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22-Jähriger ohne Führerschein flüchtet vor der Polizei

Weil er keinen Führerschein mehr besitzt, ist ein 22-jähriger Autofahrer aus Remscheid vor der Polizei geflüchtet; nun sieht er einem umfangreichen Strafverfahren entgegen. Eine Streifenwagenbesatzung hatte am vergangenen Freitag gegen 15.50 Uhr auf der B 229 in Radevormwald einen BMW kontrollieren wollen, doch der Fahrer fuhr zügig in Richtung Remscheid weiter. Als die Streifenwagenbesatzung den Remscheider an der Einmündung B 229 / Ringstraße in Lennep zum Anhalten aufforderte, beschleunigte er stattdessen und flüchtete unter Missachtung von roten Ampeln in Richtung Lüttringhausen.

An der Anschlussstelle Remscheid-Lennep fuhr er auf die Autobahn 1 in Richtung Köln. Auf dem Weg zur Anschlussstelle Remscheid kam es zwischen dem BMW und einem anderen Verkehrsteilnehmer zu einer seitlichen Berührung. Statt nun anzuhalten, flüchtete der 22-Jährige weiter in Richtung Köln, verließ die Autobahn an der Anschlussstelle Remscheid und fuhr in das angrenzende Industriegebiet. Nachdem er dort in eine Sackgasse geraten war, wendete er seinen BMW und fuhr mit hoher Geschwindigkeit auf den ihn verfolgenden Streifenwagen zu. Da bei dem Ausweichmanöver des Streifenwagens ein Reifen beschädigt wurde, konnte der 22-Jährige zunächst entkommen; er stellte sich aber wenig später der Polizei. Als Grund gab er an, dass er keine gültige Fahrerlaubnis habe; sein Führerschein sei im letzten Jahr nach einem illegalen Straßenrennen von der Polizei sichergestellt worden. (aus dem Polizeibericht von heute)

Musternotfallplan für Hitze und Starkregen liegt vor

Nicht zuletzt seit dem Bericht „ReSoKlima2100“ des Deutschen Wetterdienstes (DWD) ist klar, dass auch in Remscheid – trotz der topographischen Lage – Hitzetage in Zukunft zunehmen werden. Auf der im Geodatenportal der Stadt Remscheid veröffentlichten „Klimafunktionskarte" lassen sich die Hitzelagen sowie die Kaltluftbahnen und ihre Abflüsse für das Jahr 2017 nachvollziehen. Die Daten der Klimafunktionskarte zieht die Stadtverwaltung für Maßnahmen der Bauleitplanung und Stadtentwicklung heran.

Der DWD warnt mit seiner amtlichen WarnWetter-App vor Hitzegefahren. Das bundesweite Hitzewarnsystem des nationalen Wetterdienstes alarmiert die Bevölkerung bei starker Wärmebelastung (ab 32°C gefühlter Temperatur) sowie extremer Wärmebelastung (ab 38°C). Die App ist unter dem Stichwort ‚WarnWetter‘ in den Stores von Google und Apple abrufbar. Die Broschüre der Verwaltung „Sommerhitze – So schützen Sie Ihre Gesundheit bei heißen Temperaturen“ ist seit November 2017 im Internet unter Gesundheit und Hitze | Stadt Remscheid abrufbar – ebenso wie ein „Hitzeknigge“ des Umweltbundesamtes, der ebenfalls auf der o.g. Internetseite eingesehen werden kann. Zum Thema Hitze ist die Stadt Remscheid über das Forschungsprojekt ExTrass mit vielen deutschen Städten vernetzt. Im Bergischen Städtedreieck gibt es seit dem Forschungsprojekt BESTKLIMA einen regelmäßigen Austausch zur Klimaanpassung. (siehe hierzu Waterbölles vom 20. März 2020: „Was nutzen Vorschläge, die nicht realisiert werden?“)

Ein expliziter Hitzeaktionsplan für Remscheid wurde bislang nicht erstellt. Im Rahmen von ExTrass wurden jedoch bereits Handlungsempfehlungen für Kindertagesstätten und Senioreneinrichtungen als Einrichtungen mit besonders vulnerablen Gruppen erarbeitet, an alle Einrichtungen in Remscheid übersandt und mit einer Evaluation über ExTrass versehen. Derzeit werden diese Handlungsempfehlungen von ExTrass verbessernd überarbeitet. Die Johanniter-Unfall-Hilfe hat im Rahmen des Projektes einen Musternotfallplan für Hitze und Starkregen vorgelegt, der sich in der verwaltungsinternen Abstimmung befindet. Die Johanniter-Unfall-Hilfe in Remscheid plant ferner ein Planspiel mit den Führungskräften der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben und ein E-Learning-Tool für Pflegende.

