erhöht, die Klassenbesetzung wurde heraufgesetzt und die Einkommen wurden bis zu 21 Prozent gekürzt.

Als am 31.Juli 1943 die Innenstadt durch Bombardierungen in einen Trümmerhaufen verwandelt wurde, kam die Morsbacher Schule mit schweren Glasschäden davon. Aus Lehrer Rohloffs Aufzeichnungen vom 30.November 1943: "Am 30.November war wieder Vollalarm. Plötzlich hörten wir Motorengeräusche feindlicher Verbände. Schon fielen Bomben - ein ohrenbetäubender Lärm. Starker Luftdruck machte sich bemerkbar. Zitternd saßen die Kinder des ersten und zweiten Schuljahres im Keller, weinten und schrien nach der Mutter. Zu allem Unglück war auch noch die Lichtleitung zerstört und wir mußten im Dunkeln sitzen. Nach einigen Minuten äußerster Spannung war alles vorbei. Nach der Entwarnung stellten wir fest, daß mehrere Sprengbomben in unmittelbarer Nähe der Schule gefallen waren. Über 400 Sprengbomben waren in der Nähe der Schule niedergegangen.“ (Aus „Die Morsbach, Hämmer- und Kottenforschung in Remscheid“ von Günther Schmidt, einem 1999 erschienenen Bildband zum 630-jährigen Bestehen einer der ältesten Remscheider Hofschaften.)

Verlängerung des Jagdscheins auf dem Postweg

Jäger brauchen verlässliche Ansprechpartner“, überschrieb der Waterbölles am 16. März die Pressemitteilung, in der die SPD-Fraktion nach der Präsenz der Unteren Jagdbehörde in Remscheid während der Corona-Pandemie fragte. Zur Sitzung des Hauptausschusses am vergangenen Donnerstag hat die Verwaltung dazu Stellung genommen. Demnach ist die Untere Jagdbehörde (UJB) zurzeit grundsätzlich für den Publikumsverkehr geschlossen, aber unter Tel. RS 163437 von Montag bis Freitag jeweils von 8 bis 12 Uhr sowie Montag bis Donnerstag von 14 bis 16 Uhr zu erreichen. Viele Kontakte mit den Bürgerinnen und Bürgern erfolgen zudem telefonisch über das Bergische Servicecenter (RS1600). Auf Grund der Bearbeitung u.a. von einer Vielzahl von Ordnungswidrigkeiten gegen die Corona-Schutzverordnung ist das Sachgebiet Allgemeine Ordnungs- und Gewerbeangelegenheiten mehr als ausgelastet. Es kann daher bedauerlicherweise nicht immer sichergestellt werden, dass bei verpassten Anrufe zurückgerufen wird. Die Jagdscheinverlängerung erfolgt sodann auf dem Postweg.

Das Amt kann momentan die körperliche Eignung der Jäger gemäß § 17 Bundesjagdgesetz nicht prüfen. Daher können Jagdscheine von Jagdscheininhabern ab 70 Jahren derzeit nur für ein Jahr verlängert werden. Bei allen anderen Jägern kann auch für drei Jahre verlängert werden, sofern der aktuelle Versicherungsnachweis hierfür vorliegt. Eine Verlängerung auf dem Postweg – ohne persönliche Vorsprache – um ein Jahr bis drei Jahre erscheint akzeptabel. Ein Informationsschreibens an die Jägerschaft ist auf der Homepage der Stadt Remscheid (www.Remscheid.de) abrufbar. Auch gibt das Bergische Servicecenter unter Tel. RS 160 Auskunft und versendet das Informationsschreiben per Email.

Mit Schreiben vom 10. Februar informierte das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur und Verbraucherschutz (MULNV) die UJB über  die Streichung des Widerrufsvorbehalts bei der Erteilung von Jagdscheinen. Seitdem wird dieser Passus seitens der Unteren Jagdbehörde der Stadt Remscheid bei der Verlängerung des Jagdscheins nicht mehr verwendet. Sofern sich Jäger hier melden, die den Widerrufsvorbehalt aus ihren Jagdscheinen gestrichen haben möchten, können sie ihren Jagdscheine postalisch einreichen.  

Für die Bekämpfung von Tierseuchen in den Städten Wuppertal, Solingen und Remscheid ist das Bergische Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt (BVLA) zuständig. Für die Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) existiert ein 54-seitigess jagdliches Handlungskonzept, das bei Bedarf bei der UJB angefragt werden kann..

