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Wochenrückblick vom 26. bis 31. Oktober 2021

Neu in der Porträt-Galerie im Rathaus

Es war eine ganz besondere Vernissage, zu der Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz gestern Nachmittag in den zweiten Stock des Rathauses eingeladen hatte: nur zwei Gemälde, Aquarellbilder, wurden präsentiert, Arbeiten von Maren Meinecke-Feddersen, der Ehefrau des früheren SPD-Fraktionsvorsitzenden und Landtagsabgeordneten Hans Peter Meinecke. Sie zeigen die früheren Remscheider Stadtoberhäupter Beate Wilding (SPD) und Fred Schulz (CDU), die im Oktober 2020 auf Beschluss des Rates der Stadt zur Ehrenbürgerin beziehungsweise zum Ehrenbürger der Stadt Remscheid ernannt worden sind. Mit der Verleihung der Ehrenbürgerwürde war, wie bei den bisherigen Ehrenbürgern Remscheids, auch die Anfertigung eines Porträts verbunden (die Galerie ist im Rathaus zu besichtigen).

Für diese Aufgabe hatten sich die Geehrten jemanden gewünscht, den sie kennen und dem sie vertrauen – Maren Meinecke-Feddersen. Die gebürtige Friesin ist eine begeisterte Aquarellmalerin wegen der Transparenz und Leuchtkraft dieser Farben. Farb- und Harmonielehre interessierte sie schon während ihrer Ausbildung an der Textilfach- und Ingenieurschule ganz besonders. In Kursen, Workshops und einem Onlineseminar mit verschiedenen Künstlern erwarb sie die nötigen Kenntnisse in den unterschiedlichsten Maltechniken. Genauso, wie sie dann geworden seien, habe sie sich die beiden Bilder des früheren Oberbürgermeisters / der früheren Oberbürgermeisterin vorgestellt sagte die Künstlerin gestern, nachdem der OB die Porträts unter dem Beifall der Anwesenden von einer Leiter aus enthüllt hatte (siehe Waterbölles-Video).

Neue „Bedingungswerke“ als spannende Lektüre

von Peter Maar

Die neue Bundesregierung hat, wenn die Rot-Grün-Gelbe Koalition denn zustande kommen sollte, den Bürokratieabbau in Deutschland als ein Schwerpunktthema ihrer künftigen Regierungsarbeit angekündigt. Da bietet es sich an, einmal mit dem Bereich der Banken und Sparkassen einen Anfang zu machen.

In diesen Tagen erhalten die Kunden von Geldinstituten einen Brief, in dem darum gebeten wird, ihnen zeitnah die Zustimmung zu den neuen "Bedingungswerken" zu erteilen. Und diese "Bedingungswerke" sind wahrhaft ein imposantes Werk, umfassen sie doch sage und schreibe zum Beispiel bei meinem Geldinstitut 120 Seiten! Eine wahrlich spannende Lektüre, die geeignet ist, ein ganzes Wochenende an einem verregneten Herbsttag damit zu verbringen. Denn der Leser muss sich ja sorgfältig Zeile um Zeile in den Inhalt dieses Werkes einlesen, bevor die Bedingungen per Zustimmung akzeptiert werden. Ansonsten läuft er Gefahr, zum Beispiel eines Tages Opfer von Wucherzinsen und Gebührensteigerungen zu werden, denen er auch noch zugestimmt hat, ohne das Werk gelesen zu haben.

Die Kunden in Deutschland sind daran gewöhnt, bei allen möglichen Vertragsabschlüssen Vertragsbedingungen zu akzeptieren, die auch schon mal 20 oder 30 Seiten umfassen. Meistens werden diese einem vor die Nase gehalten und ungelesen unterschrieben. Aber ein "Werk mit Bedingungen", welches ein Vielfaches davon umfasst, dürfte dem durch Bürokratie geplagten deutschen Bürger auch nicht alle Tage als Lektüre angeboten werden.

Die Geldinstitute werden zu Recht darauf verweisen, dass sie nur ausführendes Organ sind und das vollziehen müssen, was das höchste deutsche Gericht und letztlich der Gesetz- und Verordnungsgeber vorgegeben haben. Dies muss man zur Entlastung der Sparkassen und Banken hinnehmen. Akzeptieren kann man allerdings nicht die Regulierungsorgien, die der Gesetzgeber und Gerichte immer wieder in Gang setzen, und die zu solchen Auswüchsen führen.