Wesentliche Aufgaben für die Stadtentwicklung zur Anpassung an die künftigen Hitzeperioden sind Begrünungen (nicht-versiegelter Flächen, neue Stadtbäume sowie Dach- und Fassadenbegrünungen) und Entsiegelungsmaßnahmen (siehe Schwammstadt). Aktuell prüft die Verwaltung, inwieweit ein Förderantrag in der neuen Förderrunde des Programms „Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels“ des Bundesumweltministeriums gestellt werden kann. „In Bezug auf Fördermöglichkeiten zu Maßnahmen der Klimaanpassung ist die Verwaltung im ständigen Austausch, um Mittel für Projekte akquirieren zu können“, heißt es in der aktuellen Vorlage. Hierbei sei allerdings zu bedenken, „dass Fördermittel nicht nur beantragt, sondern verwaltet und abgewickelt und auch noch nach Jahren gegebenenfalls gegenüber dem Landesrechnungshof oder der Gemeindeprüfungsanstalt Rechenschaft abgelegt werden muss. Andernfalls drohen Rückzahlungen von Fördermitteln.“ (aus der Antwort der Verwaltung auf die Anfrage der CDU-Fraktion: „Wie gut ist Remscheid auf künftige Hitzeperioden vorbereitet?“ an den Ausschuss für Bauen, Umwelt, Stadtentwicklung, Klimaschutz.)

„Coffee with a Cop“ ist im Prinzip möglich

Den vier Bezirksvertretungen, dem Hauptausschuss und dem Entwicklungsausschuss hat die Verwaltung inzwischen ihre Antwort auf die Anfrage der SPD-Fraktion vom 9. November zukommen lassen, ob für Remscheid die Möglichkeit bestehe, an dem landesweiten Aktionsprojekt „Coffee with a Cop“ der Polizei teilzunehmen. Die Antwort erinnert an „Radio Eriwan“. Zitat: „Grundsätzlich besteht auch seitens der Ordnungsbehörde die Möglichkeit, an dem Aktionsprojekt der Polizei in NRW teilzunehmen. Allerdings waren aufgrund der verstärkten Kontrollen hinsichtlich der Verstöße gegen die Coronaschutzverordnung nur sehr stark eingeschränkte zeitliche Ressourcen für die Teilnahme an möglichen Aktionen gegeben.“

Beigefügt ist der Mitteilungsvorlage der Stadtverwaltung ein Schreiben der Leitenden Polizeidirektorin Irmgard Baumhus im Polizeipräsidium Wuppertal, wonach die Teilnahme an dem Format „Coffee with a cop" auch im Stadtgebiet Remscheid möglich sei; entsprechende Planungen für das bergische Städtedreieck seien eingeleitet. Aber: „Da die Termine für diese Veranstaltungen zunächst durch das Innenministerium NRW für alle teilnehmenden Kreispolizeibehörden koordiniert werden müssen und im Hinblick auf die Entwicklung der epidemischen Lage steht derzeit noch nicht fest, ob, wann und wo entsprechende Veranstaltungen im Jahr 2022 stattfinden werden“. Zugleich verweist die Leitende Polizeidirektorin auf den Bezirksdienst der Polizei. Aufgabe der dortigen Beamten und Beamtinnen sei es, „den anlasslosen Kontakt zu den Bürgerinnen und Bürgern in den Stadtbezirken zu suchen und Ansprechpartner für die Dinge zu sein, die die Bürgerinnen und Bürger „auf dem Herzen haben". Dies geschehe bei „regelmäßigen Bürgersprechstunden mit gleicher Zielrichtung“, im Streifendienst in den Bezirken und bei „zahlreichen unterschiedlichen Veranstaltungen sonstiger Art“. In der jüngeren Vergangenheit seien diese Aktivitäten jedoch aufgrund der „Corona-Lage" teilweise „nur stark eingeschränkt“ möglich gewesen oder hätten zum Teil ganz entfallen müssen.

