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Dezember 2011: Der Waterbölles blättert zurück

In der Nacht zum Heiligabend 2011 wurde  an der Borner Straße eine Pizzeria- und Wasserpfeifenbar ein Raub der Flammen, deren Neueröffnung erst wenige Stunden zuvor gefeiert worden war. 1912 hatte der Lenneper Architekt Albert Schmidt das bergische Fachwerkhaus, das damals noch am Hindenburgwall in Lennep stand (früher Alleestraße, heute Am Thüringsberg) gekauft und an die Borner Straße versetzt, als es abgerissen werden sollte. In den 1970er Jahren war dort ein Video-/Nachtclub untergebracht, später dann ein China-Restaurant.

Abgerissen wurde vor zehn Jahren das Haus Königsstraße 195, in dem Franz Carl und Martha Fach etliche Jahre im Erdgeschoss eine Kneipe betrieben hatten, Älteren Remscheider/innen war Fach allerdings weniger als Gastwirt, sondern vielmehr als  Zirkusdirektor bekannt. In den 1920er Jahren zogen die Fachs mit seinem Zirkus umher, später hatten sie dann an der Königstraße eine Tierhandlung. Im Keller des Hauses sollen sie sich sogar einen Bären gehalten haben. Sogar von einem Löwen im Keller war die Rede, aber das war denn doch wohl eher eine Mär. Der Remscheider Fotograf Hans Georg Müller erinnert sich: "Vor etwa 50 Jahren fotografierte ich bei den Zirkusleuten im kleinen Wohnzimmer. Es raunzte und gurrte und knurrte aus allen Winkeln des Zimmers, wo in Käfigen Lebendiges gehalten wurde. Ab und zu sprach ein Papagei. Lori genannt. Zig Urkunden, Peitschen und Zaumzeug hing an den Wänden, und ein nicht genau zu definierender Duft, eher Geruch, waberte durch den historienschwangeren Raum. Nachdem wir einen Klaren getrunken und uns viele Geschichten vom Zirkus angehört hatten, wurde uns der Braunbär im Untergeschoß hinter dicken Eisenstangen präsentiert."
2001 machte das Haus Nr. 195 wegen eines wegen eines Dachstuhlbrandes Schlagzeilen in der Lokalpresse (da lebte der Bär schon nicht mehr). Seitdem stand das Gebäude leer und verfiel, ohne dass dies äußerlich sonderlich auffiel. Dafür sorgte von außen ein dichte Efeubewuchs. Als das Haus im Dezember 2011 schließlich abgebrochen wurde, hatten Schaulustige den Eindruck, es fiele beinahe von selbst in sich zusammen, kaum waren die armdicken Efeu-Äste entfernt worden.

Alles begann hoffnungsvoll: Jochen Rohr führt die neue "ISG Alleestraße", titelte der Waterbölles am 9. Dezember 2011. Tags zuvor hatten acht Besitzer von Immobilien an der Alleestraße in der Tanzschule Wieber in Anwesenheit des Notars Dr. Hans Joachim Kind die „ISG Alleestraße“ gegründet und zugleich einstimmig einen Vorstand gewählt: Jochen Rohr (Vorsitzender), Jörg Oestreich (2. Vorsitzender), Werner Roetzel (Schatzmeister), Uwe Milz (Schriftführer), Hedwig Meynen (Beisitzerin), Michel Ruepp (Beisitzer), Doris Lüneschloss, Martina Schmidt und die Stadtsparkasse, vertreten durch Axel Steinweger. Ehrenamtlicher Geschäftsführer wurde Ralf Wieber, der Vorsitzende des „Marketingrates RS-Innenstadt“. Zweck des Vereins sollte es, „die Attraktivität der Remscheider Innenstadt im Bereich der Fußgängerzone Alleestraße als Einzelhandels- und Dienstleistungszentrum zu erhöhen, die Rahmenbedingungen für die in diesem Bereich niedergelassenen Betriebe zu verbessern und den Werterhalt bzw. die Wertsteigerung der Immobilien des Bereichs zu unterstützen“. Darüber hinaus zielte der Verein auf die „Erhöhung der Aufenthalts- und Wohnqualität des Bereichs“ ab. Ein Ziel, das jetzt ohne die ISG anzustreben bleibt…

Ganz anders als in dem Vorjahren (und in späteren Jahren bis heute) sah 2011 der Weihnachtsmarkt  nebst Eisstock- und Eisbahn auf dem Rathausplatz aus: Die Buden (weniger Adventlichtes und mehr für den Magen) waren dichter an das weiße Quarree herangerückt. Neue, spitze Restaurationszelte und ein Wigwam-artiges Lokal gegenüber sollten speziell jene Remscheider/innen ansprechen, die mehr an einer geselligen Runde mit Freunden Interesse hatten.