Tannenhof-Azubis zum Welttag der Ergotherapie

Wir, die Auszubildenden vom Kurs 43 der Ev. Stiftung Tannenhof, haben uns zum Welttag der Ergotherapie am 27. Oktober damit beschäftigt, was Ergotherapie ausmacht. Denn uns war aufgefallen, dass viele Menschen das nicht wissen. In einem Projekt wurden daraufhin mehrere TikTok-Videos entwickelt, die auch auf dem Instagram-Account des DBZ @dbz_schule_pflege_ergotherapie zu finden sind, und am Welttag in der Schule ein Informationsstand (Foto) aufgestellt.

„Gehöre dazu. Sei du selbst.” das Motto des diesjährigen Welttages der Ergotherapie, steht für die Förderung von Vielfalt und Inklusion. Es sagt aus: „Du bist gut, so wie du bist. Du kannst sein, wer du bist. Du gehörst dazu.“
Schlaganfällen, Rheumatische Erkrankungen oder psychiatrische Erkrankungen können Menschen erheblich bei der Bewältigung alltäglicher Betätigungen einschränken. Je nach Krankheitsbild gibt es unterschiedliche ergotherapeutische Maßnahmen, individuell auf die Patienten angepasst. Zum Beispiel das Trainieren von alltäglichen Aufgaben/Bewegungsabläufe wie das Binden der Schuhe, Haare bürsten und Gedächtnistraining. Im Laufe der Therapie, mit wachsender Selbständigkeit, kann man dann sehen, wie die Klienten wieder mehr Spaß am Leben gewinnen und sich von negativen Denkweisen abwenden.

Pressemitteilungen des Teo Otto Theaters

Vorverkauf ab 2. November mit voller Saalkapazität
Am Dienstag,2. November, startet der Vorverkauf für unsere Vorstellungen von Dezember bis Ende Februar. Endlich wieder mit voller Saalkapazität; es können sich wieder bis zu 600 Gäste auf einen Platz in unseren Vorstellungen freuen! Um auch unter diesen Bedingungen eine sichere Atmosphäre für unsere Gäste zu gewährleisten, finden auch weiterhin strenge 3G-Kontrollen am Eingang statt. Unsere zertifizierte Lüftungsanlage garantiert auch in einem voll besetzten Theatersaal eine corona-gerechte Belüftung mit Frischluft. Die Erfahrung der letzten Monate zeigt außerdem, dass unser Publikum rücksichtsvoll und eigenverantwortlich die Einhaltung der Corona-Maßnahmen umsetzt.
Zusätzlich bieten wir einen besonderen Service an: Bis zum Ende des Jahres wird es die Möglichkeit geben, vor jeder Vorstellung unsere Saalauslastung telefonisch bei der Theaterkasse abzufragen und ggf. gekaufte Tickets noch bis zu drei Tage vor der Vorstellung kostenfrei umzutauschen, wenn sich unsere Gäste bei einem zu vollen Theatersaal doch unwohl fühlen sollten. Inzwischen finden auch viele Vorstellungen wieder mit einer Pause statt. Getränke erhalten Sie vor der Vorstellung und in der Pause. Es besteht außerdem die Möglichkeit Getränke vor Vorstellungsbeginn für die Pause vorzubestellen

Adventskonzert verlegt ins Teo Otto Theater
Das Adventskonzert der Bergischen Symphoniker kann leider nicht wie ursprünglich geplant in der Katholischen Kirche St. Josef an der Menninghauser Straße, es findet stattdessen im Teo Otto Theater statt. Das aktuelle Konzertprogramm können Sie im Veranstaltungskalender auf unserer Homepage einsehen (https://www.teo-otto-theater.de/programm/programm).