Der Waterbölles hat seinen 16. Geburtstag gefeiert

Im Waterbölles, dem Forum zur Remscheider Kommunalpolitik, finden Sie heute 6303 Artikel und 26114 Kommentare. Und täglich werden es mehr. Gegründet wurde der Waterbölles am 19. Januar 2006. Er hat also in diesem Monat seinen 16. Geburtstag gefeiert. Viele Remscheiderinnen und Remscheider haben ihn längst auf ihrem PC zur Startseite gemacht. Die meisten Klicks – 2641 – bekam der Waterbölles in diesem Monat am 25. Januar, dem Tag des DOC-Urteils in Leipzig. Im Durchschnitt nutzten im vergangenen Jahr täglich rund 1000 Leserinnen und Leser den Waterbölles als lokale Informationsquelle. Der Waterbölles auf Facebook hat 1264 Follower, die Waterbölles-Gruppe auf Facebook, zu der man sich anmelden muss, hat derzeit 407 Mitglieder.

Wochenrückblick vom 24. bis 30. Januar 2022

Wo soll der städtische Kunstbesitz künftig schlummern?

Städtischer Kunstbesitz dämmert weiter vor sich hin“, titelte der Waterbölles am 13. März 2017. Mit einer Vorlage für den Ausschuss für Kultur und Weiterbildung hatte die Verwaltung damals auf die Anregung der Fraktion der Linken geantwortet, den städtischen Kunstbesitz – rund 2070 Gemälde, Zeichnungen, Stahlstiche, Radierungen, Lithografien, Holz- und Linolschnitte, Siebdrucke, Fotografien und Skulpturen – zu sichten und zu ordnen. Eines Konzepts für die Sicherung und Bewahrung der Kunstobjekte bedürfe es nicht, „da der Kunstbesitz sicher und unter klimatisch guten räumlichen Bedingungen gelagert wird.“

Bis 2007 lagerte der städtische Kunstbesitz, der bis 1994 jährlich mit Etatmitteln erweitert worden war, an drei verschiedenen Standorten: in einem angemieteten Depotraum im Gebäude Elberfelder Straße 41, im Kellerbereich der ehemaligen Galerie an der Scharffstraße und im Dachgeschoss von Haus Cleff. „Suboptimal“, wie die Stadt einräumt. Dann erfolgte der Umzug in einen Depotraum im rückwärtigen Teil eines früheren Discounters, den die Stadt angemietet hatte (Hastener Straße 100). Der Vertrag läuft noch bis 2027. Zeit genug also, um den Kunstbesitz zu sichten und zu bewerten und sodann über eine Veräußerung von Einzelteilen bzw. eine Präsentation von Werken durch dritte Institutionen nachzudenken, wie es im Kulturausschuss schon im April 2016 hieß? Offenbar nicht! Nach wie vor gebe es dafür „keine personelle Kapazität“, stellt die Stadtjetzt in perfektem Amtsdeutsch in einer sieben (!) Seiten umfassenden Vorlage für den Kulturausschuss fest.

2016 hatte sie den Mitgliedern des Ausschusses eine CD-ROM mit Daten und Fotos der einzelnen Kunstwerke vorgelegt, verbunden mit dem Hinweis, eine Restauration sei aus Kostengründen bisher nicht erfolgt. Auch das gilt heute noch. Schon 1016 hatte der Kulturausschuss angedeutet, um den städtischen Kunstbesitz stehe es noch schlechter als bisher angenommen. Der Waterbölles fragte damals: „Teile des städtischen Kunstbesitzes nur "Gerümpel"?