Wie schon 2009 und 2010 blieb auch 2011 der kommunale Ordnungsdienst (und auch danach mit wechselnder Intensität) in der öffentlichen Diskussion. Und auch in dem vollmundigen „Ordnungskonzept“, das Stadtkämmerin Bärbel Schütte (Foto) der Politik 2011 vorlegte, konnte Volker Apmann (SPD) am 30. November im Ausschuss für Bürger, Umwelt, Klimaschutz und Ordnung Ziele und Maßnahmen „kaum erkennen“. Es sei ja auch noch nicht fertig, räumte Schütte ein, sondern nur ein Einstieg in die Thematik!“ Wohlgemerkt: Mehr als drei Jahre nach der Forderung nach einem neuen Ordnungskonzept!! Kommentar des Waterbölles damals: „Wenn in diesem Rennschnecken-Tempo weiter an Vorlagen geschrieben und in den politischen Gremien diskutiert wird, ist der erste Beamte längst in Pension gegangen, bevor konkrete Maßnahmen zu ersten konkreten Ergebnissen geführt haben.“

Fortbildungen für städtische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter war auch vor zehn Jahren schon ein Thema: „Stadtverwaltung braucht die Fortbildung von Mitarbeitern“, hieß es im Waterbölles am 8. Dezember 2011. Zu dem im Juli 2010 vom Rat der Stadt beschlossenen zum Maßnahmenplan zum Schuldenabbau 2010 – 2015 hatte auch der Prüfauftrag gehört, das Fortbildungsangebot für die städtischen Mitarbeiter/innen zu reduzieren. Dafür sah Stadtkämmerin Bärbel Schütte aber am 7. Dezember 2011 im Haupt- und Finanzausschuss keine Möglichkeit. Im Zuge der weiteren Sparüberlegungen sei auch der Verzicht auf bestimmte Aufgaben zu erwarten. Das aber erfordere dann die Versetzung von Mitarbeitern, sprich: ihre Einarbeitung in neue Aufgaben in Bereichen, in deren es durch den Wegfall von Planstellen zu Personalengpässen gekommen sei. Im schriftlichen Bericht der Verwaltung zum Maßnahmenplan las sich das damals so: „Vor dem Hintergrund der umzusetzenden Haushaltssicherungsmaßnahmen, u.a. des in den Jahren 2010 bis 2020 zu realisierenden Personalabbaus, kann keine Reduzierung des Fortbildungsangebotes erfolgen. Die Aufgabenverdichtung erfordert vielmehr verstärkte Investitionen in Umschulungen, Qualifizierungen etc., um die erwarteten Wirkungen aus den personalwirtschaftlichen Maßnahmen auch zu erreichen.“ (siehe auch Fortbildungen für Führungskräfte sind geplant von heute)

Eine Veranstaltungsbühne auf dem Alter Markt hatten sichc die Lenneper Vereine schon lange gewünscht: anfang Dezember 21011 wurde sie feierlich eingeweiht. Möglich gemacht hatten dies die LTG und die Volksbank Remscheid-Solingen eG; sie finanzierten die neue Bühne zu gleichen Teilen. Dafür war eigens ein Verwaltungsrat gegründet worden, der sich in Zukunft mit der Planung und Ausführung der Veranstaltungen beschäftigen werde, wie es damals hieß. Den Verwaltungsrat der LTG-Volksbank-Bühne bilden Vertreter folgender Vereine: Lenneper Turngemeinde (LTG), Frisch auf Lennep, Lenneper Karnevalsverein (LKG), Lennep Offensiv, Lenneper Schwimmverein (LSV), Verkehrs- und Förderverein, Die Welle, Rotationstheater, Lenneper Schützenverein 1805 und Lenneper Altstadtfreunde. Fortan wolle man gemeinschaftlich etwas bewegen und an einem Strang ziehen, hieß es – was in der Vergangenheit nicht gerade einfach war.

Der Brückenpark Müngsten hat den dortige Abschnitt der Wupper für Besucher zweifellos attraktiver gemacht. Die  öffentlichen Anbindung durch Bahn, Bus oder Pkw (Parkplätze) wurde verbessert, und schutzwürdige Naturbereiche wurden durch den Bau der Schwebefähre, eine Neuordnung der umliegenden Wanderwege und die Stilllegung von Trampelpfaden entlastet. Das sei aber nur teilweise, berichtete vor zehn Jahren die Biologischen Station Mittlere Wupper im Ausschusses für Bürger, Umwelt, Klimaschutz und Ordnung. Zitat: „ Die intensive Nutzung der Grünflächen führte zu Beschädigungen oder Zerstörung der Grasnarbe, Hangkanten oder einzelner Anpflanzungen im Zentralbereich des Brückenparkes. Und von einer Beruhigung des östlichen Hangbereiches der Wupper zwischen Schwebefähe und Diederichstempel, des Abschnitts zwischen Napoleonsbrücke und Reinshagener Bach sowie des Dorperhofer Siefen könne keine Rede sein.  In Teilen (Napoleonsbrücke – Reinshagner Bach) sei sogar der „gegenteilige Effekt einer zunehmenden Beunruhigung“ eingetreten. Kritisiert wurde auch ein regelrechter Badetourismus im Zentralbereich des Brückenparks auf Solinger Seite.

24 Herrnhuter Sternen leuchteten vor zehn Jahren erstmals auf dem Vaßbenderplatz neben der evangelischen Stadtkirche. Nach einem Aufruf im Gemeindebrief und in den lokalen Medien hatten Remscheider:innen für die Anschaffung der Sterne mehr als 3.700 € gespendet. Und weitere Gelder sammelte Pfarrer Martin Rogall beim 30. ideellen Weihnachtsmarkt am 11. Dezember 2011 ein. Mit diesem Projekt folgt die Stadtkirchengemeinde dem Beispiel des Lüttringhauser Heimatbundes, der Jahr zuvor für die Adventszeit 39 dieser leuchtend gelben Sterne aus leichtem Kunststoff angeschafft hatte. Der Marketingrat Remscheid hatte dagegen mit seinen Adventssternen über der Alleestraße weniger Glück, wie sich in diesem Jahr zeigt hat. Fragen des Waterbölles in diesem Zusammenhang blieben unbeantwortet.