Institutionen berichten oder laden ein (1. Archiv 2021)

Bergische IHK / Corona-Tests in Unternehmen. Diese können  dazu beitragen, die Pandemie einzudämmen. Die Bergische IHK unterstützt deshalb die Teststrategie der Bundesregierung und der Spitzenverbände der Wirtschaft. Bis flächendeckende Impfangebote stehen, ist die kontinuierliche, wenngleich freiwillige Testung ein zentrales Instrument, um weitere Lockerungen für die betroffenen Unternehmen zu erreichen, so IHK-Hauptgeschäftsführer Michael Wenge. Er könne sich vorstellen, dass die regionale Wirtschaft grundsätzlich bereit sei, diesen zusätzlichen Beitrag zur Bekämpfung der Pandemie zu leisten. Gleichzeitig müsse klar sein, dass dieser nur temporär sein kann. „Perspektivisch muss der Bund innerbetriebliche Corona-Tests finanzieren“, sagt Wenge.

Ökumenische Initiative Lüttringhausen / F(l)air-Weltladen/ Neuer Kalender für das Jahr 2022. Der absolute Renner unter unsern Kalendern ist „Der Andere Advent“. Er ist schon jetzt im F(l)air-Weltladen zu beziehen. Das Motto für 2021/2 lautet: „Gemeinsam unterwegs“. Daneben halten wir eine Auswahl von Bild– und Wochenkalendern vorrätig.

Interkulturelle Lesereihe / Weiter geht es mit Ijoma Mangold und Rajvinder Singh. Die Interkulturelle Lesereihe der Lütteraten stagniert, und wir hoffen, vielleicht im Spätherbst mit Ijoma Mangold wieder starten zu können. Eingeplant sind aber auf jeden Fall Literarische Schreibwerkstätten mit dem Lyriker Rajvinder Singh in der Nelson-Mandela Sekundarschule und in der Albert-Einstein-Gesamtschule in diesem Schulhalbjahr bzw. zu Anfang des kommenden. (Wolfgang Luge)

Das unabhängige Arbeitsgemeinschaft „Kombinat“ / Erweiterung des Proberaumangebots. „DAS KOMBINAT sieht in Remscheid einen Bedarf an geeigneten und bezahlbaren Proberäumen mit Multifunktionsflächen für Auftritte, Instrumentenwerkstatt, Begegnungscafé, Raum für kreative Prozesse mit sozio-kulturellen Inhalten und gezielter Förderung junger Menschen. Seit dem 15. Februar  kooperiert die unabhängige Arbeitsgemeinschaft  mit der "Deutschen Rockmusik Stiftung" und wird von Holger Maack beraten und unterstützt. Die AG betreibt zu den Themen "Ton, Film, Foto" ein Studio auf dem Honsberg. Gefördert werden aber auch andere Musiker*innen und Künstler*innen. Wir möchten gerne mit Interessierten über aktuelle Bedarfe und die Möglichkeiten einer Erweiterung des aktuellen Angebots sprechen. Kontakt über Tel. 0178-8555125 b zw. E-Mail  s.bieletzki@gmx.net">s.bieletzki@gmx.net. (Stefanie Bieletzki, Yannic Zwinscher, Jens Zwinscher)

Lotsenpunkt Lennep /Beratung im Lockdown. Für dringende Fälle bietet der Lotsenpunkt Lennep, Kölner Str. 3,  auch im Lockdown Beratung und Formularhilfe an. Allerdings müssen BesucherInnen sich unter Tel. RS 7892852 telefonisch anmelden und einen Termin vereinbaren. Achtung: Es kann nur ein Besucher oder eine Besucherin eingelassen werden. Anrufe und Besuche (nach vorheriger Anmeldung) sind montags, dienstags, mittwochs und freitags in der Zeit von 10 Uhr bis 12 Uhr bzw. donnerstags von 14 Uhr bis 16 Uhr möglich.

Arbeit Remscheid gGmbH / Kaufhaus Remscheid freut sich auf Spenden. Obwohl auch wir geschlossen haben, wird hinter den Kulissen weiter fleißig gearbeitet. Es können daher auch weiterhin gerne am Hintereingang (am Parkplatz Johanniter Straße) von montags bis freitags, 10 bis 17.30 Uhr, Spenden abgegeben werden.
Unser Spendenlager, Am Bruch 14, ist von 9 bis 15.30 Uhr besetzt. Bei Möbeln oder einem größeren Spendenumfang holen wir auch gerne ab - vereinbaren Sie einen Termin unter Tel. RS 9517854. (Petra Kipp Schumacher)

Lenneper Büchereifreunde e.V. / Jahreshauptversammlung vertagt. Liebe Büchereifreunde, Sponsoren und Gönner,  schwer zu leiden habe in dieser Corona -Virus -Pandemie viele und auch wir haben damit zu kämpfen. Die erlebten Einschränkungen sind teilweise gravierend  und beeinflussen unser  Alltagsleben. So bitter es auch sein mag ,aber wir können nur gemeinsam durch diese Krise kommen, Ende offen. Umso erfreulicher  ist die Tatsache, dass Sie uns alle treu geblieben sind. Wir danken Ihnen von ganzem Herzen dafür. Zusammenhalt und Gemeinschaft bewirken ,dass durch unser Engagement die Lenneper Bücherei nicht aufhört zu leben. Die im Januar 2021 fällige Jahreshauptverhandlung  wird unter den gegebenen Umständen auf unbestimmte Zeit vertagt. (Klaus F. H. Mathies)