Zitat aus der aktuellen Vorlage: „Hinsichtlich der qualifizierten Sichtung und wertbezogenen Betrachtung … besteht … kein Handlungsspielraum.“ Hierfür seien „weder die personellen noch die fachlichen Voraussetzungen gegeben“. Und was wird aus dem Vorschlag, bildende Kunst im Seniorenbüro, Markt 13, auszustellen? Hierfür wären die „Räumlichkeiten .. zunächst … baulich, technisch und ausstattungsbezogen zu ertüchtigen,“ Und bis wann? „Leider erst zu einem späteren Zeitpunkt“. Begründung: „Aufgrund der … sehr hohen Arbeits- und Projektauslastung insbesondere beim städt. Gebäudemanagement“.

Entschieden werden muss aber (bis 2017?), wo der Kunstbesitz künftig gelagert werden soll. Die „Anforderungen an entsprechende Räumlichkeiten und Standorte“ sollen zunächst in einem Pflichtenheft zusammengetragen werden, eingeschlossen das Stadtarchiv und die städtische Graphothek, berichtet die Verwaltung. Anschließend seien „Räumlichkeiten und Standorte zu identifizieren und in Augenschein zu nehmen. … möglichst bereits im Eigentum der Stadt Remscheid“. Hierzu möchte die Verwaltung, auch wegen der Überlastung des Gebäudemanagements, Fachexpertisen behördlicher Beratungsstellen wie z.B. des Landschaftsverbandes Rheinland einholen. Aus der Entscheidung über die „bauliche, technische und ausstattungsbezogene Herrichtung der Räumlichkeiten“ können sich dann „weitergehende, derzeit nicht vorhandene, personelle und finanzielle Aufwendungen“ ergeben. (…) Das Prüfungsergebnis, an dem sich die weiteren Schritte und Maßnahmen ausrichten müssen“, werde die Verwaltung dann dem Ausschuss für Kultur und Weiterbildung zur weiteren Beratung vorlegen. Frage: Noch in dieser Ratsperiode? Die nächst Kommunalwahl ist voraussichtlich 2025.

Duftschuppen locken paarungsbereite Weibchen an

Der "Kaisermantel".Ein schöner, großer Tagfalter, der in warmen Sommern auch an der Natur-Schule Grund gesichtet werden kann, ist der „Kaisermantel“ (lat. rgynnis paphia), vom BUND mit der Naturschutzstiftung seines Landesverbandes Nordrhein-Westfalen zum "Schmetterling des Jahres 2022" ernannt. Auch wenn der Der Tagfalter, der auch als „Silberstrich“ bezeichnet wird, derzeit nicht als gefährdet gilt, soll so auf seinen bedrohten Lebensraum aufmerksam gemacht werden.

Der „Kaisermantel“ aus der Familie der Edelfalter (Nymphalidae) ist mit einer Spannweite von bis zu sechseinhalb Zentimetern einer der größten heimischen Perlmutterfalter. Sein Körper ist dicht behaart, die Flügeloberseite leuchtend orange mit braunen, regelmäßig verteilten Flecken. Nur männliche Schmetterlinge tragen dunkle Duftschuppenstreifen, die zur Balzzeit Pheromone, also Sexuallockstoffe, absondern, um das Weibchen paarungsbereit zu stimmen. Von unten betrachtet sind die Vorderflügel blass orange, die Hinterflügel zart grünlich. Diese tragen zudem einen längeren und zwei kürzere silberne Streifen. Kaisermantelweibchen sind noch etwas dunkler orange und grünlicher.

Der „Kaisermantel“ ist ein Waldschmetterling. Sein Lebensraum sind lichte Wälder, Waldränder, sonnige Lichtungen und Parkanlagen sowie Gärten, wenn sie seinen Lebensansprüchen für die Art der Eiablage und das Überwinterungsverhalten entsprechen. Erwachsene Schmetterlinge, die von etwa Juni bis September fliegen, brauchen Brombeeren, Baldrian, Dost, Disteln, Skabiose, Mädesüß oder Sommerflieder als Nektarlieferanten. Sie sind ruhige Trinker, die sich gut beobachten lassen.

Während der Balz im Frühsommer umfliegt das Männchen das Weibchen kreisend, während dieses ruhig weiterfliegt. Kann das Männchen, auch mit Hilfe der Duftstoffe, seine Herzdame von einer Paarung überzeugen, erfolgt diese geschützt auf Blättern, Blüten, Zweigen oder am Boden.

