Skip to content

"‚Mami, ich muss mal Pipi!" – Und dann?

Keine neuen öffentlichen Toiletten in Sicht“, überschrieb der Waterbölles am 24. März den Empfehlungsbeschluss des Beirats für die Gleichstellung der Menschen mit Behinderungen an den Hauptausschuss, auf der Alleestraße öffentliche Toiletten einzurichten. Dass man sie dort vergeblich suche, sei in der gegenwärtigen Pandemie wegen der geschlossenen Geschäfte und Gastronomiebetriebe ein außerordentliches Problem, insbesondere für Menschen mit Inkontinenz. Das unterstrich am Donnerstag in der Sitzung des Hauptausschusses die Beiratsvorsitzende Frederike Pohl. „Cafés wie Dopheide, Sahnetörtchen und Steinbrink fallen aus. Bleibt nur noch das Alleecenter. Das liegt für Fußgänger am Markt, die es plötzlich eilig haben, zu weit weg!“  Und Ilka Brehmer (Grüne)ergänzte: „!Eltern, die mit Kleinkindern auf der Alleestraße unterwegs sind, treibt der Satz ‚Mami, ich muss mal Pipi‘ den Schweiß auf die Stirn!“

Jürgen Kucharczyk (SPD) bat die Verwaltung daraufhin um einen Kostenvoranschlag für eine öffentliche Toilette, und der Technische Beigeordnete Peter Heinze sagte sie zu. Als Hoffnungsschimmer bezeichnete er den Plan der Remscheider Stadtwerke, auf dem neuen Ebertplatz (n ach Fertigstellung) eine öffentliche Toilette zu betreiben. Stefan Wagner (SPD) regte an, sich auch mal unter den Schaustellern zu erkundigen. Deren Toilettenwagen stünden coronabedingt ungenutzt herum. Von Sozialdezernent Thomas Neuhaus kam der Hinweis auf der Seniorenbüro am Markt. Das könne man zu den Öffnungszeiten auch aufsuchen, wenn es mal dringend werde.

Stadt Solingen soll Machbarkeitsstudie mittragen

Eine Machbarkeitsstudie für Müngstener „Skywalk“ beantragt hatten die Fraktionen von SPD, Grünen und FDP für eine Fuß- und Radwegeverbindung zwischen Remscheid und Solingen über die Müngstener Brücke („Skywalk“). Und von der Ratsgruppe der W.i.R. kam der Antrag, die Verwaltung möge prüfen lassen, inwieweit der „Skywalk“ die Anerkennung der Müngstener Brücke als UNESCO-Weltkulturerbe gefährden könnte. In diesem Zusammenhang verwies W.i.R.-Sprecherin Waltraut Bodenstedt am Donnerstag im Hauptausschuss auf eine entsprechende Stellungnahme des Bergische Rates. Doch Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz sah in der Machbarkeitsstudie keinen Grund zur Besorgnis. An dem Weltkulturerbe-Vorhaben hielten die drei bergischen Großstädte fest. Gleichwohl sei der „Brückenschlag eines Skywalks eine riesige Chance“.

Von Bettina Stamm (echt.Remscheid) kam die Frage, was denn der Denkmalschutz von dem Skywalk halte? Antwort von Jutta Velte von den Grünen: „Dafür ist ja die Machbarkeitsstudie da!“ Die Anregung von Markus Kötter (CDU), die Studie nicht aus dem auf 200.000 Euro erhöhten Radwege-Etat der Stadt zu finanzieren, sondern dafür einen Etatposten aus dem Bereich Tourismus zu nutzen, lief ins Leere. Denn der OB verwies darauf, dass die Finanzierung aus dem Radwege-Etat in der vergangenen Jahrsitzung bereits beschlossen worden sei. Er plädierte für den Beschlussvorschlag der Verwaltung (siehe Machbarkeitsstudie nicht ohne Interessenausgleich) in der Fassung des Ausschusses für Wirtschaftsförderung und Mobilität vom 18. März. Dem folgte der Hauptausschuss bei nur einer Gegenstimme:

  1. Die Stadt beauftragt eine Machbarkeitsstudie für eine Fuß- und Radwegeverbindung zwischen Remscheid und Solingen über die Müngstener Brücke. Die Deutsche Bahn AG und die Stadt Solingen sind in diesen Prozess einzubinden. Eine Kompensation erfolgt aus den zusätzlichen Mitteln für den Radverkehr, die für das Jahr 2021 im Haushalt bereitgestellt wurden.
  2. Die Verwaltung wird beauftragt, die Machbarkeit für eine Wegeverbindung im Einklang mit dem Interessensbekundungsverfahren im Sinne der DS 16/0246 zu prüfen und eine entsprechende Studie zu beauftragen.
  3. Gleichermaßen sollen in der Studie Vorschläge für den Interessensausgleich zwischen der Eigentümerin DB Netz AG, den beteiligten Kommunen Solingen, Wuppertal und Remscheid und dem Verein „Bergischer Brückenschlag e.V.“ ausgearbeitet werden.
  4. Die Verwaltung überprüft, inwieweit die Verwirklichung eines Radwegs Skywalk Müngsten eine mögliche Einstufung der Müngstener Brücke als UNESCO-Weltkulturerbe gefährdet.
  5. Ein möglicher Auftrag für eine Machbarkeitsstudie erfolgt zusammen mit der Stadt Solingen.
  6. Gleichzeitig erfolgt die Prüfung einer Radwegeverbindung von Reinshagen zum Einstieg in den Skywalk an der Müngstener Brücke.

Startschuss für die neue Kita Oststraße

Pressemitteilung der Stadtsparkasse

Mit Schwung und Vorfreude erfolgte in dieser Woche der Spatenstich für die neue Kindertageseinrichtung an der Oststraße, mit der die Stadtsparkasse Remscheid für eine deutliche Entspannung in der Betreuungssituation vor Ort sorgen wird. In unmittelbarer Nähe zur Gemeinschaftsgrundschule Dörpfeld wird eine viergruppige Kita entstehen, in der 80 Kinder viel Platz zum Spielen, Toben und Lernen finden werden. 20 Plätze davon sind für Unter-Dreijährige vorgesehen. „Wir investieren in die Zukunft unserer Stadt und freuen uns, dass es jetzt los geht“, bekräftigte Michael Wellershaus, Vorstandsvorsitzender der Stadtsparkasse. Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz, Sozialdezernent Thomas Neuhaus und Egbert Willecke, Fachdienstleiter Jugend bei der Stadtverwaltung Remscheid, begrüßen das Engagement der Sparkasse sehr, wird doch damit ein wichtiger Baustein gelegt, um die Versorgung mit Kita-Plätzen in der Werkzeugstadt deutlich zu stärken und Familien in Remscheid zu entlasten.

Wie Sparkassen-Architekt Jörg Böing und Thomas Christ als Projektverantwortliche erläuterten, wird mit Modulen gebaut. Damit kann von einer kurzen Bauzeit ausgegangen werden, schon im Spätsommer 2021 ist die Eröffnung geplant. Die einzelnen Module werden vorproduziert, angeliefert und auf dem Grundstück aufgesetzt. Dann kann direkt der Innenausbau erfolgen. Angrenzend an den neuen Kita-Bau wird ein schönes Außengelände entstehen, das Raum für Spaß und Spiel an der frischen Luft ermöglicht. Für „Die Verlässliche“ e.V., der ein wichtiger Anker im Offenen Ganztagsbereich an den Remscheider Schulen ist, entsteht hier die erste Kindertageseinrichtung, für die der Verein die Trägerschaft übernimmt, erklärte der stellvertretende Vereinsgeschäftsführer Matthias Spaan.