Bergische IHK / Glückwunsch für 124 Absolventinnen und Absolventen der höheren Berufsbildung. Trotz des erneuten Corona-bedingten Stillstands konnten mithilfe von strengen Hygienekonzepten sowohl die verschobenen Frühjahrsprüfungen als auch die Herbstprüfungen der höheren Berufsbildung ohne Zwischenfälle durchgeführt werden. Insgesamt waren 124 Absolventinnen und Absolventen erfolgreich. „Normalerweise werden diese mit einer feierlichen Zeugnis- und Urkundenübergabe geehrt. Dies ist leider erstmals nicht möglich. Dennoch gratuliert die Bergische IHK allen erfolgreichen Prüflingen zu ihrer herausragenden Leistung und wünscht ihnen viel Erfolg für das weitere Berufsleben“, betont IHK-Hauptgeschäftsführer Michael Wenige. Ihre Urkunden und Zeugnisse erhalten die Absolventinnen und Absolventen per Post. Zu dem Empfängern gehören auch 15 Remscheider/innen. Geprüfte/r Bilanzbuchhalter/in: Desiree Mattern; Geprüfte/r Personalfachkauffrau/-kaufmann: Nadine Autzen; Geprüfter Industriemeister Elektrotechnik: Nektarios Alexidis, Hüseyin Altintop, Marvin Brkic, Benjamin Buck, Fabian Engels, Grischa Hans Hopmeier, Robin Hütter, Deniz Kaya, Christian Korfmann, Tyrone Kuhlmann, Patrick Pagen, Christian Pfeiffer, Marvin Stüve.

Wochenrückblick vom 22. bis 28. März 2021

Das Weyerhofsfeld noch ganz ursprünglich

von Dr. Wilhelm R. Schmidt

Liebe Lennepfreunde,
heute sieht es an der Lenneper Teichstraße ganz anders aus. Das Foto oben stammt aus einer Schulgeschichte der 1930er Jahre. Ostern 1934 wurde die Höhere Mädchenschule, das "Lyzeum", aus dem Gebäude der späteren Freiherr-vom-Stein-Schule an der Hardtstraße ins Realgymnasium, heute "RöGy", verlegt. Markant ist das alte Fachwerkwerkhaus am Weyerhofsfeld, wo sich links des Weges Gärten und Wiesen hinunter zu den "drei Teichen" neigen.

Das zweite Foto ist die Abbildung einer historischen Ansichtskarte. Sie zeigt noch etwas mehr vom "Weyerhofsfeld" in seiner Ursprünglichkeit. Man erkennt u.a. den Austritt des Wassers aus einer gefassten Quelle sowie Laken, die auf der Wiese zur Bleiche ausgelegt sind. Damals, vor 1900, machte der Ort seinem Namen noch alle Ehre. Nach und nach verschwanden dann Feld und Weyer immer mehr. Zwischen den heutigen  Straßen "Am Drosselsang", "Am Meisenhort" und der Teich- und Röntgenstraße liegt heute der "Professor-Hermann-Platz", benannt nach einem lange Zeit sehr bekannten Lenneper Oberschulpädagogen. Zu diesem Platz heißt es in einer Beschreibung, der Platz läge „Stadtbezirk Stadtgarten um einen kleinen Park mit Spielplatz, Sitzbänken und angrenzendem Teich, der aus Quellen des ehemaligen Lennepebachs gespeist werde. Übrigens hat man vor einhundert Jahren gern geglaubt, dass just dort vor vielen Jahrhunderten einmal ein Schloss des Grafen von Berg gestanden habe. Sehr interessant, wäre ja schön, aber der Vater dieses Gedankens war sicherlich eher ein Wunsch.

Hygiene- und Sicherheitskonzepte auch in Moscheen

Aus gegebenem Anlass hat die Verwaltung am Donnerstag im Hauptausschuss schriftlich dargelegt, „was in Remscheid seit März 2020 bezüglich der Corona-Schutzverordnung alles geleistet wurde und auch weiterhin geleistet wird“. Mit Beginn des 1. bundesweiten Lockdown im März 2020 seien sukzessive folgende Maßnahmen erfolgt:

  • Alle Informationen über den Corona-Virus (Aufklärung, Hygienemaßnahmen, Abstandregeln, Mund-Nase-Masken) wurden in mindestens 10 Sprachen über qualifizierte Elternbegleiterinnen (Multiplikatorinnen) an 12 Kindertagesstätten, ein Übergangsheim und zwei Grundschulen weitergeleitet.
  • Am 16.April fand ein Treffen mit den vier großen Moscheegemeinden statt, um Verhaltensregeln bzgl. des bevorstehenden Ramadan und weitern Aspekten des Miteinanders in Remscheid zu besprechen. An diesem Treffen haben von Seiten der Stadtverwaltung der Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz, der Stadtkämmerer und Stadtdirektor Sven Wiertz, der Beigeordneten des Fachdezernats für Stadtentwicklung, Bauen und Wirtschaftsförderung Peter Heinze, die Fachdienstleiterin des Kommunalen Integrationszentrums Sevinc Brilling auch die Integrationsratsvorsitzende Erden Ankay-Nachtwein teilgenommen. Das Protokoll ist ebenfalls auf der Internetseite sowohl in türkischer als auch in deutscher Sprache nachzulesen. 
  • Die Internetseite der Stadt Remscheid (Kommunales Integrationszentrum)  wurde mit dem Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration verlinkt, um Zugriff auf folgende Informationen in fast 20 Sprachen zu erhalten:
  • Coronavirus – wir informieren in mehreren Sprachen: Gesundheit und Verhaltenstipps, Gesundheit und Hygiene (Die 10 wichtigsten Hygienetipps), Was Sie über Corona wissen müssen zum Herunterladen, Informationen zur Impfverordnung, Informationen zur Impfung, Hinweise für nicht erkrankte Personen, die sich nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt in Quarantäne befinden, Häusliche Isolierung bei bestätigter Covid-19-Erkrankung, Zurück in den Alltag – die Corona-Warn-App für Deutschland. Alle Informationen werden laufend aktualisiert.
  • Des Weiteren wurden Migrantenorganisationen in Remscheid  über diese links in Kenntnis gesetzt.
  • Alle wichtigsten Verhaltensregeln wurden als Piktogramme in den gängigsten und für Remscheid relevanten Sprachen ausgedruckt und zum Aushang verteilt an: Öffentliche Gebäude, Moscheegemeinden, Migrantenorganisationen, Supermärkte, diverse Geschäfte auf der Alleestraße.
  • Das Kommunale Integrationszentrum stattete gemeinsam mit dem Kommunalen Ordnungsdienst Besuche bei den großen Moscheegemeinden ab. Alle Moscheegemeinden präsentierten ein Hygiene- und Sicherheitskonzept, in denen akribisch auf die Einhaltung der städtischen Verordnungen hingewiesen wurde. Außerdem wurde in Eigenregie ein Film gedreht, in denen alle Verhaltensregeln (Händewaschen, Desinfizieren, Mund-Nase-Schutz Tragen, Abstand halten, Aufnahme der Personalien zur Nachverfolgung) erläutert wurden.
  • Alle Imame wurden gebeten in ihren Freitagsgebeten ihre Gläubigen zur Einhaltung der Hygieneregeln aufzufordern.
  • Alle Zusammenkünfte/Treffen/Feierlichkeiten in den Räumlichkeiten der Moscheegemeinden wurden mit Zunahme der Inzidenzwerte seitens der Vorsitzenden unterbunden.
  • Alle Vorsitzenden der Moscheegemeinden haben eine WhatsApp-Gruppe gegründet, in der sie sich gegenseitig über die neuesten Verordnungen in Kenntnis setzen.
  • Zu Beginn der Pandemie wurde eine mehrsprachige Hotline im Gesundheitsamt installiert
  • Informationen zum Coronavirus und den notwendigen Verhaltensregeln wurden in 15 Sprachen übersetzt und über die HSU-Lehrer (Heimatsprachlicher Unterricht) an die Schülerinnen und Schüler respektive ihre Eltern verteilt.
  • Alle Familien und Einzelpersonen, die entweder in den Übergangsheimen untergebracht sind oder in Wohneinheiten wohnen wurden über den Sozialdienst in ihrer jeweiligen Muttersprache über die Pandemie, die AHA-Regeln und die Möglichkeit sich weitere Informationen zu holen, schriftlich benachrichtigt.
  • Das Kommunale Integrationszentrum ist ein direkter Ansprechpartner für alle Menschen mit Migrationshintergrund und verfügt über einen Sprachmittlerpool, so dass  Informationen zeitnah in beliebige (zurzeit 22) Sprachen übersetzt und weitergeleitet werden können.“

Abschließend betont die Verwaltung: „Wir konnten bisher in Remscheid schnell und unbürokratisch auf alle notwendigen Veränderungen und Anforderungen eingehen und werden auch weiterhin dafür Sorge tragen, dass alle Mitbürgerinnen und Mitbürger in Remscheid jederzeit die Information erhalten, die sie benötigen, um gemeinsam der Pandemie entgegenwirken zu können.“