Der Stadtteil Hohenhagen sucht Freunde und Förderer“, berichtete der Waterbölles am 9. Dezember 2011. Tags zuvor hatte ein gutes Dutzend Anwohner/innen im Stadtteilzentrum „Esche“ auf Einladung des Stadtteilmanagements unter Federführung von Pfarrer Axel Mersmann die Gründung eines Vereins zur Unterstützung und Förderung von Nachbarschaftsprojekten auf dem Hohenhagen vorbereitet. Einstimmig wurde beschlossen, dass es ein eingetragener Förderverein werden solle. Und das wurde er denn auch.

Wo später Honsbergs "Neue Mitte" entstand, tummelten sich vor zehn Jahren noch Baucontainer und -maschinen.  Und die Tage des "Kaufparks" an der Alexander Straße waren gezählt, er schloss wie angekündigt am 31. Dezember 2011. Doch mit dem Abriss des alten evangelischen Gemeindezentrums (Foto) und der dort geplanten „Neuen Mitte“ keimte unter den Bewohner/innen des Stadtteils auch neue Hoffnung auf. Zumal die Gewag durch den Abriss alter Wohnhäuser für mehr Licht und Grün sorgen will. Das ist geschehen, bleibt aber ein „laufender Prozess“.

Große Büro-Leerstände in der Bibliothek werden bald gefüllt“, kündigte die Politik im Dezember 2011 an, und der Haupt- und Finanzausschuss empfahl dem Rat der Stadt, zum 1. Januar 2012 aus den Fachdiensten 3.43 (Weiterbildung/VHS), 3.42 (Öffentliche Bibliothek) und 3.42.1 (Musik- und Kunstschule) den Fachdienst 3.44 (Kommunales Bildungszentrum) zu machen. So denn auch geschehen. Die Leitung des neuen Bildungszentrum übernahm damals die VHS-Leiterin Nicole Hauser-Grüdl, später  Nicole Grüdl-Jakobs. Die erforderlichen Räume für zwölf Verwaltungsmitarbeiter der VHS/MKS würden für eine Viertelmillion Euro umgebaut (siehe „Umzugskarussell“),kündigte die Verwaltung damals der Politik an. Inzwischen erscheint die Zukunft des großen Bibliotheksgebäudes eher ungewiss.

Der Bau des Altenheims auf dem Hohenhagen war von einigen „Geburtswehen“ begleitet. Aber im Dezember 2011 ging es endlich voran: Auf dem Grundstück am Otto-Lilienthal-Weg und im Evangelischen Gemeindezentrum „Die Esche“ fand – in kleinem Kreis – die Grundsteinlegung statt. Zu den Festrednern gehörte auch Frank Sieper vom Vorstand des Ev. Alten- und Krankenhilfe e.V. : „Trotz vieler Schwierigkeiten in der Vergangenheit können wir heute stolz verkünden, dass ‚die Bagger rollen‘! (…) Das neue Diakoniecentrum soll eine Einrichtung für alle Hohenhagener werden, ein in die Gemeinde integriertes Haus im besten Sinne!“

Vor zehn Jahren verlieh der Landschaftsverband Rheinland Peter Maar, langjähriger Vorsitzender des Heimatbundes Lüttringhausen, für seine Verdienste auf dem Gebiet der Denkmalpflege, der Heimatpflege und des Naturschutzes den Rheinlandtaler des Landschaftsverbandes. Die Auszeichnung hob die ehrenamtlich erworbenen Verdienste des Oberverwaltungsrats im Ruhestand um die rheinische Kulturpflege hervor. Maar hatte sich vor allem für die Bewahrung des historischen Stadtbildes von Lüttringhausen und für kulturelle Veranstaltungen eingesetzt. In der ehemals selbstständigen Stadt, die seit 1929 ein Ortsteil von Remscheid ist und einen der schönsten und besterhaltenen historischen Ortskerne im Bergischen Land besitzt, spielt die Denkmal- und Kulturpflege eine wichtige Rolle.