RS-Platt: Schlieperstriäke en dänn aulen Wahterkotten

Se´it langen Johren hant fier nit son drüg Johrestied gehat, wie grad döt Johr. Die jöngere Generatzijuonen können sech dat gar nit vürstellen, wie de Stadtbewohner en früöhren Johren , bie sonem drügen Suomer, ohne Waterle´iteng feädeg sind woren. En dr Tied, wo Remsched noch keng Waterle´iteng har, bedär sech jeäder su guot wie et gong.Wenn die Pötte op dänn Bergen drüg woren, dan tuogen se alt en aller Herrgottsfrüöh mem Schwängel on Wahtereimern en de Berg, wo noch son Wahterspröngken wor, öm sech do ehren nüörgen Vürot te´ holen. Et kom och döckes vür, dat alt guoden Tied et Spröngken ledeg geschöppt wor, on sie muoßen dann su lang wahren,bis dat sech wiä Wahter ahngesammelt har. Am schlemmsten wor et et Sohterschdags, wenn geschruppt werden muoß. Dann kom et uoch alt es für, dat met dämm Schrubben ap´geschowen muoß werden, bis op en angern Dag. Aewer die Frauen woßden sech dann doch tu behölpen, et wuod en Kann witten Sangk dur de Stuow gestraut, on vüren am Engang van de Stuowendür wurd gewöhnlech mem Hangkstüöwer en Figur en dänn Sangk gekehrt. Met dämm Sangkstreuen har jo zwar och noch söß sin Gröng,dänn mr hat en dr Tied noch die witt geschrubbde Breder. Aewer nit alleng en dr Hushauleng spell­den die Wahternuot en Roll, och die ganze Industrie hong vam Wahter af. En dänn Johren, wo die Daumpkraft en dänn Schliepkotten noch nit wohr,on jieä­der Fabrikant op de Wahterkotten ahn´gewiäsen  wor, do sall et döckes vür sin kuomen, dat se wegen dämm Schlie­pen metonger Wehken lang nit hant liäwern können, on dodur log dat ganze Geschäft brach. Dr´wegen hedden et uoch emmer, die Schlieper on Hamer­schmiäd dat sind die Herren dr Welt, die können dat ganze en Stellstangk setten.

Artikel vollständig lesen

Zur Koordination kommunaler Entwicklungspolitik

Angenommen wurde am Donnerstag vom Hauptausschuss der Antrag der Fraktionen von SPD, Grünen und FDP , die Verwaltung möge prüfen, „ob und mit welchen Projekten Remscheid Fördergelder im Rahmen von ‚Koordination kommunaler Entwicklungspolitik‘ für eine/einen Koordinator/Koordinatorin beantragen kann“. Sollte dies der Fall sein, möge sie dem Rat eine Übersicht über die Fördermöglichkeiten und über den zu erbringenden Eigenanteil vorlegen und – sobald absehbar Fördermöglichkeiten bestünden – gegenüber den Fördergebern das Interesse der Stadt  bekunden.

„Entwicklungspolitik fängt auf kommunaler Ebene an. Remscheid geht diesen Weg schon länger mit vielen kleinen und großen Projekten und Initiativen aus unserer Stadt“, heißt es in er Antragsbegründung. Seit 2016 werde im Rahmen des Programms „Koordination kommunaler Entwicklungspolitik“ aus Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) ein Zuschuss für Personalressourcen für kommunales entwicklungspolitisches Engagement vergeben. Dort müsse mindestens vier Wochen vor dem eigentlichen Antrag im Zeitraum vom 15. Januar bis spätestens 31. Mai 2021 Interesse angemeldet werden. Darin sehen die Antragsteller die Möglichkeit, „neue Projekte zu starten, die Vernetzung der unterschiedlicher Akteure in dem Bereich in unserer Stadt zu koordinieren und schneller deren Projekte umzusetzen.“ Konkret werden in diesem Zusammenhang die Arbeitsgruppe Fair Trade Town, das Projekt „Our children and our future” e.V. ,die DeutschIändische Gesellschaft und die Kaffeebäuerinnen-Kooperative „Asociacion de Productoras Libres de Marcala "APROLMA" aus Honduras genannt. Verwiesen wird ferner auf „die zahlreichen Projekte in Kirchen- und Religionsgemeinschaften“.

Landesweiter Test-Roll-out statt Modellversuchen

Pressemitteilung des SPD-Landtagsabgeordneten Sven Wolf

Zu den Plänen der Landesregierung, nach Ostern in Modellkommunen das öffentliche Leben teilweise wieder zu öffnen, erklärt Sven Wolf, Landtagsabgeordneter für Remscheid und Radevormwald und stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion im Landtag NRW: „Ich finde es gut, dass auch das Bergische Städtedreieck sich als Modellkommune anbietet und nach dem sogenannten ‚Tübinger Modell‘ Sicherheit durch Teststrategie und digitale Nachverfolgung ermöglichen will. Genau das ist bereits seit Wochen der Vorschlag der SPD-Landtagsfraktion, den wir in Düsseldorf gemeinsam mit Wissenschaftlern erarbeitet haben. Allerdings ist es für uns nicht nachvollziehbar, dass die Landesregierung diesen Weg nur für ausgewählte Modellkommunen gehen will. Vielmehr sollte das Land jetzt allen Kommunen und Regionen diesen Weg ermöglichen und nicht nach unklaren Kriterien nur einzelne auswählen.