Programmänderung bei den Silvestervorstellungen
Für unsere Silvestervorstellungen am 31. Dezember um 15 Uhr und um 19.30 Uhr müssen wir das Programm "Don't stop the music" leider absagen. Stattdessen wird die "Night oft the Dance" stattfinden. Der beeindruckende irische Stepptanz ist an diesem Abend einer der Hauptbestandteile des 90-minütigen Programms. Aber auch völlig neue und einzigartige Choreographien werden mit klassischem Stepp kombiniert. Schwindelerregende Akrobatikeinlagen der südamerikanischen Artistengruppe "Pura Vida" und schwungvoll vielfältige Tanzstile fordern den Künstlern Höchstleistungen und äußerste Präzision ab. Mit lateinamerikanischen Klängen und dem unverwechselbaren synchronen Klacken der Steppschuhe entführt das international besetzte Ensemble die Besucher für einen Abend in andere Kulturen.

Ein erster Schritt zum eigenen Ensemble?

Einem eigenen Ensemble in seiner „Schatzkiste“ am Markt will Dr. Volker Schatz mit fünf Aufführungen von „Der Angriff der Weihnachtsmänner“ am 2., 3., 9., 10. und 11. Dezember einen Schritt näher kommen. In diesem „Kabarett für die schönste Zeit des Jahres“ widmen sich die beiden Kabarettisten Harry Heib und Tobias Wessler gemeinsam mit Pianist Jochen Kilian Themen rund um das „Fest der Liebe“. Zitat aus dem Internet dazu: „Nie klingen die Glocken süßer als in der stillen Heiligen Nacht. Doch bis wir zur Besinnung kommen, kämpfen wir uns an Bratwurstbuden und Glühweinständen vorbei durch City-Center, Shoppingarkaden und Herrenboutiquen, bis wir endlich die passend parfümierte Socke unter den Christbaum legen dürfen. O du fröhliche!“

Den Traum vom eigenen Ensemble habe er schon bei der Gründung seiner kleinen Kabarett-Bühne gehabt, sagte Schatz am Donnerstag in einer Pressekonferenz in der Schatzkiste. Und an dessen Verwirklichung arbeitet er nun gemeinsam mit dem Remscheider Kabarettisten Jens Neutag und Jürgen Scheugenpflug, seinem „künstlerischen Leiter“, durch die Übernahme dieser „Pro und Contra Weihnachten“-Produktion des Hamburger Hansa-Theaters. Die wolle man „lokal anreichernd, kündigte Jens Neutag an, beispielsweise durch ein „Liebeslied über Remscheid“ mit neun Strophen und eine „Schalte“ zu den örtlichen Weihnachtsmärkten – letzteres natürlich fiktiv. Hausherr Dr. Schatz: „Das wird keine aus dem Ärmel geschüttelte Produktion von Laien, sondern etwas von und mit Profis!“

Im Wesentlichen stehe das Programm bereits. Aber auch ein, zwei Wochen vor der Premiere könne es noch durch einige Szenen ergänzt werden, sagte Jens Neutag, der beim „Angriff der Weihnachtsmänner“ Regie führen wird. Vorstellbar sei „bei Bedarf später auch eine selbständige Haus-Produktion“. Ein eigenes Ensemble wäre gewiss eine „große-Bereicherung für die Stadt", meinte Jürgen Scheugenpflug. „Und würde dem Haus zu einer ganz eigenen Identität verhelfen", ergänzte Neutag.

Mit seinem Weihnachtsprogramm der besonderen Art hofft Dr. Volker Schatz auch auf das Interesse heimischer Unternehmer, die noch nach einer guten Idee für ihre Weihnachtsfeier mit der Belegschaft suchen. Motto: „Zuerst Kabarett und dann feiern in der ‚Bistro-Lounge‘“. So heißt künftig das Restaurant in Parterre, seit sich das Team des Restaurants Grund, das bislang für die Küche verantwortlich war, aus Termingründen zurückgezogen hat. Dort werde man auch weiterhin a la Carte essen können, versicherte Schatz „Dafür sorgt dann die eigene Familie!“

Haushaltsbefragung zum Mobilitätsverhalten

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Fahren die Remscheiderinnen und Remscheider mit dem Auto zum Einkaufen oder gehen sie lieber zu Fuß? Benutzen sie den öffentlichen Nahverkehr auf dem Weg zur Arbeit oder fahren sie bevorzugt mit dem Fahrrad? Informationen darüber, welche Personengruppen täglich welches Verkehrsmittel aus welchem Grund benutzen, liegen in Remscheid nicht vor. Aktuelle Kenntnisse über das Mobilitätsverhalten der Bürger sind jedoch eine wichtige Grundlage für die Entwicklung und Überprüfung nachhaltiger Verkehrs- und Mobilitätskonzepte. Deshalb möchte die Stadt Remscheid ihre Bürgerinnen und Bürger nun um Auskunft darüber bitten, welche Wege sie mit welchem Verkehrsmittel zurücklegen.