Keine Spur mehr vom Badeteich der Haddenbacher Jugend

Links Haltestation Haddenbach, mit dem Personenzug der Ronsdorf-Müngstener Eisenbahn und einem Fuhrwerk auf der Haddenbacher Straße Richtung Ronsdorf. Archiv: Stadtwerke Remscheid. Rechts der Bahnhof Haddenbach. Foto: Historisches Zentrum RemscheidVon der Lohmühle Haddenbach (Matador-Werk) geht es nur noch etwa 100 Meter Richtung Haddenbach, dann kommen wir zum Standort der ehemaligen Hämmer von Haddenbach. Sie sind ebenfalls uralt und werden 1692 erwähnt als dem Ern zum Hoddenbroch und dem Theißs in der Ibach („am gleichen Teich stehend“) gehörend. Zuvor hatten dort Schleifkotten gestanden. 1829 sind beide Hämmer im Besitz von Peter Tillmanns. 1853 taucht dieser Stahlhammer wieder als „Haddenbacher Stahlhammer der Gebr. Tillmanns am Laienbach“ auf. Der Leyerbach ist wohl nicht die richtige Bezeichnung, denn der Morsbach wird an dieser Stelle aus den drei Bächen Leyerbach, Diepmannsbach und Mückenbach gebildet. 1867 ist das Hammerwerk von Carl und Richard Tillmanns zu Clarenbach am großen Bach erwähnt mit 12 bis 15 PS. Sie werden auch die letzten Besitzer gewesen sein; Luftaufnahmen von 1924 zeigen auch keinen Hammerteich mehr, obwohl die Reste erst 1970 zugeschüttet worden sind. Alte Haddenbacher erinnern sich noch an den verlandeten Obergraben mit dem Teich; er war der Haddenbacher Jugend als Badeteich sehr willkommen. Der Obergraben kam praktisch unter der Haddenbacher Straße her, wo die kleine Brücke kurz vor der Firma Peiseler (Luftbild unten) den Bach freigibt. (aus: Hämmer- und Kottenforschung in Remscheid – von Gerstau bis Haddenbach –,herausgegeben von Günther Schmidt, Druck und Vertrieb Paul Hartgen GmbH + Co. KG, Lennep)

Kaum Erkenntnisgewinn aus der Personalstatistik

„Die Remscheider Stadtverwaltung ist überwiegend weiblich“, lautet der erste Satz des Gleichstellungsplans 2019-2023, der im September 2019 vom Rat der Stadt beschlossen wurde.. Dier Verwaltung legte damals Wert auf die Feststellung, dass der neue Plan „eine differenzierte Beschäftigtenanalyse enthalte, die aufzeige, „an welchen Stellen die Stadtverwaltung weitere Handlungsoptionen hat, um Unterrepräsentanzen von Frauen abzubauen“ und „in den nächsten Jahren mehr Frauen in Führungspositionen zu bringen.“ Dazu gehöre, dass Karrierewünsche und Familienplanung miteinander in Einklang gebracht werden können. Viele Frauen wären bereit, Führungsverantwortung zu übernehmen, wenn sie eine Balance zwischen Familie und Beruf herstellen könnten. Und auch Männer wünschen sich, so die Verwaltung damals weiter, mehr Zeit und Flexibilität für die Familie. Dies zeige die steigende Inanspruchnahme der „Vätermonate“ der Elternzeit. Auch Männer würden deshalb vom neuen Gleichstellungsplan profitieren dank eines „Maßnahmebündels von Fortbildung, Arbeitszeitflexibilisierung, Ansprachekonzepten und Kinderbetreuung.“ Zugleich verpflichtet das Landesgleichstellungsgesetz die Stadt, bei eventuellen Stelleneinsparungen Maßnahmen aufzuzeigen, „die geeignet sind, ein Absinken des Frauenanteils zu verhindern.“

Allerdings sei eine “gezielte Analyse der Personaldaten der letzten Jahre … zwingend erforderlich, um eine fundierte Problemanalyse vornehmen und in einem nächsten Schritt konkrete Ziele sowie Maßnahmen für die kommenden Jahre formulieren zu können“, räumte die Verwaltung schon bei der Vorlage des neuen Gleichstellungsplans ein. Zu diesem liegt nun zur Sitzung des Hauptausschusses am 17. Februar der erste Zwischenbericht für die Jahre 2019 – 2021 vor. Zitat: „Die Maßnahmen des Gleichstellungsplans konnten aufgrund der Pandemie nicht wie beabsichtigt umgesetzt werden.“ Und wo sich Veränderungen ergeben hätten, könnten diese „“nicht auf den Gleichstellungsplan zurückgeführt werden“. Im Übrigen seien die Daten der Personalstatistik 2019 mit den zum 1.Mai 2021 erhobenen „ nur sehr bedingt und nicht in allen Bereichen gegeben“, bedingt durch den Wechsel zu einem anderen Rechenzentrum zum 1. Januar 2020, durch den sich verschiedene Berufsgruppenzuordnungen geändert hatten. Der Grund: „Nach dem Wechsel wurden … im alten System vorhandene Ungenauigkeiten in der Zuordnung bereinigt. Aus den meisten Veränderungen, insbesondere da, wo es sich um sehr kleine Berufsgruppen und wenig besetzte Entgeltstufen handelt, können daher keine validen Schlüsse gezogen werden.“ Und wie steht es um das 2019 angekündigte "Maßnahmenbündel"?

Fortbildungen für Führungskräfte sind geplant

Im Ausschuss für Gleichstellung, Vielfalt und Antidiskriminierung beantwortete die Verwaltung zwei Tage vor Heiligabend eine (weitere) Anfrage der Fraktionen von SPD, Grünen und FDP vom 18. Mai (nach 2015) zum Diversity-Management der Stadt Remscheid und zu der vom Rat der Stadt am Rates vom 14. Juli 2011 beschlossenen Charta der Vielfalt beantwortet. In der Stellungnahme heißt es: „Diversität soll ein fester Bestandteil der Unternehmenskultur in der Stadtverwaltung Remscheid werden. In einigen Bereichen werden Ansätze von Diversität in der Stadtverwaltung umgesetzt. Fachlich ist das Thema im Fachdienst 0.17 – Kommunales Integrationszentrum zwar verankert; zum 1. Juli 2021 wurde dort die Abteilung ‚Diversität und Rassismuskritische Arbeit‘ eingerichtet. Jedoch ist zu berücksichtigen, dass die Charta der Vielfalt, auf die sich der Beschluss zur Einrichtung eines „Diversity-Managements“ bezieht, keine 1 zu 1 Übertragung mit den Handlungsempfehlungen und Ansätzen in der … Zusammenarbeit mit FD 0.11 und FD 0.17 zum Thema Diversität in der Stadtverwaltung bedeutet. Genauso ist zu berücksichtigen, dass die Abt. 0.17.1 „Diversität und Rassismuskritische Arbeit“ kein Konzept „Diversity-Management“ beinhaltet bzw. bearbeitet. Vielmehr bezieht sich die Arbeit des Kommunalen Integrationszentrums darauf, dass das Thema mit unterschiedlichen Zielgruppen in den diversen Handlungsfeldern wie z.B. von der KiTa über Schule, Ehrenamt und Senioren usw. aufgegriffen wird.“ 
Zur Umsetzung der Charta der Vielfalt in der Stadtverwaltung gehöre es,