Leider drängt sich auch hier der parteipolitische Eindruck auf, dass die Landesregierung einmal mehr mit zweierlei Maß misst. Das ist ungerecht und, schlimmer noch, sogar kontraproduktiv. Denn bei diesem Vorgehen werden wir mit enormen Verkehrsflüssen rechnen müssen. Viele Menschen werden sich in wenigen Städten knubbeln. Und das wäre auch kein Wunder: Wer wünscht sich denn nicht den Besuch des Theaters, eines Konzerts oder das Abendessen im Restaurant?

Anstelle von ausgewählten Modellkommunen fordern wir daher einen landesweiten Roll-out für eine funktionierende Test-Infrastruktur, um das öffentliche Leben im gesamten Land wieder möglich zu machen. Als SPD-Fraktion weisen wir seit bald einem Jahr darauf hin, dass ,testen – testen – testen‘ ein zentraler Baustein im Kampf gegen das Virus sein muss. Es ist jetzt an der Landesregierung, endlich flächendeckend für die nötigen Voraussetzungen zu sorgen. Aber nicht nur für ein paar Modellkommunen, sondern umgehend für das gesamte Land.“

Neue Coronaschutzverordnung NRW ab 29. März

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Ab dem 29. März tritt die nächste Coronaschutzverordnung in Kraft. Sie gilt wiederum drei Wochen – diesmal bis einschließlich 18. April. Relevante Neuerung darin ist die sogenannte Corona-Notbremse für Kommunen mit einer 7-Tages-Inzidenz über 100. Für diese Kommunen gilt: Alle Angebote, die vor dem 8. März unzulässig waren, sind wieder unzulässig. Welche das im Einzelnen sind, ist in Paragraf 16 aufgelistet. Die wesentlichen Lebensbereiche Kultur, Sport und Freizeit sind genauso betroffen wie einzelne Dienstleistungen.
Die Stadt Remscheid verlängert  ihre Allgemeinverfügung, mit der sie eine zusätzliche Maskenpflicht in festgelegten Innenstadtbereichen festsetzt hat, bis zum Ablauf des 18. April.

Einzelne Kommunen können diese Notbremse auch abwenden. Die Coronaschutzverordnung räumt nämlich die Möglichkeit ein, in einer kommunalen Allgemeinverfügung anzuordnen, dass die Angebote nach Paragraf 16 mit einem bestätigten negativen Selbst- oder Schnelltest zulässig bleiben. Hierfür muss allerdings feststehen, dass es vor Ort ein ausreichendes, flächendeckendes und ortsnahes Angebot an kostenlosen Bürgertestungen nach der geltenden Coronavirus-Testverordnung gibt.

Angesichts der aktuellen Remscheider Inzidenzen wird unsere Heimatstadt Corona-Notbremse-Kommune sein. Ob Remscheid von der Möglichkeit Gebrauch macht, die Notbremse abzuwenden, wird der Krisenstab in der kommenden Woche eingehend beraten. Über das Beratungsergebnis wird zeitnah informiert. (Das Land NRW informiert über die neue Coronaschutzverordnung auf Coronavirus | Das Landesportal Wir in NRW.)

Förderverein Welterbe Müngstener Brücke gegründet

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Die Müngstener Brücke soll Weltkulturerbe werden - in internationaler Gemeinschaft mit den Brücken Ponte Maria Pia und Ponte Dom Luis I. in Portugal, dem Garabit-Viadukt und dem Viaduc du Viaur in Frankreich und der Ponte San Michele in Italien. Alle sechs Großbogenbrücken wurden in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gebaut und gelten aufgrund ihrer Konstruktion als herausragende Beispiele der Ingenieurskunst. Das Antragsverfahren in Nordrhein-Westfalen ist inzwischen auf dem Weg und damit ein erster Meilenstein im Welterbeverfahren gesetzt. Parallel geht es darum, eine tragfähige Finanzstruktur zu entwickeln. Ziel ist es, zum Ende hin eine Stiftung zu gründen, die das Gesamtvorhaben finanziert, den europäischen Welterbeprozess unterstützt und begleitet. Getragen wird sie gleichberechtigt von allen europäischen Brücken-Partnern, ihr Sitz soll in Solingen sein. So wurde es beim letzten internationalen Brückenkongress in Frankreich vereinbart. 

