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Dank an alle, die anpacken, ohne lang zu fragen

Mit einem kleinen Konzert beteiligte sich der Kinder- und Jugendchor „VOICES“ der Musik- und Kunstschule Remscheid unter der Leitung von Astrid Ruckebier gestern an der dritten Demonstration gegen „Putins Krieg“ in der Ukraine, zu der auch diesmal wieder das Aktionsbündnis Remscheid Tolerant aufgerufen hatte. Wie beim zweiten Protest am 12. März war der Kreis der Teilnehmer auf dem Rathausplatz zwar „überschaubar“, aber nicht politisch einfarbig. Vertreten waren alle demokratischen Parteien, einige Jugendorganisationen und Vereine sowie Gewerkschaften und Kirchen. Ans Mikrofon traten Anne Marie Faßbender, die Vorsitzende des Vereins Remscheid Tolerant, Stephanie Hoffmann (sie verlas das zeitlose Anti-Kriegs-Gedicht „Der Grabenvon Kurt Tucholsky aus dem Jahr 1926), Vincent Amtmann vom Aktionsbündnis „Seebrücke Remscheid“ und Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz.

„Seit fünf Wochen Krieg in Europa! Jeden Tag die gleichen Bilder von Zerstörung, Tod, Flucht! Viele Millionen Menschen verlassen die Ukraine, vor allem Frauen und Kinder“, sagte der OB. „Jeden Abend schauen wir Nachrichten, sind entsetzt über die Bilder und hoffen inständig darauf, dass dieser wahnsinnige Krieg möglichst bald ein Ende findet. Die Sorgen um das, was dort passiert, sind das eine. Gleichzeitig wächst die Sorge, dass der Krieg ein Ausmaß annimmt, das über die Ukraine hinausgeht. Diese Sorge zeigt vielfältige Gesichter: es wird wieder gehamstert. War es vor zwei Jahren vor allem das Toilettenpapier, so sind es heute dazu noch viele langlebige Lebensmittel. Das ist unsolidarisch, es ist aber auch Dokument der konkreten Ängste und Befürchtungen. Die Sorge zeigt sich darin, wenn Menschen nach Bunkern fragen, die uns bei einer völligen Eskalation und dem Einsatz von Atomwaffen ohnehin nicht mehr helfen würden. Denn dann wäre die Erde nicht mehr bewohnbar.“

3. Demo gegen den Krieg in der Ukraine
gestern vor dem Remscheider Rathaus.

Die Sorge zeige sich aber auf der politischen Bühne, auch in sehr schnelle Entscheidungen, sehr viel Geld für die Bundeswehr aufzubringen, für ein eventuelles Raketenschutzschirmsystem, fuhr der Oberbürgermeister fort. Er sei kein Militärexperte, aber vor den Summen graue ihm. „Was ist berechtigter Handlungsbedarf, was politischer Aktivismus? Fängt jetzt wieder eine Zeit an wie in vor 40, 50 Jahren, als alle großen politischen Systeme Billionensummen in die Rüstung investiert haben? Gelder, die dem Frieden dienen sollten, aber nicht für wirkliche Friedensmaßnahmen und eine gerechtere Welt genutzt wurden? Was stellen wir diesem Krieg entgegen?“

Remscheid stelle dem Krieg die Verbundenheit seiner Bewohner mit den Menschen in der Ukraine entgegen. „Viele Menschen haben gespendet, Geld oder Sachspenden. Damit helfen wir als Stadtgesellschaft vor Ort. Es gibt viele private Initiativen, die wichtige Hilfsgüter in die Ukraine bringen. Wir zeigen als Stadtgesellschaft unsere Verbundenheit, indem wir die Geflüchteten, die aus der Ukraine zu uns kommen, willkommen heißen, sie unterbringen, versorgen, begleiten. Herzlichen Dank an all die haupt- und ehrenamtlich Engagierten, die ohne lange zu fragen anpacken.“

Aber nicht nur Menschen aus der Ukraine kämen als Flüchtlinge zu uns, betonte der Oberbürgermeister, sondern auch aus Syrien, Afghanistan und anderen Ländern. Und er versicherte, „alles dafür tun, dass wir sie nicht als Flüchtlinge zweiter Klasse behandeln. Zwar mögen die Gründe unterschiedlich sein, aber die Motivation, hier Schutz und Sicherheit zu finden, hier nicht von Hungertod oder Seuchen dahingerafft oder von korrupten Regimes in mörderische Bürgerkriege hineingezogen zu werden, ist vergleichbar!“ Sein Dank galt dem Bündnis Remscheid Tolerant dafür, dass es schon zum dritten Mal zu einer Friedensdemo aufgerufen hat. „Ich danke Ihnen und euch für die Teilnahme an der heutigen Friedensdemo. Danke Remscheid!“

