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Dee undönige Fritz (5. Teil)


De Owram wual also opp Geschäftsreise in ett Oberbergische.

De Ida sah sienen Anzuch noh, nähte de losen Hosenknöppe ahn, stärkte sien Kammesol und polierte de Manschetten. Ienmol strich se emm sogar mal öwern Kappes, so dass de Owram dachte, datt Ida iss doch kiän schleiten Minsch.

Versorg mir de Karnickel schön, du musst se dreemal am Dag füttern. Futter iss genuch im Stall, woaren siene Abschiedswoade. Ida winkte mit ihrem Rotzlappen noch lange nach.

Die Dage gingen rasch dohin, unn am Sooterschdag ovend kom de Owram wiär nohieme mit dicken Auftragsbüokern in de Tesche. Schon von wiädem soch he, datt sien Huus hell erleuchtet woar. Sicher har datt Ida fein Eeten fertig gemakt um ihm zu überraschen.

Je näher he koam, desto lauter hörte er die lachenden Fraulütt. Owram wuard immer schneller.  Dann blievt he wie vom Donner gerührt im Flur stehen. Ien wohlbekannter Duft stiech emm in de Nas. Datt darf doch nit woar sin.

Hastig warf er siene Koffer opp enn Dörpel und rannte zum Stall. Die Düar stang weit offen unn iän Blick genügte, alle Karnickelställe woaren leer, ratzekaal leer.

Datt verdammte Wiewervolk, der Düwel soll se hoalen. In siener Wut fing he an dee ganzen Ställe kaputt te kloppen, am lievsten hätte sien janz Huus anjezündet unn die lustige Gesellschaft bie lebendigem Liev verbrannt.

Plötzlich kroch en klien Häskeken verängstigt unter ner Kiste vor. Ett woar demm Gemetzel entjangen. Owram hob ett auf und streichelte es zärtlich. Als hee noch längere Zeit öwer alles nohdachte, musste er zugeben, dass er joo den furchbaren Streit verursacht har. Evver datt hier, ne datt wüard he seinem Ida niemols verzeihen. He ging in siene Schmette und schloss sich mit demm Karnickel opp dem Schoß ein. Dann schlief he fest opp sienem Schmettensitz iän.

Am Owend verliessen die Fraulütt Owrams Huus und bedankten sich bei demm Ida für das schöne Festmahl. Sovüll Flieäsch haaren see alt lang nicht mehr gefreten. Opp ienmol soch datt Ida de Koffer vamm Owram und rannte in ett Schloopzemmer. Kiän Owram woar doo. Sie sökte enn opp demm Driethüsken, doo woar he och nit. Sie ging zum Stall und soh watt de Owram in siener Wut doo angereiht har. Doför har see dann Respekt und zugleich Angst bekommen. Die Schmettendüar wohr verschloten, doo entdeckte se de Owram opp seinem Schmettensitz mitt demm klienen Häseken opp seinem Schuate. Ett riep und riep, evver de Owram hürt ett nich. Zur Hölpe, Zur Hölpe riäf ett Ida und lief zum Nachbarn: Ech glüop mien Owram hätt vor Wut de Schlach jetroffen, ne ne da har ech nit jewollt. Gemiensam gingen se zur Schmette unn da woar nur noch datt kliene Häseken in de Hütte. De Owram woar wech. Ett kamen schleihte Dag för datt Ida, denn de Owram blieb verschütt. Sie woar überzeugt, datt he sich wat anjedeiht har. Hee woar bestimmt in enn Hammerdiek jesprungen odder hätt sich irgendwo imm Busch oppjehangen. Dee Suche blieb ergebnislos.

Unterdessen huuste Owram bie seinem Frünk demm Kaal unn liess sich von emm vertellen, watt allet passiert woar. Nach iener Weeke worett de Owram liäd und sehnte sich noh sienem Ida. Innerlich musste er sich eingestehen, datt he sich in Bierlaune zu einer Tat hat hinriäten loten unn somit woar he der Hauptschuldige an diesem Streit. Weil de Owram iegentlich enn lieven Minsch woar koopte he twei Hippenlämmchen unn överraschte damit datt Ida in demm Stall. Ida fiel emm ömmen Hals und sprach kieän Wort mehr vom Geschehenen. Ienes Dages fangk de Owram in seinem Stall, der inzwischen wiar färdich woar, enn paar herrliche Karnickel vor.

Fortan woar datt Glück wiar vollkommen. Unn wenn se nich jestorven sind dann leven se noch hügg.

Bis strackes önker Klärchen

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Sooterschdag/Sonntag, Rotzlappen/Taschentuch, Wiewervolk/Weibervolk, Flieäsch/Fleisch, Schmettendüar/Schmiedetür, Schuate/Schoß, Hölpe/Hilfe, Schlach/Schlaganfall, hügg/heute.

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