Anfang November diesen Jahres erhalten insgesamt 10.000 zufällig ausgewählte Haushalte die Befragungsunterlagen. Das Ausfüllen der Fragebögen und damit die Teilnahme an der Befragung sind selbstverständlich freiwillig und anonym. Wahlweise können die Bürger schriftlich-postalisch, online oder telefonisch teilnehmen. Die Stadt erhofft sich eine hohe Teilnahmebereitschaft, um repräsentative Ergebnisse zu erzielen. In den Fragebögen werden Standardfragen zum Verkehrsverhalten an bestimmten Stichtagen gestellt, wie sie bundesweit von renommierten Institutionen verwendet werden. Das ermöglicht den Vergleich mit anderen Städten und sichert die Vergleichbarkeit mit überregionalen statistischen Erhebungen, wie beispielsweise der bundesweiten Befragung Mobilität in Deutschland (MiD), welche vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) durchgeführt wird.

Der Rad- und der Fußverkehr nehmen einen wichtigen Stellenwert im Fragebogen ein, schließlich zeichnet sich eine Stadt mit Lebensqualität durch gute Bedingungen für die Nahmobilität aus. Daneben spielt der ÖPNV als überregionales, klimaschützendes und umweltschonendes Mobilitätsangebot eine wichtige Rolle. Zusätzlich werden aber auch Meinungen zum Thema Autoverkehr abgefragt. Für alle Bereiche gilt: Was ist gut? Wo gibt es Verbesserungsbedarf?
Durchgeführt und ausgewertet wird die Befragung von der Planungsgesellschaft büro stadtVerkehr aus Hilden. Nach Auswertung der zurückgesendeten Fragebögen werden voraussichtlich im Frühjahr nächsten Jahres die Ergebnisse der Befragung vorliegen. Wer einen Fragebogen erhalten hat, kann die Umfrage auch online erstellen:
https://sw01.rogsurvey.de/data/buero-stadtverkehr/HHB_Remscheid/

Sarah Bissek und Florian Langfeld im Landtag

Pressemitteilung des CDU-Landtagsabgeordneten Jens-Peter Nettekoven

Beim diesjährigen 11. Jugend-Landtag seit 2008 vertreten Sarah Bissek aus Remscheid und Florian Langfeld aus Radevormwald vom 28. bis zum 30. Oktober den CDU-Landtagsabgeordneten für Remscheid und Radevormwald Jens-Peter Nettekoven. Dabei werden sie zusammen mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus ganz Nordrhein-Westfalen im Alter zwischen 16 und 20 Jahren den parlamentarischen Alltag kennenlernen.

„Trotz eines spürbar wachsenden politischen Interesses der jüngeren Generation bleibt es eine anspruchsvolle Aufgabe, junge Menschen für die Politik und die ehrenamtliche Parteiarbeit zu begeistern. Umso mehr freue ich mich, dass es Angebote wie den Jugend-Landtag gibt, die praxisnahe Einblicke in die politische Arbeit vermitteln. In der persönlichen Begegnung mit den Jugend-Parlamentariern zeigt sich dann, dass es doch mehr politisch versierte und begeisterte Jugendliche und junge Erwachsene gibt, als man denkt“, sagt der Landtagsabgeordnete Jens-Peter Nettekoven. Bei dem dreitägigen „Jugend-Landtag“ im Düsseldorfer Parlament werden Fraktions- und Ausschusssitzungen, Anhörungen von Expertinnen und Experten und eine Plenarsitzung konzipiert und abgehalten. „Für uns bietet der Jugend-Landtag die Chance, von der Erfahrung gestandener Landespolitiker zu profitieren und als Vertreter der gewählten Abgeordneten die ersten Schritte auf parlamentarischem Parkett zu wagen“, fassen die Remscheiderin Sarah Bissek und der Radevormwalder Florian Langfeld ihre Eindrücke zusammen.