Vincent Amtmann (Foto rechts) vom Aktionsbündnis „Seebrücke Remscheid“ erinnerte an die 80 Millionen Menschen, davon die Hälfte Frauen und Kinder, die sich weltweit auf der Flucht befinden: „Krieg ist dafür die Hauptursache. Auf der ganzen Welt gibt es aktuell über 20 Kriege und bewaffnete Konflikte. In Kolumbien, Mali, Nigeria, Kamerun, der zentralafrikanischen Republik, Kongo, Burundi, Äthiopien, Südsudan, Libyen, Ägypten, Somalia, Mosambik, Ukraine, Türkei, Syrien, Irak, Jemen, Armenien/Aserbaidschan, Afghanistan, Pakistan, Indien, Myanmar, Thailand und den Philippinen.
Die Ukrainer*innen bekommen jede erdenkliche Hilfe, wie z.B. unbürokratisches Aufenthaltsrecht in den EU-Staaten für mind. 12 Monate, Einreise ohne Pässe, kostenloser Transfer nach Deutschland usw.

Diese Solidarität ist auch gut und richtig, allerdings kämpfen wir von der Seebrücke seit vielen Jahren für Menschen auf der Flucht, für ALLE Menschen auf der Flucht. Weiterhin ist die Situation an den europäischen Außengrenzen, in den Flüchtlingslagern katastrophal. Menschen werden misshandelt, ausgeraubt, ins Meer geworfen und zurückgewiesen, ihnen wird jegliche Menschlichkeit verwehrt. Kein einziges Flüchtlingslager auf der Welt wird den Vorgaben der EU und der Vereinten Nationen für menschenwürdige Unterbringung gerecht. Wir haben auf der Welt eine Zwei-Klassen-Flüchtlingspolitik. Das ist schlichtweg rassistisch! Stoppt die Kriege, behandelt ALLE Menschen gleich, und schafft endlich sichere Häfen!“

Zweiter Direktzug ist verlorengegangen

Sven Wolf (MdL, SPD).Pressemtteilung des SPD-Landtagsabgeordneten Sven Wolf

„Die Umstellung auf ein neues Eisenbahnunternehmen hat im Bergischen im Großen und Ganzen gut funktioniert“, ist Sven Wolf, Abgeordneter für Remscheid und Radevormwald, erleichtert. „Bedauerlich, dass im Zuge der Umstellung eine der bisherigen Verstärkerfahrten, die morgens direkt bis Düsseldorf fuhr, klammheimlich verlorengegangen ist.

Wer nach einem Direktzug sucht, findet bei der Bahnauskunft nur noch einen Zug, der gegen 8.38 Uhr Remscheid verlässt und um 9:24 Uhr in Düsseldorf ankommt. Für einen schönen Tagesausflug oder einen Bummel am Rhein gut geeignet, aber wer morgens pünktlich zur Arbeit will, der muss wohl weiter umsteigen. Den früheren Zug, der sonst gegen 8.00 Uhr startete, gibt es nicht mehr. Hierzu haben sich bei mir inzwischen zahlreiche Pendlerinnen und Pendler beklagt. Klar ist nun: VIAS muss nun liefern. Besonders was Qualität und Zuverlässigkeit angeht. 

Liefern muss auch der weitere Betreiber, der Remscheid mit der RB47 direkt mit Düsseldorf verbindet und im Dezember 2022 starten soll. Hier bleibt es nur ärgerlich, dass nicht alle Stadtteile angebunden werden. Hier überfahrt der Zug wohl einige „Milchkannen“, wie ich in der Presse las. Das war nicht die Zusage des VRR an die Remscheiderinnen und Remscheider. Im Kern bleibt es also dabei: Wir müssen das tun, was wir in Remscheid nun schon gewohnt sind: Druck machen und beim Verkehrsverbund ständig nachfragen“, ist sich Wolf sicher.

Hospizkurs erfolgreich abgeschlossen

Pressemitteilung Ambulantes Hospiz Remscheid e.V.

