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Kulturelle Grundversorgung ohne Theater nicht gefährdet?

Was ist den Wirtschaftsprüfern von Rödl & Partner auf der Suche nach Sparmöglichkeiten für die Stadt nicht alles eingefallen: Zum Beispiel bei den Theatern:

„Für das Westdeutsche Tourneetheater wurden … 2005 des … Zuschüsse in Höhe von 139.150 € gewährt, obwohl in diesem Bereich mit dem Teo-Otto- Theater ein städtisches Angebot vorgehalten wird. Die Finanzierung des WTT erfolgt zu zwei Dritteln durch Landesmittel und zu einem Drittel aus städtischen Zuschüssen. Eigene Einnahmen aus Gastspielen decken die Kosten. Die Landesmittel sind dabei an den städtischen Zuschuss gekoppelt. Eine Streichung des städtischen Zuschusses führt zur Streichung der Landesmittel und damit zur Insolvenz des WTT. Alternative Ansätze, wie die Möglichkeit einer Kooperation zwischen dem WTT und dem Teo- Otto-Theater, wurden diskutiert und geprüft. Diese führen aus Sicht des Teo-Otto-Theaters zu keinen Haushaltseffekten für die Stadt Remscheid.

Das Teo-Otto-Theater ist eine freiwillige Einrichtung der Stadt Remscheid. Der Haushalt 2006 veranschlagt für das Teo-Otto-Theater einen Zuschuss in Höhe von 1,73 Mio. €. Von der Schließung sind 18,31 Stellen betroffen. Durch die Schließung der Einrichtung ist die kulturelle Grundversorgung der Einwohner der Stadt Remscheid nicht gefährdet, da eine räumliche Nähe zu vergleichbaren Einrichtungen und Angeboten wie den Wuppertaler Bühnen und dem Theater Solingen in den unmittelbaren Nachbarkommunen besteht. Die Fahrstrecken und Fahrzeiten zu diesen Einrichtungen (Entfernung vom Teo-Otto-Theater zu den vorher genannten Einrichtungen) sind in einem tolerierbaren Bereich (unter 15 km und unter 25 Minuten). Im ausgewiesenen Haushaltseffekt sind die Leistungsentgelte an die Bergischen Symphoniker in Höhe von ca. 100.000 € … berücksichtigt. Es handelt sich hierbei um eine vertragliche Pflichtabnahme von Orchesterleistungen, die auch nach Schließung des Theaters anfallen würde.

Durch eine Kooperation des Teo-Otto-Theaters mit den Theatern in Solingen und Wuppertal und/oder privaten Theatern wie dem Rotationstheater und WTT (Theater im Studio) (Anm.: wohl als Alternative zur Theaterschließung angeführt) lassen sich Synergien bei dem Einkauf von Stücken und Gastspielen generieren. Der Haushalt 2006 weist für das Teo-Otto-Theater Ausgaben für Gastspiele in Höhe von 765.916 € (ohne die Bergischen Symphoniker) aus. … Unter der Annahme eines vorsichtigen Einspareffekts von fünf Prozent (Einspareffekte bei Einkaufsgemeinschaften in anderen kommunalen Bereichen liegen deutlich über diesem Wert) ergibt sich eine Einsparung von ca. 35.000 € pro Jahr.“ (Aus dem Konsolidierungsgutachten der Wirtschaftsprüfer von Rödl & Partner, komplett als pdf-Datei hier.) Was halten Sie davon?   

Trackbacks

waterboelles.de am : Eine Null zuviel und auch sonst beinahe absurd

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Durch die Schließung des Teo Otto Theater als freiwillige" Einrichtung der Stadt sei die kulturelle Grundversorgung der Remscheider Bürger nicht gefährdet, meinen die Wirtschaftsprüfer von Rödl & Partner. Sie begründeten das mit der „räumlichen N

Kommentare

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Chronist am :

„Bereits vor drei Jahren wurde bei der Umwandlung des WTT in eine gGmbH in Erwartung vereinfachter Spendenabzugsmöglichkeiten vom Kulturausschuss erwogen, den Zuschuss an das WTT schrittweise jährlich um 2.500 € zurückzuführen. Jede drastischere Beschneidung der Zuschüsse würde das WTT in seiner Existenz bedrohen. Der Erhalt des WFT ist unbedingt anzustreben. Zumal das Theater vor Ort wichtige migrationskulturelle Arbeit mit Kindern und Jugendlichen leistet und man dem Theater und dessen engagiertem Leiter Zeit für die Etablierung einer klug angelegten Neuausrichtung einräumen muss.“ (Stellungnahme des Verwaltungsvorstands der Stadt Remscheid zum Sparvorschlag von Rödl & Partner)

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