Da Eiablageplatz und Futterpflanze für die jungen Raupen nicht gleich sind, braucht das Weibchen einen Ort, der beide Ansprüche erfüllt. Futterpflanzen für die Raupen sind Wald-, Raues- oder Wohlriechendes Veilchen. Hat das Weibchen sie am Waldboden entdeckt, braucht es noch einen Baum, dessen Rinde zur Eiablage Rindenschuppen oder Rinden mit Spalten bietet, wo das Weibchen seine Eier ablegen kann. Gerne genommen werden Kiefern und Fichten.

Das Weibchen umfliegt den Baum von unten nach oben in Kreisen und legt die anfangs transparenten, später gelbgrauen, kegelförmigen Eier vor Blicken, Sonne und Regen geschützt an der Baumrinde ab. Im Spätsommer, nach etwa fünfzehn Tagen, schlüpfen die knapp vier Zentimeter langen, noch transparenten Raupen. Sie bleiben im Verborgenen und ernähren sich nur von der Eihülle. Im März/April/Mai begeben sich die Raupen auf Veilchensuche. Sie fressen nur nachts und verbringen den Tag geschützt unter trockenem Laub. Ihr Aussehen hat sich verändert. Sie sind jetzt dunkelbraun mit zwei gelben Rückenlinien, orange braunen Dornen am Körper und zwei schwarzen Dornen am Hinterkopf, die fühlerartig nach vorne ragen.

Die Entwicklung zum fertigen Schmetterling erfolgt mit einer Stürzpuppe, wofür sich die Raupe kopfüber mit dem Hinterteil an einem Pflanzenteil aufhängt. Dieser Schritt dauert etwa 24 Tage, die komplette Entwicklung erstaunliche neun Monate. Der Namensteil „paphia“ des wissenschaftlichen Namens bezieht sich übrigens auf einen Beinamen der Aphrodite, der Göttin der Liebe und der Schönheit der griechischen Mythologie. (Stefanie Barzen)

Smart Home, oder: Gebäudetechnik wird intelligent

Praktische Übungen ergänzen den theoretischen Teil.Pressemitteilung des Berufsbildungszentrum der Remscheider Metall- und Elektroindustrie GmbH (BZI) 

Toll, wenn sich die Heizung vom Handy steuern lässt, die Jalousien mit intelligenter Technik hoch- und runtergefahren werden können oder von unterwegs mit dem Smartphone das Licht eingeschaltet werden kann. Die Smart Home-Technik bietet unendliche Möglichkeiten, nur muss man wissen, wie`s geht. Hier setzen die KNX- Basislehrgänge des Berufsbildungszentrums der Industrie (BZI) an, die die Grundlagen und vertieftes Fachwissen zu der innovativen Technologie vermitteln. KNX steht für Konnex-Bus und ist ein für alle intelligenten Geräte zugängliches Kommunikationsmittel, das eine einheitliche intelligente Vernetzung in einem Gebäude ermöglicht. Die Kurs-Teilnehmerinnen und -Teilnehmer bekommen einen breiten Überblick entsprechend dem aktuellen Stand der Gebäudeautomationstechnik. Praktische Übungsphasen ergänzen den theoretischen Teil. So erhalten die Teilnehmenden die erforderlichen Kenntnisse um ein KNX-System zu installieren, programmieren und in Betrieb zu nehmen. Dazu gehören natürlich auch Fertigkeiten zur Fehlersuche und -behebung. Der Lehrgang richtet sich an Techniker, Meister und Fachkräfte aus dem Elektrohandwerk und der Elektroindustrie, aber auch an interessierte Bauherren. „Der Schwerpunkt liegt klar auf dem Programmieren. Daher ist der Kurs auch für technisch interessierte Laien geeignet. Die eigentliche Installation muss aber eine Elektrofachkraft vornehmen“, erläutert Rainer Moschkau, Fachkoordinator Automatisierungstechnik im BZI.