Elf Teilnehmerinnen aus Radevormwald, Remscheid und Wermelskirchen haben den Vorbereitungskurs für ehrenamtliche Mitarbeit im ambulanten Hospiz erfolgreich abgeschlossen und ihre Zertifikate erhalten. Ein gutes halbes Jahr haben sie sich mit den Bedürfnissen schwerkranker und sterbender Menschen und deren Angehörigen beschäftigt. Um gut vorbereitet zu sein, spielte die eigene Auseinandersetzung mit Sterben, Tod und Abschied eine wichtige Rolle. Das Ambulante Hospiz Remscheid wird somit durch weitere ehrenamtliche Mitarbeiterinnen ergänzt, die Menschen in der letzten Lebensphase begleiten. Im Herbst beginnt ein neuer Kurs. Bei Interesse freuen wir uns auf Ihren Anruf für ein Kennlerngespräch unter Tel. RS 464705 oder E-Mail info@hospiz-remscheid.de">info@hospiz-remscheid.de.

Charity-Fußball: Kein Flüchtling im Abseits

Die Jusos Remscheid haben gemeinsam mit dem 1.FC Klausen ein Charity Fußballturnier auf die Beine gestellt. Stattfinden soll das Sportereignis am Samstag, 9. April, in der Sporthalle Lüttringhausen- Klausen, in der Klausener Straße 50. Das Turnier ist zweigeteilt. Gestartet wird im ersten Block um 9 Uhr. Bis 14 Uhr werden eingeladene F-Jugend-Mannschaften aus Vereinen des Fußballkreises Remscheid gegeneinander spielen, ab 14 Uhr ist dann der Platz frei für spannende Duelle zwischen Hobbyteams. Ab 16 Jahren kann dann jeder Fußballbegeisterte mitmachen. Um als Hobbyteam teilzunehmen, müssen mindestens sechs Personen der Mannschaft angehören. Gespielt wird in Mixed Teams, das bedeutet, Frauen und Männer gemeinsam. In der Hoffnung, dass sich der Spendentopf füllt, wird auf eine Startgebühr verzichtet. Anmeldung bis zum 8. April unter info@fc-klausen.de mit Teamnamen und Teilnehmerzahl oder unter der Tel. 0177/3001746. Verpflegung und Unterhaltung inklusive. Also sind natürlich auch alle interessierten Remscheiderinnen und Remscheider eingeladen zuzuschauen. Der Eintritt ist selbstverständlich frei.

Der Geschäftsführer des FC Klausen, Carsten Balke, freut sich sehr auf viele motivierte Mannschaften: „Sport verbindet Menschen. Das sehe ich jeden Tag auf dem Sportplatz. Jetzt müssen wir als Remscheid an der Seite der Ukrainerinnen und Ukrainern stehen. Ich würde mich über ein positives Signal und viele Teilnehmende am 9.April freuen.“ Der Juso-Vorsitzende Daniel Pilz schließt sich dem an: „Wir haben überlegt, wie wir den geflüchteten Menschen gemeinsam effektiv helfen können, Sport ist dafür ein klasse Weg! Ich habe selber 11 Jahre lang Fußball gespielt und weiß, dass Sportsgeist verbindet. Ich wünsche mir sehr, dass wir als Remscheid am 9. April zeigen, wie gut wir in Remscheid zusammenhalten.“ Die beiden Organisationen schließen sich mit ihrem Turnier dem Vorstoß des Hilfenetzwerks „RS-Love“ an, das dazu aufgerufen hatte, unter dem Motto „Remscheid hält zusammen“ Spendenveranstaltungen zu organisieren und dieses Geld dann für Geflüchtete in Remscheid zu verwenden. Entsprechend gehen 100% der eingenommenen Spenden an Organisationen in unserer Stadt, die aktuell mit Geflüchteten arbeiten und diese auf unterschiedlichste Weise unterstützen!

Urbane Produktion zum Anschauen und Mitmachen

Pressemitteilung der Gründerschmiede Remscheid e.V.

Ausstellung, Aktionen, Meet & Greet – vom 5. bis 14. April wird das Gründerquartier zum Schauplatz von „Urbaner Produktion“. Wie kann zeitgemäße Produktion in der Stadt aussehen? Was ist der Mehrwert der Idee? Wo sind Urbane Manufakturen in Remscheid zu finden? Im Rahmen des Projektes „Schmiede für Urbane Manufakturen“ wollen wir mit dieser Ausstellung aufzeigen, wie Innenstädte wieder zu neuem Leben erweckt werden können – über Möglichkeiten, wie ein soziales, nachhaltiges, vernetztes, innovatives und wirtschaftliches Produzieren in der Stadt aussehen könnte. Außerdem können wir im Rahmen der Ausstellung auch zeigen, wie viele urbane Manufakturen schon unser Stadtbild prägen.