  1. „eine Organisationskultur zu pflegen, die von gegenseitigem Respekt und Wertschätzung geprägt ist, und die Voraussetzung dafür zu schaffen, dass Führungskräfte wie Mitarbeitende diese Werte erkennen, teilen und leben. Aufgabe hier ist die Implementierung einer Unternehmenskultur, die die Werte sowohl an die Führungskräfte als auch an die Mitarbeitenden vermittelt. Folgende Maßnahmen sind hierzu bereits vorgesehen: Seit 2020 gibt es Fortbildungen für Auszubildende. Das Thema Diversität wird zudem in der jährlichen Einführungsveranstaltung für die neuen Auszubildenden ausdrücklich aufgegriffen. Seit 2021 wird ein Trainingstag zum Thema Diversität bei den Auszubildenden durchgeführt. Für das kommende Jahr sind Fortbildungen für Führungskräfte in Planung - nach der Vorstellung im Verwaltungsvorstand. Über die Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung können Auszubildende/Studierende mit Einverständnis der Stadtverwaltung Remscheid auch für ca. drei Monate im Ausland studieren, um ihre sozialen und kulturellen Kompetenzen zu erweitern.
  2. die Personalprozesse zu überprüfen und sicherzustellen, dass diese den vielfältigen Fähigkeiten und Talenten aller Beschäftigten sowie dem Leistungsanspruch der Verwaltung gerecht werden. Diversität ist inhaltlicher Bestandteil sämtlicher Stellenausschreibungen innerhalb und außerhalb der Stadtverwaltung Remscheid und findet auch bei der Personalgewinnung im Ausbildungsbereich ausdrücklich Berücksichtigung. Hierzu ist folgender Passus verbindlicher Bestandteil sämtlicher Stellenausschreibungen: ‚Die Stadtverwaltung Remscheid fördert aktiv die Gleichstellung aller Mitarbeitenden. Sie strebt an, dass sich die gesellschaftliche Vielfalt auch bei den Beschäftigten widerspiegelt und begrüßt deshalb Bewerbungen von Personen, unabhängig von kultureller und sozialer Herkunft, Alter, Religion, Weltanschauung, Behinderung oder sexueller Identität.‘
    Die Personalauswahl hat jedoch primär nach den gesetzlichen Vorgaben nach Art. 33 Abs. IIGG, also nach dem Prinzip der Bestenauslese, zu erfolgen. 
    Die aufgeführten Merkmale der Vielfältigkeit sind demnach weder ein Auswahl- noch ein Ausschlusskriterium und heben die Chancengleichheit aller Bewerbenden ausdrücklich hervor. Für alle Kolleginnen und Kollegen, die bereits bei der Stadtverwaltung Remscheid beschäftigt sind, bilden Bausteine der Personalentwicklung, wie beispielsweise Fortbildungsangebote, Teilzeitmöglichkeiten, Vereinbarkeit von Familie und Beruf eine wichtige Grundlage für Diversität in der Verwaltung.
     Die Stadt Remscheid hebt in diesem Zusammenhang auf ihrer Internetseite in ihrer Funktion als Arbeitgeberin und im Rahmen ihrer Öffentlichkeitsarbeit ausdrücklich die Wichtigkeit einer vielfältigen Personalzusammensetzung hervor.
  3. die Vielfalt innerhalb und außerhalb der Organisation anzuerkennen, die darin liegenden Potenziale wertzuschätzen und für die Stadt Remscheid gewinnbringend einzusetzen. Die Stadtverwaltung ist ein Spiegel der Stadtgesellschaft. Damit ist es Aufgabe der Stadtverwaltung dies als Organisationskultur zuerst nach innen zu verankern, um damit auch als Vorbild für die Stadtgesellschaft zu dienen.
  4. über die Aktivitäten und den Fortschritt bei der Förderung der Vielfalt und Wertschätzung jährlich öffentlich Auskunft zu geben. Perspektivisch kann durch die Implementierung eines Diversity-Managements jährlich Auskunft über die Aktivitäten und Fortschritte gegeben werden.
  5. die Beschäftigten über den Mehrwert von Vielfalt zu informieren und sie bei der Umsetzung der Charta einzubeziehen. Wie unter Punkt 1 bereits ausgeführt, sind für das kommende Jahr Fortbildungen für Führungskräfte in Planung. Für Auszubildende erfolgen jährlich bereits eine entsprechende Informationsveranstaltung sowie Fortbildungen zum Thema Diversität.“

BeST eröffnet am 5. 1. neue Corona-Impfstelle

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Im Gesundheitshaus Hastener Straße 15 eröffnet die Bergische-Schnell-Test-GmbH BeST, die vielen Remscheiderinnen und Remscheidern bereits als Betreiberin einer Drive-In-Teststation auf dem Remscheider Schützenplatz bekannt sein dürfte, am Mittwoch, 5. Januar, eine Corona-Impfstelle. Der Zugang zur Impfstelle erfolgt über den Haupteingang, die Eingangshalle des Gesundheitshauses dient als Wartebereich. Das Impfangebot gilt für Personen ab 16 Jahren von Montag bis Samstag zwischen 9 und 17 Uhr. Eine Terminbuchung ist nicht erforderlich.