Als autorisierte KNX-Schulungsstätte stellt das BZI nach erfolgreicher Teilnahme und einer Online-Prüfung das offizielle KNX-Zertifikat aus. Zudem ist dieser Lehrgang „E-Akademie“ anerkannt. Jetzt schon vormerken: Der nächste Lehrgang KNX findet vom 27 Juni 2022 bis 1. Juli 2022 statt. Mehr Informationen zu Smart Home und Elektrotechnik auf www.bzi-rs.de. Für weitere Informationen oder Fragen: BZI, Wüstenhagener Str. 18 – 26, 42855 Remscheid, Tel. RS 9387–100, E-Mail: info@bzi-rs.de">info@bzi-rs.de. Homepage: www.bzi-rs.de.

Bergische Universität feiert 50-jähriges Bestehen

Pressemitteilung der Universität Wuppertal

„Wir feiern. 50 Jahre.“ – Unter diesem Motto läutet die Bergische Universität Wuppertal ihr Jubiläumsjahr 2022 ein. Und sie lädt alle ein, das ganze Jahr mitzufeiern: Studierende, Lehrende, Mitarbeitende und Ehemalige sowie Kooperationspartner, Freund*innen und alle interessierten Bürger*innen des Bergischen Landes. Große Highlights, wie der Tag der offenen Tür am 21. Mai, der Jubiläums-Festakt in der Historischen Stadthalle am 26. August und der Jubiläumsball am 5. November stehen in den kommenden Monaten ebenso auf dem Programm wie zahlreiche kleinere Veranstaltungen und Aktivitäten, die spannende Einblicke in fünf Jahrzehnte Universität geben.

Anfang der 1970er-Jahre beschloss die damalige Landesregierung die Gründung von fünf Gesamthochschulen in Nordrhein-Westfalen; mit dabei ist auch der Standort Wuppertal. Zu dieser Zeit existieren bereits die Staatlichen Ingenieurschulen für Maschinenwesen und Elektrotechnik in Wuppertal und Remscheid, die Textilingenieurschule, die Staatliche Ingenieurschule für das Bauwesen, die Werkkunstschule Wuppertal und die Grafische Industrie – sie alle gehen in der Gesamthochschule Wuppertal auf, deren Gründungsdatum auf den 1. August 1972 fällt. Am 3. August erklärt NRW-Wissenschaftsminister Johannes Rau sie für offiziell eröffnet. Zum Gründungssemester werden 3.473 Student*innen eingeschrieben.

Als „Bergische Universität Wuppertal“ ist die ehemalige Gesamthochschule heute in der internationalen Forschungslandschaft ebenso ein hochanerkannter Player wie national und regional. Allein in den vergangenen zehn Jahren hat sich die Zahl ihrer wettbewerblich eingeworbenen Forschungsmittel verdoppelt und ihrer Studierenden um knapp 50 Prozent erhöht. Neun Fakultäten, 31 Fächer und rund 114 Studiengänge sorgen für ein starkes Profil mit einer Reihe herausragender „Leuchttürme“. Hierbei spielen neben zahlreichen Instituten vor allem die 16 Interdisziplinären Zentren eine entscheidende Rolle, welche die fachübergreifende Innovationsfähigkeit und den Teamgeist in den Bereichen Forschung, Lehre und Transfer stärken sollen.

Die Hochschule legt trotz ihrer Größe mit mittlerweile rund 23.000 Studierenden und 4.000 Beschäftigten viel Wert darauf, weiterhin eine Institution der kurzen Wege zu sein: Sie setzt sich ein für gute Betreuungsrelationen, für eine individuelle Unterstützung gerade beim Studienstart, für zahlreiche Service- und Förderangebote für Mitarbeitende und Studierende sowie insgesamt eine gute Studien- und Arbeitsatmosphäre. Diverse Rankings belegen die zunehmende Beliebtheit der Bergischen Universität nicht nur bei den jungen Menschen, sondern auch als begehrte Arbeitgeberin. Alles Wichtige rund um das Jubiläum und seine Veranstaltungen hält die Jubiläumsseite 50jahre.uni-wuppertal.de bereit.

"... überlegen, ob und wie es weitergeht!"

