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"Arbeit und Leben" kostet 5.112 € und bleibt unbeachtet

Was ist den Wirtschaftsprüfern von Rödl & Partner auf der Suche nach Sparmöglichkeiten für die Stadt nicht alles eingefallen. Zum Beispiel bei der Volkshochschule:

  • „Fusion Der Rat hat in seiner Sitzung am 12.12.2005 die Verwaltung beauftragt, die Zusammenlegung der Volkshochschule und der Musik- und Kunstschule zu prüfen. … Nach Angaben der Dezernatsleitung können durch die Fusion mittelfristig insgesamt bis zu 300.000 € eingespart werden. Die bereitgestellten Unterlagen berücksichtigen dabei schwerpunktmäßig die Einsparung von Personalkosten. Weitere Faktoren, wie die gemeinsame Nutzung von Software- und Abrechnungssystemen, eine verstärkte Kundenbindung, gemeinsames Marketing und verstärkte Wahrnehmung am Markt, sind in den in der Vorlage benannten Einsparungen nicht berücksichtigt, da nur schwer bezifferbar. Aus Sicht von Rödl & Partner ist die Fusion ausdrücklich zu befürworten. Die Musik- und Kunstschule sowie die Volkshochschule sind Bildungseinrichtungen, für die vergleichbare Anforderungen an die Beschaffenheit von Räumlichkeiten und ähnliche Prozessabläufe (bspw. Verwaltungsabläufe wie Abrechnungs- und Anmeldungsmodalitäten) bestehen. Vergleichbare Fusionen, z.B. die der Volks- und Musikschulen der Stadt Neuwied, zeigen, dass die benannten Synergien erzielbar sind.
  • Für ausgewählte Kurse ist eine Einrechnung von Kursmaterialien in die Kursgebühren denkbar. Kursmaterialien bieten sich an in Gesundheitskursen (Yoga, AT, Gigong, PME), berufliche Weiterbildung (Buchführung, EDV) und Deutsch als Fremdsprache. Bei einer Teilnehmerzahl in den betreffenden Kursen von etwa 1.000 Teilnehmern belaufen sich die Mehreinnahmen auf 2.500 € pro Jahr. Weitere Einnahmepotenziale bestehen bei der Vermietung von Räumlichkeiten an Dritte. … Bei möglichen 50 Fremdvermietungen pro Jahr und einer durchschnittlichen Entgelteinnahme von 50 € ergibt sich eine Mehreinnahme von ebenfalls 2.500 € pro Jahr.
  • Die Serviceeinheit 27 bietet Computerkurse an. Die VHS könnte diese ebenfalls anbieten. Durch die Einrichtung der beiden EDV-Schulungsräume ist die VHS nunmehr in der Lage, eine gute Infrastruktur für verwaltungsinterne EDV-Kurse zu bieten, was in den ehemaligen Räumlichkeiten nicht möglich war. Sollte die VHS die …verwaltungsinternen Kurse übernehmen, könnten sich in anderen Verwaltungsbereichen Einsparungspotenziale … ergeben.
  • Das Projekt "Arbeit und Leben" der Gewerkschaften ist ein Projekt, für welches die Stadt Remscheid in Höhe von 5.112 € Mitgliedsbeiträge entrichtet. Diese sind aus Sicht der VHS fraglich, da zum einen kaum Remscheider Bürger an diesen Veranstaltungen/Reisen teilnehmen und zum anderen das Kursangebot kaum wahrgenommen wird.
  • Zur Zeit werden durch die VHS Räumlichkeiten in der Bungestraße 1 genutzt. Diese sind angemietet und verursachen Mietkosten von 811 €/Monat. Der Vertrag ist jährlich kündbar mit Frist zum 30.April. Aus Sicht der Volkshochschule besteht die Möglichkeit einer alternativen und kostengünstigeren Unterbringung in freiwerdenden Schulgebäuden.“

(Aus dem Konsolidierungsgutachten der Wirtschaftsprüfer von Rödl & Partner, komplett als pdf-Datei hier.) Was halten Sie davon?     

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Kommentare

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Wolfgang Ebert am :

Eine für mich erstaunliche Kommentierung erfährt die Arbeitsgemeinschaft Arbeit & Leben als gemeinsames Projekt von Deutschem Gewerkschaftsbund und Volkshochschule durch die Wirtschaftsprüfer von Rödl & Partner, wenn sie davon berichten, dass dem Zuschuss der Stadt Remscheid in Höhe von 5.112,--€ pro Jahr keine nennenswerte Resonanz entspricht. Da ich keine Böswilligkeit unterstellen mag, auf diesem Wege vielleicht ein paar Ergänzungen den Leistungen, die Arbeit & Leben für Remscheiderinnen und Remscheider erbringt: Seit mehreren Jahren werden regelmäßig Veranstaltungsangebote für die Remscheider Stadtjugendräte gemacht - hierzu gehören Besuche im Landtag von NRW, im Europäischen Parlament in Brüssel, Wochenendseminare mit den Stadtjugendräten des Bergischen Landes oder auch Rhetorikkurse. Arbeit & Leben hat in Remscheid eine Ausstellung zum Warschauer Ghetto präsentiert, die als Wanderausstellung Schulklassen und eine Vielzahl von interessierten Bürgern gesehen haben, inclusive einer Begleitveranstaltung mit über 50 Teilnehmenden. Arbeit & Leben bietet monatlich Veranstaltungen in Betrieben und öffentlichen Einrichtungen an, um Bürgern ihre Stadt und ihre Institutionen näher zu bringen. Und nicht zuletzt dienen stadthistorische Wanderungen dazu, ein Bewußtsein für die Sozial- und Wirtschaftsgeschichte der Stadt Remscheid zu fördern. Jährlich erhalten mehr als tausend Remscheider das Jahresprogramm kostenlos zugeschickt, und eine Reihe von Remscheidern nimmt teil an Studienseminaren, die in Berlin, den neuen Bundesländern bis hin nach Südafrika reichen. Wenn insgesamt 2500 Teilnehmende pro Jahr die Angebote einer Bildungseinrichtung wahrnehmen, und dies über viele Jahre hinweg, kann man von einer weitgehenden "Nichtbeachtung" durch die Bürger nicht sprechen - wenn überhaupt, dann vielleicht durch die Mitarbeiter der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft.

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