Zur Vorbereitung werden in den vier beteiligten Ländern jeweils Fördervereine gegründet. Sie sollen zunächst im eigenen Land Finanzmittel beschaffen, Veranstaltungen organisieren und durchführen sowie Projekte zur Förderung des Vereinszweckes entwickeln und unterstützen. Im Mittelpunkt ihrer Aktivitäten stehen die Bemühungen um das Bauwerk vor Ort, aber immer im Hinblick auf die gemeinsame Bewerbung der sechs Großbogenbrücken als serielles, transnationales UNESCO-Welterbe. Solingens Oberbürgermeister Tim Kurzbach: „Der Welterbeprozess lebt davon, dass ihn die Menschen in den jeweiligen Ländern unterstützen und dabei die europäische Idee, die ihn auszeichnet, spüren. Genau das wollen wir erreichen. Wir handeln lokal und international. Und  alle ziehen an einem Strang.“

Der Förderverein „Welterbe Müngstener Brücke“ wurde heute gegründet, besiegelt mit den Unterschriften der Gründungsmitglieder, darunter die Oberbürgermeister von Remscheid, Solingen und Wuppertal und der Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn in Nordrhein-Westfalen, Werner Lübberink. „Die Deutsche Bahn sagt noch einmal ganz bewusst „Ja“ zur Müngstener Brücke als Welterbe. Diesen Prozess wollen wir mit unseren Partnern im Städtedreieck und auf europäischem Parkett mit allem Nachdruck zum Erfolg führen“ hebt er hervor: „Wir sind stolz auf das Bauwerk, es ist das Aushängeschild der Deutschen Bahn.“

Artikel vollständig lesen

Antwort auf Frage nach Gurkenwasser für Winterdienst

Mit 250 Euro beziffert die Stadtverwaltung die Kosten der Anfrage, mit der sich die FDP in der Februar-Sitzung des Betriebsausschusses der Technischen Betriebe Remscheid (TBR) für den Einsatz von Gurkenwasser beim Winterdienst stark gemacht hatte. Die hätten sich die Freien Demokraten im Rat der Stadt sparen können, wenn sie die Zahl der heimischen Gurkenproduzenten recherchiert hätten, bei denen geeignetes Gurkenwasser als Abwasser anfällt.  Denn „Null, nade, niente“ oder ähnlich wäre das Ergebnis gewesen! Doch der Recherche zog die FDP die auf Nichts gestützte Annahme vor, Gurkenwasser könne für die TBR im Stadtgebiet zum Nullplusultra eis- und schneefreier Straßen werden.

Fakt ist: Im Winter 2019 startete in Bayern ein Pilotprojekt, bei dem die niederbayrischen Straßenmeistereien Dingolfing, Landshut und Abensberg Gurkenwasser im Straßenwinterdienst einsetzen. Es stammt aus der Produktion von Salzgurken einer Firma in Dingolfing und musste dort bislang als Abfallprodukt entsorgt und geklärt werden musste. Nunmehr wird das Gurkenwasser recycelt und als Streumittel eingesetzt. Die FDP folgerte haarscharf: Was bei den Bayern klappt, muss auch im Bergischen Land funktionieren. Und entsprechend waren die Fragen an die Verwaltung formuliert:

  • „Hat sich die Stadt Remscheid bereits mit dem Einsatz von Gurkenwasser als Alternative zum Streusalz auseinandergesetzt? Wenn ja, mit welchen Ergebnissen hat sie dies getan?
  • Wird sich die Stadt Remscheid mit dem Landesbetrieb Straßen.NRW in Verbindung setzen, um den Einsatz von Gurkenwasser als Alternative zum Streusalz gemeinsam wirtschaftlich umsetzen zu können?