Die Ausstellung startet am 5. April, und für den 6. April, 11 Uhr, laden wir zur offiziellen Eröffnung ein. Die Ausstellung darf dann montags-freitags von 9 - 16 Uhr im Gründerquartier Hindenburgstraße 6a besichtigt werden. Urbane Manufakturen vor Ort treffen und in Austausch gehen, mit uns in offenen Diskussionen zum Thema Urbane Produktion und Manufakturen Ideen entwickeln oder Produkte von regionalen Produzent*innen im Regional-Regal entdecken – das ist unser Angebot für die Ausstellungsbesucher*innen.Programmpunkt zum Vormerken: Gewürzmanufaktur, von 16.30 -17.30 Uhr, Workshop „Mach deine Manufaktur sichtbar mit Social Media“. Ab 18 Uhr startet dann der Gründerstammtisch für Manufakturen, Startups, Gründer*innen und Unternehmen. Die Teilnahme ist kostenlos.

Philharmonisches Konzert mit Nareh Arghamanyan

Pressemitteilung der Bergischen Symphoniker

Am Dienstag, 5. April, im Konzertsaal Solingen und am Mittwoch, 6. April, im Teo Otto Theater Remscheid, jeweils um 19.30 Uhr, findet das nächste Philharmonische Konzert der Bergischen Symphoniker unter der Leitung von GMD Daniel Huppert statt. Zu Gast ist die Pianistin Nareh Arghamanyan. Sie begeisterte ihr Publikum  bereits in Konzertsälen wie der Wigmore Hall, der Laieszhalle Hamburg, dem Ambassador Auditorium Los Angeles sowie der Osaka Concert Hall. Das führte sie mit renommierten Klangkörpern wie den Wiener Symphonikern, dem City of Birmingham Symphony Orchestra, dem NDR Sinfonieorchester Hamburg und dem Orchestre Métropolitain du Grand Montréal zusammen. Die Einführungsvorträge von Katherina Knees beginnen um 18.45 Uhr. Karten für das Solinger Konzert sind erhältlich ab 24 € unter Tel. 0212 / 20 48 20 oder www.theater-solingen.de, für das Remscheider Konzert zu 28 €; Jugendticket 6,50 € ,unter der Tel. RS 16 26 50 oder theaterticket.remscheid.de. (Manuela Scheuber)

Hilfstransport über 1200 Kilometer nach Mragowo

Der Partnerkreis Mragowo braucht unsere Hilfe“,  titelte der Waterbölles am 22. März. Vier Tage zuvor hatte die Stadt Remscheid ein Hilfeersuchen der Landrätin Barbara Kuzmicka-Rogala erreicht: Dem polnischen Partnerkreis Mrągowo mit seinen rund 35.000 Einwohnern fällt es schwer, die nötige sachliche Hilfe für etwa 2000 ukrainischer Bürgerinnen und Bürger sicherzustellen, die gegenwärtig dort Schutz vor dem Krieg suchen. Die Hilfsaktion, die vor anderthalb Wochen in Remscheid anlief,. erbrachte nicht nur Geldspenden in Höhe von insgesamt rund 60.000 Euro, darunter eine Einzelspende von 25.000 Euro, sondern auch eine Vielzahl von Sachspenden. Am Spendenlager der Arbeit Remscheid gGmbH an der Freiheitstraße verabschiedete Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz gestern Abend die Fahrer und Beifahrer von zwei Lkw und einem Kleintransporter, darin gut verstaut auf 40 Paletten und in 340 Säcken  Feldbetten, 20 Stromgeneratoren, Textilien, Decken, Bettwäsche, Schlafsäcke, Reinigungsmittel- und Körperpflegeprodukte sowie Lebensmittel mit langer Haltbarkeit.

In der Nacht starteten die Fahrzeuge zu ihrer 1200 Kilometer langen Fahrt nach Mrągowo (vormals Sensburg). Die beiden großen Lkw, ein 40-Tonner und ein kleinerer Lkw der Feuerwehr, werden heute Abend zwischen 20 und 22 Uhr in Remscheids Partnerkreis im Osten von Polen erwartet. Ausgeladen werden die Fahrzeuge am Donnerstagvormittag. Für den Rest des Tages haben die Gastgeber ein kleines touristisches Programm für die Remscheider vorbereitet. Dazu gehört auch die Besichtigung einer Molkerei und ein gemeinsames Abendessen. Zurück nach Remscheid geht es dann am Freitagmorgen. Burkhard Mast-Weisz wünschte dem Team von Sozialdezernent Thomas Neuhaus gestern eine gute Fahrt und eine gesunde Rückkehr. Der Waterbölles schließt sich da gerne an.