Video-Interview mit Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz am Mittwochabend

Das Bundesverwaltungsgericht (BVerwG) in Leipzig hat am Dienstag den Bebauungsplan für das Designer Outlet Center im Stadtteil Lennep in letzter Instanz als unwirksam erklärt und damit die Hoffnung der Stadt Remscheid auf eine Fortführung des infrastrukturellen Großprojektes (vorerst?) zunichte gemacht. Die Verwaltungsspitze reagierte auf dieses Urteil mit Unverständnis und großem Bedauern. Vertan sei damit (zunächst?) auch die Chance auf eine Stärkung Remscheids und der Region, des lokalen Arbeits- und Ausbildungsmarktes, der örtlichen Wirtschaft und des regionalen Tourismus, die mit der Realisierung  des DOC einherging. Eine bittere Niederlage, so Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz. Im  Waterbölles-Interview äußert er sich sehr enttäuscht über das Urteil der Leipziger Richter. „Auch bei McArthurGlen ist die Enttäuschung groß, Wir werden uns in den nächsten Wochen mit der Politik und McArthurGlen zusammensetzen und gemeinsam überlegen, ob und wie es weitergeht.“

Januar 2012: Der Waterbölles blättert zurück

Vor zehn Jahren strebte die Stadtverwaltung den Ankauf von 31.000 Quadratmeter Gartengelände für 270.000 Euro an aus dem Grundbesitz der Bahn AG. Das Wiesengrundstuck in Endringhausen (Luftbild) – seit Jahren seit Jahren von einem Kleingartenvereins genutzt – sollte den Lenneper Vereinen als Ersatz für den Schützenplatz als Kirmesfläche angeboten werden. Im Vorfeld eines entsprechenden Ratsbeschlusses habe es keine abschließenden Gespräche mit dem betroffenen Kleingartenverein gegeben, kritisierte damals die CDU. Auf den Ratsbeschluss, die Pachtverträge mit den Schützenvereinen für den Lenneper Schützenplatz zu kündigen, folgte 2012 eine kleine Revolution in der einstigen Kreis- und Hansestadt Lennep: 17 Vereine mit mehr als 25.000 Mitglieder, darunter auch der Heimatbund Lüttringhausen, schlossen sich der Interessengemeinschaft „Hände weg von den Veranstaltungsplätzen“ an und mobilisierten mit Erklärungen und Plakaten die Öffentlichkeit. Ein Sturm der Empörung, der so plötzlich und unerwartet Wirkung zeigte, dass es an einen Sketch von Loriot erinnerte: „Nehmen Sie das gegebenenfalls zurück. - Nein? - Dann ist die Sache für mich erledigt!“ Denn am 17. Januar 2012 einigten sich Oberbürgermeisterin Wilding und Vertreter der Schützenvereine darauf, „Jahnplatz, Mühlenstraße und Teile der Altstadt als neue Kirmes- und Veranstaltungsfläche zu prüfen.“ Wie das denn zustande gekommen sei, wollte der Waterbölles damals von der Oberbürgermeisterin wissen. „Die Vereine wollten nicht nach Endringhausen“, sagte Beate Wilding. Na, das war vielleicht eine Überraschung nach den  heftigen Diskussionen der vergangenen Wochen! Loriot ließ grüßen. An ein DOC am Rande der Lenneper Altstadt damals übrigens noch niemand. Das sollte zu diesem Zeitpunkt noch an der Blume entstehen.

Auf dem IHK-Neujahrsempfang im Januar 2012 in der Historischen Stadthalle Wuppertal ging der damalige IHK-Präsident Friedhelm Sträter auf diesen DOC-Plan für Remscheid ein: „Eine mögliche DOC-Ansiedlung wird nicht nur von der weit überwiegenden Mehrheit der Bevölkerung begrüßt. Es wird als echte Chance gesehen, den Standort Remscheid und das gesamte Bergische Städtedreieck aufzuwerten. Ungeachtet der hierbei noch zu überwindenden hohen Hürden hat sich auch unsere IHK-Vollversammlung mit positivem Mehrheitsbeschluss für die Ansiedlung ausgesprochen. Dies ist eine politische Willensbekundung zur regionalen und städtebaulichen Entwicklung im Städtedreieck. (…) Wir können es uns nicht leisten, Investoren mit einem voreiligen Nein vor den Kopf zu stoßen. Ich bin froh um jeden Unternehmer, der zu uns kommen will!“