Kurze Zusammenfassung der vierseitigen (!) Antwort der Stadt: Für die TBR stellte sich zinächst "die rein praktische Frage, ob in NRW überhaupt Firmen ansässig sind, die nennenswerte Mengen an Gurkenwasser bedarfsgerecht zur Verfügung stellen könnten." Nach ihren Ermittlungen  seien die nächsten größeren Gurkenhersteller am Niederrhein und in Westfalen ansässig. Die Verwendung von Gurkenwasser zur Produktion von Sole für den Straßenwinterdienst in Remscheid scheide daher aus. Der Einsatz von Gurkenwasser sei für die TBR keine Alternative zum Einsatz von Streusalz.

Damit hätte es die TBR belassen können. Aber offenbar hatte sie am Thema Spaß gefunden. Denn sie recherchierte weiter und fand heraus, „dass 2020 ein schlechtes Erntejahr für die Einlegegurke war. Der Bundesverband der obst-, gemüse- und kartoffelverarbeitenden Industrie (BOGK) mit Sitz in Bonn weist darauf hin, dass die Versorgung mit Einlegegurken in diesem Jahr knapp werden könnte. „Weil im April und Mai nicht genügend Saisonarbeiter zur Verfügung standen, haben die Bauern wesentlich weniger angepflanzt als voriges Jahr. Auch zur Ernte, die Mitte Juni begonnen hat, sind zu wenig Arbeitskräfte auf den Feldern. Bei Einlegegurken wird die Ernte daher mindestens 20 Prozent geringer ausfallen. …  Wo weniger geerntet wird, kann weniger verarbeitet werden. Entsprechend knapp werden die Produkte der Verbandsmitglieder: Essiggurken, Gurkentöpfchen und Gurken-Sticks oder Scheiben.“ (Pressemitteilung des BOGK vom 11.08.2020). Noch dramatischer sei die Situation bei Einlegegurken in Bio-Qualität. Hier liege die Ernte nach Aussage des BOGK um die Hälfte niedriger als erwartet. "Diese Verknappung und der damit verbundene Produktionsrückgang wird auch Auswirkungen auf die Versorgung mit Gurkenwasser im Winterdienst haben."

„Der Pilotversuch in Bayern ist den Technischen betrieben Remscheid (TBR) bekannt“,  heißt es in der Mitteilungsvorlage sachlich weiter. Nach Recherchen der TBR werde in den angesprochenen bayrischen Straßenmeistereien das Gurkenwasser aber nicht als Alternative zum Streusalz eingesetzt, sondern teilweise als Alternative zur Sole, d. h. nach der Anlieferung müsse die ca. fünfprozentige Gurkensole mit zusätzlichem Salz versehen werden, um die ca. 22-prozentige Sättigung zur Verwendung im Winterdienst zu erreichen. Das Wasser aus dem Dingolfinger Großbetrieb reiche dann für die Befüllung von zehn (!) Winterdienstfahrzeugen. Zitat:

„Abschließend ist darauf hinzuweisen, dass die technische Entwicklung von Fahrzeugen, Geräten und auch Streustoffen im Winterdienst von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der TBR permanent beobachtet, Fachpublikationen studiert und Fortbildungen wahrgenommen werden. In Studien wird gelegentlich auch von Versuchen zur Verwendung alternativer Streustoffe (z.B. Zucker, chemische oder mineralische Streustoffe) berichtet. Für den Winterdienst auf Fahrbahnen ist nach der einhelligen Meinung aller Experten auch unter ökologischen Gesichtspunkten der maßvolle Einsatz von Feuchtsalz alternativlos.“

Auch zu Ostern Corona-Schutzregeln einhalten

Steigende Infektionszahlen und eine weit über dem Landesmittel liegende 7-Tages-Inzidenz nehmen Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz und Corona-Krisenstabsleiter Thomas Neuhaus vor dem anstehenden Osterfest zum Anlass, die Remscheiderinnen und Remscheider nochmals eindringlich auf den gemeinsamen Kampf gegen das Coronavirus einzuschwören: Auch wenn das Impfen in Remscheid gut vorankommt und täglich mehr Menschen gegen das Virus geschützt sind – bis zum Aufbau eines allgemeinen Impfschutzes in unserer Heimatstadt braucht es noch Zeit. Bis dahin sind wie bisher Abstand, Maskenschutz und Kontaktverzicht der beste Schutz – so groß die Sehnsucht nach Lockerung und Freiheit auch ist.