Das Ziel: Ein Anziehungspunkt mit Freizeitqualität

Die grundlegende Renovierung von Haus Cleff, einem der schönsten Patrizierhäuser Nordrhein-Westfalens, hat Fortschritte gemacht . Die Instandsetzung von Dach und Fach sei mittlerweile so gut wie fertig, berichtete Architekten Bernhard Bramlage der vom des Ausschuss für Kultur und Weiterbildung eingerichteten Kommission "Bau- und Konzeptbegleitung Haus Cleff" am 21. März. „Die Haupteingangstüren sind fertiggestellt, aber noch nicht eingebaut, um Beschädigungen durch noch ausstehende Arbeiten zu vermeiden. Der Aufzugsanbau wird zeitnah beginnen. Mit seiner Fertigstellung wird im Sommer gerechnet. Die Planung der Fluchtwege, Brandschutz, Heizungsanlage, Lichtkonzept und Medienversorgung sind im Wesentlichen abgeschlossen. Der Lehmbau ist gefüllt“, heißt in der Niederschrift der Kommissionssitzung.

Um den Museumskomplex, bestehend aus Haus Cleff, Deutschem Werkzeugmuseum, Kontor, Haus Berger und Halle Berger, langfristig optisch und konzeptionell zu verbinden, ist ein zusätzlicher, zudem barrierefreier Eingang zum Haus Cleff auf der Rückseite des Gebäudes geplant. Er ist für Menschen mit Gehbeeinträchtigung die einzige Möglichkeit, das Haus ebenerdig zu betreten, in unmittelbarer Nähe zu dem neuen Aufzug. Bei Trauungen im oberen Veranstaltungsraum wird sich aber auch künftig der Vordereingang anbieten – schon allein wegen seines repräsentativen Ambientes.

Auf der rückwärtigen Seite, zum Garten hin, wurde der Kommission der Plan eines Neubaus mit Café, Museumsshop und Empfang/Haupteingang für alle Ausstellungen vorgestellt. Stadtkämmerer Sven Wiertz wies allerdings darauf hin, „dass diese Gesamtperspektive – vergleichbar der Modernisierung des Deutschen Röntgen-Museums – längere Zeiträume beanspruchen werde, da die Finanzierung nur in Teilabschnitten erfolgen kann und gesichert sein müsse.“  Das kann zunächst eine Zwischenlösung für ein Museumscafé mit Außengastronomie bedeuten, bevor sich der Neubau vor dem Garten realisieren lässt. Dafür biete sich der Verwaltungstrakt hinter dem Empfangsbereich des Deutschen Werkzeugmuseums an (nach kleinteiligeren Umbaumaßnahmen  und dem Umzug der Verwaltung ins Haus Berger). Museumsleiter Dr. Andreas Walbrecht erinnerte daran, dass das „Kontor-Café“ im Deutschen Werkzeugmuseum schon vor der Corona-Pandemie an den Wochenenden ein Treffpunkt für ein Stammpublikum aus dem Stadtteil Hasten gewesen sei.

Haus Cleff habe nach der Renovierung und inhaltlichen Neuorientierung in einer konzeptionellen Klammer mit dem Werkzeugmuseum und den angegliederten Gebäuden (Kontor, Haus Berger und der Halle Berger) „das Potenzial, zu einem attraktiven Anziehungspunkt mit Freizeitqualität für die Remscheider selbst, Touristen, Wander- und Radausflügler, Familien, Schulklassen, etc. zu werden“, s Architekt Bramlage. Das Haus werde nicht nur die Baugeschichte des Ensembles museal aufarbeiten, sondern auch die Geschichte bedeutender Remscheider Handelsfamilien und Werke relevanter Remscheider Künstler beleuchten. Und die Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Region werde wie an einem roten Faden inszeniert, museal aufgearbeitet und auf spielerische Weise nähergebracht, ebenso die Baugeschichte. Die Besucher sollen individuell nach ihren Interessen auswählen können, womit sie sich näher beschäftigen möchten.