Dachstuhlbrand an der Ernststraße

Am heutigen Freitag wurde die Feuerwehr Remscheid gegen 13.34 Uhr zu einem Brand an die Ernststraße gerufen. Mehrere Anrufer berichteten über eine Rauchentwicklung aus dem Dachstuhl eines Gebäudes. Bei der Feuerwehr verbreitete sich der dichte Rauch bereits über mehrere Straßenzüge, so dass eine Meldung über die NINA-Warnapp veranlasst wurde. Über beide Drehleitern der Berufsfeuerwehr, sowie mit einem Strahlrohr leitete die Freiwillige Feuerwehr Hasten die Brandbekämpfung ein. Zusätzlich wurde ein Trupp unter Atemschutz im Inneren des Mehrfamilienhauses eingesetzt. Um alle Glutnester erreichen zu können, wurden Teile des Dachs abgedeckt. Zur Unterstützung vor Ort befand sich ebenfalls die Löscheinheit Morsbach. Verletzt wurde bei dem Brand glücklicherweise niemand.

Die Hauptfeuer- und Rettungswache wurde während des Einsatzes durch die Einheiten Bergisch Born und Lennep besetzt. Diese rückten kurz darauf zu einem weiteren Einsatz am Honsberg in die Kleingartensiedlung Sonnenbad aus. Dort hatte sich durch eine umgestürzte Feuertonne Geäst entzündet. Der Eigentümer der Parzelle wurde durch den Rettungsdienst wegen des Verdachts auf eine Rauchgasvergiftung untersucht, konnte jedoch an der Einsatzstelle verbleiben. Insgesamt waren bei beiden Ereignissen 48 Kräfte mit 15 Fahrzeugen im Einsatz. (aus dem Bericht der Feuerwehr)

Anspruch auf Vorkaufsrecht zu spät angemeldet

Gestern um 16.15 Uhr verschickte das Büro des Technischen Beigeordneten Peter Heinze die folgende E-Mail, und in den Büros der Ratsfraktionen rieb man sich kurz darauf verwundert die Augen:

Betreff: Aufhebung Ausübung Vorkaufsrecht Alleestraße 64 (Sinn-Leffers)
Sehr geehrte Damen und Herren,
die formale Zustellung des Vorkaufsrechtsbescheides zur Ausübung des Vorkaufsrechts wurde vom Verkäufer in Luxemburg einen Tag nach Fristablauf entgegengenommen. Die Zustellung ging zwar beim Verkäufer innerhalb der Frist ein, doch die formale Zustellung erfolgte erst nach Annahme durch den Schriftstückempfänger einen Tag nach der Frist. Beim Käufer ging die Zustellung vor Ablauf der Frist ein.

Nach Rechtsprüfung liegt in dem Fall eine nicht heilbare Verfristung mit erheblichem Prozessrisiko vor, in dessen Konsequenz nun die Aufhebung der Ausübung des Vorkaufsrechts liegt.

Im Vorfeld der Ausübung des Vorkaufsrechts wurde für den Versand sowohl die übliche Zustellzeit nach Luxemburg bemessen und mit einem zusätzlichen Sicherheitspuffer versehen, als auch die richtige Zustellart. Verfristete Zustellungen sind in Steueroasen wie Luxemburg nicht selten.  

Für die Fläche wurde bislang eine Pflegeeinrichtung von Seiten des Entwicklers vorgeschlagen, die planungsrechtlich derzeit nicht umsetzbar ist. Mit dem Eigentümer und dem Entwickler muss nun das Gespräch nach seiner Entwicklungsperspektive gesucht werden.
Mit freundlichen Grüßen
In Vertretung
Peter Heinze
Technischer Beigeordneter.“

Drei Stunden früher hatte Andreas Huth (stellvertretender Leiter des Fachdienstes Stadtentwicklung, Verkehrs- und Bauleitplanung) in der Pressekonferenz zur Neugestaltung des Friedrich-Ebert-Platzes noch auf die Kaufabsichten der Stadt bez. Sinn-Leffers hingewiesen als eine wichtige kulturelle Ankernutzung in der Remscheider Innenstadt. Kein Wort davon, dass dem gewünschten Umzug der Zentralbibliothek zunächst eine Machbarkeitsstudie vorausgehen muss. (Schließlich sollten die Kommunalpolitiker:innen wissen, was mit dem jetzigen Gebäude der Zentralbibliothek an der Scharffstraße werden soll, bevor sie deren Umzug zur Alleestraße beschließen.) Aber auch das ist jetzt nur noch eine Randnotiz wert.