Verbunden mit ihrem Wunsch nach einem gesegneten Osterfest für alle Remscheiderinnen und Remscheider bitten Oberbürgermeister Mast-Weisz und Corona-Krisenstabsleiter Neuhaus eindringlich darum, sich auch an den Feiertagen konsequent an die Corona-Schutzregeln zu halten. Ihre gemeinsame Videobotschaft ist auch über den Link https://youtu.be/FcuxLyhytgc auf dem städtischen YouTube Kanal, über die städtische Homepage www.remscheid.de und auch über Facebook und Instagram abrufbar.

De Blotschenschlieper vam Ispills-Kotten

Do ongen an demm gruoten Dieke,
do stong en Kotten, ault on kleng.
Et wueden Fielen drenn geschlie'pen,
twei gruote Schliepsteng hongen dren.
Förr mech wor dat de Ispillskotten,
wie döckes stong ech an dä Düer,
die twei, die vüör den Sti'enen hockden,
do sait ech nuer "de Ispills" für.
Sie haren Blotschen an den Bi'enen,
on decke Breder voe den Kni'en,
dann woaren do sonn decke Hüölter,
do le'iten se de Fielen ren.
On hengendran, do woaren Breder,
do wüöd de Röcken dran geleit.
On dann wüöd met den decken Hüöltern
De Fiel bes an den Sti'en gebrait.
Dä Sti'en de muet em Water luopen,
do drüwer hong en naaten Sack.

On met demm Sack wüöt dann
biem Luopen
De Sti'en rongseröm naatgemackt.
Dat Schliepen mueß alt iener kennen,
sue i'efach wor datt nämlech nitt.
Die Fielen kuonen och verbrennen,
dann woren se ganz blou - statt witt.
Doch die twei Ispills kuonen schliepen,
do ongen en de Hasterau.
Ech han sue döckes tuegekieken,
deswegen wi'et ech dat genau!

(Der Ispills-Kotten stand in der Hasteraue. Aus: „Von Müngsten bis Gerstau - Hämmer- und Kottenforschung in Remscheid“ von Günther Schmidt, im Jahr 2000 im Verlag: Buchhandlung R. Schmitz, Remscheid-Lennep, erschienen.)

Telefonsprechstunde für Arbeitsuchende

Pressemitteilung der Agentur für Arbeit

Wer zur Zeit Familie und Beruf unter einen Hut bekommen muss, steht vor besonderen Herausforderungen. Die Sorgen um die Gesundheit der Familie wachsen wieder. Was, wenn Schulen und Kindergärten doch wieder länger schließen müssen? Wie sind die Kinder dann versorgt und betreut? Kann ich mich jetzt überhaupt auf die Suche nach einer neuen Stelle begeben? Wer aktuell Arbeit sucht, stellt häufig fest, dass der Markt in vielen Berufsfeldern derzeit gerade nicht besonders viele Möglichkeiten bietet. Andere Bereiche wiederum suchen händeringend nach Personal. Die Kunst ist derzeit, Chancen zu sehen, flexibel zu sein und vielleicht auch gerade jetzt die Möglichkeit eines beruflichen Neuanfangs zu nutzen.

Was können Sie tun, um sich auf neue Aufgaben vorzubereiten? Wer kann Sie dabei unterstützen? Welche Wege der Stellensuche nutzen Sie? Wie gehen Sie als Arbeitsuchende mit Kindern mit der Situation um? Zu diesen und vielen weiteren Fragen möchten unsere Expertinnen Angela Grote-Beverborg und Birgit Kropf gerne mit Ihnen ins Gespräch kommen. Sie bieten Ihnen dazu die Telefonsprechstunde „Familie–Beruf–Jobsuche“ für Donnerstag, 1. April, in der Zeit von 10 bis 13 Uhr unter Tel. 0202 2828- 162 oder - 406 an. Zu Informationen zum Thema Wiedereinstieg siehe m Internet auch unter https://www.arbeitsagentur.de/vor-ort/solingen-wuppertal/startseite in der Rubrik „Vereinbarkeit von Familie und Beruf und Chancengleichheit“.