Im Angebot sind Erst-, Zeit- und Auffrischungsimpfungen. Bei Personen ab 30 Jahren kommt der Impfstoff Spikevax von Moderna zum Einsatz, bei unter 30-jährigen ausschließlich Comirnaty von BioNTech. Auffrischungsimpfungen sind laut Ständiger Impfkommission (STIKO) nur ab einem Alter von 18 Jahren und frühestens vier Monate nach der letzten Impfung vorgesehen.

Auch in dieser Impfstelle gilt: FFP2-Maske tragen, Abstand halten, Personalausweis mitbringen und Impfpass – sofern vorhanden – vorlegen! Bitte auch den Anamnese- und Einwilligungsbogen möglichst ausdrucken, ausfüllen und mitbringen! Alle Impfungen werden von Ärztinnen oder Ärzten durchgeführt.

Für Interkulturelle Woche noch kein Träger in Sicht

In der Vergangenheit haben zum Teil wechselnde Akteure die Interkulturelle Woche in Remscheid gestaltet. Dazu zählten der Fachdienst Integration und Migration, die Schlawiner gGmbH, der Caritasverband, das Katholischen Bildungswerk und der Verein Kulturstadt Remscheid e.V. In diesem Jahr wurde die Veranstaltungsreihe vom Caritasverband Wuppertal für alle drei bergischen Großstädte initiiert und organisiert. Für die interkulturelle Woche vom findet vom 25. September bis 2. Oktober 2022 hat sich bislang noch kein Organisator gefunden. Aus diesem Grund hat die SPD zur Sitzung des Integrationsrates am 13. Januar den Antrag gestellt, die Verwaltung möge „die Durchführung der interkulturellen Wochen 2022 federführend sicherstellen“. Auf der Klausurtagung des Integrationsrates am 6. November hatten sich die teilnehmenden Integrationsratsmitglieder dafür ausgesprochen, die Interkulturelle Woche in Remscheid „wieder etwas mehr zu beleben“ und dem Integrationsrat empfohlen, sich mit eigenen Veranstaltungen zu beteiligen.

Goldene Ehrennadel für Lutz Uwe Magney

Besondere Ehre für Volksbank-Vorstand Lutz Uwe Magney: Zum Dank für langjährige verdienstvolle Tätigkeit in der Genossenschaftsorganisation erhielt er die Ehrennadel in Gold des Genossenschaftsverbands–Verbands der Regionen. Dieser vertritt rund 2.600 Genossenschaften, nicht nur Banken, in 14 Bundesländern und stellt auch die Prüfer für die alljährliche Wirtschaftsprüfung.

Verbandsprüfer Karl-Heinz Tinter heftete Magney die Ehrennadel ans Revers und würdigte die lange und intensive Laufbahn des bergischen Volksbankers. Sie begann vor 50 Jahren, im September 1971 mit der Ausbildung bei der damaligen Volksbank Remscheid. Nach einem kurzen Abstecher zu einem anderen Arbeitgeber hat Lutz Uwe Magney, die Entwicklung der heutigen Volksbank im Bergischen Land miterlebt und mitgestaltet. Sie begann in einer Zeit, in der Computer für die meisten Menschen noch ein Fremdwort war. Die Einführung neuer Techniken, die nachhaltigen Verbesserung von Abläufen und das Vorantreiben der Digitalisierung gehören zu den wichtigsten Schwerpunkten in Magneys Arbeit, der seit 2016 Vorstandsmitglied ist. Die Genossenschaftsidee „Was einer alleine nicht schafft, das schaffen viele“ ist für den 66-Jährigen dabei stabiles Fundament und Ansporn zugleich.

Arbeitslosmeldung ab 1. Januar auch online

Pressemitteilung der Agentur für Arbeit

Mit Beginn des Jahres 2022 können sich Kundinnen und Kunden der Arbeitsagentur mit ihrem Personalausweis und Online-Ausweisfunktion rund um die Uhr und ortsunabhängig arbeitslos melden. Dieser neue eService macht ein persönliches Erscheinen für die Arbeitslosmeldung nicht mehr (wie bisher) zwingend erforderlich. Bei der Online -Arbeitslosmeldung erfolgt der Identifikationsnachweis mit Hilfe der Online-Ausweisfunktion des Personalausweises mit bzw. eines anderen elektronischen Identifikationsnachweises (elektronischer Aufenthaltstitel, eID-Karte, Ausweis eines EU-/EWR-Mitgliedslandes mit Online-Ausweisfunktion).