Was es jetzt genau zu klären gilt, sind die zeitlichen Abläufe: Wann genau hat der Verwaltungsvorstand beschlossen, das Vorkaufsrecht auszuüben, seit wann wusste man im Rathaus, wann die Anspruchsfrist endet. Und wann genau hat der Brief nach Luxemburg das Rathaus verlassen?

Das Vorhaben der Stadt, für das einstige Textilkaufhaus ihr Vorkaufsrecht auszuüben, scheint nach dieser Hiobsbotschaft aus Luxemburg jedenfalls geplatzt zu sein wie eine Seifenblase. Und wenn es doch noch eine Chance gäbe? Dann würde der Kauf für die Stadt wahrscheinlich wesentlich teurer werden. Wie auch immer: Ein peinliches Fiasko!

"Das wird dann für uns die Champions-League sein!“

In einer Pressekonferenz berichteten gestern im kleinen Sitzungssaal des Rathauses der Technische Beigeordnete Peter Heinze, Andreas Huth (stellvertretender Leiter des Fachdienstes Stadtentwicklung, Verkehrs- und Bauleitplanung), Burkhard Fey (Abteilungsleiter Verkehrsplanung), Tobias Mader (Stadtentwicklung und Rahmenplanung) sowie Michael Zirngiebl, der Leiter der Technischen Betriebe Remscheid über die geplante Um- und Neugestaltung des Friedrich-Ebert-Platzes, speziell den aktuellen Stand des Bauabwicklungsplans bis Ende 2025), die Platzgestaltung und Ausstattungselemente. Die entsprechende Beschlussvorlage stand danach auf der Tagesordnung des Ausschusses für Wirtschaftsförderung und Mobilität. Bis zur entscheidenden Ratssitzung am 9. Dezember werden damit noch weitere Fachausschüsse befasst. Damit folgt die Stadtverwaltung den Beschlüssen des Rates, die zuständigen Gremien über das Projekt auf dem Laufenden zu halten.

Die gute Nachricht in der Vorlage: Der Eigenanteil der Stadt an den Gesamtkosten des Friedrich-Ebert-Platzes sinkt um rund 67 Prozent von 2.200.000 € (Grundsatzbeschluss von September 2019) auf nunmehr 740.000 €. „Dies liegt vor allem an der erhöhten Förderquote des Landes von 80  auf nunmehr 100 Prozent. Zugleich hat aber eine detaillierte Kostenprüfung Kostensteigerungen in Höhe von 1.062.900 € ergeben, wodurch die Gesamtkosten für den neuen Aufenthaltsplatz mit dem geschwungenen „Bumerang“-Dach auf 9.152.700 € steigen. Darin sind die Architekten-Honorare eingeschlossen, nicht aber die Kosten von rund fünf Millionen Euro für den nebenliegenden neue Zentralen Omnibusbahnhofs der Stadtwerke.
Die Kostensteigerung macht einen ein Nachbewilligungsantrag bei der Bezirksregierung Düsseldorf erforderlich; der wurde bereits abgestimmt. Wie Burkhard Fey in der Pressekonferenz erläuterte, sind die Ursachen für die Kostensteigerungen u. a. allgemeine Baupreissteigerungen, Preiserhöhungen bei den Stahlteilen des großes Haltestellendachs, höhere Entwässerungs- und Beleuchtungskosten sowie der Rückbau des Fußgängertunnels einschließlich der alten Fahrbahndecke darüber.

Beispiel für das von den Planern  ausgewählte, aber noch nicht ausgechriebene Betonpflaster im Bedreich des "Bumerang"-Dachs. , deren Ausschreibung noch aussteht. Foto: Stadt Remscheid.Die Mehrkosten hätten um 500.000 Euro höher gelegen, wäre bei einigen Positionen nicht der Rotstift angesetzt worden. So wurden Lichtelemente reduziert, die Untersicht des neuen Daches „angepasst“, auf Bodeneinbauleuchten verzichtet und für den neuen Pflasterbelag statt Naturstein drei unterschiedlich große anthrazitfarbene Betonsteine (Foto rechts) ausgewählt.

