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"Denkmalschutz für Hardtpark ist gar nicht nötig!"

Hertie: Es kommt Bewegung in die Sache“, titelte der Waterbölles am 11. Februar. Damit war auch der Antrag des Verkehrs- und Fördervereins Lennep gemeint, den Hardtpark in Lennep in die Denkmalbereichssatzung des historischen Stadtkerns aufzunehmen. Begründung: Dieser einzige Park im Stadtzentrum von Lennep müsse auch für die nächsten Generationen in möglichst unveränderter Form erhalten bleiben. Zur Siotzung der Bezirksvertretung Lennep am 6. April hat die Verwaltung auf diesen Antrag nun mit einer ausführlichen Stellungnahme (zwei eng beschriebene Seiten) geantwortet. Inhalt: Eine Stellungnahme der Unteren Denkmalbehörde und eine des Fachdienst Umwelt, untere Landschaftsbehörde.

  • Die Untere Denkmalbehörde: „Der so genannte „Große Hardtpark“ liegt außerhalb des mittelalterlich geprägten Stadtkerns. Er ist Teil der Stadterweiterung aus dem 19. Jahrhundert, als auf den großzügigen Grundstücken jenseits des Zentrums frei stehende Villengebäude, Kirch-, Schul- und Gewerbebauten errichtet wurden und einen homogenen Ring bildeten. Der sachlich inhaltliche Geltungsbereich der Denkmalbereichssatzung deckt diese Phase der Lenneper Stadtentwicklung nicht ab. Eine Erweiterung des Denkmalbereichssatzungsgebietes um die singuläre Fläche des „Großen Hardtparks“ ist ausgeschlossen.“
  • Die Untere Landschaftsbehörde: „Eine naturschutzrechtliche Unterschutzstellung des Hardtparks als geschützter Landschaftsbestandteil gemäß § 29 Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG - frühere Rechtsgrundlage: § 23 Landschaftsgesetz) ist ... nicht erforderlich, da auch ohne Schutzverordnung ein Erhalt der städtischen Parkanlage dauerhaft gewährleistet ist. Es wird in diesem Zusammenhang darauf hingewiesen, dass zusätzlich nahezu alle älteren Laubbäume im Hardtpark gemäß Baumschutzsatzung geschützt sind. Die Anforderungen des § 29 BNatSchG an eine Unterschutzstellung sind im vorliegenden Fall überwiegend nicht erfüllt.“

Fazit der Verwaltung: „Der Schutz des Parks ist durch die gültigen Rechtsvorschriften sichergestellt.“

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Kommentare

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Peter Maar am :

Zu der Mitteilungsvorlage der Verwaltung vom 9. März in Sachen "Unterschutzstellung Hardtpark" folgende Anmerkungen: a) Denkmalschutz - Erweiterung der Denkmalbereichssatzung für Lennep : Die Untere Denkmalbehörde der Stadt Remscheid stellt in der Vorlage u.a. fest: "Aufgrund der unmittelbaren Nähe zum Baudenkmal "Kölner Straße 38/40" (früher Hertie/Karstadt) unterliegen Maßnahmen im "Großen Hardtpark" im Rahmen des Umgebungsschutzes gemäß § 9 Denkmalschutzgesetz NRW der Erlaubnis der Unteren Denkmalbehörde". Daraus leitet die Untere Denkmalbehörde die Feststellung ab, "dass Schutzfunktionen für den "Großen Hardtpark" bereits heute auf der Grundlage des Denkmalschutzgesetzes NRW zur Anwendung gebracht werden". Nach § 9 des Denkmalschutzgesetzes ist eine Erlaubnis der Unteren Denkmalbehörde u.a. dann erforderlich, wenn in der engeren (!) Umgebung von Baudenkmälern Anlagen errichtet werden sollen, die das Erscheinungsbild des Denkmals (hier: früheres Hertie/Karstadt-Gebäude) beeinträchtigen. Von dem früheren Hertie-Gebäude an der Kölner Straße bis zur Leverkuser Straße hat der Hardtpark eine Ausdehnung von über 120 Metern. Wo hört da die im Gesetz angeführte "engere Umgebung" auf? Gehört der an die Leverkuser Straße in 120 Metern Entfernung vom Denkmal angrenzende Parkbereich zur "engeren Umgebung" des Denkmals "Hertie/Karstadt"? Ich meine, dass dies im Sinne der gesetzlichen Vorschrift des Denkmalschutzgesetzes nicht der Fall ist, folglich für wesentliche Teile des Parks kein "Umgebungsschutz" nach dem Denkmalschutzgesetz existiert. b) Geschützte Landschaftsbestandteile: Nach § 29 Bundesnaturschutzgesetz sind Landschaftsbestandsteile u.a. dann besonderes schutzwürdig, "wenn sie der Belebung, Gliederung oder Pflege des Orts(!)- oder Landschaftsbildes" dienen. Der "Große Hardtpark" leistet zweifellos einen riesigen Beitrag zur "Belebung, Gliederung und Pflege des Lenneper Ortsbildes". Die gesetzliche Anforderung für eine Unterschutzstellung des Hardtparks liegen deshalb nach meiner Meinung vor. Weshalb die Verwaltung dies nicht so sieht, sondern behauptet, dass auch ohne Schutzverordnung ein Erhalt der Parkanlage dauerhaft gewährleistet ist, sollte sie überzeugend erklären. Der allgemeine Hinweis der Verwaltung, dass "der Schutz des Parks durch die gültigen Rechtsvorschriften sicher gestellt" sei, reicht hier nicht aus. Welche Rechtsvorschriften sind gemeint? Da der Hardtpark im Eigentum der Stadt Remscheid steht, also keine privaten Interessen tangiert werden, erkenne ich keine Hinderungsgründe, ein Unterschutzstellungsverfahren durch den Rat der Stadt einzuleiten. Hierdurch könnte diese schöne Parkanlage im Herzen von Lennep dauerhaft geschützt werden. Peter Maar (verfasst als persönliche Meinung als Mitglied im Landschaftsbeirat der Stadt Remscheid)

Lothar Kaiser am :

Der Hardtpark in Lennep könne, für sich gesehen, kein Einzeldenkmal werden, sagte heute Abend in der Sitzung der Bezirksvertretung Lennep Angela Koch von der Unteren Denkmalschutzbehörde der Stadt Remscheid. Wohl aber bleibe der Park mit seinen Frei- und Grünflächen sowie seinen Sichtachsen erhaltenswert als Umgebung des denkmalgeschützten Kaufhauses Karstadt/Hertie. Koch: „Ich kann das Gesetz nicht beugen und etwas zum Denkmal machen, was keines ist“. Damit war der Antrag des Lenneper Verkehrsvereins gemeint, die Anlage als solche unter Schutz zu stellen. Für den hatte Roland Kirchner (W.i.R.) Verständnis gezeigt. Denn so könnten Begehrlichkeiten verhindert werden, an der einen oder anderen Stelle ein paar Quadratmeter abzuzwacken. Das habe es schließlich in der Vergangenheit schon einige Male an anderen Stellen gegeben, siehe „Baurecht bricht Baumrecht“. Doch die Verwaltung blieb bei ihrer Darstellung. Und so beließ es die Bezirksvertretung schließlich bei der Deklamation, der Hardtpark müsse in seiner Grundstruktur und Ausdehnung erhalten bleiben. Jedwede Änderung des Parks bedürfe der Zustimmung der BV. Protokollführer Hans-Ulrich Dattner brauchte dafür keinen ausdrücklichen Beschluss: „Die Entscheidungsbefugnis liegt ohnehin bei der BV!“

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