Dass unsere Verfassung das Recht der freien Religionsausübung verbürgt, betonte im Januar 2012 der Vorstand des Dekanatsrates der Katholiken in Remscheid. In einer Pressemitteilung begrüßte er damals den von der Türkisch-Islamischen Union (DITIB) für ihr Grundstück Stachelhauser Straße 41 angekündigten Bau einer Moschee. Zitat: „ Das in unserer Verfassung verbürgte Recht der freien Religionsausübung ist ein wesentliches Fundament unseres Rechtsstaates. Von diesem Recht durch den Bau von Gebetshäusern Gebrauch zu machen, ist eine Selbstverständlichkeit, deren rückhaltlose gesellschaftliche Akzeptanz für das Zusammenleben der Menschen in unserer Stadt erforderlich und notwendig ist. Gerade, nachdem menschenverachtende rassistische Taten aufgedeckt worden sind, ist es ein Gebot der Stunde, auf diese Selbstverständlichkeit in allen Regionen und Städten hinzuweisen und dafür Zeichen zu setzen.“

Wegen eines Sturmschadens  am Rathausturm mussten vor zehn Jahren der Haupteingang des Remscheider Rathauses und die Eislaufbahn auf dem Theodor-Heuss-Platz bis auf Weiteres gesperrt werden. Durch Böen hatten sich einzelne Schieferplatten gelöst, die auf den Rathausplatz zu fallen drohten. Das städtische Personal im Rathaus blieb aber über die an der Fastenrathstraße und der Hochstraße gelegenen Nebeneingänge erreichbar.

Eine hilfsbereite Seniorin wurde im Januar 2012 im Allee-Center Opfer einer dreisten Diebin und Trickbetrügerin. Die 86-Jährige befand sich in einem Drogeriemarkt in der Einkaufspassage, als sie eine Frau bemerkte, der ein Portemonnaie aus der Manteltasche fiel. Hilfsbereit machte sie die Frau darauf aufmerksam. Diese bedankte sich überschwänglich bei der älteren Dame und griff ihr dabei an die Hände und Handgelenke. Anschließend entfernte sich die Unbekannte. Erst zu Hause bemerkte die 86-Jährige, dass ihre goldene Armbanduhr und ein goldenes Armband weg waren.

Am vergangenen Dienstag berichtete der Waterbölles, dass tags zuvor die Mitgliederversammlung der Remscheider Freiwilligenzentrale "Die Brücke" einmütig die Auflösung des eingetragenen Vereins beschlossen hatte. Zehn Jahre liegt es nun zurück, dass die damalige Oberbürgermeisterin Beate Wilding bei den  „Goldenberger Gesprächen“ in der Turnhalle des Goldenberger Turnvereins von 1892 ein Loblied auf das Ehrenamt im allgemeinen und besonderen sang: „ Viele Angebote und Einrichtungen könnten ohne ehrenamtliches Engagement gar nicht bestehen. Das Ehrenamt ist für unsere Gesellschaft lebensnotwendig. Eine Stadt ohne Ehrenamt ist eine Stadt ohne Seele!“ Mehr als ein Drittel der Bevölkerung seien in der einen oder anderen Weise ehrenamtlich engagiert. „Wenn ich heute alle Ehrenamtlichen nur aus den großen Jugend- und Sozialbereichen und den Kindern aufzählen würde, würde das den Rahmen des heutigen Abends sprengen.“

Wohnblock Borner Straße 6 bis 14: Abriss geplant“, hieß es am 10. Dezember 2009 im Waterbölles. Im Januar 2012 folgte die optische Vollzugsmeldung über den Abriss der alten Gewag-Häuser: „Alle Gebäude sind mittlerweile abgebrochen; der Schutt wird abmontiert.“ Was mit dem Gelände geschehen sollte, war den Bürgerinnen und Bürgern damals noch nicht klar. Inzwischen gehört die neue Tankstelle / Wagenwaschanlage längst zum Bild der Borner Straße.