In einem Anhang zu ihrem Beschlussvorschlag stellt die Verwaltung die für den Platz und den ZOB vorgesehenen Ausstattungselemente vor. Diese hatten schon am 1. Juli die Zustimmung der Baubegleitkommission gefunden:

  • Fahrradanlehnbügel: Das ausgewählte Modell soll künftig auch im übrigen Stadtgebiet verwendet werden.
  • Betonsitzbank mit Holzauflagen sind für die Platzfläche vorgesehen.
  • Mastleuchten: Entlang der Elberfelder Straße sind acht Meter hohe Mastleuchten in wechselseitiger Ausrichtung geplant, um die der Straße und die Fußgängerüberwege komplett auszuleuchten.
  • Abfallbehälter: Das ausgewählte Modell kommt bereits am Willy-Brandt-Platz zum Einsatz.
  • Sitzbänke aus Metall mit Echtholzauflage, senioren- und behindertengerecht, sind vorgesehen unter den Fahrgastunterständen sowie an den Windschutz-Konstruktionen (das Modell wird u.a. auch am Wuppertaler Hauptbahnhof verwendet und ähnelt den Sitzbänken für die Alleestraße).
  • Fahrplanvitrinen: Es wird sowohl Fahrplanvitrinen geben unter den Fahrgastunterständen auch freistehende, größere, unter der großen Überdachung.
  • Fahrgastunterstände entlang der Bussteige, die sich nicht unter der großen Überdachung befinden, erhalten als Besonderheiten eine LED-Beleuchtung und ein gläsernes Dach, das durch eine Schutzfolie Schatten spendet. Eine Dachtiefe von ca. 1,60 Metern soll bei Wind und Regen Schutz bieten.
  • Ein zusätzlicher Windschutz ohne separates Dach soll als Pendant zum Fahrgastunterstand an sieben Stellen unter der großen Überdachung installiert werden.
  • Dynamische Fahrgastinformationsanzeiger, ausgestattet mit gut lesbaren TFT-Monitoren, sollen an den Bussteigen über die nächsten An- und Abfahrtszeiten informieren. Übersichtsanzeiger: Neben den dynamischen Fahrgastinformationsanzeigen werden auch
  • Größere Übersichtsanzeiger, die auch über eine Distanz von 15 bis 20 Metern noch lesbar sind, sollen den Fahrgästen die Orientierung und die eigene Organisation erleichtern.
  • Ladestationen neben dem neuen Betriebsgebäude der Stadtwerke sollen die Energieversorgung der „zunehmend elektrifizierten Stadtwerke-Pkw-Flotte“ übernehmen. (Öffentliche E-Ladestationen sind auf der Konrad-Adenauer-Straße in Richtung des Rathauses geplant).

Parallel zur neuen Ausgestaltung des Friedrich-Ebert-Platz haben die Planer und Ingenieure sukzessive den Bauabwicklungsplan konkretisiert, der im Projekt eine Schlüsselrolle einnimmt, so Michael Zirngiebl. Schließlich werde es zahlreiche Baumaßnahmen von verschiedenen Unternehmen geben, zeitgleich auf engem Raum – eine erhebliche technische Herausforderung, eine "Operation am offenen Herzen" . Und das bei ununterbrochenem Busbetrieb. „Gegenüber den Bauprojekten Trecknase und Ring-/Rader Straße wird das dann für uns die Champions-League sein!“, fand Zirngiebl wieder einmal die treffenden Worte.
Für den Abbruch bzw. die Wiederauffüllung des Fußgängertunnels soll zum Start des Projektes die Elberfelder Straße für zwei bis drei Wochen komplett gesperrt werden (Umleitung über die Nordstraße), um diese Maßnahme zeitlich um die Hälfte verkürzen zu können. Letzte Maßnahme gegen Ende: die Neuasphaltierung der Elberfelder Straße zwischen Ämterhaus und Salemstraße.