Klage gegen alleinigen Anspruch der Schleiferzunft

Blick auf die Frontseite des Sirachskotten 1936. Foto: HIZ Remscheid

Hinter dem Bärenhammer, an der gegenüberliegenden Talseite  des Bärensiepens, liegt im Diepmannsbachtal der Sierachskotten. Er war nachweislich schon 1607 in Betrieb, ist aber vermutlich älter, denn Rentmeister Karsch berichtet in seinen Unterlagen von einem Doppelkotten, der lange vor 1600 gegründet worden war. Vor 1597 hatte der Stursberger Hof vier Brüder zu berücksichtigen. Diese Erbteilung brachte dem Theiß Stursberg den Sirachskotten; Bernd Stursberg hatte den neben dem Kotten des Peter Stursberg vom Goldenberg gelegenen Schleifkotten geerbt, dem er eine Hammeranlage zufügte. Diese Hammer-Kottenanlage betrieb sein Sohn Allof, wobei dessen um 1600 geborener Sohn Sirach den noch heute gebräuchlichen Namen hinterlassen hat. Der vierte Sohn hatte die Landwirtschaft und das Haupthaus geerbt. Alle Stursbergs waren Messermacher und betrieben die kombinierten Hämmer und Schleifkotten, die zu dieser Zeit recht selten waren, da die Zünfte argwöhnisch das Schmieden vom Schleifen trennten.

Am Sirachskotte im Diepmannsbachtal,  oben die Fa. Dowidat. Repro: HIZ RemscheidÄhnlich wie bei den Sichelschmieden und typisch für Lüttringhausen und Lennep, wo die Entwicklung der Messermacher anders verlief als in Remscheid und Solingen, hatten die Kotten zwei Wasserräder. Eines bewegte den Hammer, das andere bewegte den Schleifstein. Stursberg berichtet in seinem Buch "Geschichte des Metzmacherhandwerks" 1959, dass in Lüttringhausen und Ronsdorf die verschiedensten Arten von Tisch- und Klappmessern, die im 16. Jahrhundert immer mehr in Mode kamen, gefertigt wurden. Im Gegensatz zu Solingen, wo in erster Linie Blankwaffen, Schwerter, Degen, Dolche und Stechmesser zum Privileg der Schwertschmiede und Schwertfeger gehörten, zählten die Messermacher zu dem "Klein-Metzmacher-Handwerk" und wurden in Zeiten der Hochkonjunktur von den Solinger Bruderschaften geduldet.

Das Innenleben der Schleifere.i Foto: HIZ RemscheidIn der Mitte des 16. Jahrhunderts erstrebten die Messermacher ebenfalls eine Zwangsinnung mit Handwerksordnungen und erhielten gegen den Widerstand der alten Bruderschaften am 14. Januar 1571 das langersehnte Privileg zuerkannt. Lüttringhausen wurde Nebenquartier, bekam jedoch gegenüber den Solinger Zunftbrüdern die Erlaubnis, eigene Klopfhämmer und Schleifkotten anzulegen, und musste nicht die geschmiedeten Klingen einem Härter und Schleifer zur Weiterverarbeitung gegen Lohn übergeben.

Der Sirachskotten nannte sich in früheren Zeiten auch Stursberger Kotten, Teufelskotten, Jacobs Kotten, Hordenbachskotten, Heidmannskotten und Hasencleverskotten. 1607 gehörte ein Kotten dem Theißen zu Stursberg, er lag neben dem Kotten des Peter am Goldenberg, also am gleichen Teich.  1623 geht der Hammer an Allof zu Stursberg. 1656 übernahmen ihn seine Söhne Nolze und Zens und brachten ein zweites Schleifgeläuf an. Nolze verstarb 1670, und 1676 vererbte sein Bruder Zens den Hammer an seinen Schweigersohn Clemens Jacobs. Dieser kam aus der Haddenbach und besaß dort auch schon einen Kotten.

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Der Stärkungspakt, Kraftschub für die Kommunen (?)

Pressemitteilung der Bezirksregierung Düsseldorf

Für die beteiligten Kommunen war es ein Kraftschub: das Stärkungspaktgesetz NRW. Der Landtag beschloss und veröffentlichte es im Dezember 2011, um überschuldeten sowie von Überschuldung bedrohten Städten und Gemeinden auf die Beine zu helfen. Nun läuft der so genannte „Stärkungspakt Stadtfinanzen“ für fast alle zum Jahresende 2021 aus. „Wir als Bezirksregierung haben die teilnehmenden Kommunen nicht nur geprüft, sondern ihnen gerade auch bei schwierigen Entscheidungen beratend zur Seite gestanden“, erläutert Regierungspräsidentin Birgitta Radermacher. „Gleichzeitig brachte die Pandemie alle städtischen Haushalte aufgrund der steigenden Aufwendungen und der sinkenden Einnahmen unter Druck. Es war die richtige Entscheidung, diese Corona-Schäden in den Haushalten aller NRW-Kommunen separat darzustellen, damit die Verwaltungen als Dienstleister für die Menschen weiter handlungsfähig bleiben.“