Wie Julia Debelts von der Fa. Szenario erläuterte, soll ein bauhistorischer Rundganganhang offen gelegten Wand- und Deckenteilen im ganzen Gebäude Details der Geschichte des Hauses thematisieren, darunter historische Delfter Kacheln, den Decken- oder Wandaufbau, die historischen Querschiebefenster, Stuckprofile und die Esse in der Küche. Das Obergeschoss soll eine Wechselausstellung sowie die Werke von Arntz und Hasenclever aufnehmen  und für private und offizielle Veranstaltungen genutzt werden. Die Mansarde wird eine begehbare interaktiven Karte der Region und der Wirtschafts- und Sozialgeschichte (Patrizierhäuser, Industrialisierung) aufnehmen. (Der Kommissionsbericht steht am 5. April auf der Tagesordnung des Kulturausschusses.)

Veranstaltungskonzept soll unverändert bleiben

Zuviel Alkohol im Deutsches Werkzeugmuseum?“, titelte der Waterbölles am 9. März, nachdem die Fraktion der Grünen das Veranstaltungsprogramm 2022 des Deutschen Werkzeugmuseums thematisiert hatte. Dier Antworten der Verwaltung auf diese Anfrage liegen nun dem Ausschusses für Kultur und Weiterbildung  zur Sitzung am 5. April vor.

Zitat: „Das Veranstaltungsprogramm 2022 des Deutschen Werkzeugmuseum umfasst insgesamt 60 Veranstaltungen plus zwei Sonderausstellungen inklusive Eröffnung. Die Bandbreite der Veranstaltungen reicht von typischen Kinderaktionen bis zu Angebote speziell für die Altersgruppe 60+. Inhaltlich handelt es sich besonders um Vorträge (z.B. 155 Jahre Firma Kirschen, 3D-Druck, die Firma A. Mannesmann, der Regisseur Hugo Niebeling), Workshops (Schleifen von Beiteln, Buchbinden, Zinngießen, Fahrradreparaturen), globale oder Großveranstaltungen (Internationaler Museumstag, Türöffner-Tag mit der Maus, Welt der Werkzeuge, Nacht der Kultur) oder Konzerte (Jazzmatinee). Alle Angebote leiten sich direkt aus den Inhalten des Deutschen Werkzeugmuseums ab und ist für ein breitgefächertes Interessenspektrum geplant.“

Frage: In ca. 20 Prozent der Veranstaltungen wird im Rahmen des Veranstaltungsprogramms zu Verköstigungen von Alkoholika eingeladen, inwieweit geht das mit dem Auftrag des Museums einher?
Antwort: Zwölf Veranstaltungen weisen als Teil des jeweiligen Angebots eine Verkostung von bspw. Wein, Bier oder Whisky auf. Im Vordergrund steht immer ein Vortrag, ein Spaziergang zu Geschichtsstationen oder die Besichtigung einer historischen durch Dampfmaschine angetriebenen Brennanlage. Im Rahmen der inhaltlichen Teile werden wiederum Themen behandelt, die originär mit Inhalten des Werkzeugmuseums verbunden sind. Gibt es keinen explizit ausgewiesenen inhaltlichen Teil, wird immer auf die Herstellung und die dazu benötigten Werkzeuge eingegangen. Die Verkostungen runden die jeweiligen Angebote ab und es werden dadurch neue Besuchergruppen erschlossen, die häufig zu Stammbesuchern des Museums werden. In diesem Zusammenhang sind die Kooperationen mit anderen Häusern wie dem Wilhelm-Fabry-Museum in Hilden, dem Deutschen Schloss- und Beschlägemuseum in Velbert oder den Bergischen Museum im Rahmen des Themenjahres „Alles in Bewegung“ am Internationalen Museumstag oder beim gemeinsamen Museumstag im Lokschuppen Hochdahl herauszustellen. Durch diese musealen und kulturellen Veranstaltungen und weitergehende Angebote konnten seit 2015 die Besucherzahlen mehr als verdoppelt werden.

Frage: Gibt es bei der Stadt Remscheid ein Jugendschutzkonzept, das für alle Einrichtungen der Stadt gilt?
Antwort: Das Jugendschutzgesetz findet in allen Einrichtungen der Stadt seine Anwendung. Insofern wird auch im Deutschen Werkzeugmuseum niemals Alkohol an nicht volljährige Personen ausgeschenkt. Die Regelungen des Jugendschutzgesetzes (JuSchG) sind für alle gesellschaftlichen Bereiche bundesweit bindend und gelten damit auch für städtische Einrichtungen in Remscheid. In § 9 JuSchG ist der Umgang zu Abgabe und Verzehr von alkoholischen Getränken geregelt. Jeder Einrichtung steht es frei, in Abwägung von Zielgruppe und Konzept, diese Regelungen strenger zu fassen. Der Fachdienst Jugend verteilt als eine präventive Maßnahme jährlich einen Schulferienkalender mit zentralen Regelungen des JuSchG im Handflächenformat (Auflage 10.000) an alle relevanten und interessierten Bereiche.

Frage: Soll zukünftig das Programm des Werkzeugmuseums weiter in dieser Form aufgelegt werden?
Antwort: Da die Inhalte des Deutschen Werkzeugmuseum im Vordergrund stehen, soll dieses Konzept der Durchführung kultureller Veranstaltung weiter fortgeführt werden.

Einladung zum digitalen Bürgerdialog „Radverkehr“

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, sich über die aktuellen Maßnahmen zur Verbesserung des Radverkehrs und die weiteren Planungen in diesem Bereich zu informieren und die Ergebnisse gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Stadt Remscheid zu diskutieren. Am Montag, 4. April, um 17.30 Uhr findet der Bürgerdialog „Radverkehr“ als Videokonferenz statt (Dauer ca. zwei Stunden). Interessierte werden gebeten sich bis Montag, 30. März, unter der E-Mail-Adresse radverkehr@remscheid.de">radverkehr@remscheid.de anzumelden. Der Link für die Zoom-Videokonferenz wird nach erfolgter Anmeldung mitgeteilt. Ziel der Veranstaltung ist es, die konkreten Bedürfnisse der Radfahrenden für einen besseren Radverkehr zu erfahren und ihre Vorschläge in den Planungen zum Radverkehr zu berücksichtigen. So sollen möglichst bedarfsgerechte Verbesserungen im örtlichen Radverkehr erreicht werden.

Der Bürgerdialog – es ist der dritte seit 2019 – wird gemeinsam von den Fachdiensten Stadtentwicklung, Verkehrs- und Bauleitplanung sowie Umwelt veranstaltet. Nach einer erstmaligen Durchführung des Bürgerdialogs Radverkehr Ende 2019, Es ist vorgesehen, ihn jährlich fortzusetzen, um eine öffentliche Mitsprachemöglichkeit der Bevölkerung sicherzustellen. Sollten Radfahrende Anregungen allgemeiner Art zum Radverkehr in Remscheid haben, können diese auch ganzjährig unter der E-Mail-Adresse radverkehr@remscheid.de">radverkehr@remscheid.de eingereicht werden.

Das vom Remscheider Stadtrat beschlossene Radverkehrskonzept ist Teil der gesamtstädtischen Mobilitätsstrategie. Diese enthält eine Reihe von Maßnahmen in verschiedensten Bereichen zur Entwicklung einer umwelt- und klimaschonenden Mobilität. Ein wesentlicher Baustein ist die Verbesserung des Radverkehrs. Auch der rechtlich geltende Luftreinhalteplan schreibt bereits 2012 als eine Maßnahme den Ausbau des Radverkehrs fest. Die Lärmproblematik aus dem Kraftfahrzeugverkehr kann nur mit deutlicher Unterstützung und Zunahme alternativer Mobilität bewältigt werden.

Waterbölles: Der Bezirksvertretung Lennep liegt zur heutigen Sitzung der „Maßnahmen- und Umsetzungsplan Radverkehr 2022“ der Verwaltung vor. Diese enthält als neues Serviceangebot auch öffentliche Luftpumpenstationen.- Zitat: „Zur weiteren Attraktivitätssteigerung des Radverkehrs in Remscheid sollen ergänzend zu den Radboxen öffentliche Luftpumpstationen aufgestellt werden. An diesen Selbstbedienungs-Fahrrad-Luftpumpstationen stehen den Radfahrenden eine manuelle Luftpumpe und verschiedene Ventil-Anschlüsse zur Verfügung. Die Pumpen sind dabei fest im Boden verankert. Testweise können einzelne Stationen auch mit Werkzeug ausgestattet werden. Das Thema „öffentliche Luftpumpen“ soll im Zuge der weiteren Abstimmungsgespräche zu den Radboxen mit aufgenommen werden. Lademöglichkeiten für Pedelecs und E-Bikes Seite 4 Drucksache 16/2350 In den Radboxen soll zukünftig eine Lademöglichkeit für Pedelecs und E-Bikes integriert werden.“ (siehe auch "Noch keine Geländekäufe zur Verlängerung der Trasse")