Rund 5,85 Milliarden Konsolidierungshilfe stellte das Land NRW von 2011 bis 2020 im Rahmen des „Stärkungspaktes Stadtfinanzen“ für alle Regierungsbezirke bereit. Im Gegenzug verpflichteten sich die Teilnehmenden zu Sanierungsmaßnahmen, welche die jeweilige Bezirksregierung eng begleitete. Herzstück war hierbei die Prüfung und Genehmigung der einzelnen Fortschreibungen der Sanierungspläne sowie der jeweiligen Haushalte. Die Kommunalaufsicht der Bezirksregierung Düsseldorf zieht ein positives Fazit für ihren Verantwortungsbereich. „Unser Team aus der Kommunalaufsicht hat insgesamt elf Kommunen durch das mehrstufige Verfahren begleitet. Mit dem Jahr 2021 endet für zehn von ihnen die Teilnahme am Stärkungspakt. Einige Kommunen wie zum Beispiel Mönchengladbach haben freiwillig teilgenommen“, erklärt Carsten Kießling, Hauptdezernent des zuständigen Dezernates 31 der Bezirksregierung Düsseldorf. Die Regel für alle Teilnehmenden lautete: Der kommunale Haushalt ist mit Hilfe der Konsolidierungshilfe in fünf bzw. sieben Jahren auszugleichen. Dann muss der Haushaltsausgleich aus eigener Kraft erreicht sein. „Die Kooperationsbereitschaft in den Rathäusern und Kreisverwaltungen war groß. Alle Kommunen, für die der Stärkungspakt im Jahr 2021 ausläuft, sind mittlerweile wieder in der Lage, ohne Stärkungspaktmittel einen ausgeglichenen Ergebnishaushalt darzustellen. Ich möchte mich bei allen Kolleginnen und Kollegen auf kommunaler Ebene für die gute Zusammenarbeit bedanken“, erklärt Kießling im Namen der Bezirksregierung Düsseldorf. „Vor Ort haben viele Akteure mit der konsequenten Umsetzung der Einzelmaßnahmen am Erfolg des Stärkungspaktes mitgewirkt.“

Im Regierungsbezirk Düsseldorf nahmen bzw. nehmen insgesamt acht kreisfreie Städte und drei kreisangehörige Städte am Stärkungspakt teil. Vier kreisfreie Städte im Rahmen der ersten Stufe, sechs Städte im Rahmen der zweiten Stufe und eine kreisfreie Stadt im Rahmen der dritten Stufe (bis 2023). Dies ist Mülheim an der Ruhr, hier läuft die Teilnahme am Stärkungspakt noch wie geplant weiter. Erfolgreich abgeschlossen haben mit Ende 2021 hingegen die Teilnehmenden der Stufen 1 und 2. Dies sind: Essen, Mönchengladbach, Korschenbroich, Oberhausen, Duisburg, Velbert, Moers, Solingen, Wuppertal und Remscheid.

Sonderfahrplan zu Silvester und Neujahr

Pressemitteilung der Stadtwerke Remscheid

Zum Jahreswechsel 2021/2022 gelten in Remscheid an Silvester sowie am Neujahrsfeiertag Sonderfahrpläne für den Bus- und Bahnverkehr:

31. Dezember
Tagsüber (bis gegen 21 Uhr) fahren wir nach dem Sams­tagsplan. Einige Regionallinien beenden ihre Fahrten jedoch zwischen 18 und 20 Uhr. Danach folgt bis etwa 23 Uhr das plan­mäßige NachtExpress-Angebot. Nach Mitternacht verkehren die Busse auf den NachtExpress-Routen stündlich nach besonderem Fahrplan (mit Ausnahme des NE15, der im 90-Minuten-Takt fährt) bis in die frühen Morgenstunden. Die Nachtzüge der Bahnlinien RB48, S1 und S7 fahren wie an Wochenenden.

Neujahr (1. Januar 2022)
Betriebsbeginn und Verkehrsangebot wie am 25. Dezember.

Wege (online) in Gesundheit und Pflege

Pressemitteilung der Agentur für Arbeit

Frauen und Männer, die eine Tätigkeit in der Pflege anstreben oder an einer Ausbildung zur staatlich anerkannten Pflegefachkraft interessiert sind, können sich am Dienstag, 4. Januar, von 14 bis 15 Uhr in einer Online-Sprechstunde umfassend und individuell beraten lassen. In dieser Sprechstunde informieren die Experten der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal zu beruflichen Chancen und Ausbildungsformen in der Pflege, gleichzeitig werden auch viele konkrete Stellen angeboten.

In der Pflege werden Fachkräfte dringend gesucht. Mit der Qualifizierungs- und Ausbildungsoffensive Altenpflege will die Bundesregierung die dringend benötigten zusätzlichen Pflegekräfte gewinnen. Die Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal erleichtert den Einstieg in die Pflege und bietet eine regelmäßige Online-Sprechstunde für Interessierte aus dem Bergischen Städtedreieck an. Die Online-Sprechstunde findet jeden ersten Dienstag im Monat von 14 bis 15 Uhr statt.

Die Sprechstunde richtet sich auch an Erwachsene, die über einen beruflichen Wechsel nachdenken oder den Wiedereinstieg ins Erwerbsleben planen und Interesse an einer Tätigkeit in der Pflege haben. Auch zu Perspektiven und Chancen für Menschen, die bereits Erfahrungen als Hilfskraft in einem Pflegeberuf gesammelt haben und sich nun über Möglichkeiten der Qualifizierung und Weiterbildung informieren möchten, wird in der Sprechstunde beraten. Die Anmeldung für die Veranstaltung erfolgt über das Berufsinformationszentrum (BiZ) Wuppertal, Tel. 0202 2828-460 oder E-Mail solingen-wuppertal.biz@arbeitsagentur.de. (Kerstin Dette)