Sechs Männer kandideren in Remscheid für den Landtag

Nur wenige Minuten dauerte gestern die Sitzung des Kreiswahlausschusses zur Landtagswahl unter der Leitung der Beigeordneten Barbara Reul-Nocke, da war er auch schon wieder beendet. Sechs Wahlvorschläge zur Landtagswahl am 15. Mai waren für den Wahlkreis 36 – Remscheid I, Oberbergischer Kreis III – waren eingegangen, und alle wurden einstimmig zugelassen. Sie waren rechtzeitig abgegeben worden und erfüllten sämtliche Erfordernisse des Landeswahlgesetzes. Reul-Nocke: „Die Prüfung der Wahlvorschläge hat keinerlei Mängel ergeben!“ Nachfolgend die Kandidaten im Wahlkreis 35:

  • Sven Wolf (SPD). Der Wahlvorschlag war am 10. Februar um 11.20 Uhr als erster eingegangen.
  • Jens-Peter Nettekoven (CDU).Der Wahlvorschlag  war am 28. Februar per Post eingegangen.
  • Peter Lange (DIE LINKE). Der Wahlvorschlag  war am 2. März um 11 Uhr eingegangen.
  • David Erich Schichel (BÜNDNIS 90/DIE Grünen). Der Wahlvorschlag  war am 3. März um 14.05 Uhr eingegangen.
  • Torben Clever (FDP). Der Wahlvorschlag  war am 10. März per Post eingegangen.
  • Nicolai Marre (AfD). Der Wahlvorschlag  war am 15. März um 13.30 Uhr eingegangen.

Schriftführer in der Sitzung des Kreiswahlausschusses war Cordula Post, stellv. Schriftführerin Tabitha Henn.

Kunden der EWR laden ihr E-Fahrzeug günstiger

Pressemitteilung der Stadtwerke Remscheid

Am 30. September 2010 nahm die EWR die erste öffentliche Ladestation für E- Fahrzeuge im Bergischen Land in Betrieb. Diese Ladestation stand am zentralen Busbahnhof am Friedrich- Ebert-Platz in Remscheid und wurde mit Ökostrom bespeist. Die Inbetriebnahme dieser Ladestation markiert den Beginn zum Aufbau einer Ladesäuleninfrastruktur und die EWR war damit Vorreiter auf dem Gebiet der Elektromobilität. Weiter Ladestationen für E-Fahrzeuge und E-Bikes wurden in den darauffolgenden Jahren gebaut.

Von 2010 bis jetzt  war für alle Nutzer das Aufladen ihres Fahrzeuges kostenlos.Zum1. April führt die EWR ein neues Ladesystem ein, welches das bisherige kostenlose Laden ablöst. Ladetoken und Ladekarten verlieren ihre Gültigkeit, sobald die alte Ladetechnik in der Emil-Nohl- Str. und beim Möbelmarkt Knappstein gegen die neue Ladetechnik von ChargePoint ausgetauscht ist. Um ein E- Fahrzeug an einer EWR*Ladestation der neuen Generation komfortabel mit Ökostrom aufzuladen, laden die Interessenten einfach die kostenlose Charge- Point App über den App Store oder Google Play Store herunter und erstellen ein Nutzerkonto. Die App bietet viele Funktionen, die dem E-Autofahrer unterstützen. Beispielsweise erhält er Informationen über freie Ladesäulen oder es besteht die Möglichkeit eine Nachricht bei freiwerden einer Ladesäule zu erhalten. An den neuen Säulen ist aber auch das sogenannte Ad-hoc-Laden möglich, wenn der Kunde über kein ChargePoint Konto verfügt. Dazu steht den Fahrern die ChargePoint Hotline: +49 (069) 9530 7383, rund um die Uhr 24/7 zur Verfügung.

Für EWR-Kunden gibt es ab sofort vergünstigte Tarife . So laden EWR*STROM oder EWR*GAS-Kunden an den neuen Ladesäulen vergünstigt, beziehen sie EWR Ökostrom (EWR*STROM Natur), laden sie noch preiswerter. Nachhaltigkeit macht sich bezahlt. Neu sind auch die Ladeverfügbarkeitsentgelte (LVE). Damit soll sichergestellt werden, dass die EWR *Ladestationen nicht als Dauerparkplätze genutzt werden und möglichst viele Kunden ihr E-Fahrzeug laden können. Infos rund um das Laden von Elektrofahrzeugen sowie eine Anleitung, wie man als EWR-Kunde günstiger lädt, findet man auf der EWR-Internetseite unter: www.ewr-remscheid.de/ladestationen. Oder einfach die kostenlose EWR-Hotline 0800 0 164 164 (montags bis freitags jeweils von 8 bis 18 Uhr) anrufen.